Schweiz

Junger Eritreer beim Training im Testzentrum Juchhof in Zürich Altstetten. bild: keystone

Altersbestimmung: Flüchtlinge müssen zum Genital-Check

Hosen runter für Flüchtlinge: Für Altersschätzungen müssen jugendliche Asylsuchende in Zürich ihre Genitalien untersuchen lassen.

05.06.16, 05:42 05.06.16, 08:32

Sarah serafini / schweiz am Sonntag

Ein Artikel von Schweiz am Sonntag

Rund 3000 minderjährige Flüchtlinge kamen vergangenes Jahr ohne Eltern in die Schweiz und stellten ein Asylgesuch. Solche «unbegleitete minderjährige Asylsuchende», kurz UMA, stehen gemäss Schweizer Verfassung und UNO-Kinderrechtskonvention unter speziellem Schutz. Nur in Ausnahmefällen können sie zurückgeführt oder ausgeschafft werden.

Bestehen bei einem Flüchtling Zweifel, ob er wirklich noch nicht 18-jährig ist, wird ein Altersgutachten veranlasst. Recherchen zeigen nun, dass dafür in Zürich auf eine umstrittene Methode gesetzt wird: Minderjährige müssen bei einem forensischen Rechtsmediziner zur Genitaluntersuchung antreten. Im Zürcher Testzentrum praktiziert das Bundesamt für Migration (SEM) den Check seit über zwei Jahren.

60 Prozent der «Minderjährigen» erweisen sich als volljährig

Unter den jungen Flüchtlingen gibt es viele, die sich als minderjährig ausgeben, obwohl sie es nicht sind. Sie erhoffen sich damit eine grössere Chance auf Asyl. Im Testzentrum auf dem Juch-Areal galten in den letzten zwei Jahren 337 Flüchtlinge bei ihrem Eintritt als UMA. Nachträglich wurden rund 60 Prozent der Fälle als volljährig befunden.

Das SEM ist bestrebt, solche Missbrauchsfälle aufzudecken. Bisher stützte es sich bei forensischen Altersgutachten vor allem auf die Handknochenanalyse. Deren Ergebnisse sind jedoch ungenau. Darum wird im Testzentrum seit Januar 2014 auf die sogenannte 4-Punkte-Analyse zurückgegriffen. Neben dem Knochen- und dem Zahnalter wird dabei auch die körperliche Entwicklung berücksichtigt. Letztere soll aufzeigen, wie weit fortgeschritten die sexuelle Reife der Flüchtlinge ist.

Das Testzentrum, von den Bundesbehörden für den reibungslosen Betrieb gelobt, gilt als Vorzeigeunterkunft. Wird die Asylgesetzrevision heute an der Urne angenommen, so sollen in der ganzen Schweiz weitere Bundeszentren wie jenes in Zürich entstehen. Doch darüber, dass in Zürich Geschlechtsuntersuchungen an jugendlichen Flüchtlingen vorgenommen werden, haben die Behörden nie informiert.

Selbst bei der Asylorganisation Zürich (AOZ), die für die Unterbringung der Bewohner des Bundeszentrums zuständig ist, heisst es: «Die AOZ hat keine Kenntnis von Genitaluntersuchungen zur Altersschätzung bei unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden.»

Die «Schweiz am Sonntag» weiss von mindestens 130 solchen Untersuchungen, die im vergangenen Jahr in Zürich gemacht wurden. Darunter ist der Fall von «Luam», einem eritreischen Jungen, der laut eigenen Aussagen bei seiner Einreise in die Schweiz 16 Jahre alt war.

Das SEM schickte ihn zur Altersschätzung. Nur kurz sei er über den Ablauf der Untersuchung aufgeklärt worden. Dass er dem Arzt die Genitalien zeigen müsse, habe er nicht gewusst. Im Vorfeld sei auch nicht abgeklärt worden, ob «Luam» ein Missbrauchsopfer ist.

Ruth-Gaby Vermot, Präsidentin der Beobachtungsstelle, sagt, solche Genitalanalysen verletzten die Würde dieser Kinder und Jugendlichen. «Viele von ihnen sind bereits auf der Flucht Opfer von sexueller Gewalt und Ausbeutung. Die absurde Geschlechtsuntersuchung verletzt nicht nur ihr Recht auf Integrität, sondern auch die von der Schweiz ratifizierte Kinderrechtskonvention.»

Untersucht werden die jungen Flüchtlinge von Patrick Laberke. Er ist Oberarzt am Institut für Rechtsmedizin in Zürich. Laberke prüft, ob die körperliche Entwicklung zur Entwicklung der Zähne und des Skeletts passt. Dabei richtet er sich nach den Tanner-Stadien, die verschiedene Entwicklungsstufen der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale definieren.

Methode laut Ärzten unbrauchbar

Konkret heisst das: «Wir schauen, wie weit fortgeschritten und verbreitet die Körperbehaarung ist und wie weit entwickelt die Genitalien und die Brüste sind.» Bei weiblichen Jugendlichen erfolgt die Untersuchung durch eine Ärztin. Angefasst würden die jugendlichen Flüchtlinge nicht, sagt Laberke. Die Inspektion erfolge von Auge. Auch gebe er darauf acht, dass sich die Asylsuchenden nicht ganz nackt ausziehen müssten. «Die Untersuchung erfolgt etappenweise.»

Ärzte schütteln über diese Art von Altersschätzung den Kopf. Oskar Jenni, Leiter der Entwicklungspädiatrie am Kinderspital Zürich, sagt, weder eine Knochenanalyse noch eine körperliche Untersuchung können zuverlässige Rückschlüsse zum Alter einer Person geben.

Auch die Kombination der verschiedenen Methoden, wie sie bei Jugendlichen des Bundeszentrums gemacht werde, ist laut Jenni unbrauchbar für die Altersbestimmung. Je nach Herkunft und persönlicher Lebensgeschichte einer Person weiche das biologische Alter stark vom tatsächlichen Alter ab.

Die Methode der Handknochenanalyse wie auch die Definition der Tanner-Stadien stammen aus den 60er-Jahren und wurden anhand von weissen Kindern und Jugendlichen erstellt. «Wenn schon, bräuchte es Daten von syrischen, afghanischen oder eritreischen Kindern», sagt Jenni.

Bund hat keine Bedenken

Die Haltung der Europäischen Akademie für Pädiatrie, zu der auch die Schweizer Gesellschaft gehört, empfiehlt darum, auf alleinige Altersschätzungen mittels biologischer Merkmale zu verzichten.

Hinter dieser Meinung steht auch Jenni. Vielmehr sollten der kognitive, soziale und emotionale Entwicklungsstand und das Verhalten eines Kindes oder Jugendlichen bestimmt werden. «Das Entwicklungsalter ist ein besseres Mass für die Einschätzung der individuellen Bedürfnisse und Schutzwürdigkeit als das biologische Alter», sagt Jenni. Dazu brauche es aber umfassende Leitlinien, die von Pädiatern und Psychologen erarbeitet werden müssten und nicht von forensischen Rechtsmedizinern.

Der Bund verteidigt die Praxis. Für Martin Reichlin, Sprecher beim SEM ist die 4-Punkte-Analyse mit dazugehörender körperlicher Begutachtung eine Verbesserung. Das Bundesverwaltungsgericht stützte vor einem Monat die Methode in einem Urteil.

Betreffend der umstrittenen körperlichen Untersuchung gibt es beim SEM keine Bedenken. Reichlin sagt: «Es wird insbesondere auf allfällige körperliche Fehlentwicklungen sowie auf Spuren von Misshandlungen geachtet.» Reichlin sagt, den jungen Asylsuchenden werde vor dem Arzttermin ausführlich erläutert, was Zweck und Ablauf der Untersuchung ist. Ein Dolmetscher sei bei den Gesprächen immer dabei. Die Untersuchung sei zudem freiwillig. Verweigert habe sich ihr bisher niemand.

Eine Verweigerung hätte keine unmittelbaren Folgen für das Asylgesuch. Reichlin sagt: «Für den Asylsuchenden stellt sich hingegen unter Umständen das Problem der Beweislosigkeit, wenn er seine Angaben glaubhaft machen muss.» Gelingt ihm dies nicht, wird er als volljährig eingestuft.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • M.aya 05.06.2016 18:48
    Highlight Ich bin entsetzt über diesen Umgang mit Kindern, Jugendlichen.
    Zum Vergleich:
    Meine Schwestern sind, wie ich, alle von den selben Eltern gezeugt, in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Ich kam mit knapp 11 Jahren in die sog. körperliche Reife. Meine um fast 5 Jahre ältere Schwester bekam erst in ihrem 16 Altersjahr die erste Periode. Meine älteste Schwester ereilte das selbe Schichsal mit 14 Jahren. Diese Unterschiede kamen trotz der allgemein identischen Lebensbedingungen zu stande. Ich (als Jüngste der 3) würde als kindliche Asylbewerberin, in der Unterkunft mit den Erwachsenen landen.
    5 1 Melden
    • wonderwhy 05.06.2016 19:44
      Highlight Die körperliche Reife ist ja nicht das alleinige Kriterium. Ich bezweifle dass Du mit 11 schon ausgesehen hast wie mit 20!
      1 0 Melden
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  • Sapere Aude 05.06.2016 12:29
    Highlight Der Grund für solche Untersuchungen ist doch, dass Minderjährige besser geschützt werden können und jene, die das System ausnützen wollen, heausgefiltert werden. Wenn aber die Methode der Altersbestimmung unbrauchbar ist, weil sie auf veraltete Analyseverfahren aufbaut, die nicht einmal die Anthropologischen Merkmale der Einreisenden berücksichtigt, kann die gestellte Aufgabe nicht erfüllen. Analyseverfahren die das Alter genau bestimmen können, sind wahrscheinlich zu teuer, weshalb man lieber falsche Analysen in Kauf nimmt, statt die Schutz des Kindes ins Zentrum zu stellen.
    9 7 Melden
    • wonderwhy 05.06.2016 19:42
      Highlight Es geht um Grenzfälle! Offensichtliche Kinder werden nicht untersucht. Wenn aber ein Typ kommt der 25 sein könnte, aber angibt 16 zu sein, dann wird überprüft!
      1 2 Melden
    • Sapere Aude 05.06.2016 21:01
      Highlight Ich habe nichts gegen eine Überprüfung, dann bitte aber mit einer Methode die über eine gewisse Genauigkeit verfügt, nicht 60ig Jahre alt ist und wissenschaftlichen Standards entspricht. Dass scheint hier nicht der Fall zu sein.
      2 1 Melden
    600
  • wonderwhy 05.06.2016 11:00
    Highlight Hier werden keine 10 Jährigen gezwungen ihr Gemächt zu offenbaren. Wieso ist es so schwierig nachzuvollziehen dass bei gewissen Kandidaten das Alter überprüft werden muss. Nehmt als Beispiel Schweden. Dort gilt im Zweifelsfall ist der Flüchtling ein Kind. Daraus resultieren mit Erwachsenen überfüllte Kinderheime. Unbegleitete Kinder sollen besonderen Schutz geniessen. Ist doch nur wünschenswert das nicht jeder dieses Privileg erhalten soll.
    37 12 Melden
    • Sapere Aude 05.06.2016 11:39
      Highlight Das Problem ist ja, dass die im Artikel genannten Methoden schlicht nicht mehr dem dem heutigen wissenschaftlichen Standart entspricht. Wir verwenden 60 Jahre alte Analysemethoden mit welchen sich das Alter nur ungenau bestimmen lässt, wenn überhaupt.
      18 15 Melden
    • elk 05.06.2016 11:46
      Highlight Einverstanden. Man muss abklären, wie alt jemand ist.
      Aber die besondere Schutzbedürftigkeit von Kindern ist kein Privileg. Es ist ein Recht. Weil Privilegien kann man verlieren, die Rechte eigentlich nicht. Für mich ein grosser Unterschied.
      16 9 Melden
    • eskimolimon 05.06.2016 11:55
      Highlight Vermutlich sind fortgeschrittene Methoden schlicht zu teuer
      7 4 Melden
    • wonderwhy 05.06.2016 12:12
      Highlight Ok keine Privilegien, sondern Rechte. Trotzdem sollen diese nur Kindern vorbehalten sein.
      2 3 Melden
    • M.aya 05.06.2016 19:19
      Highlight Woher willst Du das wissen, dass keine 10 Jährigen von einem mittelalterlichen Arzt "begutachtet" werden. Wenn die 10 Jährige nun schon regelmässig ihre Mens hat und relativ weit entwickelt ist wird sie womöglich als 17-jährige wahrgenommen. Und weil das für die Behörden noch nicht genug "Beweis" ist, wird sie also von einer Ärztin mit mittelalgerlichen Methoden, sprich mit den Augen, von allwn Seiten angestarrt. Jedem mit gesundem Schamempfinden ist das im Minimum peinlich. Geschweige denn, das Kind hat sexualisierte Gewalt erlebt, dann kann diese Behandlung sogar (re-)traumatisierend sein.
      2 2 Melden
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  • Gelöschter Benutzer 05.06.2016 10:58
    Highlight Also ca. 60% der sich als minderjährig ausgebenden ist volljährlich und dann noch jammern, warum man sie untersucht. Sollen sie verdammt nochmals dort bleiben wo sie herkommen, wenn es ihnen hier nicht passt. Beklagen sich über die Unterkünft, Essen, Menschen, Verweigern den Lehrern den Handschlag, ihnen missfällt unsere Lebensart usw. Aber trotzdem in Massen hierher kommen
    42 56 Melden
    • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 05.06.2016 12:20
      Highlight Dusolltest an deinem Textverständnis arbeiten. Nach dieser, sehr umstrittenen, veralteten, auf einer anderen Datenlage basierenden Methode sibd 60% volljährig. Du würdest dir eine solche Untersuchung natürlich klaglos hinnehmen, nachdem du deine Heimat unter erheblicher Gefahr verlassen musstest. Das sind Menschen! Verdammt! Sie haben das Recht auf eine menschenwürdige Behandlung! Menschen, wie du sind das Problem. Wovor hast du solche Angst?!
      18 10 Melden
    • Sapere Aude 05.06.2016 12:20
      Highlight Bis jetzt hat keiner die Untersuchung verweigert, wo liegt das Problem? Ansonsten listen sie lediglich Einzelfälle und Vorurteile auf. Einfach pauschal mal alle in die Tonne zu hauen, während man zu Hause genüsslich den Sonntagskaffe geniessen kann.
      11 9 Melden
    • Go-away 05.06.2016 12:59
      Highlight Also 1. An die restlichen 40% denkst du nicht?!
      2. Verwechselst du da wohl etwas, dass mit dem Handschlag waren keine Flüchtlinge. Aber für euch Rassisten sind ja eh alles Ausländer, kommt aufs Gleiche...
      14 7 Melden
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  • steinlin 05.06.2016 09:02
    Highlight Das ganze ist einfach lächerlich, alles was eine sogenannter "Flüchtling" zu Protokoll gibt ist "wahr". Wir können ihm nur selten das Gegenteil beweisen. Es werden sogar falsche Heimatländer angegeben. Nur weiter so, was immer es kostet, es geschieht im Namen der Humanität und gleichzeitig wird ein riesiges Heer von Sozialarbeiter beschäftigt. Unsere Kinder werden das büssen müssen.
    76 46 Melden
    • Randy Orton 05.06.2016 10:39
      Highlight Eigentlich ist der Kommentar so doof, dass man darauf gar nicht antworten sollte, ich machs trotzdem.
      Was meinst du konkret damit, dass unsere Kinder "das büssen müssen"?
      Wieso soll man den Flüchtlingen das Gegenteil beweisen von dem was Sie erzählen? Denkst du wirklich, das Menschen, denen es gut geht alles was sie haben zurücklassen und ihr Leben auf einer so langen Reise aufs Spiel setzen, nur damit sie in der Schweiz als Flüchtling registriert werden?
      Menschen wie dir täte es gut, selbst einmal tief in der Scheisse zu sitzen, ihr wärt die ersten die nach Hilfe von anderen rufen.
      27 38 Melden
    • wonderwhy 05.06.2016 11:15
      Highlight Nein Randy, dass ist nicht steinlin sagen wollte. Das angesprochene Problem folgt einem Muster. Man weiss Flüchtlingskinder in der Schweiz besondere Privilegien und Schutz geniessen. Ist nun jeder ein Kind, der behauptet eins zu sein? Kannst Du dir nicht vorstellen dass da zum Teil Zweifel aufkommen können? Ist Deine Meinung dass jeder der sich die Mühe gemacht hat zu flüchten und die Gefahren auf sich genommen hat, bedingungslos die Wahrheit sagt?
      29 4 Melden
    • atomschlaf 05.06.2016 11:43
      Highlight Nicht erst unsere Kinder werden für die irrgeleitet Asylpolitik büssen müssen. Spätestens in ein paar Jahren, wenn der Bund die Sozialkosten in etlichen Gemeinden durch die Decke gehen.
      Dies bedeutet entweder Kürzung in anderen Bereichen, wie z.B. Vernachlässigung und langsamer Zerfall der Infrastruktur und/oder massiv höhere Steuern.
      20 17 Melden
    • eskimolimon 05.06.2016 12:08
      Highlight @Randy - Ich finde es fraglich ob jeder dem es schlecht geht, aus welchem Grund auch immer, als 'Flüchtling' ernannt in der Schweiz Hilfe und Schutz erhalten soll. Dass Kriegsflüchtlinge aufgenommen werden ist klar aber zahlreiche sind z.B Wirtschaftsflüchtlinge die erzählen sie kommen aus Kriegsgebiet um hier bleiben zu dürfen
      6 2 Melden
    • Bobo B. 05.06.2016 13:14
      Highlight Leute, die den Kommentar von atomschlaf blitzen, haben den Schuss noch nicht gehört. Aber keine Sorge. Spätestens wenn an den Gemeindeversammlungen happige Steuererhöhungen beschlossen werden müssen, um unsere "Neubürger" weiterhin angemessen (was das auch immer bedeutet...) betreuen zu können, wird es hässlich werden.
      10 5 Melden
    • atomschlaf 05.06.2016 14:12
      Highlight @Bobo: Die blitzen vielleicht auch, weil da ein ganzer Satzteil fehlt, der die Verständlichkeit massiv beeinträchtigt. Sorry!
      Richtig wäre gewesen: "Spätestens in ein paar Jahren, wenn der Bund die Sozialkosten nicht mehr trägt, werden diese in etlichen Gemeinden durch die Decke gehen. "
      5 2 Melden
    • Randy Orton 05.06.2016 18:17
      Highlight Atomschlaf die alte Leier mit den Sozialkosten hat langsam so was von einen Bart. Schon in den 60ern als mehr (!) Menschen als momentaneingewandert sind, war das das Argument. In den 90ern als die Jugoslawen kamen das selbe Argument. Bis heute hat es sich nicht bewahrheitet, im Gegenteil: die Zuwanderung sichert uns laut BfS unsere Sozialsysteme, da mehr eingezahlt wird als bezogen durch die Migranten? Glaubst du nicht? Schau es nach.
      1 4 Melden
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  • Gelöschter Benutzer 05.06.2016 08:54
    Highlight Keine Ahnung, was ihr mit dieser Pseudojammergeschichte bewirken wollt. Es kommen vorwiegend junge Männer, die nicht sexuell ausgebeutet wurden und auch nicht ins Militär mussten, also sofort zurückgeschickt werden sollten. Bei unserer militärischen Aushebung fasst Dir auch ein Arzt an die Eier.
    137 46 Melden
    • Knut Atteslander 05.06.2016 08:58
      Highlight Knallkopf!
      44 105 Melden
    • TaZe 05.06.2016 09:23
      Highlight Danke Weltbürger. Hatte schon Angst, dass hier ganz andere Kommentare stehen. Doch deinen unterschreibe ich sofort :)
      60 19 Melden
    • Fabio74 05.06.2016 09:39
      Highlight Erstens sagen solche Untersuchungen wenig weil jeder mit ein bisschen Intelligenz wüsste, dass jeder anders reift. Die einen frührr die anderen später. Und längst nicht jeder steht gern nackt vor einen arzt hin vor allem wenn man ihm nicht vorher sagt worum es geht
      23 51 Melden
    • Randy Orton 05.06.2016 10:40
      Highlight Der Grund für den Hodengriff im Militär ist ein anderer und freiwillig. Die Altersbestimmung kann damit nicht erfolgen. Und von wo weisst du, dass die wenigsten sexuell missbraucht wurden? Stehst du an der Grenze und befragst Flüchtlinge?
      17 23 Melden
    • E7#9 05.06.2016 11:00
      Highlight Fabio: Jeder mit etwas Intelligenz sollte sich ausmalen können, dass auch das Handgelenk unterschiedlich reifen könnte, und dass dies ein ausgebildeter Arzt mit seinem Fachwissen wohl besser beurteilen kann, auch wenn man noch so ein Superhirni ist.
      21 7 Melden
    • Kaiserin 05.06.2016 11:01
      Highlight Mmh ja, Weltbürger, Jungs werden nicht sexuell ausgebeutet. In welcher Welt lebst du?
      15 17 Melden
    • atomschlaf 05.06.2016 11:45
      Highlight @Fabio: Ja, jeder reift anders, aber dieses Argument taugt hier nicht.
      Genau wie beim Schutzalter muss das Recht eine klare Grenze setzen.

      Das Problem der falschen Minderjährigen liesse sich radikal reduzieren, indem endlich keine Personen ohne Ausweise mehr ins Land gelassen würden und vorhandene Ausweise sehr genau auf deren Echtheit überprüft werden.
      18 5 Melden
    • 's all good, man! 05.06.2016 12:07
      Highlight Mal wieder ein super weltbürgerischer Kommentar, der nur so mit Fakten auftrumpft und üüüberhaupt nicht verallgemeinernd ist.

      Noch viel bedenklicher sind die vielen Likes, die du dafür auch noch erhältst...
      8 10 Melden
    • Einstein56 05.06.2016 12:54
      Highlight Danke Weltbürger. Unsere Wut-, Gut- und Besserbürger sind so was von naiv, dass es fast schmerzt.
      Ich habe neun Jahre in Südamerika gewohnt und gearbeitet. Notabene in einem Land mit einer Linksregierung. Uns war jederzeit klar: Wenn wir irgendeinen Mist bauen, können wir die Koffern packen. Raserei auf der Autobahn oder Anlügen der Behörde? Adiós amigo. Para siempre!
      9 7 Melden
    • M.aya 05.06.2016 19:32
      Highlight Wenn Du Dir freiwillig von einer Dir unbekannten Person an die Eier fassen lässt, dann stimmt mit Dir womöglich etwas nicht.
      Diese Jugendlichen und Kinder müssen ohne amtliche Dokumente den Beweis erbringen, dass sie noch nicht 18 Jahre alt sind. Darum ist der Begriff "frewillig" in diesem Zusammenhang eine bösartige Lüge. Wie bitte soll ein 16 Jähriges Kind ohne Verwandte und Dokumente beweisen, dass er/sie nicht älter ist?
      Du hingegen kannst ohne Konsequenzen den Hoden-Griff verweigern. Es sei denn Du hast kein Rückgrat und gehorchst immer, wenn Autoritätspersonen etwas von Dir wollen.
      1 3 Melden
    600
  • Theor 05.06.2016 08:43
    Highlight Im Rahmen der Militärrekrutierung ulss jeder Bueb dem Arzt sein Schnäbi zeigen und anfassen lassen. In Windisch teilweise sogar durch eine Ärztin, was ich dann doch aus Pietätsgründen danaben fand. Trozdem verletzt das Prozedere nicht die Würde der Schweizer Knaben.

    Ich bin ja eigentlich Links aingestellt, aber wenn plötzlich wieder für Ausländer eine Ausnahme gemacht wird (Handshake-Gate) hört das Verständnis bei mir auf. Warum kann man Ausländer so einfach verletzen, beleidigen, vernachlässigen und sonstwas? Man soll einfach alle fair und gleich behandeln.
    116 44 Melden
    • Lügensperber 05.06.2016 09:07
      Highlight Wen ein sich als Flüchtling ausgebender junger Mann/Frau bezw. Jugendlicher nicht ausweisen oder seine Minderjährigkeit nicht beweisen kann, so soll dies absolut abgeklärt werden.
      Ich siedle mich selber auch links an und gehe mit ihnen einig.
      Ich kannte vor rund 10 Jahren solche Flüchtlinge die mit Pass einreisten und diesen dann in ihr Heimatland zurück schickten.
      Es ist mir klar, dass heute sich die Situation verschärft hat und es Menschen gibt die wirklich keine Dokumente haben.
      Die CH muss die Möglichkeit zur Abklärung habe. Ich finde es sehr stossend wenn sich jemand Asyl erschleicht.
      46 10 Melden
    • Fabio74 05.06.2016 09:40
      Highlight Thema verfehlt. Oder wurde dort dein Alter geschätzt?
      32 31 Melden
    • däru 05.06.2016 09:43
      Highlight Aus Pietätsgründen??
      40 4 Melden
    • Nordpol 05.06.2016 11:11
      Highlight Auch Juristen haben Probleme mit Fremdwörtern.
      16 1 Melden
    • amade.ch 05.06.2016 12:34
      Highlight Aus Pietätsgründen? Waren die Genitalien tot, oder was?

      Zum Thema: Wenn es keine anderen Möglichkeiten gibt, kann ich mit dem Check leben, zumal ja nicht angefasst wird.
      5 2 Melden
    • atomschlaf 05.06.2016 13:15
      Highlight @Fabio: Nein, Thema nicht verfehlt, Es geht darum, ob man es sich gefallen lassen muss, dass ein Arzt einem an die Eier greift.
      Ob das zur Altersbestimmung dient oder andere Gründe hat, ist hier nicht relevant.
      Was einem Schweizer Stellungspflichtigen zugemutet werden kann, darf sicherlich auch einem Flüchtling zugemutet werden, zumal bei letzteren gemäss Artikel von verbreiteten Betrugsversuchen ausgegangen werden muss!
      5 4 Melden
    • Randy Orton 05.06.2016 14:15
      Highlight Atomschlaf, jeder im Aushebungsverfahren füs Militär kann den Hofengriff ohne Konsequenzen verweigern. Asylanten können das nicht.
      2 3 Melden
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«Habe niemanden bestohlen» – Schweizer Fluchthelferin holt zum Rundumschlag aus

Lisa Bosia Mirra half im September 2016 Flüchtlingen, in die Schweiz einzureisen. Seither blieb es still um die Tessiner SP-Grossrätin. Nachdem sie zu einer bedingten Geldstrafe und einer Busse verurteilt wurde, verteidigt sie sich nun zum ersten Mal öffentlich. Sie bereut ihre Taten nicht.

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