Schweiz

Findet nur fünfmal im Jahrhundert statt: Das Winzerfest in Vevey (Aufnahme von der Eröffnungszeremonie im Jahr 1999). Bild: KEYSTONE

Winzerfest in Vevey ist Immaterielles Kulturerbe der UNESCO

01.12.16, 15:33 01.12.16, 16:28

Das Winzerfest in Vevey zählt neu zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Dies hat das Zwischenstaatliche Komitee für die Bewahrung des immateriellen Kulturerbes am Donnerstag in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba entschieden.

Somit ist die erste von acht lebendigen Traditionen der Schweiz im immateriellen Kulturerbe der UNESCO aufgenommen worden, wie das Bundesamt für Kultur (BAK) in einer Mitteilung schreibt.

Die Kandidatur des Winzerfestes sei als Musterbeispiel genannt worden, wie eine lebendige Tradition mit dem UNESCO-Weltkulturerbe – in diesem Fall mit der Landschaft des Weingebietes Lavaux – verbunden werden kann.

Eine Darbietung anlässlich des Winzerfests auf der Grand Place von Vevey, aufgenommen im Juli 1977.  Bild: KEYSTONE

Im März 2015 war das Winzerfest in Vevey als erste Schweizer Kandidatur für die repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNO-Kulturorganisation UNESCO eingereicht worden.

Das Fest sei ein populärer Grossanlass, der jahrhundertealte gesellschaftliche Praktiken und darstellende Künste vereine, schreibt das BAK. Es wird in der Regel fünfmal pro Jahrhundert von der Zunft der Winzer organisiert, die rund 1500 Mitglieder zählt und sich seit über dreihundert Jahren für die Förderung der Weinbaukultur einsetzt. Das nächste Winzerfest findet 2019 statt.

Fünf Kriterien

Die Schweizer Kandidatur wurde neben 36 anderen internationalen Dossiers nach fünf Kriterien bewertet. Der Prüfungsausschuss habe die Kandidatur des Winzerfestes positiv bewertet und darüber hinaus als beispielhaftes Dossier zitiert, schreibt das BAK.

Im Oktober 2014 hat der Bundesrat eine Vorschlagsliste von acht Schweizer Traditionen genehmigt, die für die Aufnahme in das immaterielle Kulturerbe der Menschheit kandidieren werden.

Neben dem Winzerfest sind der Umgang mit der Lawinengefahr, das Uhrmacherhandwerk, Schweizer Grafikdesign und Typografie, die Schweizer Alpsaison, der Jodel und die historischen Osterprozessionen von Mendrisio ausgewählt worden. Die ebenfalls auf der Liste aufgeführte Kandidatur der Basler Fasnacht wurde im März 2016 eingereicht und wird im November 2017 geprüft, wie das BAK schreibt. (gin/sda)

Diese Fotos zeigen, dass die Schweizer Landwirtschaft ziemlich spektakulär ist

Das könnte dich auch interessieren:

Obama geniesst seinen Sieg in der Südsee und plant sein «Comeback»

Sauer wegen des Basler Trainerhosen-Verbots? 11 Kleidervorschriften von Schweizer Schulen

Touristen stacheln Löwin an – mit unschönen Folgen

12 Jahre später: Das ist aus den Fans von Tokio Hotel geworden

Ein Polaroid-Foto, jeden Tag, 18 Jahre lang – bis Jamie stirbt

Junge Eritreer und das Alkoholproblem

So konsumieren Zürcher ihre Drogen – 11 Fakten zu Kokain, MDMA und Co.

Aus diesen 7 Gründen ist Trump der Chancentod aller Rechtspopulisten

Europa aus Schweizer Sicht – böse, böse, böse, böse, böse

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

User-Review:
DendoRex, 19.12.2016
Watson ist für mich das Nr. 1 Newsportal und wird es auch bleiben. So weitermachen!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0 Kommentare anzeigen
0
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Ein Winter zum Davonlaufen? Drei Erkenntnisse über die schneearme Skisaison

Der Frühling hält im Flachland Einzug, in den Bergen rutschen die langatmigsten Wintersportler noch über den letzten Sulz. Zeit also, Bilanz zu ziehen: Wie schlimm war der Winter für die Skigebiete tatsächlich?

Am Anfang sah es düster aus: Der Dezember 2016 ging als Rekordmonat in die Geschichte ein – noch nie lag vor und während der Weihnachtszeit so wenig Schnee in der Schweiz. Erst Mitte Januar kam der Niederschlag, aber auch dann nur sehr verhalten. Und ein äusserst milder Februar liess kurz darauf schon wieder Frühlingsgefühle aufkommen.

Und jetzt, Ende März, scheint sowieso alles schon vorbei zu sein. Christoph Marty, Klimatologe beim Schnee- und Forschungsinstitut SLF, sagt: «Dieser Winter war …

Artikel lesen