Wirtschaft

Alte und neue chinesische Führer: Mao (vorne) und Xi. Bild: THOMAS PETER/REUTERS

Warnung aus Singapur: «In Asien ist der Respekt gegenüber dem Westen weg»

Die Finanzkrise hat das Vertrauen der Asiaten in die Marktwirtschaft zerstört, das Trauerspiel der US-Wahlen lässt sie an der Demokratie zweifeln. Donald Amstad, Direktor bei der Aberdeen Asset Management in Singapur, betrachtet den Westen mit asiatischen Augen. Was er sieht, stimmt ihn wenig optimistisch.

Publiziert: 18.09.16, 15:33 Aktualisiert: 19.09.16, 16:04

China sei überschuldet und werde in eine Krise schlittern, hiess es im Frühjahr. Jetzt hat sich die Wirtschaft stabilisiert. Warum lagen einmal mehr alle westlichen China-Experten falsch?
Donald Amstad: Das Schicksal von China wird sich im Oktober 2017 entscheiden. Dann werden die neuen Mitglieder des ständigen Ausschusses der kommunistischen Partei ernannt werden, dem eigentlichen Machtgremium des Landes.

Donald Amstad, Direktor bei Aberdeen Asset Management in Singapur.

Was wird dann geschehen?
Zum ersten Mal kann Präsident Xi nur noch seine Gefolgsleute um sich scharen. Ein Opfer könnte Premierminister Li sein, denn zwischen Xi und Li bestehen beträchtliche Spannungen. Bereits wird auch spekuliert, dass Präsident Xi nicht wie vorgesehen 2022 zurücktreten wird.

Präsident Xi wird immer autoritärer und auch bereits mit dem legendären Vorsitzenden Mao Tse Tung verglichen. Zu Recht?
Dieser Vergleich trifft zu. Xi ist der autoritärste Führer seit Mao. Das zeigt sich gerade jetzt bei den Feiern zu Maos 40. Todestag.

«Xi Jinping ist der autoritärste Führer seit Mao.»

Mao wird immer noch verehrt. Weshalb?
Er war ein grosser militärischer Führer und hat China wieder vereint, sieht man von Taiwan und Hongkong ab. Seine Politik jedoch war eine Katastrophe. Rund 40 Millionen Menschen verhungerten bei seinem verfehlten Versuch der Industrialisierung. In der so genannten Kulturrevolution wurden Intellektuelle millionenfach gedemütigt oder umgebracht.

Und trotzdem sagt die Kommunistische Partei heute noch: Er hatte zu 70 Prozent Recht.
Die Verehrung von Mao feiert ein Comeback. Nach Mao bestimmten – mit Ausnahme von Deng Xiaoping – mehrheitlich Technokraten die chinesische Politik. Mit Xi ist nun wieder ein charismatischer Führer an der Spitze.

Was zeichnet ihn aus?
Xi macht sich ernsthaft Sorgen um die kommunistische Partei Chinas. Er ist überzeugt, dass sie eine positive Macht für das Land ist und eine Demokratie nach westlichem Vorbild eine Katastrophe für China wäre. Ebenso ist er fest entschlossen, die Korruption in China zu bekämpfen. Generell herrscht die Überzeugung: China hat noch viele Probleme und braucht eine starke Hand. Xi ist diese starke Hand.

Haben sich schon 13 Mal getroffen: Putin und Xi. Bild: DAMIR SAGOLJ/REUTERS

Im Moment scheint Xi Erfolg zu haben. Allen Unkenrufen zum Trotz wächst die Wirtschaft wie vorgesehen um 6,7 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP).
Die westliche Sicht auf China ist – höflich ausgedrückt – nicht sonderlich zutreffend. So wird China immer noch als die Werkbank der Welt gesehen, dabei beträgt der Anteil der Dienstleistungen an der chinesischen Wirtschaft inzwischen rund 55 Prozent und wächst jährlich um 11 Prozent. Der Anteil der Industrie hingegen beträgt bloss noch 34 Prozent. Seit 2007 hat der Anteil der Exporte am chinesischen BIP nicht mehr zugenommen. Auch dass das BIP-Wachstum sich verlangsamt, ist logisch. Ein zweistelliges BIP-Wachstum wäre etwa so, wie wenn man mit mehr als 100 Kilometer pro Stunde in einem Ferrari durch Zürich rasen würde. Es würde zwangsläufig in einem Crash enden.  

Wenn Sie umgekehrt mit asiatischen Augen auf den Westen schauen, was hat sich verändert?
Die Finanzkrise 2008 hat das Image des Westens in Asien zerstört. Vor der Krise gab es eine Art Professor-Schüler-Beziehung. Die Asiaten wollten vom Westen lernen, wie Marktwirtschaft geht. Die Krise hat die Asiaten gelehrt, dass die Professoren erstens selbst ahnungslos und zweitens Heuchler sind. Den Asiaten haben der Internationale Währungsfond und Wirtschaftsprofessoren nach der Asienkrise 1997/98 eingetrichtert, Strukturreformen durchzuführen und ja kein Geld zu drucken. Als im Herbst 2008 die Krise ausbrach, machten die Notenpresse der amerikanischen, europäischen und englischen Notenbanken Überstunden. Die Asiaten verstanden die Welt nicht mehr.

«Wenn heute in Manila etwas schief läuft, dann geht der erste Telefonanruf nicht mehr nach Washington, sondern nach Peking.»

Die Beziehung zwischen China und den USA verschlechtern sich zunehmend. Ist diese Heuchelei der Grund?
Der Respekt gegenüber dem Westen ist weg. Asien und speziell China will jetzt eine Beziehung auf Augenhöhe. Die Asiaten wissen auch, dass sie das neue Machtzentrum sind. Sie haben aus ihrer Finanzkrise gelernt und grosse Devisenreserven angehäuft. Selbst ein armes Land wie die Philippinen sind heute ein Kreditgeber, nicht mehr ein Kreditnehmer.

Was hat das für Konsequenzen?
Wenn heute in Manila etwas schief läuft, dann geht der erste Telefonanruf nicht mehr nach Washington, sondern nach Peking. Der zweite geht nach Tokio, der dritte nach Hongkong und der vierte nach Singapur. Seit der Finanzkrise lautet die Devise in Asien: Der Westen hat Mist gebaut. Wir wollen uns – so gut wie möglich – davon fernhalten.  

Dafür nähert sich China Russland wieder an. Xi hat Putin bereits 13 Mal getroffen und derzeit führen die beiden Länder gemeinsame Militärübungen durch.
Chinesen und Russen sind beide gegenüber dem Westen sehr misstrauisch geworden. Zudem besitzt Russland grosses Knowhow in der Militärtechnologie, das China im Westen nicht erwerben kann. Russische Kampfjets beispielsweise sind den amerikanischen ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen. Gerade auf diesem Gebiet weisen die Chinesen noch grosse Rückstände auf.

Chinesische und russische Truppen bei gemeinsamen Manövern. Bild: AP/Xinhua

Und in den USA haben sie einen gemeinsamen Feind.
Versetzen Sie sich einmal in die Lage der Chinesen. Sie haben das Gefühl, eingekesselt zu sein. Der einzige Ausweg führt durch das chinesische Meer. Deshalb bauen sie jetzt eine neue Seidenstrasse, genannt «One Belt, One Road», um auf dem Landweg nach Europa zu kommen. Und deshalb wollen sie auch das südchinesische Meer beherrschen. Sie wollen dort keine amerikanischen Flugzeugträger, die in ihrem Hinterhof herumlungern. Stellen Sie sich das Gegenteil vor: Wie würden die Amerikaner reagieren, wenn vor der Küste von Los Angeles chinesische Flugzeugträger aufkreuzen würden? Wahrscheinlich würde dies einen Atomkrieg auslösen.

Wenden wir uns Indien zu. Seit mehr als 50 Jahren ist es wirtschaftlich gesehen ein hoffnungsloser Fall. Gelingt nun der Regierung Modi die Wende?
Die Familie Ghandi war für Indien ein Desaster. Aber jetzt bahnt sich tatsächlich ein Wechsel an. Modi ist ein sehr pragmatischer Mann.  

«Wie würden die Amerikaner reagieren, wenn vor der Küste von Los Angeles chinesische Flugzeugträger aufkreuzen würden? Wahrscheinlich würde dies einen Atomkrieg auslösen.»

Der hoch gelobte Präsident der Bank of India, Raghuram Rajan, ist kürzlich überraschend zurückgetreten. Weshalb?
Rajan wird in die Geschichtsbücher eingehen als der Mann, der Indien verändert hat. Er hat es als erster geschafft, die Inflation in den Griff zu bekommen.  

Warum ist er trotzdem gegangen?
So genau weiss man das nicht. Es war wohl ein politisches Geplänkel. Sein Nachfolger wird jedoch seine Politik weiterführen.

Indien und China mögen sich nicht wirklich. Werden sie sich in die Haare geraten?
Indien ist gegenüber dem Westen und Japan viel offener als China. Das mag mit seiner kolonialen Vergangenheit zu tun haben. Englisch ist nach wie vor die offizielle Sprache Indiens. Deshalb ist es für den Westen eine grosse Chance, wenn Indien sich endlich entwickelt. Umgekehrt sind die meisten westlichen Multis – Google, Apple und Facebook – aus China vertrieben worden. Die Liste der erfolgreichen westlichen Unternehmen in China ist eines der kürzeren Bücher auf dieser Welt.

Goldene Mao-Statue: Auch 40 Jahre nach seinem Tod wird der grosse Führer noch verehrt. Bild: © China Stringer Network/REUTERS

Asien sieht den Westen als untergehende Macht, der Westen umgekehrt sieht China und Indien als Länder, die nach wie vor eine grosse Entwicklung durchlaufen müssen, bis sie in der Champions League mitmachen können. Wer hat Recht?
Der Westen befindet sich sehr stark im Niedergang. Die westliche Demokratie funktioniert nicht mehr. Sehen Sie sich bloss das aktuelle Debakel der US-Präsidentschaftskandidaten an. Etwas läuft da dramatisch falsch. Europa ist nicht besser. Die Brexit-Debatte in meinem Heimatland war an Dummheit nicht mehr zu übertreffen. Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich liebe den Westen, aber das politische System funktioniert nicht mehr.

Warum stammen alle wichtigen Fortschritte auf dem Gebiet der Technik immer noch aus dem Westen?
Die Kreativität der Menschen im Westen ist nach wie vor fantastisch. In Asien sind immer noch autoritäre Regimes am Ruder, welche die Kreativität hemmen. Das beginnt sich zu ändern, beispielsweise in Südkorea. Und vergessen wir nicht: In den USA leben rund 300 Millionen Menschen, in Europa sind es 740 Millionen. In Asien hingegen leben über vier Milliarden Menschen. Wohin die Reise der Menschheit führen wird, ist somit glasklar.

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  • Ursula Schüpbach 19.09.2016 00:39
    Highlight "Donald Amstad, Direktor bei Aberdeen Asset Management in Singapur." Ob im Westen, Osten, Norden, Süden: Zum Beispiel die Panama Papers haben doch auch gezeigt, dass es globale Phänomene gibt, es eigentlich überhaupt keinen Sinn mehr macht, von Himmelsrichtungen zu reden. Beim Finanzplatz Singapur läuft bekanntlich auch nicht immer alles rund. Ganz abgesehen davon, dass mir dieses ganze Rechtssystem in Singapur auch schon ziemlich willkürlich vorkam. Es gibt auch eine Grenze, wo man einfach keine "Lust" mehr hat auf Kulturrelativismus.
    9 10 Melden
    600
  • Yes. 18.09.2016 21:54
    Highlight Wer bei den amerikanischen Wahlen ein Bisschen genauer hinschaut kommt schnell zum Schluss, dass die aktuelle Situation mit einem Mangel an Demokratie zu tun hat und nicht mit einem Zuviel.
    Es ist kein Zufall, dass in stark demokratischen Ländern nie ein Hitler gewählt wurde.
    7 20 Melden
    • Ursula Schüpbach 18.09.2016 22:50
      Highlight "Es ist kein Zufall, dass in stark demokratischen Ländern nie ein Hitler gewählt wurde." Das Frauenstimmrecht in CH gab es zu Hitlers Zeiten z.B. noch nicht. Hugo Loetscher hat mal in einem Interview gesagt, es gäbe nicht DIE Demokratie, sondern eine Geschichte der Demokratie. Das heisse nicht, dass es vorher (z.B. vor dem Frauenstimmrecht) keine Demokratie gegeben habe, aber sie sei nicht vollständig gewesen. Finde diese Argumentation immer noch überzeugend. http://www.srf.ch/play/radio/samstagsrundschau/audio/hugo-loetscher-80-und-kein-bisschen-leise?id=b50cbc73-c8a0-4edd-b737-73ecd7b9b449
      7 7 Melden
    • Fabio74 19.09.2016 02:50
      Highlight Hitler wurde auch nicht gewählt. Sondern von Hindenburg und anderen Anti-Demokraten als Reichskanzler eingesetzt in der Hoffnung ihn zu marginalisieren
      12 0 Melden
    600
  • Ursula Schüpbach 18.09.2016 21:26
    Highlight "Als im Herbst 2008 die Krise ausbrach, machten die Notenpresse der amerikanischen, europäischen und englischen Notenbanken Überstunden. Die Asiaten verstanden die Welt nicht mehr." Diese Dynamik damals bei der sog. Finanzkrise und den staatlichen Rettungsaktionen für Banken führte aber doch auch im sog. Westen mitunter zu Spott und Hohn, nachdem manche jahrelang den "freien" Markt gepredigt hatten.
    24 1 Melden
    600
  • Zeit_Genosse 18.09.2016 20:38
    Highlight Warum suchen wir den stetig das Problematische in anderen Systemen und klopfen uns dabei selbst auf die Schulter weil wir die beste Demokratie haben? Es ist um uns nicht alles schlechter weil es grösser ist. Wir können in alle Himmelsrichtungen schauen und dazulernen. Im Gegenzug wird man gerne auf unsere Errungenschaften schauen. Über gemeinsames definiert sich ein freundschaftliches Zusammenleben. Die Schweiz hat Talente in der Diplomatie, ist neutral, sicher und geopolitisch stabil. Diese machen uns grösser, aber nicht unfehlbar.
    31 1 Melden
    600
  • Donald 18.09.2016 20:00
    Highlight Wer einfach so etwas über "Asien" sagt liegt schon falsch. Dafür ist dieser Teil der Erde zu divers.
    34 3 Melden
    600
  • Herbert Anneler 18.09.2016 19:37
    Highlight ..und Europa zerfleischt sich im Moment lustvoll selber. Nicht Asien wird stark, sondern wir in Europa machen uns kaputt. Wir scheitern an unserer eigenen Überheblichkeit und Selbstgerechtigkeit.
    63 3 Melden
    600
  • herschweizer 18.09.2016 19:34
    Highlight Ach Leute... Die Wochenschau filmte glaubs auch bis zum bitteren Ende...verbissene konnten sich nicht absetzen kreative manchmal früh genug hhh
    10 2 Melden
    600
  • MaskedGaijin 18.09.2016 19:28
    Highlight ein bisschen mehr konfuzianismus und weniger individualismus würden uns im westen gut tun.
    29 9 Melden
    • Ursula Schüpbach 18.09.2016 19:37
      Highlight "...weniger Individualismus...." Der Personenkult von Xi ist mehr als nur etwas individualistisch. Ich denke nicht, dass sich der "Westen" danach orientieren sollte. Und auch nicht an einem angeblichen Konfuzianismus. Dinge wie Gewalttrennung und Pressefreiheit sind viel wichtiger.
      19 21 Melden
    • MaskedGaijin 18.09.2016 19:56
      Highlight ich meine im alltag. ich will auch keine einparteien diktatur.
      18 2 Melden
    • Ursula Schüpbach 18.09.2016 22:30
      Highlight @MaskedGaijin: Vielleicht sind auch einfach die Zeiten von hochgestochenen Wirtschaftstheorien vorbei (wie Kapitalismus, Sozialismus), täte ev. dem Alltag ja auch nicht immer schaden, wenn man trotzdem noch miteinander reden kann. ;)
      12 1 Melden
    600
  • rodolofo 18.09.2016 18:48
    Highlight Soll ich mir jetzt vor Angst in die Hosen machen?
    "Ojee, die Chinesen haben keinen Respekt mehr vor uns!
    Erst haben sie mit billigen Kopien dir Märkte kaputt gemacht, und jetzt kaufen sie die Präzisions-Maschinen von ruinierten Industriebetrieben, wie Riether, zum Schnäppchenpreis!
    Und dann übernehmen sie auch noch die Produktion von Qualitätsprodukten und kaufen mit ihren Gewinnen ganze Industriebetriebe auf (wie Syngenta), oder Häfen (wie Pyräus/Athen), oder Kraftwerke!"
    Ha, das ist ja wie im Monopoly!
    Ja, ich muss glaubs mal auf's Klo, sonst habe ich wirklich den "Gagg" in der Hose...
    20 23 Melden
    • herschweizer 18.09.2016 19:37
      Highlight Sie haben uns mit Konsumismus angejunkt... und die Dealer stehen in den eigenen Reihen, der Rest bleibt ungesehen
      16 1 Melden
    • Ursula Schüpbach 18.09.2016 21:06
      Highlight "Ha, das ist ja wie im Monopoly!" So kommt es mir mitunter auch vor. Und ich frage mich, was denn der so grosse Unterschied ist, wenn private Grosskonzerne "einkaufen" gehen oder wenn es der chinesische Staat tut.
      13 0 Melden
    • Luca Brasi 18.09.2016 21:06
      Highlight @rodolofo: Haben die Japaner und Taiwaner nicht auch zuerst mit Kopieren angefangen (die Deutschen im 19. Jahrhundert übrigens auch "made in Germany" war kein Qualitätssiegel)? Das Aufkaufen von Betrieben machen andere Marktmächte wie die USA oder UK auch. Ich glaube das SRF-Wirtschaftsmagazin Eco berichtete sogar darüber, dass sich US-Konzerne bei eingekauften Schweizer Unternehmen weitaus stärker einmischen und Entlassungen vornehmen als die Chinesen.
      10 0 Melden
    • Schneider82 19.09.2016 00:48
      Highlight Die Chinesen denken eben langfristig. Jetzt passiert noch nichts denn sie wollen schauen und lernen. Langfristig haben wir dann aber unseren sogenannten innovationsvorsprung nicht mehr.
      8 1 Melden
    600
  • M@tt Di11on 18.09.2016 18:40
    Highlight Und wir streiten uns noch immer, ob wir französisch neben englisch in den Schulen unterrichten sollen.

    Mandarin und Englisch! Heimatschutz ist fehl am Platz. http://NE
    24 22 Melden
    600
  • Klaus K. 18.09.2016 18:39
    Highlight Zweifel an der Demokratie ist normal. Trotzdem ist es für die Bevölkerung das beste und gerechteste System. Bin manchmal schon etwas überrascht, wie naiv gewisse Linke und Rechte mit Diktaturen und Monarchien liebäugeln.
    36 5 Melden
    • Ursula Schüpbach 18.09.2016 19:43
      Highlight "Zweifel an der Demokratie ist normal." Denke ich auch, auch dass man sich mitunter darin und darüber aufregt. Aber es geht ja nicht nur um Wahlen oder Abstimmungen, es geht z.B. auch um Gewaltentrennung. Und z.B. um eine Justiz, die diesen Namen verdient. Wenn die Exekutive diese massive aushebelt, dann geschehen z.B. so Dinge wie aktuell in der Türkei.
      17 3 Melden
    • Schneider82 19.09.2016 00:52
      Highlight Richtig. All die Liebäugler wissen nicht, mit was sie denn flirten. Nachrichtendienstgesetz ist ein Klacks dagegen. Dieselben Leute motzen dann als erste wenn der Staat sie überwachen und bevormunden will (siehe z. B. Singapur).
      3 0 Melden
    600
  • R&B 18.09.2016 18:19
    Highlight Mehr Konkurrenz, mehr Fortschritt, neue Ideen, mehr Ansporn für die Schweizer Wirtschaft, die normalerweise dafür genügend flexibel ist.
    24 7 Melden
    • Ursula Schüpbach 18.09.2016 20:20
      Highlight Nicht unbedingt. Z.B. von der "chinesischen" Willkür sind mitunter auch Schweizer Firmen betroffen. "Chinesische Zollbehörden behandeln Schweizer Firmen trotz Freihandelsabkommen völlig willkürlich. Zwei von drei Firmen nützen die vermeintlichen Vorteile darum gar nichts." http://www.handelszeitung.ch/politik/chinesen-schikanieren-schweizer-firmen-1009100
      Aber man hat wohl auch zu viele Erwartungen geschürt bei dem Freihandelsabkommen. Kommt sicher auch etwas auf die Branche an.
      10 2 Melden
    • R&B 19.09.2016 12:48
      Highlight @Ursula: Interessant!
      1 1 Melden
    600
  • DerTaran 18.09.2016 17:43
    Highlight Interesant wie schnell die Menschen sich wieder einen Diktator herbeisehnen. Mit den gleichen Argumenten ist Hitler an die Macht gekommen. Er war letztendlich nicht sehr erfolgreich.
    56 10 Melden
    600
  • shubeedoo 18.09.2016 17:19
    Highlight Stimme dem guten Herrn voll zu, wenn es Xi geht. Xi sollte sich hüten, die erst vor kurzem etablierten leadership transitions über den Haufen zu werfen und nicht abzutreten.
    Auf die chinesische Wirtschaft kommt jedoch noch einiges zu, das Wirtschatswachstum mag im einstelligen Bereich international mithalten können, aber Chinesen nehmen single-digit-growth nicht plötzlich als Normalität wahr, nur weil es der Präsi verlangt. Plus dringende Strukturreformen. Plus steigende Ungleichheit und häufigere Arbeitsproteste.
    21 7 Melden
    600
  • SVARTGARD 18.09.2016 17:17
    Highlight Da lachen ja die Hühner 😂😂😂
    10 23 Melden
    600
  • rodolofo 18.09.2016 16:44
    Highlight In der Polarität zwischen Autoritärer Erziehung ("Osten")) und Anti-autoritärer Erziehung ("Westen") gibt es in der Realität alle möglichen pragmatischen Zwischenformen.
    Die Südlichen Länder unserer Welt sind gemäss meinen eigenen Beobachtungen "amerikanischer", währenddem die nördlichen Länder unserer Welt "chinesischer" sind.
    Wir können uns ruhig damit abfinden, dass es weder in der Erziehung, noch in der Führung und Organisation von Staaten ein Ideal gibt. Jede Art ihre Vor- und Nachteile.
    Ideologische Glaubenskriege bringen uns nicht weiter,
    ehrlicher Austausch von Erfahrungen aber schon.
    28 9 Melden
    600
  • icarius 18.09.2016 16:44
    Highlight Asien hat zwar viele einwohner, die demografische entwickling in den grossen volkswirtschaften China, Japan, SK ist aber sogar noch schlechter als in Europa.
    31 4 Melden
    • _kokolorix 18.09.2016 18:14
      Highlight Der Geburtenrückgang wird jede Region ereilen. Diese Entwicklung und die damit einhergehende schrumpfende Wirtschaft sollte das Thema jeder zukünftigen Wirtschaftspolitik sein. Aber was sehe ich? Alle beschäftigen sich damit wie man mit immer neuen Blasen noch einmal ein Quentchen Wachstum vorgaukeln kann.
      Diese Blasen erzeugen laufend neue Wirtschaftsmigranten welche aus Rezessionsgebieten nach den vermeintlich neuen Wachstumsregionen drängen.
      Aber solange die Kapitaleigner sich Renditen von 25% gönnen, ohne jeden Mehrwert zu erschaffen, wird das so bleiben und am Ende winkt der finale Krieg.
      30 1 Melden
    • icarius 19.09.2016 09:19
      Highlight Ich finds auch irrsinnig wie die Wirtschaft in diesen Analysen immer als Nullsummenspiel dargestellt wird. Wenn Asien sich entwickelt muss Europa verlieren. Das Ziel wär doch, wenn schon, dass sich weltweit gute Lebensgrundlagen entwickeln können.
      2 0 Melden
    600
  • Ursula Schüpbach 18.09.2016 16:34
    Highlight „China ist das Königreich der Lügen“ – Li Chengpengs gewagte Rede an der Peking Universität
    http://www.stimmen-aus-china.de/2013/01/27/china-ist-das-konigreich-der-lugen-li-chengpengs-gewagte-rede-an-der-peking-universitat/
    13 13 Melden
    600
  • Luca Brasi 18.09.2016 16:08
    Highlight Betrachtet Mister Amstad wirklich das Geschehen mit asiatischen Augen oder doch eher mit britischen? Ich höre viel Demokratiemüdigkeit heraus wie es v.a. Westler momentan haben (siehe seinen Brexit-Kommentar). Ich könnte seiner Autoritätsgläubigkeit der "Asiaten" (wusste gar nicht, dass es "den Asiaten" gibt, aber Wirtschaftsleute denken eben immer verallgemeinernd und vergessen irgendwie die verschiedenen Kulturen) beispielsweise Taiwan entgegensetzen und daran erinnern, dass Südkorea auch nicht immer begeistert von der Politik von Präsidentin Park ist (Wahlen im nächsten Jahr).
    68 4 Melden
    • LaPaillade 18.09.2016 18:48
      Highlight Einmal Luca Brasi als Asien-Experte für Watson bitte.
      9 4 Melden
    • Luca Brasi 18.09.2016 21:16
      Highlight @LaPaillade: Ist nicht Herr Manser momentan in der Region unterwegs? Ich glaube Herr Schlittler wäre auch kein schlechter Kandidat, da er einen breiten Einblick in Asien hatte und sich auch stets informiert hat und Anregungen ernst genommen hat. ;)
      5 2 Melden
    • WStern 18.09.2016 22:15
      Highlight @Luca Brasi: Herr Manser zieht es momentan vor, an schicken Pools herumzuhängen und Schirmchendrinks zu schlürfen. Mit anderen Worten: Er geniesst seine Ferien ausgiebig.
      11 0 Melden
    • Luca Brasi 18.09.2016 22:42
      Highlight @WStern: Sie habe ich ja auch noch vergessen zu erwähnen! Sie haben ja über Hongkong berichtet, wenn ich mich noch richtig erinnere. So viel Fachkompetenz im Bereich Asien (und anscheinend auch Schirmchendrinks). Da kann ich nicht mithalten. ;)
      7 0 Melden
    • Schneider82 19.09.2016 00:58
      Highlight Herr Brasi! Gute Beobachtung! In vielen Ländern ist die Politik auch eine Generationenfrage. Ältere Leute lieben den halb-authoritären Nationalismus a la Park in SK aber auf junge Leute wirkt solcher Stil und Politik total befremdend. Die Frage ist: wann kommt der Generationenwechsel auch in der Politik an?
      4 0 Melden
    • Zerpheros 19.09.2016 07:42
      Highlight Das ist ja wieder eifriges Spüssholzraspeln hier. Ich schliesse mich an und rasple auch.
      4 0 Melden
    600
  • Braun Pascal 18.09.2016 15:59
    Highlight Wie eric cartmann schon sagte: die chinesen sind überall und sie werden uns überrennen
    46 9 Melden
    • pedrosuizo 18.09.2016 16:43
      Highlight Es ist halt einfach typisch Schweiz, überall die Gefahr und das Risiko, aber nicht die Chancen zu erkennen. Asien ist im Wandel und China hat ein neues Selbstverständnis. Millionen von ehrgeizigen Studentinnen und Studenten sind auf dem Sprung in die Wirtschaft und wollen etwas erreichen. Bei uns sehe ich vor allem Gleichgültigkeit und Erwartungshaltung, kaum mehr Leistungsbereitschaft. Und die wuchernde Verwaltung entwickelt immer neue kreative Ideen, um die Unternehmen zu behindern. Wir sollten unsere Hausaufgaben machen und nicht Gartenzäune bauen, die eh nicht wirken.
      14 18 Melden
    • Braun Pascal 18.09.2016 17:43
      Highlight Google mal nach eric theodor cartmann... und dan sag nochmals typisch schweiz kamerad schwungrad^^
      18 1 Melden
    600
  • usehername 18.09.2016 15:57
    Highlight push me to the limit.
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  • kleiner_Schurke 18.09.2016 15:53
    Highlight Nur den Schweizer ist das noch nicht klar. Wollen sich mit einer Grünen Wirtschaft selber behindern, lassen Massenweise Flüchtlinge ins Land die dann das Sozialsystem aushöhlen und hindern die eigenen Leute z.b. einfach Karriere an einer Hochschule zu machen.
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    • Fabio74 18.09.2016 16:22
      Highlight Thema verfehlt.
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    • ottonormalverbraucher 18.09.2016 17:04
      Highlight Nein, da hat der Schurke vollkommen recht. Wir Schweizer denken, wir würden unseren Wohlstand immer behalten können. Was anderes kann man sich ja gar nicht vorstelllen. Aber dieses Denken wird unser verderben sein.
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    • Crecas 18.09.2016 17:05
      Highlight Nicht nur das Thema verfehlt, sondern auch die Fakten verdreht. Erstens hat sich in Umfragen eine Mehrheit gegen die Initiative Grüne Wirtschaft ausgesprochen und zweitens zeigen die Statistiken des Bundes, dass zugewanderte mehr zu den Sozialversicherungen beitragen, als sie brauchen.
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    • _kokolorix 18.09.2016 18:01
      Highlight Ich glaube nicht, dass die 'grüne Wirtschaft' das Haupthindernis für uns ist. Das grösste Problem ist nach wie vor die bürgerliche Wirtschaftspolitik, welche untergehende Geschäftsmodelle subventioniert und aufstrebende Unternehmen mit Sanktionen belegt um ihre Klientel vor unliebsamer Konkurrenz zu schützen. Die hirnrissige Bürokratie ist keineswegs eine linke Erfindung, sie dient vor allem der Abwehr von allem Neuen und der Beschäftigung von Heerscharen schmarotzender Juristen
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    • Firefly 18.09.2016 20:49
      Highlight China muss zwangsweise zu einer grünen Wirtschaft finden, will es, dass die Menschen in den Städten nicht ersticken und die Flüsse nicht das Land vergiften. Vielleicht werden sie dereinst auf schweizer Technologie setzen, wenn wir heute, wenn nicht gestern, beginnen in Forschung und Entwicklung solcher Technologien zu investieren.
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  • Hoppla! 18.09.2016 15:52
    Highlight Sehr interessantes Interview.

    Aber ist das ernsthaft seine Aussage? "in Europa sind es 360 Millionen." Die EU hat 510 Millionen Einwohner, Europa beinahe 750 Millionen.
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    • WStern 18.09.2016 16:04
      Highlight @Hoppla!: Hm, ich gehe davon aus, dass das ein Fehler war. Ist korrigiert, danke für den Hinweis.
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    • Luca Brasi 18.09.2016 16:30
      Highlight Vielleicht meinte er auch nur Westeuropa? Leute, die im Kalten Krieg geboren sind, haben noch häufig diese Tendenz. ;)
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Diese 6 Dinge kannst du als Normalsterblicher tun, um Flüchtlingen in der Schweiz zu helfen

Wer all diese traurigen Nachrichten über die Flüchtlinge in Calais, auf Kos und auf den Schiffen im Mittelmeer nicht mehr erträgt, sollte vielleicht etwas für diese Menschen tun. Im kleinen Rahmen ist das gar nicht so schwierig. 

Beinahe 60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Ein trauriger Völkerzug, der kein Zuhause mehr hat. Eine menschliche Katastrophe. 

Versuchen wir also, wenigstens ein kleines bisschen Licht ins Dunkel zu bringen: So kannst du dich in der Schweiz nützlich machen.

Auch wenn die Privatunterbringung von Flüchtlingen je nach Kanton anders gehandhabt wird und oft eine Odyssee durch verschiedene Ämter bedeutet, ist es durchaus möglich, einem (anerkannten) Flüchtling ein Zuhause …

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