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Gaeste verfolgen die erste Runde des Swiss Ice Hockey Cup zwischen dem EHC Winterthur und dem EV Zug am Mittwoch, 1. Oktober 2014, in der Eishalle Deutweg in Winterthur, Schweiz. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Für Zuschauer bahnen sich im Sport dauerhafte Veränderungen an. Bild: KEYSTONE

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Fussball und Hockey nur noch mit Saisonabos und Sitzplätzen?

Das Verbot für Grossveranstaltungen – also auch Fussball- und Hockeyspiele mit mehr als 1000 Zuschauern – gilt noch bis Ende August. Nun zeichnet sich eine Krisen-Lösung ab, die zum Dauerzustand werden und die Fussball- und Hockeykultur nachhaltig verändern kann: Nur noch Sitzplätze und personalisierte Tickets.



Am 24. Juni wird der Bundesrat entscheiden, wie es mit Grossveranstaltungen nach dem 31. August weiter geht. Diese bundesrätlichen Weisungen sind für den Fussball (zurzeit nur Geisterspiele) und das Eishockey (Meisterschaftsstart im September) existenziell.

Wie die Virus-Situation im September sein wird, weiss niemand. Eine Rückkehr zur völligen Normalität wird es wohl erst geben, wenn eine Impfung möglich ist. Es kann unter Umständen sein, dass es in den nächsten zwei Jahren noch keine Rückkehr zur Normalität gibt, wie wir sie einst gekannt haben.

Ein «Sportverbot» auf unbestimmte Zeit ist allerdings nicht machbar. Matthias Remund, der Direktor des Bundesamtes für Sport (BASPO) sagt über die zentrale Bedeutung des Sportes: «Erst wenn es wieder möglich ist, zu einem Fussball- oder zum Hockeymatch zu gehen, wenn es in einem Stadion wieder Zuschauer hat, kehrt auch das Gefühl für die Normalität zurück.»

Erst dann seien die Leute auch wieder bereit, Geld auszugeben. Oder noch einfacher: Brot und Spiele. Solange es nur Brot und keine Spiele gibt, so lange gibt es keine Normalität. Das wussten schon grössere Cäsaren als unsere Bundesräte und Bundesamt-Direktoren.

Matthias Remund, Direktor BASPO, spricht an einer Medienkonferenz ueber die Studie

BASPO-Direktor Matthias Remund bei einer Pressekonferenz in Bern. Bild: keystone

Primär geht es darum, eine Verbreitung (oder erneute Verbreitung) des Virus zu verhindern und zu erkennen, wo es im Falle eines Falles zu einer Ansteckung gekommen ist («Tracking»). Das bedeutet konkret: ein Veranstalter (Hockey- oder Fussballclub) muss wissen, wer ins Stadion kommt und wer sich wo aufhält. Das ist mit einem personalisierten Ticket (Ticket und Personalausweis müssen identisch sein) auf einen nummerierten Sitzplatz möglich.

Umrüstung des Stadtions vielerorts möglich

Personalisierte Tickets waren bisher im Kampf gegen Gewalt in den Stadien ein Thema und eine Durchsetzung nicht überall möglich. Nun ändert die Lage. Liga-Boss Denis Vaucher räumt ein: «Technisch ist dies, wenn auch mit Zusatzaufwand, machbar.» Inzwischen erwägen mehrere Klubs – unter anderem auch der Zuschauerkrösus SC Bern – die Stadien auf Sitzplätze umzurüsten und auf Stehplätze zu verzichten.

Biels Manager Daniel Villard sagt, in einem multifunktionalen Stadion wie der Tissot-Arena sei diese Umrüstung «verhältnismässig einfach» zu machen. Auch in Langnau macht sich Geschäftsführer Peter Müller über diese Umrüstung Gedanken.

Wenn es nur noch Sitzplätze gibt, geht die Zuschauerkapazität logischerweise zurück. Aber alle Dauerkartenbesitzer haben dann nach wie vor Platz. Was darauf hinauslaufen wird, dass es keine Einzeltickets mehr an der Abendkasse gibt und der Matchbesuch nur noch mit Saisonabis möglich ist. Eishockey und Fussball-Spiele nur noch mit Saisonabis und Sitzplätzen – das ist inzwischen die wahrscheinlichste Version des Meisterschaftsbetriebes ab September bis zum Ende der Virus-Krise.

Gehaltsobergrenze ist möglich

Können die Klubs überleben, wenn so die Zuschauerkapazitäten eingegrenzt werden? SCB-Manager Marc Lüthi – ein Mann, der rechnen kann – sagt unmissverständlich: «Nein.» Kurzfristig ist ein wirtschaftliches Überleben nur möglich, wenn es gelingt, die Ausgaben zu senken. Auch daher ist die Idee einer Gehaltsbegrenzung, wie sie im Hockey angestrebt wird, eine Notwendigkeit.

Inzwischen zeichnet sich ab, dass ein Grundsatzentscheid in dieser Sache bei der Liga-Versammlung im August möglich ist. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass BASPO-Direktor Matthias Remund eine Gehaltsobergrenze unter bestimmten Voraussetzungen für machbar hält.

Wenn die Unsicherheit über eine längere Zeit anhält, wird die Virus-Krise einen tiefgreifenden Wandel der Fussball- und Hockeykultur provozieren. Wenn nur noch Sitzplätze möglich sind, wenn die Stadien tatsächlich auf Sitzplätze und personalisierte Tickets umgerüstet werden (und danach sieht es zurzeit aus) müssen die Preise angehoben werden.

Und ist diese Umrüstung erst einmal vollzogen, dann kann nicht ausgeschlossen werden, dass daraus eine Dauerlösung wird und die «Stehplatz-Folklore» der Vergangenheit angehört. Das würde zur Lösung der Sicherheitsprobleme beitragen und zugleich zu einer soziologischen Veränderung des Publikums führen: Der Matchbesuch im Hockey und im Fussball würde erheblich teurer und die Zusammensetzung des Publikums eine andere.

Der Staat bietet Unterstützung an

Der Staat macht nicht nur Auflagen. Er hilft den Klubs, durch die Krise zu kommen. Auch das Parlament hat ein Gesamtpaket in der Höhe von je 100 Millionen für die Jahre 2020 und 2021 für den bezahlten Fussball und von je 75 Millionen für das bezahlte Hockey bewilligt.

In einer ersten Phase haben bis heute lediglich insgesamt sechs Klubs aus dem Fussball und dem Hockey plus ein Grossveranstalter 15,5 Millionen aus dem ersten Kredittopf von 50 Millionen beantragt. In dieser ersten Phase ging es allerdings «nur» um Soforthilfe für die Monate März und April.

Weiteres Geld für das zweite Paket gibt es nur noch als Darlehen für die Ligen, damit sie ihre Klubs unterstützen können. Diese Gelder sind mit Auflagen verbunden. Dazu gehört, dass der Fussball- bzw. der Hockeyverband für die Kredite haften. Die Löhne/Prämien aller Klubs, die vom Darlehen profitieren, dürfen drei Jahre lang nicht erhöht werden und müssen nach drei Jahren um 20 Prozent gesenkt werden.

Das bedeutet konkret, dass der Konkurs von zwei oder drei Klubs aufgrund der Solidarhaftung eine gesamte Liga in den Abgrund reissen kann. Diese Kredite können erst beantragt werden, wenn der Fussball- und der Hockeyverband einen entsprechenden Vertrag mit dem BASPO unterzeichnet haben. Diese Verträge liegen zurzeit als Absichtserklärung vor, müssen noch im Detail ausgearbeitet und schliesslich von den zuständigen Gremien (Verband, Liga bzw. Klubs) im Fussball und im Hockey genehmigt werden.

Aber bereits zeichnet sich erheblicher Widerstand ab. Weil die Bedingungen so restriktiv sind. Unter dem Siegel der Verschwiegenheit erklären prominente Vertreter aus Fussball und Hockey, dass man diesen «faustischen Pakt» mit dem Staat unter Umständen gar nicht eingehen will.

Matthias Remunds Meisterstück

Matthias Remund sagt, diese Auflagen müssten aber sein. «Anders ist der Einsatz von Steuergeldern nicht zu verantworten.» Und er betont: «Es handelt sich um Kredite, um den Spielbetrieb sicherzustellen und nicht, um Klubs zu sanieren und wir müssen sicherstellen, dass diese Kredite zurückbezahlt werden.»

Wo er recht hat, da hat er recht: Wie soll es möglich sein, Kredite in einem Geschäft zurückzuzahlen, in dem die meisten Klubs auch in Boom-Zeiten rote Zahlen schreiben und im Dorf die Kirchenglocken läuten, wenn es ausnahmsweise mal keinen Verlust gibt und die meisten Manager Defizitverwalter von Mäzen sind? Zum ersten Mal sehen sich die Klubmanager mit der Wirklichkeit konfrontiert, die im richtigen Leben für alle gilt: nur so viel Geld ausgeben, wie eingenommen wird.

Das BASPO-Hilfspaket ist gleich in mehrfacher Hinsicht ein politisches Meisterstück. Einerseits hat eine staatliche Administration in fast atemberaubender Schnelligkeit dieses Hilfspaket geschnürt und andererseits auf höchst raffinierte Art und Weise abgesichert. BASPO-Direktor Matthias Remund ist an der Schnittstelle zwischen Profi- und Amateursport, zwischen Politik und Sportkapitalismus, zwischen Geld und Geist, zwischen so unterschiedlichen Interessen wie Yoga-Kurse und Töffrennen, so etwas wie der «Charles-Maurice Talleyrand des Sportes».

Matthias Remund, Direktor Bundesamt fuer Sport, BASPO, posiert waehrend einer Medienkonferenz zur Situation des Coronavirus, am Freitag, 1. Mai 2020, in Bern.(KEYSTONE/Peter Schneider)

Matthias Remund, der Charles-Maurice Talleyrand des Sportes. Bild: KEYSTONE

Der Franzose bewährte sich einst als Bischof, als Abgesandter der kirchenkritischen Revolutionsregierung, die den König gestürzt hatte, als Kaiser Napoléons Aussenminister, als Konkursverwalter des Kaiserreiches und schliesslich als Minister der wiedererrichteten Monarchie.

Die Hockey- und Fussballklubs können zudem, wie andere Firmen auch, die Personalkosten über die Kurzarbeitsregelung laufen lassen. Für diese Unterstützung ist nicht das BASPO sondern die Arbeitsmarktbehörde (SECO) zuständig und die Grundlage bildet das Arbeitslosenversicherungsgesetz.

Noch gibt es keinen offiziellen Entscheid. Aber inoffiziell ist klar: sobald der Trainings- und Spielbetrieb aufgenommen wird, gibt es kein Geld mehr aus der Arbeitslosenkasse. Ein entsprechendes Gesuch aus dem Fussball wird nicht bewilligt werden.

Es wird in den Stadien und in den Büros der Hockey- und Fussballmanager nach der Krise nicht mehr so sein wie vor der Krise.

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    Alle Leser-Kommentare
  • murrayB 14.06.2020 00:19
    Highlight Highlight Wenn der Staat solche Demos wie heute "erlaubt", dann kann ich auch wieder normal ein Fussball oder Hockeyspiel besuchen!
  • Yb Bern 13.06.2020 18:37
    Highlight Highlight Wie kommt man darauf, einen solchen Artikel zu schreiben?

    1. Die Schweizer Klubs sind auf alle Zuschauergruppen angewiesen, auch auf die aus der Kurve.

    2. Könnte sich eine nicht abschätzbare Gruppe mit den Stehplatzbesuchern solidarisieren.

    3. Nicht jeder der Geld hat würde für ein schweizer Super League Spiel automatisch mehr Geld bezahlen, dafür ist der schweizer Fussball nicht attraktiv genug.

  • DerSeher 13.06.2020 17:17
    Highlight Highlight Also nach all den tolerierten Demos sehe ich kein Grund für eine Einschränkung der Zuschauer bei egal welchen Sportevents.... 🤦‍♂️
  • Rollspin 13.06.2020 12:25
    Highlight Highlight Der Mann der rechnen kann :-)))))

    Sagt der mit den meisten Fans im Stadion das es nicht geht....
    klaro bei diesen Lohnkosten für diese überteuerte Mannschaft.
    Gerade in Bern wärs wohl das kleinste Übel.
    Und ein Sitzplatz kostet ja auch mehr nur so für die Rechner. Also ein schwaches Argument.

    Und viele nicht so helle Lampen könnten von zu Hause aus die Leute beleidigen und bespucken.

    pro Sitzplatz nur schon aus diesem Grund

    Man sollte auch mal offen für Veränderung sein in einem monotonen leben. Es bringt was
  • Nonkonformist 13.06.2020 09:55
    Highlight Highlight Stehplätze sind sowieso ein Unding. Und wenn dann noch gleich die Ultra Kultur zerstört wird, umso besser. Wäre schön wenn die Clubs die Gunst der Stunde nutzen und die Fankultur nachhaltig verändern. Wäre wieder viel angenehmer und friedlicher ein Spiel zu besuchen. Der US Sport muss hier klar das Vorbild sein.
    • GoldjungeKrater 13.06.2020 12:23
      Highlight Highlight Sehe ich genauso 👍
    • baBIELon 13.06.2020 19:12
      Highlight Highlight Dann geh doch in die USA an Sport-Events wenns dir hier nicht passt!


      (Haha hätte nie gedacht, dass ich mal den SVP Spruch par Excellence verwende😂)
    • ThePower 13.06.2020 20:10
      Highlight Highlight Wenn du dir jemals ein NBA, NFL oder NHL Spiel live und in voller Länge angeschaut hättest, würdest du so etwas nie behaupten. Die vielen Werbeunterbrechungen ("Power Break", "Comercial Break") stören den Spielfluss, das Publikum sitzt mehrheitlich essend auf den Rängen und reagiert nur bei Toren, Prügeleien oder nach Aufforderung auf der Videowand ("Clap your Hands, Make some noise"). Wer sowas gut findet, hat echt nicht begriffen worum es beim Fansein geht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • manolo 13.06.2020 09:04
    Highlight Highlight sollte es nur noch Sitzplätze geben was ich für richtig halte, müssen die Klubs sich einfach nach den Einnahmen
    richten! Wegen diesem Problem geht kein Klub Pleite, ansonst hat er über seinen Verhältnissen gewirtschaftet!
  • GoldjungeKrater 13.06.2020 07:09
    Highlight Highlight Ich fände es ohne Stehplätze sowieso besser. Das Gejohle der Fans geht mir seit Jahren auf die Nerven. Zusätzlich würde das Gewalt- und Randalismus-Problem gelöst wenn eine gewisse Bevölkerungsschicht sich die Sitzplatz-Saisonkarte nicht leisten kann.
    • ThePower 13.06.2020 20:18
      Highlight Highlight Ach komm, du gehst doch eh nie ins Stadion. Ausser vielleicht, wenn Gölä und Trauffer im Hallenstadion spielen.

      Aber falls ich mich doch irren sollte, geh doch besser in die Oper. Dort wirst du vom Anblick des Proletariats verschont, kannst deinen Schampus schlürfen und dich wichtig fühlen. Nur so als Geheimtipp, mein elitärer Freund🧐
    • BVB 13.06.2020 22:49
      Highlight Highlight Wenn die du Stimmung der Fans schlecht findest glaube ich nicht dass du viel Fussball schaust.
  • Max Dick 13.06.2020 03:01
    Highlight Highlight no nay never.
  • fisk 13.06.2020 01:21
    Highlight Highlight Als Sitzplatz JK-Besitzer würde ich mich mit der Kurve solidarisieren und wenn nötig den Spielen fern bleiben.
  • SGR 13.06.2020 00:30
    Highlight Highlight Die Clubs könnten ja auch einfach GAR KEINE Fans auf die Stehplätze lassen.
    Wäre euch das lieber ?

  • c_meier 13.06.2020 00:08
    Highlight Highlight niemand möchte Geisterspiele
    niemand möchte nur Sitzplätze
    niemand möchte den Corona-Virus
    niemand möchte Risikopersonen gefährden
    ...

    das Problem ist einfach dem Virus ist es egal, es möchte sich verbreiten und in einem Stehsektor ist das Risiko im Herbst/Winter doch sehr gross wie man beim Spiel Bergamo-Valencia in Mailand gesehen hat mit den entsprechenden Auswirkungen in Mailand und Bergamo...
    daher 1 Saison leider die bittere Pille schlucken, danach sieht man weiter ob es Impfstoff, Medi oder was auch immer gibt.
    • Neunauge 13.06.2020 01:11
      Highlight Highlight Absolut. Und da ich in einer solchen Saison eh kein Spiel sehen will, komm ich erst wieder wenns Stehplätze gibt.

      Und wenns dann kein Fussball gibt, auch ok. Ohne die Stehplätze machts eh keine Freude mehr.
    • Rön73 13.06.2020 05:57
      Highlight Highlight Nur dass es beim erwähnten Spiel gar keine Stehplätze gab! Ob Sitz- oder Stehplätze, das Risiko ist bei beiden gleich.
    • c_meier 13.06.2020 18:10
      Highlight Highlight ja das Risiko ist gleich.
      aber beim Sitzplatz kennt man die 10 Personen rundherum und kann diese warnen und testen
  • Plöder 12.06.2020 23:47
    Highlight Highlight Nur nach dem Lesen des Titels:
    NEIN!
  • MQ9 12.06.2020 21:49
    Highlight Highlight Wo genau soll das Problem sein? Im Hallenstadion gibts schon lange nur Sitzplätze und die die dann halt stehen wollen stehen halt. Wenn ich ein Ticket für einen Auswärtsmatch online buche, it es onehin personifiziert. Die Preise müssen auch nicht höher sein deswegen. Zudem zahle ich für ein Saisonabo pro Match mir Sitzplatz im Hallenstadion weniger als für einen Stehplatz beim Auswärtsspiel.
    • maylander 12.06.2020 22:30
      Highlight Highlight Beim Z wird das kein Problem sein.
      Einige Stadien werden aber alleine mit Saisonkarten voll sein. Es wird dann schwierig sein neue Fans für den Sport zu begeistern.
      Ich habe in der Sek Geld mit Gelegenheitsjob verdient um ab und zu zum Match zu gehen. Mit dem ersten Lehrlingslohn ein Saisonabo gekauft. Das wird dann nicht mehr möglich sein. Ein Jahr wird das noch gut gehen aber irgendwann entsteht dann eine Lücke die schwer zu füllen sein wird.
    • Boixos 13.06.2020 08:46
      Highlight Highlight Dementsprechend ist auch die Stimmung jeweils im Hallenstadion.
    • MQ9 13.06.2020 13:11
      Highlight Highlight Ok ihr seit demfall regelmässig im Hallenstadion? Oder wisst ihr das vom hören sagen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • darkgrey 12.06.2020 21:45
    Highlight Highlight Die Menschen begreiffen einfach nicht dass mit diesem Virus kein "Normal" mehr gibt.
    Zumindest nicht diese Saison. Also warum nicht nur Sitzplätze? Nächste Saison kann man wieder zurück. Woher diese Angst dass gewisse Vorsichtsmassnahmen am ende bleiben? Zumal grad hier klar ist dass es nicht ohne Stehplätze geht wenn man die Wahl hat.
    Ich möchte diesen Winter wieder Eishockey live sehen. Aber ich möchte nicht mein Leben aufs Spiel setzen dafür (Hochrisikoperson).
    Das Virus zeigt auf der ganzen Welt was passiert wenn man unvorsichtig sind. Wieso soll die Schweiz da einen Ausnahme sein?
    • Levi Vodica 13.06.2020 03:37
      Highlight Highlight Die Angst kommt daher, dass provisorische Lösungen plötzlich für immer gelten. Die Schaumweinsteuer wurde in Deutschland zur Finanzierung der kaiserlichen Kriegsflotte eingeführt. Es gibt sie aber heute noch.
    • CaptainObvious 13.06.2020 10:57
      Highlight Highlight Wenn du eine Hochrisikopwrson bist, würde ich dir von grossen Spirtveranstaltungen abraten - unabhängig ob bestuhlt oder nicht.

      Die Nachverfolgbarkeit bei Sotzplätzen ist nur bedingt gegeben. Viele Zuschauer kaufen sich Bier und Verpflegung im Stadion und haben dadurch nicht nachvollziehbare Kontakte mit anderen Zuschauern.
      Das gelobte Contact Tracing ist so halb Augenwischerei.
  • Dwight D Eisenhower 12.06.2020 21:29
    Highlight Highlight Kriegserklärung an die Ultras probiert es gar nicht SFV und Liga.
    Gerade in Zürich haben organisierte Fans, viel geholfen, Lunchpakete, Materialien für Flüchtlinge etc alles im verborgenen...
    Man sollte es Ihnen Danken ohne Repression und für die Stimmung, mit einem Virus infiziert sind alle schon.
    Also wenn BLM Demos erlaubt sind, dann bitte auch Fussballspiele ohne Registrierung...


    • bokl 13.06.2020 10:01
      Highlight Highlight Die Vorgaben kommen ja nicht vom Verband/Liga sondern von den Behörden. Wenn es konsequent gemacht wird, inkl. Ausweiskontrolle bei jedem Spiel auch für Sitzplätzler und VIP funktioniert es zumindest. Die Listen in Restaurants usw. wo jeder angeben kann was er will, sind hingegen reine Papierverachwendung.
  • Pümpernüssler 12.06.2020 21:03
    Highlight Highlight Das will kein echter Fan.
  • Seebarsch 12.06.2020 20:51
    Highlight Highlight Ich will endlich wieder Fussball ohne den ganzen Repressionsquatsch leide Total unter der Situation und habe viele (Stadion)Freunde seit Monaten nicht gesehen.
    • Pümpernüssler 12.06.2020 21:28
      Highlight Highlight Ich fühle mit dir 😪
  • PostFinance-Arena 12.06.2020 20:42
    Highlight Highlight CH-Sport ohne Stehplätze wird nicht funktionieren und die Entscheidungsträger werden sich das auch nicht trauen!
    • MQ9 12.06.2020 22:02
      Highlight Highlight Du kannst ja vor deinem Sitz stehen😉
      Und ob sie sich das trauen.
  • Stambuoch 12.06.2020 20:21
    Highlight Highlight Der feuchte Traum eines jeden Law-and-Order-Politikers. Die Abschaffung der Stehplätze ist ein Stimmungskiller erster Güte und wird dafür sorgen, dass noch weniger Leute in die Stadien gehen.

    Wer die Abschaffung von Stehplätzen befürwortet, liebt weder das Eishockey noch den Fussball.
    • MQ9 12.06.2020 22:08
      Highlight Highlight So ein Schwachsinn. Ich war schon in der Pöstlerarena und da war es still wie in einer Kirche und die Stimmung am A.... trotz den 10000 Super Stehplatzfans....tja wenn halt die falsche Manschaft vorne ist , dann geht auch bei den Stehplätzlern nicht mehr viel...
    • easy skanking 12.06.2020 22:28
      Highlight Highlight ja.. aber eben.. bern halt
    • zeromg 12.06.2020 22:52
      Highlight Highlight Interessant. In der NHL gibt es auch keine Stehplätze und beide Fanlager werden sogar durchmischt. Die Stimmung ist trotzdem gigantisch
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wiesler 12.06.2020 20:12
    Highlight Highlight Spiele und mit ohne Brot, wäre richtiger!!
  • Faceoff 12.06.2020 20:06
    Highlight Highlight Ob das Produkt Sport ohne die Begeisterung der "echten" und dann oft weniger zahlungsfähigen Fans noch gleich viel wert ist, wage ich zu bezweifeln.

    Zwar mag man dann kurzfristig mehr Geld einnehmen, weil die Ticketpreise steigen. Das Erlebnis, an dem auch beispielsweise Banken oder Versicherungen ihr dröges Geschäft emotional aufladen, ist dann aber weg und führt langfristig zu weniger Einnahmen.
    • mukeleven 12.06.2020 20:15
      Highlight Highlight dein “summary” ist auf den punkt gebracht.

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