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Trump Kushner Bin Salman

Analyse

Warum Trump jetzt Syrien um die Ohren fliegt

Jared Kushner und Mohammed bin Salman hätten es für den US-Präsidenten im Nahen Osten richten sollen – eine katastrophale Fehleinschätzung.



Präsident Donald Trump muss sich derzeit nicht nur mit einem Impeachment-Verfahren abmühen. Er schaut auch in den Abgrund eines aussenpolitischen Desasters. Sein spontaner Entschluss, die amerikanischen Truppen aus Nordsyrien abzuziehen, erweist sich als sein bisher grösster Fehler.

Trump gehört nicht wirklich zu den Menschen, die Niederlagen wegstecken können. Er kann es nicht verkraften, dass das Abgeordnetenhaus eine Resolution verabschiedet hat, die seine Syrien-Politik aufs Schärfste verurteilt, und vor allem, dass auch eine Mehrheit der Republikaner sie unterstützt hat.

Pelosi vs Trump

Liest dem Präsidenten die Leviten: Nancy Pelosi. Bild: https://twitter.com/realDonaldTrump

Am Mittwoch ist der Präsident deswegen einmal mehr völlig ausgeflippt: Er hat nicht nur die demokratische Mehrheitsführerin Nancy Pelosi aufs Übelste beleidigt. Er zoffte sich auch mit den wichtigsten Vertretern seiner eigenen Partei: mit Senatsführer Mitch McConnell, mit Lindsey Graham, bis dato sein treuester Helfer, mit Liz Cheney, der Tochter des ehemalige Vizepräsidenten unter George W. Bush.

Seinen ehemaligen Verteidigungsminister Jim Mattis – ein über die Parteigrenzen hoch geachteter Militär – bezeichnete er als «weit überbewertet». Die Kurden, die an der Seite der Amerikaner mehr als 10’000 Tote im Kampf gegen den IS zu beklagen haben, verunglimpft er nun als Söldner, die bloss gekämpft hätten, weil sie dafür bezahlt worden seien.

Dass derweil das Internet mit Videos geflutet wird, die zeigen, wie russische Soldaten die ehemaligen Stellungen der amerikanischen Truppen übernehmen, und die führenden Blätter der Welt kommentieren, dass Trump Putin den Nahen Osten auf dem Silbertablett serviert hat, trägt ebenfalls nicht wirklich zu einer besseren Laune des Präsidenten bei.

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Russische Militärfahrzeuge auf dem Weg in ehemalige amerikanische Stellungen. Video: YouTube/DW News

Trumps Toben kann jedoch nicht davon ablenken, dass er sich dieses Desaster selbst eingebrockt hat. Das zeigt eine Analyse von Martin Indyk im Magazin «Foreign Affairs». Indyk gilt aus ausgewiesener Nahost-Experte und war unter anderem US-Botschafter in Israel.

Seit dem Irak-Debakel sind die Amerikaner bemüht, ihr Engagement im Nahen Osten zurückzufahren. Schon Präsident Barack Obama reduzierte die Truppen nach Möglichkeit. Trump ging dies alles viel zu langsam. Er wollte einen radikalen Bruch mit der bisherigen Politik – und er hatte einen Plan. Indyk beschreibt ihn wie folgt:

«Die Vereinigten Staaten können sich weiterhin aus der Region zurückziehen, ohne deswegen Konsequenzen zu befürchten, denn die Israeli und die Saudis werden in die Lücke springen. Washington kann den Job, Iran im Griff zu haben, auslagern. Die beiden Länder verbindet ein gemeinsames Interesse, dem Iran entgegenzutreten. Das wird ihre Beziehung verbessern. Washington wird beide Augen zudrücken, was die Aktionen der beiden betrifft und wird im Gegenzug billig eine neue Ordnung im Nahen Osten nach dem Geschmack Trumps erhalten.»

So weit der Plan. Die Trump-Regierung verkaufte diese neue Politik als hart, aber realistisch. Dumm bloss, dass der Plan in völliger Unkenntnis der realen Verhältnisse ausgeheckt worden war. Dazu Indyk:

«Die Trump-Regierung sieht sich selbst gerne als klaräugig und hartgesotten, als eine Instanz, die sich nicht scheut, harten Wahrheiten ins Gesicht zu schauen. Tatsächlich versteht sie jedoch so wenig von den Realitäten des Nahen Ostens, dass ihre Bemühungen von Anfang an zum Scheitern verurteilt waren.»

Als Erstes kündigte Trump den Atomvertrag mit dem Iran auf. Gleichzeitig reduzierte er die Truppen. «Die Regierung erhöhte den Druck auf den Iran ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als sie sich selbst die Möglichkeiten nahm, Teherans schädlichen Einfluss in dieser Gegend zu reduzieren», so Indyk.

Der Iran eilte dem Regime von Bashar al-Assad zu Hilfe und hatte bald 40’000 Soldaten in Syrien stationiert. Damit setzte er auch Israel unter Druck. Premierminister Benjamin Netanyahu musste sich bei den Russen nach Unterstützung umsehen.

FILE- In this Saturday, May 20, 2017, file photo, White House senior adviser Jared Kushner, right, walks with Ivanka Trump at the Royal Court Palace, in Riyadh, Saudi Arabia. Trump's son-in-law Jared Kushner and Saudi Arabia's newest heir to the throne Mohammed bin Salman, or MBS as he is known, have skyrocketed to power and been entrusted with a wealth of responsibilities and wide-ranging duties, even though neither had the experience or that comes with years of government service. (AP Photo/Evan Vucci, File)

Gern gesehene Gäste in Riad: Ivanka und Jared Kushner. Bild: AP/AP

In Riad stieg Kronprinz Mohammed bin Salman (MBS) zum starken Mann empor. Zwischen ihm und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner entwickelte sich bald eine Männerfreundschaft. Trump hatte dem völlig unerfahrenen Kushner den Auftrag erteilt, einen Friedensplan für den Nahen Osten zu entwerfen. Damit war Kushner heillos überfordert.

MBS will Saudi-Arabien zur führenden Macht in der Region machen und wollte die Gunst der Stunde nutzen. Er stürzte sich in einen grausamen und sinnlosen Krieg im Jemen, brachte damit die Weltöffentlichkeit gegen sich auf und trieb die Houthi-Rebellen definitiv in die Arme von Teheran.

Der scheussliche Mord am Journalisten und Regimekritiker Jamal Kashoggi hat ebenfalls nicht dazu beigetragen, das Image der Saudis zu verbessern. Trump hat sich jedoch bis heute geweigert, MBS deswegen zur Rechenschaft zu ziehen.

epa07854285 Men inspect debris of a destroyed house allegedly hit by a previous Saudi-led airstrike in Sana'a, Yemen, 19 September 2019. Yemen has been in the grip of a devastating power struggle between the Saudi-backed government and the Houthi rebels since late 2014, which sparked a full-blown armed conflict in March 2015 when the Saudi-led military coalition launched an airstrike campaign against the Houthis, claiming the lives of almost 100,000 people and displacing more than 3.6 million.  EPA/YAHYA ARHAB

Grausam und überflüssig: Der Krieg im Jemen. Bild: EPA

Die Verbrüderung von Saudi-Arabien und Israel wollte ebenfalls nicht klappen. Allzu Israel-freundlich konnte sich MBS nicht geben, ohne dass der Iran davon profitieren würde. Der Plan, die Palästinenser zu kaufen und ihnen mit einer 50-Milliarden-Dollar-Investitionen die Lust auf einen eigenen Staat zu nehmen, scheiterte am erbitterten Widerstand der Betroffenen.

Selbst die verschärften Sanktionen haben den Iran bisher nicht in die Knie gezwungen. Im Gegenteil, Teheran hat nun verkündet, dass man sich nicht mehr an den Atomvertrag halten und die Anreicherung von Uran wieder aufnehmen werde.

Das wiederum bringt Trump in Bedrängnis. «Sollte es ihm nicht gelingen, die Iraner davon zu überzeugen, ihren Kurs zu wechseln, wird er von seinen Beratern und Netanyahu unter Druck geraten, das Atomprogramm mit Bomben auszuschalten, ein sehr riskantes Unterfangen», so Indyk.

Trumps Plan, den Nahen Osten nach seinem Gusto umzugestalten, ist gescheitert. Indyk fasst es wie folgt zusammen:

«Nach bald drei Jahren seiner Amtszeit hat Trump nichts vorzuweisen. Er hat weder den Iran im Griff, noch ist es ihm gelungen, Frieden zu stiften. Stattdessen hat seine Politik den Konflikt zwischen dem Iran und Israel verschärft, die Palästinenser entfremdet, einen endlosen und grausamen Krieg im Jemen unterstützt und den Gulf Cooperation Council (eine lose Verbindung der Golfstaaten, Anm. d. Verf.) gesprengt, wahrscheinlich für immer.»

Keine Wunder also, flippt Trump aus. «Er hat es nicht mehr im Griff, daher seine psychische Kernschmelze», stellt Nancy Pelosi fest. «Ich denke, wir müssen nun für seine Gesundheit beten, denn es handelt sich um eine sehr ernsthafte Kernschmelze.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • AnnikKilledTheStage 18.10.2019 12:32
    Highlight Highlight Witzig ist, dass man den Regierungen (allgemein) ja mal gern unterstellt, dass sie unliebsame Gesellen aus dem Weg räumen.... Wohl doch einfach nur Verschwörungstheorie .... ^^
  • insert_brain_here 18.10.2019 11:26
    Highlight Highlight Ich formuliers jetzt einfach mal aus: Was wenn das ganze kein "Fehler" sondern pure Absicht war? Wer hat damals nachweislich Trumps Wahl unterstützt und ist nun der lachende Dritte der ganzen Situation? Putin! In seinem Sinne macht Trump einen hervorragenden Job, die ganzen Skandale und Ausraster dienen nur dazu diese Tatsache zu verschleiern.
    • rodolofo 19.10.2019 17:25
      Highlight Highlight Putin's Einfluss auf die US-amerikanische Politik wird möglicherweise überschätzt.
      Die eigentliche Macht liegt wohl bei Grossbanken und bei Multinationalen Konzernen.
      Putin und seine Oligarchen mischen da natürlich kräftig mit. Das ist schon klar...
  • Saraina 18.10.2019 11:00
    Highlight Highlight Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die israelische Regierung nicht versuchen würde, Trumps Nahostpolitik zu beeinflussen. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er deren Interessen nicht berücksichtigen würde.
    • Schlumpfinchen #notmeus 19.10.2019 09:23
      Highlight Highlight Tun sie auch. Mit Jared Kushner sitzt einer neben Trump, der die israelische Elite bestens kennt. Es wird schon lange gemunkelt, dass sich Kushner sehr leicht einspannen lässt von MBS und Bibi Netanyahu.
  • Heinzbond 18.10.2019 10:43
    Highlight Highlight Irgendwie bin ich mir nicht sicher ob die Unsicherheit und sprunghaftigkeit gut oder schlecht für den weltfrieden ist. Unter den letzten Präsidenten die sehr berechenbar waren, war es auch nicht immer sicher.
    Aber was ich leid bin ist das gefühlt keine Stunde vergeht in der das orangen Frettchen mit dem Clown drunter irgendwas sagt oder tut was kein siebenjähriger tun würde und Leute beleidigt, beschimpft oder verbündete hintergeht...
    • Schlumpfinchen #notmeus 19.10.2019 09:25
      Highlight Highlight Es knallt doch nur nicht, weil keiner den orangen Holzkopf wirklich ernst nimmt wenn er wieder mal wütet und droht.
  • rodolofo 18.10.2019 10:30
    Highlight Highlight Die Politik von Trump ist gar nicht so verwirrt, wie sie auf den ersten Blick scheint!
    Im Stil eines Geschäftsmanns will Trump nur noch Regionalmächte stützen, die so gross und mächtig sind, dass sie sich selber behaupten- und vor allem WAFFEN KAUFEN können!
    Die Türkei ist ein sehr potenter Waffenkäufer!
    Die Kurden sind vom IS und vom Assad-Régime so arg geschwächt worden, so dass sie ihre Schutzgelder nicht mehr pünktlich bezahlen können.
    Das Assad-Régime andererseits ist A-Kunde bei der russischen Waffenhersteller-Konkurrenz.
    So funktioniert der knallharte, seelenlose Kapitalismus...
    • Schlumpfinchen #notmeus 19.10.2019 09:29
      Highlight Highlight Weiss nicht, ob du die Doku kennst. Sie zeigt ganz gut auf, was du hier beschreibst, auch wenn Waffen soweit ich noch weiss nicht direkt vorkommen, könntest damit recht haben.
      Play Icon
    • rodolofo 19.10.2019 17:21
      Highlight Highlight Erschütternd, dafür umso deutlicher aufzeigend, was in den USA gerade besonders schief läuft, aber auch in Europa (etwas abgemildert) voll im Gange ist: Der Putsch durch die Multinationalen Konzerne, die mit ihren Milliarden PolitikerInnen kaufen können, damit ihnen diese freie Hand lassen bei der Renaissance von Feudalismus, Sklaverei und Kolonialismus!
      Der Kapitalismus und die Sklaverei gehörten von Anfang an zusammen!
      Wer die Sklaverei abschaffen will, legt sich mit dem Kapitalismus und den "Hohepriester des Mammon" an!
      Das war immer so, ist so und wird immer so sein...
  • Roxy_red 18.10.2019 10:18
    Highlight Highlight Interessante Analyse. Erschreckend was passiert. Ich frage mich, was ich meinen Enkeln dereinst erzähle, wenn sie mich fragen, wie das alles passieren konnte...
  • Things will be different when I take over the worl 18.10.2019 09:58
    Highlight Highlight Man muss sich diese Sätze auf der Zunge zergehen lassen:
    "Die christliche Gemeinde auf dem Gebiet des heutigen Syrien ist eine der ältesten christlichen Gemeinschaften der Welt"- Trump beschliesst mit Kerdo eine Sicherheitszone auf eben diesem christ. Gebiet.
    "Orbán Viktor ist der Erlöser der ungarischen Kirche, er ist der Erretter der christlichen Kirchen" vs. "Ungarn blockierte Warnung an die Türkei".
    "Die SVP bekennt sich zur christlich-abendländischen Kultur der Schweiz. Nicht ohne Grund trägt unser Land ein Kreuz im Wappen." vs. "Junge SVP paktiert mit Erdogan-Partei".Abendland-Verräter?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 19.10.2019 14:33
      Highlight Highlight Alles nur noch purer und widerlicher Opportunismus.
      Sie tun so, als ob sie die Menschen an einen guten Ort führen wollen, währen sie gleichsam den vergifteten Dolch hinter dem Rücken verstecken. 🤮🤮🤮
      Es geht in der Politik nur noch um Geld, eigene Macht und darum, dich selbst Denkmäler zu setzen.
      Auch wenn sie aus Blut und Leichen erbaut wurden.
  • Tjuck 18.10.2019 09:50
    Highlight Highlight Ein beachtlicher Anteil seiner Fans hält Trump für von Gott gesandt.
  • Zinni 18.10.2019 09:11
    Highlight Highlight Hat jetzt zwar nichts mit dem eigentlichen thema zutun. Aber was ist mit trump's frau? Hab die beisen schon lange nicht mehr zusammen in der öffentlichkeit gesehen. Hab ich was verpasst oder bilde ich mir das nur ein?
    • rodolofo 18.10.2019 10:42
      Highlight Highlight Die geniesst doch ihre Nicht-Beachtung im Schatten ihres hyperaktiven Ehemanns!
      Also lass sie doch einfach in Ruhe shoppen gehen!
      Ihre Gucci-Taschen und Armani-Klamotten trösten sie etwas darüber hinweg, dass sie mit einem hässlichen Grossmaul und Trottel verheiratet ist...
    • DieFeuerlilie 18.10.2019 10:48
      Highlight Highlight Keine Ahnung. Ist mir aber auch sowas von egal. 😊
  • wasps 18.10.2019 08:36
    Highlight Highlight Die Saudis sind 2015 in Jemen einmarschiert. Da war war Trump noch nicht gewählt.
    • ursus3000 18.10.2019 09:17
      Highlight Highlight die sind nicht einmarschiert , dazu sind sie viel zu feige , sie werfen Bomben auf alles was sich bewegt
    • Tjuck 18.10.2019 09:45
      Highlight Highlight Und? Was willst du uns damit sagen? Obama war nie Präsident von Saudi-Arabien.
    • wasps 18.10.2019 10:26
      Highlight Highlight @Tjuck, ich will damit sagen, dass schon vor Trump die Nahostpolitik der USA ein Deasaster war. Auch wenn man Trump zum Teufel wünscht, die USA waren noch nie Friedensapostel im Nahen Osten. Und was Obama betrifft: Er hat Drohnenkriege salonfähig gemacht! Mit Tausenden unschludigen Opfern bzw. Zivilisten im Nahen Osten und in Afghanistan. Er hat Vieles gut gemacht, aber ihn zu verklären, davon halte ich nicht viel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Skeptischer Optimist 18.10.2019 08:11
    Highlight Highlight Indyk's Analyse, auf die sich Löpfe beruft, ist sehr oberflächlich. Man mag drüber lamentieren, aber Amerika hat nicht erst mit dem Auflösung seiner - völkerrechtswidrigen - militärischen Präsenz in Syrien verloren. Der Weg aus der Sackgasse den Trump gewählt hat mag suboptimal gewesen sein, aber der Abzug war unausweichlich, zu exponiert waren die dort stationierten Amerikaner nach der russischen Intervention.

    Amerika hat es bereits mit dem Ueberfall auf Irak verbockt. Obama war ausserstande dies zu korrigieren und Trump ist sowieso heillos überfordert.
    • Bruuslii 18.10.2019 09:08
      Highlight Highlight hallo schliifts.
      hätte trump nie angekündigt, die truppen abzuziehen und diese auch wirklich da gelassen, wäre der ganze schlamassel gar nicht so weit gekommen.
      wegen dem vollidioten können die nun nur noch den schwanz einziehen.
      schonmal daran gedacht, dass ein soldat auch einen gewissen stolz hat? dieser wird dauernd durch die saublöden aktionen des psycho45 untergraben.
      Play Icon
    • felixJongleur 18.10.2019 09:44
      Highlight Highlight Word, schon als die Amis in Basra einmarschierten zeigte Scholl Latour auf, das längerfristig der Schiitische Halbmond profitieren werde.
    • Tjuck 18.10.2019 09:47
      Highlight Highlight "Obama war ausserstande dies zu korrigieren." Wer hat es korrigiert? Etwa Trump? Der Abzug der US-Truppen aus dem Irak erfolgte 2011. Wer war damals Präsident der Vereinigten Staaten. Eben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Benderlulman 18.10.2019 07:57
    Highlight Highlight Hy
  • Jawas 18.10.2019 07:57
    Highlight Highlight Nahost÷Experte Indyk bringt es in seinem Bericht kaum treffender auf den Punkt.

    Die psychische Kernschmelze
    von Trump wie er Sie nennt, hat mit seinem handeln definitiv eingesetzt.
    • Schlumpfinchen #notmeus 19.10.2019 09:48
      Highlight Highlight Das hat Nancy Pelosi gesagt, nicht der Experte.
  • Dong 18.10.2019 07:52
    Highlight Highlight Wieder eine Analyse, die ich nicht nachvollziehen kann. Man kann aus US-amerikanischer Sicht sicher kritisieren, dass er das "Spielfeld" kampflos den Russen überlässt, dadurch wird der Nahe Osten aber sicher nicht instabiler, im Gegenteil.
    Zur Erinnerung: Es war die NATO, die Erdogans Regionalmacht-Ansprüche nützlich fand. Es war der Westen, der die die von der Türkei und Saudi-Arabien gesponsorten Dschihadisten permanent schönredete. So geht Destabilisierung, und sowas fliegt einem dann später um die Ohren!
    • Tjuck 18.10.2019 08:51
      Highlight Highlight Wieder ein Kommentar, den ich nicht nachvollziehen kann.
    • Dr. Unwichtig 18.10.2019 09:02
      Highlight Highlight 1. Die USA werden im Nahen Osten IMMER Eigeninteressen zu wahren haben - sei es auf Grund der Bodenschätze oder der Nähe zu Israel. Den politischen Gegner verstärkt ins Spiel zu bringen trägt bestimmt nicht zur Stabilisierung bei. 2. Die mit Abstand aktivste Rolle bei der Aufrüstung von Saudi Arabien spielten die USA. Dies trotz der offensichtlichen Nähe des Regimes zu fundamentalistischen Terroristen. Das war bei früheren Präsidenten schon problematisch, unter Trump sind aber alle Dämme gebrochen. 3. Die Kritik am „Westen“ ist natürlich grundsätzlich absolut korrekt...
    • Dong 18.10.2019 10:26
      Highlight Highlight @Tjuck, ja gut, wenn man voraussetzt, dass „wir“ (der Werte-Westen, aber ohne Trump) die Guten sind und der Rest die Bösen, dann seh ich deinen Punkt, aber dem
      Widerspricht doch alle Erfahrung.

      Destabilisierend ist, wenn Mächte von aussen konkurrieren u. typischerweise Rebellengruppen bzw. Paramilitärs finanzieren, Syrien ist hier ein Lehrbuchbeispiel. Das ist dann auch passiert und Nahost ist dem Wertewesten um die Ohren geflogen: Krieg, Terror, Flüchtlinge.
      Hier sind die USA raus, Russland und Türkei scheinen +- konstruktiv zu agieren, ich seh die Lage wenig explosiv, v. a. Nicht für DT.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chrisbe 18.10.2019 07:48
    Highlight Highlight "Eine sehr ernsthafte Kernschmelze" tönt gut, kann aber für den Clown nicht zutreffen.
    Der ist innen so hohl, dass er sich als Trommel eignen würde. Etwas substanzielles, was schmelzen könnte, ist da kaum zu finden.
    Kernloses, fauliges Fallobst schmilzt nicht, es stinkt bis es vergangen ist...
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 18.10.2019 16:55
      Highlight Highlight Und wenn doch wäre es die größte und beste Kernschmelze aller Zeiten gewesen.
  • malu 64 18.10.2019 07:47
    Highlight Highlight Als President der USA braucht es eben ein bisschen mehr als nur eine große Klappe.
    Wieso geht ein so geldgeiler Millionär überhaupt in die Politik? Sicher spielt auch die Macht eine Rolle, aber hauptsächlich geht es doch darum, die seinenesgleichen zu bevorzugen. Die Steuern zu senken und Ihnen Aufträge zuzuschanzen.
    • Tjuck 18.10.2019 08:51
      Highlight Highlight Milliardär, nicht Millionär. Man könnte auch sagen, ein Mann des Volks, der die Nöte des einfachen Mannes versteht. Hust.
    • ingmarbergman 18.10.2019 09:04
      Highlight Highlight Das ist eben das Problem von Oligarchien. Dazu gab es schon der griechischen Antike Schriften dazu.
      Wenn die Demokratie nicht auf Werte baut, sondern man sie mit Geld kaufen kann, kippt es irgendwann.

      Was meinst du, weshalb Blocher in der Politik ist? Sicher nicht, weil er die Schweiz liebt, sondern weil er Gesetze haben will, die sein Vermögen mehren.
    • malu 64 18.10.2019 12:44
      Highlight Highlight Leider regiert Geld die Welt. Im Hiintergrund zieht Blackrock und Co die Fäden.
  • Domino 18.10.2019 07:14
    Highlight Highlight Die ganzen Berichte über Trump zeigt doch nur das Versagen der EU. Da findet ein Krieg vor unserer Haustür statt und mann ist unfähig nur irgendwie zu reagieren. Man verspottet Trump, aber der Waffenstillstand ist ihm zu verdanken.
    Erdogans Ziel ist klar ein Neoosmanisches-Reich. Man lässt sich von ihm erpressen, zahlt Milliarden für dessen Kriege und kriegt es nicht mal gebacken die Grenzen innerhalb wie ausserhalb zu sichern.
    • Tjuck 18.10.2019 08:52
      Highlight Highlight Sie zeigen vor allem eins: Das stabile Versagen eines stabilen Genies.
    • dho 18.10.2019 09:04
      Highlight Highlight @Domino. Du schreibst:

      Domino18.10.2019 07:14

      "Die ganzen Berichte über Trump zeigt doch nur das Versagen der EU. Da findet ein Krieg vor unserer Haustür statt und mann ist unfähig nur irgendwie zu reagieren."

      Welchen mann meinst du? Den Mann mit der orangen Haarpracht?

  • roger.schmid 18.10.2019 06:58
    Highlight Highlight Zum Thema Jemen ist noch zu erwähnen, dass der Friedensstifter Trump sogar sein Veto eingelegt hat um die Saudis weiter zu unterstützen.

    https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-04/usa-jemen-donald-trump-veto-kongress-saudi-arabien
  • FoxSinBan 18.10.2019 06:49
    Highlight Highlight In vielen Punkten mag Herr Löpfe
    Recht haben, jedoch finde ich seine Artikel über Trump sehr subjektiv.

    Ich würde mir eine objektiv Berichterstattung wünschen um mir ein eigenes Bild zu machen zu können.

    Zudem wurden mich auch mal andere Politische Themen als Trump interessieren. Z. B welcher Kandidat weshalb die besten Chanchen gegen ihn hat usw..
    • Tjuck 18.10.2019 08:52
      Highlight Highlight Lies einfach mal andere Zeitungen.
  • [CH-Bürger] 18.10.2019 06:38
    Highlight Highlight was Trump wohl nie kapieren wird:

    1)
    um eine erfolgreiche Politik zu betreiben, muss man die Gegenseite kennen:
    - ihre Geschichte
    - ihre Verbindungen
    - ihre Sichtweisen
    - etc.
    und auf sie eingehen können.
    Dazu bedarf es natürlich einem breiten Vorwissen und Fingerspitzengefühl

    2)
    Politik funktioniert nicht wie ein Grossunternehmen

    3)
    einseitige Entscheide führen meist nicht zum gewünschten Ergebnis


    kann ich mich jetzt als sein persönlicher Berater bewerben?
    • maylander 18.10.2019 07:36
      Highlight Highlight Ist ein guter Job. Da er Beratungsresistenz ist kannst du auch nichts falsch machen.
    • TheClouder 18.10.2019 07:40
      Highlight Highlight Du hast 1) schon ignoriert mit deiner Frage am Schluss. Trump stellte Leute in der Vergangenheit nicht wegen ihrem Können ein, sondern aus oberflächlicheren Gründen. Was hast du da zu bieten?
    • anundpfirsich 18.10.2019 07:47
      Highlight Highlight Ja bitte tu es 🤗
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. 18.10.2019 06:34
    Highlight Highlight Hervorragende Zusammenfassung.

    Trumps Hinterlassenschaft wird eine Desaster sein für die USA :

    Verträge mit den USA können über Nacht aufgelöst werden (Iran)

    Verbündete können über Nacht im Stich gelassen werden (Kurden)

    Drohungen der USA sind nicht ernst zu nehmen (Kim)

    Heilloses Chaos im Nahen Osten

    Heilloses Chaos im Weissen Haus
    (Personalwechsel)

    Differenzen mit vielen Ländern*

    etc. etc. etc.

    *ausser mit dem Land, das traditionell allen in den Hintern kriecht.
  • [CH-Bürger] 18.10.2019 06:32
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • Majoras Maske 18.10.2019 06:30
    Highlight Highlight Beten wird nur nichts nützen. Und es zeigt einfach deutlich auf dass Wähler nicht nur die Positionen eines Kandidaten einschätzen müssen, sondern auch seine Fähigkeiten. Ein Idiot, der sich nicht beraten lassen will, wird nur Schäden anrichten, selbst wenn er eigentlich aus seiner Sicht gutes anstrebt.
    Und die Amerikaner sind in der Lage Trump nochmal zu wählen weil ihnen die Verwerfungen im Nahen Osten und die internationale Isolation ihrer Nation herzlich egal sind.
    • rodolofo 18.10.2019 10:38
      Highlight Highlight Ganz anders Barak Obama:
      Er hatte zwar auch seine Prinzipien und Ziele, verfolgte diese aber nicht stur und realitätsblind!
      Barak Obama LIESS sich beraten!
      Er bildete sich nicht ein, Der Vertreter von Gott auf Erden zu sein.
      Und darum werfen ihm heute auch sehr viele Gegner und Enttäuschte vor, er habe die US-Truppen im Nahen Osten nicht abgezogen, habe mit dem Dronenkrieg gegen Islamisten viele Unschuldige mit in den Tod gerissen, was den islamistische Hass steigerte, und er habe mit dem Sturz von Ghadaffi noch mehr Chaos ins "Pulverfass Naher Osten" gebracht...
      So, oder so: Gewalt pur.

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