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Gerade in Indien, Somalia, Afghanistan und dem Jemen komme es oft zu Zwangsverheiratungen von Mädchen, so der Bericht von «Save the Children». bild: Anton_Ivanov / Shutterstock.com

Immer mehr Mädchen werden als Kinder verheiratet



Die Kinderrechtsorganisation «Save the Children» warnt vor einer wachsenden Zahl von Mädchen, die bereits im Kindesalter verheiratet werden. Das geht aus einem Bericht hervor, der am Dienstag anlässlich des Weltmädchentags veröffentlicht wurde.

Demnach leben laut den Vereinten Nationen derzeit weltweit rund 700 Millionen Frauen und Mädchen in Ehen, die sie vor ihrem 18. Lebensjahr eingingen. Im Jahr 2050 könnten es bis zu 1.2 Milliarden sein, schätzt «Save the Children». Weltweit werde alle sieben Sekunden ein Mädchen unter 15 Jahren verheiratet.

In Ländern wie Afghanistan, dem Jemen, Indien und Somalia würden Mädchen teilweise bereits im Alter von zehn Jahren verheiratet, heisst es in dem Bericht. Kinderehen seien «der Anfang eines Teufelskreises aus Benachteiligungen». In diesem Teufelskreis würden Mädchen «die grundlegenden Rechte auf Bildung, Entwicklung und Kindsein verwehrt».

Den höchsten Anteil an Kinderehen hat dem Bericht zufolge Indien. Dort seien fast die Hälfte (47 Prozent) der Mädchen unter 18 Jahren betroffen. Am Beispiel Nigerias zeigt die Organisation auf, dass Mädchen aus armen Familien sehr viel häufiger früh verheiratet werden als ihre reicheren Altersgenossinnen. In dem afrikanischen Land seien 40 Prozent der armen Mädchen bereits mit 15 Jahren verheiratet, unter den reichsten Mädchen nur drei Prozent.

Schweiz in den Top Ten

Auch Gewalt, sexuelle Ausbeutung, schädliche Bräuche wie die weibliche Genitalverstümmelung, schlechtere Bildungschancen und unzureichende Gesundheitsversorgung stellen weiterhin Bedrohungen für Mädchen dar.

«Save the Children» hat ein Ranking von 144 Ländern der Welt nach den fünf Kriterien Frühverheiratung, jugendliche Schwangerschaften, Schuldbildung für Mädchen, Frauenanteil im Parlament und Müttersterblichkeit erstellt. Die Schweiz kommt vor allem wegen ihrer geringen Zahl von Parlamentarierinnen nur auf Platz neun. Am besten ergeht es Mädchen demnach in Schweden. Auf Platz 2 folgt Finnland, vor Norwegen, den Niederlanden, Belgien, Dänemark, Slowenien und Portugal.

Häufige Kinderehen in Deutschland

Am schlechtesten schneiden afrikanische Länder südlich der Sahara ab. Den letzten Platz belegt Niger, hinter Tschad und der Zentralafrikanischen Republik. «Die schlimmsten Länder für Mädchen gehören gleichzeitig zu den ärmsten Ländern der Welt», heisst es im Bericht.

Doch auch einige westliche Länder zeigen Schwächen. Beispielsweise ist in Grossbritannien (Rang 15) und den USA (Rang 32) die Zahl der Mädchen, die bereits als Jugendliche schwanger werden, verhältnismässig hoch. In Deutschland, das auf dem zwölften Platz liegt, mangelt es verhältnismässig vielen Mädchen an guter Schulbildung. (ehi/sda/dpa/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Normi 11.10.2016 10:10
    Highlight Highlight Die Partizipation und Repräsentation finnischer Frauen in der offiziellen Politik hat eine bis zur Jahrhundertwende zurückreichende Tradition, weshalb die Veränderungen seit den 70er Jahren weniger einschneidend waren als in den nordischen Nachbarstaaten
  • Karl33 11.10.2016 09:55
    Highlight Highlight "«Save the Children» hat ein Ranking von 144 Ländern der Welt nach den fünf Kriterien Frühverheiratung, jugendliche Schwangerschaften, Schuldbildung für Mädchen, Frauenanteil im Parlament und Müttersterblichkeit erstellt."
    -
    Frauenanteil im Parlament? Dann könnten Sie ja auch den Anteil der Frauen anprangern, die nicht ins Militär müssen... Die Anliegen der Mädchen (wie auch Knaben) unterstütze ich, die weitere feministische Propaganda für die einseitige Bevorteilung der erwachsenen Frauen auf Kosten der Männer lehne ich ab.
  • Ciruzz 'O Milionar 11.10.2016 07:54
    Highlight Highlight "Frauenanteil im Parlament"? Was soll dieses Argument? Politiker/Innen werden demokratisch gewählt, wie soll dies Rückschlüsse auf die Lebensqualität von Kindern bieten? 🤔🤔🤔
    • Karl33 11.10.2016 09:56
      Highlight Highlight Es wäre vergleichbar mit dem hohen Anteil der Männer in körperschädigenden Berufen wie Bauberufen etc.
    • Erasmus von Ottendamm 11.10.2016 10:34
      Highlight Highlight Stark vereinfacht:
      In der Schweiz (z.b. im Vergleich zu Schweden) sind traditionelle Rollenbilder nach wie vor stark vertreten. Z.B.: der Mann ist im Grossteil der Familien der Ernährer. Die Frau eher zu Hause, meistens eher teilzeitarbeitend.
      Wir schneiden zwar nicht allzuschlecht ab. Aber eben gelebte Denkmuster, geben wir unseren Kinern mit.
      Deshalb ist der Umkehrschluss: Wo wenig Frauen im Parlament sind, kandidieren weniger Frauen. Wieso kandidieren "unsere" Frauen nicht häufiger? Weil es in unserer Gesellschaft unüblicher ist und/oder weil man es als Kind so (unbewusst) gelernt hat.
  • Hanslishans 11.10.2016 07:52
    Highlight Highlight "Die Schweiz kommt vor allem wegen ihrer geringen Zahl von Parlamentarierinnen" Wo das Gegenteil hinführt, sehen wir tagtäglich im Bundesrat.
    • Helona 02.06.2017 06:28
      Highlight Highlight Stimmt, unsere 7 Bundesrätinnen können ganz schön anstrengend sein!