Tessin
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Stausee Staumauer Lago di Vogorno am Freitag, 10. August 2012. Der Lago di Vogorno ist ein zur Elektrizitaetserzeugung genutzter Speichersee Stausee im Schweizer Kanton Tessin. Er befindet sich am Ausgang des Valle Verzasca (Verzascatal) bei der Gemeinde Tenero-Contra. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Der Crash ereignete sich in rund 1000 Metern Höhe.  Bild: KEYSTONE

Drohne crasht beim Verzasca-Staudamm in Helikopter 



Zwischenfall beim weltberühmten Verzasca-Staudamm in der Nähe von Locarno. Um 10.20 Uhr sind in rund 1000 Meter Höhe ein Helikopter und eine Drohne in der Luft zusammengestossen, wie SRF mit Verweis auf Polizeiangaben berichtete. 

Nach dem Zwischenfall über dem Verzasca-Staudamm konnte der Helikopter unbeschadet auf die Basis in Locarno zurückkehren. Der Drohnenpilot wurde ausfindig gemacht.

Der Zwischenfall ereignete sich auf rund 1000 Metern über Meer im Verzascatal, wie die Tessiner Kantonspolizei mitteilte. Bei der Untersuchung zeigte sich, dass ein Propellerflügel des in der Schweiz immatrikulierten Helikopter Spuren eines Zusammenstosses mit einem harten Gegenstand aufwies.

Weil jedoch keine Blutspuren gefunden wurden, schlossen die Behörden einen Zusammenstoss mit einem Vogel aus. Ermittler der Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) nahmen Untersuchungen auf.

Pilot ermittelt, Drohne sichergestellt

Die Polizei konnte den Drohnenpiloten in der Nähe des Verzasca-Staudammes ermitteln. Es handelt sich um einen 42-jährigen Schweizer aus dem Kanton Luzern. Er wird laut der Mitteilung beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) gemeldet.

Laut einem Polizeisprecher hätte die Drohne unabhängig von ihrem Gewicht wegen der Nähe zum Flugplatz Locarno-Magadino am Unfallort nicht in die Luft steigen dürfen. Sie sei sichergestellt worden und werde untersucht.

Drohnen unter 30 Kilogramm Gewicht dürfen nach Angaben des Bazl ohne Bewilligung benutzt werden, ausser in Gebieten mit Einschränkungen oder Flugverboten. Der Pilot oder die Pilotin muss allerdings direkten Augenkontakt zu seinem Fluggerät haben.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gregor Bölli 28.05.2018 13:29
    Highlight Highlight Ich glaube sachlicher als mit einer Formel kann ich euren Beitrag nicht kommentieren. Hier nochmals die Beschreibung:
    Wenn der Durchmesser des Helikopterrotors 10 Meter beträgt und sich dieser 10 Mal pro Sekunde dreht, dann hat die Blattspitze am Ende eine Geschwindigkeit von ca 300 Meter pro Sekunde.

    Im Bericht steht, dass die Drohne ohne Schaden gelandet ist.

    Wer sich vorstellen kann was 300 Meter pro Sekunde bedeutet, weis auch dass diese Drohne Totalschaden erlitt. Bin mal gespannt ob mein Kommentar jetzt gepostet wird ;-)
  • oXiVanisher 26.05.2018 02:44
    Highlight Highlight Ich habe zu diesem Thema ein YouTube Video gemacht. Der Inhalt sprengt jedes Kommentarfeld hier:
    Play Icon
  • Joe Smith 25.05.2018 22:36
    Highlight Highlight Ich behaupte jetzt mal, dass viele Drohnenpiloten die Vorschriften gar nicht kennen. Genau deshalb soll ja ein "Drohnen-Brevet" eingeführt werden, damit die Leute die Vorschriften zumindest kennen. (Ob sie sich dann dran halten oder nicht, ist natürlich wieder eine andere Frage.)
    • oXiVanisher 26.05.2018 00:10
      Highlight Highlight Und wie willst du sicher stellen dass genau die, denen das sowieso egal ist und welche das Problem darstellen, das Brevet dann auch machen?
      Genau die werden es dann einfach nicht machen und so fliegen... Dass es grundsätzlich etwas gutes wäre (Brevet), stelle ich nicht in Frage, aber ich glaube das erhoffte Resultat bleibt aus.
    • Kong 26.05.2018 00:11
      Highlight Highlight bin nicht sicher ob für die Nichtkenner das Brevet viel ändert, Profis (bzw Leute mit teurer Ausrüstung) kennen die Regeln eher schon
    • BUDcher 27.05.2018 11:07
      Highlight Highlight Naja, da alle Autofahrer die Prüfung machen müssen, halten sich ja auch alle Autofahrer an die Regeln, oder??
  • Press Any Button 25.05.2018 20:10
    Highlight Highlight Noch nicht erwähnt wurde, ist, dass man beim Flugplatzleiter eine Genehmigung für einen Drohnenflug beantragen kann. Offenbar hat der betreffende Pilot dies versäumt, oder sein Antrag wurde abgelehnt. Ein Flug auf >500m ab Boden wäre auch kaum genehmigt worden.
    Entgegen dem Artikel, gäbe es allerdings, wenn man das VLK genau liest, eine weitere Ausnahme unter bestimmten Voraussetzungen in einer Flugverbotszone legal zu fliegen. Ich persönlich kann diese Ausnahme allerdings weder nachvollziehen noch befürworten.
    Nebst SwissMaps sollte man übrigens auch das DABS vor jedem Flug konsultieren.
  • Gregor Bölli 25.05.2018 20:07
    Highlight Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.
  • Cyman 25.05.2018 19:59
    Highlight Highlight Sorry aber der Polizeisprecher hat ja wohl auch keine Ahnung wenn er sagt "unabhängig vom Gewicht hätte man hier nicht fliegen dürfen". Wenn die Drohne weniger als 500g wiegt darf man sehr wohl im Umkreis von Flugplätzen fliegen. Das Gesetz macht keinen Sinn, ist aber so
    • oXiVanisher 26.05.2018 00:12
      Highlight Highlight Nein, es ist (wie in der Karte vom BAZL ersichtlich) auch ein Naturschutzgebiet (zusätzlich zum 5Km Drohnen-Verbots-Radius). Und in diesen ist das Fliegen grundsätzlich verboten, unabhängig vom Gewicht.
    • Cyman 26.05.2018 15:17
      Highlight Highlight ok wusste nicht vom Naturschutzgebiet dort. Dennoch ist die Aussage des Polizeisprechers falsch, da er das Flugverbot mit dem Flugplatz begründet
    • Nike Norman 28.05.2018 02:52
      Highlight Highlight Dazu komt, dass auch mit <500g jederzeit Sichtkontakt bestehen muss. Zudem hört man doch einen Heli schon von weitem.. Wieso geht man den nicht spätestens dann und zwar wirklich sofort auf eine normale Flughöhe?!
  • Mia_san_mia 25.05.2018 16:40
    Highlight Highlight Der soll hart bestraft werden.
  • riqqo 25.05.2018 16:21
    Highlight Highlight Schade. Wirklich schade.

    Und das ist einen Schlag in die Fresse für Leute, die sich an die Regeln halten. Ich nehme die Drohne gar nicht mehr aus dem Rucksack, weil ich damit sowieso nirgends mehr willkommen bin. Vor allem als junger Erwachsener.

    Aber wenn ich beispielsweise Drohnenaufnahmen vom Caumasee in Flims sehe, könnte ich kotzen. Irgendwelche blöde Influencer brauchen sich nicht an das Flugverbot auf dem Gemeindegebiet zu halten und erhalten dann sogar noch vom offiziellen Flims-Account einen Repost.

    Irgendwie lächerlich sich darüber aufzuregen. Bringt sowieso nichts.
    • Nike Norman 28.05.2018 02:54
      Highlight Highlight Naja, viellecht weil es legal ist bei diesem See zu fliegen? Nur weil irgend ein Dorf ein "Gesetz" erlässt heisst es noch lange nicht das dies auch Gültig ist.
      Nur Kantone können weitere einschenkende Gestze erlassen und ja, sie könnten es an die Gemeinden delegieren. Meines wissens macht das aber kein Kanton..
      Nur gewerbliche Aufnahmen könnten Bewilligungspflichtig sein (siehe Stadt Zürich).
  • 96m_fur 25.05.2018 15:45
    Highlight Highlight Daran müssen wir uns wohl immer mehr gewöhnen müssen, es gibt leider wohl nicht sehr viele Drohnenpiloten die überlegen wo und wie sie fliegen. Hauptsache möglichst schöne Bilder. Ich wäre für eine Lösung ähnlich wie beim Kitesurfen:
    Bestimmte, ausgewählte Lufträume für Drohnen freigeben, an anderen Orten stricktes Flugverbot für Drohnen.
    • Nate Summer-Cook 25.05.2018 16:15
      Highlight Highlight Ja genau. 🙄
      Der Typ hat ja schon gegen die Gesetze verstossen, also was genau sollen schärfere Gesetze gegen solche Idioten nützen? Ich fliege gerne da, wo kein Mensch ist (ja, weil schöne Bilder und Videos), da würden mir solche erlaubten Zonen wenig bringen ausser zusätzliche Gefahr wegen dichterem Drohnenverkehr in diesen Zonen. Es gibt Drohnen für den Spass (racing) und solche für Luftfotografie / -videografie, deine Idee macht Drohnen für letzteres ziemlich nutzlos.
    • Nike Norman 28.05.2018 02:57
      Highlight Highlight Man müsste für Velos auch ein stricktes Fahrverbot erlassen und nur auf ausgewiesenen Strecken freigeben - merkst du was? Wer sich nicht ans Gesetz hält wird sich auch nicht an noch striktere Gesetze halten. Es ist gut, dass die Schweiz im gegenzug zu fast allen anderen Ländern in der EU ziemlich einfach gestrickt ist - aber wie man sieht wird es trotzdem (massiv) ausgenutzt.
  • Phantomflieger 25.05.2018 15:41
    Highlight Highlight idio*e solche drohnenpiloten! Soll mir einer sagen dass er die drohne in 1 km höhe noch gesehen hat!
    Jeder der eine drohne Fliegt, weiss dass man in der Schweiz nur auf Sicht fliegen darf, sowie dass ab 300m über dem Boden der Kontrollierte Luftraum beginnt und man dort mit einer Drohne nichts zu suchen hat!

    Wegen genau solchen, werden die Gesetze immer verschärft, und wir Piloten, die uns strickte an die Regeln halten immer mehr eingeschränkt.

    Merci!
    • nick11 25.05.2018 15:52
      Highlight Highlight Einfach die Hersteller verpflichen die Höhenbeschränkung von 300m unausschaltbar einzustellen sowie die Maximale Distanz zur Drohne, und das Problem wäre gelöst.
    • flying kid 25.05.2018 15:57
      Highlight Highlight Stimme dir in der Kernaussage zu. Aber der kontrollierte Luftraum (Klasse E) beginnt erst ab 2000ft (ca. 600m) über Grund.

      Nichts desto trotz, das war wohl ein generelles Sperrgebiet...
    • EvilBetty 25.05.2018 16:13
      Highlight Highlight 1000 Meter über Meer, nicht über Grund 🙄
    Weitere Antworten anzeigen
  • johnnyenglish 25.05.2018 15:38
    Highlight Highlight Ich hoffe der Drohne ist nichts passiert und sie ist wohlauf.
    • El diablo 25.05.2018 18:29
      Highlight Highlight Ein Rotorblatt dreht sich am äusseren Ende mit (höchstens) Mach 0.94 (Angabe ohne Gewähr), das heisst dass diese Drohne mit beinahe Schallgeschwindigkeit zerfetzt wurde. Die kannst du im Umkreis von 300 Meter zusammen nehmen XD
    • Michi9 25.05.2018 19:37
      Highlight Highlight Hoffentlich wird diese Drohne nicht auch in den USA betrieben, sonst blockiert das NTSB in den Sommermonaten die feinen Grotto‘s
  • roger_dodger 25.05.2018 15:34
    Highlight Highlight Ganz klar in Swiss Maps als Flugverbotszone ausgewiesen. Genau wegen solchen Sachen werden dann auch die Piloten leiden müssen die sich an die Regeln halten.
  • el heinzo 25.05.2018 15:23
    Highlight Highlight Das wird sich häufen, wenn dieser fliegende Plastikmüll nicht bald stringent reglementiert wird. Noch einmal Glück gehabt, Rotorspitze beschädigt, das wahr wohl haarscharf am Desaster vorbei.
    • TrueClock 25.05.2018 15:55
      Highlight Highlight Es gibt ja schon klare Gesetze. Nützt halt nichts wenn man sich nicht daran hält. Ist wie beim Autofahren. Warum gibts Autos in der Schweiz die schneller als 120 fahren?
    • Olaf! 25.05.2018 16:10
      Highlight Highlight "Warum gibts Autos in der Schweiz die schneller als 120 fahren?" Weil es Schweizer gibt, die ihre Autos auch ausserhalb der Schweiz benutzen?
    • dontknow 25.05.2018 16:28
      Highlight Highlight @Olaf!
      Und Drohnen die in der Schweiz gebaut/gekauft wurden, werden auch nur in der Schweiz eingesetzt oder was soll ich aus deiner Aussage schliessen ? Cmon....
    Weitere Antworten anzeigen
  • sherpa 25.05.2018 15:11
    Highlight Highlight Nur noch mehr dieser "Spielzeuge" und deren unfähigen "Piloten" zulassen.
    • x4253 25.05.2018 15:58
      Highlight Highlight Naja, so hoch wie das Ding geflogen ist, handelt es sich nicht mehr "nur" um eine Hobbydrohne
    • Michi9 25.05.2018 19:39
      Highlight Highlight Drohnen sind doch was für Skirennen... oder? 😬
    • Nike Norman 28.05.2018 03:09
      Highlight Highlight @acove: Sag mir mal bitte wie viele Tote es durch diese "Spielzeuge" schon gegeben hat in der CH - dann sag mir doch mal bitte ein anderes "Spielzeug" das weniger Tote gefordert hat - ich garantiert dir, es wird verdammt schwierig!
      Und hier ist es so, dass solche Zwischenfälle nur passieren wenn man sich nicht an geltende Regeln und GMV (Gesunder Menschenverstand) hält! Jeder normale würde spätestens wenn man einen Heli hört SINKEN.

Warum das Nein zur CO2-Flugticketabgabe ein fataler Fehler ist

Der Nationalrat hat’s versemmelt. Im Rahmen der Totalrevision des CO2-Gesetzes hat er die CO2-Abgabe auf Flugtickets bachab geschickt. 

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