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FILE - In this Aug. 27, 2018 photo protesters light fireworks during a far-right demonstration in Chemnitz, Germany. German prosecutors say they have ordered the arrest of six men on suspicion of forming a

Rechtsextreme zünden Pyros an einer Demonstration in Chemnitz, 27. August 2018. Bild: AP/AP

Anschläge auf Ausländer in Chemnitz geplant: 6 mutmassliche Rechtsterroristen festgenommen

Sie sollen bewaffnete Angriffe auf Ausländer und Andersdenkende geplant und in Chemnitz bereits zugeschlagen haben. Nun sind sechs Rechtsextreme festgenommen worden. Es besteht Terrorverdacht.



Die Festnahmen erfolgten am Montag in den Bundesländern Sachsen und Bayern. Die deutsche Bundesanwaltschaft verdächtigt die sechs Männer des Verdachts der Bildung einer rechtsterroristischen Vereinigung.

Wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte, werden zudem mehrere Wohnungen sowie weitere Räumlichkeiten in Sachsen durchsucht. An dem Einsatz sind insgesamt über 100 Beamte der sächsischen Polizei beteiligt.

Die sechs festgenommenen Deutschen sind den Angaben zufolge unter anderem dringend verdächtig, gemeinsam mit dem 31-jährigen Christian K. eine rechtsterroristische Vereinigung namens «Revolution Chemnitz» gegründet zu haben. Christian K., der als zentrale Führungsfigur gilt, war bereits am 14. September wegen besonders schweren Landfriedensbruchs festgenommen worden. Er sitzt seither in Untersuchungshaft.

Wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte, werden zudem mehrere Wohnungen sowie weitere Räumlichkeiten in Sachsen durchsucht. An dem Einsatz sind insgesamt über 100 Beamte der sächsischen Polizei beteiligt.

Die sechs festgenommenen Deutschen sind den Angaben zufolge unter anderem dringend verdächtig, gemeinsam mit dem 31-jährigen Christian K. eine rechtsterroristische Vereinigung namens «Revolution Chemnitz» gegründet zu haben. Christian K., der als zentrale Führungsfigur gilt, war bereits am 14. September von der Staatsanwaltschaft Chemnitz wegen besonders schweren Landfriedensbruchs festgenommen worden. Er sitzt seither in Untersuchungshaft.

Mit Gewalt gegen den Rechtsstaat

Nach den bisherigen Erkenntnissen gehören die Beschuldigten der Hooligan-, Skinhead- und Neonazi-Szene im Raum Chemnitz an und sollen sich als führende Personen in der rechtsextremistischen Szene Sachsens verstanden haben. Spätestens am 11. September 2018 haben sich die Beschuldigten den Ermittlungen zufolge zu der Gruppierung «Revolution Chemnitz» zusammengeschlossen.

Die Männer wollten den Ermittlungen zufolge mit Gewalt gegen den Rechtsstaat kämpfen. Sie sollen Angriffe und bewaffnete Anschläge auf Ausländer und politisch Andersdenkende geplant haben. «Zu den politisch Andersdenkenden zählen die Beschuldigten den Erkenntnissen zufolge auch Vertreter des politischen Parteienspektrums und Angehörige des gesellschaftlichen Establishments», so die Bundesanwaltschaft.

Die Beschuldigten sollen sich bereits darum bemüht haben, sich halbautomatische Schusswaffen zu besorgen. Fünf von ihnen sollen am 14. September bewaffnet mit Glasflaschen, Quarzhandschuhen und einem Elektroimpulsgerät mit weiteren gewaltbereiten Rechtsextremen auf der Schlossteichinsel in Chemnitz mehrere Ausländer angegriffen und verletzt haben.

Ein «Probelauf»

Ein Opfer wurde durch den Wurf einer Glasflasche am Hinterkopf verletzt. Der Übergriff sollte den Ermittlungen zufolge ein «Probelauf» für ein von den Beschuldigten für den 3. Oktober 2018 geplantes, in seinen Einzelheiten aber noch nicht näher aufgeklärtes Geschehen sein.

Die sechs nun Festgenommenen und auch Christian K. sollen im Laufe des Montags und Dienstags dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der über den Vollzug der Untersuchungshaft entscheiden wird.

In der sächsischen Stadt Chemnitz hatte es Ende August rechte Demos und ausländerfeindliche Ausschreitungen gegeben, nachdem ein Deutscher mutmasslich von Asylbewerbern erstochen worden war.

In den Nullerjahren hatte die rechtsextreme Terrorgruppe «Nationalsozialistischer Untergrund» (NSU) mit Morden und Bombenanschlägen eine Blutspur durch Deutschland gezogen. Der NSU-Prozess endete im Juli mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe für die Hauptangeklagte Beate Zschäpe. (sda/dpa)

Rechtsextreme in Chemnitz bedrohen Journalisten

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Video: watson/felix huesmann, lia haubner, marius notter

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • JaneSodaBorderless 01.10.2018 20:19
    Highlight Highlight Artikel ausm Tagi zum Thema:

    https://m.tagesanzeiger.ch/articles/13204889
  • Saraina 01.10.2018 19:21
    Highlight Highlight Nanu? Die „es gab keine Hetzjagden“ Akteure schlafen heute alle etwas länger?
  • Paul_Partisan 01.10.2018 14:24
    Highlight Highlight Wo bleiben die Strafen für die geistigen Brandstifter der BILD, AFD und CSU?!
    • let,s go 01.10.2018 16:28
      Highlight Highlight Was haben diese mit einer Psycho Sekte am Hut?
  • let,s go 01.10.2018 12:44
    Highlight Highlight Solche Leute haben tatsächelich etwa dasselbe Nievau wie Islamisten. Der einzige Unterschied ist wohl, dass sie eine kleine Sekte repräsentiern. Während die Islamisten einer Weltreligion angehören.
  • Yolo 01.10.2018 11:29
    Highlight Highlight Wie sagte der Notizblockmann, als er sich mit Neonazis ablichten lies? "Die überwiegende Mehrheit waren ganz normale Menschen, die gegen die Asylkriminalität und gegen die abgehobene Politik in Berlin demonstrierten"
    • Maracuja 01.10.2018 13:22
      Highlight Highlight Und während damals x-Kommentatoren die armen „besorgten Bürger“ in Schutz nahmen, ist Ihr Kommentar bis jetzt der einzige.
    • Füdlifingerfritz 01.10.2018 14:59
      Highlight Highlight Scheint mir immer noch zu stimmen. Oder sind 6 Personen jetzt "die überwiegende Mehrheit"? Ich erinnere mich mehr als 10 Leute auf den Strassen von Chemnitz gesehen zu haben.
      Fakt ist: Diese Typen um die es im Artikel geht sind Vollidioten. Fakt ist auch: Sie sind zum Glück die Minderheit.

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