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Italien

Vergewaltigungsprozess endet mit Freispruch – weil Frau «männlich» aussah

Vergewaltigungsprozess endet mit Freispruch – weil die Frau «männlich» aussah

12.03.2019, 06:2012.03.2019, 06:20

In Italien hat ein Gericht zwei Männer in einem Vergewaltigungsprozess unter anderem mit der Begründung freigesprochen, das mutmassliche Opfer habe «männlich» ausgesehen. Frauenrechtsaktivistinnen demonstrierten deswegen am Montag vor dem Gericht der Stadt Ancona, wie italienische Medien berichteten.

Justitita
Ach, Justitia.Bild: shutterstock.com

Der Freispruch war bereits im Jahr 2017 erfolgt. Die Begründung wurde aber erst vor Kurzem bekannt, als Italiens oberstes Gericht einen neuen Prozess anordnete.

Eine Peruanerin hatte angegeben, zwei Landsleute hätten 2015 Drogen in ihr Getränk gemischt. Einer der Männer habe sie daraufhin vergewaltigt, während der andere Wache gestanden habe. Die beiden Männer wurden 2016 schuldig gesprochen. Das Berufungsgericht in Ancona hob das Urteil aber im folgenden Jahr auf.

Das Berufungsgericht hielt die Aussagen der Frau aber nicht für glaubwürdig. Vielmehr sei es möglich, dass die Frau selbst den «ausgelassenen» Abend organisiert habe.

Die Männer hätten die Frau nicht einmal attraktiv gefunden, erklärte das Gericht. So habe einer der Männer die Frau mit dem Spitznamen «Wikinger» in seinem Handy abgespeichert - eine Anspielung auf eine «nicht weibliche, sondern eher männliche Figur». «Das Foto in ihrer Akte scheint das zu bestätigen.» Der Fall soll nun vor einem Gericht in der Stadt Perugia neu verhandelt werden. (sda/afp)

Warum Frauen gerade Fotos ihrer Tangas im Netz posten

Video: srf
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