Umwelt
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Von wegen «einfach Schule schwänzen»: 8 Schüler erklären, wieso sie streiken



«Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft raubt.» Heute haben tausende Schüler in mehreren Schweizer Städten für einen radikalen Wandel der Klimapolitik protestiert.

Bild

«Ich chas nöd glaube, dass mär für Fakte münd go streike.» bild: watson

Wir waren vor Ort und haben acht Jugendliche gefragt, warum sie die Schule schwänzen und was sie selbst für einen umweltfreundlicheren Alltag tun.

Elijah, 15

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Video: watson/Chantal Stäubli

Orlando, 16

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Video: watson/Chantal Stäubli

Maddalena, 14 und Noelle, 13

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Video: watson/Chantal Stäubli

Dimitri, 15

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Video: watson/Chantal Stäubli

Malin, 15

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Video: watson/Chantal Stäubli

Jake, 18 und Nina, 18

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Video: watson/Chantal Stäubli

Leonard, 13

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Video: watson/Chantal Stäubli

Delia, 15

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Video: watson/Chantal Stäubli

Diese 29 Plakate zu bedrohten Tierarten zwingen dich hinzuschauen:

Wenn uns die Erde so behandeln würde wie wir sie:

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Video: watson/Knackeboul, Madeleine Sigrist, Lya Saxer

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33
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    Alle Leser-Kommentare
  • Wiederkehr 19.01.2019 20:01
    Highlight Highlight Wenn die Kinder die Schule schwänzen können die Eltern gebüsst werden. Siehe Paragraf 76, Volksschulgesetz ZH. Ich wurde wegen eines verpassten Elterabends von der Polizei verhört, dann vom Statthalteramt Bülach verhört, dann wieder von der Polizei und nach neun Monaten wurde das Verfahren gegen mich eingestellt. Das Verfahren gegen meine Frau lief weitet, beim Bezirksgericht wurde sie verurteilt und jetzt liegt der Fall beim Zürcher Obergericht. Da nur der direkte Vorsatz ersten Grades strafbar ist, bin ich zuversichtlich.
  • Wiederkehr 19.01.2019 19:53
    Highlight Highlight Besonders gefallen hat mir das Plakat auf dem stand: Grosi, was ist Schnee? Zu meiner Zeit erzählten uns die Lehrer, die Wälder würde sterben, bald gäbe es keine Bäume mehr. Und jetzt geht gleich die ganze Welt unter...
  • JP del Grano 19.01.2019 10:41
    Highlight Highlight Wenn Lehrerinnen und Lehrer für bessere Arbeitsbedingungen streiken fragt niemand, weshalb sie nicht in der Freizeit - etwa in den Ferien - demonstrieren. Warum stellt man aber diese Frage den Jungen, wenn sie streikend für ein noch viel schwerwiegenderes Problem eintreten? Liebe SVP: Diese Jungen sind das Volk von morgen, nehmt es bitte ernst - sonst stirbt euer Volk langsam aus. Und mit ihm auch ihr.
    • Grohenloh 20.01.2019 22:55
      Highlight Highlight Wenn die Leher streiken. Dann verweigern sie die Arbeit. Das kann man nicht ausserhalb der Arbeitszeiten tun. Wenn Schüler nicht zur Schule gehen verzichten sie freiwillig auf ein Privileg. Deshalb stellt man diese Frage.
  • AlteSchachtel 19.01.2019 09:54
    Highlight Highlight Liebe Jugendliche macht weiter so!
    Und die Wenigen, welche tatsächlich nur "schwänzen" wollten, die werde beim "Schwänzen" an den Demos eine Menge lernen.

    Bezeichnend finde ich die Haltung der Schulen; da ist der Röschtigraben wieder mal besonders gross.

    Die Schüler in der Romandie (jedenfalls Lausanne, Genf, Neuchâtel und im Jura) werden für ihren Einsatz nicht sanktioniert. Sofern die Eltern mit der Unterschrift ihr Einverständnis geben, gilt die Abwesenheit wegen der Demo dort als normale Absenz. Das ist pragmatisch und pädagogisch weitsichtig. Bravo!



  • wolge 19.01.2019 07:14
    Highlight Highlight Lest unbedingt Reinventing Organizations von Frederic Laloux. Er zeigt auf, dass es auch anders gehen und erst noch wirtschaftlich sehr erfolgreich sein kann
  • Barracuda 19.01.2019 00:23
    Highlight Highlight Was mich auch freut, ist, dass die Rechtsbürgerlichen rumflennen, weil die Jugendlichen wegen dem Klimaschutz und ihrer Zukunft (!) auf die Straßen gehen. So wissen die Jugendlichen auch gleich, mit wem sie es da zu tun haben. So kann man es sich auch verspielen mit einer ganzen Generation an künftigen Wählern 😉
    • Ragnarson 19.01.2019 09:16
      Highlight Highlight Sorry, wollte herzen!! :( <3
  • sunshineZH 18.01.2019 23:56
    Highlight Highlight Das Zepter in der Hand haben die grossen Nationen, es interessiert sich von denen aber niemand für die Schweiz, egal ob Studenten auf die Strasse gehen oder die Juso Müll ablädt und wieder einsammelt...nicht einmal das Klima selber würde es interessieren ob die Schweiz keinen Schadstoffausstoss mehr hätte oder nicht
    • Matrixx 19.01.2019 08:50
      Highlight Highlight Eine Ameise kann einen Bach nicht überqueren.
      Aber sie kann andere Ameisen mobiliseren, die dann zusammenspannen und sich zu einer Brücke verbinden, um den Bach zu überqueren.

      Auch ein kleiner Mensch kann Grosses bewirken. Man muss es nur wollen.
      Und die Schweiz hat eine starke Wirtschaft, die sich mit grossen Nationen messen kann.
  • Safuhr 18.01.2019 23:42
    Highlight Highlight Ich finde es gut das die Jungen sich gedanken über die Umwelt machen. Vieleicht schafft es die zukünftige Generation, meine Generation hat leider versagt. Tut mir leid.
  • Triple A 18.01.2019 23:04
    Highlight Highlight Hoffentlich hat das Signalwirkung! Die Jugend muss in der polit. Auseinandersetzung gestärkt werden. Vorschlag: Stimmrecht ab Geburt (bis 18 wird es dirch die Eltern ausgeübt)!
    • ScottSterling 19.01.2019 07:30
      Highlight Highlight Mit Verlaub: Aber das ist wohl eine der dööfsten Ideen die ich je gehört habe.
    • Triple A 19.01.2019 09:12
      Highlight Highlight In Japan, welches ebenfalls ein Überalterungsproblem hat, wurde dies bei Wahlen in etwa so umgesetzt. Um - im Sinne von „ScottSterling“ noch ein wenig „dööfer“ - aber auch zielführend - zu sein, könnte man die Ausübung der politischen Rechte nur bis zu einem gewissen Alter (80 oder 90?) zulassen oder sie ab diesem Alter von einem Test (analog der Autofahrfähigkeit) abhängig machen. 80 und 90-jährige sollen sich nicht um das Klimaproblem kümmern. Es betrifft sie kaum noch, sie haben kurzfristigere Interessen und die Verhaltensmuster der Vergangenheit taugen nicht, um Zukunftsprobleme zu lösen.
    • sheimers 19.01.2019 15:44
      Highlight Highlight Wenn schon sollen die Jugendlichen selbst abstimmen. Sicher nicht die Eltern zwei mal.
    Weitere Antworten anzeigen
  • poltergeist 18.01.2019 22:28
    Highlight Highlight Vielleicht wächst da wirklich eine weniger verschwenderische Generation heran. Finde es gut dass sie auf die Strasse gehen und hoffe dass sie nicht einfach instrumentalisiert werden.
  • Cédric Wermutstropfen 18.01.2019 22:24
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • _kokolorix 18.01.2019 22:08
    Highlight Highlight Es mutet etwas seltsam an, dass vor dem Abspielen der Videos ausgerechnet eine BMW Werbung für Spass am sinnlosen Autofahren kommt.
    Es zeigt exemplarisch was wirklich schief läuft in dieser Gesellschaft.
    Es zählt Geld, und nur Geld. Deshalb sind wir da wo wir sind, und wir werden weiter auf den Abgrund zugehen solange nur Geld als echter Wert anerkannt wird. Alles, aber auch wirklich alles wird heute für Geld gehandelt. Die Spanne reicht von Kinderporno über Waffen bis zum Atommüll. Solange wir uns nicht solidarisieren und jeder nur für seinen Vorteil schaut, wird sich nichts ändern
    • sunshineZH 19.01.2019 09:19
      Highlight Highlight Autofahren ist nie sinnlos :)
    • Marabamba 19.01.2019 11:31
      Highlight Highlight Das sehe ich auch so... und eine zweite Werbung für noch mehr billig in der Welt rum zu jetten. Wir sind eben schizophrene Wesen 🙁
  • Rasti 18.01.2019 20:53
    Highlight Highlight Darf ich das als Lehrling auch?
    • Juliet Bravo 18.01.2019 22:51
      Highlight Highlight Ja! Nächstes mal findet es extra an einem Samstag statt, damit die Lehrlinge getrost mitmachen können und keine Repressionen befürchten müssen. Macht mit!
    • D_M_C 19.01.2019 00:03
      Highlight Highlight Ja, jeder dem unser Planet am Herzen liegt ist willkommen😇
  • incorruptus 18.01.2019 20:47
    Highlight Highlight Ich bin zwar selbst kein Kantonsschüler mehr - kann mir aber sehr gut vorstellen, dass ich beim nächsten "Streik" auch teilnehmen würde.

    Würde ich gefragt, was ich denn tue, ginge wohl ein noch stärkeres Licht auf, dass ich wohl viel zu wenig mache, obwohl ich auch den Kippschalter betätige wenn ich nicht zuhause bin, Plastik vom restlichen Abfall trenne und fast alle Reisen mit dem Zug absolviere.

    Diese Jugendlichen leisten hiermit einen super Beitrag zum Alltag und ich hoffe, dass das ökologischere Leben zur Mode wird, damit in Zukunft auch ohne finanzielle Einbussen so gelebt werden kann.
  • bokl 18.01.2019 19:18
    Highlight Highlight Gute Interviews mit der wichtigsten Frage. "Was machst du konkret für dem Umweltschutz?".


    Ich gebe gerne zu, dass sich mehr über ihren eigenen Verbrauch reflektiert haben als gedacht. Gratulation.

    Ich habe mehr "Orlando 16" erwartet. Da muss ich ganz klar sagen. Setzen 1 und husch wieder zurück in die Schule. Wer selber sein Verhalten nicht anpasst, hat auch keine Grund zu streiken!

  • Biindli 18.01.2019 19:13
    Highlight Highlight Manche mögen es machen, weil es cool ist dabei zu sein (und zu schwänzen).

    Aber ihr Anliegen ist mehr als nur legitim und ich wünsche ihnen, dass sie die "alten" Entscheidungsträger aufwecken mögen.
  • LarsBoom 18.01.2019 19:04
    Highlight Highlight Tiptop was hier die Jungen machen 👍
    Ich hoffe es wird nicht nur eine Modeerscheinung sein.

    Ps. Vor jedem Video eine Werbung schalten braucht massiv Akku und ist auch nicht gerade gut fürs Klima 😉
    • corsin.manser 18.01.2019 19:33
      Highlight Highlight Irgendwie müssen wir hier ja auch unser Geld verdienen. 😜
    • bokl 18.01.2019 19:36
      Highlight Highlight @Corsin
      Ein Argument für den Streik war ja:

      "Warum Bildung, wenn die Erde eh untergeht?"


      Umgelegt auf Watson:


      "Warum Geld verdienen, wenn die Erde eh untergeht?"

      ;)
    • RandyRant 18.01.2019 19:56
      Highlight Highlight @corsin: Die Leute im Braunkohleabbau übrigens auch... ;)
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Liebe Jugend, merci für den Klimastreik, du bist verdammt grossartig!

Die Demonstrationswelle, die am Samstag die Schweiz erfasste, war in jeder Hinsicht jung. Und gerade deshalb vorbildlich. 

Ich war am Samstag auch an der Klimademo. In Zürich. Im Block der ultrastolzen Eltern quasi. Da waren junge und sehr junge Menschen, die ihre Transparente hochhielten, oft mit einem kleinen Eisbären, oft mit einem Satz über Greta («Greta hat Recht und sie ist erst 16, gopfnomol!»), selten mit einem Scherz («Die Erde ist der einzige Planet mit Bier!»). Wer keine Stecken gefunden hatte, um damit ein Transparent zu basteln, hatte Laserschwerter genommen. 

Ich fragte mich einen Moment lang, …

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