Swisscom
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Schlechte Nachrichten für Swisscom-CEO Urs Schaeppi: Sein Konzern hat einen Prozess verloren (Archivbild).

Nach Pannenserie: Swisscom-CEO Urs Schaeppi muss vor der Nationalratskommission Auskunft geben. Bild: KEYSTONE

Gestern konnten Swisscom-Kunden erneut nicht telefonieren – so erklärt Swisscom die Panne

Die Swisscom hat das Problem der neusten Netzstörungen vom Dienstag gefunden. Doch die vierte Panne in fünf Monaten war eine zu viel: Die Nationalratskommission zitiert die Swisscom-Spitze nach Bundesbern.



Vier Swisscom-Netzstörungen in nur fünf Monaten: Jetzt gerät das Unternehmen unter politischen Druck. Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) will die Pannenserie untersuchen. Weiter lässt die Nationalratskommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) den Swisscom-Chef antraben.

Die KVF habe am Dienstag entschieden, dass sie in der nächsten Sitzung Ende Juni die Swisscom-Spitze zu einer Anhörung einlade, sagte Nationalrat Jon Pult (SP/GR), Kommissionsvizepräsident in der Sendung «Heute Morgen» von Radio SRF.

«Wir erwarten, dass die Swisscom Rede und Antwort steht und auch Transparenz schafft über die Ursachen dieser Pannenserie.» Bei den früheren Pannen Anfang dieses Jahres sei von verschiedenen Ursachen die Rede gewesen: Einmal von einem Hardware-Fehler, einmal von menschlichem Versagen; bezüglich des Ausfalls vom Dienstag wisse man nichts. Zuletzt brachten das Coronavirus und der Homeoffice-Boom das Telefon-Netz der Swisscom ans Limit.

Grund für Swisscom-Panne: Erneuerungsarbeiten an Mobilfunksystem

Der Grund für den 3-Stunden-Ausfall bei Swisscom am Dienstag waren Erneuerungsarbeiten an einem Mobilfunksystem. Kunden seien auf neue Systeme migriert worden, dabei habe «ein unerwartetes Software-Verhalten von Netzwerkgeräten» zu einer Überlast bei der Mobiltelefonie geführt, teilte die Swisscom mit. Unter Einbezug von internationalen Lieferanten arbeite man «mit höchster Priorität an der Analyse, Lokalisierung und Behebung des Fehlers», heisst es in einer Mitteilung der Swisscom vom Mittwoch. Die Komplexität dieser Störung sei sehr hoch gewesen.

Damit dürfte die Sache nicht vom Tisch sein: Bis Ende Juni müsse klar sein, ob es zwischen den Pannen einen Zusammenhang gebe, und ob innerhalb der Swisscom strukturelle Probleme bestünden, sagte Pult im Radio-Interview weiter. «Muss man etwas ändern, damit wir einfach ein stabileres, sichereres Netz haben, das auch ganz wichtig ist für die Sicherheit und auch die Wirtschaft und die Gesellschaft in diesem Land?» Die KVF erwarte, dass die Konzernspitze auch einen Weg in eine bessere Zukunft ohne solche Pannen und solche Netzausfälle aufzeige.

Viel Vertrauen verspielt

Es handle sich um eine Sache, in der Verzögerungen nicht mehr angezeigt seien. «Die Swisscom hat in den letzten Monaten sehr viel Vertrauen verspielt», betonte der SP-Nationalrat. Es müsse funktionieren, dass Swisscom zusammen mit dem Bund und mit der Politik dafür sorge, dass die Schweizerinnen und Schweizer das Vertrauen in das Telefonienetz haben könnten.

Der Bund hält mit 51 Prozent die Mehrheit an der Swisscom. Am Dienstag war das Swisscomnetz während Stunden beeinträchtigt. Gespräche über Mobilnetz für Geschäfts- und Privatkunden waren nicht möglich. Auch Anrufe vom Mobile- wie auch vom Festnetz auf Business Nummern (08xx) und auch auf «Corporate»-Nummern (058) waren teilweise nicht möglich. Die App «Alert Swiss» des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz hatte ausserdem für einige Kantone gemeldet, dass die Notrufnummern nicht mehr über das Handy erreichbar gewesen seien.

«Das kann kein Zufall sein, dass es schon wieder eine Panne gibt.»

Telekom-Experte Ralf Beyeler srf

Telekom-Experte Ralf Beyeler spricht im Interview mit SRF von einem «tiefgreifenderen Problem» bei Swisscom. Er fordert die Konzernleitung auf, transparent über die Pannen zu informieren und schnell Massnahmen zu ergreifen.

Die Swisscom entschuldigte sich auf Twitter für die neuerliche Panne, schrieb aber auch: «Eine Gutschrift aufgrund der Störung ist nicht vorgesehen.»

(oli/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Die turbulente Geschichte des Schweizer Mobilfunks

So würde es aussehen, wenn wir am Telefon ehrlich wären

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

84
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
84Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • chruru 28.05.2020 21:34
    Highlight Highlight Was mich noch interessieren würde:

    - Wieso wurde so was nicht nachts erledigt?

    - Oder wurde es in der Nacht gemacht und die Probleme traten erst später auf?

  • markus greenaway 28.05.2020 05:49
    Highlight Highlight Wäre es nicht so kompliziert, hätte ich schon längst meine x Verträge bei der Swisscom gekündigt und zu viel geschmeidig wirkenderen und massiv günstiger daherkommenden anderen Anbietern gewechselt, aber tja, ich bin halt ein dummer treuer Kunde ;-) ....... und somit meine Familie ja auch.
  • Panic4Clicks 27.05.2020 18:19
    Highlight Highlight Liebe Swisscom, ich bin Kunde und halte zu Euch.

    Aber: Gerade mal 120 Leute halten das Netz aufrecht und beheben Pannen.

    19000 Leute eiern im Marketing, Bullshiting, Pricefinding und Nonsenseing rum.

    Bitte, bitte, macht doch einfach das es läuft und wir verzeihen Euch den ganzen anderen Scheiss ...
  • Quacksalber 27.05.2020 18:06
    Highlight Highlight Konnte ein wichtiges Telefonat nicht führen und war stundenlang abgehängt. Hat mehr Geld gekostet, als der überteuerte Tarif. Und das wegen leichtsinnigen „Umschaltungen“. Danke Swisscom.
  • Victor Paulsen 27.05.2020 17:48
    Highlight Highlight Und dann zahlt man bei denen mehr als bei der Konkurrenz, dafür hat die Swisscom angeblich qualität
  • Smile1nce 27.05.2020 17:45
    Highlight Highlight Ein unerwartetes Software-Verhalten von Netzwerkgeräten = Hat wohl jemand das Passwort gewechselt auf dem Coreswitch und konnte sich nicht mehr einloggen. ;)
  • just sayin' (beleidigende user werden ignoriert) 27.05.2020 17:04
    Highlight Highlight ein staatsbetrieb, welche teilprivatisiert wurde und der bund immer noch 51% in der hand hält, ist halt immer noch ein staatsbetrieb.
  • humpalumpa 27.05.2020 16:19
    Highlight Highlight Der Schäppi soll einfach mal gehen. Eine solche Schlaftablette als CEO geht mal gar nicht.
  • T13 27.05.2020 15:38
    Highlight Highlight "Das beste Netz der Schweiz!"

    Dumm nur dass da nur der Preis aber nicht der Service rankommt was?
    😅
    • just sayin' (beleidigende user werden ignoriert) 27.05.2020 17:01
      Highlight Highlight der preis?!?
  • robo07 27.05.2020 15:12
    Highlight Highlight Miserable Dienstleistung zu überrissenen Preisen. Spare bei der Konkurrenz über 1000 Stutz im Jahr, bekomme ein ebenbürtiges bis besseres Angebot ohne Ausfälle .... Swisscom - Never again.
  • runner99 27.05.2020 15:05
    Highlight Highlight Zuerst Postauto-Skandal, gefolgt vom Beschaffungs-Skandal bei SBB, jetzt Swisscom... Geändert hat sich wenig. Oder Antworten haben wir keine...

    Der nächste wird wohl SRF sein...🙃
  • User01 27.05.2020 14:41
    Highlight Highlight Ich bin immer wieder erstaunt, wenn die Medien dem selbsternannten und umstrittenen Herr Beyeler eine Plattform bieten.
  • Blue64 27.05.2020 14:31
    Highlight Highlight Wechselt im gesamten Swisscom Konglomerat die IT-Belegschaft aus - deren Stanardsätze und -einstellung:
    "Das geht nicht" - "Das ist halt Standard" - "Das kann keiner" - "So haben wir das noch nie gemacht".
    Lauter selbstherrliche, tippresistente, Neuerumgen verweigernde Möchtegernspezialisten...
    • Samurai Gra 27.05.2020 23:37
      Highlight Highlight Das kommt davon wenn das Management alle guten Leute vertreibt und ein Heer an Marketing anstellt
  • Black Cat in a Sink 27.05.2020 13:53
    Highlight Highlight Mein Vorschlag; die Geschäftsleitung wird migriert und eine evtl. unerwartetes Verhalten wir in Kauf genommen. Anschliessend wird das System mit neuer Brainpower rebooted und die Kunden telefonieren im ersten Monat gratis um die Kapazitäten zu überprüfen.
  • Thomas Oetjen 27.05.2020 13:31
    Highlight Highlight Entschuldigt bitte, es war meine schuld. Ich habe um 11.47 Uhr versucht die Swisscom-Hotline anzurufen. Der Mitarbeiter war so gestresst, dass er gleich das ganze Netz ausgeknipst hat.
    • Thomas Oetjen 27.05.2020 16:20
      Highlight Highlight Ich hoffe das Gespräch wurde zu Schulungszwecken aufgezeichnet.
    • Hirngespinst 27.05.2020 20:54
      Highlight Highlight 😂
  • Kanischti 27.05.2020 12:59
    Highlight Highlight 51% gehören dem Bund?
    Wie könnte bei einem Staatsbetrieb ein Wettbewerb mit den anderen Anbietern entstehen?
    Der Bund soll seine Kernaufgaben lösen und weder Telekom- noch andere Firmen besitzen, unter welchen ein echter Wettbewerb stattfinden soll!
    Den Laden ganz privatisieren und dann schauen wie lange sich Swisscom im Markt halten können.
    • Pointer 27.05.2020 13:38
      Highlight Highlight Die Grundinfrastruktur gehört meines Erachtens schon in öffentliche Hände. Daher besser die Swisscom aufteilen.
  • Heinz Meyer (1) 27.05.2020 12:44
    Highlight Highlight Weil EINZIG in der Telekommunikationsbranche "bis zu"-Verträge zugelassen sind, muss die Swisscom keine Entschädigungen bezahlen.
    Wenn ein Autohändler bis zu einem Auto liefern würde ( Was z.B. mit einem Lenkrad schon erledigt wäre ) käme er wegen gewerbsmässigem Betrug hinter Gitter.
    Gleiches Recht für alle: 100% Bezahlung für 100 % Leistung.
  • andy y 27.05.2020 12:43
    Highlight Highlight Die Swisscom hatte einen Ausfall? Und ich hab's nicht mal mit bekommen.
  • humpalumpa 27.05.2020 12:40
    Highlight Highlight Ach der Ralf Beyeler wieder. So einen gibts auch nur eimmal in der CH xD
  • Coffeetime ☕ 27.05.2020 12:29
    Highlight Highlight Wie viele der Kommentierenden (und Parlamentarier) haben effektiv wirklich an einem komplexen IT Projekt schon mitgewirkt? Und nicht nur, um ein kleines Stück Code zu ändern sondern wirklich alle Fäden und Fallen gesehen?

    Die Swisscom deckt viele Bereiche ab, und die Pannen können effektiv unabhängig von einander sein. Die Komplexität in der IT nimmt leider heute zu und alles absichern und testen geht nicht mehr. Personalkosten dafür wären viel zu hoch... bzw. keiner möchte den Preis dafür zahlen.
    • Super8 27.05.2020 13:29
      Highlight Highlight Wenn die Swisscom es nicht im Griff hat, soll sie halt nicht so viele Bereiche abdecken.
    • skynet 27.05.2020 14:16
      Highlight Highlight genau, ein failover system für HW komponenten macht niemand, das bringt ja auch nichts...
      #ironieoff
    • Herr Je 28.05.2020 10:50
      Highlight Highlight Diese Huawei-Hardware ist halt etwas kompliziert, da kann sowas schon (paar) mal passieren...
  • Hierundjetzt 27.05.2020 12:27
    Highlight Highlight Ich habe mich gestern ab der Swisscom „Pressesprecherin“ auf SRF extrem fremdgeschämt.

    Wie kann man nur dermassen peinlich argumentieren.

    Notfallnummer gehen in einigen Kantonen 3h (!) nicht

    Antwort: ja wir begreifen das es zu Unnanehmlichkeiten kam und Kunden nicht zufrieden waren.

    Totalausfall Notfallnummer 117, 118, 144 = Unanehmlichkeit

    Un-an-nehm-lich-keit

    ...wenn einer einen Herzinfarkt hat und der Notruf nicht funktioniert.

    In welcher Blase lebt die PR Abteilung der Swisscom eigentlich?
    • Psychonaut1934 27.05.2020 14:35
      Highlight Highlight Was erwartest du? Lies doch mal die Medienmitteilungen von diesen Medienmenschen. Das klingt alles gleich, egal aus welcher Branche. Typischer 0815 Einheitsbrei, vorgefertigt von einem Taliban in Nadelstreifen. Nach dem Motto „ich höre euch reden aber doch nichts sagen.“
    • The Rogue 27.05.2020 18:10
      Highlight Highlight Guck den Beitrag nochmals... sie hat behauptet Notfallnummern waren nicht davon betroffen, sie waren erreichbar. Stimmt... aber nur nicht aus dem Mobilnetz.
  • juergy 27.05.2020 12:26
    Highlight Highlight Wie wär‘s mit einer Sorry Message an alle Abonnenten liebe Swisscom ??
    • Grubinho 27.05.2020 14:41
      Highlight Highlight So wie bei Southpark?
  • Gurgelhals 27.05.2020 12:24
    Highlight Highlight Und dem FDP-Lobby-Wasserfallen kommt natürlich nichts klügeres (geschweige denn sachbezogenes) dazu in den Sinn als: "Darum brauchen wir halt 5G! 5G! Jetzt erst Recht! 5G! Schon gehört? 5G! Löst alle Probleme! 5G! Sofort und ohne Nebenwirkungen! Hueregeil! (Und Schtart-Öps!)"

    ...

    Warum nur sind unsere Parlamentarier so dumm? 😐

    Und warum nur sind es immer die Dümmsten, die sich immer zuerst vor den Mikrofonen aufbauen müssen? 😐
    Benutzer Bild
  • Mirranda Ma 27.05.2020 12:13
    Highlight Highlight ich glaube, Swisscom hat gelogen. Es war nicht nur volte ungültig, sondern auch normalerweise anrufen. Ich kann nich anrufen unter 2/3/4G network.
  • Hans Jürg 27.05.2020 12:01
    Highlight Highlight «Das kann kein Zufall sein, dass es schon wieder eine Panne gibt.»
    Telekom-Experte Ralf Beyeler srf

    OK. Dann war es wohl Absicht? Hmm... das muss uns dieser Telekom-Experte dann aber näher erklären.
    • wurzelpanzer 27.05.2020 15:50
      Highlight Highlight Es geht darum dass die Swisscom ihre Systeme nicht im Griff hat. Zu viel "Gebastel", unqualifizierte Leute usw. Herr Beyeler will damit sagen dass es nur eine Frage der Zeit ist bis es wieder einen Ausfall gibt.
    • humpalumpa 27.05.2020 16:18
      Highlight Highlight Es wird immer und überall mit einem Ausfall gerechnet! MTBF kennsch?!
    • the Wanderer 28.05.2020 05:47
      Highlight Highlight die MTBF ist bei Swisscom aber extrem kurz, ausserdem sind in der MTBF Konfigurations -oder Parametrierfehler (also Fehler die der Mensch beim Einsatz des Gerätes oder Systemes macht) nicht eingeschlossen.
  • fidget 27.05.2020 11:56
    Highlight Highlight Diese grossflächigen Ausfälle muss Swisscom in den Griff bekommen. Privat ist so ein Ausfall vielleicht weniger schlimm und man ärgert sich darüber, aber in Geschäften kann es unter Umständen gravierende Folgen haben. Ganz zu schweigen vom ausfallenden Notruf. Das ist wohl mit das Schlimmste. Es muss eine Lösung her, dass der Notruf in jeder Situation funktioniert.
  • GetReal 27.05.2020 11:42
    Highlight Highlight Staatsbetrieb mit 0 Anreiz, effizient zu arbeiten. 51% gehören dem Bund... das kann ja nur Nachteile haben.
    • moedesty 27.05.2020 12:36
      Highlight Highlight Stimmt, das gleiche bei der SBB, die bis vor ein paar Jahren das pünktlichste und zuverlässigste Bahnnetz der Welt war. 0 Anreiz und alles faule Menschen diese Bundesangestellten.

      Get Real.
    • roger_dodger 27.05.2020 12:42
      Highlight Highlight Ah so, arbeiten sie selber mit der Swisscom zusammen das sie das beurteilen können? Wir arbeiten mit der Swisscom zusammen und bisher war die Zusammenarbeit eigentlich immer gut. Leider wird die Software auch bei den namhaften Telco-Ausrüstern halt immer mehr in Indien programmiert was wohl nicht zwingend zu höherer Qualität führt.
    • Grubinho 27.05.2020 14:51
      Highlight Highlight @roger_dodger
      Ich habe jahrelang bei der Swisscom gearbeitet, das ist ein Saftladen ohne Konkurrenz. Mein Team war super, Firmen- und Arbeitskultur dafür nicht.
  • bebby 27.05.2020 11:38
    Highlight Highlight Swisscom ruiniert sein Premiumimage im Schnellverfahren. Wer ist noch bereit eine Prämie zu bezahlen, wenn die Qualität nicht mehr stimmt?
    Wenn ich die Konkurrenz wäre, würde ich daraus eine Werbekampagne machen :-)
    • ingmarbergman 27.05.2020 12:11
      Highlight Highlight Tja, die Konkurrenz ist halt leider auch nicht besser. Nur erwartet das dort niemand. Ich war schon bei allen drei Anbietern und Swisscom hat immer noch das beste Netz und beim Service sind Salt und Sunrise sowieso unter aller Sau.
      Der Trick ist, die günstigen Anbieter zu nehmen, die auf dem Swisscom-Netz unterwegs sind. Z.b. Wingo.
    • skynet 27.05.2020 14:24
      Highlight Highlight WINGO, mein Freund, ist Swisscom AG, nicht nur Netz..
  • BlickvonAussen 27.05.2020 11:32
    Highlight Highlight Hier sehen wir wieder die Auswirkungen der menschlichen Werteskala. Im Tierreich ist oft das stärkere oder das erfahrene Mitglied das Alphatier. Bei den Menschen in der Regel derjenige mit der grössten Ignoranz.
    Ospel von der UBS bei der Finanzkrise über die eingekauften Ramschpapiere: Sie waren alle ausgezeichnet von den Ratingagenturen bewertet. Sagt einer Links, dann gehen sie auch blindlings Links. In meiner Schulzeit der Lehrer in Mathe und Physik: Ihr müsst mit einer Schätzung das Schlussresultat noch plausibilisieren. Ospel und Co.: Was ist das, verstehe ich nicht! Hääääääää denken!?
  • luky86 27.05.2020 10:54
    Highlight Highlight Wie wärs wenn statt rumzujammern einfach mal der Anbieter gewechselt wird.
    Ich verstehe nicht wieso soviele sich bei der Swisscom dumm und dämlich bezahlen (Mobile und Festnetz). So hätten die kleineren Anbieter auch eher eine Chance gegen die Swisscom und mehr Geld zur Verfügung um ins Netz zu investieren.
    • Heinz Meyer (1) 27.05.2020 12:46
      Highlight Highlight Leider ist es ja so, dass auch jene die einen anderen Anbieter haben betroffen sind, wenn sie einen Swisscom-Kunden anrufen wollen.
  • ScottSterling 27.05.2020 10:37
    Highlight Highlight Die Swisscom schafft sich ab. War knapp 10 Jahre dort tätig. Zu Beginn eine super Firma, auch ein toller Arbeitgeber. Aber nach einigen Wechseln in der Führung, Reorganisationen im Halbjahrestakt, ging es steil bergab. Sowohl aus Kunden-, wie auch aus Arbeitnehmersicht.
    Ich pflege noch immer Kontakt zu ein paar Mitarbeitern bei der Swisscom und es scheint noch schlimmer zu werden.
  • Bitsundbites 27.05.2020 10:15
    Highlight Highlight Immer wiederkehrende Störungen und Ausfälle im Swisscom Netz ist nicht anderes als die Auswirkung von Outsourcing und entlassen der Spezialisten, Das nächste Abbau Programm läuft sicher schon. Erstaunlicherweise gibt es jedoch bei dem Top 100 Kader kaum ein Abbau.

    Aber egal, Hauptsache die Dividende bleibt bei CHF. 22.-- (+/-4,5% bei aktuellem Kurs) so sind zumindest die Anleger glücklich wenn's die Kunden schon nicht sind.
  • Quacksalber 27.05.2020 09:26
    Highlight Highlight Swisscom muss auf seine Konkurenten zugehen un d auf deren Netz switchen, wenn sie das eigene nicht stabil betreiben können.
  • bruder klaus 27.05.2020 09:25
    Highlight Highlight Ich bin mir sicher, dass wieder gar nichts passieren wird ausser haufenweise bla-bla. Der Bund hat kein Interesse es zu hinterfragen, die Konsequenzen wären viel weitreichender und teurer als sie das wirklich wollen, zumal der Bund zu 50% beteiligt ist. Es wird gleich sein wie bei der SRG und der No-Billag Abstimmung. Zuerst jammern, dann den Bürger zahlen lassen und kräftig verdienen daran. Eigentlich müsste der Bund sich schämen dafür, aber die spielen halt alle auf dem gleichen "Golfplatz" zusammen. Shame on You, kann ich nur sagen.
    • Alfio 27.05.2020 10:51
      Highlight Highlight Ich finde diese halb subventionierten Firme a la Swisscom oder SBB einfach nicht gerecht und nicht fair. Erstens ist es eine Marktverzerrung überall wo der Bund reinredet. Da es hierbei um 2 der grössten Firmen der Schweiz geht, scheint niemand zu stören da es wohl genug Leute gibt die das a)Unterstützung und vor allem b) daran verdienen.
      Zudem können Sie machen was Sie wollen, viel zu hohe Preise, Infrastruktur die nicht passt. Aber da passiert rein gar nichts da eben Aufgrund dieser Konstellation, diese Firmen so immer vom Schutz des Bundes profitieren werden (to big to fail mässig).
    • Hierundjetzt 27.05.2020 12:33
      Highlight Highlight Alfio: Telefon, Eisenbahn, Wasser, Strom und Hochspannungsnetze gehören zu kritischen Infrastruktur der CH und müssen bzw sollen vom Staat betrieben werden.

      Sicher nicht von einem US-Investmentfond (UPC) oder einer Deutschen Firma (Sunrise) oder einem Franz. Baukonzern (Salt)

      Nein, das bleibt und soll so bleiben. Das garantiert *insgesamt* eine sehr hohe Stabilität und funktioniert perfekt. Oder möchtest Du Dein Trinkwasser von Vivendi beziehen? SBB mit Virgin eintauschen?

      Eben.
    • viella 27.05.2020 12:57
      Highlight Highlight @alfio: Mit "halb subventioniert" liegst du bei Swisscom völlig falsch. Hier subventioniert der Staat gar nichts. Im Gegenteil, er streicht jedes Jahr die fette Dividende ein, die er zuvor von der Firma verlangt hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ralck 27.05.2020 09:19
    Highlight Highlight Die Frage wäre, warum es ganze 4 ( V I E R ! ) Störungen braucht, bis die Politik mal eingreift.

    Man kann mit Störungen leben – auch bei überrissenen Preisen. Aber Notruf-Nummern dürfen NIE, NIE, NIE, NIE nicht funktionieren. Da braucht es mehrere Backup-Lösungen, die nacheinander greifen würden. Und die Swisscom hat hier versagt und es ist nur zu Hoffen, dass nicht ein Mensch wegen diesen Problemen zu spät Hilfe bekam!

    In Grund und Boden sollte sich Schaeppi schämen! Eigentlich müsste er gar nicht antraben. Er müsste heute abtreten, wenn sein Lohn durch Verantwortung begründet sein soll.
  • Gurgelhals 27.05.2020 08:58
    Highlight Highlight Naja, jetzt muss halt die permanent in Bern stationierte Lobbyisten-Brigade der Swisscom etwas Überstunden leisten. Im schlimmsten Fall muss halt ausnahmsweise noch der Chef vorbeikommen um in den Ratskommissionen ein paar mal das Zauberwort zu sagen ("Dividenden") und dann renkt sich das wieder ein und alles geht wie gewohnt weiter...
    • Petoman 27.05.2020 11:45
      Highlight Highlight Perfekt auf den Punkt gebracht. 👍

      Wobei der Erbsenzähler (Schäppi) und Dosenhändler (Loosli) ja im Auftrag des Hauptaktionärs schalten und walten.

      Insofern ein bisschen scheinheilig die Empörung der Politik. Die Kohle (Dividende) aus den Sparrunden (Abbau, Auslagerung, Restrukturierung) nahm man gerne an. Dass das Konsequenzen hat sollte eigentlich jedem klar sein.

      Also, liebe Politik: Nid (nume) lose, handle! So könnt ihr einigermassen vertrauenswürdig bleiben.
  • humpalumpa 27.05.2020 08:57
    Highlight Highlight Sparen, sparen, sparen aber die Dividende bitte immer schon identisch halten. sehr viele gute leute haben die Swisscom bin den letzten jahren verlassen. Mit unter ein grund auch der ceo. Ps: habe auch paar jahre bei sc gearbeitet.
  • Arnaldo Urbanetti 27.05.2020 08:50
    Highlight Highlight War etwas anderes zu erwarten, wenn man privatisiert?

    Privatwirtschaftlichen Unternehmen geht es in erster Linie darum Gewinne zu machen. Sie gehen knallhart kalkulierte Risiken, nach dem Motto Gewinne Privat, Risiken&Verluste dem Staat, ein. Ist bei Swisscom nicht anders.
    Swisscom ist technologisch von Know-How und Goodwill Ihrer Privatwirtschaftlichen Zulieferer (Alcatel, Avaya etc.) abhängig. Hoch Verfügbarkeit, redudante parallele Systeme, automatischem Switchover, Business Continuity Konzepte setzten tiefes Know How und hohe Investitionen voraus, was bei Niedrigpreise nicht rendiert.
    • Ryan Bianchi 27.05.2020 09:09
      Highlight Highlight Liegt wohl eher dran dass die Swisscom zum grossem Teil dem Staat gehört.

      Bei den privaten Anbietern gibt es dieses Problem nicht, denn stellt euch vor:

      Private Unternehmem leiden unter unzufriedenen Kunden.
    • Telomerase 27.05.2020 09:20
      Highlight Highlight Naja, über den Sinn der Privatisierung darf man gerne streiten, aber der Bund ist immer noch Hauptaktionär.
    • insert_brain_here 27.05.2020 10:31
      Highlight Highlight Die Swisscom profitiert immer noch davon, dass der durchschnittliche Schweizer sich gar nicht mit alternativen beschäftigen möchte und lieber grummelnd weiterzahlt.
      Die Netze der Konkurrenz sind im Moment stabiler weil sie jünger und daher technologisch und konzeptionell moderner aufgebaut sind. Sobald die mit dem Ausbau zufrieden sind wird auch diese Infrastruktur nach neokapitalistischem Grundsatz solange auf Verschleiss gefahren bis aufgrund sich häufender Pannen der Umsatz einbricht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • eldorak 27.05.2020 08:50
    Highlight Highlight Vielleicht wärs ja jetzt beim vierten Mal angebracht, über eine Fallback Lösung der Notrufsysteme über die anderen Anbieter nachzudenken.
    Wobei man eigentlich bereits nach dem zweiten Ausfall damit hätte anfangen müssen...
    • Holunder 27.05.2020 11:40
      Highlight Highlight Ich meine das steht auf Bundesebene schon länger zur Diskussion. Dazu müssen aber erst Gesetze angepasst werden. Diese Dienstleistung wurde ja mittels Submissionsverfahren an die Swisscom vergeben. Die Vergabe muss neu gesplittet werden können und natürlich dann auch neu Ausgeschrieben werden.
      ... das wird wohl üblicherweise etwas dauern.. 😔
    • maendel 27.05.2020 14:03
      Highlight Highlight Es wäre sogar die Pflicht der Notrufsysteme eine Fallbacklösung zu installieren. Viele von denen machen es sich einfach. Sie stellen sich auf den Standpunkt, dass Swisscom ihnen eine 100% Verfügbarkeit sicherstellen muss. Leider ist es so, dass es keine 100% Sicherheit gibt, genau deshalb diese Fallbacklösung
    • Holunder 28.05.2020 10:50
      Highlight Highlight @maendel
      Wir sprechen hier über eine Konzession die im Submissionsverfahren exklusiv vergeben wurde. Das kann man nicht einfach mal so kurz spitz einseitig ändern ohne das Gesetz zu brechen.

      Klar wären pragmatische Lösungen wünschenswert. Leider muss das Gesetz jedoch erst angepasst werden bevor dies möglich ist.

      Es ist quasi ein klassischer Fall von Eigentor den wir uns hier selber auferlegt haben. Und mit uns meine ich den Staat = das Volk.

      Diese Thematik hätte man natürlich rückwirkend betrachtet schon lange politisch angehen müssen.
  • mrgoku 27.05.2020 08:40
    Highlight Highlight wichtige Frage: Werden nun die Preise dem Leistungsverhältnis angepasst? :P
    • Linksanwalt 27.05.2020 09:14
      Highlight Highlight Wahrscheinlich werden die Preise noch erhöht weil man jetzt nicht mehr die Sparschiene fahren kann…
    • Töfflifahrer 27.05.2020 10:43
      Highlight Highlight Ja aber im Umgekehrten Verhältnis, Leistung down, Preis rauf. Denn der goldene Fallschirm für das Management muss ja irgendwie reinkommen.
    • mrgoku 27.05.2020 10:50
      Highlight Highlight immer diese chronisch negative Einstellung... ach die Schweiz
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Rogue 27.05.2020 08:26
    Highlight Highlight Transparenz und ehrliche Antworten gibt es vom VR nicht mal intern bei der Swisscom und wird es auch nicht vor dieser Kommission geben. Es hat nun Jahre gebraucht bis die strukturellen und Führungsprobleme an die Öffentlichkeit eskalierte. Langsam wird sichtbar wie man den Konzern an die Wand geklatscht hat. Tausende Stellen reduziert aber trotzdem stetig steigernder Gewinn in der Bilanz. Da kann etwas nicht ok sein...

Liechtenstein setzt nun auch auf die SwissCovid-App

Knapp eine Woche nach dem offiziellen Start empfiehlt auch Liechtensteins Regierung ihren Bürgern, die Schweizer Corona-Warn-App zu installieren.

Nachdem die Regierung in Vaduz die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen hat, kann die SwissCovid-App auch in Liechtenstein angewendet werden, wie das Ministerium für Gesellschaft am Dienstag mitteilte. Denn nun gälten die Schweizer Regeln des Proximity-Tracings auch im Ländle.

Laut dem Ministerium wäre eine grenzüberschreitende Nutzung der App für Liechtenstein zwar besonders wichtig. Das sei grundsätzlich auch möglich. Doch noch funktioniere die Koppelung der verschiedenen nationalen …

Artikel lesen
Link zum Artikel