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epa07260651 Democratic Representative from Minnesota Ilhan Omar (2-R), uses the Koran of her late grandfather while posing with new Democratic Speaker of the House Nancy Pelosi (2-L), during the first day of the 116th Congress at the US Capitol in Washington, DC, USA, 03 January 2019.  EPA/ERIK S. LESSER

Ilhan Omar (r.) wird von Nancy Pelosi vereidigt. Jetzt sorgt sie in ihrer Partei für Tumult. Bild: EPA/EPA

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Trump kann sich freuen: Die Demokraten zerlegen sich selbst

US-Präsident Donald Trump wirkt nach mehreren Rückschlägen angezählt. Die Ausgangslage für die Demokraten wäre optimal, doch sie machen sich durch interne Streitereien selbst das Leben schwer.



Für Donald Trump läuft es mies. Da war der Regierungs-Shutdown, für den eine Mehrheit der Amerikaner den Präsidenten verantwortlich machte. Ebenfalls eine Mehrheit lehnt den Bau einer Grenzbefestigung im Süden ab, die Trump durchstieren will. Der gescheiterte zweite Gipfel mit Kim Jong Un offenbarte sein amateurhaftes Verständnis von Diplomatie.

Dazu mehren sich die Indizien, dass der unüblich lange Wirtschaftsboom sein Limit erreicht haben könnte. Das Budget- und das Handelsbilanzdefizit der USA nehmen zu, gleichzeitig scheint Trump bei seinem grossmäulig erklärten «Handelskrieg» mit China einzuknicken. Die Anhörung seines Ex-Anwalts Michael Cohen vor einem Kongress-Ausschuss hinterliess einen verheerenden Eindruck.

epa07413908 US President Donald J. Trump delivers remarks at an event for the National Association of Attorneys General, in the State Dining Room of the White House in Washington, DC, USA, 04 March 2019. Trump used the opportunity to discuss crime, saying the nation needed to 'secure the southern border'.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Dem angeschlagenen Donald Trump kommt der Krach bei den Demokraten sehr gelegen. Bild: EPA/EPA

Das Hearing war ein Triumph für die neue demokratische Mehrheit im Repräsentantenhaus. Die Freude hielt nicht lange. Diese Woche hatte Trumps Gegenspielerin Nancy Pelosi – in Personalunion Vorsitzende der grossen Parlamentskammer und Chefin der demokratischen Fraktion – vielmehr alle Hände voll zu tun, um ihre zerstrittene Partei zusammenzuhalten.

Die «gespaltene Loyalität» der Juden

Die Kontroverse ausgelöst hat die Abgeordnete Ilhan Omar aus Minnesota, eine von zwei Muslimas, die im letzten November ins Repräsentantenhaus gewählt worden waren. Sie hat Israel und dessen mächtige US-Lobbyorganisation AIPAC wiederholt kritisiert. Nun liess sie sich auf Twitter zu Aussagen hinreissen, die als antisemitisch eingestuft wurden.

Erst behauptete Omar, die israelfreundliche Politik der USA sei durch das Geld von AIPAC beeinflusst. Das erinnerte an das üble Klischee der reichen Juden, die sich mit Geld alles kaufen können. Ilhan Omar entschuldigte sich dafür, nicht aber für den Vorwurf an die jüdische Abgeordnete Nita Lowey, sie würde «einem fremden Land die Treue schwören» – gemeint ist Israel.

Ihr Parteikollege Eliot Engel aus New York sprach von einer «üblen antisemitischen Verleumdung». Tatsächlich liess Omar das Stereotyp der «gespaltenen Loyalität» aufleben, das die Juden in ihrer leidvollen Geschichte begleitet hat. Und auf das sie hochgradig sensibel reagieren. Denn von der Unterstellung, Juden seien «Volksschädlinge», führt ein direkter Weg in den Holocaust.

Die Republikaner und ihr angezählter Präsident reagierten mit Genugtuung auf den Tumult bei den Demokraten. Der texanische Senator John Cronyn bezeichnete ihn als «Geschenk». Ähnlich sehen es US-Medien: «Omar hilft Trump aus der Patsche», titelte das Online-Magazin Politico. «Nur etwas kann Trump jetzt retten: die Demokraten», lästerte «Washington Post»-Kolumnist Dana Milbank.

Handzahme Resolution

Jüdische Abgeordnete forderten von Nancy Pelosi eine Resolution, die Antisemitismus eindeutig verurteilt. Am Ende resultierte am Donnerstag ein handzahmes Papier, dass Vorurteile und «hasserfüllte Ausdrücke von Intoleranz» gegen alle möglichen Gruppen anprangert. Der jüdische Republikaner Lee Zeldin aus New York bezeichnete die Resolution als «rückgratlos und widerlich».

Parteikollegen machten sich darüber lustig. Man habe «die Mormonen, die Wiccas und die Zeugen Jehovas vergessen», meinte der Abgeordnete Doug Collins. Dabei sind die Republikaner in Sachen Antisemitismus und Rassismus alles andere als vorbildlich, angefangen bei Donald Trump, der sich während der Ausschreitungen in Charlottesville als Neonazi-Versteher inszenierte.

Die «jungen Wilden»

Gleichzeitig stehen die Republikaner geschlossen hinter ihrem einst ungeliebten Präsidenten, auch wenn sie dabei ihre Werte verraten. Während die Demokraten ihre Divergenzen offen ausleben. Das gilt auch für einen weiteren Aspekt. Ilhan Omar gehört zu den «jungen Wilden» um Alexandria Ocasio-Cortez, die seit den Midterms die amerikanische Politik aufmischen.

Alexandria Ocasio-Cortez

Altgediente demokratische Abgeordnete verfolgen dieses Treiben mit Unbehagen bis Widerwillen. Im Kongress gilt eigentlich ein strenges Anciennitäts-Prinzip. Wer neu anfängt, muss erst einmal hinten anstehen und sich dann sukzessive nach oben arbeiten. Die Neulinge um Ocasio-Cortez, die den Umgang mit Social Media virtuos beherrschen, scheren sich keinen Deut darum.

Demokraten nach links getrieben

Mit radikalen Ideen wie einem Green New Deal oder einer Öffnung der staatlichen Senioren-Krankenkasse Medicare für alle haben sie die Partei bereits nach links getrieben, nicht nur zur Freude der Nomenklatura um Nancy Pelosi. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses versucht, die verschiedenen Interessen unter einen Hut zu bringen, mit gutem Grund.

Zur Erinnerung: Demokraten mit einem linken «Sanders-Profil» haben bei den Midterms in allen umkämpften Wahlkreisen gegen die Republikaner verloren, wenn auch teilweise knapp. Linke Ideen mögen in den USA zunehmend in den Mainstream vordringen und von demokratischen Präsidentschaftskandidaten vertreten werden. Aber sie sind kein sicheres Erfolgsrezept.

Kampf um die Mitte

Die Präsidentschaftswahl 2020 wird nicht in der «Volksrepublik Berkeley» entschieden oder in den Bars am Union Square in Manhattan, in denen Alexandria Ocasio-Cortez noch vor einem Jahr hinter dem Tresen stand. Sondern in den ausgebluteten Industriegebieten von Allentown (Pennsylvania) oder Flint (Michigan). Dem Sieg in diesen Regionen verdankt Trump seine knappe Wahl 2016.

Die mächtigste Frau Amerikas

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Video: srf/SDA SRF

Für die Demokraten steht einiges auf dem Spiel. Sie riskieren, dass etwa die Juden, eine ihrer treusten Wählergruppen, wegen der Antisemitismus-Kontroverse zu Hause bleiben. Oder dass Mitte-Wähler durch den «Sozialismus» abgeschreckt werden. Die Republikaner wittern bereits Morgenluft. Sie sehen eine Chance, die bei den Midterms verlorenen Suburbs zurückzuerobern.

Es dauert noch fast ein Jahr, bis die «heisse Phase» der Präsidentschaftswahl beginnt. Und die Demokraten haben ein starkes Bewerberfeld. Ihre Chance, Donald Trump aus dem Weissen Haus zu verjagen, ist mehr als intakt. Derzeit aber kann der bedrängte Präsident aufatmen. Wenn die Demokraten so weiter machen, verhelfen sie ihm gar noch zur Wiederwahl.

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    Alle Leser-Kommentare
  • DemonCore 10.03.2019 10:56
    Highlight Highlight Die islamisch-antisemitische Zusammenarbeit hat eine lange Tradition. Im Jahre 1944 wurde die 13. Waffen-Gebirgs-Division der SS „Handschar“ (kroatische Nr. 1), hauptsächlich aus bosnischen Muslimen aufgestellt. Der Grossmufti von Jerusalem und arabisch-palästinensische Nationalist Amin als Husseini hat sie auf Einladung Hitlers persönlich inspiziert.
  • destin 09.03.2019 17:28
    Highlight Highlight Die Demokraten sind in der Bredouille: Natürlich hat Ilhan Omar recht. Und weil sie recht hat, darf sie es nicht sagen.
  • User0815 09.03.2019 17:12
    Highlight Highlight Die Aussagen der demokratischen Abgeordnete Ilhan Omar, der zufolge Israel ein Apartheid-Regime sei und die Welt hypnotisiere, unterstützt von illoyalen jüdischen Amerikanern. Was ist daran bitte nicht antisemitisch ?
  • *klippklapp* 09.03.2019 16:30
    Highlight Highlight Vielleicht ist auch einmal wichtig zu erwähnen, in welchem Zusammenhang die momentane Kontroverse in Amerika um die Unterstützung von Israel geht.

    In einigen Bundesstasten wurden so genannte Anti-BDS-Gesetze verabschiedet. Diese sind gegen die Boykott-Bewegung von Israel gerichtet. Im Einzelfall kann es sein, dass man eine Stelle als Beamter nicht bekommt, wenn man nicht unterschreibt, dass man sich nicht an Boykotten von Israel beteiligen wird.
    Illhan Omar hat dies angeprangert und die Frage gestellt, wieso amerikanische Politiker sich für solche Gesetze stark machen.
  • DemonCore 09.03.2019 14:54
    Highlight Highlight Solange die drei abrahamitischen Religionen sich gegenseitig an der Gurgel sind - und das ist leider wegen der in Torah, Bibel und Koran etablierten Theologie, ja Gottes Wort, zwingend erforderlich - solange werden wir nicht in Frieden leben.

    Mit den abrahamitischen Religionenen und dem Zulassen ihrer Ausbreitung hat sich gut die Hälfte der Menschheit selbst schachmatt gesetzt.
    • Thadic 11.03.2019 05:39
      Highlight Highlight Ist denn zum Beispiel Hinduismus besser? Eine Religion in der man je nach dem in welche Kaste man geboren wurde von Anfang an keine Chance hat und auf das vermeintliche nächste Leben hoffen kann?
  • DemonCore 09.03.2019 14:22
    Highlight Highlight Man muss sich fragen ob eine ultra-reaktionäre Religion wie der Islam zur aufgeschlossenenen Linken passt.
  • Schlumpfinchen #notmeus 09.03.2019 14:11
    Highlight Highlight Ilhan Omars Aussagen waren doch nicht antisemitisch. Ausser es ist schon Antisemitismus den Staat Israel und die uneingeschränkte Unterstützung dieses Staates durch die USA zu kritisieren. Israel gibt es einiges vorzuwerfen und es richtig, dass man dies tut. Lobbying und Israel als rein jüdisch und damit schlecht abzustempeln, das wäre antisemitisch.
    Da wünschte ich etwas mehr Differenzierung.
    • Avalon 09.03.2019 19:38
      Highlight Highlight Genau. Omar wird übrigens von vielen US Juden verteidigt, die klar zwischen dem Judentum und dem Staat Israel unterscheiden.
    • User0815 09.03.2019 19:42
      Highlight Highlight Was gibt es denn Was man Israel so vorwerfen kann ? Bitte keine Pallywood Storys
  • Kramer 09.03.2019 13:53
    Highlight Highlight Any news is good news...
    Objektiv gesehen muss Onar Recht geben. Muslime und muslimische Länder darf man oauschal kritisieren, bei deren Abgeordneten darf man die Loyalität in Frage stellen. Aber bei der leisesten Kritik an Isreal und deren Lobby wird man sofort zum Antisemit.
    • wasps 09.03.2019 14:21
      Highlight Highlight Lieber Kramer, so einfach ist das dann halt doch nicht. Bekanntlich hat die Medaille zwei
      Seiten. Und wenn ich sehe, wie die Hetze auf jüdische Mitbürger in ganz Europa (ja, auch in der Schweiz) wieder Hochkonjunktur haben, ist es angezeigt, bei diesem Thema sehr vorsichtig und überlegt zu argumentieren! Und so nebenbei: Es gibt sehr wohl auch viele Israeli, die mit der Politik "ihrer Führer" nichts am Hut haben.
    • User0815 09.03.2019 17:06
      Highlight Highlight Karikaturen über Juden führen nicht dazu, dass Terroristen die Redaktion stürmen und die verantwortlichen Journalisten und Karikaturisten auslöschen.

      Lustig wenn man Muslime ständig in die Opferrolle stellt . Diese aber bei jedem Fliegenschiss Islamophobie schreien. Nur wenn Ihre Religion durch den IS beschmutzt wird liest man keine Kommentare . Nur wenn Israel seine Grenzen verteidigt... dann kommen wieder die Antisemiten ;) merkwürdig , oder?
    • Dirk Leinher 09.03.2019 21:04
      Highlight Highlight @wasps
      Hetze auf jüdische Mitbürger auf Hochkonjunktur?
      Geben Sie mal einige Beispiele wo gegen jüdische Mitbürger gehetzt wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • felixJongleur 09.03.2019 13:34
    Highlight Highlight Muslima mit Kopftuch vs. AIPAC - 🍿
    • Blitzmagnet 10.03.2019 00:57
      Highlight Highlight Hold my beer, I need some popcorn 😂
  • redeye70 09.03.2019 13:22
    Highlight Highlight Wieder mal typisch für die Dems. Die stolpern regelmässig über ihr eigenes Unvermögen. Diese Partei steht einfach nicht zusammen. Hier geht es wohl auch um die Etablierten gegen die Newcomers. Die Chancen Trumps steigen dadurch enorm ☹️
    • rodolofo 09.03.2019 17:35
      Highlight Highlight Was erwartest Du denn?
      Eine Multikulti-Regenbogen-Bewegung funktioniert nun mal nicht so, wie eine militärisch einheitliche, straff auf Disziplin und Gehorsam getrimmte Kampfmaschine "für den Führer"!
      Darum sind ja die Demokraten in der Opposition und die Republikaner an der Macht!
      An die Macht drängeln verantwortungslose Machtmenschen.
      Was für eine Überraschung...
  • Gretzky 09.03.2019 12:40
    Highlight Highlight Das Problem ist nicht Fr. Oman. Was sie sagt ist schlicht die Wahrheit. Das Problem ist, das dass politische System der USA so tod ist wie Knäckebrot
    • sleeper 10.03.2019 14:10
      Highlight Highlight Wahre Worte. Das Konzept des Zwei-Parteien-Systems ist einfach nur absurd... Hier werden soviele verschiedene Interessen unter einem Banner vereint, dass am Ende jeder Einzelne seine eigenen Werte zum Wohle des Ganzen verraten muss, damit einigermassen an einem Strang gezogen werden kann. Ein Mehrparteiensystem wäre natürlich die Lösung, aber wie soll man dort hinkommen? Wenn die Demokraten sich in zwei bis drei Parteienen aufspalten, werden sie über Jahrzehnte hinweg von den Republikanern dominiert werden.
  • Muselbert Qrate 09.03.2019 12:22
    Highlight Highlight Grosse Paralellen zur Schweizer SP
    • Stormrider 09.03.2019 14:45
      Highlight Highlight Nicht unbedingt. Ich habe noch keinen Demokraten sagen gehört, dass er „den Kapitalismus überwinden und die Armee abschaffen“ will. Solch ideologischer Irrwitz käme da nicht einmal den ganz Linken in den Sinn.
    • Magnum44 09.03.2019 14:50
      Highlight Highlight Denke nicht, Levrat wird um einiges längere Ellen als Omar haben. Sollte daher kein Problem sein.
    • bebby 10.03.2019 09:56
      Highlight Highlight @Stormrider: die us Armee funktioniert wenigstens und erfüllt eine Aufgabe...unser Trachtenverein musste sich zum Glück noch nie beweisen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • P. Silie 09.03.2019 12:19
    Highlight Highlight Vor ein paar Tagen noch schrieb ich, dass die Demokraten sich selbst zerfleischen werden (Kommentar wurde nicht gepostet) und es wird noch viel groteskere Züge annehmen. Nach dem Motto 'die Geister die ich rief' wird demnächst alles, was nicht so links wie AOC ist, alles was für den Präsidenten Posten kandidiert, der nicht mindestens Schwarz, LGBTQ+ oder sonst einer Minderheit angehört, öffentlich fertig gemacht. Also ich weiss nicht wie es Euch dabei geht, aber ich schaue mir das mal gemütlich vom Sofa aus an...
    • Chrigi-B 09.03.2019 15:02
      Highlight Highlight Harris musste sich für ihren weissen Ehemann erklären.....
    • Stormrider 09.03.2019 15:51
      Highlight Highlight Das kann man sich gemütlich vom Sofa aus ansehen, solange man nicht vergisst, dass die US Präsidentschaft wahrscheinlich mehr Einfluss auf unser Leben hat als der Bundesrat und das Parlament in der Schweiz. Ausser natürlich man befasst sich nicht mit Volkswirtschaft sondern mit Kuhhörnern und Minaretten und ähnlich irrelevanten Themen. Da sind wir noch voll autonom.
  • Boki Peterson 09.03.2019 11:52
    Highlight Highlight Habe nur auf den Moment gewaret, bis die Demokraten es wieder tun: Sich selber ins Knie schiessen! e voila!
  • TanookiStormtrooper 09.03.2019 11:27
    Highlight Highlight So oft wie Blunschi in letzter Zeit daneben liegt, müssen wir uns also eher keine sorgen um die Demokraten machen.
    • Froggr 09.03.2019 12:49
      Highlight Highlight Wobei, wenn er sogar gegen die Demokraten etwas negatives sagt, dann sollte das schon ernst genommen werden. Dass er Trump und die Republikaner nicht so mag ist ja allgemein bekannt.
    • TanookiStormtrooper 09.03.2019 13:04
      Highlight Highlight Ich glaube kein Journalist ausserhalb von Fox News mag Trump.
    • Froggr 09.03.2019 13:12
      Highlight Highlight Mögen vielleicht nicht. Jedoch schaffen es gewisse einen neutralen Standpunkt einzunehmen. (Ist nicht Fox gemeint)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Erster-Offizier 09.03.2019 11:17
    Highlight Highlight Typisch Blunschi. Hauptsache 'Antisemitismus' schreien, ohne die Fakten zu überprüfen. Dass ihr sowas Journalismus nennt, ist schändlich.
  • Bert der Geologe 09.03.2019 11:10
    Highlight Highlight Die Wahlen werden durch die Oekonomie entschieden. Gehts den Rostbeltleuten nicht besser, als vor Trump, bleiben sie der Urne fern.
  • Bert der Geologe 09.03.2019 11:08
    Highlight Highlight Eigentlich sollte es ganz einfach sein: Antisemitismus im rassistischen Sinne ist schrecklich und nicht zu tolerieren. Kritik am Staate Israel im politischen Sinne sollte nicht mit der Antisemitismuskeule unterdrückt werden. Es wäre auch eine Verharmlosung von Antisemitismus.
    • User0815 09.03.2019 17:09
      Highlight Highlight Wenn ich Erdogan kritisiere oder die Politik in der Türkei werde ich als „Islamophob“ bezeichnet . Komischerweise von den Leuten die gerne mal Israel kritisieren aber dies nicht als Antisemitsmus sehen .
    • Bert der Geologe 09.03.2019 18:12
      Highlight Highlight @User: das tönt nun aber sehr an den Haaren herbeigezogen. Ich denke mal 90% der Menschen in der Schweiz kritisieren Erdogan. Nicht wegen seiner Religion, sondern wegen seiner Auslegung von Freiheit und Demokratie. Da wird dich wohl kaum jemand deswegen als Islamophob bezeichnen.
    • AdiB 09.03.2019 19:12
      Highlight Highlight @user, das selbe gilt für gewiesse leute umgekehrt. Leute die erdogan und türkische regierung kritisieren, würden dich bei kritik an israel einen antisemiten nennen.
      Aber ich glaube ausser gewiesse türken und ein par muslime nennt dich bei kritik an erdogan niemand islamophob.
      Könnte aber sein dass deine kritik webiger mit erdogan und seiner politik als mit dem islam zu tun hat? Wenn dem so ist, dann könntest du wirklich islamophob sein. Obwohl islamophob ist ein blödes wort, eher antiislamit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wasps 09.03.2019 11:00
    Highlight Highlight Die jüdische Gemeinde kann sehr wohl unterscheiden zwischen einem Präsidenten, der sich weder von Neonazis noch KKK-Anhängern distanziert und einer jungen Politikerin, welcher die Worte im Mund verdreht werden.
  • Domino 09.03.2019 10:51
    Highlight Highlight Der GAU könnte erst noch kommen: Hillary Clinton warten den Mueller-Bericht ab und entscheidet dann ob sie kandidieren wird...
    • Domino 09.03.2019 14:20
      Highlight Highlight Ja, im moment kandidiert sie (noch) nicht, da sie die Kandidatur nicht bekantgegeben hat. Nach eigenen Aussagen will sie aber eine aktive Rolle im Wahlkampf einnehmen.
      Dies hat sie am selben Tag gesagt. Und wie wir wissen lügen Politiker nie 😉
    • Vanessa_2107 09.03.2019 17:04
      Highlight Highlight Vielleicht ändert sie noch ihre Meinung.
  • Turi 09.03.2019 10:35
    Highlight Highlight Wenn die Demokraten glauben, mit exklusiver Identitätspolitik punkten zu können, tut ihnen eine Watsche bloss gut.
  • Hayek1902 09.03.2019 10:33
    Highlight Highlight Die demokraten wandern weiter nach links, angetrieben von AOC und co. Der rest der usa tut dies aber nicht, auch wenn dies auf watson gerne sehen würden. Auch die grosse mehrheit der demokratischen wähler sehen sich in tradition von obamas third way und nicht als democratic socialists. Der effekt wird der selbe sein wie damals als die sp die überwindung des kapitalismus zum ziel erklärte. Viele, auch republikaner, mögen trump einen deppen halten, aber wer nicht selber links steht, wird ihn und die republikaner für das kleinere übel halten im wissen, dass bsp die mauer eh nicht gebaut wird. http://,
  • roger.schmid 09.03.2019 10:32
    Highlight Highlight Schon ok so, was momentan im Gange ist, ist eine Erneuerung bei den Demokraten. Der Linke Flügel - der übrigens überhaupt nicht radikal ist - wird nun hoffentlich übernehmen. Da kracht es nunmal ein wenig.
    Schlussendlich werden die Demokraten gestärkt daraus hervorgehen, wenn sie weniger korrupt und abhängig von Superreichen Spendern usw. sind.

    Und bevor wegen dem letzten Satz wegen Antisemitismus kommen will: Damit sind nicht Juden, sondern allgemein Finanzstarke Spender gemeint. Der Anführer des linken Flügels ist Bernie Sanders (jüdisch).
    • wasabitom 09.03.2019 11:34
      Highlight Highlight Wenn der linke Flügel die Macht übernimmt, müssen wir Donald noch mal 4 Jahre ertragen. Bitte nicht!
    • roger.schmid 09.03.2019 11:48
      Highlight Highlight @wasabitom:
      Solle noch einmal der Clinton-Flügel ran?
      Wie gut hat das beim letzten mal funktioniert..?
  • rodolofo 09.03.2019 10:29
    Highlight Highlight Im polarisierenden politischen System der USA entstanden unweigerlich zwei grosse Machtblöcke die "Republikaner" und die "Demokraten", wie es im ultraliberalen Kapitalismus früher oder später zum Duo-Pol und schliesslich zum Monopol kommt, in dem die beherrschenden Wettbewerber den Wettbewerb mit einer "Too Big To Fail"-Macht aushebeln, was dann ihren Wettbewerbsvorteil durch Grösse auch staatskapitalistisch zementiert.
    Der linke SozialistInnen-Flügel der Demokratischen Partei ist ein Spiegelbild der rechten Tea Party-Bwegung.
    Jede Partei braucht Radikale, die für Spektakel sorgen...
  • MrJS 09.03.2019 10:28
    Highlight Highlight Liebe Amerikaner, bildet endlich ein Mehrparteiensystem!
    • Hayek1902 09.03.2019 11:06
      Highlight Highlight Das 2 parteien system wird durch das wahlsystem verursacht. Würde man dies ändern, würden drittparteien gestärkt. Aber weder reps noch dems werden dies logischerweise tun
    • Fanta20 09.03.2019 11:11
      Highlight Highlight Mit deinem kurzen Kommentar ist eigentlich alles gesagt, was es zur US-Politik zu sagen gibt. Trump ist ein Ärgernis, aber letztlich doch nur ein Symptom für tiefer liegende Probleme, welche auch die Demokraten alleine nicht zu lösen vermögen.
    • Alnothur 09.03.2019 18:19
      Highlight Highlight Es hat bereits Bundesstaaten, die das Proporzwahlsystem für Wahlen auf Bundesebene verwenden. Dies zu entscheiden, liegt bei den Bundesstaaten, und solcherlei Dinge zentralisieren zu wollen ist in den USA politischer Selbstmord.
  • Peter R. 09.03.2019 10:24
    Highlight Highlight Die Demokraten versuchen mit dummen und verletzenden Sprüchen sich ins Gespräch zu bringen. Dies wird ihnen nicht helfen, sich gegen Trump stark zu machen. Es braucht fundierte Aussagen welche die Amerikaner beeindrucken.
    • Enzasa 09.03.2019 15:21
      Highlight Highlight Solche fundierten Aussagen wie von Trump ;)
  • N. Y. P. 09.03.2019 10:24
    Highlight Highlight Ilhan Omar hat Israel und dessen mächtige US-Lobbyorganisation AIPAC wiederholt kritisiert.

    mächtige US-Lobbyorganisation ?

    Ziemlich einschüchternd.

    Man darf doch diese Organisation nicht kritisieren. Auch Israel darf man nicht kritisieren.

    Da hat Ilhan Omar nur kurz den Tabudeckel angehoben..
  • Wasser99 09.03.2019 10:24
    Highlight Highlight Was erzählt ihr uns da?! Wie die meisten Polls zeigen, ist Bernie Sanders momentan der populärste Politiker in den USA und hat die besten Chancen, Trump zu schlagen.
    • Magnum44 09.03.2019 11:10
      Highlight Highlight Niemals wird in diesem Land ein "Kommunist" wie Bernie gewählt.
    • Froggr 09.03.2019 11:56
      Highlight Highlight Bernie wird alltersbedingt noch sterben bevor er gewählt werden kann. Schaut ihn mal an!
    • Wasser99 09.03.2019 12:48
      Highlight Highlight Wie gesagt, er führt das Rennen. Schaut euch dazu einfach die Polls an. Letzte Woche hat er ausserdem Kleinspenden in der Höhe von 10 Millionen von über 360000 Einzelpersonen erhalten (Mehrheitlich unter 30CHF/Person), und zu seinen ersten Rallies sind bis zu 30'000 Leute gekommen. Sowas hat's in der Geschichte der USA noch nie gegeben. Zudem hat er 2016 in den Trump-Regionen besonders gut abgeschnitten. Des Weiteren gibt es neu keine Superdelegates mehr in der 1. Runde.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Aerohead 09.03.2019 10:20
    Highlight Highlight Kritik am Staat Israel ist berechtigt. Keine noch so schreckliche Geschichte legitimiert ein Land, aus dem erlittenen Leiden das Recht abzuleiten, anderen ein Leid anzutun. Antisemitismus ist das bestimmt nicht.
    • DemonCore 09.03.2019 13:26
      Highlight Highlight Das Existenzrecht Israels wird von vielen aus der Torah hergeleitet. Gott selbst habe den Juden Israel versprochen. Und die anderen beiden Problemreligionen haben ihre eigenen, inkompatiblen Vorstellungen eines nahöstlichen Bodenmanagements.
    • Asmodeus 09.03.2019 18:02
      Highlight Highlight Niemand spricht Israel ein Existenzrecht ab.

      Man spricht ihnen nur ab sich wie eine Besatzungsmacht aufzuführen, Krieg zu schüren und sich zu benehmen wie die Amerikaner wenn sie irgendwo Öl wittern.



      Was die Torah anbelangt...

      Selbst im Koran steht, dass die Region den Juden gehören würde. Aber wer Landbesitz anhand irgendwelchen 2000 Jahre alten Märchenbüchern beurteilen will, hat den Schuss nicht gehört.
  • John Henry Eden 09.03.2019 10:16
    Highlight Highlight GoT ohne Fantasyelemente.

    Politik war, ist und bleibt ein verlogenes Spiel um Macht, Einfluss und Geld.
  • KoSo 09.03.2019 10:15
    Highlight Highlight genau das was dieser Typ breicht!
    gut gemacht..... 🤦🏻‍♂️
  • Max Dick 09.03.2019 10:12
    Highlight Highlight Ist nicht das erste Mal dass Omar mit anti-israelischen Parolen auffällt. Die Demokraten täten gut daran, sich deutlicher von ihr zu distanzieren. Notfalls sus der Fraktion auszuschliessen.
    • sealeane 09.03.2019 10:51
      Highlight Highlight Scheinbar haben sie die Aussage von ihr nicht verstanden... Kritik ist nicht gleich Antisemitismus... Oder anti-israelische Parolen... Ich verstehe echt nicht warum jegliche kritik an lsrael oder deren Einflussorgana immer mit Antisemitismus gleich gesetzt wird. Dann kann ich auch zu meinem Cheff und sagen jede Kritik ist Mobbing...
    • trio 09.03.2019 11:04
      Highlight Highlight Oder man packt endlich das Problem bei der Wurzel und macht etwas gegen das unsägliche Lobbying. Natürlich sind damit alle Gruppierungen gemeint, welche Politiker kaufen wollen.
    • Max Dick 09.03.2019 11:33
      Highlight Highlight Sie ist gegen die Existenz eines Israels als jüdischen Staat. Also ist sie durchaus Anti-israelisch, und sowas gehört schlicht nicht in eine der beiden staatstragenden Parteien der USA. Schon schlimm genug dass es in Europa salonfähig ist, Israel von der Landkarte zu tilgen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Skeptischer Optimist 09.03.2019 10:11
    Highlight Highlight "Das erinnerte an das üble Klischee der reichen Juden, die sich mit Geld alles kaufen können."

    Das AIPAC Politiker kauft ist kein Klischee, sondern unbestreitbarer Fakt. Die amerikanische jüdische Gemeinde sollte sich von dieser Praxis distanzieren, statt die anti-Semitismus Keule hervor zu holen.
    • DemonCore 09.03.2019 10:20
      Highlight Highlight Dürfen jüdische Amerikaner keine Politiker unterstützen?
    • rodolofo 09.03.2019 10:33
      Highlight Highlight Na gut, sie könnte auch positive Beispiele solcher reichen, jüdischen Sponsoren nennen, wie die George Soros - Stiftung, die sich für Demokratie und Menschenrechte einsetzt.
      Das gefällt dann den "Rechten" und den Faschisten weniger. In Ungarn gilt Soros laut Organischer Regierungpropaganda ja sogar als "Volksfeind Nummer 1"!
    • sealeane 09.03.2019 10:52
      Highlight Highlight Genau... Aber sich hinter der Öpferrolle zu verstecken ist eifacher... Und grenzt langsam an System...
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