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Elektro-Boliden: Schweizer Studenten holen erstmals Doppelsieg in Hockenheim



Grosser Erfolg für den Akademischen Motorsportverein Zürich (AMZ): Das Team der ETH Zürich eroberte in Hockenheim DE erstmals zwei Gesamtsiege. Die Studenten waren in der elektrischen und autonomen Klasse in der «Formula Student Germany» siegreich.

Die beiden AMZ-Fahrzeuge «eiger» und «gotthard driverless» setzten sich am Sonntagabend gegen die internationale Konkurrenz mit 3700 Studierenden aus 115 Teams durch, wie AMZ am Dienstag mitteilte. Es ist der erste Doppelsieg des AMZ in seiner «Formula-Student»-Geschichte, dem weltweit grössten Wettbewerb für Ingenieure.

Akademischen Motorsportverein Zürich

«Eiger», der Elektro-Rennbolide verfügt über ein in der «Formula Student» noch nie dagewesenes aktiv angesteuertes, hydraulisches Fahrwerk. Bild: AMZ

Neben dem Gesamtsieg errangen beide AMZ-Teams zudem den Sieg im Engineering Design: Die Experten aus der Automobilindustrie und dem Motorsport kürten damit die Nachwuchsingenieure zu den Besten in ihrer Kategorie, wie es weiter heisst.

«Eiger», der Elektro-Rennbolide, der über ein in der «Formula Student» noch nie dagewesenes aktiv angesteuertes, hydraulisches Fahrwerk verfügt, kämpfte die ganze Woche mit diversen Schwierigkeiten. Vier elektrische Radnabenmotoren mit einer Gesamtleistung von über 200 PS treiben das nur 166 kg leichte Fahrzeug an. Laut AMZ fielen während des Endurance-Rennens die beiden hinteren Motoren aus – trotzdem setzte er sich knapp durch.

«Gotthard driverless», der sich ohne äussere Eingriffe durch einen von Strassenkegeln markierten Kurs navigieren kann, konnte hingegen stets mit seiner Performance überzeugen und gewann – wie bereits in Italien – auch auf dem Hockenheimring souverän.

Akademischen Motorsportverein Zürich

«Gotthard driverless» kann sich ohne äussere Eingriffe durch einen von Strassenkegeln markierten Kurs navigieren.  Bild: AMZ

Führend in der Weltrangliste

Die «Formula Student» wurde 1981 in den USA gegründet und wird seither jährlich an verschiedenen Orten auf der Welt ausgetragen. Inzwischen treten über 600 Teams mit ihren selbst konstruierten Boliden in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an.

Dabei gewinnt laut AMZ nicht zwangsläufig das Team mit dem schnellsten Auto, sondern jenes mit dem besten Gesamtpaket aus Konstruktion, Rennleistung, sorgfältiger Finanzplanung und Verkaufsargumenten.

65 Studenten

Die «Formula Student Germany» ist dabei der grösste und prestigeträchtigste Anlass in der «Formula Student»: Teams aus der ganzen Welt treten während einer Woche in den drei Kategorien Verbrenner, Elektro und Driverless gegeneinander an.

AMZ besteht aus 65 Studenten der ETH Zürich und der Hochschule Luzern, die das Projekt als Teil ihres Studiums oder parallel dazu durchführen. Sie können so ihr theoretisches Wissen in der Praxis anwenden. Um den langfristig anhaltenden Erfolg sicherzustellen, muss das Team zudem interdisziplinäre Aufgaben wie Marketing, Projekt- und Innovationsmanagement sowie Know-how-Transfer bewältigen, wie es weiter heisst.

Das Schweizer Team macht seit zwölf Jahren in der «Formula Student» mit und gehört zu den Top-Teams. Aktuell liegt AMZ in den Kategorien Elektro und Driverless in der Weltrangliste auf dem ersten Platz. Ausserdem stellte AMZ 2016 den Weltrektor für die schnellste elektrische Beschleunigung auf: «Grimsel» brauchte von 0 auf 100 km/h lediglich 1.513 Sekunden. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Blister 14.08.2018 15:25
    Highlight Highlight Und jeder berichtet über die Genies im Silicon Valley oder die Industriegrössen in (Süd-)deutschland...Der AMZ fährt die Konkurrenz nun schon seit 10 Jahren in Grund und Boden und ist Dauergast als Engineering Design Sieger. Gratulation an die AMZ Generation 2018, auch wenn man dieses Jahr das Wettkampfglück arg strapaziert hat mit all den Ausfällen der Konkurrenz. Aber so ist das halt mit dem Motorsport, immer wieder gut für ein Drama.

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