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Schwarze Ballone mit dem Aufdruck

#Refugees welcome: Das gilt nur für ein paar wenige Schweizer Banken.
Bild: KEYSTONE

#Refugees welcome: Bei diesen Schweizer Banken sind Flüchtlinge und Asylsuchende willkommen

Bei den meisten Schweizer Banken sind Ausländer nicht willkommen. Sie zahlen entweder hohe Gebühren oder können gar kein Konto eröffnen. Wir zeigen, welche Banken wie vorgehen.



«Flüchtlinge haben kein Handy und kein Geld.» Dieses Vorurteil hört man bei uns immer noch oft. Doch die Realitäten haben sich geändert. Wir müssten eigentlich längst begriffen haben, dass viele Menschen, die heute aus ihren Ländern flüchten, nicht mittellos sind und auch nicht sein müssen. (Darüber haben wir bereits mehrfach zum Beispiel hier und hier geschrieben.)

Flüchtlinge haben neben Handys auch Geld, das ihnen gehört, und das sie bei uns auf einem Konto anlegen möchten. Bloss wohin damit? Jede/r, der als Ausländer/in schon einmal versucht hat, in der Schweiz ein Konto zu eröffnen, weiss, wie schwierig es ist, eine Bank zu finden, die ohne Umstände ein Konto für einen Ausländer eröffnet.

Hohe Gebühren

Schweizer mit Wohnsitz im Ausland

Die Mehrheit der Schweizer Banken verlangt einen Aufpreis für Kunden mit Wohnsitz ausserhalb der Schweiz oder Liechtenstein. Davon sind meistens auch Schweizerinnen und Schweizer nicht ausgenommen, die im Ausland leben.

Die Norm sind zusätzliche Gebühren zwischen 120 Franken bis zu happigen 720 Franken pro Jahr. Im Mittel verlangen Schweizer Banken von Auslandskunden rund 300 Franken an Zusatzgebühren pro Jahr und Bankbeziehung. (egg)

Der Finanzdienstleister Moneyland hat eine Zusammenstellung gemacht, bei welchen Schweizer Banken Ausländer und Flüchtlinge ein Konto eröffnen können – und wo nicht.

Fakt ist: Ausländische Staatsangehörige mit den Ausweisen F (vorläufig Aufgenommene), N (Asylsuchende) und S (Schutzbedürftige) sind bei vielen Schweizer Banken nicht oder nur unter Vorbehalt willkommen.

Hier sind alle Privatpersonen mit Ausweispapieren willkommen (auch Flüchtlinge, Asylsuchende und Schutzbedürftige)

Hier sind Flüchtlinge und Asylsuchende mit Einschränkungen willkommen 

Die Restriktiven (für ausländische Kunden ist es praktisch unmöglich, ein Konto zu eröffnen)

Überall gilt: Ohne Ausweis kein Konto

Prinzipiell betonen alle Schweizer Banken, dass sie die geltenden Regulationen und Sorgfaltspflichten einhalten müssen. Dazu gehört die «Vereinbarung über die Standesregeln zur Sorgfaltspflicht der Banken» (VSB). Diese verlangt eine ausreichende Identifizierung des Kunden. Dafür ist ein «amtlich zugelassener» Ausweis nötig. Ohne Identifikationspapiere ist es bei keiner Bank möglich, ein Konto zu eröffnen.

Auf der sicheren Seite: Ausländer mit B- oder C-Bewilligung

«Mit einer Aufenthaltsbewilligung B, einer Niederlassungsbewilligung C oder Diplomatenstatus können ausländische Staatsangehörige bei den meisten Banken ohne Schwierigkeiten ein Konto eröffnen», so Felix Oeschger, Analyst bei moneyland.ch.

(egg)

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