Musig im Pflegidach
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Inbar Fridman & Special Guest Aaron Goldberg bei «Musig im Pflegidach», Muri

Inbar Fridman im «Musig im Pflegidach», Muri Bild: sophie anderhub

Inbar Fridman lässt uns Träume hören

Inbar Fridman und ihre Band überzeugten am vergangenen Sonntag im
«Pflegidach» Muri. Mit special guest Aaron Goldberg an ihrer Seite lieferten sie
einen eindrucksvollen Jazzabend. 

sara wohler*



* Die Autorin ist Schülerin an der Kanti Wohlen. Im Rahmen ihres Deutschunterrichts verfassen die Schüler auch Konzertberichte, die in die Note einfliessen.

Mit ihrer elektrischen Gitarre in der Hand und ihrer kecken Frisur wirkte Inbar Fridman eher wie eine Punksängerin als eine Jazzgitarristin. Der erste Eindruck täuschte jedoch. Mit ihrer feinen, leisen Stimme begrüsste die 40-jährige Israelin das Publikum und stimmte sogleich in ein eher langsames Lied ein. Typisch für Inbars Musik, hatten ihre selbstkomponierten Songs etwas sehr dezentes und wehmütiges an sich. Die lyrischen Klänge, die sie ihrem Instrument entlockte, versetzten ihre Zuhörer an einen anderen Ort in einer anderen Zeit.

Dynamische Begleitung

Für einen musikalischen Kontrast sorgten «Florent Nisse» am Kontrabass und «Stefano Lucchini» am Schlagzeug. Die beiden schafften Kraft und Dynamik, wo Fridman ihre eher verletzliche und sanfte Seite spielen liess. In mehreren Solis demonstrierten sie ihr Können und zeigten während dem ganzen Konzert ein präzises Gefühl für die abwechselnd langsameren und schnelleren Rhythmen der Songs. Kennengelernt hatten sich die drei in Europa, wo Fridman unter anderem mit dem bekannten Schlagzeuger Billy Cobham spielte.

«Normalerweise kann ich mir die Namen der unzähligen Künstler nicht merken, doch Aaron Goldberg blieb mir bis heute im Gedächtnis»

Karin Anderegg, Besucherin im «Musig im Pflegidach»

Special Guest versüsst den Abend

Der special guest Aaron Goldberg, der für sein Talent und seine Fingerfertigkeit in der Jazzwelt bekannt ist, brachte den Abend musikalisch auf das nächste Level. «Normalerweise kann ich mir die Namen der unzähligen Künstler und Künstlerinnen nicht merken, doch Aaron Goldberg blieb mir bis heute im Gedächtnis», so Karin Anderegg, eine treue «Musig im Pflegidach» Besucherin, vor dem Konzert. Auch dieses Mal konnte Aaron den Konzertsaal in seinen Bann ziehen und seinem Titel als special guest definitiv gerecht werden. Vor allem für seine eindrücklichen Improvisationen, die er in Inbar Fridmans Eigenkompositionen einstreute, erntete Goldberg tosenden Applaus.

Inbar Fridman & Special Guest Aaron Goldberg 

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Video: YouTube/Stephan Diethelm

Kennengelernt haben sich die beiden in New York, wo Fridman mehrere Jahre gelebt hatte. Seither pflegen sie eine Verbindung, die man während dem Auftritt regelrecht spüren und durch gegenseitig bewundernde Blicke sehen konnte. 

Reden ist Silber, Zuhören ist Gold

Besonders beim Lied «Big Momo» zog Aaron Goldberg die ganze Aufmerksamkeit auf sich. Der Titel des Songs erinnerte an das kleine Mädchen «Momo» aus der Geschichte von Michael Ende. Das junge Mädchen besitzt eine besondere Gabe: Sie kann gut zuhören. Doch damit ist sie nicht die Einzige, denn auch die Gitarristin konnte dies. Zwischendurch setzte sie sich auf den Stuhl und gab sich der Musik komplett hin. Dabei erschien ein erfülltes Lächeln auf ihrem Gesicht. 

Die Musik ist Fridmans non-verbale Sprache. Sie sei eher introvertiert und drücke sich lieber mit ihrer Gitarre aus als mit Worten, berichtete sie nach dem Konzert im Interview. Ihre Aufgabe als Bandleaderin nimmt sie sehr ernst, möchte Rücksicht auf andere Menschen nehmen und ihnen gut zuhören, wenn sie etwas zu sagen haben. Am einfachsten war es jedoch für das Publikum dem Auftritt zu lauschen, denn an diesem Abend konnte man sogar Träume hören.

Fridman und Goldberg im «Musig im Pflegidach», Muri

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Lass den Jazz raus

Die Schweizer Band The Magnificent Seven haben vergangenen Sonntag im Pflegidach Muri mit Jazzmusik im Bereich der Isorhythmik ein Konzert gegeben. Mit einem gefüllten Saal voller gespanntem Publikum wurde das Pflegidach für 90 Minuten zu einem Ort der Sinnlichkeit und emotionalen Ausdruckskraft.

Genau 6 Jahre und 1 Woche war es her, seit der Komponist das letzte Mal auf der Bühne des Pflegidaches gestanden hatte. Dass sich seither viel ereignet hat, ist nach Auftritten in der Westschweiz, Deutschland und sogar den USA ausser Frage. Stiefel zeigte sich an diesem Abend aber glücklich, wieder in Muri in die Tasten seines Pianos hauen zu dürfen; es käme ihm vor, als seien nur 3 Jahre vergangen, sagte er vor dem Publikum, was zu leichtem Schmunzeln führte.

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