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So beliebt war die EU seit 1983 nicht mehr – vor allem ein Ereignis hat dazu geführt

23.05.18, 07:59 23.05.18, 08:33


Ein Jahr vor der richtungsweisenden Europawahl hat die Zustimmung der Bürger zur Europäischen Union einer Umfrage zufolge ein Rekordhoch erreicht. Mehr als zwei Drittel der EU-Bürger sind demnach der Ansicht, dass ihr Land von der EU-Mitgliedschaft profitiert. In Deutschland liegt der Wert gar bei 75 Prozent.

Das geht aus dem «Eurobarometer» hervor, das am Mittwoch in Brüssel veröffentlicht wurde. Das ist demnach der höchste Wert in Europa seit 1983. Zu diesem Zeitpunkt hatte die EU (damals EG – Europäische Gemeinschaft) noch deutlich weniger Mitgliedstaaten.

Zu Beginn der Euro-Finanzkrise im Jahr 2010 lag der Wert EU-weit noch deutlich niedriger. 53 Prozent der Menschen waren damals der Meinung, dass die EU-Mitgliedschaft ihres Landes vorteilhaft sei. Auch während der Flüchtlingskrise 2015 und 2016 war die Zustimmung zur EU im Vergleich niedriger.

Der Umfrage zufolge übersteigt zudem die Zahl derer, die davon überzeugt sind, dass ihre Stimme in der EU etwas zählt (48 Prozent), die Zahl der Skeptiker (46 Prozent). Diese Entwicklung begann demnach in der zweiten Jahreshälfte 2016, nach dem Votum der Briten, aus der EU auszutreten.

Brexit als «Weckruf»

Protest gegen den Brexit in London: Die Abstimmung in Grossbritannien gilt als Weckruf. Bild: EPA/EPA

Dies habe zu einem «Weckruf» innerhalb der EU geführt, heisst es in der Umfrage. In Deutschland sind sogar 72 Prozent der Befragten der Meinung, dass ihr Wort in Europa Gewicht hat.

Mit Blick auf die politische Gesamtentwicklung in Europa überwiegt allerdings nach wie vor Skepsis. 32 Prozent der Befragten sind demnach davon überzeugt, dass sich die Dinge in die richtige Richtung entwickeln (Deutschland: 38 Prozent). Im Vergleich zu den Vorjahren zeichnet sich allerdings auch hier ein leichter Aufwärtstrend ab.

Ein weiteres Ergebnis des Barometers: Gut ein Drittel der Befragten (32 Prozent) weiss schon jetzt, dass die Europawahl im kommenden Frühjahr ansteht. Sie wird in den einzelnen EU-Staaten vom 23. bis zum 26. Mai 2019 abgehalten - in Deutschland wird am 26. Mai gewählt.

Aller Voraussicht nach wird die nächste Europawahl die erste sein, an der Grossbritannien nicht mehr teilnehmen wird. Der EU-Austritt des Landes ist nämlich bereits für Ende März 2019 vorgesehen. Wegen des Brexits soll die Zahl der Europaabgeordneten im kommenden Jahr von derzeit 751 auf 705 sinken. (sda/dpa)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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    Alle Leser-Kommentare
  • joevanbeeck 23.05.2018 13:38
    Highlight Man nehme 28 Staaten... von denen haben 2 das Sagen ... 10 bezahlen und 18 werden für ihre Mitgliedschaft fürstlich bezahlt. Da wundere ich mich das diese Um-frage für die EU nicht besser ausfällt. Nächster Knack-punkt wird dann die Erhöhung der Nettozahlungen der wegen dem Brexit verbleibenden 9 EU-Finanzier's und was in Italien passiert... die sind ja erstaunlicherweise trotz Rekordverschuldung in Zukunft der 3. grösste EU-Nettozahler.
    3 7 Melden
    • swisskiss 23.05.2018 18:49
      Highlight Es gibt verschiedene Ebenen um die EU zu bewerten. Neben dem technisch - finanziellen Konstrukt, dass seine Schwächen in der Finanzierung anhand des BIP und nicht anderen Kriterien hat, dem Mangel an regulativer und demokratscher Mitsprachemögichkeit der Länder und Bürger, hat der EU Beitritt vieler Länder des Ostens, nach dem Zusammenbruch des Ostblocks, eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Stabilität gebracht, die diese Länder alleine nicht so schnell erreicht hätten.

      ABER: Der Brexit ist nicht ein Weckruf für Bürger, sondern für Brüssel endlich grundlegende Reformen anzugehen!
      5 0 Melden
  • DerSimu 23.05.2018 10:16
    Highlight Nicht dass ich den Brexit gutheisse, aber dee Weckruf war bitter nötig! Jetzt sollten nur noch gewisse Schweizer Politiker endlich aufwachen.
    27 12 Melden
    • Juliet Bravo 23.05.2018 14:55
      Highlight wie meinst du das?
      5 1 Melden
    • DerSimu 23.05.2018 16:31
      Highlight Die EU hat nicht die Universalantwort für alles und jeden. Jedes Land ist ein Biwschen anders. Die Grundidee der EU ist nicht schlecht, die Umsetzung aber eher fragwürdig für mich.
      3 2 Melden
    • Juliet Bravo 23.05.2018 18:46
      Highlight Wie würde denn eine Umsetzung wenn es nach dir ginge aussehen?
      6 1 Melden
    • DerSimu 24.05.2018 13:09
      Highlight @juliet bravo

      Einheitswährung absetzen und freihandel und pwrsonenfreizügigkeit MIT grenzkontrollen. Um nur zwe Probleme zu benennen.
      0 0 Melden
  • Amenokal 23.05.2018 09:25
    Highlight Keine Infos über die Studie? Urheber? Anzahl befragte? Fragen? Auswertung?
    Der Artikel scheint wenig fundierte Informationen zu beinhalten. Kaum glaubwürdig..
    20 24 Melden
    • Marius Egger 23.05.2018 11:42
      Highlight @Amenokal: Die Quelle ist angegeben und verlinkt.
      24 5 Melden
    • Juliet Bravo 23.05.2018 12:25
      Highlight Eurobarometer. Langjärig etabliert und wissenschaftlich einwandfrei.
      17 5 Melden
  • The Destiny // Team Telegram 23.05.2018 09:08
    Highlight Ja weil die Zustimmung zur EU steigt haben die populistischen Parteien ja so stark Zulauf...
    21 24 Melden
    • Juliet Bravo 23.05.2018 12:30
      Highlight Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Wenn z.B. die AfD 10-20% Unterstützer hat, kann doch die Zustimmung unter den restlichen 80-90% trotzdem steigen. Ich sehe den Widerspruch nicht.
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