Interview
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In this Jan. 21, 2015, photo, a man takes a picture of a woman at the AVN Adult Entertainment Expo in Las Vegas. The idea that porn stars might have to wear protection in productions filmed in Nevada generated a buzz among some of the 25,000 attendees collecting autographs from porn stars posing in fishnet stockings and bustiers. (AP Photo/John Locher)

Porno-Shooting: Produktion für ein nachgefragtes Gut.  Bild: John Locher/AP/KEYSTONE

«Bis zu sechs Prozent aller Schweizer sind sexsüchtig»

Sie trauen sich nicht in die Badi, masturbieren bis zu zwanzig Mal am Tag und das sogar am Arbeitsplatz; ein normaler Alltag ist für Pornosüchtige undenkbar. In der Schweiz sind es etwa 300'000 Personen, die unter der Krankheit leiden. Das «Mannebüro Zürich» eröffnet darum jetzt eine eigene Beratungsstelle. Renanto Poespodihardjo, Psychologe für Verhaltenssucht, erklärt im Interview, warum die Krankheit gefährlich ist und behandelt werden muss.

29.06.17, 06:25 29.06.17, 07:50


Renanto Poespodihardjo

bild: zvg

Renanto Poespodihardjo

Leiter der «Ambulanz für Verhaltenssüchte» in den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel.

Herr Poespodihardjo, ist Sex- und Pornosucht eigentlich dasselbe?
RENANTO POESPODIHARDJO:
Bei der Sucht nach Sex meint man meistens die Sucht nach pornografischem Sex. Jemand, der pornosüchtig ist, konsumiert so häufig Pornografie, dass sein Verhalten Auswirkungen auf das normale Alltagsleben, auf den Job oder auf die Beziehungen hat. Pornografiesucht kann psychisch krank machen und zu Depressionen führen.

Ab wie häufigem Pornokonsum spricht man von einer Sucht?
Dafür gibt es keine feste Berechnungsgrundlage. Wenn ein Paar zweimal täglich miteinander Sexualität geniesst und dies für sie das Schönste der Welt ist, ist das völlig in Ordnung. Die Absprache mit dem Partner ist wichtig und ob sich die Menschen in ihrem Verhalten wohl fühlen. Wenn aber die Häufigkeit des Konsums der Person selbst und seinem Umfeld Schaden zuführt, dann ist ein wichtiges Suchtkriterium erfüllt. Die Sucht beginnt, wenn ein Verhalten wiederholend schädigend ist und die Person das nicht mehr stoppen kann.

Was heisst das, man kann es nicht mehr stoppen?
Dass man zum Beispiel während der Arbeitszeit Pornos schauen muss und damit den Job gefährdet. Oder dass man zum Masturbieren Orte aufsucht, die man eigentlich unangenehm findet. Derzeit werde ich auch öfters von Klienten kontaktiert, die es nicht aushalten, ins Schwimmbad zu gehen, weil es dort so viel nackte Haut zu sehen gibt. Problematisch wird auch, wenn das Sexualverhalten gesundheitsschädigend wird. Beispielsweise, wenn jemand oft mit wechselnden Partnern Sex hat, ohne sich dabei zu schützen.

Tabuthema Pornosucht

Die Zahl der Personen, die unter Sex- oder Pornosucht leiden, ist gross. Laut Experten gibt es in der Schweiz rund 300'000 Sexsüchtige. Nur wenige überwinden ihre Scham und begeben sich in die Hände von Therapeuten. Mitunter ein Grund, warum das Angebot von Behandlungsplätzen in der Schweiz noch immer klein ist. Das «Mannebüro Züri» will das jetzt ändern. Noch dieses Jahr erarbeitet die Beratungsstelle ein Konzept, um pornosüchtigen Männern zu helfen. Es soll eine dauerhafte Anlaufstelle entstehen.

Wie unterscheidet sich Pornosucht von anderen Süchten?
Anders als Alkohol- oder Drogensucht, werden bei der Pornosucht keine Stoffe eingenommen. Der Körper wird anders aufgeputscht. Mit körpereigenen Mitteln, sozusagen. Mit der Erregung, Euphorie und dem Rausch werden innere Empfindungen betäubt. Das können psychische Schmerzen sein, Depressionen, Angststörungen oder eine erhöhte Lebensbelastung, die erleichtert ausgehalten werden, wenn man sich zurückzieht und einen Porno konsumiert.

«Anders als Alkohol- oder Drogensucht, werden bei der Pornosucht keine Stoffe eingenommen. Der Körper wird anders aufgeputscht. Mit körpereigenen Mitteln, sozusagen»

Das heisst, wenn jemand pornosüchtig ist, liegt meist schon eine psychische Krankheit oder ein innerer Schmerz vor, der mit dem Rausch betäubt werden will?
Nein, das muss nicht sein. Oft ist es so, dass ein innerer Schmerz, eine Belastung vorliegt und über die Selbstmedikation von Substanzen, über das Glücksspiel oder Pornografie kompensiert werden. Es gibt aber auch Menschen, die kerngesund sind aber in einen Strudel geraten. Zum Beispiel wenn einer das erste Mal ins Casino geht und dort viel Geld gewinnt und sich das Glücksgefühl gut anfühlt. Dann geht er wieder hin und gewinnt nochmals. Und nochmals. Bis er verliert, sich verschuldet und seinen Job verliert.

Ist heute Pornosucht verbreiteter als früher? 
Es gab schon immer Menschen, die süchtig nach Sex waren. Doch als noch Sexheftchen konsumiert wurden, war die Suchtgefahr deutlich geringer. Das Heft war teuer und wenn man es durchgeblättert hat, war es fertig. Heute ist Pornografie ständig und vor allem gratis verfügbar. Für den Konsum kann man sich unbeobachtet in die eigenen Räume zurückziehen. Bei Xhamster, Youporn und dergleichen kann ein Videoclip nach dem anderen abgespielt werden. Es gibt Videovorschläge, die zum Suchprofil passen. Diese Faktoren haben die Suchtgefahr von Pornos erhöht.

Wer ist gefährdet, süchtig nach Pornos zu werden?
Youporn oder Xhamster gehören zu den weltweit am häufigsten angeklickten Internetseiten der Welt. Unglaublich viele Menschen schauen sich Pornos an. Es gibt kaum ein Mann, der keine Pornos schaut und auf drei bis fünf konsumierende Männer kommt eine Frau. Eine Sexsucht kann jeder entwickeln, der eine höhere Verletzlichkeit dafür aufweist.

«Es gibt mehr Menschen, die pornosüchtig sind, als solche die abhängig sind nach Geldspielen.»

Wie verbreitet ist die Krankheit in der Schweiz?
Die Zahlengrundlage ist nicht stabil. Man geht zwischen drei bis sechs Prozent der Bevölkerung aus, die ein hypersexuelles Verhalten aufweist. Die allermeisten Betroffenen sind Männer. Es gibt mehr Menschen, die pornosüchtig sind, als solche die abhängig sind nach Geldspielen. Das ist eine grosse Zahl. Doch nur ein ganz kleiner Teil lässt sich tatsächlich therapieren.

Aus Scham?
Ja klar. Sex und Pornos sind Tabuthemen und die Sucht danach umso mehr. Wenn jemand sich entschliesst eine Therapie zu machen, dann hat er meist schon eine lange Leidenszeit hinter sich. Ein anderes Problem ist, dass viele, die zu mir in die Therapie kommen, gar nicht sexsüchtig ist.

Sondern?
Sie haben Beziehungsprobleme. Oder zumindest Probleme in der Beziehung, weil sie Pornos konsumieren und es nicht diskutieren können.

Wie gefährlich ist Pornosucht?
So gefährlich, wie jede andere Sucht, die chronisch ist und die dazu führt, dass man sein Leben nicht mehr normal führen kann. Wenn man nicht mehr zur Arbeit gehen kann, weil man zwanzig Mal pro Tag masturbieren muss, ist das schlimm. Sexsucht hat ein hohes Gefährdungspotential. Und sie kann auch zu erhöhtem Alkohol-, Drogenkonsum, zu Angst und Depressionen führen.

Inwiefern beeinflusst Pornosucht die Sexualität in der Partnerschaft?
Auf vielfältige Art und Weise. Sexsucht ist eine Erkrankung, die eine intime, verbindende, lebensbejahende partnerschaftliche Sexualität stark belastet bis verunmöglicht. Bei Pornosucht findet die Sexualität singulär und nicht in der Partnerschaft statt. Das führt zu einer Isolierung.

Was kann man gegen Pornosucht tun?
Der wichtigste Schritt ist das Aufsuchen eines Fachpsychologen oder Facharztes und das Lernen darüber zu sprechen. Dann müssen die auslösenden und aufrechterhaltenen Umstände der Sucht ermittelt und aufgezeigt und behandelt werden. Wenn die Pornosucht zu einer Depression geführt haben, muss auch die erkannt und behandelt werden.

Wie gross sind die Therapieangebote in der Schweiz?
Leider klein. Es gibt viele Fachpersonen, die sich mit sexuellen Funktionsstörungen beschäftigen. Es gibt Gynäkologen, Urologen, Sexualtherapeuten, et cetera. Aber Fachpersonen für Sexsucht gibt es erst wenige. Wenn man bedenkt, wie viele Leute in der Schweiz sexsüchtig sind, braucht es dringend eine Sensibilisierungskampagne und mehr Einrichtungen für Therapien.

Jeder fünfte Mann schaut während der Arbeit Pornos – und 19 andere Fakten zum Thema

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36Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Liselote Meier 29.06.2017 18:38
    Highlight 20 mal? Habe mal gelernt, dass mehr als 12x mal am Tag zu viel ist, jedenfalls über einen längeren Zeitraum 😉

    Ab 3:20
    5 0 Melden
  • Pana 29.06.2017 18:05
    Highlight Giggity.
    4 0 Melden
  • Pirat der dritte 29.06.2017 16:58
    Highlight Es ist immer alles eine Frage des Masses! Etwas Porno macht doch Spass... und ist tausendmal mal besser wie Kriegsspiele und Gewalt.
    6 7 Melden
  • égalité 29.06.2017 15:06
    Highlight Dazu ein überaus spannender TedTalk:



    Ist zwar schon ein paar Jahre alt, die präsentierten neurowissenschaftlichen Erkentnisse jedoch (soweit ich weiss) immer noch aktuell.
    9 0 Melden
  • Gummibär 29.06.2017 12:15
    Highlight äxgüsi und wie sexsüchtig sind Schweizerinnen ?
    Wie stehen wir im internationalen Vergleich da ?
    Gibt es Zahlen für den Vatikan ?
    17 21 Melden
  • Lord_ICO 29.06.2017 11:54
    Highlight Alter Falter, bei 20 Selbstmanipulationen am Tag, muss der Betroffene ja einen mächtigen Tennisarm entwickeln😂
    63 2 Melden
    • HAL9000 29.06.2017 15:36
      Highlight Der Orgasmus muss ebenfalls eher enttäuschend ausfallen...
      Ich frag mich ob da nicht sogar Hornhaut am Stängel produziert wird...
      31 1 Melden
  • John Smith (2) 29.06.2017 11:42
    Highlight Und nie vergessen: Zu masturbieren führt zu Rückenmarkschwindsucht. Daher: http://s3-eu-west-1.amazonaws.com/lookandlearn-preview/M/M527/M527354.jpg
    10 4 Melden
    • Karl33 29.06.2017 11:59
      Highlight dafür weniger prostatakrebs.
      16 2 Melden
  • The Kurt 29.06.2017 10:36
    Highlight Ruhig Blut: Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass der Pornokonsum erst dann problematisch wird, wenn man am Tag mehr Zeit damit verbringt, als Renanto Poespodihardjo beim Buchstabieren seines vollen Namens beim Hotel Check-in.
    52 5 Melden
  • hueberstoebler 29.06.2017 10:35
    Highlight Guter Artikel.
    Was irgendwie aber fehlt ist die Angabe einer Anlaufstelle, wie sie sonst bei Alkohol oder anderen Drogen immer vorhanden ist.
    30 2 Melden
  • Karl33 29.06.2017 10:03
    Highlight 300'000 Personen in der Schweiz masturbieren gemäss Experten mehr als 20 mal pro Tag. Wäre noch hilfreich zu wissen, wie diese Experten auf diese Annahme kommen.
    44 4 Melden
  • Scaros_2 29.06.2017 10:03
    Highlight 20x am Tag? Das ja ordentlich reibung im spiel....ist da nicht alles aufgeschürft und wund? :D

    Also ich bin ja auch nicht unglücklich wenn man mit der Frau es 3-5x am Tag macht nur das ist schon auch anstrengend über längere zeit.
    27 6 Melden
  • Knäckebrot 29.06.2017 09:45
    Highlight Danke für diesen äusserst wichtigen Artikel.

    Im Zuge der sexuellen Revolution und weitgehenden "Entklemmung" seit der 68er Bewegung, ging die Gesellschaft immer weiter. Was in in diesem Bereich irgendwie einschränkend sein könnte, wurde als christlich gesetzlich verworfen. Immer mehrere merken, dass gewissenlose Partnerwechsel, Porno, etc. doch gefangen macht (bin in Sozialer Arbeit tätig und bekomme heftigstes mit). Die Gesellschaft meint frei zu sein, dass sie Sexualität auslebt, wie sie will und merkt langsam, dass sie gefangen ist und sie auslebt, wie sie unterdessen muss...
    17 24 Melden
  • Stigs 29.06.2017 09:28
    Highlight Macht mal ein pol über wieviel mal man selbst in der Woche masturbiert
    25 5 Melden
    • amade.ch 29.06.2017 20:45
      Highlight Ein Nord- oder ein Südpol?
      10 1 Melden
  • Ruefe 29.06.2017 09:01
    Highlight Ich finde es gut gelangt das Problem in den öffentlichen Diskurs. Das Internet hat den Prozess der sexuellen Reife komplett auf den Kopf gestellt. Wenn man mit Internet-Pornographie aufwächst werden automatisch andere Erwartungen an den Geschlechtsakt entwickelt, unabhängig von den wahrenBedürfnissen der Beteiligten.
    43 10 Melden
    • Fabio74 29.06.2017 09:59
      Highlight Ich hoffe immer noch, dass Heranwachsende erzogen und aufgeklärt werden und dass klar gemacht wird, dass Film nicht gleich Realität ist
      17 3 Melden
  • dracului 29.06.2017 08:47
    Highlight Das primäre Ziel jeder Therapie ist die erneute Eingliederung und nicht die Heilung. Es gibt viele Graustufen des Konsums, auch wenn wir immer nach Grenzen suchen und die Personen jenseits bemitleiden: So schlimm ist es bei mir längst noch nicht! Pornografie ist eine Seuche, die sich tief in die Normalität gefickt hat. Die Auswirkungen der Pandemie sind wenig erforscht, aber die erworbenen Bilder verhindern eine eigene, erfüllende Paarsexualität. Für junge Leute sind Pornos die ersten Begegnungen mit Sexualität - traurig. Und Politiker kämpfen lieber gegen Aufklärung und für die richtige Ehe.
    25 21 Melden
    • moedesty 29.06.2017 11:53
      Highlight Oder noch besser: Ärsche und Titten.
      14 3 Melden
  • blueberry muffin 29.06.2017 08:33
    Highlight Fast jeder 10te Sexsüchtig? Klingt nach arger über Diagnose.
    42 8 Melden
    • Platonismo 30.06.2017 00:29
      Highlight Klingt nach arger Subventionssucht...
      1 0 Melden
  • bokl 29.06.2017 08:25
    Highlight Geschätzte Sex % sind süchtig nach Sex. Was für ein Zufall ...
    28 3 Melden
  • wir-2 29.06.2017 07:13
    Highlight 4 Dinge die sich ändern könnten. Das wäre die richtige Überschrift. Meldet euch mit diesem Thema bitte erst wieder wenn etwas konkretes umgesetzt ist.
    4 21 Melden
  • DerTaran 29.06.2017 07:09
    Highlight Schon nach dem ersten Satz konnte ich ihn nicht mehr ernst nehmen (und hab aufgehört zu lesen)? 2 * am Tag ist noch in Ordnung? Echt jetzt?
    12 47 Melden
  • moedesty 29.06.2017 06:58
    Highlight versucht mal euren penis wenn er halb-hart ist über die tischkante zu schlagen. dabei laut "mei, mei!" rufen. das hat bei mir geholfen.
    66 11 Melden
    • FrancoL 29.06.2017 10:03
      Highlight Was hat das mit der MassenEinwanderungsInitiative zu tun?
      37 2 Melden
    • moedesty 29.06.2017 11:52
      Highlight Haha. Hätte ich es mit "a" geschrieben, hättest du wohl gesagt: "Wieso nicht April, April!?"
      19 0 Melden
    • Hugo Wottaupott 29.06.2017 12:31
      Highlight jaja und nachher die nachbarn zum znacht einladen und an dem tisch essen gell...
      9 2 Melden
    • moedesty 29.06.2017 13:16
      Highlight Ja, wenn die Nachbarn kommen, mache ich immer eine feine Béchamel-Sauce. Die gehen danach immer happy nach Hause.
      9 3 Melden
    • SemperFi 29.06.2017 21:08
      Highlight @moedesty: Also wenn meine Nachbarn kommen, bin ich ehrlich gesagt lieber nicht dabei...
      7 0 Melden
    • moedesty 30.06.2017 08:54
      Highlight Du hast ja meine Nachbarinnen noch nie gesehen.
      0 2 Melden
    • SemperFi 30.06.2017 11:12
      Highlight @moedesty: Nein, Du aber meine auch nicht 😂
      1 1 Melden
  • rodolofo 29.06.2017 06:45
    Highlight Immerhin haben dieses Sex-Süchtigen -wie wir einem anderen Artikel auf Watson entnehmen konnten- ein geringeres Risiko, an Prostata-Krebs zu erkranken...

    Das Sucht-Verhalten kann wirklich als eigentliche Schwachstelle der Menschlichen Spezies bezeichnet werden!
    In einer Sucht versuchen Menschen, einen grundlegenden Mangel von Körperlicher Nähe und Seelischer Zuneigung durch etwas zu kompensieren, was zwar kurzzeitig Befriedigung verschafft, den Mangel aber nicht behebt, sondern sogar noch verstärkt!
    So werden Süchtige immer einsamer und ungeliebter.
    Sie gehen langsam und qualvoll zu Grunde.
    27 5 Melden

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