Donald Trump
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Karen McDougal spricht auf CNN über ihre angebliche Affäre mit Donald Trump

Karen McDougal spricht auf CNN über ihre angebliche Affäre mit Donald Trump. Bild: CNN

Trump, das Playmate und die «National Enquirer»-Connection

Ein ehemaliges «Playboy»-Model darf über seine Affäre mit Donald Trump auspacken. Pikant an der Geschichte ist weniger der Sex, als verdeckte Wahlhilfe eines Skandalblatts für Trump.



Donald Trumps Karriere ist mit Affären gepflastert, auch sexueller Natur. Eine solche wird nun zu einer weiteren Belastung für seine Präsidentschaft. Das ehemalige «Playboy»-Model Karen McDougal behauptet, in den Jahren 2006 und 2007 eine zehnmonatige Affäre mit Trump gehabt zu haben. Nun darf sie mit dieser Geschichte ungestraft an die Öffentlichkeit gehen.

Die 47-Jährige erzielte eine Einigung mit dem Medienunternehmen American Media Inc. (AMI). Dieses hatte einige Monate vor der Präsidentschaftswahl 2016 die Exklusivrechte an McDougals Geschichte für 150'000 Dollar erworben, diese aber nie veröffentlicht. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte, Karen McDougal sei von ihrer Schweigepflicht entbunden worden.

FILE - This July 12, 2017, file photo shows the cover of an issue of the National Enquirer featuring President Donald Trump at a store in New York. Karen McDougal, a former Playboy model who said she had a 10-month affair with President Donald Trump, settled her lawsuit Wednesday, April 18, 2018, with a supermarket tabloid over an agreement that prohibited her from discussing the relationship publicly. (AP Photo/Mary Altaffer, File)

Der «National Enquirer» ist sehr Trump-freundlich. Bild: AP/AP

McDougal zeigte sich erleichtert, dass sie nun «die Wahrheit über ihre Geschichte» erzählen könne, wenn sie gefragt werde. Anwälte des Ex-Playmates hatten im März Klage gegen das Mutterhaus des Skandalblatts «National Enquirer» eingereicht. Sie erklärten, ihre Mandantin sei in die Irre geführt worden. Das Unternehmen habe nie vorgehabt, die Geschichte zu veröffentlichen.

Ein guter Freund von Donald Trump

Laut der «New York Times» konsultierte Trumps Anwalt Michael Cohen, der mittlerweile ins Fadenkreuz der New Yorker Staatsanwaltschaft geraten ist, den Chef von AMI, David Pecker. Dieser habe darauf beschlossen, die Geschichte zum Schutz Trumps nicht zu veröffentlichen, schreibt die Zeitung. Trump, ein Freund Peckers, hat eine Affäre mit McDougal bestritten.

Hier wird es definitiv pikant. Der «National Enquirer», der an jeder Supermarktkasse in den USA aufliegt, ist berüchtigt dafür, jede noch so halbgare Skandalgeschichte breitzuschlagen. Einmal gelang dem Klatschblatt ein veritabler Scoop mit der Enthüllung, dass der ehemalige demokratische Präsidentschaftskandidat John Edwards ein uneheliches Kind gezeugt hatte.

In der Regel aber bewegen sich die Storys im «Enquirer» in der Grauzone, wenn sie nicht völlig erfunden sind. Umso erstaunlicher wirkt der Verzicht auf die Veröffentlichung der Trump-Affäre. Grund dafür sei die Freundschaft zwischen Verleger David Pecker und Donald Trump, schreibt die Zeitschrift «New Yorker». AMI habe den Republikaner im Wahlkampf regelrecht «beschützt».

Berufung auf Meinungsfreiheit

«Ohne seine Einwilligung haben wir nie ein Wort über Trump veröffentlicht», sagte ein ehemaliger AMI-Redaktor dem «New Yorker» über Pecker. Die Anwälte des Verlags wehrten sich gegen Karen McDougals Klage mit dem Argument, das Recht auf freie Meinungsäusserung beziehe sich auch darauf, eine Geschichte nicht zu veröffentlichen. AMI könne deswegen nicht bestraft werden.

Offenbar war sich der Verlag seiner Sache alles andere als sicher, weshalb es nun zum Vergleich kam. McDougal hatte betont, sie habe erst später festgestellt, dass der Deal dem Unternehmen lediglich das «Recht» zu solchen Publikationen gebe. Nun willigte sie ein, 10 Prozent oder maximal 75'000 Dollar aus dem Verkauf ihrer Geschichte an AMI abzutreten.

Stormy Daniels packt über ihre Affäre mit Trump aus

Video: srf

Bereits zwei Tage nach der Einreichung ihrer Klage hatte Karen McDougal auf CNN über ihre Affäre mit Donald Trump gesprochen. In denselben Zeitraum fällt eine angebliche andere Affäre mit der Pornodarstellerin Stormy Daniels alias Stephanie Clifford. Sie soll nur wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl 2016 von Michael Cohen ein Schweigegeld von 130'000 Dollar erhalten haben.

Zum Zeitpunkt seiner Affären mit den beiden Frauen war Donald Trump bereits mit seiner dritten Ehefrau, der heutigen First Lady Melania verheiratet. Ihr gemeinsamer Sohn Barron war wenige Monate alt. (Mit Material von sda)

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20Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • walsi 20.04.2018 05:57
    Highlight Highlight Kurz zusammengefasst. Die Frau geht mit der Zeitung einen Deal ein und bekommt dafür $ 150'000.--. Sie merkt nun aber, dass der Deal schlecht war und sie mit ihrer Geschichte noch viel mehr hätte verdienen können. Deshalb klagt sie, es kommt aber zu keinem Urteil, weil sich die Parteien vorher einig werden.
  • Karl Marx 19.04.2018 20:41
    Highlight Highlight 😂 Der nächste Versuch...
    • Watson=Propagandahuren 19.04.2018 21:45
      Highlight Highlight schon interessant dass es noch genug gibt die so betäubt sind und das noch nicht mal merken
    • Watson=Propagandahuren 20.04.2018 20:30
      Highlight Highlight Ne du Domsh. Diesen faulen Trick lass ich nicht gelten.
      Mir statt mit Argumenten zu kommen Worte in den Mund legen. Nirgends habe ich behauptet dass z.B. die Rumpöpperln-Vorwürfe falsch oder unbelegt wären. Aber wenn man hierbei nicht merkt dass es sich um eine gezielte Kampagne handelt (das hat mit dem Wahrheitsgehalt am Ende nicht viel zu tun) sollte eigentlich jeder merken. Eben ausser er ist gerade im Tiefschlaf, hat bei House of Cards nicht aufgepasst oder ist ohne es zu merken selber Partei (evtl. "Opfer der Kampagne") und selber nicht mehr ganz so neutral. 1/2
    • Watson=Propagandahuren 20.04.2018 20:34
      Highlight Highlight 2/2 Die Liebeleien des Trump sind tatsächlich irrelevant. Und er wäre bei weitem nicht der Erste Präsident wo das Image der heilen Familie eben nur Image ist und der dann doch erwischt wird. (Billy Boy, JFK um nur zwei zu nennen)
      Alles darüber hinaus sind bisher nur Anschuldigungen die vor allem medial im Rahmen einer Kampagne hochgespielt werden.
      Gegen Trump bewiesen scheint dort noch seeehr wenig bis nix. Auch hier gilt wieder die Aussage vom Ersten Teil.
      Dass so viele das nicht bemerken wollen, ist mir unerklärlich.
  • Ein Starwars Star wars! 19.04.2018 20:00
    Highlight Highlight Schon ein bisschen "gruusig" sich vorzustellen, dass diese Frauen mit so einem Typen anbandeln. *bläh*
    • walsi 20.04.2018 06:00
      Highlight Highlight @Dunning: Das wahre Liebe von der Seite der Frau und weil Trump ja das gewisse Etwas hat laufen ihm Frauen scharen weise nach. Trump kann nichts dafür, dass er schöne Frauen wie ein Magnet anzieht. (Kann Spuren von Ironie enthalten)
  • Bertolf von Storch 19.04.2018 19:46
    Highlight Highlight Hört mal auf gegen den Präsidenten zu hetzen. Er hat sich seinen Erfolg ganz allein aufgebaut!

    Okay, er hat sich mit harter Arbeit sein Vermögen verdient & Mädels stehen auf Geld, darum kann er sie sich auch gönnen. Sorry aber das ist freie Marktwirtschaft. Würd ich auch nicht anders machen.

    Jedem seine Meinung, aber mal ganz ehrlich, ihr seit doch einfach alle nur neidisch...
    • Sauäschnörrli 19.04.2018 21:47
      Highlight Highlight Und die Dame darf die Story verkaufen, das ist freie Marktwirtschaft, imfall.
    • Fichtenknick 19.04.2018 22:29
      Highlight Highlight Das sagt mehr über dich aus als über ihn. Und “selbst erarbeitet”? Echt?
    • yanoi 20.04.2018 00:59
      Highlight Highlight wenn dir jemand erzählt, er sei durch harte arbeit reich geworden, frag ihn: durch wessen arbeit?!
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