Kinder
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ZUM INTEGRATIONSKURS „TRAMUKI“ DER SOZIALEN DIENSTE DER STADT ZUERICH STELLEN WIR IHNEN HEUTE, DONNERSTAG, 13. JULI 2017, FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Mothers and their under three-year-old children partake in a play and handicraft afternoon as part of the

Ein Angebot der Sozialen Dienste: «Tamuki»-Bastelnachmittag in der La Escuelita Schule in Zürich. In anderen Kantonen gibt es weit weniger externe Betreuungsplätze. Bild: KEYSTONE

Kita-Knappheit: Jedem fünften Kind fehlt ein Platz (und die, die es gibt, sind zu teuer)

Bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gibt es nach wie vor grosse Hindernisse. Vorab in der Deutschschweiz fehlt es nach einer Studie des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) an externen Betreuungsplätzen für Kinder. Und: Vielen Eltern sind die Kita-Plätze zu teuer.



Die Zahlen sind viel zu tief: Aktuell zählt die Schweiz etwa 62'500 Betreuungsplätze für Kinder im Vorschulalter in Kindertagesstätten (Kitas) und rund 81'000 Plätze für schulergänzende Betreuung am Mittag. Dazu kommen zwischen 16’900 und 19’700 Tagesfamilien, welche Kinder aller Altersstufen in Obhut nehmen. Die effektive Zahl dürfte höher liegen, da nicht alle Tagesfamilien gemeldet sind.

Nicht einmal jedem dritten Kind im Vorschulalter steht somit ein Vollzeitbetreuungsplatz zur Verfügung.

Dabei sind die Unterschiede zwischen den Kantonen frappant: Mit Werten zwischen 26 und 29 Prozent weisen Waadt, Neuenburg und Genf die höchsten Versorgungsgrade auf. In St.Gallen, Nidwalden und Glarus gibt es dagegen nur für 7 bis 8 Prozent der Kinder ein solches Angebot, in Appenzell Innerrhoden und Uri sogar nur für 3 respektive 4 Prozent.

Genf, Neuenburg und Waadt an der Spitze:

Bild

bild: bvs

Das BSV hat Eltern befragt. Die Ergebnisse lassen aufhorchen: 19.9 Prozent der Kinder im Vorschulalter und 18 Prozent der Kinder im Schulalter können trotz Bedarf der Mütter und Väter nicht im gewünschten Umfang betreut werden. Ungefähr jedem fünften Kind fehlt also ein Betreuungsangebot.

Zürich bei Mittagsbetreuung an der Spitze

Bild

Jedes dritte Kind geht in eine Kita

Weiter zeigte sich, dass für Kinder im Vorschulalter die Betreuung in Kitas die am weitesten verbreitete kostenpflichtige familienergänzende Betreuungsform ist. Im Schnitt werden 28 Prozent der Kinder im Vorschulalter in einer Kindertagesstätte betreut.

Förderung bis Ende 2019 befristet

Seit 2003 fördert der Bund Kindertagesstätten und Einrichtungen für die schulergänzende Betreuung. Das Impulsprogramm ist bis Ende Januar 2019 befristet. Die Autoren des am Donnerstag vom BSV publizierten Berichts raten, die Anstossfinanzierung weiterzuführen. Im Juni hat das Parlament neue, auf fünf Jahre befristete Förderinstrumente verabschiedet.

Gut ein Drittel der Kinder im Vorschulalter werden gemäss der Elternbefragung ausschliesslich von Verwandten oder Nachbarn gehütet, ein Fünftel ausschliesslich in formellen Strukturen wie Kitas und Tagesfamilien. Knapp 16 Prozent nutzen beide Möglichkeiten.

Zu teuer

Wichtigster Grund für die Nichtinanspruchnahme einer familienergänzenden Kinderbetreuung sind die Kosten. Laut einer Erhebung des Bundesamts für Statistik verzichten 19 Prozent der Eltern mit Kindern im Vorschulalter auf ein Betreuungsangebot, weil sie dieses als zu teuer beurteilen. Für Eltern mit Kindern im Schulalter liegt der entsprechende Anteil bei 11 Prozent.

Höhere Nachfrage nach Betreuungsangeboten

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Zu diesen Familien gehören nicht nur solche mit tiefem Einkommen, wie das BSV weiter schreibt. Daher sei es wichtig, dass die Kantone und Gemeinden, die einen hohen ungedeckten Bedarf aufweisen, die vom Bund zur Verfügung gestellten neuen Finanzhilfen nutzten und die Elterntarife senkten.

Die Informationen zum Angebot an Betreuungsplätzen wurden in allen Kantonen und in 43 Gemeinden gesammelt, darunter in den 20 grössten Städten. Zudem wurden die Antworten von 1181 Haushalten mit 1897 Kindern ausgewertet. (dwi/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gsnosn. 15.12.2017 05:40
    Highlight Highlight In dieser Hinsicht unterscheide ich mich von anderen. Meine Frau bleibt zuhause mit der Tochter und sie geniesst es jeden Tag. Dem Kind zuzuschauen wie es wächst und jeden Tag etwas neues lernt, ist doch fantastisch, für das machen wir ja Kinder! Konsequenz ist, Auto verkaufen und neuer Job suchen mit besseren Lohn.
  • River 14.12.2017 21:53
    Highlight Highlight Kitas sollten eh gratis sein.
    • Lester McAllister 15.12.2017 05:42
      Highlight Highlight Für wen? Die Kinder? Die Kita Angestellten?
    • River 15.12.2017 10:08
      Highlight Highlight Für die Eltern der Kinder. Die BetreuerInnen vom Staat gut bezahlt und gut ausgebildet.
    • Lester McAllister 15.12.2017 13:40
      Highlight Highlight Und der Staat, sollte der auch gratis sein?
  • DocM 14.12.2017 21:47
    Highlight Highlight Was heisst hier zu teuer?? Vorab: Wir haben keine und werden nie welche haben. Heute morgen kamen mir 3 Kita-Betreuer/-innen entgegen. In deren Sog ca. 12 Kinder. Nun mach ich eine einfache Hochrechnung: Jeder Betreuer erhält CHF 4000 / Monat; die Infrastruktur kostet 6000 (kann je nach Ort extrem varieren), Administration 6000; somit CHF 24000 für 12 Kinder; jedes Kind kostet somit CHF 2000 / Monat, ja und das ist zu teuer, bei einem normalen Einkommen.
    • NiemandVonNirgendwo 15.12.2017 05:56
      Highlight Highlight Nur was ist ein normales Einkommen? Auch das variiert extrem.
  • Pasch 14.12.2017 20:56
    Highlight Highlight Die in Deutschland bekannte Elternzeit hört sich gut an!
    Irgendwie hat DE die CH in so ziemlich allen sozialen Punkten links liegen gelassen!
  • Der Tom 14.12.2017 20:33
    Highlight Highlight Es wäre ganz einfach. Ein Tarif von 150.- pro Kind festlegen und die hälfte bezahlt der Staat. Die Anzahl Kinder pro Gruppe sind vorgeschrieben. Auch wie viel aufgelehntes Personal anwesend sein muss ist vorgeschrieben. Praktikanten werden wohl bald auch nicht mehr zugelassen sein. Weil wohl niemand weniger Qualität will muss der Staat mehr übernehmen. Der geliche Staat der Frauenquoten in Verwaltungsräten einführen will.
  • Firefly 14.12.2017 20:26
    Highlight Highlight Fände es wichtiger, wenn die schweizer Wirtschaft bezüglich Teilzeitstellen flexibler wäre
  • Ökonometriker 14.12.2017 19:51
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man weniger strikte Auflagen machen, dann gäbe es mehr Kitas und durch die Konkurrenz auch tiefere Preise?
    • ndee 14.12.2017 21:56
      Highlight Highlight Genau. 20 Kinder auf eine Betreuerin. Nein danke.
    • NotWhatYouExpect 15.12.2017 09:35
      Highlight Highlight @Ndee: 20 Kinder auf eine *Praktikantin*
    • Ökonometriker 15.12.2017 12:54
      Highlight Highlight @ndee: oder dass eine Mutter und Hausfrau einfacher eine Lizenz bekommt, um bei sich zu Hause eine Kita zu betreiben?
  • Amboss 14.12.2017 19:45
    Highlight Highlight Immer dieses Gejammer, die KITA-Tarife seien zu teuer... Verstehe ich echt nicht. Eine Arbeitsstunde einer Betreuerin kostet nun mal schnell 30-35 Franken. Wenn sie drei Kinder betreuen soll, also 10 Franken pro Kind und Stunde plus Miete, Infrastruktur etc, macht das also schnell 120 Franken oder mehr pro Tag.
    Betreuung kostet nun mal. Und einfach die Löhne vzu drücken kann ja auch nicht die Lösung sein...
    • bokl 14.12.2017 20:33
      Highlight Highlight "Eine Arbeitsstunde einer Betreuerin kostet nun mal schnell 30-35 Franken."
      Machst du Witze? Da bist du wohl Faktor 2-3 zu tief. Bei Kosten von 30 Franken bleiben der Betreuerin zwischen 10 und 15 Franken an Reallohn. Da bezahl ich ja dem Babysitter mehr ...
    • NotWhatYouExpect 15.12.2017 09:33
      Highlight Highlight *hust* zurzeit sind in den Kitas eh 50% der Angestellten Praktikantinnen die einen sehr Tiefen lohn, wenn überhaupt bekommen.

      Und ja Betreuung ist nicht günstig. Man sollte dies mehr anerkennen.
    • Amboss 15.12.2017 11:32
      Highlight Highlight @bokl: Ich hatte im Kopf, dass eine Arbeitsstunde den Arbeitgeber etwa "Löhn mal knapp zwei" kostet. Aber ehrlich gesagt habe ich das nicht überprüft.
      Aber selbst dann hätte ich eher "40 Franken oder mehr" schreiben müssen.
      Aber man will sich ja nicht den Vorwuf anhören müssen, man übertreibe mal wieder masslos :)
  • mogad 14.12.2017 19:33
    Highlight Highlight Offenbar reicht das impulsprogramm des Bundes nicht für genügend KITA-Plätze und Kantone und Gemeinden nutzen die eh schon zu geringen Gelder nicht vollständig. Wenn es der SVP ernst gewesen wäre mit der MEI hätte sie sich für mehr bezahlbare KITA-Plätze eingesetzt, damit die Mütter arbeiten können und dafür weniger ausländische Arbeitnehmer ins Land geholt werden müssten.
    • Roman h 14.12.2017 20:36
      Highlight Highlight Man findet schon immer einen Grund der SVP die schuld zu geben.
      Sorry aber hier ist nicht die SVP schuld
    • Madison Pierce 14.12.2017 22:16
      Highlight Highlight Oder man begrenzt die Einwanderung, damit die Arbeitgeber auf die Mütter angewiesen sind und für Krippenplätze sorgen. Denn eigentlich ist Kinderbetreuung nicht Aufgabe des Staates.
  • Torkar 14.12.2017 18:58
    Highlight Highlight Tagesschulen von 09.00 - 15.00 wären eine Idee. Dann fänden auch mehr Mütter den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben leichter.
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