Interview
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Interview

«Die 20er-Jahre werden die Dekade des digitalen Aufräumens»

Die künstliche Intelligenz ist für den Zukunftsforscher Matthias Horx bloss ein Hype und auch die autonomen Autos werden sich dieses Jahrzehnt nicht durchsetzen. Dafür kommen wir in der ökologischen Wende ein grosses Stück weiter. Allerdings nicht mit Verzicht.

Raffael Schuppisser / ch media



Bild

«Wir sollten von der Lösung, nicht von den Problemen her auf den Klimawandel schauen», findet Matthias Horx. Bild: CH Media

Ist es ein spezieller Moment für einen Zukunftsforscher, wenn ein neues Jahrzehnt anbricht?
Mathias Horx: Wir strukturieren die Zeit gerne in Dekaden. So läuft im Radio die Musik der 60er-, 70er- oder 80er-Jahre. Aber das ist natürlich eine willkürliche Einteilung, die mit der Realität wenig zu tun hat. Epochen können manchmal ganz kurz und manchmal länger als zehn Jahre sein. Aber die Einteilung in Jahrzehnte hilft, um mal innezuhalten und zurück und nach vorne zu blicken.

Das wollen wir tun. Zuerst zurück. Das letzte Jahrzehnt wurde massgeblich vom Smartphone geprägt. Das Gerät hat die Art und Weise, wie wir leben, verändert, aber auch die Wirtschaft und die Politik...
Das stimmt im Prinzip. Man könnte aber auch anders argumentieren: Die Digitalisierung hat uns im letzten Jahrzehnt ein grosses Versprechen gemacht, aber dieses nicht gehalten. Die menschliche Kommunikation ist beschädigt worden: Hass-Speech, Fake News und politische Manipulation. Das ist so ziemlich das Gegenteil von dem, was uns die digitale Revolution versprochen hat. Die 10er-Jahre sind das Jahrzehnt der digitalen Verwirrung.

Was kommt jetzt?
Die 20er-Jahre werden das Jahrzehnt des digitalen Aufräumens werden und von vernünftigeren und menschlicheren Anwendungen geprägt sein. Wir nennen das den «Humanistischen Digitalismus».

Neben der Digitalisierung ist die Klimaerwärmung das grosse globale Thema.
Die 20er-Jahre werden auch das Jahrzehnt der Ökologie. Die Wirtschaft wird sich weg von den fossilen Energien bewegen und es wird zu neuen Kooperationen im globalen Raum kommen. Die Klimaerwärmung, diese allumfassende Bedrohung, erzeugt einen grossen Druck auf die Gesellschaft, die sich zunächst mal in Hysterie und Streit ausdrückt. Gleichzeitig erkennen wir Anzeichen, die in eine andere Richtung weisen. Allen voran: das Auftauchen von Greta Thunberg. In der Geschichte war das immer so, dass sich solche Symbole zeigten, wenn sich die Gesellschaft in ihrem tiefsten Innern verändert. Ich denke da etwa an Jeanne d’Arc im 15. Jahrhundert oder an John F. Kennedy zu Beginn der Industriemoderne.

Sie vergleichen Greta Thunberg mit Jeanne d’Arc und John F. Kennedy?
Ja, eindeutig. Die Resonanz, die sie in der Gesellschaft erzeugt, ist sehr vergleichbar.

Das heisst, der durch die Klima­proteste und die Flugscham angestossene Wandel wird in den nächsten zehn Jahren andauern.
Scham und moralische Argumentation bringt uns nicht weiter. Das Ökologische kann sich nicht durchsetzen, wenn es eine reine Verzichtforderung bleibt. Stattdessen wird etwas passieren, das die Narration der Ökologie verändern wird. Wir nenne das die «blaue Ökologie». Das Blau steht dafür für Technologie, für den Horizont, für die ganze Erde. Blaue Ökologie ist im Unterschied zur grünen keine Verzichts- und Angst-­Ökologie, sondern eine neue Idee von Fortschritt, bei der es um mehr Lebensqualität geht.

Sie denken an erneuerbare Energien.
Ja, aber nicht nur an Solar- und Windenergie. Es geht auch um intelligente Netze, in denen plötzlich Millionen von Erzeugern Strom einspeisen. Es geht um ganz neue Rohstoffnutzungen: Wir sind heute schon in der Lage synthetisches Kerosin herzustellen, das CO2-­neutral ist. Es ist einfach noch zu teuer – wie Solarstrom vor zehn Jahren noch zu teuer war. Das wird sich aber schnell ändern. Noch in diesem Jahrzehnt werden Flieger mit synthetischem Treibstoff fliegen. Vielleicht kehrt sogar die Kernenergie in einer sicheren Variante zurück und hilft bei der Dekarbonisierung. Wenn man nicht dauernd nur von den Problemen, sondern von den Lösungen her schaut, wird es einfacher, diesen Wandel zu gestalten.

Ohne Technologie werden wir den Wandel also nicht schaffen.
Verzicht erzeugt Ängste und Verteilungskämpfe. Nur wenn die Idee einer höheren Lebensqualität sich mit der Ökologie verbindet, wird die Zukunftsrechnung aufgehen. Aber genau das passiert jetzt. Die Allianzen, die sich für ein postfossiles Wirtschaftsmodell bilden, gehen inzwischen bis tief in die Wirtschaft hinein. Ein Teil der Autoindustrie ist bereits auf E-Mobilität umgestiegen. Viele Unternehmen bereiten sich auf eine CO2-freie Zukunft vor.

Es braucht gar keinen Verzicht?
Ich bin nicht grundsätzlich gegen Verzicht. Wenn man mit dem Rauchen aufhört, bringt ja auch der Verzicht eine Menge Freiheit. Allerdings hören Menschen selten mit dem Rauchen auf, wenn man ihnen ein schlechtes Gewissen macht.

Wir werden in zehn Jahren noch immer auf die Malediven fliegen?
Ja, aber vielleicht werden wir es auch gar nicht mehr so oft wollen, weil es auf die Dauer wieder fad wird. Langstreckenflügen wird es noch immer geben, aber eben mit synthetischem Treibstoff. Und vielleicht werden sie wieder etwas teurer. Es wird aber auch Menschen geben, die wieder das Schiff bevorzugen, die langsame Reise.

Werden wir noch Fleisch essen?
Ja, aber weniger. Wir haben den Fleisch-Peak erreicht. Jeder Trend hat irgendwann einen Tipping-Point. Irgendwann hat man so viel Fleisch in sich hineingestopft, dass es nicht mehr schmeckt. Auch die Vermehrung der SUV wird irgendwann ein Ende haben – und zwar in diesem Jahrzehnt. Auch der Gesamtausstoss an CO2 wird wieder abnehmen, wahrscheinlich auch bereits in diesem Jahrzehnt.

Es gibt also auch einen Tipping- Point für Daten. Wann ist Peak Data erreicht?
In diesem Jahrzehnt werden die Daten noch zunehmen, aber es ist auch die Frage, ob Daten «weniger» werden müssen. Was sich aber sicherlich verändern wird, ist der Aufwand, den man betreiben muss, um aus den Daten echte Informationen und Wirkungen zu gewinnen. Der Extremismus der Datensammelei kommt an seine Grenzen. Und es wird sich zeigen, dass die künstliche Intelligenz vor allem ein Hype ist. Wir stehen zwar kurz vor dem Quantencomputer. Aber wir fragen uns auch, was wir damit eigentlich errechnen sollen. Auch wenn man quasi alles unmittelbar errechnen kann, so wird die Welt dadurch nicht fundamental anders. Oder gar besser.

Werden Google, Amazon und Apple und Facebook in zehn Jahren nicht mehr die wertvollsten Firmen sein?
Das werden ganz normale Konzerne sein. Der Hype um sie wird vorbei sein.

Keine sozialen Medien mehr?
Natürlich. Aber anders. Entweder werden Facebook und Co. den Wahnsinn, den sie angerichtet haben, in den Griff bekommen. Oder es werden sich Alternativen durchsetzen, die den Menschen sicherer und sinnvoller erscheinen.

Nutzer zahlen auch wieder ­vermehrt für Inhalte, etwa für Netflix. Kommt die Gratiskultur im nächsten Jahrzehnt an ihr Ende?
Ja, das ist heute schon abzusehen. Die Idee, etwas umsonst zu bekommen, war 20 Jahre die zentrale Illusion der Digitalisierung. Illusionen haben die Eigenschaft, irgendwann an Wirkung zu verlieren.

Das Smartphone hat zur Verschmelzung von online und offline geführt. Wird dieser Trend weitergehen, etwa mittels neuer Technologien wie Augmented Reality?
Die Augmented-Reality-Projekte wie Google Glass sind eher gescheitert – ausser in Spezialanwendungen wie etwa in der Logistik. Der Mensch ist überfordert, wenn er ständig in virtuellen Welten herumtaumelt. Wir sehen einen Trend zum «Omline», dabei steht das «m» für «massvolle Vernetzung». Das Abschalten ist die Kulturtechnik, die wir gerade neu erlernen.

Augmented Reality(AR) war im letzten Jahrzehnt einfach noch nicht weit genug. Wenn es AR-Brillen gibt, die einwandfrei funktionieren, wird dasselbe passieren, wie mit dem Smartphone.
Augmented Reality reiht sich eher ein in die lange Reihe der «Future Flops». Anwendungen, die uns als Lösungen versprochen werden, aber nur mehr Probleme schaffen. Oder einfach in ­Nischen steckenbleiben. Dazu gehört zum Teil auch das berühmte «Smart Home» und E-Roller auf den Strassen.

Wagen Sie eine Prognose für das selbstfahrende Auto? Wie weit wird es in zehn Jahren sein?
In begrenzten Arealen kann es funktionieren, im allgemeinen Verkehr nicht. Der Verkehr in Städten ist viel zu kompliziert. Nicht nur in Manila oder Rom, sondern schon in Zürich. Aus Vorsicht würde das Gefährt einfach stillstehen. Das selbstfahrende Auto ist ein überzogenes Narrativ, welches die Autoindustrie nicht dermassen verändern wird, wie sie selber glaubt.

Werden die 20er-Jahre auch das Jahrzehnt Asiens sein? Wird uns China überrollen?
Ihre Frage erinnert an die Logik von Panzervorstössen, da wird man «überrollt». Doch mit Territorium gewinnt man heute nichts mehr ausser Kosten. Es gibt einen Systemkonflikt mit China, aber der wird eher nicht mit militärischen Mitteln ausgetragen, sondern mit symbolischen und kulturellen.

Heute geht es um Einflussnahme.
Und da bin ich überzeugt und ganz optimistisch, dass sich Europa mit seiner humanistischen Tradition gut behaupten kann. Wir sehen ja heute schon, dass es trotz aller Konflikte eine intensive Beziehung zwischen Europa und China gibt. Der Staatskapitalismus Chinas wird sich wandeln.

Was macht Sie da so sicher. Der funktioniert doch ganz gut.
Nichts auf der Welt entwickelt sich immer nur gradlinig in eine Richtung. Es gibt neue Unruhen und Widerstände, die Entwicklung des Wohlstandes setzt auch neue Werte und Bedürfnisse frei. Wir erleben ja heute schon die Aufstände in Hongkong. Jedes System kommt irgendwann an seine eigene Grenze.

Mit demselben Argument könnt man aber auch sagen, dass die Demokratie an ein Ende kommt. Und das totalitäre System Chinas die Welt beherrscht.
Das ist zu holzschnittartig. Es ist ja eher so, dass sich auch die Demokratie wandeln kann und muss. Demokratie ist entstanden aus dem Willen der Menschen, mitbestimmen zu können. Das kann man nicht abschaffen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Quacksalber 06.01.2020 14:13
    Highlight Highlight Die Verzichtprediger sind mir sowieso suspekt. Gemeinsam mit den „Klimaleugnern“ wollen beide, dass nichts aktiv gegen den Klimawandel unternommen wird.
  • Schönbächler 06.01.2020 07:50
    Highlight Highlight Solche Leute nennt man ganz einfach Schönmaler.
  • Schönbächler 06.01.2020 07:47
    Highlight Highlight Zum Thema China sagt also dieser Zukunftsforscher im Ernst, alles hat mal ein Ende. Was für ein Hammer-Argument. 😂
  • thoroz 05.01.2020 20:47
    Highlight Highlight Der wird sicher gerne von den Grosskonzernen eingeladen... so schöne Aussichten ohne Verzicht!.... vor allem nicht für die geldgeilen Konzerne...
  • Allesliebe 05.01.2020 12:44
    Highlight Highlight Keine überraschenden Voraussagen, könnte jede/r, der sich auf dem Laufenden und hält machen.

    Warum erhält dieser Zukunftsforscher, der dem Internet 2001 keine Massenmediumfähigkeit zutraute und Facebook eine Lifespan von 6 Jahren voraussagte, überhaupt noch eine öffentliche Plattform?
    • bebby 06.01.2020 16:58
      Highlight Highlight Vermutlich nur, weil er sich auf Google an die erste Stelle beim Suchbegriff Zukunftsforscher manipuliert/bezahlt hat...Google entscheidet heute, wer relevant ist.
  • Asmodeus 05.01.2020 11:10
    Highlight Highlight Ist er Forscher oder Träumer?

    In den nächsten 10 Jahren wird alles besser also?

    Ich sehe den Faschismus und die Kriegsgeilheit der USA.

    Ich sehe Nazis die in Deutschland Erstarken.

    Ich sehe wie Hass salonfähig wurde.

    Ich sehe einen komplett außer Kontrolle geratenen Kapitalismus.

    Ich sehe Buschfeuer in Australien und ein Prime Minister der das Budget lieber für Werbefilme und erzwungene Handschläge nutzt als dafür etwas zu unternehmen.

    Ich sehe wie es zumindest die nächsten 5 Jahre noch viel schlimmer wird.
    • Do not lie to mE 05.01.2020 15:26
      Highlight Highlight Herr Kurz mit Herr Kogler, Chef der Grünen in der neuen Österreich-Regierung hält an dem "Verbot des politischen Islam" fest, wäre vielleicht eine Ergänzung Ihrer Liste wert.
      https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-01/oesterreich-die-gruenen-bundeskongress-oevp-koalition
    • Avalon 05.01.2020 18:30
      Highlight Highlight Asmodeus, du siehst vor allem, was die Massenmedien dich sehen lassen wollen 😎
      Da ist ganz viel Gutes am Entstehen, teilweise laut (siehe Proteste in F, Hongkong, Chile, etc), aber noch viel mehr ist leise am Wachsen. Gutes Video dazu ist z.B. „Tomorrow“...
  • ironman63 05.01.2020 10:44
    Highlight Highlight Interessantes Interview! In vielem hat er wohl recht aber beim Elektro Auto ist er, wie viele auf dem totalen Holzweg. Der Individual Verkehr in der heutigen Form hat mittelfristig keine Zukunft! Zu uneffizient, zu viele Ressourcen werden dafür gebraucht! An einem effizienten OeV werden werden wir nicht vorbei kommen!
    • eldorak 06.01.2020 02:41
      Highlight Highlight Seh ich auch so. Nur sollte die Bahn mal anfangen, auch die ländlichen Gebiete anständig zu erschliessen, anstatt diese immer mehr zu reduzieren, damit noch ein Zug mehr von Stadt zu Stadt fahren kann.
  • Ökonometriker 05.01.2020 09:05
    Highlight Highlight Ein schöner Artikel mit vielen europäischen Hoffnungen. Aber ich kenne nur für zwei Behauptungen (dass AI auf den Märkten überbewertet wird und dass China sich wandeln werden muss) wissenschaftlich haltbare belege.

    Ob der Klima-Hype auch ausserhalb Europas politisch Traktion gewinnen wird, muss sich beispielsweise erst zeigen. Selbst die Annahme, dass Klimaschutz in Europa mehr sein wird als das Verlagern der Emissionen Richtung Osten, ist noch nicht sicher: Europas Öl- und Gasverbrauch stieg seit 1990 um 2.8 Prozent.
  • mbr72 05.01.2020 08:13
    Highlight Highlight Echt jetzt? Ihr zitiert Horx?? Wieviele haarsträubende Fehlprognosen muss diese Witzfigur eigentlich noch bringen, bis man endlich aufhört, irgendetwas von ihm irgendwo zu publizieren?
  • Rethinking 05.01.2020 08:11
    Highlight Highlight Soweit mir ist gibt es einige Studien die belegen das Zukunftsforschung ziemliche Quacksalberei ist und man gerade so gut das Zufallsrad drehen oder würfeln könnte...

    Mich erstaunt es immer wieder dass man damit offensichtlich genug Geld zum leben verdienen kann...
  • Vinyl only 05.01.2020 01:43
    Highlight Highlight nach der industrialisierung bis 1945, der schnellen beschleunigung bis 2000 folgt hoffentlich das bewusstwerden, dass wir sorge tragen müssen und mit dem bestand, weil etwas neues wie die erde haben wir nicht. ein hinterfragen vom primat des wachstums, der globalisierung und der zunehmenden mobilität ist sinnvoll.
  • Natürlich 05.01.2020 00:38
    Highlight Highlight Habe gerade das hier gefunden.

    https://www.gabrielabonin.com/interviews/was-sagte-uns-zukunftsforscher-horx-1994-fuer-heute-voraus

    Spannend was dieser Herr Horx 1994 über die Zukunft sagte.
    Ich glaub bei ziemlich vielem hatte er recht.
    • tr3 05.01.2020 10:31
      Highlight Highlight Naja. Ich lese auch hier vor allem Plattitüden.
  • Pinkerton 04.01.2020 23:41
    Highlight Highlight Naja, bei dieser Zukunftsprognose war wohl eher der Wunsch Vater des Gedankens. Ich schätze das alles etwas pessimistischer ein...
  • Rolf_N 04.01.2020 23:36
    Highlight Highlight Liebes Watson, Matthias Horx ist ein Publizist und Unternehmensberater welcher sich einfach Zukunftforscher nennt. Mike Shiva und Uriella könnten sich genauso als zukunftsforscher bezeichnen um sich selbst einen seriösen touch zu geben. Schade dass man hier solchen Scharlatanen eine Platform bietet.
  • Swen Goldpreis 04.01.2020 23:35
    Highlight Highlight Ein Zukunftsforscher, der nicht weiss, dass die nächste Dekade erst in einem Jahr beginnt? :)

    Ich erinnere mich da an einen Watson-Artikel, der vor zwei oder drei Tagen erschien und genau das behauptete.

    Abgesehen davon interpretiert er die Hongkong-Proteste ziemlich seltsam. Das sind ja keine Festlandchinesen, die festgestellt haben, dass Diktatur doch nicht das Geilste ist, sondern Menschen, die in einer Demokratie aufgewachsen sind und sich gegen eine Kolonialisierung durch das Kommunistissche China wehren. Das ist schon ein ziemlicher unterschied.
  • Caligula 04.01.2020 23:13
    Highlight Highlight Könnt Ihr bitte den Bericht von 2010 ausgraben und mal vergleichen, was alles eingetroffen ist?
  • Firefly 04.01.2020 22:58
    Highlight Highlight Papa! Papa! ich will Zukunftsforscher werden!

    Aber das ist doch kein Beruf...

    Doch Papa! Und man muss nur einmal im Jahr arbeiten!
  • Ohniznachtisbett 04.01.2020 22:50
    Highlight Highlight Der Herr sieht das alles ganz schön optimistisch. Aber ja er hat vielleicht leider nicht recht, dass es so kommt, es wäre aber richtig wenn es so kommt.
  • Todesstern 04.01.2020 22:50
    Highlight Highlight Ich finde der hat aber eine grosse Rosa Brille auf der Nase.
  • Driver7 04.01.2020 22:49
    Highlight Highlight Wenn ich etwas über die Zukunft sagen kann, dann das, dass bisher die sogenannten Zukunftsforscher (früher: Propheten, Wahrsager) noch nie richtig lagen.
    • MasterPain 04.01.2020 23:30
      Highlight Highlight Wenn du dich mit dem Thema Zukunftsforschung mal beschäftigt hättest müsstest du auch nich so einen nichtssagenden Käse schreiben.
    • Hzwo 05.01.2020 05:53
      Highlight Highlight 0% richtig? Oder einfach nicht 100% richtig? Das wär ja ok..macht ja jeder Fehler. 90% wär ja schon top. Also...sagen Sie mal eine Zahl dann wird Ihre Aussage...klarer.
    • Driver7 05.01.2020 12:42
      Highlight Highlight Smartphones, Streaming,.. hat keiner vorausgesagt, dafür fliegende Autos, aussterben der PC's usw.. alles nicht eingetroffen. Beim second life game hype wurde das als Zukunft vorausgesagt.. kurz vor der verschwinden ;) Auch das es eine Jugend-Revolution für die Umwelt geben wird.. dachte keiner.. jetzt darüber zu schreiben ist keine Kunst. Und übrigens KI ist keine Hype sondern schon Realität und wird sich weiter entwickeln.. wenn man versteht das damit nicht künstliches menschliches Denken gemeint ist, sondern eine Art wie man Systeme programmiert.
  • Garp 04.01.2020 22:33
    Highlight Highlight Der Typ ist doch ein sinnloser Schwurbler. Nur schon dieser Satz von ihm:

    "Wenn man nicht dauernd nur von den Problemen, sondern von den Lösungen her schaut, wird es einfacher, diesen Wandel zu gestalten."

    Wo es keine Probleme gibt braucht man auch keine Lösungen. Um sich auf Lösungen zu fokussieren, muss man ein Problem haben, das es zuerst zu erkennen gilt. Erst dann kann man sich auf die Lösungen fokussieren. Da sind ja auch viele dran.

    Grosses oberflächliches Blabla.

  • Stefan Morgenthaler-Müller 04.01.2020 22:18
    Highlight Highlight Dieser Mann könnte sogar die Lottozahlen voraussagen, wenn er denn wollte.

    Wenn er die Zukunft so genau kennt, dann hat er sicher vor 10, 20 Jahren in die richtigen Aktien wie Google, Netflix, Facebook oder Tesla investiert und müsste nun nicht mit Interviews ein paar Mäuse verdienen.

    Niemand weiss, was in 10 Jahren sein wird. Habe mir Interviews von Zukunftsforschern aus dem Jahr 2010 angeschaut. Einer meinte, das Smartphone sei nur ein Hype und in zwei Jahren würde niemand mehr darüber sprechen.
    • DerHans 04.01.2020 22:30
      Highlight Highlight Herr Horx soll 2001 vorhergesehen haben, dass das Internet nie Tv und Radio als Medium ablösen könnte. Auch im E-Commerce konnte er nicht viel Zukunft sehen.
    • Corto Maltese 04.01.2020 23:44
      Highlight Highlight Der werte Herr hat ein paar Fragen sehr eloquent beantwortet aber er hat nicht behauptet dass seine Prognosen auch eintreffen werden. Zumindest ist es ein optimistisches Blick in die Zukunft und daran sollten wir hinarbeiten!
    • locogoa 05.01.2020 19:30
      Highlight Highlight Hong Kong als Demokratie zu bezeichnen ist etwas mutig.... war es weder als Kolonie unter den Briten und erst recht nicht seit der Übergabe an China....
      Wahlen allein machen noch keine Demokratie.....
  • Sherlock_Holmes 04.01.2020 22:05
    Highlight Highlight Thesen und eher fragwürdige Begründungen.

    Da ist mir Forschung aufgrund von verifizierbaren Daten und Grundlagen lieber.

    Worin ich mit Matthias Horx einig bin, ist seine Aussage, dass wir von der Lösung und nicht von den Problemen her auf den Klimawandel schauen sollten.

    Mit anderen Worten lösungs- und ressourcen- statt problem- und defizitorientiert.

    Von der Verhaltensforschung her macht es zudem sicher Sinn, mit den positiven Aspekten des Verzichts statt nur mit Angst und Verlust zu argumentieren.

    Wobei am Anfang eine ehrliche, realistische Standortbestimmung unabdingbar ist.
  • DerHans 04.01.2020 21:53
    Highlight Highlight Habe den Herrn Horx schnell gegoogelt, man hätte grade so gut Mike Shiva befragen können...
  • Zeit_Genosse 04.01.2020 21:52
    Highlight Highlight Da wurde die Gegenwart mit absehbaren Trends in die Zukunft extrapoliert. Neu ist daran wenig. Die Tendenz scheint dennoch stimmig. Doch Überraschungen können vieles schnell ändern, obwohl die Megatrends etwas Bestand haben. Machen wir das Beste draus.
  • Firefly 04.01.2020 21:29
    Highlight Highlight "Wir haben den Fleisch-Peak erreicht. Jeder Trend hat irgendwann einen Tipping-Point. Irgendwann hat man so viel Fleisch in sich hineingestopft, dass es nicht mehr schmeckt. "

    Das ist kein Trend sondern Wohlstand... und solange der Wohlstand wächst (in anderen Ländern zum Beispiel) solange gibt es keinen Tipping-Point, vorausgesetzt Fleisch bleibt billig.

  • DerHans 04.01.2020 21:04
    Highlight Highlight Falls Irgendjemand auch nur annähernd in die Zukunft schauen kann, soll er mir doch bitte die Lottozahlen der nächsten Wochen nennen. Ansonsten sind solche Prognosen und Vorhersagen nur warme Luft. Watson könntet ihr nicht irgendwo einen Artikel hervorkramen was so ein Zukunftsforscher 2010 alles rausgelassen hat und aufzählen was wirklich eingetroffen ist?
  • tr3 04.01.2020 20:49
    Highlight Highlight Druckt diesen Artikel aus und lest ihn in zehn Jahren nochmal...
    • Kant 05.01.2020 11:59
      Highlight Highlight Ich würde mir ein remindme! Wie auf Reddit wünschen 😉
  • Scaros_2 04.01.2020 20:49
    Highlight Highlight Unglaublich wie ihr den mit Flugscham befragt. Glücklicherweise schmeisst er euch den Scham gleich um die Ohren.
  • Bynaus 04.01.2020 20:48
    Highlight Highlight Selbstfahrende Autos werden in Städten einfach stehen bleiben? Ä-hem, vielleicht erzählt ihm mal jemand von Teslas Autopilot-Technologie...
    • N. Y. P. 04.01.2020 21:00
      Highlight Highlight Der Tesla soll mal beim Central in Zürich durchfahren..

      Dort wird der Tesla stehen bleiben. Weil er schlichtweg überfordert wäre, ob all der Fussgänger, Autos, Velos, LKW's, Trams..
    • DunkelMunkel 04.01.2020 21:06
      Highlight Highlight Ja, da habe ich mich auch gewundert. Er hatte das auch sehr dürftig argumentiert.
    • Randen 04.01.2020 21:14
      Highlight Highlight Ich dachte beim lesen, dass er wohl einen Tesla fährt 😂 Aber ich glaube nicht, dass er recht behalten wird. Das wird sich sehr schnell verbessern. Kann gut sein, dass es erst 2029 soweit ist und 2027 noch aussieht als ob es ein Zukunftstraum bleibt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hugobert 04.01.2020 20:48
    Highlight Highlight Mal sehen, was alles passieren wird. Auf jeden Fall schön, dass mal jemanden positiv in die Zukunft blickt. Es braucht wieder mehr Leute mit positivem Pioniergeist an den Sprachrohren der Welt!
  • Hatermagnet 04.01.2020 20:45
    Highlight Highlight Ich habe den Eindruck, dass alles "künstlich" digitalisert wird, immer mehr Strom gebraucht wird und es so immer mehr zu Überlastungen usw. kommt... Parallel verändert sich auch das Spektrum an Angeboten, zB auf dem Land (fehlende Poststellen, keine Touchscreens für Blinde? etc.) Unsere Ideale richten sich nach Photoshopkunst auf insta und wir vergeuden meist mehr Zeit auf "sozialen" Netzwerken, statt sie im echten Austausch zu verbringen.

    Ich hoffe, dass die Menschen 2020 Nägel mit Köpfen machen und ich zB mehr Shiftphones statt iPhones sehe. Nur hohl streiken kann jeder...
    • Garp 04.01.2020 22:13
      Highlight Highlight Blinde brauchen keine Touchscreens, sie bedienen das Handy, Computer, etc. mit der Stimme.
    • Hatermagnet 05.01.2020 08:33
      Highlight Highlight Und die Billettautomaten? Da hatte sich nämlich eine Blinde bei mir mal drüber beschwert.
    • Garp 05.01.2020 13:36
      Highlight Highlight Dann gibt es immer noch Menschen die helfen können. Klar ist unsere Welt nicht optimal für Beeinträchtigte eingerichtet und man kann da noch mehr machen. Aber das Handy usw. mit der Spracherkennung hilft grade Blinden enorm, um noch selbständiger und unabhängiger zu werden.
  • TheRealDonald 04.01.2020 20:44
    Highlight Highlight Ich hoffe, die kommenden Jahre werden ihm Recht geben.

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