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Die besten Bilder der Olympischen Spiele 2020 in Tokio

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Die besten Bilder der Olympischen Spiele 2020 in Tokio
quelle: keystone / martin meissner
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Gestern bei Olympia: Eine historische Schwimm-Medaille und viele Enttäuschungen

Jérémy Desplanches sorgt für das Schweizer Highlight des Tages. Über 200 m Lagen schwimmt er zu Bronze – die neunte Medaille für Swiss Olympic in Tokio.
31.07.2021, 06:17

    Jubel im Bassin

    37 Jahre lang musste die Schweiz auf eine Medaille in der olympischen Kernsportart Schwimmen warten. Nun gesellt sich Jérémy Desplanches zu Etienne Dagon, der 1984 in Los Angeles die bislang einzige Schweizer Schwimm-Medaille gewonnen hatte.

    Dank eines grandiosen Endspurts schlug Desplanches über 200 m Lagen mit Schweizer Rekord als Dritter an und gewann Bronze. «Wenn ich auf meinem Bett liege, werde ich mir sagen, dass ich mich an das gehalten habe, was ich angekündigt habe. Ich habe gesagt, dass ich eine Medaille will, und ich bringe eine solche nach Hause», sagte Desplanches. Und:

    «Ich bin extrem stolz, eine Medaille in die Schweiz mitzunehmen. Es ist mir wirklich eine Ehre.»

    Wer weiss, ob gleich noch eine weitere Schweizer Schwimm-Medaille hinzukommt. Noè Ponti qualifizierte sich mit der drittbesten Halbfinal-Zeit für den Final über 100 m Delfin.

    Frust auf dem Centre Court

    Aus internationaler Sicht ist das Scheitern von Novak Djokovic eine der grossen Storys des Tages. Der Serbe träumte vom «Golden Slam», dem Gewinn aller vier Grand-Slam-Turnier und Olympiagold im gleichen Jahr. Die ersten drei Majors entschied die Weltnummer 1 bereits für sich, bei Olympia gibt es höchstens Bronze: Djokovic unterlag im Halbfinal Alexander Zverev.

    Dabei hatte der Topfavorit den ersten Satz 6:1 gewonnen und im zweiten führte er mit Break 3:2 – ehe nur noch wenig passte. Später gab es im Mixed-Doppel eine weitere Enttäuschung: Djokovic verlor mit seiner Partnerin Nina Stojanovic auch seine zweite Halbfinal-Partie des Tages, auch in dieser Konkurrenz spielt er «nur» um Bronze.

    Turbos auf der Tartanbahn

    Die Schweizer Sprinterinnen eröffneten die Leichtathletik-Bewerbe mit einem Paukenschlag. Über 100 m qualifizierte sich zunächst Mujinga Kambundji für den Halbfinal, mit 10,95 s egalisierte sie ihren Schweizer Rekord. Wenig später war sie diesen los: Ajla del Ponte stürmte mit 10,91 s ebenfalls in die Halbfinals.

    In dieser Form liegt für beide Schweizerinnen der Final drin. Man darf Vorlauf-Resultate nicht zu ernst nehmen, aber bloss drei Läuferinnen waren beim ersten Auftritt schneller als Kambundji und Del Ponte. «Ich kann mich im Halbfinal noch steigern», kündigte Kambundji an. Mit WM-Bronze 2019 über 200 m hatte die Bernerin schon einmal Schweizer Leichtathletik-Geschichte geschrieben. Die Halbfinals über 100 m der Frauen sind am Samstag um 12.15 Uhr, der Final ist um 14.50 Uhr.

    Wanders, nicht Renners

    Ohne jede Chance war Julien Wanders. Über 10'000 m belegte der Genfer nur Rang 21 von 25 Startern, vom Siegertrio (Gold ging an Selemon Barega aus Äthiopien) wurde er beim Endspurt um die Medaillen überrundet. Ein watson-User bemerkte dazu trocken:

    Hochspringer Loïc Gasch verpasste es deutlich, sich für den Final der besten 12 zu qualifizieren. Er scheiterte bereits mit übersprungenen 2,21 m.

    Flop auf der Planche

    Einmal mehr konnten die Schweizer Degenfechter ihren grossen Ankündigungen keine Taten folgen lassen. Statt der erhofften Medaille wurde es Rang 8 im Team-Wettkampf.

    Enttäuschung im Pazifik

    Wie vor fünf Jahren in Rio de Janeiro belegte Jeannine Gmelin im Skiff den fünften Rang. Dazwischen wurde sie 2017 Weltmeisterin und 2018 Europameisterin, doch heute war die Konkurrenz zu stark.

    Letzter Auftritt im Schiessstand

    Im letzten internationalen Wettkampf ihrer Karriere gelang Heidi Diethelm Gerber kein Exploit mehr. Die Thurgauer Schützin verpasste mit der Sportpistole über 25 m den Einzug in den Final der besten acht. In dieser Disziplin hatte sie 2016 in Rio Bronze gewonnen und damals die erste Schweizer Medaille an den Spielen in Brasilien.

    Bild: keystone

    «In den Phasen, als es nicht so lief, schoss kurz der Gedanke durch den Kopf: Das kann es jetzt doch nicht sein», sagte Diethelm Gerber. «Aber das hat meine Leistung nicht beeinflusst.» Sie zog ein zufriedenes Fazit ihrer Karriere: «Ich habe mir einen Kindheitstraum erfüllt. Und ich habe durch den Sport als Lebensschule profitiert. Er hat mich gelehrt, auch in kniffligen Situationen die Ruhe zu bewahren, die Emotionen im Griff zu haben.»

    Abwurf auf der Buckelpiste

    Bald vorbei ist in einigen Wochen auch die Karriere von David Graf. Der BMX-Fahrer träumte vom Final und einer Medaille. Doch Grafs Träume platzten wie jene von Zoé Claessens im Halbfinal. Der Winterthurer ärgerte sich gewaltig über sein Scheitern:

    «Fünf Jahre geht man zweimal täglich auf die Trainingspiste, um diesen Scheiss zu machen – und dann fährt man so scheisse.»

    Graf war am Donnerstag bei einer Trainingsfahrt gestürzt und spürte die Folgen nicht nur körperlich, er war wohl auch im Kopf nicht bereit. «Der Sturz hat mich etwas Selbstvertrauen gekostet, um mit Vollgas auf den zweiten Sprung loszufahren.» Bei diesem stürzte auch der Amerikaner Connor Fields so schwer, dass er in den Spital musste.

    König an der Platte

    Ma Long gewann wie 2016 in Rio Gold im Einzel. Dank zwei Erfolgen mit dem Team (2012 und 2016) ist der Chinese nun vierfacher Olympiasieger im Tischtennis. Im Final wurde Ma Long von einem Landsmann herausgefordert, vom Weltranglisten-Ersten Fan Zhendong. Doch den schlug der 32-Jährige in 4:2 Sätzen.

    (Mit Material der Agentur Keystone-SDA)

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    Starke Frauen im Kugelstossen der Olympischen Spiele 2020

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