Gesundheit
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Immer mehr Schweizer spenden Organe – das Ziel ist aber noch nicht erreicht



ARCHIV - ZUR MELDUG DASS SWISSTRANSPLANT IM JAHR 2015 SO VIELE LEBENSRETTENDE ORGANE ZUGETEILT HAT WIE NOCH NIE, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG. NACH WIE VOR STIRBT ABER JEDE WOCHE MINDESTENS EINE PERSON PRO WOCHE WAEHREND DES WARTENS AUF EIN ORGAN. - Ein Chirurg implantiert am 6. September 2004 im Universitaetsspital Basel einem Patienten eine Niere. Das Basler Universitaetsspital fuehrt jaehrlich rund 20 Nierentransplantationen durch. Die Organentnahme vom Spender und die Implantation werden von zwei separaten Operationsteams ausgefuehrt, damit zwischen den beiden Operationsschritten keine Zeit verloren geht.  (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein Chirurg des Basler Universitätsspitals transplantiert eine Niere (Archivbild). Bild: KEYSTONE

Die Zahl der Organspenderinnen und -spender in der Schweiz ist 2018 erneut gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden Organe von 158 verstorbenen Personen transplantiert. 440 Patientinnen und Patienten profitierten davon.

Nach einem vorübergehenden Tief im Jahr 2016 habe sich damit der positive Trend der Jahre 2015 und 2017 fortgesetzt, teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag mit. 2017 waren Organe von 145 Verstorbenen transplantiert worden, 440 Patienten erhielten damals ein Spenderorgan.

Umfrage

Willst du nach deinem Tod Organe spenden?

1,031

  • Ja80%
  • Nein20%

Ziel noch nicht erreicht

Die Spenderate pro Million Einwohner erhöhte sich von 13.7 im Jahr 2013 auf inzwischen 18.6. Das Ziel des Bundes, bis Ende 2018 eine Rate von 20 pro einer Million Einwohner zu erreichen, konnte damit nicht erreicht werden.

Die Anzahl Personen auf einer Warteliste ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Ende 2017 hatten 1478 Patienten auf ein Organ gewartet. Ende 2018 waren es 1412 Personen. Von diesen kämen allerdings nur rund 45 Prozent für eine Transplantation in Betracht, schreibt das BAG.

Das Bundesamt hält weiter fest, dass dank dem ersten Aktionsplan «Mehr Organe für Transplantationen» heute die Spitäler besser für Organspenden gerüstet seien. Sie setzten mehr spezialisiertes und und besser ausgebildetes Fachpersonal ein.

Neues Ziel gesetzt

Wie bereits im vergangenen Mai mitgeteilt, wird der Aktionsplan zur Organspende von Bund und Kantonen bis 2021 verlängert und einzelne Massnahmen werden angepasst. Ziel ist es, die Spenderate bis 2021 auf 22 Spenden pro Million Einwohner zu erhöhen.

Für den Aktionsplan 2019-2021 ist unter anderem vorgesehen, schweizweit einheitliche Abläufe zu etablieren für Organspenden durch Personen, die infolge einer sekundären Hirnschädigung nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand verstorben sind. Bei der Informationskampagne für die Bevölkerung soll die Botschaft in neuen Spots leicht angepasst werden. (sda)

Seit dem 1. Oktober 2018 kannst du dich als Organspender online registrieren

abspielen

Video: srf/SDA SRF

Das könnte dich auch interessieren:

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

34
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • CaptainLonestarr 17.01.2019 23:27
    Highlight Highlight Anstatt für Parteien könnte man für Organe Stimmen sammeln. Die faulen Leute mit dem Meldeformular in der Hand ansprechen und gleich ausfüllen. Oder Rückfrankierte Couverts mit Anmeldung in die Briefkästen.
  • Yakari9 17.01.2019 09:56
    Highlight Highlight Ich wollte mich in die Onlinedatenbank eintragen. Dann kam da das Feld: "Nachricht an Angehörige" inkl. Bildupload.... Das hat mir dann schon zu denken gegeben... Und ich wusste nicht was schreiben. Nichts? Dann ist vielecht irgendwer enttäuscht... Etwas schreiben und die Angehörigen sind beim Todesfall gar nicht mehr dieselben? Keine Ahnung.
    • achsoooooo 17.01.2019 18:45
      Highlight Highlight @Yakari den Eintrag kann man meines Wissens nach auch wieder ändern...
    • milone 17.01.2019 22:05
      Highlight Highlight Ich hab in diesem Kommentar eine eher allgemeine Aussage gemacht und ausserdem erwähnt, dass ich mich darüber freue jemanden geholfen haben zu können, der die Organe jetzt mehr benötigt als ich.
      Kann dich aber verstehen, fands auch happig eine Frage zu beantworten, die nach meinem Tod verlesen wird.
  • Ferranya 17.01.2019 09:25
    Highlight Highlight Bin schon etwas länger als organspenderin eingetragen. Ich brauch die ja dann nicht mehr, wieso also nicht möglicherweise jemandem helfen oder gar das leben retten?
    • Hades69 17.01.2019 12:17
      Highlight Highlight Wenn deine Zeit um ist, dann ist sie um. Bereite dich auf dein naechstes Leben vor, aber halte nicht dein Leben fest. Alles hat einen Grund. Dieses krankhafte nicht - loslassen des Lebens hat seinen Grund in der Angst vor dem Tod.
  • Konkey Dong 17.01.2019 08:48
    Highlight Highlight Ich behaupte jetzt mal ganz frech, dass die meisten Leute schlicht zu faul sind, um eine Organspenderausweis zu erstellen.
    Es würden sicherlich mehr Leute spenden, wenn jeder als Spender gesehen wird und diejenigen, welche nicht spenden wollen dies ausdrücklich sagen mittels eines "Spendenverweigerungsausweises".
    Eine andere Möglichkeit, wenn auch etwas extrem, wäre noch, die Patienten zu bevorzugen, welche selbst bereit sind zu spenden. So würde man sich 2 mal überlegen ob man wirklich nicht spenden will. Nicht spenden wollen aber im Ernstfall gerne Spenden entgegennehmen ist auch nicht recht
    • Trompete 17.01.2019 10:42
      Highlight Highlight Nein, die Widerspruchslösung ist aus meiner Sicht definitiv nicht das Richtige.

      Jeder Mensch dieser Erde hat Anspruch auf körperliche Integrität, welche mit dem Ableben nicht erlöscht. Für manche Religionen/Menschen ist es aus spirituellen Gründen wichtig, dass der Körper in seiner Gesamtheit begraben wird.

      Hat man vergessen einen Schein auszufüllen, bedeutet dies nicht, dass man auf seine körperliche Integrität verzichtet.

      Man sollte andere "Anreizsysteme" finden.
    • VAVAV 17.01.2019 13:16
      Highlight Highlight Persönlich bin ich für die Widerspruchslösung, aber ich könnte auch gut mit der jetzigen Regelung leben, wenn eine Aussage verpflichtend eingeführt wird. Jeder muss eine Aussage machen, wie er sich entscheidet und warum, geht dabei niemand etwas an. Anreize finde ich gut, z.B. nur potentielle Spender können selbst einer Spenderorgan bekommen. Wäre sehr radikal, aber auch fair. Wenn einem die eigene körperliche Integrität sehr wichtig ist, dann sollte einem auch die körperliche Integrität anderer wichtig sein.
    • Simon Probst 17.01.2019 13:26
      Highlight Highlight Ich bin nicht zu faul, aber ich bin raucher, und gehe davon aus, dass niemand eines rauchers organe haben will.

      im alltag will man ja auch nichts mit rauchern zu tun haben :)

    Weitere Antworten anzeigen
  • Pbel 17.01.2019 08:31
    Highlight Highlight Für die 79% der Umfrage die Spenden würden: Meldet Euch doch bitte auch auf der Webseite von Swisstransplant an. Dauert, wenn man Ausweiss, Drucker und Scanner hat, keine 10 Minuten oder man wählt die Brief Verifikation: https://www.swisstransplant.org/de/
  • Out of Order 17.01.2019 08:19
    Highlight Highlight Macht Organspende endlich «Opt-Out», also Standard. Wer nicht will, muss sich austragen lassen.

    Wenns soweit ist, tuts bestimmt nicht mehr weh. 😉
    • Albert J. Katzenellenbogen 17.01.2019 10:41
      Highlight Highlight Finde ich nicht gut.
    • Out of Order 17.01.2019 13:03
      Highlight Highlight Andere Menschen retten, wenns es dich selber nicht mehr kümmert? Oder was meinst Du?
    • Zat 17.01.2019 14:58
      Highlight Highlight Besser wäre der Vorschlag von Vavav, dass man sich äussern muss ob ja oder nein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • VAVAV 17.01.2019 08:03
    Highlight Highlight Mein Papa ist einer dieser 1412 Wartenden, deshalb beschäftige ich mich seit Jahren intensiv mit dem Thema und habe einen Organspendeausweis. Wäre die Situation nicht so wie sie ist, hätte ich wahrscheinlich keinen, weil unsere Gesellschaft zu wenig sensibilisiert auf das Thema ist. Ich respektiere die Haltung, dass man kein Organspender sein will, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich fänds aber dringend notwendig, dass alle volljährige & mündige Bürger eine Aussage für oder gegen Organspende machen MÜSSEN. Via Krankenkasse oder beim Hausarzt oder in einem natinalen Register, ...
    • Zat 17.01.2019 14:57
      Highlight Highlight In den Niederlanden wurde dies früher in Pass/ID eingetragen, soviel ich weiss. Mittlerweile haben sie glaubs ein noch ausgeweiteteres System. Fände das jedenfalls auch gut, dann wüsste man bei jedem Bescheid, abgesehen von Kindern.
  • Butschina 17.01.2019 07:38
    Highlight Highlight Ich weiss, dass ich nie Blut spenden darf, da ich bereits selber mehrere Bluttransfusionen erhalten habe. Kann mir jemand sagen ob dies für das Spenden von Organen auch gilt? Es würde mir leider logisch erscheinen.
    • Colluci5 17.01.2019 07:52
      Highlight Highlight Hier kurz der Auszug, also sollte es bei dir gehen.
      Prinzipiell können alle Personen Organe spenden, ausser sie leiden an einer aktiven Krebserkrankung, einer Prionenerkrankung (z.B. Creuzfeldt-Jakob) oder einer nichtbehandelbaren Sepsis (Blutvergiftung).
    • ScottSterling 17.01.2019 08:06
      Highlight Highlight Ich denke das kommt auf den Einzelfall/das Organ an. Ich darf auch nicht (mehr) Blutspenden, Blutstammzellen allerdings schon.
    • Padel 17.01.2019 09:11
      Highlight Highlight Soweit ich weiss ist das kein Problem. Ich habe ausch schon eine Bluttransfusion erhalten und bin trotzdem als Blutstammzellenspender eingetragen worden und habe einen Organspendeausweis. Das Hauptproblem, wenn man Blut erhalten hat ist, dass man möglicherweise träger der Creutzfeld Jakob Krankheit ist. Bei einer Organspende sollte eine erhaltene Bluttransfusion jedoch kein grundsätzliches Hindernis sein. Ob man gegebenenfalls auf diese Krankheit testen kann oder bei Organspende als Risiko inkauf nimmt weiss ich allerdings nicht.
    Weitere Antworten anzeigen

Eine halbe Million Menschen in der Schweiz denken an Suizid

541'000 Menschen in der Schweiz haben in den letzten zwei Wochen an Suizid gedacht. 200'000 haben schon einen Versuch gemacht, 33'000 in den letzten 12 Monaten. Seit 2012 stieg der Anteil an Menschen mit Suizidgedanken von 6.4 auf 7.8 Prozent.

Und die Dunkelziffer dürfte aus zwei Gründen hoch sein: Erstens basiert die Statistik des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (Obsan) auf Daten der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB 2017), und bei Befragungen werden Auskünfte oft aus Scham …

Artikel lesen
Link zum Artikel