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Weinstein stellt sich der Polizei und kommt auf Kaution frei

25.05.18, 13:31 25.05.18, 17:25


Weinstein auf dem Weg zur Polizei. Bild: abc news

Der Ex-Hollywood-Produzent Harvey Weinstein hat sich rund ein halbes Jahr nach Bekanntwerden der Vorwürfe sexueller Übergriffe am Freitag den New Yorker Behörden gestellt. Der Produzent wurde angeklagt und anschliessend gegen Kaution auf freien Fuss gesetzt.

Der 66-jährige Weinstein wurde am Freitag wegen sexueller Übergriffe vor einem Gericht in New York angeklagt. Weinstein würden Vergewaltigung und ein krimineller sexueller Akt vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit.

US-Medien berichteten, dabei handle es sich um erzwungenen Oralsex. Der Staatsanwaltschaft zufolge geht es um Vorfälle aus den Jahren 2013 und 2004.

Die Kaution wurde auf eine Million Dollar festgesetzt. Weinstein bekomme ein Überwachungsgerät, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Er habe seinen Pass abgegeben und müsse um Erlaubnis bitten, wenn er die US-Bundesstaaten New York und Connecticut verlassen wolle. Die nächste Gerichtsanhörung wurde für den 30. Juli angesetzt.

«Die heutige Anklage zeigt bedeutenden Fortschritt in dieser andauernden Untersuchung», sagte Staatsanwalt Cyrus Vance. «Mein Dank gilt den mutigen Opfern, die sich gemeldet haben, und den Ermittlern meiner Behörde, die unermüdlich an dieser Untersuchung gearbeitet haben.» Vance bat mögliche weitere Opfer von Weinstein, sich zu melden.

Weinsteins Anwalt Benjamin Brafman beteuerte die Unschuld seines Klienten. «Herr Weinstein hat immer gesagt, dass er niemals nicht-einvernehmlichen Sex mit jemanden hatte», sagte Brafman gemäss einer schriftlichen Mitteilung. Weinstein sei sicher, «dass er komplett entlastet werden wird», hiess es weiter.

Der einstige Hollywood-Mogul hatte sich am frühen Morgen in Begleitung von Anwälten in ein Gebäude der New Yorker Polizei im Süden Manhattans begeben, um sich den Behörden zu stellen. Dutzende Medienleute und Schaulustige standen vor dem Gebäude.

In der Polizeiwache wurde er festgenommen, und die Anklage wurde verlesen. Danach verliess er das Gebäude in Handschellen und wurde zum Gericht gebracht, wo unter anderem die Höhe der Kaution bekannt gegeben wurde. Anschliessend wurde Weinstein unter Auflagen auf freien Fuss gesetzt.

Über 100 Frauen betroffen

Die ersten Vorwürfe gegen Weinstein waren im Oktober bekannt geworden. Inzwischen werfen ihm mehr als 100 Frauen, darunter zahlreiche Stars wie Angelina Jolie und Gwyneth Paltrow, vor, sie sexuell belästigt oder sogar vergewaltigt zu haben. Der früheste Fall soll etwa 40 Jahre zurückliegen.

Auch in Los Angeles und London laufen gegen Weinstein Ermittlungen wegen sexueller Übergriffe. Der 66-Jährige bestreitet die Vorwürfe: Nach seiner Darstellung war der Sex immer einvernehmlich.

Auch wenn Weinstein vor Gericht gestellt werde, wäre es bis zu einer Verurteilung wegen sexueller Übergriffe noch ein weiter Weg, sagte die Strafverteidigerin und Ex-Staatsanwältin Julie Rendelman der Nachrichtenagentur AFP. Es sei zu erwarten, dass Weinsteins Anwalt Ben Brafman für seinen Mandanten «sehr hart kämpfen» werde.

Brafman hatte schon den früheren Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, vor einer Verurteilung wegen eines sexuellen Übergriffs auf ein Zimmermädchen im Jahr 2011 bewahrt. Der Strafverteidiger hatte die Anklage des Manhattaner Bezirksstaatsanwalts Cyrus Vance zerpflückt.

Dieser steht derzeit in der Kritik, weil er vor drei Jahren ein Verfahren gegen Weinstein wegen sexueller Übergriffe eingestellt hatte. Die Vorwürfe gegen Weinstein traten die sogenannte #MeToo-Debatte los, in der weltweit zahlreiche mutmassliche Opfer sexueller Gewalt an die Öffentlichkeit gingen. (sda/afp/dpa)

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Video: srf

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41
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41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • lilie 25.05.2018 19:08
    Highlight Das ist alles sehr, sehr unerfreulich.

    Wenn es wahr ist, was diese Frauen erzählen (und es sind ja unterdessen ziemlich viele...), dann ist das eklig.

    Und es ist leicht zu behaupten, der Sex sei einvernehmlich gewesen (warum musste er überhaupt mit all diesen Frauen Sex haben? er war doch verheiratet - aber das nur am Rande), wenn er in einer solchen Machtposition war, dass die Frauen sich womöglich fürchteten, sich zu wehren, weil sie Angst vor den Folgen für ihre Karrieren hatten.

    Andererseits wird es schwer sein, das zu beweisen. Womöglich steht am Ende einfach Aussage gegen Aussage.
    11 2 Melden
    • R. Peter 26.05.2018 00:43
      Highlight 1) warum miss er überhaupt Sex haben, er ist doch verheiratet? völlig irrelevant und einzig Sache der Eheleute.

      2) Wenn er in einer solchen Machtposition war, dass Frauen sich womöglich fürchten nein zu sagen, dürfte er folglich mit niemandem Sex haben, da er ja nie von Einvernehmen ausgehen kann.
      5 2 Melden
    • lilie 26.05.2018 08:03
      Highlight @Peter:

      1) Deshalb wars ja eine Randbemerkung in Klammern. ;)

      2) Er könnte mit Frauen Sex haben, die er privat kennengelernt hat. Dort besteht die Problematik nicht.
      3 3 Melden
    • R. Peter 26.05.2018 09:38
      Highlight lilie,
      1) Bleit dennoch irrelevant, dass du es erwähnst zeugt aber von deiner nicht neutralen Sichtweise.

      2) Jemandem vorzuschreiben, mit wem man Sex haben darf oder nicht halte ich für äusserst übergriffig. Zudem verm schen sich (bei soviel Erfolg besonders) das private und berufliche Umfeld oft bis zur un Untrennbarkeit. Und drittens lernen sich die meisten (glücklichen) Paare auf der Arbeit kenn.
      Nein. Es geht einzig darum, dass jede(r) für sich verantwortlich istauch unter Inkaufnahme von Nachteilen „nein“ zu sagen. Ein „nein“ ist dann natürlich uneingeschränkt zu akzeptieren.
      3 2 Melden
    • lilie 26.05.2018 12:04
      Highlight @Peter: Ja genau. Klappt nur eben leider nicht. Darum gehts ja eben.
      2 1 Melden
    • Saraina 26.05.2018 17:39
      Highlight Das mit dem Akzeptieren von "nein" scheint nun eben eines der Probleme von Weinstein gewesen zu sein. Und glückliche Paare finden sich nicht, wenn der Chef eine Frau zur Besprechung in sein Hotelzimmer einlädt, und sie in der Annahme, es seien mehrere Leute dort, hingeht, und er im Bademantel auftaucht, diesen fallen lässt und Oralsex oder eine Massage fordert, und wenn sie nein sagt und zur Tür will, ihr nachrennt und den Ausgang versperrt.
      Man darf mit jederman Sex haben, der ohne Druck oder Zwang einverstanden ist.
      3 1 Melden
    • R. Peter 26.05.2018 18:10
      Highlight Lilie und Saraina, klar, es sind aber halt zwei Paar Schuhe: Lilie befand dass die Annahme „einvernehmlich“ durch die Machtposition nicht zulässig sei, was ganz einfach Quatsch ist. Ebenso wie das Mächtige nur mit privaten Bekanntschaften intim werden dürften. Nur weil Weinstein mutmasslich „nein“ nicht akzeptierte, werden obige Behauptungen dadurch nicht einfach wahr...
      0 0 Melden
    • lilie 27.05.2018 07:34
      Highlight @Peter: So ein Quatsch, das habe ich nie gesagt. Ich habe gesagt, Weinstein kann leicht behaupten, es sei einvernehmlich gewesen, wenn die Frauen in Wirklichkeit Nachteile befürchten mussten, wenn sie Nein sagten. Es kann deswegen immer noch einvernehmlich gewesen sein - die Wahrscheinlichkeit für einen Machtmissbrauch ist aber gross.

      Darauf hast du gesagt, aber dann hätte er ja nie Sex haben dürfen ausserhalb seiner Ehe, worauf ich sagte, doch, wenn er Beruf und privat strikt trennt.

      Wenn er dort dann natürlich auch kein Nein akzeptiert, ist er einfach ein gewöhnliche A****loch.
      3 1 Melden
    • Saraina 27.05.2018 10:18
      Highlight Nun, jemandem zu sagen, dass er in der Branche nie wieder Arbeit findet, wenn sie nicht xxx macht, oder die Polizei informiert, ist sicher illegaler Druck. Wenn er Selma Hayek sagt, dass er den fast fertig gedrehten Film "Frida", an dem sie jahrelang gearbeitet hat, und der ihr Herzenskind ist, versenkt - wenn sie sich nicht auszieht, ist mir verständlich, dass sie diesen Nachteil nicht in Kauf nimmt, aber ich finde auch nicht,dass das dann einvernehmlich war. Der Mann hätte von seiner Firma gebremst werden müssen. Deshalb hat diese sich aufgelöst, um keinen Schadensersatz zahlen zu müssen.
      2 2 Melden
    • Saraina 27.05.2018 10:22
      Highlight Im Übrigen sind mir mehrere grosse Firmen bekannt, die Liebeleien unter Angestellten, sowieso wenn ein Vorgesetzter involviert ist, untersagen. Solange beide sich damit wohlfühlen, kann man ja diskret sein, oder einer kündigt. Aber wenn's Krach gibt, ist das ein Kündigungsgrund. Nach #metoo düfte sich jeder Chef zweimal überlegen, wem er spielerisch an den Hintern fasst. Und das ist gut so...
      0 2 Melden
  • äti 25.05.2018 19:04
    Highlight Weinstein macht Trump.
    4 8 Melden
  • Bombenjunge 25.05.2018 17:33
    Highlight Der Fall Weinstein ist relativ klar.
    Die ganze metoo Hysterie ist allerdings ziemlich übel.
    zB Bush Senior oder jetzt Morgan Freeman sind eher Chauvinisten mit etwas fragwürdigen Humor. Werden aber total fertig gemacht von den metoo Brigaden.
    18 9 Melden
    • Saraina 25.05.2018 20:15
      Highlight Bush senior ist senil, und keineswegs der einzige Greis, der Frauen an den Hintern fasst. Kann dir jede Pflegerin aus dem Altersheim bestätigen. Irgendwo muss man einfach eine Grenze ziehen, finde ich auch.
      9 3 Melden
    • Domsh 26.05.2018 01:16
      Highlight Du hast den Sinn von metoo überhaupt nicht verstanden.
      Es geht doch nicht um Trittbrettfahren à la “hei ich will auch noch Geld“, sondern darum dass sich Opfer gegenseitig Mut machen nach Jahren der Einschüchterung den Mut zu fassen um gegen diese Eckelpackete auszusagen.
      Schade wird diese gute Sache von kurzsichtigen Leuten des öfteren in Verruf gebracht.
      4 5 Melden
    • Saraina 26.05.2018 11:49
      Highlight Ich verstehe diesen Sinn durchaus, und bin auch nicht der Meinung, dass nur Geldgier dahinter stecke. Aber mir scheint, dass die Tendenz besteht, jede unangenehme Erfahrung (Bush sen.) und teilweise auch einfach schlechten Sex oder schlechte Anmache mit echtem sexuellem- und Machtmissbrauch (Weinstein) in einen Topf zu werfen. Das öffentlich an den Pranger stellen aufgrund einer Aussage tut der Sache keinen Gefallen, sondern schafft neue Opfer.
      5 1 Melden
    • Domsh 26.05.2018 13:14
      Highlight Es gilt fairerweise festzuhalten dass der Pranger nicht von den Anklägern gemacht wird sondern vom Boulevard und den restlichen Medien die gierig das ganze ausschlachten und die Leser die sich gierig darauf stürzen.
      Die Alternative wäre zu sagen: “nein ich schweige weiterhin damit niemand von den Medien bedrängt wird.“ Soll ein Opfer dem Täter den Gefallen machen? Ist das Opfer schuld an der Reaktion der Medien?
      0 1 Melden
    • Saraina 26.05.2018 17:16
      Highlight Die Frage ist: wer ist ein Opfer? Wenn eine Frau vom greisen Bush sen. an den Hintern gefasst wird, ist sie ein Opfer? Wenn dein Date die Situation falsch versteht und versucht, dich zu küssen, aber aufhört wenn du die Sache klar machst, bist du ein Opfer? Wenn du dich windest, und aus falsch verstandener Höflichkeit die Sache nicht klar machst, und der Typ weiter wirbt, bist du ein Opfer? Solche sicher unangenehmen Ereignisse mit dem massiven Machtmissbrauch Weinsteins zu vergleichen, ist bizarr. Und an den Pranger werden die "Täter" gestellt, wenn das "Opfer" die Sache der Presse meldet.
      2 1 Melden
  • Gawayn 25.05.2018 16:11
    Highlight Was mir zum kotzen ist...
    Zuerst konnte er tun was er wollte.

    Dann als ein paar der Einflussreicheren Frauen sich erfolgreich gewehrt hatten, fallen ihm alle in den Rücken.

    NIEMAND von seinen Partnern kann behaupten, das er keine Ahnung hatte was lief.

    Seine Frau wusste es auch und so lange ihm niemand was nachweisen konnte, waren alle ein Herz und eine Seele.

    Alles Charakterschweine!
    73 7 Melden
    • MSpeaker 25.05.2018 16:15
      Highlight Wie kommst du darauf, dass es alle wusten? Das es die Frau wusste bezweifl ich doch sehr. Vielleicht ahnte sie etwas aber es ist halt schon noch mal was ande
      23 15 Melden
    • Domsh 26.05.2018 01:12
      Highlight Es brauchte den Mut der metoo-Bewegung um dieses Schwein nach Jahren und Jahrzehnten seinen ungestörten Treibens endlich anzuklagen. Schade wird sie von manchen immernoch belächelt.
      2 3 Melden
  • E7#9 25.05.2018 14:46
    Highlight Im Titel steht „Anlage wegen Vergewaltigung“. Es stimmt ja schon irgendwie, aber...
    18 5 Melden
  • Pascal91 25.05.2018 14:38
    Highlight Die Anlage wird's freuen :P
    18 2 Melden
  • elias776 25.05.2018 13:56
    Highlight yesss endlich. Wurde mal zeit das dieser Mann verhaftet wird. Das was er getan hat kann nicht rückgängig gemacht werden.
    24 27 Melden
    • w'ever 25.05.2018 14:45
      Highlight es stimmt. was dieser mann mutmasslich getan hat kann nicht rückgängig gemacht werden. aber die angeblichen taten liegen so lange zurück, dass ich mich wirklich frage ob es für die betroffenen überhaupt sind für diese klage macht, abgesehen natürlich des geldes wegen.
      26 35 Melden
    • insomniac 25.05.2018 14:57
      Highlight Warten wir doch erst mal auf das Verfahren. In einem Rechtsstaat gilt immer noch die Unschuldsvermutung. Schade, dass so viele Menschen das im Zuge dieser #metoo Debatte vergessen.
      43 19 Melden
    • axantas 25.05.2018 17:08
      Highlight eine Anschuldigung über #metoo und du bist sowieso endgültig erledigt, auch ohne Richter. Unschuldsvermutung gibt es nicht.

      Bei allem Unrecht, das sicher geschehen ist, bleibt das ein Selbstbedienungs-Standgericht für jedefrau.
      22 11 Melden
    • Domsh 26.05.2018 01:22
      Highlight Die Alternative zu metoo wäre weiterhin als Opfer zu schweigen und somit den Täter davonkommen zu lassen! Ist das das Ziel?
      Ausserdem, fairerweise muss man sagen das nicht eine Frau oder einen metoo-Artikel Vorverurteilung übte.
      Vorverurteilen tun immer der Boulevard und deren Leser. Insofern sind wir das genannte Übel und nicht seinerzeit belästigte Frauen!
      2 3 Melden
    • axantas 26.05.2018 12:30
      Highlight Es geht nicht um eine Alternative zu metoo. Das ist schon ok. Es geht darum, dass das eine Plattform für Selbsjustiz (geworden) ist.

      Einmal drauf, fällt der Mob über dich her und du bist tot. Wenn dann allenfalls gerichtlich deine Unschuld festgestellt wird, ist das nebensächlich, da du bereits tot bist.
      3 2 Melden
    • Domsh 26.05.2018 15:35
      Highlight Aber ist der Mob diese Frauen oder die klatschgeile Öffentlichkeit?
      1 0 Melden
    • axantas 26.05.2018 18:11
      Highlight Der Mob ist die Öffentlichkeit, die dich zum Tod verurteilt, allenfalls die (unberechtigt) rachsüchtige Frau, die die Gelegenheit nutzt, um dich auf einfache Weise zu zerstören.

      Metoo war ein berechtigter Aufschrei, der mittlerweile zu einer Vernichtungsmaschine pervertiert wurde.
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