DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ueli Maurer trifft Donald Trump

Maurer zufrieden mit Gespräch: «Trump ist eine offene, kommunikative Persönlichkeit»



Der erste offizielle Besuch eines Schweizer Bundespräsidenten im Weissen Haus ist vorbei: Ueli Maurer hat am Donnerstag gegen Mittag (Ortszeit) den US-Präsidenten Donald Trump in Washington getroffen. Die beiden begrüssten sich gut gelaunt und zogen sich dann für knapp 40 Minuten unter Ausschluss der Presse ins Oval Office zurück.

Nach Angaben des Eidgenössischen Finanzdepartementes (EFD) ging es in dem Gespräch darum, die Möglichkeit eines Freihandelsabkommens zwischen den USA und der Schweiz auszuloten. Details, hiess es später von Maurer, seien aber nicht besprochen worden. Die USA sind mit Ausfuhren im Wert von über 40 Milliarden Franken pro Jahr der zweitgrösste Exportmarkt für die Schweiz, gleich nach Deutschland.

Diplomatische Dienste für die USA

Laut Trumps Sprecherin, Sarah Sanders, ging es hauptsächlich um die diplomatischen Dienste der Schweiz im Iran und in Venezuela. Die Schweiz vertritt seit 1980 die diplomatischen Interessen der USA in Iran.

In Venezuele liefern sich derzeit Präsident Nicolas Maduro und der selbst ernannte Übergangspräsident Juan Guaido einen erbitterten Machtkampf. Aussenminister Ignazio Cassis und US-Botschafter Edward McMullen haben Anfang April eine Vereinbarung unterzeichnet, wonach die Schweiz künftig auch die Interessen der USA in Caracas vertreten soll. Dazu sagte Ueli Maurer in einer Pressekonferenz nach dem Treffen: «Wir haben jetzt dieses Abkommen und wir müssen abwarten. Momentan können wir nichts entscheiden. Die Situation ist für uns und auch für die USA ein bisschen verrückt.»

Maurer ist zufrieden

Ueli Maurer schien mit dem Verlauf des Treffens zufrieden zu sein. Trump sei eine offene, kommunikative Persönlichkeit, betonte er.

(tam)

Die Einzelheiten im Ticker:

Liveticker: Ueli Maurer in Washington

Schicke uns deinen Input
tanja_mo
21:12
"Treffen in sehr freundschaftlicher Atmosphäre"
In einer Pressemitteilung des EFD heisst es: «An einer Medienkonferenz im Anschluss an das Treffen unterstrich Bundespräsident Ueli Maurer die sehr guten Beziehungen zwischen der Schweiz und den USA und sprach von einem Treffen in sehr freundschaftlicher Atmosphäre. Weiter führte der Bundespräsident aus, das in der gemeinsamen Beziehung noch bestehende Potenzial gelte es auszunutzen, vor allem im wirtschaftlichen Bereich sowie im Rahmen der guten Dienste der Schweiz.»


21:04
Maurer scheint zufrieden
Alles in allem scheint Ueli Maurer mit dem Gesprächsverlauf zufrieden zu sein. Mehrfach betonte er, Trump sei freundlich und unkompliziert gewesen. Zwei Punkte seien besonders wichtig gewesen: die wirtschaftlichen Beziehungen und die Guten Dienste der Schweiz für die USA.

Beim Thema Freihandelsabkommen legte er sich inhaltlich nicht fest: «Die Details beim Freihandelsabkommen müssen die Unterhändler aushandeln. Bei uns in der Schweiz steigt das Bewusstsein für biologische Produkte, die können aber auch aus der USA kommen. Aber wir können den Amerikanern sagen, sie könnten von uns die besten biologischen Produkte der Welt bei uns kaufen.»
20:54
Maurer zum Iran und Venezuela
Auf eine Nachfrage zum Thema Iran sagte Maurer nur: «Wenn Sie vermuten, dass ich nur wegen Iran hier war, dann liegen Sie falsch.» Die Schweiz vertritt seit 1980 die diplomatischen Interessen der USA in Iran.

Zu Venezuela sagte er: «Wir haben jetzt dieses Abkommen und wir müssen abwarten. Momentan können wir nichts entscheiden. Die Situation ist für uns und auch für die USA ein bisschen verrückt.» In Venezuela liefern sich Präsident Nicolas Maduro und der selbst ernannte Übergangspräsident Juan Guaido einen erbitterten Machtkampf. Aussenminister Ignazio Cassis und US-Botschafter Edward McMullen haben Anfang April eine Vereinbarung unterzeichnet, wonach die Schweiz künftig die Interessen der USA in Caracas vertreten soll.
20:51
Maurer bleibt vage
Maurer sagte in der Pressekonferenz nach dem Gespräch, er glaube nicht, dass Trump sich um Details eines Freihandelsabkommens mit der Schweiz kümmere. Die USA hätten andere Probleme.

Trump sei, so sein Eindruck, eine offene, kommunikative Persönlichkeit. Es sei ein sehr angenehmes Gespräch gewesen, weil Trump eine sehr direkte und unkomplizierte Sprache spreche.
20:30
Ueli Maurer äussert sich zum Treffen

19:47
Together ahead! So hat sich Ueli Maurer im Weissen Haus verewigt

19:22
Trump-Sprecherin sagt, es sei um diplomatische Dienste der Schweiz gegangen
Laut der Sprecherin Trumps, Sarah Sanders, besprachen die beiden Präsidenten hauptsächlich die diplomatischen Dienste der Schweiz – das Freihandelsabkommen erwähnte sie nicht. (sda)
19:05
Maurer in CNN-Bericht zum Iran zu sehen
Kurz nach dem Treffen war Ueli Maurer in einem CNN-Bericht zu sehen. Ein Reporter fragt Trump darin: «Erklären wir dem Iran den Krieg?» Trump antwortet: «Ich hoffe nicht.»


18:48
Kiss-Bassist Gene Simmons kurz nach Maurer am Weissen Haus
Vielleicht hatte Trump noch etwas anderes vor? Kurz nach Maurers Abfahrt traf offenbar weiterer Besuch am Weissen Haus ein. Mehrere Tweets zeigen den Bassisten der Rockband Kiss mit seiner Frau Shannon Tweed.


18:41
Eine Kurze Unterhaltung
Nur etwa eine Dreiviertelstunde nachdem sich Trump und Maurer ins Oval Office zurückgezogen hatten, zeigt ein Video wie Maurers Auto wieder vom Weissen Haus abfährt. Die Journalisten vor Ort Berichten: Das Gespräch ist beendet.

18:05
Besprechung im Oval Office
Der US-Präsident Donald Trump und Bundespräsident Ueli Maurer werden sich jetzt im Oval Office unterhalten – unter Ausschluss der Presse. Das Gespräch soll maximal bis 19.30 Uhr Schweizer Zeit dauern.

Anschliessend, um ca. 20 Uhr, findet eine Medienkonferenz statt.
17:54
Trump und Maurer treffen zum ersten Mal am Weissen Haus aufeinander

17:53
Ueli Maurer ist da!

17:33
CNN: Trump trifft Maurer, weil Iran-Spannungen steigen
Der US-amerikanische Nachrichtensender CCN berichtet ebenfalls über das Treffen von Maurer und Trump. Dem Sender zufolge scheinen Trumps Absichten klar: Es werde wohl um die steigenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran gehen. Demnach habe das Weisse Haus den Schweizern eine Telefonnummer zukommen lassen, die die Iraner von der Schweizer Botschaft vor Ort erhalten können, um Kontakt zu den USA aufzunehmen. Es sei jedoch unwahrscheinlich, dass der Iran die Nummer nutzen werde.

Die Schweiz vertritt seit 1980 die diplomatischen Interessen der USA in Iran. Das Schutzmachtmandat begann, als iranische Studenten die US-Botschaft in Teheran stürmten und die Mitarbeiter über ein Jahr lang als Geiseln festhielten.
17:22
Die Presse wartet gespannt

16:00
Die ECHTE Einladung von Trump für Maurer
15:41
"His Excellency Ueli Maurer"
Und so sah die Pressemitteilung zur Einladung für Seine Exzellenz aus. Ein historisches Dokument:


15:40
Wer will hier was von wem?
15:36
Was du vorab wissen musst
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Donald Trump ist in der Schweiz

So ist das neue Bundesratsfoto entstanden

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Chlorothalonil: Syngenta lässt dem Bund einen Maulkorb verpassen

Der Agrochemiekonzern Syngenta Agro hat im Zusammenhang mit einem Fungizid abermals erreicht, dass der Bund Informationen zu möglichen krebserregenden Folgen des Mittels nicht verbreiten darf. Das Bundesverwaltungsgericht hiess einen Antrag der Syngenta gut.

In einer am Donnerstag veröffentlichten Zwischenverfügung erteilt das Bundesverwaltungsgericht dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) klare Anweisungen: Das Bundesamt darf vier verschiedene Abbaustoffe, …

Artikel lesen
Link zum Artikel