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«Obersee Nachrichten» akzeptieren Urteil im «KESB-Fall» – der Chef muss den Hut nehmen



Bild

Bruno Hug muss nach dem Urteil gehen.

Die «Obersee Nachrichten» in Rapperswil-Jona SG akzeptieren das Urteil im «KESB-Fall». Der Leiter und Chefredaktor der Gratiszeitung, Bruno Hug, dem eine persönlichkeitsverletzende Kampagne vorgeworfen wurde, scheidet aus dem Unternehmen aus.

Dies teilten die «Obersee Nachrichten» am Freitag mit. Der Verwaltungsrat habe beschlossen, die Geschäftsführung per sofort an Rolf Seelig zu übergeben. Seelig war bisher bei Somedia in Chur als Kadermitglied und Abteilungsleiter Zeitungen, Zeitschriften und Buchverlage tätig.

«Der bisherige Leiter und Chefredaktor, Bruno Hug, scheidet aus dem Unternehmen aus», heisst es im Communiqué. Aus Gründen der Persönlichkeitsschutzes würden keine weiteren Auskünfte gegeben.

Der Verwaltungsrat habe zudem beschlossen, das Urteil des Kreisgerichts Werdenberg-Sarganserland in Sachen KESB/Stadt Rapperswil-Jona zu akzeptieren. Die Redaktion in Rapperswil sei am Freitag über diese Schritte informiert worden.

Persönlichkeitsverletzung

Das Kreisgericht hatte am Dienstag eine Klage der Stadt Rapperswil-Jona und des Präsident der KESB Linth gegen die «Obersee Nachrichten» weitgehend gutgeheissen. Das Gericht kam zum Schluss, die Gratiszeitung habe eine persönlichkeitsverletzende Kampagne gegen die Kläger geführt.

Gemäss dem Urteil haben die «Obersee Nachrichten», deren Verleger und Redaktor Bruno Hug sowie ein weiterer Redaktor zwischen September 2014 und August 2017 mit zahlreichen Berichten und Leserbriefen eine Kampagne geführt, deren Stossrichtung es war, die KESB Linth und deren Präsidenten in der Öffentlichkeit zu diskreditieren.

«Vorliegend wurden die Grenzen zur Persönlichkeitsverletzung überschritten», schrieb das Gericht. Die «Obersee Nachrichten» werden verpflichtet, den Entscheid, sobald dieser rechtskräftig wird, im Blatt zu publizieren, in ihrem Onlinearchiv und weiteren Datenquellen entsprechende Hinweise anzubringen und zahlreiche Facebook-Einträge zu löschen.

Kritische Berichte erlaubt

Das Gericht hielt fest, dass «eine kritische Berichterstattung der Medien weder verboten noch eingeschränkt werden» dürfe. Mit der wichtigen Rolle der Medien seien aber auch Pflichten verbunden. Das Recht der Medien zur freien Berichterstattung ende dort, wo die Interessen des Persönlichkeitsschutzes überwögen.

Der Streit zwischen den «Obersee Nachrichten» und den KESB-Behörden hat eine lange Vorgeschichte. Unter anderem spielte sie im Herbst 2016 auch im lokalen Wahlkampf eine Rolle: Bruno Hug, Verleger und Redaktor der Gratiszeitung, trat gegen den amtierenden Stadtpräsidenten von Rapperswil-Jona an und holte im ersten Wahlgang am meisten Stimmen. Danach zog er seine Kandidatur zurück. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sir_Nik 15.12.2017 15:28
    Highlight Highlight Haha die Zeitung die gerade für Persönlichkeitsverlegzung verurteilt wurde verweigert weitere Auskünfte aufgrund des Persönlichkeitsschutzes 😄
  • DäPublizischt 15.12.2017 15:03
    Highlight Highlight Richtig so! Persönliche Angriffe, die der eigenen Polit-Agenda dienen, als Investigativ-Journalismus zu verkaufen, darf nicht geduldet werden.

    Hug griff mit seinen "Hintergrundrecherchen" schon immer nur Diejenigen an, die ihm nicht gut gesinnt waren. Und dies auch immer extrem einseitig.
  • Judge Dredd 15.12.2017 14:19
    Highlight Highlight Genau mein Humor! Die unterlegene Partei hat bei ihrer Berichterstattung immer wieder auf den Mann gespielt und ist jetzt wegen Persönlichkeitsverletzung schuldig gesprochen worden. Und was steht in ihrem Communiqué?

    "«Der bisherige Leiter und Chefredaktor, Bruno Hug, scheidet aus dem Unternehmen aus», heisst es im Communiqué. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes würden keine weiteren Auskünfte gegeben."

    Aha, der gute Herr legt also bei sich selbst durchaus Wert auf Persönlichkeitsschutz.

    • einmalquer 15.12.2017 16:11
      Highlight Highlight Ihr Humor ?

      Die ON sind weitaus humoriger - schauen Sie sich mal die neuste Ausgabe an (Online verfügbar).

      Hauptthema: MOBBING
  • Linus Luchs 15.12.2017 14:08
    Highlight Highlight Gut so. Wir brauchen seriösen Journalismus. Aktivisten in Redaktionen gibt es schon mehr als genug.
  • einmalquer 15.12.2017 13:24
    Highlight Highlight Die Unsitte der Medien, alles zu personalisieren führt zu solchen Berichterstattungen, die nicht mehr Ursachen und Wirkungen beschreiben, sondern nur noch Prügeleien auf Personen gleich kommen.

    Es ist eben einfacher, Personen fertig zu machen, als Probleme zu lösen.

    Und das Publikum spielt mit, wie die Kommentarspalten zeigen.
    • who cares? 15.12.2017 17:41
      Highlight Highlight Diesen Kommentar sollte sich auch watson ausdrucken und im Büro aufhängen. Ich bin weiss Gott kein SVP-Anhänger, aber die Artikel in dem letzten Tagen zu Glarners Bagatell-Autounfall und dem SVP-Bundesrichter in der Sache Glockengeläut fand ich schon ein bisschen grenzwertig. Es gibt ja sonst genug spannendes zu berichten.

      Auf die andere Seite gibt es auch auf die Person fokussierte gute Artikel, wie der über die Vorgeschichte von Bruno Hug. Wenn einer so Dreck am Stecken hat, sollte darüber, wenn auch fair, berichtet werden.
  • ChlyklassSFI 15.12.2017 12:17
    Highlight Highlight Hug nimmt Hut. Konsequent.
    • einmalquer 15.12.2017 16:03
      Highlight Highlight Bei Hug wird es nicht bleiben - darf es nicht, kann es nicht...

      Es muss viele Hüte geben, die zu nehmen sind,

      ein Hutgeschäft in der Region wäre eine gute Geschäftsidee.

Alle Personen, die in den National- und Ständerat gewählt wurden

200 Nationalrats-und 46 Ständeratssitze werden heute verteilt. Hier sind alle Personen, die in ihren Kantonen den Einzug ins Parlament geschafft haben.

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