Hund
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Kranker bester Freund – überzüchtete Hunde und die qualvollen Folgen 

Trend-Hunde wie Französische Bulldoggen oder Möpse kämpfen mit so gravierenden gesundheitlichen Problemen, dass verschiedene Verbände nun Alarm schlagen. Was tut der Mensch dem Hund an?

Annika Bangerter / Schweiz am Wochenende



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Leidet: Ein Mops beim Arzt Bild: az/Sandra Ardizzone

In der Nase von Shina stecken sechs Wattestäbchen. Die Mops-Dame hat alle vier Beine von sich gestreckt, liegt unbeweglich auf dem Operationstisch. Ein Tubus pumpt Sauerstoff und Narkosegas in ihre Lungen, im Hintergrund zeichnet ihr Herzschlag eine Hügellandschaft auf den Bildschirm.

Tierarzt Daniel Koch zieht die Plastikhandschuhe aus, schiebt den Stuhl zurück. «Kurze Pause. Wir müssen warten, bis die Watte den Blutfluss gestoppt hat.» Auf einer Ablagefläche neben ihm liegen die Gründe für diese Operation: Nasenknorpel und ein acht Millimeter langes Stück des Gaumensegels. Es sind die stummen Zeugen eines Exzesses.

 

Das sind Merkmale von Qualzucht:

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Französische Bulldogge: Rechts überzüchtet, links gesund.

Shina leidet an Brachycephalie, an einer extremen Kurzköpfigkeit. Weil die Nase dabei verengt und gestaucht ist, strömt zu wenig Sauerstoff in die Lungen. Der Hund ringt permanent um Luft, wodurch die oberen Atemwege wie bei einem Sog in die Tiefe gezogen werden.

Die Folgen? Enge Nüstern, schmaler Rachen, ein verlängertes Gaumensegel, ausgestülpte Kehlkopftaschen und eine dicke Zunge. Zudem bildet sich in den Lungen ein Unterdruck, der dazu führen kann, dass der Magen in den Brustkasten gesogen wird. Passiert das, würgt oder übergibt sich das Tier.

Shina ist kein Einzelfall. Im Gegenteil. Ihr Schicksal teilen Hunde aller Rassen mit Kurzköpfigkeit: Die Französische Bulldogge, der Mops oder der Boxer gehören zu den berühmtesten Vertretern. Die Natur hat für die Tiere keine Erstickungsanfälle und Atemnot vorgesehen. Es ist der Mensch, der die Tiere krankgezüchtet hat.

So verwöhnt werden Hunde für das chinesische Neujahrsfest

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Video: srf

Das Phänomen der Überzüchtung macht vor fast keiner Rasse halt. Ein paar Beispiele? Giganten wie Deutschen Doggen schmerzen die Hüften wegen Fehlbildungen, Zwergen wie Chihuahuas wachsen die Schädelknochen oft gar nicht richtig zu, Dackeln springen häufig Bandscheiben raus und in den übermässigen Falten des Shar Pei gären Pilzinfektionen.

Kindliche Proportionen

Am häufigsten treffen Tierärzte gegenwärtig aber auf rassenbedingte Probleme bei kurzköpfigen Hunden. Insbesondere Möpse und Französische Bulldoggen haben in den vergangenen zehn Jahren einen Boom erfahren, der seinesgleichen sucht. Lebten 2008 knapp 1500 Französische Bulldoggen in der Schweiz, verzeichnet die Hundedatenbank Amicus heute mehr als 10'000 dieser Hunde. Und der Bestand der Möpse hat sich in dieser Zeit verdreifacht.

Was ist Qualzucht?

Seit 2008 ist Qualzucht in der Schweiz verboten. Das Tierschutzgesetz hält fest, dass einem Tier durch natürliche und künstliche Zucht keine «Schmerzen, Leiden, Schäden oder Verhaltensstörungen» zugefügt werden dürfen.
2015 erliess der Bund eine zusätzliche Verordnung, um die Umsetzung zu erleichtern. Damit führte er vier Belastungskategorien ein, die darüber entscheiden, ob ein Tier zur Zucht eingesetzt werden darf. Diese seien zu wenig griffig, kritisieren Tierärzte.
Andreas Rüttimann von der Stiftung für das Tier im Recht (TIR) sagt, die juristischen Grundlagen, um gegen Qualzucht vorzugehen, seien zwar vorhanden. Aber: «An der Umsetzung hapert es.» Trotz der weit verbreiteten Problematik sei es nach heutigem Kenntnisstand lediglich zu einer einzigen Verurteilung gekommen, sagt er. Ein wesentlicher Mangel der Verordnung liege darin, dass die vorzunehmende Belastungsbeurteilung nicht staatlich kontrolliert würde.

Woher rührt dieser Anstieg? Marie Müller vom Vorstand der Schweizerischen Vereinigung für Kleintiermedizin (SVK) sagt, dass Prominente den Trend losgetreten hätten. Löste früher ein Film wie «Ein Schweinchen namens Babe» oder «Ein Hund namens Beethoven» einen Ansturm auf Border Collies respektive Bernhardiner aus, lässt sich heute dasselbe beobachten, wenn Stars die sozialen Netzwerke mit Fotos ihrer Vierbeiner fluten.

Ad absurdum führt es Popsängerin Lady Gaga. Ihre Hündin Asia hat einen eigenen Instagram-Account. Mit mehr als 240'000 Followern ist die französische Bulldogge selber eine Berühmtheit.

Die Bilder verdeutlichen, wie stark sich das Verhältnis zwischen Mensch und Hund verändert hat. So muss Asia als Geburtstagskind mit Hut auf dem Kopf posieren, als VIP in einer schwarzen Limousine oder als Gegenüber an einem Restauranttisch. Sie könnte ebenso gut Kind, Freundin oder Partner sein – aber Hund? «Die Menschen sind viel zu weit gegangen. Wie es den Tieren dabei geht, daran denken viele nicht», sagt Tierärztin Müller.

Das Imageproblem des Deutschen Schäferhunds

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Video: srf

Die Vermenschlichung der Hunde endet indes nicht beim Posieren im Fasnachtskostüm. Auch nicht bei veganer Ernährung oder bei Wellnessprodukten wie Mandarinenrinden-Öl zur Entspannung. Die Vermenschlichung führt zu einem veränderten Aussehen der Tiere. «Besonders gefragt sind Hunde mit einem Kindchen-Schema, also mit grossen Augen und kurzen Nase. Zudem mögen die Menschen hochgezogenen Lefzen, weil es sie glauben lässt, die Tiere würden lächeln», sagt Müller.

Aufgrund der Veranlagung und ihrem Status als hippes Accessoire sind kurzköpfige Rassen besonders stark betroffen. Deshalb lanciert die Vereinigung für Kleintiermedizin nun eine breit abgestützte Kampagne. Gemeinsam mit dem Schweizer Tierschutz, der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (dem Dachverband der Züchter) und der Universität Bern wurden verschiedene Massnahmen definiert, um die qualvollen Auswüchse des Trends zu stoppen. «Es geht uns nicht um ein Verbot dieser Rassen. Wir wollen aber, dass die Hunde von Geburt an ein Leben ohne Atemnot führen können», sagt Müller. Der Gang zum Chirurgen soll ihnen dadurch erspart bleiben.

This Thursday, Feb. 5, 2015 photo provided by The County of San Bernardino shows a two-legged male Chihuahua without a tag, microchip or home that was picked up in San Bernardino County on Tuesday, Feb. 3, 2015. Alerted to an injured dog on San Bernardino County Animal Care and Control officers rounded up the 6-year-old Chihuahua in Highland, about 70 miles east of Los Angeles. The dog was different but uninjured. Unlike most dogs missing two legs, this dog is missing most of his right front and rear left legs. He runs naturally as if he’s been running that way his whole life. If his owner doesn’t show up by Sunday, Feb. 8, he will be put up for adoption. (AP Photo/The County of San Bernardino, Cynthia Malvin)

Bild: AP/The County of San Bernardino

Die Kampagne zielt nicht nur auf die Sensibilisierung von potenziellen Haltern. Firmen, die ihre Produkte mit kurzköpfigen Hunden bewerben, werden schriftlich aufgefordert, auf solche Werbeträger zu verzichten. Das heize die Nachfrage zusätzlich an, sagt die Tierärztin. Auch die Forschung soll intensiviert werden. «Die Ausprägungen dieser Qualzuchten sind neu», sagt Müller. Zudem verlangen sie und ihre Mitstreiter strengere Leistungstests für Zuchthunde.

Wie rasch kurzköpfigen Hunden die Puste ausgehen kann, zeigt sich bei Mops-Dame Shina. Vor der Operation lässt sie Tierarzt Daniel Koch kurz vor seiner Praxis rennen. Was nach einem Spiel aussieht, dient der Untersuchung. Koch nimmt den schwer atmenden Hund auf den Arm, horcht und winkt die Besitzer näher zu sich: «Hören Sie, wie das Gaumensegel flattert?»

Shina gehört Familie Meichtry. Zu dritt sind sie an diesem Morgen im Februar aus der Nähe von Biel zu Daniel Koch nach Diessenhofen TG angereist. Mit dabei: das schlechte Gewissen. Vor Shina hatten Meichtrys bereits zwei Hunde; Shina ist allerdings ihr erster Mops. Für die Rasse hätten sie sich entschieden, weil sie sich einen «gemütlichen und menschenbezogenen Hund» wünschten. Einen, der nicht viel Auslauf brauche und die Nähe suche, sagt Pascale Meichtry.

Rasch sei ihnen aufgefallen, wie laut das Tier schnarcht. Verdacht auf Atemprobleme schöpften sie nicht. Meichtrys fühlten sich sicher, da Shina aus einer Schweizer Zucht stammt. Erst ein Dokumentarfilm über kurzköpfige Hunde habe sie aufgerüttelt. Die Familie forschte im Internet nach – und meldete Shina umgehend für eine Untersuchung an.

Maximal 100 Meter zu Fuss

Wie Hunderte vor ihnen landeten sie bei Daniel Koch. Der Tierarzt ist bekannt für Operationen von kurzköpfigen Hunden. Er führt sie seit mehr als 20 Jahren durch. Dabei erweitert er die Nüstern, kürzt das Gaumensegel und entfernt Engstellen in den Atemwegen. «Die Zahl der Eingriffe ist dramatisch in die Höhe geschossen und die gesundheitlichen Probleme der Hunde wurden schwerwiegender», sagt Koch.

Neben der Atemnot sind die Tiere auch hitzeanfällig – denn ihre Temperaturregelung ist gestört. Weil Hunde nicht schwitzen können, geben sie die Wärme durch Hecheln ab. Mit der kurzen Nase ist das aber nur bedingt möglich. Mops Shina kann im Sommer maximal 100 Meter zurücklegen, sagen die Besitzer. Dieses extreme Leiden soll nach dem chirurgischen Eingriff der Vergangenheit angehören. Der Preis: etwa 1500 Franken.

Schädel stark deformiert

Koch beschäftigt sich auch wissenschaftlich mit der Kurzköpfigkeit von Hunden. Eine von ihm betreute Dissertation zeigt auf, wie stark sich kurzköpfige Rassen in den vergangenen hundert Jahren verändert haben. Eine Doktorandin hat dafür fast 200 Schädel des Naturhistorischen Museums Bern vermessen. Das Resultat ist signifikant. «Die Nasenschädel haben sich seit etwa 1910 um mehr als 60 Prozent verkürzt. Das ist Qualzucht», sagt Koch.

epa06537219 A show dog waits before being shown to the jury during the Winter Dog Show international dog exhibition in Budapest, Hungary, 17 February 2018.  EPA/Marton Monus HUNGARY OUT

Bild: EPA/MTI

Doch lassen sich solche Deformationen überhaupt rückgängig machen? Bei kurzköpfigen Hunden wie Möpsen oder den Französischen Bulldoggen bestehe «noch Hoffnung», sagt Tosso Leeb. Der Genetiker der Universität Bern warnt: «Eine fehlgeleitete Zucht muss so rasch wie möglich korrigiert werden. Sonst besteht die Gefahr, dass die ursprünglichen genetischen Anlagen verloren gehen.»

Würden alle «an einem Strang ziehen», könnte die längere, weniger problematische Kopfform in etwa zehn bis zwanzig Jahren wieder dominieren, schätzt Leeb. Er verweist auf den Deutschen Schäferhund. Vor etwa 20 Jahre galten bei dieser Rasse ganz tiefe Hüften als erstrebenswert. «Nachdem erkannt wurde, wie gravierend die Hüftprobleme dieser Hunde sind, ist man heute von diesem Ideal abgerückt», sagt Leeb.

Haben es somit die hiesigen Züchter in der Hand? Nein, sagt Andreas Rogger, Präsident des Dachverbands der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG). «Der Einfluss von seriösen Züchtern ist klein.» Als Beispiel verweist er auf die Französische Bulldogge: «Von den mehr als 10 000 registrierten Tiere stammen lediglich 600 aus anerkannten Schweizer Zuchten.» Diese würden regelrecht überrannt.

Ein namhafter Züchter habe deshalb nach mehr als dreissig Jahren seine Zucht eingestellt, sagt Rogger: «Er war es leid, Kunden abzuwimmeln, die Hunde inklusive deren Farbe bestellen und die Tiere bestenfalls tags darauf abholen wollten.» Die Nachfrage wird seit längerem aus unkontrollierten Zuchten aus dem In- und Ausland gestillt. Mit ein paar Klicks lassen sich Welpen im Internet bestellen. Ein riesiges Problem – sind sich Fachleute einig. Die Geschichten, die sie hören, ähneln sich: Eine Übergabe auf einem Parkplatz, eine Handynummer, die bei Nachfragen nicht mehr funktioniert. Nicht selten werden die Tiere zu jung von der Mutter getrennt und den neuen Besitzern in die Hand gedrückt. Papiere über ihre Herkunft fehlen oft.

Welpen zu Dumpingpreisen

Der riesige Trend lockt Anbieter auf den Markt, die kaum oder gar keine Erfahrungen mit Hundezucht haben. Ihr Ziel: das schnelle Geld. Sie bieten Welpen zu regelrechten Dumpingpreisen an. Im Internet finden sich «Rassenhunde» für 500 Euro. Zum Vergleich: Aus kontrollierter Schweizer Zucht kostet eine Französische Bulldogge zwischen 2500 und 3500 Franken. Rogger unterscheidet deshalb konsequent zwischen Züchtern und «Vermehrern». Auch in der Schweiz gilt: Eine Bewilligung braucht nur, wer gewerblich züchtet. Das heisst, wer mehr als drei Würfe pro Jahr verkaufen will. Die Mitgliedschaft in einem Zuchtverband ist freiwillig.

Bei extremer Kurzköpfigkeit können sich die Rassenverbände aber nicht gänzlich hinter profithungrigen «Vermehrern» verstecken. An Schönheitswettbewerben und im Ausstellungswesen werden äusserliche Ideale definiert. Bis heute prämieren Richter immer wieder auch gesundheitlich belastete Hunde. Das bestätigt auch Rogger. Er will die Problematik vor allem an internationalen Shows verstanden haben.

Fern von jeglichem Rampenlicht, dafür von der grellen Operationslampe angestrahlt, erwacht Mops Shina allmählich. Die Praxisassistentin krault das Tier – und hält ihm die Schnauze zu. Die Mops-Dame kann erstmals ausschliesslich durch ihre Nase atmen. Doch das muss sie erst noch begreifen. 

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43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Leee 24.02.2018 14:13
    Highlight Highlight Darüber sollte viel mehr aufgeklärt werden, danke! Aber auch das Leben der "Vermehrerhunde" wäre mal einen Artikel wert!
  • Emanzipator 24.02.2018 13:06
    Highlight Highlight Der Tubus pumpt gar nichts, der Leitet. Pumpen tut der Respi...


    Sorry für die Klugscheisserei.,., 🤪
  • meine senf 24.02.2018 12:25
    Highlight Highlight Irgendwie erinnert das an durch "Schönheits"operationen und Botox verunstaltete Hollywood-Stars. Mit dem Unterschied, dass diese das freiwillig machen.

    Eine Ursache dürfte sein, dass die Hunde nicht mehr als Arbeitshunde verwendet werden. Die meisten Rassen wurden ja mal für einen praktischen Zweck gezüchtet, den überzüchtetete kränkliche Hunde kaum erfüllen konnten.
  • Gummibär 24.02.2018 12:23
    Highlight Highlight Auf den Menschen gekommen !
    Der Jäger, Wächter, Hirte, Zugtier, Verteidiger, Begleiter und Psychotherapeut, der uns so lange begleitet hat, verdient es nicht zum Mode-Accessoire degradiert zu werden.
  • Petitsuisse 24.02.2018 11:27
    Highlight Highlight Zum Thema...
    Play Icon
  • uvara 24.02.2018 11:08
    Highlight Highlight Einschläfern? Unterstütze die Rückzucht & das eine Weiterzucht mit kurzer Nase umgehend untersagt wird voll & ganz. Aber jetzt gleich jeden dieser Halter verteufeln?! Tiere welche nun leider so gezüchtet wurden, haben ein Recht darauf mit Respekt behandelt zu werden, oder sollen sie alle eingeschläfert werden? Mit der Hetze auf die Halter wird lediglich erreicht, dass viele dieser armen Tiere im Tierheim landen, da man sich ja nicht mehr getraut mit ihnen spazieren zu gehen, was wiederum bedeutet, dass niemand ein solches Tier aus dem Tierheim zu sich holt. Wünsche mir Aufklärung mit Respekt.
  • Rabbi Jussuf 24.02.2018 10:56
    Highlight Highlight Ich frage mich, wer die Franz. Bulldogge rechts im Bild als gesund bezeichnet. Die hat eine zu kurze Nase und eine zu hohe Stirn. Beides führt zu extremen Atemproblemen. Selbiges gilt auch für ganz normale Boxer und ganz besonders auch für Bernhardiner und Bernersennenhunde, die nebenbei noch unter Hüftdysplasie leiden, wie viele andere Hunderassen auch.
    Es gibt wirklich nur wenige Rassen, die nicht überzüchtet sind, das sind aber alles keine "Modehunde".
    • koalabear 24.02.2018 12:07
      Highlight Highlight Steht unter dem Bild, rechts überzüchtet, links gesund
    • Rabbi Jussuf 24.02.2018 13:03
      Highlight Highlight Koala
      Ich meinte mein rechts - also links.
      Egal, es sind beide extrem überzüchtet und als Qualzucht zu bezeichnen.
    • Jester 24.02.2018 14:50
      Highlight Highlight Also mein Bully sieht so aus wie der auf dem Bild links (gesund). Er hat keine Probleme beim Atmen und ist sehr fit. Er geht auch gerne joggen, 7 Km sind für ihn kein Ding. Ich würde die Zucht aus der er stammt deshalb nicht als Qualzucht bezeichnen.
  • lily.mcbean 24.02.2018 10:29
    Highlight Highlight Einen Hund zu haben ist mmn in der Schweiz noch immer viel zu billig.Wenn Ferienzeit ist merkt man bei uns in den Bergen extrem wie viele Familien inzwischen Hunde haben-schlecht erzogene und meist zu dicke und unterforderte Hunde.Steuern verdreifachen,bei Zuchthunden sogar noch mehr Steuern draufklatschen und ein lebenslängliches Hundeschuleobligatorium,weil ein Hund genau so arbeitsintensiv ist wie ein Kind und noch mordsgefährlich wenn nicht erzogen.Das würde die ganzen Spacken abschrecken die sich einen Hund zulegen und es dann den ganzen Tag zuhause einsperren weil sie arbeiten müssen.
    • rauchzeichen 24.02.2018 12:29
      Highlight Highlight mhm, wenns ein paar nicht im griff haben gleich alle dafür bestrafen. ihr sicherheitsmenschen, ich krieg die krise.
    • lily.mcbean 24.02.2018 12:58
      Highlight Highlight Ein par??? *lach*
  • redeye70 24.02.2018 10:18
    Highlight Highlight Früher wurden den Hunden gewisse Fertigkeiten angezüchtet. Meist für die Jagd. Da waren die Tiere noch gesund. Leider fing man dann an sich auf das Erscheinungsbild zu konzentrieren. Guter Artikel! Interessant wäre es aber noch zu erfahren, welche Hunde diesbezüglich die gesündesten sind.
  • Petitsuisse 24.02.2018 10:16
    Highlight Highlight Das besonders Traurige ist, dass man Menschen nur schwer überzeugen kann, denn jeder glaubt das es seinem Hund gut geht, er keinen betroffenen Hund hat. Jeder Depp muss ja unbedingt einen Welpen haben, am besten von einer Rasse die ihm optisch gefällt, ohne zu klären ob die Rasse zu seinem Lebenstil kompatibel ist. Hauptsache der Hund ist „schön“. Ich und meine Partnerin unterstützen mehrere Stiftungen die Heimhunde vermitteln, und sind immer wieder erschüttert aus welchen Gründen die Tiere abgegeben wurden. Da gibt es solche die erst nach einer Weile merken, das Hunde Haare verlieren...
  • Echo der Zeit 24.02.2018 09:47
    Highlight Highlight Mich Ekelt es jeweils sehr an wen Menschen mit solch Armen Geschöpfen mir beim Spazieren Begegnen. Mann sieht es denn Haltern an - Dekadent, Ignorant und Hochnäsig - Dumpfe Konsummenschen.
  • Midnight 24.02.2018 09:18
    Highlight Highlight Traurig, der Hund begleitet den Menschen seit 30'000 Jahren und der Dank dafür ist, dass er zu Accessoire degradiert wird... Wer seine "Geiz ist Geil"-Mentalität auf Lebewesen ausweitet, hat sie doch nicht mehr alle!
    • Waldorf 24.02.2018 09:43
      Highlight Highlight Die "Geiz ist geil" Mentalität zeigt sich auch jeden Tag im Coop und der Migros an der Fleischtheke zum Beispiel. Da fängts dann an mit der Tierliebe. Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen.
    • Midnight 25.02.2018 10:34
      Highlight Highlight @Waldorf Ja, leider bilden hier auch Lebensmittel keine Ausnahme... 😔
  • PumpinPie 24.02.2018 09:18
    Highlight Highlight Danke für den Beitrag...hoffentlich hilft es zumindest ein wenig... :(
  • Waldorf 24.02.2018 09:13
    Highlight Highlight Es ist eine Schande. Ich mag Tiere sehr. Aber ich bin generell der Meinung, dass man keine Haustiere halten soll. Es sei denn, sie erfüllen eine wichtige Aufgabe für den Menschen und sind artgerecht gehalten (z.B. Blindenhunde etc.) All die Plastiktussies und ihre aufgepumpten Gympansen Freunde, welche ihre armen Möpse und Chihuahuas zur Schau stellen... Wenn ich gewisse Hundehalter so beobachte, müsste man etwa 70% von ihnen das arme verhaltensauffällige Tier wieder wegnehmen, weil sie entweder zu unfähig sind oder das Tier zum reinen Selbstzweck halten. Und nennen sich selber tierlieb...
    • redeye70 24.02.2018 10:15
      Highlight Highlight Gympansen! Muaah 😂 Den habe ich noch nie gehört! Gerade das Beispiel mit Lady Gaga ist beispielhaft. Der Hund als modisches Accessoire oder gar Kinderersatz. Für mich eher ein Zeichen mentaler Instabilität.
    • Waldorf 24.02.2018 15:51
      Highlight Highlight Jup. Zeig mir deine Hunderasse und ich nenn dir dein emotionales Defizit.
  • el_zimouni 24.02.2018 09:00
    Highlight Highlight Schrechlich was da gemacht wurde.. würde mir deshalb nie einen rassenhund zulegen.. hätte viel lieber eine promendenmischung
    • Waldorf 24.02.2018 09:36
      Highlight Highlight Recht hast du! Da würde ich dich auf jeden Fall für einen netten Spaziergang an der Promende begleiten ;-)
    • El diablo 24.02.2018 10:21
      Highlight Highlight Ich habe mir auch einen aus dem Tierheim geholt. Man hat neben einem treuen Begleiter auch noch eine Menge Dankbarkeit vom Hund. Und das spürt man jeden Tag. Jetzt ist er glücklich und gesund :-)
  • PumpinPie 24.02.2018 08:55
    Highlight Highlight Danke für den Beitrag....vielleicht hilft es ja ein bisschen...:-(
  • Lümmel 24.02.2018 08:55
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel! Endlich wird dieses Thema mal angesprochen.

    Jedesmal wenn ich so ein armes Geschöpf (z.B. Chihuahua) sehe, frage ich mich wie man daran freude haben kann wenn ein Hund eher einer Ratte ähnelt. Denken diese Besitzer wirklich, dieses Tier sei auf natürliche Weise so entstanden?

    Man braucht sich nur vorzustellen was mit dem Tier passiert wenn man es irgendwo in der Wildnis aussetzen würde.
    Ein deutscher Schäferhund oder ein Husky würde es villeicht schaffen zu überleben. Ein Chihuahua bestimmt nicht. So viel zum Thema Tierliebe und Naturverbundenheit.
    • Bijouxly 24.02.2018 10:02
      Highlight Highlight Der Deutsche Schäferhund ist aber leider genauso überzüchtet. Extrem tiefes Hinterteil ist hier gefragt, was bei der grossen Rasse zu Problemen mit den Hinterläufen führt. Können oftmals schon mit 4, 5 Jahren nicht mehr laufen, weil sie 'zu schwer' sind für die Beine...
    • Lümmel 24.02.2018 10:11
      Highlight Highlight @Bijouxly: Das ist gut möglich. Für mich als Laien sieht ein Schäferhund jedenfalls noch mehr nach Hund aus als ein Mops.
    • Rabbi Jussuf 24.02.2018 11:03
      Highlight Highlight Der D. Schäfer hat sich in den letzten Jahren ein klein wenig gebessert. Sieht man an der Höhe der Hinterläufe.
  • Goon (Zeuge Del Curtos) 24.02.2018 08:53
    Highlight Highlight Der Fakt wegen Qualzucht ist doch schon länger bekannt. Wissen es die Käufer wirklich nicht oder wollen sie es einfach nicht wissen?
    • Waldorf 24.02.2018 09:38
      Highlight Highlight Über den Daumen gerechnet, je überzüchteter die Hunde, desto dümmer die Halter... Aber das ist nur meine Wahrnehmung.
    • lily.mcbean 24.02.2018 10:50
      Highlight Highlight @Waldorf den Nagel auf dem Kopf getroffen.
    • Valon Gut-Behrami 24.02.2018 11:09
      Highlight Highlight Es ist der Mehrheit der Menschen und der Käufer egal. Es sind in ihren Augen ja nur Hunde. Der Respekt fehlt gegenüber Tieren. Traurig!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rabbi Jussuf 24.02.2018 08:52
    Highlight Highlight Schöne Tierfreunde das!

    Das Foto oben mit den beiden Französischen Bulldoggen: Das sind BEIDES Qualzüchtungen. Von wegen gesund!
    Sowas sieht man doch!
  • Al Paka 24.02.2018 08:28
    Highlight Highlight Ist schon tragisch, dass Lebewesen qualvoll leiden müssen um „härziger“ auszusehen.
    Habe vor Jahren schon mal einen ähnlichen Artikel über dieses Thema gelesen und hatte Tränen in den Augen, während dem Lesen.
    Sachen wie: „Wenn das der Kunde so will, müssen wir sie so züchten, sonst bringen wir die Ware nicht los.“
    Ist nur eine von vielen Aussagen, aber das macht mich echt hässig.
    Wie kann man z.B. den Schädel von kleinen Hunden künstlich klein züchten, nur um sie süsser zu machen, aber gleichzeitig zulassen, das dadurch das Hirn zu wenig Platz hat und sie darum qualvoll leiden müssen. 🤬
    • Al Paka 24.02.2018 09:26
      Highlight Highlight Ich muss zugeben, ich fand Möpse und französische Bulldoggen auch süss.
      Vorallem die Bulldoggen mit ihren riesen Ohren und dem Gesicht, das scheint als würden sie lächeln. Nach dem ich solche Sachen erfahren habe, tun mir die Tiere mehr Leid als etwas anderes.
      Hoffentlich klappt es, dass man wieder zur ursprünglichen Form kommen könnte und so etwas Leid lindern könnte.

      Was eigentlich eine traurige Aussage ist:
      (allgemein betrachte)
      Ich bin froh, dass ich nicht alles weiss, was im Hintergrund alles abläuft...
      Mehr solche Sachen, die es leider viel gibt, und ich wäre ständig hässig/traurig.
    • Rabbi Jussuf 24.02.2018 11:07
      Highlight Highlight Es gibt keine "ursprüngliche Form". Alles ist in laufender Entwicklung.
      Aber man könnte darauf schauen, dass die verschiedenen Eigenschaften ausgewogener verteilt sind und das Erscheinungsbild sich nicht nach menschlichen Babys richtet.
    • Al Paka 24.02.2018 11:41
      Highlight Highlight Wusste nicht wie ich es anders formulieren sollte. Aber etwa so habe ich es gemeint.
      Mehr in Richtung Tierwohl und nicht in Richtung „perfekter“ Katalogtiere.
  • Blaugrana 24.02.2018 08:18
    Highlight Highlight Gab im Guardian vor ein paar Monaten einen Artikel darüber, mit bisschen british flavour:
    https://www.theguardian.com/lifeandstyle/shortcuts/2017/sep/19/french-bulldog-battersea-dogs-home-celebrity-pet-health-problems
    Man fragt sich ob man einfach nur den Kopf oder doch lieber gleich die ‚Tierliebhaber‘ schütteln sollte...

Awww! Oooh! Jööö! Dieser australische Feuerwehr-Kalender wird dein ♥️ erwärmen 

Die ganze Aufregung ist in einem Satz erklärt: Australische Feuerwehrmänner posieren oben ohne mit herzigen Tierchen für einen Kalender – das Ganze natürlich für einen guten Zweck. 

Okay, das sind jetzt vielleicht keine Breaking News im klassischen Sinne. Aber unter Umständen machen sie deinen Freitag besser.

Ein kleiner Vorgeschmack zum waaaaahnsinnig kitschigen Fotoshooting siehst du hier. 

Ab hier lassen wir dich kommentarlos geniessen ... 

Hier kannst du den Kalender bestellen. …

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