Fussball
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Gourav Mukhi of Jamshedpur FC watches after kicking the ball to score a goal against Bengaluru FC during the Hero Indian Super League (ISL) soccer match between Bengaluru FC and Jamshedpur FC in Bangalore, India, Sunday, Oct. 7, 2018. (AP Photo/Aijaz Rahi)

Gourav Mukhi bei seinem Tor, das ihn berühmt machte. Bild: AP

Von wegen 16 – so alt ist Indiens «jüngster Torschütze» wirklich

Gourav Mukhi hätte eine grosse Zukunft gehabt. Wenn sie nicht schon hinter ihm läge. Denn der indische Fussballer ist kein 16-jähriges Juwel, wie man erst meinte, sondern bereits 29 Jahre alt.



Anfang Oktober gehören die Schlagzeilen der indischen Sportmedien Gourav Mukhi. Kein Wunder: Mit seinem Treffer gegen Bengaluru wird der Stürmer von Jamshedpur zum jüngsten Torschützen der indischen Super League.

Der 16-Jährige könnte der Hoffnungsträger einer Nation mit zwar 1,3 Milliarden Einwohnern, aber sehr überschaubarem Erfolg auf dem Fussballplatz sein. Doch aus Mukhi wird nie der «Messi des Currys» werden.

abspielen

«Der Wunderknabe hat die Bühne betreten: 16 Jahre alt. Was für ein Abend für Gourav Mukhi!» Video: streamja

«Die Diskussion über sein Alter begann umgehend», schrieb die Times of India kurz nach dem angeblich historischen Treffer bei Mukhis Debüt in der ISL. Hauptgrund: «Sein Schnauz und sein Körperbau.»

Nicht das erste Mal betrogen

Der Generalsekretär des indischen Verbands wies zudem auf eine Ungereimtheit hin: «Gemäss seinem Pass ist er im Jahr 2002 geboren. Aber in einer Erklärung aus dem Jahr 2015 behauptete er, er habe Jahrgang 1999», sagte Kushal Dal zur Nachrichtenagentur PTI.

«Der jüngste Torschütze der Indian Super League ist 16. Vor drei Jahren war er 15.»

Schlagzeile im «Indian Express»

Vor drei Jahren war Mukhi vor der U17-Weltmeisterschaft in die Junioren-Nati aufgeboten worden, nachdem er bei Nachwuchsspielen auf sich aufmerksam gemacht hatte. In einem Final schoss er bei einem 8:3-Sieg fünf Tore. Mukhi und vier Teamkollegen gaben damals zu, schon älter zu sein.

abspielen

Der berühmte Tim Cahill, Australiens Fussball-Idol, lobt seinen Mitspieler Mukhi: «Er ist ein echtes Talent, das jeden Tag besser wird.» Video: YouTube/Top Top Football

Nun sind die Untersuchungen des Verbands abgeschlossen und das Verdikt ist klar: Gourav Mukhi ist kein 16 Jahre junges Sturmjuwel, sondern er ist bereits 29-jährig. Für den dreisten Altersbetrug kassierte er eine sechsmonatige Sperre. Er hat nicht Jahrgang 2002, auch nicht 1999, sondern soll 1989 geboren worden sein. Aber vermutlich ist auch diese Angabe nicht für bare Münze zu nehmen.

Unklar ist, weshalb der Stürmer von der Liga überhaupt als Teenie-Sensation verkauft wurde. Denn nicht nur der Schnauz deutete auf ein älteres Geburtsdatum hin, sondern auch Zeitungsberichte im Vorfeld der Saison. So berichtete der indische «Telegraph» über einen Stürmer, der «aus den engen Gassen eines Slums durch die berühmten Pforten des Jamshedpur FC gedribbelt» sei. Der Name des 29-jährigen Angreifers? Gourav Mukhi.

Indische Besucher: Goldgrube des Schweizer Tourismus

abspielen

Video: srf/SDA SRF

Derweil in Indien ...

Biden, Warren oder Sanders? Das Rennen der Demokraten wird zum Dreikampf

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

In China sind gerade 100 Millionen Schweine gestorben – das musst du wissen

Link zum Artikel

«Soll ich die offene Beziehung mit dem 10 Jahre Älteren beenden?»

Link zum Artikel

Boris Johnson verliert wegen eines Überläufers die Mehrheit und ist jetzt in argen Nöten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

Messi darf Barça ablösefrei verlassen +++ Pa Modou wieder beim FC Zürich

Link zum Artikel

Die Hockey-WM lehnt den «Eisenbahn-Deal» ab – und das ist schlicht lächerlich

Link zum Artikel

«Diese Wahlen widerlegen eine oft genannte These über die AfD»

Link zum Artikel

Wawrinka über Djokovic: «Dass er den Platz so verlassen muss, ist natürlich nicht schön»

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

Mit 16 der jüngste Torschütze in Barças Klub-Geschichte – 8 Fakten zu Ansu Fati

Link zum Artikel

In Jerusalem verschwinden hunderte Katzen auf mysteriöse Weise – was ist bloss los?

Link zum Artikel

Auch Android und Windows von massivem Hackerangriff betroffen – was wir bislang wissen

Link zum Artikel

Verrückt, aber wahr – Stuckis Sieg, der keiner war

Link zum Artikel

Hat Bill Gates ein schmutziges Geheimnis?

Link zum Artikel

«... dann laufen sie hier 3 Tage besoffen mit geklauten Stadion-Dingen rum»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Für Huawei kommts knüppeldick – neue Handys müssen auf Google-Apps verzichten, sagt Google

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

Der Roadie, der mich Backstage liebte (und mir biz Haare ausriss)

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel

Xherdan Shaqiris Alleingang ist ein fatales Zeichen

Link zum Artikel

Jack Ma tritt als Alibabas Vorsitzender offiziell zurück, aber ...

Link zum Artikel

Kim Tschopp zeigt den grossen Unterschied zwischen Realität und Instagram

Link zum Artikel

Das sind die 50 besten Spieler in «FIFA 20» – Piemonte Calcio zweimal in den Top 15

Link zum Artikel

Netflix bringt 10 Filme in die Kinos – und die hören sich grossartig an

Link zum Artikel

Ausschreitungen bei Demo in Zürich

Link zum Artikel

12 neue Serien, auf die du dich im Herbst freuen kannst

Link zum Artikel

Wie viel Schweizer Parteien auf Facebook ausgeben – und warum wir das wissen

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
11
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • #Technium# 18.12.2018 17:32
    Highlight Highlight Generell immer witzig, wenn sie grossmaulig in den Medien von diesen angeblichen Wunderkindern im Fussball sprechen, von denen man dann nie mehr später etwas hört. 😂
  • Cédric Wermutstropfen 18.12.2018 13:39
    Highlight Highlight Der indische Benjamin Button..
  • matthieu 18.12.2018 13:32
    Highlight Highlight Wenn sie weiter forschen wird er vielleicht noch der älteste Torschütze und doch wieder eine Sensation!
    • hoorli 18.12.2018 18:25
      Highlight Highlight Dieser Kommentar ist Gold wert!
  • Pax Mauer 18.12.2018 12:54
    Highlight Highlight Und wie untersucht man dies?
    • Die blaue Ente 18.12.2018 13:14
      Highlight Highlight Man schneidet ein Bein auf und zählt die Ringe. Logisch!
    • maga84 18.12.2018 13:38
    • Gummibär 18.12.2018 13:39
      Highlight Highlight Ohne Gebutsschein keine Ration-Card.
      Ohne ration-card keine verbilligten Grundnahrungsmittel : Reis, Zucker, Mehl.

      Ration card wird immer wieder als Wohnort-Nachweis verlangt und benutzt. Schon mancher wurde mit falscher Altersangabe erwischt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frausowieso 18.12.2018 12:47
    Highlight Highlight 29? Er sieht eher wie 35+ aus.

Maradona leitet sein erstes Training bei Gimnasia – und 26'000 Fans im Stadion flippen aus

Diego Armando Maradona ist in Argentinien auch mit 58 Jahren noch ein Volksheld. Tausende Fans empfangen die Fussball-Legende zum ersten offenen Training des Erstligisten Gimnasia y Esgrima.

Die Fans im Stadion von Gimnasia y Esgrima feierten, als ob sie den Meistertitel gewonnen hätten. Dabei muss der argentinische Erstligist viele Punkte gewinnen, um nur schon den Abstieg zu verhindern. Der Jubel auf der mit 26'000 Menschen voll besetzten Tribüne galt am Sonntag dem neuen Coach, Diego Maradona. Der Ex-Weltmeister stellte sich als Hoffnungsträger mit einem offenen Training des Teams in La Plata vor, 60 Kilometer südlich von Buenos Aires.

Und Maradona wäre nicht Maradona, wenn er …

Artikel lesen
Link zum Artikel