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Am 26. Januar gab Dänemark bekannt, dass sie die Corona-Massnahmen am 1. Februar beenden. Heute ist es soweit.
Am 26. Januar gab Dänemark bekannt, dass sie die Corona-Massnahmen am 1. Februar beenden. Heute ist es soweit.Bild: keystone

Die grosse Länderübersicht: Diese Corona-Massnahmen gelten im Ausland

Kommt es in der Schweiz schon am Mittwoch zu weiteren Öffnungsschritten? Im europäischen Ausland werden derzeit vielerorts Massnahmen aufgehoben – allerdings gilt das nicht für alle Länder.
01.02.2022, 05:4901.02.2022, 12:33
Reto Fehr
Folgen

Omikron hat Europa nach wie vor fest im Griff. Doch zahlreiche Länder ändern ihre Pandemie-Strategie – oder haben sie schon angepasst. Trotz – oder eben gerade wegen – der dominierenden Omikron-Variante.

Auch die Schweiz steht vor einer Lockerungswelle. Bundesrat Alain Berset kündigte letzte Woche an, dass schon ab dem 2. Februar geltende Massnahmen fallen könnten, so beispielsweise die Aufhebung der Quarantäne- und Homeoffice-Pflicht. Am Wochenende wurde berichtet, dass die Lockerungen sogar noch umfassender ausfallen könnten. Alles, was du zu diesem möglichen Lockerungsturbo wissen musst, findest du hier.

Welche Länder sind im Lockerungsfieber? Welche sind zögerlicher? Und wie entwickeln sich die Zahlen? Eine Übersicht:

Die Entwicklung der Fallzahlen

Ein Blick auf die Fallzahlen zeigt: Praktisch alle Länder verzeichnen noch immer einen Anstieg der Infektionszahlen. Einzig in Grossbritannien, Italien und Spanien wurde der Peak schon vor einigen Tagen erreicht.

Die Entwicklung der Hospitalisationen

Auch beim Blick auf die Hospitalisierten liegt die Schweiz im Mittelfeld. Schon länger rückläufig sind hier die Zahlen einzig in Grossbritannien. In Norwegen und den Niederlanden stiegen die Werte deutlich weniger an als in den anderen Ländern und blieben zuletzt mehr oder weniger stabil. Auch die Schweiz verzeichnete nur einen moderaten Anstieg seit Mitte Dezember.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Belgien

Noch steht Belgien auf der höchsten Stufe des neu eingeführten Corona-Barometers mit den Stufen Gelb, Orange und Rot. Aktuell steht er auf Rot. Dieser soll ein Instrument zur proaktiven Politikvorbereitung und Kommunikation sein und den betroffenen Sektoren mehr Planungssicherheit geben. Die Stufen zeigen den Druck auf die Gesundheitsversorgung. Rot bedeutet: hohes Risiko einer Überlastung. Da die Anzahl Hospitalisierter weiterhin steil zunimmt, dürfte dies noch so bleiben.

  • 2G-Regel: Das digitale Covid-Zertifikat der EU (in Belgien «Covid Safe Ticket» genannt) braucht es als Nachweis überall bei Veranstaltungen ab 50 Personen drinnen oder 100 Personen draussen, in Restaurants, Museen und weiteren öffentlichen Orten.
  • Veranstaltungen und Gastronomie: Seit dem 21. Januar 2022 gibt es den Corona-Barometer (gelb-orange-rot). Dieser regelt Massnahmen bei Veranstaltungen, Freizeitaktivitäten und der Gastronomie. Seit dem 28. Januar steht er auf Rot. Rot bedeutet: Maximal 200 Personen (drinnen und draussen) bei Veranstaltungen, Discos sind zu, Gastronomie hat Sperrstunde von 0 bis 5 Uhr. Masken sind in Innenräumen und im Freien Pflicht.

Ausführlichere – und allenfalls regional unterschiedliche – Informationen gibt es hier.

Dänemark

Dänemark erklärte die Pandemie schon einmal für beendet. Jetzt erfolgt der zweite Anlauf nach der Omikron-Welle.

  • Keine Massnahmen mehr: Dänemark hebt per 1. Februar 2022 alle Massnahmen gegen das Coronavirus auf.

Ausführlichere – und allenfalls regional unterschiedliche – Informationen gibt es hier.

Deutschland

In Deutschland gelten noch vergleichsweise viele Massnahmen und je nach Bundesland noch weitreichendere. Am Montag erklärte die Regierung, dass sie im Moment keinen Anlass für Lockerungen sieht.

  • 2G-Regel: Nur Geimpfte und Genesene (2G-Regel) erhalten Zugang zu Freizeiteinrichtungen wie Kinos, Theater oder Restaurants. Auch im Einzelhandel gilt die 2G-Regel, ausgenommen hiervon sind Geschäfte des täglichen Bedarfs.
  • Zusammenkünfte: Private und öffentliche Zusammenkünfte mit nicht geimpften beziehungsweise nicht genesenen Personen sind auf den eigenen Haushalt sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes zu beschränken. Private Zusammenkünfte von Geimpften und Genesenen sind nur noch mit maximal zehn Personen erlaubt. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres zählen nicht mit.
  • Veranstaltungen: Überregionale Sport-, Kultur- und vergleichbare Grossveranstaltungen finden ohne Zuschauer statt.
  • Schulen: In Schulen gilt eine Maskenpflicht für alle Klassenstufen.
  • Maskenpflicht: Die Bundesländer können weiterreichende Massnahmen beschliessen. Welche da gelten, siehst du hier. In Baden-Württemberg beispielsweise gilt ab dem 28. Januar die FFP2-Maskenpflicht auch im öffentlichen Verkehr.

Ausführlichere – und allenfalls regional unterschiedliche – Informationen gibt es hier.

Frankreich

Frankreich lockert per 2. Februar an einigen Stellen. So fällt dann die Maskenpflicht in Aussenbereichen und aus der Homeoffice-Pflicht wird eine Empfehlung.

  • 2G-Regel: Seit dem 24. Januar 2022 brauchen alle über 16 Jahren einen Impfpass (pass vaccinal). Dieser ersetzt den bisherigen Gesundheitspass (pass sanitaire). Es braucht den Impfpass für Besuche in Bars und Restaurants (Ausnahme Take-Away), für Freizeitaktivitäten, in Einkaufszentren oder in überregionalen Verkehrsmitteln.
  • Homeoffice: Homeoffice ist ab dem 2. Februar nicht mehr Pflicht, sondern Empfehlung
  • Veranstaltungen: Grossveranstaltungen dürfen mit 2000 Personen (innen) und 5000 Personen (aussen) durchgeführt werden. Herrscht Sitzpflicht, wird die Obergrenze per 2. Februar aufgehoben. Die Maskenpflicht bleibt.
  • Gastronomie: In Bars und Cafés ist das Trinken im Stehen verboten. Discos dürfen ab dem 16. Februar wieder öffnen.
  • Maskenpflicht: Die Maskenpflicht wird am 2. Februar für Aussenbereiche aufgehoben.

Ausführlichere – und allenfalls regional unterschiedliche – Informationen gibt es hier.

Grossbritannien

Grossbritannien will die Pandemie hinter sich lassen. Die Infektionen sinken, die Anzahl Hospitalisierter ebenfalls. Die Zeichen stehen auf Öffnung.

  • Praktisch keine Massnahmen mehr: Grossbritannien hob per 27. Januar 2022 die meisten Corona-Massnahmen auf.
  • Veranstaltungen: Der Covid-Pass bei Veranstaltungen ist keine Pflicht mehr, kann aber vom Veranstalter freiwillig noch verlangt werden.
  • Homeoffice: Homeoffice ist keine Pflicht mehr.
  • Maskenpflicht: Maskenpflicht gibt es keine mehr, die Regierung empfiehlt das Tragen aber in engen und vollen Situationen. Regional kann es zu Ausnahmen mit Maskenpflicht kommen, beispielsweise in den U-Bahnen Londons.

Ausführlichere – und allenfalls regional unterschiedliche – Informationen gibt es hier.

Italien

In Italien gelten aktuell noch strenge Massnahmen. Vize-Gesundheitsminister Pierpaolo Sileri erklärte aber im Interview mit der «Welt» vor wenigen Tagen, dass es zumindest für Dreifach-Geimpfte bald zu Öffnungen kommen soll.

  • 2G-Regel: Landesweit gilt für Personen ab 12 Jahren die 2G-Regel (Green Pass) in Hotels, Restaurants, Bars (auch aussen), im öffentlichen Verkehr, in Freizeiteinrichtungen oder bei Sportveranstaltungen. Ab dem 1. Februar reicht für den Zugang zu öffentlichen Ämtern, Postämtern und Banken ein 3G-Nachweis.
  • Regionale Massnahmen: Die Regionen sind in vier Kategorien eingeteilt (Weiss, Gelb, Orange, Rot). In diesen gelten unterschiedliche Massnahmen. Allerdings können die Regionen selbst weitergehende Massnahmen einführen.
  • Maskenpflicht: Im öffentlichen Verkehr und bei vielen Veranstaltungen sind FFP2-Masken Pflicht.
  • Impfpflicht: Seit dem 8. Januar gilt in Italien eine Impfpflicht für alle über 50 Jahren.

Ausführlichere – und allenfalls regional unterschiedliche – Informationen gibt es hier.

Niederlande

Die Niederlande öffnete in der letzten Woche für diverse Bereiche – und dies trotz stark steigender Infektionszahlen. Regierungschef Mark Rutte sagte dabei selbst: «Wir müssen klar sagen, dass wir ein Risiko dabei eingehen.»

  • Gastronomie und Veranstaltungen: Seit dem 26. Januar 2022 sind Gastronomie, Geschäfte sowie Sport- und Kulturstätten unter Einhaltung einiger Regeln bis 22 Uhr wieder geöffnet. Gastronomie und Veranstaltungen können nur mit 3G besucht werden.
  • Maskenpflicht: Maskenpflicht herrscht im öffentlichen Verkehr und im öffentlichen Innenbereich (z.B. Museen, Kinos), wenn man nicht an seinem Platz sitzt. Ansonsten gilt die Maskenempfehlung, wo Abstände nicht eingehalten werden können.
  • Zusammenkünfte: Empfehlung, nicht mehr als vier Besucher pro Tag zu empfangen und nicht mehr als einen anderen Haushalt täglich zu besuchen.

Ausführlichere – und allenfalls regional unterschiedliche – Informationen gibt es hier.

Norwegen

Norwegen steuert auf einen Strategiewechsel hin. Das Institut für Volksgesundheit (FHI) sagt, die Massnahmen sollen bald aufgehoben werden, faktisch eine Durchseuchung: «Es ist schwierig, sich nicht anzustecken. Und je länger wir Restriktionen beibehalten, desto länger dauert die Epidemie.»

  • Maskenpflicht: Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr, in Taxis, Einkaufsläden und anderen Situationen, in welchen die Abstände nicht eingehalten werden können.
  • Veranstaltungen: Es bestehen Beschränkungen für private und öffentlichen Veranstaltungen (je nach Wohnort unterschiedlich).
  • Homeoffice: Homeoffice, wo möglich.
  • Gastronomie: Alkoholausschank nur bis 23 Uhr.

Ausführlichere – und allenfalls regional unterschiedliche – Informationen gibt es hier.

Österreich

In Österreich stehen die Zeichen auf Lockerung. Nach den Lockerungen von gestern sind auch für den Februar stufenweise Aufhebungen der Massnahmen geplant.

  • Lockdown aufgehoben: Der Lockdown für Personen ohne gültigen 2G-Nachweis endet am 31. Januar 2022. Alle anderen Massnahmen bleiben aber bestehen.
  • 2G-Regel: 2G für Gastronomie, Handel, Freizeit- und Kultureinrichtungen.
  • Maskenpflicht: FFP2-Maskenpflicht in geschlossenen Räumen und im Freien, wo Abstände nicht möglich sind.
  • Gastronomie: Sperrstunde um 22 Uhr. Keine Nacht- und Stehgastronomie, strenge Regeln für Zusammenkünfte.
  • Impfpflicht: Impfpflicht ab 1. Februar. Wer ab dem 15. März nicht geimpft ist, wird gebüsst. Allerdings befindet sich das alles noch im parlamentarischen Gesetzgebungsprozess.

Ausführlichere – und allenfalls regional unterschiedliche – Informationen gibt es hier.

Portugal

Portugal wählte am Sonntag ein neues Parlament. Nach den Präsidentschaftswahlen wird erneut über die Corona-Bedingungen abgestimmt.

  • 2G-Regel: Zertifikatspflicht für Hotels, Restaurants, Kultur- und Freizeitangebote und Events mit Sitzplatz.
  • Maskenpflicht: Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr und geschlossenen öffentlichen Räumen.
  • Gastronomie: Booster-Pflicht, Genesungsnachweis oder negativer Test für den Zugang zu Bars und Klubs, grossen Events oder für den Besuch von Gesundheitseinrichtungen.

Ausführlichere – und allenfalls regional unterschiedliche – Informationen gibt es hier.

Schweden

In Schweden, wo eher Empfehlungen als Regeln in Sachen Corona gelten, wird auch in den nächsten Tagen nichts verschärft werden.

  • 2G-Regel: Veranstaltungen ab 20 Teilnehmern nur mit 2G-Regelung, Ausnahme: Bei 20 bis 50 Teilnehmern braucht es feste Sitzplätze in Gruppen von maximal acht Personen und Abstände zwischen den Tischen. Ab 50 Teilnehmern keine Ausnahmen von der 2G-Pflicht mehr.
  • Maskenempfehlung: Maskenempfehlung im öffentlichen Verkehr.
  • Gastronomie und Abstandsregeln: Abstandsregeln und Personenbegrenzung für Handel, Gastronomie, Freizeit- und Kulturangebote. Gastronomiebetriebe müssen um 23 Uhr schliessen.

Ausführlichere – und allenfalls regional unterschiedliche – Informationen gibt es hier.

Spanien

Spanien sieht sich «über dem Berg». Die Autonomen Gemeinschaften können aktuell weitgehend selbst über Massnahmen bestimmen. Vielerorts wird ein Covid-Zertifikat als Zugang benötigt. Allerdings wurden die Corona-Massnahmen für Einreisende um mindestens eine Woche verlängert.

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27 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Namenloses Elend
01.02.2022 07:38registriert Oktober 2014
Je länger die Pandemie dauert, desto mehr frage ich mich wieviel Lockdowns und "harte" Massnahmen tatsächlich helfen? Ich habe das Gefühl, dass man damit das Problem eher einfach verzögert. Nicht falsch verstehen, ich verstehe die Massnahmen, halte mich daran und habe auch kein Problem damit, hinterfrage nur nüchtern den Nutzen. Denn Länder mit starken Restriktionen stehen kaum besser da als Länder mit liberaler Coronapolitik. Anyway, ich hoffe so sehr, dass Omrikom jetzt die letzte Variante war. Dann denke ich, dass wir es bis zum Sommer endgültig geschafft haben. 🙌
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Toerpe Zwerg
01.02.2022 08:04registriert Februar 2014
Man sollte es wagen. Die Massnahmen, welche in Kraft sind, dürften einen relativ geringen Einfluss auf das Ansteckungsgeschehen haben.
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