Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Der schnellste Wasserkocher der Welt – und er ist sehr, sehr schnell



In einigen Billiardstel Sekunden haben Forscher Wasser auf 100'000 Grad Celsius erhitzt. Sie nutzten dazu einen Röntgenlaser, wie das Forschungszentrum DESY in Hamburg mitteilte. Von weiteren Experimenten mit dem schnellsten Wasserkocher der Welt erhoffen sich die Wissenschaftler neue Einblicke in die besonderen Eigenschaften von Wasser.

On the ultra-thin, extremely regular layer of graphene, the fibrils align themselves in parallel in large domains. The intense X-ray light from the X-rax free-electron laser LCLS at the SLAC National Accelerator Center enabled the researchers to gain partial information about the fibril structure from ensembles of just a few fibrils. (Illustration: Greg Stewart/SLAC National Accelerator Laboratory)

Der energiereiche Röntgenblitz schlägt die Elektronen aus den Wassermolekülen hinaus und zerstört so die Balance der elektrischen Ladung. (Illustration: Greg Stewart/SLAC National Accelerator Laboratory)

«Das ist sicherlich nicht der übliche Weg, Wasser zu kochen», sagte Forschungsleiter Carl Caleman vom Center for Free-Electron Laser Science (CFEL) beim DESY. Zusammen mit Forschern der Universität Uppsala in Schweden stellte er seine Arbeit in den «Proceedings» der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften vor. Normalerweise würden die Wassermoleküle beim Erhitzen immer stärker in Bewegung versetzt.

Wasser wird zu Plasma

«Unsere Heizung ist ganz anders», betont Caleman. «Der energiereiche Röntgenblitz schlägt die Elektronen aus den Wassermolekülen hinaus und zerstört so die Balance der elektrischen Ladung. Die Atome spüren plötzlich eine starke abstossende Kraft und beginnen, sich heftig zu bewegen.» In nur 75 Femtosekunden (oder: 0.000000000000075 Sekunden) werde das flüssige Wasser zu Plasma. Plasma wird als vierter Aggregatzustand neben fest, flüssig und gasförmig bezeichnet.

Die Forscher hatten am US-Forschungszentrum SLAC ultrakurze und hochintensive Röntgenblitze mit dem Freie-Elektronen-Laser LCLS auf einen feinen Wasserstrahl geschossen. Die Ergebnisse haben auch Konsequenzen für die Forschung mit Röntgenlasern, mit denen Wissenschaftler unter anderem die atomare Struktur winziger Proben untersuchen. (whr/sda/apa/dpa)

Laser-Netz auf dem Mond

Diese Roboter-Robbe hilft Alzheimer-Patienten

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Swiss-Chef Thomas Klühr tritt Ende Jahr zurück

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Shredda 15.05.2018 11:55
    Highlight Highlight ich dachte immer Wasserplasma ist Wasser das gefroren wird unter hohem druck ( ca 50 bar) und sich dann keine Eiskristalle bilden können das ist für mich Wasserplasma aber anscheinend ist das auch bei hohen Temperaturen der Gleiche Name ;-)
    • Benjmi 15.05.2018 13:18
      Highlight Highlight Plasmen enstehen entweder bei hohen Temperaturen und geringem Druck oder bei hohem Druck und tiefen Temperaturen.