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Mit dieser App musst du vor der Fahrt kein ÖV-Ticket mehr bezahlen

Auf dem Smartphone die Lezzgo-App öffnen, nach rechts wischen, fertig.

10.01.18, 17:26 11.01.18, 11:00


Das Bahnunternehmen BLS hat am Mittwoch die Ticket-App «lezzgo» lanciert. Mit der App, die für Android-Smartphones und für das iPhone verfügbar ist, können Fahrgäste schweizweit und über Tarifverbundsgrenzen hinweg reisen.

So einfach funktioniert's:

grafik: lezzgo.ch

Mit «lezzgo» werde die Reise zum bestmöglichen Tagespreis verrechnet, versprechen die BLS in der Medienmitteilung.

Ausgeschlossen sind:

Im FAQ steht, dass auf dem Smartphone die Ortungsdienste immer aktiviert sein müssen während des Reisens. Und wie bei anderen Ticket-Apps sind die User selber dafür verantwortlich, dass der Akku hält, um bei Kontrollen das digitale Billett in der App vorzuweisen. Unter Umständen wollten die Kontrolleure auch die Gültigkeit des Billetts elektronisch überprüfen, dazu müsse der maschinenlesbare Code des Billetts eingescannt werden.

Die BLS versichern, dass die Kundendaten gemäss den Schweizerischen Datenschutzbestimmungen sicher gespeichert und nicht an Dritte weitergegeben würden.

Die App solle nicht den bedienten Schalter ersetzen

Mit der Handy-App will die BLS nach eigenen Angaben nicht andere Vertriebskanäle wie Billettautomaten oder bediente Schalter ersetzen. Auch die Datenschutzbestimmungen würden eingehalten, versichert das Bahnunternehmen.

Die Möglichkeit der automatischen Reiseerfassung auf nationaler Ebene entspricht laut BLS einem Kundenbedürfnis. Anfang Februar integriert die BLS die «lezzgo»-Funktion auch in die App BLS Mobil.

Ticket-App Lezzgo

Die App greift auf die Bewegungsdaten zu, um an festgelegten Zielhaltestellen an das Check-out zu erinnern. Falls man es vergisst, kann man dies später berichtigen. Bild: BLS

Was tun die SBB?

Schweizweit wird seit einiger Zeit an diversen Ticket-Apps herumgetüftelt. Neben «lezzgo» ist «Fairtiq» ein weiterer grösserer Player am Markt.

Was die SBB in Sachen Ticket-App machen, ist derzeit noch offen. Ein Systementscheid sei noch nicht gefallen, wie SBB-Sprecher Christian Ginsig am Mittwoch auf Anfrage sagte. Das Unternehmen wolle sowohl an «Fairtiq» wie an «lezzgo» zu Testzwecken partizipieren.

Im ersten Quartal 2018 wollen die SBB Fairtiq in ihre Mobile Preview App aufnehmen. Dort können Kunden neue Features testen und ihre Erfahrungen zurückmelden.

Das Promo-Video

Video: YouTube/BLS

Bevor die BLS «lezzgo» lancierte, fand vergangenes Jahr unter dem Namen «lezzgoplus» ein Versuch statt, an dem auch SBB und Postauto beteiligt waren. Dabei ging es vor allem darum, das Regelwerk hinter den Applikationen über die Verbundsgrenzen hinaus zu testen, etwa bei Preisberechnungen.

(dsc/sda)

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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    Alle Leser-Kommentare
  • meine senf 12.01.2018 07:28
    Highlight Frage mich, wie da Betrug verhindert werden soll. GPS-Position ist ja problemlos fälschbar. Während der Reise selbst funktioniert das GPS meistens nicht oder nur in alten Zügen, da die metallbedampften Fensterscheiben das Signal behindern. Somit würde es also reichen, einmal Start- oder Endposition zu manipulieren.
    2 0 Melden
  • Claudio Hollenstein (CLAUDROID) 10.01.2018 23:34
    Highlight Aber jetzt mal im ernst, ich gehe mit ÖV zur arbeit steige dan in den Firmenbuss und fahre zur Baustelle. Was passiert wenn ich vergesse auszu checken?
    2 0 Melden
    • trio 11.01.2018 07:43
      Highlight Steht doch im Artikel, nachträgliches korrigieren ist möglich.
      0 0 Melden
  • ArcticFox 10.01.2018 22:21
    Highlight Hab's grad mal im AppStore angeschaut. Da verwirrt mich aber der Screenshot wo einer um 07:21 von Bern her kommend in Mundigen aussteigt und dann 7 Minuten VORHER um 07:14 wieder nach Bern zurück fährt... War das Marty McFly?
    21 0 Melden
  • zappeli 10.01.2018 19:59
    Highlight Alles schön und gut. Aber einmal vergessen, beim Aussteigen auszuchecken und es kann richtig teuer werden. Solange dieses Risiko besteht, ist eine App dieser Art für mich als vergesslicher Mensch kein Thema.
    11 2 Melden
    • exeswiss 10.01.2018 23:28
      Highlight hab schon vergessen auszuchecken als ich um 18.30 nachhause gekommen bin (wohne etwa 200m vom bahnhof weg). konnte selbst um 22.00 ohne probleme noch auschecken.
      2 1 Melden
  • ströfzgi 10.01.2018 19:56
    Highlight Ironie on
    Toll! Dann können wir uns ja hunderte von Billetkontrolleuren und später auch Schalterpersonal sparen! Gut gemacht!
    Ironie off

    … und wenn ich so darüber nachdenke - irgendwann wirds eh so kommen.


    8 1 Melden
    • ben_fliggo 11.01.2018 01:34
      Highlight und, wie schlimm wäre das denn? dann könnten sich diese menschen sinnvolleren und erfüllenderen aufgaben widmen.
      4 5 Melden
    • trio 11.01.2018 07:47
      Highlight Wieso sollten Billetkontrolleure eingespart werden können?
      2 0 Melden
  • Ton 10.01.2018 19:43
    Highlight Das lustige ist ja, dass sowas mit dem "modernen" Swisspass nicht funktioniert. (Wobei ich ein Business-GA habe, welches noch blau ist, weil die IT der SBB ein Geschäfts-GA nicht mit einem Swisspass verknüpfen kann...zum Heulen!)
    63 9 Melden
    • zettie94 10.01.2018 21:54
      Highlight Wie bitte soll denn der Swisspass deine Route aufzeichnen? Der Swisspass ist nur ein Kärtchen, natürlich geht das damit nicht.
      7 10 Melden
    • trio 11.01.2018 07:52
      Highlight @zettie94
      Ist technisch schon möglich und diese Systeme sind weltweit bereits im Einsatz. Beim Ein/Aussteigen muss die Karte an ein Terminal gehalten werden.
      Allerdings scheint mir der Einsatz am Handy sinnvoller.
      3 1 Melden
    • zettie94 11.01.2018 10:32
      Highlight @trio: Dazu brauchst du aber eine riesige neue Infrastruktur. Und stelle dir mal die Schlangen vor den entsprechenden Terminals z. B. am Bahnhof Stadelhofen in der Rush-Hour vor... Da hat's ja keinen Platz für entsprechende Warteräume, da kommt man direkt vom Platz aufs Perron.
      1 0 Melden
    • trio 11.01.2018 18:34
      Highlight @zettie94
      Das ist mir bewusst und ich bin kein Fan davon. Das ändert aber nichts daran, dass diese Technologie weltweit bereits im Einsatz ist. Auch beim Stadelhofen gäbe es dafür Lösungsansätze 😉
      0 1 Melden
  • Caturix 10.01.2018 19:09
    Highlight "Die App solle nicht den bedienten Schalter ersetzen" welche bedienten Schalter ?
    72 9 Melden
  • lichtler 10.01.2018 18:33
    Highlight Finde ich ne super App. Eine Bemerkung hätte ich: in der Schweiz sind die Bezahlmöglichkeiten immer noch ziemlich eingeschränkt. Wieso kann ich z.B. hier nicht mit Paypal bezahlen? Was in der Schweiz leider auch nicht geht bei Kauf im Internet ist das direkte Abziehen vom Konto (sepa Lastschrift). Ist nicht schlimm aber schade.
    28 10 Melden
    • derEchteElch 10.01.2018 19:12
      Highlight Meine Meinung!
      Ich liebe mein Paypal-Konto! Das tut für mich so viel im Internet. Praktisch in allen Online-Shops bezahl ich damit. Nur in der Schweiz fehlt dieses Angebot... 😢
      9 20 Melden
    • Loeffel 10.01.2018 21:54
      Highlight Paypal co wird bald schnee von gestern sein. Neue technologien wie REQ (https://request.network/) werden in den nächsten 2-4 Jahren das gesamte eCommerce und online Bezahlen auf den Kopf stellen. Vorteil für Kunden: zum Bruchteil von heutigen Gebühren!
      7 1 Melden
  • Ass 10.01.2018 17:59
    Highlight Einfach einchecken, dann Smartphone in Hülle mit eingenähtem Alunetz stecken und man kann nun gratis ÖV fahren. Wenn mann nicht ein totaler Idiot ist, dann ist der Betrug praktisch nicht nachweisbar.
    9 51 Melden
    • Madison Pierce 10.01.2018 20:06
      Highlight Nein, so einfach ist es nicht. Ist die Verbindung zum Server für längere Zeit unterbrochen, wird anstatt des Billets eine Fehlermeldung angezeigt.

      Betrug wenn schon über gefälschte Positionsdaten. Wobei ich nicht weiss, ob beim angezeigten Code der Standort integriert ist und der Betrug somit auffällt.

      Ich gehe stark davon aus, dass bei einer schweizweit einsetzbaren App mehr in die Sicherheit investiert wurde als man es von lokalen Anbieter vielleicht gewohnt ist (MOONLINER...).
      9 1 Melden
  • #bringhansiback 10.01.2018 17:58
    Highlight Regelwerk... Den Schmarren brauchts auch nur wegen der Pseudoprivatisierung und Verkomplizierung durch Tarifverbünde.
    In meiner Kindheit war das noch ein Staffelpreis pro km und Klasse. Gültig war das Billet generell einen Tag, ausser wenn bei einem Rückbillet die Strecke länger als 100km war eine Woche. Da konnte man sich die Preise noch selbst ausrechnen und es gab nicht 20 verschiedene Tickets von A nach B mit 12 unterschiedlichen Gültigkeitsdauern.
    Lieber ÖV, bitte geht doch auf dieses einfache System zurück.
    121 22 Melden
    • Doeme 10.01.2018 19:56
      Highlight Früher war alles besser, gäll?
      8 9 Melden
    • spiox123 10.01.2018 21:48
      Highlight Konntest du in deiner Kindheit auch mit dem Ticket so einfach eine Rundereise im Kanton Zürich/Bern oder wo auch immer machen? Hattet du alternative Reiserouten und musstest dich nicht festlegen? Und in der Schweiz haben wir ein gutes System, wir haben unterschiedliche Verbünde aber du bist frei in der Wahl des Verkehrsmittel. In Deutschland gibts da x EVU‘s die die Billete der anderen dann natürlich NICHT akzeptieren.
      6 4 Melden
    • Toerpe Zwerg 10.01.2018 22:24
      Highlight Schmarren. Ohne die Tarifverbünde hatten sie für jedes Unternehmen ein eigenes Billet gebraucht. Von Zürich Flughafen nach Pfaffhausen z.B. Deren drei.
      12 3 Melden
    • seventhinkingsteps 11.01.2018 01:27
      Highlight Oder man fährt einfach schwarz. Be the change you want to see in this world.
      3 7 Melden
    • #bringhansiback 11.01.2018 10:58
      Highlight @doeme: nein, bei weitem nicht alles. Dies aber schon
      @Spiox: für sowas gibts seit ewig die Tages- und Rundreisekarten. Ging auch mit den SBB.
      @Toerpe: Teilweise. Damals gabs halt oft nur SBB, Postauto und die privaten Stadtbusbetreiber (in Frauenfeld z.B). Aber wenn ich von Aadorf mit dem Poschi nach Frauenfeld fuhr um dann weiter nach Weinfelden zu fahren war das ab Aadorf ohne Problem mit einem Ticket machbar. Wollte ich aber in Frauenfeld den Stadtbus nutzen, ja dann musste ich diesen separat bezahlen. ABER: ich bezahlte diesen nicht mit der Zone Frauenfeld mit, nur weil ich durchreise.
      1 1 Melden
  • mein Lieber 10.01.2018 17:58
    Highlight Alter Hut. FAIRTIQ ist einfacher und schneller. Und vor allem weiter verbreitet.
    23 9 Melden
    • 2sel 10.01.2018 18:51
      Highlight Nutze ich auch. Doch ist FAIRTIQ schon schweizweit und tarifzonenübergreifend?
      6 1 Melden
    • MaskedTruth 10.01.2018 19:08
      Highlight Keiner mag Besserwisser (Sheldon Cooper)
      15 1 Melden
    • MaskedTruth 10.01.2018 19:11
      Highlight ....und funktioniert nicht im Kanton ZH....
      6 1 Melden
    • Chrigu91 10.01.2018 19:37
      Highlight Unterstützt denn FAIRTIQ jetzt auch fahrten über die Tarifgrenze hinaus?
      6 0 Melden
    • Dave700 10.01.2018 20:02
      Highlight Also dran bleiben :). Die Billerautomaten können es ja auch schweizweit. Vermutlich ja dann auch die apps 👍
      2 0 Melden
    • Freddie 11.01.2018 00:54
      Highlight Fairtiq undterstützt Tarifzonenwechsel noch nicht. Aber wenn man mehr als 5 Fahrten/Monat macht, bekommt man 5% rabatt, was etwa dem rabatt einer mehrfahrtenkarte entspricht.
      1 0 Melden
  • Pogon 10.01.2018 17:47
    Highlight Klingt ja fantastisch! Warum gibts das nicht schon längst?
    12 8 Melden
    • Amboss 10.01.2018 19:58
      Highlight Eigentlich gibt es Fairtiq und lezzgo ja schon seit Ewigkeiten aber nur in einzelnen Verbünden. zB Passepartout in der Innerschweiz

      Hab ich das richtig verstanden. Lezzgo funktioniert jetzt schweizweit in allen ÖVs?
      6 0 Melden
    • Dave700 10.01.2018 20:04
      Highlight .. weil technisch schwierig 🤔..
      2 0 Melden

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