International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06514369 Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu attends the weekly cabinet meeting at the Prime Minister's office in Jerusalem, 11 February 2018. Media reports state that Benjamin Netanyahu stated that Israel will defend itself 'against any attack' folowing the downing of an Israeli F-16 fighter plane by Syria air defences on 10 February 2018.  EPA/RONEN ZVULUN / POOL

Benjamin Netanjahu: Hat sich der israelische Ministerpräsident bestechen lassen? Bild: EPA/REUTERS POOL

Israelische Polizei empfiehlt Korruptionsanklage gegen Netanjahu



Nach mehr als einjährigen Ermittlungen hat die israelische Polizei Medienberichten zufolge eine Anklage wegen Korruptionsverdachts gegen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu empfohlen. Es seien ausreichend Beweise für Bestechlichkeit und Veruntreuung in zwei Fällen gesammelt worden, berichteten israelische Medien am Dienstag übereinstimmend unter Berufung auf die Polizei.

Eine endgültige Entscheidung über eine Anklage muss die Staatsanwaltschaft fällen. Netanjahu hat wiederholt seine Unschuld beteuert. Vertraute haben betont, der Regierungschef werde auch im Fall einer Anklageerhebung nicht zurücktreten.

Der Regierungschef steht wegen der Korruptionsermittlungen seit langem unter Druck. Nach Medienberichten soll der befreundete israelische Hollywood-Produzent Arnon Milchan dem Regierungschef und seiner Frau Sara über Jahre Zigarren und Champagner geliefert haben. Es handelte sich demnach um illegale Schenkungen. Im Gegenzug soll Netanjahu etwa Milchan dabei geholfen haben, ein neues US-Visum zu erhalten.

epa05084553 (FILE) A file photograph showing wife of Israeli Prime Minister, Sara Netanyahu paying tribute to the victims of the 13 November attacks in front of the Bataclan concert venue, in Paris, France, 30 November 2015. Israel's first lady, Sara Netanyahu, was questioned by police on 31 December 2015y under suspicion of using public funds for private expenses. She arrived at the Israel Police's anti-corruption unit in the central Israeli town of Lod, east of Tel Aviv.  EPA/GEOFFROY VAN DER HASSELT

Sara Netanjahu: Die Frau des Premierministers soll sich gemäss Medienberichten ebenfalls bestechen haben lassen. Bild: EPA/EPA FILE

Ausserdem soll Netanjahu versucht haben, unrechtmässig Einfluss auf die Medienberichterstattung zu nehmen. Dabei soll er sich darum bemüht haben, sich in einem Deal mit einem Medienmogul eine positivere Berichterstattung in der regierungskritischen Zeitung «Jediot Achronot» zu sichern.

Die Polizei empfehle auch, Anklage gegen Milchan und den Zeitungsherausgeber zu erheben, berichtete das israelische Fernsehen.

Netanjahu: Hexenjagd

Bei wöchentlichen Protesten hatten bis zu zehntausend Demonstranten den Rücktritt des Regierungschefs gefordert. Netanjahu weist aber alle Vorwürfe als «Hexenjagd» gegen ihn zurück.

Als Oppositionsführer hatte Netanjahu 2008 den damaligen Regierungschef Ehud Olmert zum Rücktritt gedrängt, als dieser unter Korruptionsverdacht stand.

Bereits während Netanjahus erster Amtszeit als Regierungschef hatte die Polizei der Staatsanwaltschaft 1997 empfohlen, ihn wegen Betrugs und Vertrauensbruchs anzuklagen. Der Generalstaatsanwalt entschied sich jedoch damals mangels stichfester Beweise dagegen. (cma/sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Mayotte – Europas zerrissenes Paradies am Ende der Welt

Link to Article

Ein junger Jude verliebt sich in eine Schickse – Orthodoxe fühlen sich im falschen Film

Link to Article

Hallo, Impfgegner – diese 7 Antworten zur Grippeimpfung sind speziell für euch

Link to Article

Die 11 schönsten Höhlen der Welt, in denen du dich vor der Fasnacht verstecken kannst

Link to Article

Die tiefe Spaltung der USA ist alarmierend – und ein Zeichen der Zeit

Link to Article

Wichtig: Eine Rangliste der 18 besten Drunk Foods aus aller Welt 🍺🍕🍻🍔🍺

Link to Article

Wie zwei Nerds die Welt eroberten – und ihre Ideale verrieten

Link to Article

Diese 10 Dinge kommen Ausländern als Erstes in den Sinn, wenn sie an die Schweiz denken

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Eklat beim F1-Grand-Prix von Brasilien: Verstappen pöbelt Ocon nach dem Rennen an

Link to Article

Es ist Tag der schlechten Wortspiele oder wie wir vom Sport sagen: Heimspiel!

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
Alle Artikel anzeigen

Wie entstand der Konflikt im Nahen Osten?

Play Icon

Video: www.explain-it.ch

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • gianny1 14.02.2018 09:55
    Highlight Highlight Zum Glück gibt es noch einen funktionierenden Rechtsstaat im Nahen Osten!
    3 2 Melden
  • _eskry_ 13.02.2018 20:06
    Highlight Highlight Weg mit diesem Zionisten! Dieser Mann ist eine Schande für unsere jüdischen MitbürgerInnen!
    21 9 Melden
    • Royeti 14.02.2018 07:29
      Highlight Highlight So viel Stuss in nur 2 Sätzen....unglaublich.
      1. Wieso implizierst du etwas negatives mit dem Wort Zionisten?
      2. Was hat er mit unseren jüdischen Mitbürger zu tun?
      3. Wieso soll er für diese eine Schande sein? (sie haben ihn ja nicht gewählt, oder?)

      Ich bin aber auch der Meinung, dass es an der Zeit ist, dass sich die Israelische Politik verändern muss und neue Gesichter notwendig sind. (das gleiche gilt übrigens noch für viele Länder - auch zB. für Deutschland und Angie...)
      4 3 Melden

Trump nach den Midterms: Wird er jetzt brav oder schmeisst er den Bettel hin?

Donald Trump ist mit einem neuen Phänomen konfrontiert: einem gespaltenen Kongress. Vieles ist möglich: Er kann auf die Demokraten zugehen. Oder den Bettel hinschmeissen.

Ist Donald Trump ein politisches Genie oder ein Scharlatan? So richtig klar ist dies nicht nach einem Wahlabend, der bei ihm und seinen Gegnern gemischte Gefühle erzeugt haben muss. Da ist auf der einen Seite der – erwartete – Erfolg der Demokraten im Repräsentantenhaus. Im Senat aber haben die Republikaner ihre Mehrheit ausgebaut, und das in erster Linie dank Trump.

Seine Strategie, sich wie kein Präsident zuvor bei Zwischenwahlen persönlich ins Zeug zu legen, hat sich ausbezahlt. Seine …

Artikel lesen
Link to Article