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Blutspenden

Schwule müssen in der Schweiz ein Jahr auf Sex verzichten, bevor sie Blut spenden dürfen. Bild: Shutterstock

Warum das Blut von Schwulen unerwünscht ist: 10 Fragen und Antworten

Wollen Schwule Blut spenden, so müssen sie ein Jahr lang auf Sex verzichten. Ist diese Regel wirklich nötig? Was du darüber wissen musst.

29.11.17, 19:14 30.11.17, 07:17


Das Blut ist knapp.

Jedes Jahr reagieren Spendenwillige auf diesen Warnruf. Viele tun dies im Wissen, vielleicht einmal selber auf Fremdblut angewiesen zu sein.

Tausende dürfen aber nicht helfen, auch wenn sie wollten. Gut, seit diesen Sommer sind Schwule nicht mehr per se vom Blutspenden ausgeschlossen. Aber die Bedingung, ein Jahr kein Sex, kommt einem Ausschluss sehr nahe. 

Am Mittwoch hat der Ständerat über diese Regelung diskutiert und kam im Gegensatz zum Nationalrat zum Schluss, nichts daran zu ändern.

Was du darüber wissen musst.

Wie ist die heutige Regelung?

Bis am 1. Juli 2017 galt folgende Regelung: Jeder Mann, der seit 1977 zumindest einmal sexuellen Kontakt mit einem anderen Mann hatte, darf kein Blut spenden.

Erst seit diesem Sommer sind Schwule wieder zum Blutspenden zugelassen. Zumindest in der Theorie. Denn es gibt ein grosses ABER. Die Bedingung an alle männlichen Spender: Sie dürfen ein Jahr lang keinen Sex mit einem Mann haben. 

Zum Vergleich: Heterosexuelle Männer dürfen auch dann Blutspenden, wenn sie Sex hatten. Sie müssen einfach seit über einem Jahr in einer festen Partnerschaft sein.

Auch Blutspende SRK Schweiz ist unzufrieden mit der heutigen Regelung: «Wirklich optimal scheint die Lösung indessen nicht, da vermutlich nicht viele schwule Männer davon profitieren können», schreiben sie auf ihrer Website.

Wird die Regel bald aufgehoben?

Die Fraktion der BDP hatte genau dies gefordert. Ihr Vorstoss verlangte vom Bundesrat die Ausschlusskriterien für Homosexuelle aufzuheben. Obwohl die Regierung den Vorstoss zur Ablehnung empfahl, stimmte eine Mehrheit im Nationalrat diesem zu. Nun scheiterte das Vorhaben aber am Mittwoch im Ständerat. 

Was sagt die Gay-Community dazu?

«Diese Regelung ist diskriminierend und macht auch aus medizinischer Sicht keinen Sinn mehr. Es besteht ein breiter Konsens, dass allein das Risikoverhalten zur Beurteilung herangezogen werden darf und nicht die sexuelle Orientierung.»

Stellungsnahme Pink Cross, Selbsthilfeorganisation von Schwulen

Auf Twitter

Wann wurde das Verbot eingeführt und warum?

Das schwule Männer kein Blut spenden dürfen, wurde in der Schweiz 1985 beschlossen. Aus Angst, dass sich Patienten bei der Bluttransfusion mit dem HIV-Virus anstecken könnten.

Dies ist tatsächlich passiert. Über die ersten beiden Fälle berichtete am 11. April 1986 die NZZ. Eine jüngere Frau und ein alter Mann hatten sich bei einer Bluttransfusion mit dem HIV-Virus angesteckt. Ihre Spender waren homosexuell. Der damalige Chefarzt des Roten Kreuzes erklärte in der Zeitung, dass zum Zeitpunkt der Blutspende (1983), die Überprüfung des Blutes nach dem HI-Virus noch nicht möglich gewesen sei. 

Sind Schwule tatsächlich eine Risikogruppe?

Noch immer ist bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), die Gefahr für eine HI-Infektion besonders gross. So infizierten sich 2015 247 von ihnen mit HIV, was in jenem Jahr fast der Hälfte aller neuen HIV-Infektionen in der Schweiz entspricht. Dabei machen die MSM lediglich 3 Prozent der sexuell aktiven Bevölkerung aus. Auch bei anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, ist die Infektionsrate bei MSM besonders hoch.

Lesbische Frauen sind keinem grösseren Risiko von sexuell übertragbaren Krankheiten ausgesetzt. Deshalb gelten bei Lesben die gleichen Ausschlusskriterien für die Blutspende wie bei heterosexuellen Personen.

Warum kann man das Blut nicht einfach testen?

Seit Mitte der 80er-Jahre gibt es Tests, die das HI-Virus im Blut nachweisen können. Doch es gibt ein Problem – es nennt sich diagnostisches Fenster. 

Obwohl die diagnostischen Tests in den letzten Jahrzehnten besser geworden sind, lässt sich der HI-Virus erst nach sieben Tagen im Blut nachweisen. Sprich: Wenn sich der Spender in der Woche vor der Blutabnahme mit Aids angesteckt hat, entgeht dem Labor die Krankheit. 

Auch bei anderen Krankheiten gibt es ein diagnostisches Fenster. Bei Hepatitis B beträgt es 20 Tage, bei Hepatitis C 5 Tage. 

Spezielle Regeln für Schwule: Darf man das?

Auch der Europäische Gerichtshof musste sich bereits mit dem Blutspende-Verbot für Schwule auseinandersetzen. Dabei kamen die Richter zum Schluss, dass ein Ausschluss rechtens sein kann. Aber nur dann, wenn geeignete Alternativen, wie wirksame Testmethoden oder eine genaue Befragung zu riskantem Sexualverhalten, fehlen. 

Wie regeln es andere Länder?

Es gibt unterschiedliche Herangehensweisen. Viele europäischen Länder handhaben es wie die Schweiz. Sie erlauben Schwulen, erst nach einer einjährigen Sex-Abstinenz Blut zu spenden. Dies gilt beispielsweise in Irland oder Frankreich. Wie auch in der Schweiz, ist diese Regelung aber erst seit kurzem in Kraft. Zuvor galt auch dort ein Totalverbot. 

Tiefer ist die Hürde in Grossbritannien. Da dürfen Männer, die Sex mit Männer haben, bereits nach 3 Monaten nach dem letzen Sexkontakt Blut spenden.

In Italien, Spanien, Portugal und Polen sind Homosexuelle ohne Einschränkungen zum Blutspenden zugelassen.

Was gibt es für Alternativen?

Blutspende SRK Schweiz schwebt vor, dass die sexuelle Orientierung der Spender zukünftig keine Rolle spielen soll. Stattdessen soll bei allen Spendewilligen das sexuelle Risikoverhalten besser erfragt werden und massgeblich für einen allfälligen Ausschluss sein. Doch: «Die Erarbeitung dieser Kriterien ist komplex und dürfte mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Ob die Aufsichtsbehörde solchen Plänen zustimmen würde, kann zurzeit nicht abgeschätzt werden.»

Wer darf sonst kein Blut spenden?

Es gibt weitere Risikofaktoren, die den Ausschluss von der Blutspende bedeuten. So darf beispielsweise niemand Blut spenden, der selber schon einmal Blut erhalten hat. Auch wer zwischen 1980 und 1996 mehr als sechs Monate in Grossbritannien lebte, wird ausgeschlossen. Der Grund ist bei beiden Ausschlussfaktoren der gleiche: Die Befürchtung, der Blutspender könnte dem Empfänger die variante Creutzfeld-Jakob Erkrankung übertragen.

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83
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    Alle Leser-Kommentare
  • who cares? 30.11.2017 20:40
    Highlight Wird gespendetes Blut eigentlich nicht standardmässig getestet? Ist ja haarsträubend
    1 2 Melden
    • Mutzli 30.11.2017 22:36
      Highlight Doch, wird es. Man kriegt je nach dem sogar eine Rückmeldung vom Blutspendezentrum falls etwas nicht in Ordnung sein sollte. Beim ersten Mal erfolgreich spenden sowieso. Da wird einem dann gratuliert, das man keine der aufgeführten ansteckenden Krankheiten hat.

      Ist auch der Grund, weshalb die UK die Regeln dermassen gelockert hat und es wirklich, beim besten Willen, keinen Grund mehr gibt das diskriminierende System beizubehalten.

      So ist es lachhaft, dass ein homosexueller Mann in einer monogamen Beziehung per se gefährlicher sein soll, als ein fleissiger hetero tinderer.
      3 0 Melden
    • Judge Dredd 30.11.2017 22:51
      Highlight Haben sie den Bericht überhaupt gelesen?

      Punkt 6!

      Also das kann man doch beim besten Willen nicht überlesen.
      0 0 Melden
  • Sophia 30.11.2017 15:38
    Highlight Solche Gesetze sind diskrimierend. Also mal im Ernst, das kann man doch gar nicht nachprüfen! Wenn einer sich diskriminiert fühlt oder wenn einer sich nicht geoutet hat, dann kann keiner das nachprüfen, wenn der Blut spendet. Ein Ausschluss kann doch nur gelingen, wenn die Spender ehrlich sind. Besser als ein solch schlechtes Gesetz wäre, wenn man einen Haftungsbeschluss unterzeichnen müsste. Wenn eindeutig nachgewiesen werden kann, dass ein Schwuler trotz exakten Hinweis unbeabsichtigt oder nicht infiziertes Blut gespendet hat, kann er zur Rechenschaft gezogen werden. Denke ich falsch?
    2 7 Melden
  • pedrinho 30.11.2017 14:34
    Highlight ich komm nicht ganz klar mit der "zwängerei"

    Es wurden regeln geschaffen um empfaenger vor moeglichen ansteckungen von spendern wie geschehen zu schuetzen. Ein sehr einfacher und billiger weg/versuch ein latentes risiko zu verkleinern.

    Was ist daran diskriminierend ?
    Warum kann man das nicht einfach akzeptieren ?
    5 8 Melden
  • IrmaFirma 30.11.2017 13:19
    Highlight Was ist denn mit den blutspendenden Männern und Frauen aller Beziehungsformen die keine wechselnden Partner haben und sich in der Vergangenheit haben testen lassen. Die gehen doch davon aus dass sie keinem Geschlechtskrankheitsrisiko ausgesetzt sind. Die wissen nun doch aber auch nicht, was ihre feste Partnerin oder ihr fester Partner so treiben. Treue ist nunmal was, was beide bieten müssen damit beide auf der sicheren Seite sind? Werden die Fremdgehstatistiken auch irgendwie berücksichtigt?
    12 2 Melden
  • Tobias K. 30.11.2017 00:28
    Highlight Es ist doch einfach so, dass sich immer jemand diskriminiert fühlt. In unserer political correct world findet sich immer einer der sich lauthals beklagt. Schwule sind einfach ein Risiko. Ich würde Tests begrüssen die schnell und effizient einen Käfer im Blut identifizieren können. So dass auch die diskriminierten Schwulen spenden können. Und ruhe wäre.
    15 9 Melden
  • Ökonometriker 29.11.2017 22:55
    Highlight Warum kann man nicht für alle die Regel '6 Monate kein neuer Sexualpartner' einführen?

    Ich kenne persönich heterosexuelle Frauen mit einem relativ promisken Sexualleben die als Verhütung ausschliesslich Analverkehr haben. Diese haben quasi das gleiche Risiko wie Schwule, werden aber von der heutigen Regelung nicht erfasst. Macht das Sinn?
    60 8 Melden
    • De Hans-Ueli vom Pragel 30.11.2017 00:41
      Highlight lol, wers glaubt!
      10 5 Melden
    • De Hans-Ueli vom Pragel 30.11.2017 00:43
      Highlight ausserdem bist du mit One-night stand/Partnerwechsel innerhalb eines Jahres auch als anal-hete ausgeschlossen. Als Ökonometriker solltest du wissen, weshalb man statistisch diskriminiert.
      14 0 Melden
    • De Hans-Ueli vom Pragel 30.11.2017 10:16
      Highlight Lieber Ökonometriker

      Diese Aussage entspricht sehr wahrscheinlich nicht der Lebensrealität. Und selbst wenn dieser Fall zutrifft, dürfte es sich um eine statistisch marginale Gruppe handeln, weshalb das Risiko eingegangen werden kann.

      Hochachtungsvoll
      Dr. rer. nat Hans-Ulrich H.
      6 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • tipsi 29.11.2017 22:50
    Highlight Ich bin irritiert. Gilt diese Regel für Schwule oder für Männer die Sex mit Männern haben (MSM)? Letzeres wäre korrekt, da es auf die Praktik ankommt und nicht auf die sexuelle Ausrichtung.
    Eine Alternative wäre auch einen Monat keinen Sex mehr seit dem letzten negativen HIV Test oder kein Partnerwechsel in den letzten 12 Monaten. So kann man die diagnostische Lücke schliessen.
    22 12 Melden
    • Hierundjetzt 30.11.2017 00:20
      Highlight Das ist ja leider reine Theorie. Denn A) müsste ich als Spender zuerst einen HIV-Test machen und B) wenn mir am Weekend die Person meines Lebens über den Weg läuft, werde ich kaum 1, 2 Monate mit Sex warten nur damit ich dann Blutspenden kann
      5 0 Melden
    • Ms. Song 30.11.2017 09:06
      Highlight Ich glaube, sie gilt für MSM. Wäre auf jeden Fall sinnvoller, wenn man schon so eine blöde Regel hat
      4 0 Melden
    • tipsi 30.11.2017 22:14
      Highlight Besser wenn man sagen würde, seit dem letzten negativen Test kein Partnerwechsel mehr? Als Teil einer Risikogruppe lässt man sich vermutlich öfters testen und bei einem neuen festen Freund/in ist es sowieso sinnvoll sich auf Geschlechtskrankheiten testen zu lassen.
      Wenn dir die Person deines Lebens über den Weg läuft, wird das Blut spenden doch zur Nebensache? 😊
      1 0 Melden
  • murrayB 29.11.2017 22:33
    Highlight Sorry Homo's, Punkt 5 sollte eigentlich schon alles sagen... Ist leider so, auch wenn nicht alle gleich sind...
    21 51 Melden
    • Dr. B. Servisser 29.11.2017 23:54
      Highlight Sorry, warum?
      1 3 Melden
    • Hierundjetzt 30.11.2017 00:23
      Highlight Das war auch mein Gedanke. Wenn 3% der Bevölkerung für 50% der Erkrankung verantwortlich ist und das Blut an 100% der Einwohner zu gute kommen kann, ist das Risiko viel zu hoch.

      Und sorry, nur damit wir eine theoretische „Diskriminierung“ aufheben können gebe ich jetzt gsnz sicher nicht mein Leben dafür!
      11 4 Melden
  • Ohniznachtisbett 29.11.2017 22:20
    Highlight Nun als Single darf ich auch nicht Blut spenden. Da ich aber keiner Mimiminderheit abgehöre, gibts halt kein Mimimi. Wenn 3% für 50% der HIV Infektionen zuständig sind verstehe ich die Regelung.
    45 28 Melden
  • wtsnSTGL 29.11.2017 22:14
    Highlight Grobe Diskriminierung vom Staat. Wie wird den überprüft, dass der spendewillige Schwule ein Jahr kein Sex hatte...?
    13 31 Melden
    • Hierundjetzt 30.11.2017 00:27
      Highlight Nein: Verantwortlich.

      3% der Bevölkerung sind für 50% der HIV Erkrankungen verantwortlich.

      HIV ist immer noch unheilbar.

      Es ist somit Dein Leben, dass gefährdet sein kann.

      Es betrifft nur 150’000 Männer. Es gibt grössere Personengruppen in der Schweiz die echter Diskriminierung ausgesetzt sind.
      12 6 Melden
  • studmed 29.11.2017 22:10
    Highlight Noch etwas zum diagnostischen Fenster: mit den Tests der 4. Generation (p24 und Antigen) besteht immer noch eine diagnostische Lücke von 2-6 Wochen!
    Mittels eines neuen, teuren Verfahrens kann dies auf 7 Tag gesenkt werden, wie im Text richtig vermerkt, jedoch wird dieser Test nicht routinemässig angewendet. In der Praxis geht man daher von 6 Wochen aus und nicht nur 7 Tagen.
    27 0 Melden
  • RozaxD 29.11.2017 22:08
    Highlight Und wieso ein Jahr? Warum nicht 3 Monate, wie die Inkubationszeit?
    16 5 Melden
    • Hierundjetzt 30.11.2017 00:28
      Highlight Und in den 3 Monaten bleibst du dann enthaltsam? Nur wegem Spenden? Ganz ehrlich?
      7 2 Melden
  • studmed 29.11.2017 21:57
    Highlight Kleiner Input: Sprecht von HIV oder HI-Virus, aber bitte nicht vom HIV-Virus! Man sagt ja auch nicht SBB-Bahnen ;)
    38 5 Melden
  • Burdleferin 29.11.2017 21:42
    Highlight Eigentlich ein ernstes Thema. Trotzdem: „...ein alter Mann...“ 😄
    1 12 Melden
  • Chääschueche 29.11.2017 21:41
    Highlight MSM nur 3%?
    Wers glaubt. Das ist definitiv viel mehr.

    Es gibt genügend Typen welche sich als Hetero bezeichnen, mit Freundin runmlaufen aber gerne mal mit nem Typen was haben. (Im Geheimen)

    Oder von wo sind diese Zahlen?
    20 18 Melden
    • Hierundjetzt 30.11.2017 00:30
      Highlight Max. 5% einer Bevölkerung sind Homosexuell (inkl. die, die nicht dazustehen können) Daher trifft das schon zu.
      12 9 Melden
    • tipsi 30.11.2017 07:34
      Highlight Chääschueche du hast schon recht, MSM sind mehr als nur Homosexuelle. Aber wie viele geben das schon zu?
      7 3 Melden
  • mrmikech 29.11.2017 21:32
    Highlight Man kann doch nicht wissen ob jemand schwul ist oder wie lange der spender schon kein sex hatte... Wie dumm ist das.
    6 11 Melden
    • Bits_and_More 29.11.2017 23:42
      Highlight Oder man vertraut darauf, dass jemand der freiwillig etwas von seinem Blut abgibt ehrlich ist?
      13 1 Melden
    • Saraina 30.11.2017 09:39
      Highlight Wieso ist es dumm, anzunehmen dass Menschen vertrauenswürdig sind?
      3 3 Melden
    • DerElch 30.11.2017 10:48
      Highlight mrmikech: Noch die gespendet, stimmts? Dann wüsstest du, dass man

      1. einen Fragebogen ausfüllen muss
      2. ein Gespräch darüber führt

      Wer da lügt, hat einen an der Waffel. Was bringt es dir? Wieso unehrlich sein? Nur weil man umsverrecken spenden will und dafür in Kauf nimmt, jemanden anzustecken – auch wenn man sich gesund fühlt? DAS ist dumm. Nicht die eingebauten Kontroll-Elemente.

      Ich gebe sogar an, wenn ich Schmerzmittel genommen habe oder noch ein wenig erkältet bin! Alles Gründe, die mich schon ohne Spende nach Hause gehen liessen. Aber das ist OK – und nicht diskriminierend.
      9 0 Melden
  • Heinz Nacht 29.11.2017 21:31
    Highlight An sich wäre es nicht so schwierig. Spender kommt spenden, Blut wird sauber aufbewahrt, 1 Monat später kommt Spender nochmals und gibt noch eine frische Blutprobe. Diese wird auf alle möglichen Krankheiten getestet. Ist alles gut wird die Spende verwendet, ist was nicht gut oder der Spender erscheint nicht, wird das Blut entsorgt.
    8 18 Melden
  • Sandro Lightwood 29.11.2017 21:24
    Highlight Zu 9 Alternativen:

    «Die Erarbeitung dieser Kriterien ist komplex und dürfte mehrere Jahre in Anspruch nehmen.»

    Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Team mehrer Jahre dafür brucht.
    19 5 Melden
  • fabsli 29.11.2017 21:21
    Highlight Ist es denn nicht möglich bei der Spende eine Testampulle abzuzapfen, das Blut nach 7 Tagen testen und wenn ok die Konserve freigeben?
    16 10 Melden
    • stimpy13 30.11.2017 08:39
      Highlight Berechtigte Frage, keine Anfeindungen - 1 Herz (mit meinem 2) und 7 Blitze. Dafuq???
      8 0 Melden
  • TheMan 29.11.2017 21:04
    Highlight Also ich find gut, Das Schwule nun Spenden können. Der Rest, wird fallen. Diese Gesetzte usw. Jedoch braucht es in der Schweiz halt ein bisschen Länger. Der Anfang ist gemacht. Der Rest wird noch kommen.
    18 42 Melden
  • Joe Smith 29.11.2017 20:37
    Highlight Das diagnostische Fenster beträgt sieben Tage, darum muss man ein ganzes Jahr lang abstinent gewesen sein. Ja, doch, leuchtet ein. Und dass auch schwule Männer in einer festen Partnerschaft leben können, hat sich offenbar noch nicht bis in den Ständerat herumgesprochen, obwohl dort schon seit 2007 einer sitzt, auf den genau das zutrifft, und der auch kein Geheimnis daraus macht.
    45 29 Melden
    • guineapig 29.11.2017 21:55
      Highlight Das diagnostische Fenster beträgt nicht sieben Tage, sondern individuell abhängig bis zu drei Monaten (deshalb auch die Regelung in Grossbritannien). Was natürlich - da stimme ich zu - nicht die einjährige Abstinenzregelung rechtfertigt.
      14 1 Melden
  • DerHugentobler 29.11.2017 20:33
    Highlight Was ich nicht ganz verstehe, wenn das diagnostische Fenster 7 Tage beträgt, warum dürfen Schwule dann ein ganzes Jahr keinen Sex haben? Gibt es für diese Frist eine medizinisch sinnvolle Erklärung, oder ist das willkürlich so?
    144 11 Melden
    • blabediblu 29.11.2017 22:52
      Highlight Kurz nach der Infektion können die Antigene mithilfe eines Blutserumtests nachgewiesen werden. Nur anhand eines solchen Tests kann aber keine wirklich sattelfeste Diagnose gemacht werden, da solche Screening-Test häufig falsch positiv sind.

      Danach verfält der HI-Virus normalerweise in eine Latenzphase, in der weder Virusexpression noch Virusfreisetzung stattfinden.

      Einen wirklich aussagekräftigen Test kann man erst nach einigen Monaten ansetzen, wenn der Antikörpertiter im Patienten genug hoch ist, um auch gemessen zu werden.
      12 1 Melden
    • Paddiesli 30.11.2017 15:56
      Highlight Dasselbe habe ich mich auch gefragt.
      Von mir aus 1 Monat, damit auch Hepatitis abgedeckt werden kann, aber EIN JAHR? Da hätte ich auch gerne eine schlüssige Erklärung dafür.
      Ich als Typ-1 Diabetiker darf leider gar nicht spenden - schwul hin oder her.
      1 0 Melden
    • hendrick 30.11.2017 18:09
      Highlight dachte das gleiche. schwule könnten doch einfach 7 tage vor dem eigentlichen spenden einen test machen. problem ade.
      0 0 Melden
  • N. Y. P. D. 29.11.2017 20:05
    Highlight Dumme Frage :

    Heterosexuelles Paar

    Er geht fremd (oder sie)

    Er steckt sich mit HIV an

    Er steckt seine Partnerin an

    2 Tage später geht sie Blut spenden und sagt sie sei seit 3 Jahren in Beziehung

    Test des Blutes ist negativ, da erst nach 7 Tagen HIV nachweisbar

    Frage :
    Ist jetzt ein HIV-Beutel im Umlauf ?
    58 15 Melden
    • torpedo 29.11.2017 21:38
      Highlight Das System beruht (bzgl. diagnostischem Fenster) ja schon auch auf der Ehrlichkeit der Spender. Bei Homos, wie auch bei Heteros...
      18 0 Melden
    • De Hans-Ueli vom Pragel 30.11.2017 00:48
      Highlight geht nur un wahrscheiblichkeiten. der von dir gebnante fall ist einfach statistisch ubwahrscheiblich, das risiko geht man ein. aber es ist hald einfach empirisch so, dass eine HIV infektion bei schwulen und msm sehr wahrscheinlich ist. das risiko will man nicht eingehen und schliesst sie deshalb aus
      8 3 Melden
  • Hugo Wottaupott 29.11.2017 20:05
    Highlight Aus Gründen.
    16 39 Melden
  • thefreshgandalf 29.11.2017 19:57
    Highlight Warum testet man(n) nicht zuerst das Blut des Homosexuellen und nach sieben Tage kann er spenden? Ist immernoch aufwändig und unfair aber damit könnten die Rechten doch leben.
    18 45 Melden
    • Ohniznachtisbett 29.11.2017 22:25
      Highlight Mir sind solche Regelungen Wurst. Ich würde gerne spenden, darf auch nicht, weil nicht in einer Beziehung und nicht sexuell Abstinent. Wenn die mein Vlut nicht wollen, behalte ich es halt für mich.
      10 3 Melden
  • Dr. B. Servisser 29.11.2017 19:48
    Highlight Stimmt die Information zu den Heteromännern im 1. Punkt? 12 Monate in einer festen Partnerschaft?
    Auf der Website des SRK findet man die Angabe, dass die Sexualpartnerin seit mehr als 4 Monaten bekannt sein soll.
    22 2 Melden
    • Mafi 29.11.2017 23:20
      Highlight Habe letzthin gespendet und genau das gelesen (4 Monate)
      4 0 Melden
  • ATHENA 29.11.2017 19:46
    Highlight Ist doch lächerlich, dass die FDP im Nationalrat nur mit 4 Stimmen zugestimmt hat und 23 (!) dagegen. Alles soll nach dieser Partei doch so frei und liberal sein - aber bei lebensrettenden Blutspenden ist plötzlich Schluss? Hab zuerst gedacht, dass die CVP etwas dagegen hat, aber die haben einheitlich dafür gestimmt. Lustig, diese Welt.
    22 36 Melden
  • Ms. Song 29.11.2017 19:45
    Highlight und wie will man überprüfen, ob jemand Sex hatte und/oder dass er schwul ist? Was ist zu befürchten, wenn ein Spender einfach lügt?
    159 13 Melden
    • Alnothur 29.11.2017 21:26
      Highlight Das ist der Hauptgrund, weshalb man beim Blutspenden kein Geld bekommt.
      26 0 Melden
    • pamayer 30.11.2017 00:10
      Highlight Wie wird nachgeprüft, ob das Kreuzchen bei homo hetero oder bei der Wahrheit entspricht?
      4 1 Melden
    • Ms. Song 30.11.2017 09:02
      Highlight Ich kenne einen Schwulen, der regelmässig spendet und einfach sagt, er wäre hetero. Das könnten ja alle Schwulen machen, die spenden wollen und sich sicher sind, gesund zu sein. So sicher man sich in einer festen Beziehung halt sein kann, egal ob hetero oder homo. Ich kenn mich damit aber nicht aus, da ich wegen einer Autoimmunerkrankung nicht spenden darf. Daher frag ich nach.
      6 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • SpoonerStreet 29.11.2017 19:42
    Highlight Wenn man bedenkt, dass über die Hälfte der im 2015 mit HIV angestekten Personen homosexuelle Männer sind finde ich einen Blutspendeausschluss nicht per se falsch. Ich finde Schwule sollten sich damit abfinden können einer Risikogruppe, für diesen einen spezifischen Fall, anzugehören.
    Sobald die Methoden zur Untersuchung des Bluts/Blutspenders besser werden (und das werden sie bestimmt) muss man sich unbedingt für eine Gesetzesänderung einsetzen.
    228 61 Melden
    • Matthiah Süppi 29.11.2017 22:39
      Highlight Du willst mir also sagen, dass ich, der seit einem Jahr nur mit meinem Partner Sex hat (beide getestet), kein Blut spenden darf, mein Sexualpartnerinnen oft wechselnde und nicht getestet Hetero-kolleg schon? Doch, das ist diskriminierend.
      18 10 Melden
    • lemeforpresident 29.11.2017 23:37
      Highlight Die Tests sind bereits deutlich besser, deshalb sollte die Vorschrift überarbeitet werden...
      1 0 Melden
    • Dr. B. Servisser 29.11.2017 23:50
      Highlight Es spielt doch nicht die sexuelle Orientierung eine Rolle sondern das individuelle Risikoverhalten.

      Knapp 80% der HIV Neuinfektionen betreffen Männer (Hetero, Homo etc.). Sollte man deswegen alle Männer vom Blutspenden ausschliessen?
      8 1 Melden
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  • Snowy 29.11.2017 19:27
    Highlight Dieser Entscheid zeigt, dass noch immer viele Menschen ein Problem mit Schwulen haben. Zwar nicht offen - aber zuviele Rechte sollen "die" dann doch nicht erhalten.

    Immerhin setz(e) sich die Junge FDP mal wieder für etwas sinnvolles ein. War lange nicht mehr der Fall.
    49 110 Melden
    • Dr. B. Servisser 29.11.2017 19:57
      Highlight Junge FDP?
      13 3 Melden
    • Flötist 29.11.2017 20:10
      Highlight @Snowy Dann liess doch noch mal Punkt 5 vom Artikel. Und dann einfach mal für einen Moment darüber nachdenken.
      28 8 Melden
    • Haiderfroh 29.11.2017 21:15
      Highlight @Snowy
      Es gibt 3 % Schwule unter allen Einwohnern.
      Es gibt 50 % Schwule unter den HIV-Neuinfiszierten.
      Das heisst die Schwulen sind rund 17-fach häufiger von einer Neuinfektion betroffen.
      Für die Blutspende bedeutet das:
      Bei einem Schwulen Spender ist die Wahrscheinlichkeit, eine nicht detektierbare, aber HIV-infektiöse Blutspende zu abzunehmen, 17-fach höher, als bei allen anderen.
      Man hat hier kein Problem mit Schwulen, aber ein Problem mit einem 17-fach höheren Risiko einer HIV-verseuchten Blutspende.
      Die Massnahme hier ist nicht nur gerechtfertigt, sie ist zwingend erforderlich.
      19 7 Melden
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