Schweiz
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Die Angst des Mittelstands: Warum Eltern von ihren Kindern einen Erbverzicht verlangen

Immer häufiger wollen Eltern, dass ihre Kinder auf das Ersparte verzichten: Die Unterschrift der Nachkommen soll den verbleibenden Elternteil beim Tod des Gatten vor dem Hausverkauf schützen.

Laurina Waltersperger / Schweiz am Wochenende



Wir müssen reden. Die Bitte der Eltern klang dringend, erinnert sich Anne an den Sonntagabend vor einem Jahr. Mit ihren zwei Geschwistern fand sie sich im Elternhaus ein. Der Vater druckste rum. Dann fand die Mutter klare Worte: «Wir möchten, dass ihr Kinder einen Erbverzicht unterzeichnet. Damit Vater oder ich, wenn einer von uns stirbt, weiter im Haus wohnen kann.»

Erst mal habe sie leer geschluckt, sagt Anne. Ans Erbe hatte sie noch nie gedacht – an eine Enterbung auch nicht. Ganz anders sieht es bei vielen Schweizer Eltern mit erwachsenen Kindern aus: Wie eine qualitative Umfrage der «Schweiz am Wochenende» zeigt, berichten 11 von 18 in der Deutschschweiz befragten notariellen Organisationen auf Kantonsstufe von einer Zunahme bei Verträgen, die den Erbverzicht besiegeln. Bei 6 der 18 Kantone blieb eine Antwort aus.

Der Erbverzichtsvertrag hält fest, dass Kinder im Todesfall eines Elternteils auf ihren gesetzlichen Erbanspruch verzichten. Die Sorgen seien besonders beim Mittelstand gross, sagen die befragten Notare. Obwohl in der Schweiz gesamthaft praktisch so viel wie noch nie vererbt wird, sichern sich Mittelstandpärchen immer öfter gegenüber ihren Kindern ab.

Image

Mehr Wunsch nach Sicherheit

Bei den klassischen Einfamilienhausbesitzern sei oft ein Grossteil des Vermögens im eigenen Haus gebunden, sagt Jürg Weber, Leiter des Grundbuchamtes und Notariates Frauenfeld. «Gerade dort greifen Eltern immer häufiger zur Absicherungsmethode über den Erbverzicht.» Ähnlich klingt es aus fast allen befragten Kantonen. Die Hausbesitzer des Mittelstands sind zahlreich: Laut einer Berechnung des Immobilienberaters Iazi zählt die Schweiz knapp eine Million Einfamilienhäuser. Etwa 80 Prozent davon fielen mit 6½ Zimmern oder weniger in den Bereich des Mittelstands.

Ein Einfamilienhaus reiht sich an das naechste in Buchs, Kanton St. Gallen, aufgenommen am Freitag, 5. November 2010. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Die Hausbesitzer des Mittelstands sind zahlreich. Bild: KEYSTONE

Einerseits sei es früher selbstverständlich gewesen, dass Kinder nicht aufs Erbe pochten, bis beide Elternteile verstorben waren. Heute sei das nicht mehr immer so, sagt Christoph Brügger, Generalsekretär des Schweizerischen Notarenverbands. Andererseits werden Eltern auch immer älter. «Damit kommen vermehrt Fragestellungen auf, wie sich ein Elternteil im Todesfall des Partners finanziell gegenüber den gesetzlichen Erbansprüchen seiner Kinder absichern kann.» Die Sensibilisierung zum Thema habe unter Eltern, meist im Pensionsalter, klar zugenommen. Der Wunsch nach mehr Absicherung entspreche auch dem Zeitgeist unserer Gesellschaft, so Brügger. «Die meisten Eltern kommen mit dem Absicherungswunsch zu uns, weil sie von Fällen gehört haben, die nicht gut ausgingen», sagt Notar Weber.

Ähnlich war es auch bei Annes Familie. Da war dieses Ehepaar in der Nachbarschaft der Eltern, erinnert sich die 32-Jährige. Was dort geschah, habe ihre Eltern alarmiert: Als der Vater starb, waren es die eine Tochter und deren Mann, die auf dem gesetzlichen Erbanteil der Tochter beharrten. Das junge Paar wollte sich gerade ein eigenes Haus kaufen. Das Geld, das den Geschwistern der Familie zustand, war im Haus, sie hatten es nicht auf der hohen Kante. Die Mutter musste das Haus verkaufen. «Meine Mutter hat das abgeschreckt», sagt Anne. Von den eigenen Kindern, so sagte die Mutter, würde sie eine solche Forderung nicht erwarten. Aber bei den Partnern wisse man das ja nie sicher.

Die Angst von Annes Mutter ist durchaus berechtigt. Denn Eltern schützen über Erbverzichtsverträge vor allem das, was sich ihre Kinder oft nicht mehr aus eigener Kraft leisten können: das Eigenheim. Immer häufiger ist der Hauskauf für junge mittelständische Familien ohne finanzielle Unterstützung, meist über einen Erbvorbezug, nicht mehr möglich. «Aktuell sind es etwa neun Prozent unserer Kunden, die einen Erbvorbezug geltend machen», sagt Stefan Heitmann, CEO des Schweizer Hypothekarberaters Moneypark. «Gut 80 Prozent dieser Kunden können ohne diese Unterstützung entweder die Tragbarkeit oder die Belehnungskriterien nicht erfüllen.»

Damit prallen unterschiedliche Interessen zwischen Eltern und Kindern aufeinander. Während sich Eltern ihren Lebensabend sichern wollen, brauchen Kinder, meist im Hinblick auf eine Familiengründung, Geld. Es gebe verschiedene Möglichkeiten, den überlebenden Ehegatten finanziell abzusichern, sagt Markus Zimmermann, Notariatsinspektor des Kantons Zürich. «Ist ein Grossteil des Vermögens im Haus gebunden, stellt ein Erbverzicht der Kinder oft die sicherste Variante dar, damit das Eigenheim nicht verkauft werden muss, um die Erbteile der Kinder auszuzahlen.»

Erbvorbezug steigt ebenfalls

Doch auch dort, wo Geld für einen Erbvorbezug vorhanden ist, tendieren Eltern zur Absicherung. Hypothekaranbieter wie Moneypark sowie Notare und Grundbuchämter berichten von einer Zunahme bei Erbvorbezügen. Die Entwicklung dient als weitere Triebfeder für den steigenden Erbverzicht. Wie Notare sagen, kommt es ebenfalls immer häufiger vor, dass Eltern zwar den Kindern einen Erbvorbezug gewähren, damit aber gleich auch weitere Ansprüche beim Todesfall des Ehepartners gesetzlich aufheben wollen. Mittels Erbverzicht.

An einen Erbvorbezug habe in Annes Familie keiner gedacht, sagt die Zürcherin. Man habe den Eltern nichts wegnehmen wollen. Umso erstaunter war Anne, als die Eltern ihren Wunsch des Erbverzichts äusserten. Ein Vertrauensbruch, fand Anne. Irgendwann habe sie verstanden, dass es den Eltern um Sicherheit ging. Sicherheit, die Familien mit Millionen im Rücken nicht bräuchten, aber die offensichtlich für viele älterwerdende Eltern des Mittelstands ein Thema ist.

Wenige Wochen später sass Anne mit der Familie beim Notar. Sie unterzeichneten den Vertrag. Da stand: «Die genannten Kinder oder deren Nachkommen fallen somit gemäss Art. 495 Abs. 2 ZGB beim künftigen Erbgang des erstversterbenden Elternteils als Erben ausser Betracht.» Wenn es schlecht läuft, gehen Anne und ihre Geschwister auch nach dem Tod des zweiten Elternteils leer aus. Theoretisch könne der verbleibende Elternteil sein ganzes Vermögen verbrauchen, sagt der Zürcher Notar Markus Zimmermann. Häufig werden deshalb in Verbindung mit einem Erbverzicht gewisse Schutzklauseln vereinbart, wie der Schweizer Chefnotar zur «Schweiz am Wochenende» sagt. So zum Beispiel, dass die Kinder trotz des Erbverzichts wertmässig ihren Erbteil erhielten, wenn der verbleibende Elternteil wieder heiratet oder bei ihm eine Demenz eintritt. So weit, sagt Anne, will sie erst mal noch nicht denken. (aargauerzeitung.ch)

Häuser, sorry «Häuser», unter 10'000 Franken

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    Alle Leser-Kommentare
  • Tschedai 05.08.2017 18:17
    Highlight Highlight Wieso auf das Erbe verzichten? Was soll das? Man kann den Kindern das Haus vererben und ein lebenslanges Wohnrechet definieren für den noch lebenden Elternteil.
    • Zap Brannigan 05.08.2017 19:27
      Highlight Highlight Du verzichtest nicht ganz auf das Erbe, nur auf Deinen Anteil an den 50%, die normalerweise beim Tod des ersten Elternteils an die Kinder gehen. Du erbst Deinen Anteil an den 100%, wenn beide Elternteile tod sind. Das wird in einem Erbvertrag so geregelt. Der überlebende Elternteil hat solange er noch lebt allerdings alleinige Verfügungsgewalt und könnte alles "verjubeln". Juristisch gesehen ist es daher ein Erbverzicht und der entsprechende Erbvertrag muss notariell beurkundet sein.
  • Likos 05.08.2017 17:30
    Highlight Highlight Hier wird viel geschrieben, dass so ein Eigenheim immer hart erarbeitet wurde, allerdings kenne ich ehrlich gesagt niemanden der sowas ohne Erbschaft kaufen konnte, weshalb ich ein generelles Interesse an einem Erbe durchaus nachvollziehen kann. Allerdings niemals zu dem Preis, einen Elternteil dafür auf die Strasse zu setzen.
  • Altweibersommer 05.08.2017 17:11
    Highlight Highlight Dass sich sowas noch "Familie" nennen darf.
  • Karl33 05.08.2017 15:55
    Highlight Highlight Dieses geschilderte Problem kann man mit dem Einräumen eines lebenslangen Wohnrechts lösen. Wird seit Jahrzehnten so gemacht. Etwas Recherche würde den Journalisten vor dem Schreiben nicht schaden.
  • Thomas Bollinger (1) 05.08.2017 15:20
    Highlight Highlight Fragen, die dieser Artikel aufwirft:
    - Warum wird das Leben am gleichen Ort wie die vorherigen 30-40 Jahre als erstrebenswert angesehen, obwohl das Haus viel zu gross und zu unterhaltsintensiv ist?
    - Wofür genau wird das Haus als Altersvorsorge gesehen, wenn man es nicht verkauft?
    - Wieso ist der Immobilienmarkt so ausgetrocknet, namentlich für junge Familien?

    (Meine Eltern sind mit 65 ins Ausland ausgewandert und jetzt in eine Wohnung gezogen. Ich werde in etwa das selbe in 13 Jahren auch machen, da ich dann pensioniert werde).
    • Hierundjetzt 05.08.2017 15:36
      Highlight Highlight Wenn Du auch nur 1 Ü75 kennen würdest, würdest Du sämtliche Fragen beantworten können

      Als Antwort: Alte Bäume pflanzt man nicht um sonst sterben Sie.

      Frag doch mal Deine Grosseltern was Sie dazu meinem.
    • Thomas Bollinger (1) 05.08.2017 23:49
      Highlight Highlight @Hierundjetzt: Meine Eltern sind 80. Und ja, alte Leute sterben. Meine Grossmutter ist mit 95 gestorben, nachdem sie nach ihrer Pensionierung und Tod meines Grossvaters in den 80ern 200 km weit weg gezogen war und dann nochmals Ende 90er wieder in die Ostschweiz, aber nicht wieder zurück in den Ursprungsort. Ich würde eher sagen: Wer rastet, der rostet. Menschen, die heute pensioniert werden, leben im Schnitt noch über 20 Jahre. Die ü75 die ich kenne, haben schon mit 65 entschieden, dass sie nicht zu alt sind, um sich neuen Herausforderungen zu stellen.
  • amore 05.08.2017 13:59
    Highlight Highlight Diese Problematik müssten wir als Gesellschaft grundlegend angehen: endlich eine obligatorische Pflegeversicherung mit Prämien nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit einführen und ein Verbot des Kapitalbezugs aus der 2. Säule gesetzlich festschreiben.
    • Hierundjetzt 05.08.2017 18:01
      Highlight Highlight Ich wäre dabei. Ich sehe es aus meiner Verwandtschaft, was da im Alter an Kosten auf einem zukommen, das bringt einen um den Schlaf.
  • Hops 05.08.2017 13:39
    Highlight Highlight Ich würde mir niemals anmassen, das Geld meiner Eltern für mich auszugeben, statt für sie. Ich hoffe, sie gestalten sich den Lebensabend so toll wie sie können und erwarte keinen Rappen Erbe. Umso mehr hat es mich verletzt, als meine Schwiegereltern gleich zum Notar rannten, als ich und mein Mann uns verlobten. Danke für den Artikel. Zu wissen, dass das oft vorkommt, ist tröstend.
  • .:|Caballito de Mantequilla|:. 05.08.2017 12:57
    Highlight Highlight Wohnrecht vs Nutzniessung

    PUNKT

  • fiodra 05.08.2017 12:28
    Highlight Highlight Man kann das auch übers Nutzniessungs- /Wohnrecht regeln. Häufig sind die senilen und sturen Alten nicht mehr in der Lage, ihr Haus sinnvoll zu verwalten. Die Kinder könnten das schon. Wenn das Haus aber den senilen Eltern gehört, kommt evtl. die KESB zum Zug.
    • Hierundjetzt 05.08.2017 13:12
      Highlight Highlight Aha wenn deine "senilen" Eltern (was auch immer das für ein 60ger Jahre Krankheitsbild ist) Dir das Haus nicht geben wollen, gehst Du zur KESB und entmündigst Sie? Den für das wäre die KESB in Zusammenhang mit dem Artikel zuständig.

      Damit Du endlich deine cooole Weltreise nach Bali machen kannst?

      Man nennt sowas Erbschleicherin.

      PS die KESB hat rein gar nichts zum Thema beizutragen. Hör auf Stimmung zu machen
    • zombie woof 05.08.2017 13:38
      Highlight Highlight Etwas mehr Respekt gegenüber den Menschen die dich durchgefüttert und grossgezogen haben wär durchaus angebracht
    • sowhat 05.08.2017 14:59
      Highlight Highlight @fiodra: selbst wenn; verdien dir gefälligst dein eigenes Vermögen. Was hast du denn beigetragen zu dem was deine Eltern besitzen, dass du meinst es geht dich was an, wenn sie es nicht "vernünftig" verwalten? So lange sie nicht auf dich zurück greifen geht dich gar nichts an was sie damit machen. Auch wenn sie es in deinen Augen verplämpern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • alingher 05.08.2017 12:21
    Highlight Highlight Ja, unschön wenn ein Haus verkauft werden muss, um die Erbteile der Kinder auszahlen zu können.
    Aber immer noch etwas schöner als bspw. in Frankreich, wo das Haus praktisch immer verkauft werden muss, um die Erbschaftssteuer bezahlen zu können.
    Sollte man sich irgendwann zu einer bundesweiten Erbschaftssteuer durchringen, dann sollte dies besser vorab bedacht werden...
    • alingher 05.08.2017 13:55
      Highlight Highlight Ja, wobei man dann aber bedenken muss, dass der Preisdruck auf EFH noch grösser wird, weil die ganzen Rentner gedrängt werden Häuschen zu kaufen, falls die im Erbe nicht versteuert werden müssen... Schön für die junge Familie, die ein Häuschen erbt, weniger schön für die junge Familie die auf ein Häuschen spart.
    • alingher 06.08.2017 11:21
      Highlight Highlight :-) Ich habe die Vorlage gelesen und bin auch aus der Schweiz. Nur geht es mir nicht um die Vorlage die bereits ad acta ist, sondern um die Erbschaftssteuer die früher oder später kommen wird. Egal wie hoch die Freigrenze sein wird, es wird immer das Problem bestehen, dass Aktiven verscherbelt werden müssen, um die Steuer zu bezahlen. Blöd wenn es dann z.B. ein Familienunternehmen trifft.
      Dass die Freigrenze auch bei der nächsten Vorlage zumindest über Häuschen-Niveau sein wird - das wäre mein Anliegen... und dass dies überhaupt als Problem wahrgenommen wird...
  • dmark 05.08.2017 11:54
    Highlight Highlight Meine Geschwister und ich wären nie auf die Idee gekommen unseren Erbanteil einzufordern, solange ein Elternteil noch lebt. Ein Haus ist und bleibt die Altersversorgung derjenigen, welche es gebaut oder gekauft haben - bis zum Ende.
    Alles andere empfinde ich als Egoismus der jüngeren Generation ihrer Eltern gegenüber.
    Wir haben es auch so zu unserem jeweiligen Wohneigentum geschafft und das Haus der Eltern blieb bislang unangetastet.
  • Zap Brannigan 05.08.2017 11:33
    Highlight Highlight Da ich die 40 schon hinter mir habe und im Verwandten und Bekanntenkreis einige hässliche Geschichten erlebt habe, kann ich nur dringend empfehlen: Wie auch immer man das Erbe regelt, unbedingt sauber aufschreiben und Notariell beurkunden lassen. Das tönt fremd und komisch, man ist ja Familie. Aber glaubt mir: Geht es ums Geld, insbesondere um 100'000nde oder noch mehr, lernt ihr Leute, auch nahe Verwandte, plötzlich von einer Seite kennen, die ihr ihnen nie zugetraut hättet. Fragt mal im Kollegenkreis rum, ihr werdet grausige Geschichten hören.
    • dä dingsbums 05.08.2017 11:42
      Highlight Highlight Leider wahr und es müssen nicht mal 100'000 sein.
    • lichtler 05.08.2017 12:13
      Highlight Highlight Ja das ist so, war vor ein paar Wochen ein interessanter Bericht übers erben. Und was sagte meine Oma immer: je Verwandter umso verdammter...
    • Hierundjetzt 05.08.2017 12:40
      Highlight Highlight uuuh ja, ganz schlimm. Vorallem die eingeheirateten machen extremen Druck 😕
    Weitere Antworten anzeigen
  • LaTschuberlinca 05.08.2017 11:30
    Highlight Highlight Ich werde nie was erben...bin ich die Einzige hier??
    • Hierundjetzt 05.08.2017 12:40
      Highlight Highlight Aber Du kannst Deinen Kinder ja was vermachen. So beginnt Reichtum. Man muss in Generationen denken.
    • mein Lieber 05.08.2017 12:55
      Highlight Highlight Nein damit bist du nicht allein. Und ich fühle mich gut dabei nichts zu erben, schliesslich bin ich für mein Leben und meine finanzielle Situation selber verantwortlich und das darf ich auch von meinen eigenen Kindern erwarten.
    • Licorne 05.08.2017 12:57
      Highlight Highlight Nein bist du nicht.. ich denke der Grossteil erbt nichts. Ein paar 100'000 auf der Seite sind meist und je nach Krankheitsgeschichte der Eltern sehr schnell weg. Aber das ist doch egal.. es geht ja auch nicht darum, ob und wieviel man erbt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • _kokolorix 05.08.2017 11:14
    Highlight Highlight Auch wenn hier meist auf die gierigen Kinder eingedroschen wird, bin ich der Meinung, dass die ältere Generation viel zu lange damit wartet den Nachlass zu regeln. Das muss kurz nach der Pensionierung geschehen, dann ist es zeitlich genug entkoppelt um einen Regress zu verhindern. Auch sollten die Eltern sich zeitig eine etwas kleinere, praktischere Bleibe suchen, lange bevor sie wirklich nicht mehr in der Lage sind das Eigenheim zu besorgen. Dann wären sie auch noch fit genug um sich in ein neues soziales Umfeld einzufügen
    • Hierundjetzt 05.08.2017 12:43
      Highlight Highlight Echt? Besprich dich das dieses Wochenende mal mit Deinen Eltern.

      Viel Glück.

      PS: Die Frage Deiner Eltern wird sein warum. Deine Antwort, wegem Geld das ich will

      PPS: wünsche ein glückliches Zusammenleben in den nächsten Jahren 😂😂😂
    • _kokolorix 05.08.2017 14:25
      Highlight Highlight Ähh, ich müsste eher mit meinen Kindern reden, das mit den Eltern liegt jetzt schon bald zwanzig Jahre zurück...
  • Ökonometriker 05.08.2017 11:03
    Highlight Highlight Im Hintergrund gibt es hier vor allem zwei Probleme: einerseits wird das Vermögen der Eltern für das Altersheim aufgebraucht, sodass ein frühes Verschenken oder Vererben die einzige Möglichkeit ist das Familienvermögen zu sichern.

    Andererseits gibt es eine extreme Vermögenskonzentration im Immobilienmarkt der Schweiz. Wer Immobilien besitzt hat Glück - wer keins besitzt wird sich den Traum vom Eigenheim nicht erfüllen können.
    Während die ältere Generation in ihren EFHs auf dem Land vereinsamt, lebt die jüngere mit Kindern in der Stadt da ein EFH für fast 80 Prozent unerschwinglich ist.
    • loplop717 05.08.2017 11:32
      Highlight Highlight Das ganze wird nur noch schlimmer gemacht dadurch das die jungen alle in der Stadt (vorallem Zürich) wohnen wollen. Niemand ist bereit z.B. im Entlebuch zu wohnen wo man sich ein Haus leisten könnte. Unter anderem auch weil es dort nicht viele Stellen gibt.
  • Grundi72 05.08.2017 10:56
    Highlight Highlight Unbedingt klären mit den Eltern!

    Ich kenne einen tragischen Fall, da hat das Selbstverwirklichung-Töchterli nach dem Tod des Vaters auf den Erbanteil bestanden damit sie und ihr Sekten-Holzkopf-Partner genug Eigenmittel für ihr Häuschen hatten mit Joga- und Lebenscoaching Seminarraum... uaaaa ging alles konkurs in Rekordzeit..

    Die Mutter lebt nun in einer kleinen Mietwohnung, die Tochter ist geschieden, das neue Haus des Töchterlis musste verkauft werden wegen der Tragbarkeit, die Familie zerstritten. Ist ihr egal, mit dem Erlös ist sie ausgewandert.
    • Grundi72 05.08.2017 11:21
      Highlight Highlight Nachtrag: und bald wird sie pleite in die Schweiz zurückkehren und Sozialgelder beziehen. Aber das tun wir ja gerne und ist jetzt auch nicht Thema hier...
    • Saraina 05.08.2017 12:37
      Highlight Highlight ...und ich kenne Erben, die den Erbverzicht unterschrieben, deren überlebende Mutter psychisch krank aber nicht dement und auch nicht handlungsunfähig wurde, und das Erbe einer Intitution vermachte. Der vorverstorbene Vater würde im Grabe rotieren, wenn er wüsste, dass seine Kinder auf den Pflichtteil gesetzt wurden.

      Der erbende Elternteil ist bis ins Greisenalter berechtigt, das Geld zu verschenken, wenn er will!
    • sowhat 05.08.2017 15:09
      Highlight Highlight @Saraina, na und? Geht doch die.Kinder nichts an.
    Weitere Antworten anzeigen
  • walsi 05.08.2017 10:51
    Highlight Highlight Alle die schreiben man könnte es über das Wohnrecht lösen übersehen etwas. Wenn die Kinder die Hälfte des Hauses erben und sie den Gegenwert dieses Erbes in Geld wollen, weil sie sich selber eine Immobilie anschaffen möchten. Dann muss auf der Schuldenfreien Immobilie ein Hypothek eröffnet werden, oder diese Verkauf werden. Sonst kann kein Geld fliessen. Das Problem bei der Hypothek ist, dass die Bank nicht mit macht wenn die Rente der Mutter zu klein ist.
    • dental floss tycoon 05.08.2017 11:04
      Highlight Highlight Sorry, aber grundfalsch: Die Kinder erben beim Tod des ersten Elternteils einen VIERTEL. Dem hinterbliebenen Elternteil gehört ja grundsätzlich mal die Hälfte (gemeinsam erworbenes Gut) und vererbt wird die andere Hälfte (eben des Verstorbenen) an alle Hinterbliebenen, nämlich dem Ehegatten die Hälfte der Erbmasse und den nächstnfolgenden Ebgängern (Kinder) die andere Hälfte. Da sind dann viele "Kinder" oftmals erst erstaunt, resp. ernüchtert.
    • walsi 05.08.2017 11:12
      Highlight Highlight @dental: Danke für den Hinweis, somit verschiebt sich einfach die Höhe der Summe, die Systematik dahinter bleibt aber die Selbe. Kind erbt Anteil an einem schuldenfreiem Haus und will Geld sehen. Woher kommt das Geld? Entweder Hypothek auf das Haus oder verkaufen.
    • walsi 05.08.2017 12:14
      Highlight Highlight @E. Edward: Das ist das was man uns immer erzählt, dass man die Hypothek nicht zurück zahlen soll. Wer profitiert von diesem System? Die Banken. Beispiel du hast Haus mit Hypothek und dazu noch ein Vermögen angelegt in Aktien und Obligationen. Der Banker verdient gleich zwei Mal an dir Zinsen auf der Hypothek und als Verwalter deines Vermögens. Weil das mit der Steuererklärung so kompliziert ist, füllt er die für dich, gegen Bezahlung, aus. Jetzt löst du dein Portfolio auf und bezahlst die Hypothek zurück, was verdient dann die Bank noch? Nichts, die Steuererklärung machst du selber.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ConcernedCitizen 05.08.2017 10:48
    Highlight Highlight Die Situation ist nicht ganz einfach:

    Ist es fair darauf zu bestehen, bis ins hohe Alter alleine in einem Einfamilienhaus zu wohnen?
    Warum richten Leute ihr Leben so ein, dass sie auf ein (frühes) Erbe angewiesen sind?
    Verbessert sich mein Leben nach einem Hauskauf dermassen, dass ich dafür bereit bin, meine Eltern aus ihrem Haus zu schmeissen?
    • Nathiii 05.08.2017 11:07
      Highlight Highlight Naja es kann auch sein, dass man plötzlich Streit bekommt mit den Eltern. Wenn dann plötzlich einer der beiden bei einem Unfall stirbt steht man schon vor dieser Situation.
      Niemand aus unserer Familie kann sich vorstellen in einen solchen Streit verwickelt zu werden, diese Verzichterklärung war bei uns jedoch auch schon das Thema. Und wenn meine Eltern dies möchten werde ich dies auch unterschreiben. Ich habe relativ junge Eltern, aber man weiss nie was passiert.
  • nilson80 05.08.2017 10:35
    Highlight Highlight Ich verstehe das Problem nicht ganz. Mit einer Niessbrauch (Nutzniessung) Regelung kann ein lebenslanges Wohnrecht für den verbliebenen Partner vereinbart werden. Ein Erbverzicht ist dafür garnicht notwendig.
    • lily.mcbean 05.08.2017 10:55
      Highlight Highlight Meiner Grossmutter wurde das auch angeboten. Sie aber will nicht im eigenen Haus "nur geduldet" sein. Ich kann mir vorstellen das es noch vielen anderen so geht, die plötzlich von Erbgeilen Partnern bevormundet werden. Ich verstehe das durchaus und würde jederzeit einen Erbverzicht unterschreiben! Sollen sie alles ausgeben können, schliesslich haben sie es auch verdient.
    • Hierundjetzt 05.08.2017 11:00
      Highlight Highlight In der Theorie tönt das zwar gut. Nur, sinkt der Wert der Immobilie rapide und ganz ehrlich, würdest Du ein EFH kaufen, indem im 1 Stock noch die Mutter des Verkäufers lebt? Dann kannst Du ja gleich in der Wohnumg bleiben...
    • Leon1 05.08.2017 12:25
      Highlight Highlight Was im ersten Stock?
      Lebenslanges Nutzungsrecht bedeutet eben genau, dass das Haus nicht verkauft werden kann solange die Mutter darin wohnt. Das heisst das Haus würde dann zu 75% der Mutter und zu 25% den Nachkommen gehören - solange die Mutter lebt bzw auf ihr Nutzniessungsrecht besteht, hat sie das [alleinige] Recht das Haus zu bewohnen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • walsi 05.08.2017 10:24
    Highlight Highlight Offensichtlich läuft in der Schweiz im Immobiliensektor was falsch. Es läge an der Politik etwas zu unternehmen. Da aber die Mehrheit der Politiker selber Land und Immobilien besitzen wird von dieser Seite nichts kommen, es wird eher alles bekämpft was zu Verbesserung der Situation führt. Da eine Verbesserung für die Anderen, nicht Besitzer, eine Verschlechterung der aktuellen Grundstückbesitzer bedeutet.
    • LeChef 05.08.2017 10:58
      Highlight Highlight Was für "Verbesserungen" schweben dir denn vor..?
    • walsi 05.08.2017 11:24
      Highlight Highlight @LeChef: Ein radikaler Gedanke z.B. wäre, dass Menschen kein Land besitzen können. Bauland ist ein endliches Produkt, wenn alles zugebaut ist gibt es nicht mehr. Ca. 1/3 der Schweizer Bevölkerung besitzen 2/3 des Landes in der Schweiz. Dazu kommt noch, dass durch Auflagen des Staates nicht jedes Bauland gleich benutzt werden kann und so einzelne Besitzer gegenüber anderen einen Vorteil haben. Das es in einem solchen Umfeld zu Marktverzerrungen kommt ist nur logisch.
    • LeChef 05.08.2017 11:36
      Highlight Highlight Ja, genau sowas habe ich mir gedacht ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hierundjetzt 05.08.2017 10:13
    Highlight Highlight 2/2 zum "ich will das Erbe, verkauf das Haus"

    Das macht man darum, weil im Falle von Pflegebedürftigkeit eines Elternteils, zuerst das Vermögen der Eltern (inkl. Haus) aufgebraucht wird. Danach hilft erst der Staat.

    Diese "Kinder" wollten einfach etwas vom Erbe bevor der Staat alles wegnimmt.

    Ob das wirklich so gut war, seine Mutter aus dem langjährigen sozialen Umfeld rauszureissen, nur damit man 400'000.- fränkli für seine Hütte erhält, wag ich seeeehr zu bezweifeln. Jetzt ist sie einfach einsam versorgt irgendwo
    • mogad 05.08.2017 11:54
      Highlight Highlight "......bevor der Staat Alles wegnimmt." Gehen Sie etwa davon aus, dass der Staat mit Steuergeldern allen die Pflege/das Pflegeheim finanzieren sollte?? Aber ich versteh Sie schon: die Einen verprassen ihr ganzes Pensionskassengeld und lassen sich dann über Ergänzungsleistungen vom Staat durchfüttern, während Andere im Pflegefall "enteignet" werden. Diese Ungerechtigkeit sollte beseitigt werden, indem kein Kapitalbezug aus der PK mehr möglich ist! Dagegen wehren ich aus naheliegenden Gründen Banken und Versicherungen. Ein Missstand, den die Politik schützt!
    • Hierundjetzt 05.08.2017 12:49
      Highlight Highlight Nein, der Staat soll als gutes letztes soziales Netz dienen. Aber zuerst ist die Eigenverantwortung gefragt, daher, ja zuerst der Kapitalverzehr und erst danach die EL

      Ja das mit dem Kapitalvorbezug muss endlich aufhören. Habe ich kein Geld, dann habe ich in gottesmahmen keines.

      Es kanns nicht sein, dass der Staat danach mir helfen muss, weil ich alles verprasst habe.
  • dommen 05.08.2017 10:09
    Highlight Highlight Ich glaube mir und meinen zwei Brüdern würde es nicht im Traum einfallen, aufs Erbe zu pochen, falls ein Elternteil das Zeitliche segnen würde.
    • lucasm 05.08.2017 10:31
      Highlight Highlight Sie wären nicht der erste, der eine nahe stehende person anders kennen lernt wenns um geld geht.
    • dommen 05.08.2017 10:43
      Highlight Highlight In diesem Fall bin ich mir sicher.
    • walsi 05.08.2017 10:46
      Highlight Highlight @lucasm: Stimmt. Grosszügig kann man sein wenn es nichts "zu holen" gibt. Wenn man aber dank dem möglichen Erbe selber Schulden frei wird und sich eine gute Leben leisten könnte, sieht alles auf einmal ganz anders aus. Meine Mutter und ihre Schwestern haben gestritten als es ums Erbe ging, mit der Konsequenz, dass die über 30 Jahre nicht mehr miteinander gesprochen haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pachnota 05.08.2017 10:09
    Highlight Highlight Traurig.
  • Hierundjetzt 05.08.2017 10:09
    Highlight Highlight Unsere Anne soll sich zuerst mal Sorgen machen, was passiert, wenn der Vater Alzheimer hat oder die Mutter ins Altersheim muss. Je nach Kanton wird gerne Regress auf die Familie genommen.

    Zudem variieren die monatlichen Kosten im Heim je nach Vermögen. 15'000 - 20'000.- / Monat die man als Vater oder Mutter selber bezahlen muss sind keine Seltenheit. Da ist ganz schnell ade Hüsli.

    Meine Eltern waren da als ich Kind war, ich werde da sein wenn Sie alt sind.

    Tsss was ist schon ein Haus, kann ich mir immer noch kaufen.

    Meine Eltern nicht. Die gibts nur 1x
    • pachnota 05.08.2017 11:00
      Highlight Highlight Viele Leute können sich, ohne Erb, aber nie ein Haus leisten.
    • Hierundjetzt 05.08.2017 11:36
      Highlight Highlight Das ist leider korrekt so. Nur (achtung jetzt sehr polemisch) wenn ich mir ein gemütliches Leben mit einem Lehrabschluss mache und mit 35 merke upsala ein Haus wäre noch so flott, dann muss ich Dir ganz ehrlich sagen, es ist Deine Lebensplanung die Dir dies jetzt halt verunmöglicht.

      Die Menschen die sich ein Haus selber kauften haben meist mit 20 angefangen eisern zu sparen und aufs Hive oder die Büchse verzichtet.
  • olmabrotwurschtmitbürli #käluscht 05.08.2017 10:02
    Highlight Highlight In der Regel gibt es für den Erbverzicht eine angemessene Gegenleistung, sonst unterzeichnet man den Vetrag eben nicht.
    • Olaf! 05.08.2017 10:51
      Highlight Highlight Die Gegenleistung ist dass deine Eltern einen anscheinend undankbaren Balg aufgezogen und durchgefüttert haben.
    • Charlie Brown 05.08.2017 10:55
      Highlight Highlight Dich möchte ich nicht als Nachkomme...
    • olmabrotwurschtmitbürli #käluscht 05.08.2017 11:42
      Highlight Highlight @ Olaf & Charlie

      Das Verhältnis zu meinen Eltern ist hervorragend. Und ich kann auch gut damit leben, wenn die ihr Geld verbraten sollten. Ich rate aber dringend davon ab, aus gefühlter Pflichtschuldigkeit Verträge zu unterzeichnen, die einem nicht passen. Das belastet das Verhältnis wesentlich schwerer auf lange Sicht. Und der Erbstreit wird dann umso hässlicher...
  • MadPad 05.08.2017 10:00
    Highlight Highlight Man könnte auch einfach ein lebenslanges Wohn und Nutzungsrecht des Hauses vereinbaren.
  • bibaboo 05.08.2017 09:58
    Highlight Highlight Finde die Entwicklung problematisch. Da heute in den allermeisten Fällen zumindest ein Ehepartner 85-90 jährig wird, werden so auch die Erben immer älter, so dass die erhaltenen Mittel eher in Kreuzfahrten und Rollatoren, statt in den Aufbau eines KMU investiert wird.
    Das Vereinbaren einer Nutzniessung scheint mir deshalb geeigneter, um den Verlust des Eigemheims zu verhindern.
    • Hierundjetzt 05.08.2017 11:37
      Highlight Highlight Und? Es ist Ihr Geld nicht Deins. Und mit 85 bist Du froh, dass Du ohne Schmerzen aufstehen kannst, das mit der Kreuzfahrt ist kein Thema mehr 😏
  • Schnapphahn 05.08.2017 09:52
    Highlight Highlight Gehört lebenslanges Wohnrecht für den verbliebenen Elternteil auch in die Kategorie Erbverzicht?
    • bibaboo 05.08.2017 10:29
      Highlight Highlight ja, in diesem Falle verzichtet jedoch der Nutzniesser auf sein Erbe. Erhält im Gegenzug aber das Wohnrecht
  • Dragonlord 05.08.2017 09:51
    Highlight Highlight Immer wieder traurig, wie Kinder vor Gier vergessen, dass die Eltern der Ursprung ihres eigenen Lebens sind. Ob man sie nun mag oder nicht. Wenn sie gekrüppelt haben, sollen sie die Kohle auch selbst ausgeben dürfen!
    Wie kann man von Eltern oder auch Geschwistern verlangen, ihr Haus zu verkaufen, nur um an Bargeld zu gelangen? Egoisten!
  • offspring 05.08.2017 09:43
    Highlight Highlight In meinen Augen das normalste der Welt. Ich habe meinen Eltern diesen Schritt nahe gelegt.
    "...sie könnten leer ausgehen..."
    Ich wusste gar nicht, dass erben ein Grundrecht ist! 🤔
    • Jo_Sigi 05.08.2017 11:49
      Highlight Highlight Ich und meine Geschwister haben auch ohne mit der Wimper zu zucken den Erbverzicht unterschrieben. Selbstverständlich ohne irgend eine Gegenleistung.
      Ich finde kein Kind hat ein Anrecht auf das Geld solange ein Elternteil noch am Leben ist. Meine Eltern hanen sich dieses Geld hart verdient, wieso sollte es mein Recht sein einen Teil davon zu bekommen? Was habe ich dafür getan?
      Ich habe mein eigenes Leben, und muss mir selber etwas aufbauen!
  • Triple 05.08.2017 09:40
    Highlight Highlight Erbverzicht haben wir gemacht, einer meiner grossen Fehler. Wohnrecht lässt sich auch anders lösen.
    • maljian 05.08.2017 11:47
      Highlight Highlight Warum war es ein Fehler und auf welcher Seite (Eltern / Kinder) warst du?
    • Jo_Sigi 05.08.2017 11:49
      Highlight Highlight Warum war es ein Fehler?
    • Triple 05.08.2017 13:01
      Highlight Highlight Kinder, gibt später immer Diskussionen und Probleme. Bei Todesfall nach Gesetz teilen ist das einzige was funzt. Und früh genug diskutieren. Im Spital ist es zu spät.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 05.08.2017 09:36
    Highlight Highlight Erbverzicht mag formal der korrekte Terminus sein, es handelt sich aber de facto bloss um einen Aufschub bis zum Ableben des zweiten Elternteils. Gescheiter wäre aber sowieso die umgekehrte Vorgehensweise mit Verzicht des Ehepartners und Einräumung lebenslanger Nutzniessung oder eines Wohnrechts. So wäre sichergestellt, dass nicht im Demenzfall desaströses verfügt wird.

    Viele sind aber grottenschlecht beraten.
  • trio 05.08.2017 09:35
    Highlight Highlight Ist es nicht einfacher lebenslanges Wohnrecht zu vereinbaren?
    • Rheinpfeil 05.08.2017 10:52
      Highlight Highlight Wenn einer der Erben Cash sehen will, um zum Beispiel sein eigenes Haus bezahlen zu können, hilft das nicht weiter. Denn mit einem lebenslangen Wohnrecht lässt sich das Haus nicht zum vergleichbaren Preis weiterverkaufen. Eine Lösung könnte hier ein reverses Darlehen sein (https://de.wikipedia.org/wiki/Umgekehrte_Hypothek), aber ich weiss nicht, ob die in der Schweiz zugelassen sind
    • trio 05.08.2017 12:51
      Highlight Highlight Ja schon klar. Wenn einer der Erben es den unbedingt verkaufen möchten, bekommen sie halt weniger Geld. Nicht optimal, aber Hauptsache, man kann im Haus wohnen bleiben.

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