Schweiz

Die Angst des Mittelstands: Warum Eltern von ihren Kindern einen Erbverzicht verlangen

Immer häufiger wollen Eltern, dass ihre Kinder auf das Ersparte verzichten: Die Unterschrift der Nachkommen soll den verbleibenden Elternteil beim Tod des Gatten vor dem Hausverkauf schützen.

05.08.17, 09:23 05.08.17, 15:14

Laurina Waltersperger / Schweiz am Wochenende

Wir müssen reden. Die Bitte der Eltern klang dringend, erinnert sich Anne an den Sonntagabend vor einem Jahr. Mit ihren zwei Geschwistern fand sie sich im Elternhaus ein. Der Vater druckste rum. Dann fand die Mutter klare Worte: «Wir möchten, dass ihr Kinder einen Erbverzicht unterzeichnet. Damit Vater oder ich, wenn einer von uns stirbt, weiter im Haus wohnen kann.»

Erst mal habe sie leer geschluckt, sagt Anne. Ans Erbe hatte sie noch nie gedacht – an eine Enterbung auch nicht. Ganz anders sieht es bei vielen Schweizer Eltern mit erwachsenen Kindern aus: Wie eine qualitative Umfrage der «Schweiz am Wochenende» zeigt, berichten 11 von 18 in der Deutschschweiz befragten notariellen Organisationen auf Kantonsstufe von einer Zunahme bei Verträgen, die den Erbverzicht besiegeln. Bei 6 der 18 Kantone blieb eine Antwort aus.

Der Erbverzichtsvertrag hält fest, dass Kinder im Todesfall eines Elternteils auf ihren gesetzlichen Erbanspruch verzichten. Die Sorgen seien besonders beim Mittelstand gross, sagen die befragten Notare. Obwohl in der Schweiz gesamthaft praktisch so viel wie noch nie vererbt wird, sichern sich Mittelstandpärchen immer öfter gegenüber ihren Kindern ab.

Mehr Wunsch nach Sicherheit

Bei den klassischen Einfamilienhausbesitzern sei oft ein Grossteil des Vermögens im eigenen Haus gebunden, sagt Jürg Weber, Leiter des Grundbuchamtes und Notariates Frauenfeld. «Gerade dort greifen Eltern immer häufiger zur Absicherungsmethode über den Erbverzicht.» Ähnlich klingt es aus fast allen befragten Kantonen. Die Hausbesitzer des Mittelstands sind zahlreich: Laut einer Berechnung des Immobilienberaters Iazi zählt die Schweiz knapp eine Million Einfamilienhäuser. Etwa 80 Prozent davon fielen mit 6½ Zimmern oder weniger in den Bereich des Mittelstands.

Die Hausbesitzer des Mittelstands sind zahlreich. Bild: KEYSTONE

Einerseits sei es früher selbstverständlich gewesen, dass Kinder nicht aufs Erbe pochten, bis beide Elternteile verstorben waren. Heute sei das nicht mehr immer so, sagt Christoph Brügger, Generalsekretär des Schweizerischen Notarenverbands. Andererseits werden Eltern auch immer älter. «Damit kommen vermehrt Fragestellungen auf, wie sich ein Elternteil im Todesfall des Partners finanziell gegenüber den gesetzlichen Erbansprüchen seiner Kinder absichern kann.» Die Sensibilisierung zum Thema habe unter Eltern, meist im Pensionsalter, klar zugenommen. Der Wunsch nach mehr Absicherung entspreche auch dem Zeitgeist unserer Gesellschaft, so Brügger. «Die meisten Eltern kommen mit dem Absicherungswunsch zu uns, weil sie von Fällen gehört haben, die nicht gut ausgingen», sagt Notar Weber.

Ähnlich war es auch bei Annes Familie. Da war dieses Ehepaar in der Nachbarschaft der Eltern, erinnert sich die 32-Jährige. Was dort geschah, habe ihre Eltern alarmiert: Als der Vater starb, waren es die eine Tochter und deren Mann, die auf dem gesetzlichen Erbanteil der Tochter beharrten. Das junge Paar wollte sich gerade ein eigenes Haus kaufen. Das Geld, das den Geschwistern der Familie zustand, war im Haus, sie hatten es nicht auf der hohen Kante. Die Mutter musste das Haus verkaufen. «Meine Mutter hat das abgeschreckt», sagt Anne. Von den eigenen Kindern, so sagte die Mutter, würde sie eine solche Forderung nicht erwarten. Aber bei den Partnern wisse man das ja nie sicher.

Die Angst von Annes Mutter ist durchaus berechtigt. Denn Eltern schützen über Erbverzichtsverträge vor allem das, was sich ihre Kinder oft nicht mehr aus eigener Kraft leisten können: das Eigenheim. Immer häufiger ist der Hauskauf für junge mittelständische Familien ohne finanzielle Unterstützung, meist über einen Erbvorbezug, nicht mehr möglich. «Aktuell sind es etwa neun Prozent unserer Kunden, die einen Erbvorbezug geltend machen», sagt Stefan Heitmann, CEO des Schweizer Hypothekarberaters Moneypark. «Gut 80 Prozent dieser Kunden können ohne diese Unterstützung entweder die Tragbarkeit oder die Belehnungskriterien nicht erfüllen.»

Damit prallen unterschiedliche Interessen zwischen Eltern und Kindern aufeinander. Während sich Eltern ihren Lebensabend sichern wollen, brauchen Kinder, meist im Hinblick auf eine Familiengründung, Geld. Es gebe verschiedene Möglichkeiten, den überlebenden Ehegatten finanziell abzusichern, sagt Markus Zimmermann, Notariatsinspektor des Kantons Zürich. «Ist ein Grossteil des Vermögens im Haus gebunden, stellt ein Erbverzicht der Kinder oft die sicherste Variante dar, damit das Eigenheim nicht verkauft werden muss, um die Erbteile der Kinder auszuzahlen.»

Erbvorbezug steigt ebenfalls

Doch auch dort, wo Geld für einen Erbvorbezug vorhanden ist, tendieren Eltern zur Absicherung. Hypothekaranbieter wie Moneypark sowie Notare und Grundbuchämter berichten von einer Zunahme bei Erbvorbezügen. Die Entwicklung dient als weitere Triebfeder für den steigenden Erbverzicht. Wie Notare sagen, kommt es ebenfalls immer häufiger vor, dass Eltern zwar den Kindern einen Erbvorbezug gewähren, damit aber gleich auch weitere Ansprüche beim Todesfall des Ehepartners gesetzlich aufheben wollen. Mittels Erbverzicht.

An einen Erbvorbezug habe in Annes Familie keiner gedacht, sagt die Zürcherin. Man habe den Eltern nichts wegnehmen wollen. Umso erstaunter war Anne, als die Eltern ihren Wunsch des Erbverzichts äusserten. Ein Vertrauensbruch, fand Anne. Irgendwann habe sie verstanden, dass es den Eltern um Sicherheit ging. Sicherheit, die Familien mit Millionen im Rücken nicht bräuchten, aber die offensichtlich für viele älterwerdende Eltern des Mittelstands ein Thema ist.

Wenige Wochen später sass Anne mit der Familie beim Notar. Sie unterzeichneten den Vertrag. Da stand: «Die genannten Kinder oder deren Nachkommen fallen somit gemäss Art. 495 Abs. 2 ZGB beim künftigen Erbgang des erstversterbenden Elternteils als Erben ausser Betracht.» Wenn es schlecht läuft, gehen Anne und ihre Geschwister auch nach dem Tod des zweiten Elternteils leer aus. Theoretisch könne der verbleibende Elternteil sein ganzes Vermögen verbrauchen, sagt der Zürcher Notar Markus Zimmermann. Häufig werden deshalb in Verbindung mit einem Erbverzicht gewisse Schutzklauseln vereinbart, wie der Schweizer Chefnotar zur «Schweiz am Wochenende» sagt. So zum Beispiel, dass die Kinder trotz des Erbverzichts wertmässig ihren Erbteil erhielten, wenn der verbleibende Elternteil wieder heiratet oder bei ihm eine Demenz eintritt. So weit, sagt Anne, will sie erst mal noch nicht denken. (aargauerzeitung.ch)

Häuser, sorry «Häuser», unter 10'000 Franken

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
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145Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Tschedai 05.08.2017 18:17
    Highlight Wieso auf das Erbe verzichten? Was soll das? Man kann den Kindern das Haus vererben und ein lebenslanges Wohnrechet definieren für den noch lebenden Elternteil.
    21 5 Melden
    • Zap Brannigan 05.08.2017 19:27
      Highlight Du verzichtest nicht ganz auf das Erbe, nur auf Deinen Anteil an den 50%, die normalerweise beim Tod des ersten Elternteils an die Kinder gehen. Du erbst Deinen Anteil an den 100%, wenn beide Elternteile tod sind. Das wird in einem Erbvertrag so geregelt. Der überlebende Elternteil hat solange er noch lebt allerdings alleinige Verfügungsgewalt und könnte alles "verjubeln". Juristisch gesehen ist es daher ein Erbverzicht und der entsprechende Erbvertrag muss notariell beurkundet sein.
      10 2 Melden
  • Likos 05.08.2017 17:30
    Highlight Hier wird viel geschrieben, dass so ein Eigenheim immer hart erarbeitet wurde, allerdings kenne ich ehrlich gesagt niemanden der sowas ohne Erbschaft kaufen konnte, weshalb ich ein generelles Interesse an einem Erbe durchaus nachvollziehen kann. Allerdings niemals zu dem Preis, einen Elternteil dafür auf die Strasse zu setzen.
    19 7 Melden
    • Sille 06.08.2017 00:27
      Highlight Oehm....Likos.. es gibt tatsächlich auch in der Schweiz noch Menschen denen nicht alles hintenrein geschoben wurde....sondern sich alles für das Eigenheim zusammengespart, dafür aber auf vieles andere verzichtet haben...
      17 0 Melden
  • senfmayo 05.08.2017 17:11
    Highlight Dass sich sowas noch "Familie" nennen darf.
    18 10 Melden
  • Karl33 05.08.2017 15:55
    Highlight Dieses geschilderte Problem kann man mit dem Einräumen eines lebenslangen Wohnrechts lösen. Wird seit Jahrzehnten so gemacht. Etwas Recherche würde den Journalisten vor dem Schreiben nicht schaden.
    31 5 Melden
  • Thomas Bollinger (1) 05.08.2017 15:20
    Highlight Fragen, die dieser Artikel aufwirft:
    - Warum wird das Leben am gleichen Ort wie die vorherigen 30-40 Jahre als erstrebenswert angesehen, obwohl das Haus viel zu gross und zu unterhaltsintensiv ist?
    - Wofür genau wird das Haus als Altersvorsorge gesehen, wenn man es nicht verkauft?
    - Wieso ist der Immobilienmarkt so ausgetrocknet, namentlich für junge Familien?

    (Meine Eltern sind mit 65 ins Ausland ausgewandert und jetzt in eine Wohnung gezogen. Ich werde in etwa das selbe in 13 Jahren auch machen, da ich dann pensioniert werde).
    42 12 Melden
    • Hierundjetzt 05.08.2017 15:36
      Highlight Wenn Du auch nur 1 Ü75 kennen würdest, würdest Du sämtliche Fragen beantworten können

      Als Antwort: Alte Bäume pflanzt man nicht um sonst sterben Sie.

      Frag doch mal Deine Grosseltern was Sie dazu meinem.
      22 4 Melden
    • Thomas Bollinger (1) 05.08.2017 23:49
      Highlight @Hierundjetzt: Meine Eltern sind 80. Und ja, alte Leute sterben. Meine Grossmutter ist mit 95 gestorben, nachdem sie nach ihrer Pensionierung und Tod meines Grossvaters in den 80ern 200 km weit weg gezogen war und dann nochmals Ende 90er wieder in die Ostschweiz, aber nicht wieder zurück in den Ursprungsort. Ich würde eher sagen: Wer rastet, der rostet. Menschen, die heute pensioniert werden, leben im Schnitt noch über 20 Jahre. Die ü75 die ich kenne, haben schon mit 65 entschieden, dass sie nicht zu alt sind, um sich neuen Herausforderungen zu stellen.
      2 2 Melden
  • kleiner_Schurke 05.08.2017 14:35
    Highlight Das geht doch viel eleganter. Das Haus auf die Kinder überschrieben und ein lebenslanges Recht auf Nutzniessung vertraglich hinterlegen. Das Haus geht dann schrittweise an die Kinder über im Verlauf von 10 Jahren, die Eltern haben kein Problem mit dem Wohnen und das Altersheim geht leer aus wenn die ihre Fingerchen nicht vom Haus lassen wollen.
    40 7 Melden
    • sowhat 05.08.2017 15:38
      Highlight Warum sollte das Altersheim leer ausgehen? Gibt keinen vernünftigen Grund dafür! Das genau ist mit der Absicherung für's Alter gemeint; das es nämlich in so einem Fall dafür reicht.
      15 5 Melden
    • phreko 05.08.2017 17:46
      Highlight Der Schurke propagiert bloss übliches Schmarotzertum.
      15 7 Melden
    • Hierundjetzt 05.08.2017 18:00
      Highlight Nicht ganz kleiner Schurke, unser Sozialstaat ist zwar für alle da, aber sehr hart gegenüber "Spezialisten".

      Das Alters- und Pflegeheim orientiert sich am Gesamtvermögen der Steuererklärung. Wenn Deine Eltern das Haus nicht verkaufen wollen, egal, "Du" zahlst den berechneten Tarif.

      Und wenn Deine Eltern nicht wollen, dann kriegst Du die Rechnung (Fürsorgepflicht gegenüber den Eltern), Du zahlst auch nicht: Zack, Lohnpfändung.

      Nein, Deine Lösung ist leider nicht bis zum Ende gedacht.
      14 1 Melden
    • kleiner_Schurke 05.08.2017 18:28
      Highlight Nop Hier und Jetzt. Solche Geschäfte tätigt man lange bevor die Eltern dann effektiv ins Altersheim wechseln. Der Eigentümer des Hauses bin ich und nicht mehr meine Eltern. Unser Notar ist Spezialist in solchen Sachen.
      5 2 Melden
    • Hierundjetzt 06.08.2017 12:28
      Highlight Dann hoffe ich für Deine Eltern, dass Sie, falls Sie mal Pflegebedürftig sein sollten, immer noch über genügend Geld für einen angenehmen Lebensabend verfügen.

      1 0 Melden
  • amore 05.08.2017 13:59
    Highlight Diese Problematik müssten wir als Gesellschaft grundlegend angehen: endlich eine obligatorische Pflegeversicherung mit Prämien nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit einführen und ein Verbot des Kapitalbezugs aus der 2. Säule gesetzlich festschreiben.
    18 29 Melden
    • Hierundjetzt 05.08.2017 18:01
      Highlight Ich wäre dabei. Ich sehe es aus meiner Verwandtschaft, was da im Alter an Kosten auf einem zukommen, das bringt einen um den Schlaf.
      3 0 Melden
  • Hops 05.08.2017 13:39
    Highlight Ich würde mir niemals anmassen, das Geld meiner Eltern für mich auszugeben, statt für sie. Ich hoffe, sie gestalten sich den Lebensabend so toll wie sie können und erwarte keinen Rappen Erbe. Umso mehr hat es mich verletzt, als meine Schwiegereltern gleich zum Notar rannten, als ich und mein Mann uns verlobten. Danke für den Artikel. Zu wissen, dass das oft vorkommt, ist tröstend.
    63 6 Melden
  • Rendel 05.08.2017 13:30
    Highlight An die, die Sorgen wegen der KESB haben, da kann man frühzeitig einrichten, dass die Kinder die Vormundschaft übernehmen, wenn der betreffende Elternteil auch damit einverstanden ist. Das muss man beantragen, solange der Elternteil nicht dement ist, weil die KESB überprüft, ob das dem Willen des Elternteils entspricht und ob er noch im Besitz seiner geistigen Kräfte ist und entscheidungsfrei ist und weiss was er unterzeichnet und nicht unter Druck gesetzt wird von den Erben.
    15 4 Melden
  • Rendel 05.08.2017 13:26
    Highlight Geld und Besitz haben meine Eltern alleine erarbeitet und nicht meine Geschwister und ich. Ich habe nach meinem Gerechtigkeitsempfinden überhaupt keinen Anspruch darauf, auf jeden Fall nicht zu Lebzeiten der Eltern. Meine Geschwister sehen das Gott sei Dank auch so und wir haben alle nach dem Tod eines Elternteils auf unser Erbe verzichtet. Wenn noch etwas da ist am Schluss, ok, wenn nicht, weil der Elternteil evt. ins Alters- oder Pflegeheim muss, dann ist eben nichts mehr da.
    94 5 Melden
    • whatthepuck 05.08.2017 13:59
      Highlight Man kann ja schon darüber reden, ob gesellschaftlich gesehen solche enormen Pflegekosten, die den Tod auch nicht verhindern und zudem das Erbe für die Nachwelt auffressen, sinnvoll sind. Ich rede hier von ganz schweren Fällen, nicht von Omis die halt einfach etwas mehr Hilfe benötigen. Diesbezüglich hoffe ich, dass das Thema noch mehr enttabuisiert wird und sich mehr Betroffene für eine würdige und nachhaltige Lösung entscheiden. Die teureste Zeit im Leben ist oft die vor dem Ende, obwohl man dann am wenigsten vom Geld hat.

      Mir geht's hier nicht um Ansprüche, sondern um Vernunft.
      17 25 Melden
    • Angelo C. 05.08.2017 14:17
      Highlight Exakt SO würde ich das auch sehen 👍🏼!

      Mich ärgert diese oftmals gezeigte Gier der Erbberechtigten, die schon in den Startlöchern stehen.

      Die Eltern haben ein Leben lang gearbeitet und sich dabei eine Existenz aufgebaut, die auch im Alter vorhalten sollte, wenn der Eine der Partner stirbt.

      Man kann sowas auch testamentarisch als NUTZNIESSUNG in einen Erbvertrag integrieren, ohne dass man die Kinder explizit zu einem Erbverzicht auffordert.

      Nichts gegen einen Erbvorbezug, wenn das allen Beteiligten genehm ist, aber grundsätzlich soll sich die junge Generation erst mal selbst etablieren!
      30 2 Melden
    • Rendel 05.08.2017 14:30
      Highlight @whattepuck Wollen sie dann pflegebedürftige Menschen umbringen oder wie sollen diese Menschen sterben?
      17 5 Melden
    • sowhat 05.08.2017 14:55
      Highlight @Rendel 13:26, Danke für die gute Ausformulierung, genau so sehe ich das auch. Die Eltern legen mit ihrer Erziehung
      und ihrer Förderung (idR) eine gute Grundlage, dass die Kinder sich in der Welt behaupten können und sich etwas erarbeiten. Was in aller Welt haben sie da für einen Anspruch auf den Besitz des hinterbliebenen Elternteils, so lange der / die noch lebt? Dies Gesetz ist überholt. Wohl aus Zeiten als man die Frau für zu unmündig hielt, als dass sie das Vermögen verwalten könnte. Dass heutige Eltern zum Mittel des Erbverzichts greifen müssen, zeigt deutlich, dass es geändert gehört.
      13 2 Melden
  • .:|HonigTroll|:. 05.08.2017 12:57
    Highlight Wohnrecht vs Nutzniessung

    PUNKT

    14 8 Melden
  • fiodra 05.08.2017 12:28
    Highlight Man kann das auch übers Nutzniessungs- /Wohnrecht regeln. Häufig sind die senilen und sturen Alten nicht mehr in der Lage, ihr Haus sinnvoll zu verwalten. Die Kinder könnten das schon. Wenn das Haus aber den senilen Eltern gehört, kommt evtl. die KESB zum Zug.
    17 51 Melden
    • Hierundjetzt 05.08.2017 13:12
      Highlight Aha wenn deine "senilen" Eltern (was auch immer das für ein 60ger Jahre Krankheitsbild ist) Dir das Haus nicht geben wollen, gehst Du zur KESB und entmündigst Sie? Den für das wäre die KESB in Zusammenhang mit dem Artikel zuständig.

      Damit Du endlich deine cooole Weltreise nach Bali machen kannst?

      Man nennt sowas Erbschleicherin.

      PS die KESB hat rein gar nichts zum Thema beizutragen. Hör auf Stimmung zu machen
      47 14 Melden
    • zombie woof 05.08.2017 13:38
      Highlight Etwas mehr Respekt gegenüber den Menschen die dich durchgefüttert und grossgezogen haben wär durchaus angebracht
      38 5 Melden
    • Rendel 05.08.2017 14:35
      Highlight fiodra, Du könntest ja jederzeit helfen bei der Verwaltung. Wenn der Elternteil keine Hilfe will, dann kann man nichts machen, ausser sehr geduldig sein und trotzdem zur Seite stehen. Wie man im Alter wird, kann man sich nicht immer aussuchen.
      Jeder wird alt und wie wir als Alte werden, wissen wir auch nicht.
      13 3 Melden
    • sowhat 05.08.2017 14:59
      Highlight @fiodra: selbst wenn; verdien dir gefälligst dein eigenes Vermögen. Was hast du denn beigetragen zu dem was deine Eltern besitzen, dass du meinst es geht dich was an, wenn sie es nicht "vernünftig" verwalten? So lange sie nicht auf dich zurück greifen geht dich gar nichts an was sie damit machen. Auch wenn sie es in deinen Augen verplämpern.
      15 4 Melden
    • fiodra 05.08.2017 16:01
      Highlight Ich spreche aus Erfahrung und bin selber alt. Den Respekt vor den Alten kann man verlieren, so wie sich die teilweise benehmen. Mir scheint aus den oberen Antworten viel unerprobter Idealismus zu sprechen. Nur zu, ich möchte eure Verzweiflung sehen, wenn ihr eure sehr Alten 10 Jahre begleitet und betreut habt und sie munter Jahr um Jahr weiterleben, stur uneinsichtig, unverständig.
      3 14 Melden
    • Rendel 05.08.2017 17:39
      Highlight Hören sie auf von ihren Alten etwas zu wollen fiodra. Lassen sie los. Die wollen halt nicht wie sie und das kann man nur akzeptieren, auch wenn es tragisch ist. Die Alten, wie sie sie nennen, werden mit den Konsequenzen leben müssen und sind immer noch selbstbestimmt, selbst wenn sie dement sein sollten und das ist _immer_ zu respektieren.

      Entscheiden sie sich ob sie weiter da sein wollen oder nicht und das nicht wegen des Erbes.

      Ich spreche übrigens aus Erfahrung.

      8 1 Melden
    • Hierundjetzt 05.08.2017 18:05
      Highlight fiodra: Nehmen Sie sich zu Herzen was Rendel sagt. Mir erscheint Ihr Groll als persönliches jahrzehntelanges Problem.

      Und nein, man sollte NIE aber gar rein NIE ohne professionelle Untersützung seine Eltern alleine pflegen wollen. Das führt zu Burn-out, Hass und Ablehnung wegen der konstanten Überforderung. Das ist nur gut gemeint aber schlecht gemacht.

      Holen Sie sich Hilfe bei der Spitex oder bei Pro Senectute.
      7 1 Melden
  • alingher 05.08.2017 12:21
    Highlight Ja, unschön wenn ein Haus verkauft werden muss, um die Erbteile der Kinder auszahlen zu können.
    Aber immer noch etwas schöner als bspw. in Frankreich, wo das Haus praktisch immer verkauft werden muss, um die Erbschaftssteuer bezahlen zu können.
    Sollte man sich irgendwann zu einer bundesweiten Erbschaftssteuer durchringen, dann sollte dies besser vorab bedacht werden...
    23 11 Melden
    • Rendel 05.08.2017 13:15
      Highlight Der letzte Vorschlag hat das gut bedacht und hätte Hüslierben nicht betroffen. Leider hat das Volk ihn trotzdem bachab geschickt. Nun zahlen halt alle mehr MWST.
      21 9 Melden
    • alingher 05.08.2017 13:55
      Highlight Ja, wobei man dann aber bedenken muss, dass der Preisdruck auf EFH noch grösser wird, weil die ganzen Rentner gedrängt werden Häuschen zu kaufen, falls die im Erbe nicht versteuert werden müssen... Schön für die junge Familie, die ein Häuschen erbt, weniger schön für die junge Familie die auf ein Häuschen spart.
      2 5 Melden
    • Rendel 05.08.2017 15:45
      Highlight alingher Sie haben die Vorlage damals wohl nicht gelesen, oder sind nicht aus der Schweiz. Es ging um die Obergrenze ab wann man Erbschaftssteuer bezahlen muss und die war grosszügig hoch angesetzt, so dass man wegen einem Haus keine Angst haben musste.
      6 2 Melden
    • alingher 06.08.2017 11:21
      Highlight :-) Ich habe die Vorlage gelesen und bin auch aus der Schweiz. Nur geht es mir nicht um die Vorlage die bereits ad acta ist, sondern um die Erbschaftssteuer die früher oder später kommen wird. Egal wie hoch die Freigrenze sein wird, es wird immer das Problem bestehen, dass Aktiven verscherbelt werden müssen, um die Steuer zu bezahlen. Blöd wenn es dann z.B. ein Familienunternehmen trifft.
      Dass die Freigrenze auch bei der nächsten Vorlage zumindest über Häuschen-Niveau sein wird - das wäre mein Anliegen... und dass dies überhaupt als Problem wahrgenommen wird...
      1 0 Melden
    • Rendel 06.08.2017 18:38
      Highlight Hätten sie angenommen alingher hätten wir eine gute Lösung. Familienunternehmen hätten auch genug Zeit gehabt, die Steuer zu bezahlen und so extrem hoch war die auch nicht angesetzt. Die nächste Lösung wird sicher unfreundlicher sein für Häuschenbesitzer und freundlicher für Unternehmen. Und die AHV hätte nun auch weniger Probleme.
      0 0 Melden
  • dmark 05.08.2017 11:54
    Highlight Meine Geschwister und ich wären nie auf die Idee gekommen unseren Erbanteil einzufordern, solange ein Elternteil noch lebt. Ein Haus ist und bleibt die Altersversorgung derjenigen, welche es gebaut oder gekauft haben - bis zum Ende.
    Alles andere empfinde ich als Egoismus der jüngeren Generation ihrer Eltern gegenüber.
    Wir haben es auch so zu unserem jeweiligen Wohneigentum geschafft und das Haus der Eltern blieb bislang unangetastet.
    115 27 Melden
  • Adalbert Finas 05.08.2017 11:50
    Highlight Nochmals zum Wohnrecht: wird das Haus beim Tod des ersten Ehegatten komplett an die Kinder vererbt, jedoch vor dem Ableben des ersten Ehegatten ein lebenslanges Wohnrecht vereinbart, dann können Kinder die Liegenschaft (zwar zu einem tieferen Preis) verkaufen - oder sie behalten die Liegenschaft als Wertanlage. Der überlebende Ehegatte kann bleiben. Die Kinder haben keinen Erbanspruch auf Fr. X, sondern auf ihre Erbquote
    26 2 Melden
    • Adalbert Finas 05.08.2017 12:01
      Highlight [ups zu früh auf "abschicken" geklickt!] ..., welche nun eben etwas tiefer ausfällt. Das ist, wie wenn die Eltern zu Lebzeiten eine Kreuzfahrt machen, dann verringert sich das Erbe ja auch ;-)
      Zudem: Muss der hinterbliebene Ehegatte ins Altersheim, kann dieser so nicht mehr gezwungen werden, zur Finanzierung des Heims die Liegenschaft zu verkaufen.
      14 4 Melden
    • Hierundjetzt 05.08.2017 12:38
      Highlight Genau, dafür zahlen wir Steuerzahler dann für Ihre pflegebedürftige Mutter. Find ich fair, immerhin hast Du ja jaaahrelang auf Dein Erbe warten müssen...

      Ich weiss schon was Du meinst, bedenke einfach: staatliche Pflegeheime für Menschen ohne Geld sind sehr ärmlich. Meine Mutter / Vater am Ende des Lebens in ein kleines Zimmerchen verfrachten, damit ich mir ein Haus kaufen kann... nein, ich könnts nicht.
      20 3 Melden
    • Adalbert Finas 05.08.2017 13:47
      Highlight @hierundjetzt: Ich bin davon ausgegangen, dass der überlebende Elternteil im Haus bleibt (im besten Fall bis zum Tod). Sollte es irgendwann ohne Heim nicht mehr gehen, dann müsste für die wenigen verbleibenden Jahre oder Monate (kenne so einen Fall) das Haus nicht verkauft werden. Bin aber deiner Meinung, dass man sich ein Erbe natürlich nie "verdient" hat.
      6 1 Melden
  • Sille 05.08.2017 11:46
    Highlight Warum das Haus nicht mit lebenslangem Wohnrecht an die Jungen weitergeben? Notariell beglaubigt natürlich.Miete bezahlen müssen wir überall,aber damit wären die Eltern,welche sich das Eigenheim erarbeitet haben etwas,vor allem wenn die Tente nicht so hoch ist geschützter.
    Ich hab da keine Angst,denn wenn man gerade das Unausweichliche tematisiert können solch unschönen Situationen verhindert werden.
    17 5 Melden
  • Gelöschter Benutzer 05.08.2017 11:39
    Highlight Gahts no?
    Ich seh's ein, wenn ein Elternpaar wirklich haufenweise Geld hat, zB grad für 2-3 Häuser oder mehr. Da mag man als Nachwuchs pochen. Aber sicher nicht beim normalen Mittelstand. Das ist krass ego. Und wenn's der verbliebene Elternteil auch aufbraucht ... na und? Er hat's verdient, er darf's brauchen.

    Beim Tod des Vaters haben meine Geschwister und ich selbstverständlich zugunsten der Mutter unterschrieben.

    Ein Bekannter meckert rum, weil das Pflegeheim seines Vaters sein Erbe frisst. Aber er meckert auch, wenn er ihn mal besuchen soll. Ha ha ... so einen würd ich sowieso enterben.
    101 50 Melden
    • dmark 05.08.2017 12:06
      Highlight Absolut meine Meinung. Wer etwas haben will, der/die soll auch dafür arbeiten, um es sich dann leisten zu können. Oder man muss eben Verzicht üben. Ganz einfach.
      45 18 Melden
    • p4trick 05.08.2017 12:33
      Highlight Ich verstehe die Blitzer nicht! Alle zu faul selber Geld zu verdienen?
      36 12 Melden
    • Thecaptainsolo 05.08.2017 12:35
      Highlight Was sollen die ganzen blitze??? Alle gierig aufs erbe oder was ?! Sehe das genau so wie waldfee und dmark. Mag sich einer der blitzer erklären?
      33 11 Melden
  • Zap Brannigan 05.08.2017 11:33
    Highlight Da ich die 40 schon hinter mir habe und im Verwandten und Bekanntenkreis einige hässliche Geschichten erlebt habe, kann ich nur dringend empfehlen: Wie auch immer man das Erbe regelt, unbedingt sauber aufschreiben und Notariell beurkunden lassen. Das tönt fremd und komisch, man ist ja Familie. Aber glaubt mir: Geht es ums Geld, insbesondere um 100'000nde oder noch mehr, lernt ihr Leute, auch nahe Verwandte, plötzlich von einer Seite kennen, die ihr ihnen nie zugetraut hättet. Fragt mal im Kollegenkreis rum, ihr werdet grausige Geschichten hören.
    113 2 Melden
    • dä dingsbums 05.08.2017 11:42
      Highlight Leider wahr und es müssen nicht mal 100'000 sein.
      66 1 Melden
    • lichtler 05.08.2017 12:13
      Highlight Ja das ist so, war vor ein paar Wochen ein interessanter Bericht übers erben. Und was sagte meine Oma immer: je Verwandter umso verdammter...
      26 1 Melden
    • Hierundjetzt 05.08.2017 12:40
      Highlight uuuh ja, ganz schlimm. Vorallem die eingeheirateten machen extremen Druck 😕
      24 2 Melden
    • lichtler 05.08.2017 14:04
      Highlight Der Bericht war übrigens im Spiegel.
      0 1 Melden
    • Datsyuk 05.08.2017 16:35
      Highlight Geld besitzt eben Menschen, nicht umgekehrt.
      0 0 Melden
  • LaTschuberlinca 05.08.2017 11:30
    Highlight Ich werde nie was erben...bin ich die Einzige hier??
    65 5 Melden
    • axantas 05.08.2017 12:23
      Highlight Ich weiss nicht, ob ich etwas namhaftes erben werde, ein Haus ist nicht da, es interessiert mich auch nicht. Meine sparsamen Eltern wollten sich letzthin etwas grösseres leisten - zögerten aber - es war nicht absolut notwendig. Ich habe sie dann fast dazu gedrängt: Wenn es euch Freude macht, tut es und geniesst es, bevor es allenfalls das Altersheim wegfrisst.

      Sie haben schliesslich nicht für den Nachwuchs gearbeitet und gespart. Es ist ihr Vermögen.
      27 2 Melden
    • Hierundjetzt 05.08.2017 12:40
      Highlight Aber Du kannst Deinen Kinder ja was vermachen. So beginnt Reichtum. Man muss in Generationen denken.
      14 17 Melden
    • Chrutondchabis 05.08.2017 12:55
      Highlight Nein damit bist du nicht allein. Und ich fühle mich gut dabei nichts zu erben, schliesslich bin ich für mein Leben und meine finanzielle Situation selber verantwortlich und das darf ich auch von meinen eigenen Kindern erwarten.
      14 3 Melden
    • Licorne 05.08.2017 12:57
      Highlight Nein bist du nicht.. ich denke der Grossteil erbt nichts. Ein paar 100'000 auf der Seite sind meist und je nach Krankheitsgeschichte der Eltern sehr schnell weg. Aber das ist doch egal.. es geht ja auch nicht darum, ob und wieviel man erbt?
      15 2 Melden
    • Fräulein Fensterplatz 05.08.2017 13:06
      Highlight Nein. Ich werde mit sehr grosser Wahrschinlichkeit auch nie etwas erben...
      7 2 Melden
    • Yes. 05.08.2017 13:22
      Highlight Ein Grossteil wird schon irgendetwas erben aber die allermeisten davon erst in ihrer Pension.
      6 1 Melden
    • demian 05.08.2017 13:28
      Highlight Meine Eltern sollen ihr Geld verprassen und Spass haben So lange sie können.

      26 2 Melden
    • Wehrli 07.08.2017 10:16
      Highlight Unsere Eltern sind aus dem Haus gezogen sobald wir Kinder hatten, und haben es uns überlassen, als Erbvorbezug.
      0 0 Melden
  • _kokolorix 05.08.2017 11:14
    Highlight Auch wenn hier meist auf die gierigen Kinder eingedroschen wird, bin ich der Meinung, dass die ältere Generation viel zu lange damit wartet den Nachlass zu regeln. Das muss kurz nach der Pensionierung geschehen, dann ist es zeitlich genug entkoppelt um einen Regress zu verhindern. Auch sollten die Eltern sich zeitig eine etwas kleinere, praktischere Bleibe suchen, lange bevor sie wirklich nicht mehr in der Lage sind das Eigenheim zu besorgen. Dann wären sie auch noch fit genug um sich in ein neues soziales Umfeld einzufügen
    58 22 Melden
    • Hierundjetzt 05.08.2017 12:43
      Highlight Echt? Besprich dich das dieses Wochenende mal mit Deinen Eltern.

      Viel Glück.

      PS: Die Frage Deiner Eltern wird sein warum. Deine Antwort, wegem Geld das ich will

      PPS: wünsche ein glückliches Zusammenleben in den nächsten Jahren 😂😂😂
      18 14 Melden
    • _kokolorix 05.08.2017 14:25
      Highlight Ähh, ich müsste eher mit meinen Kindern reden, das mit den Eltern liegt jetzt schon bald zwanzig Jahre zurück...
      9 0 Melden
  • Ökonometriker 05.08.2017 11:03
    Highlight Im Hintergrund gibt es hier vor allem zwei Probleme: einerseits wird das Vermögen der Eltern für das Altersheim aufgebraucht, sodass ein frühes Verschenken oder Vererben die einzige Möglichkeit ist das Familienvermögen zu sichern.

    Andererseits gibt es eine extreme Vermögenskonzentration im Immobilienmarkt der Schweiz. Wer Immobilien besitzt hat Glück - wer keins besitzt wird sich den Traum vom Eigenheim nicht erfüllen können.
    Während die ältere Generation in ihren EFHs auf dem Land vereinsamt, lebt die jüngere mit Kindern in der Stadt da ein EFH für fast 80 Prozent unerschwinglich ist.
    59 6 Melden
    • loplop717 05.08.2017 11:32
      Highlight Das ganze wird nur noch schlimmer gemacht dadurch das die jungen alle in der Stadt (vorallem Zürich) wohnen wollen. Niemand ist bereit z.B. im Entlebuch zu wohnen wo man sich ein Haus leisten könnte. Unter anderem auch weil es dort nicht viele Stellen gibt.
      32 4 Melden
    • Rendel 05.08.2017 16:20
      Highlight @Ökonometriker Sie können sich ja um ihre Eltern kümmern, wenn diese nicht mehr alleine zurecht kommen und sie erben wollen. Wer an Familienvermögen und weitervererben denkt, der muss seine Eltern dann halt selber betreuen und versorgen. Man kann nicht das Erbe einfordern und gleichzeitig auf die Solidarität der Gemeinschaft pochen und die muss ja bezahlen, wenn sie das Geld der Eltern für sich persönlich abziehen wollen, damit die Gemeinschaft dann für das Altersheim aufkommt.

      Pflegen und betreuen sie ihre Eltern dann selber, wenn sie erben wollen.
      3 0 Melden
    • Rendel 05.08.2017 16:31
      Highlight Die grössten Immobilienbesitzer sind Versicherungen und Investoren, oft ausländische Investoren, nicht die Häuschenbesitzer. Investoren wollen Profite, mehr nicht. Um Bedürfnisse von Menschen und Kindern kümmern sie sich nicht. Ihnen ist es auch egal, wenn nur noch kinderlose Paare und Singles in einer Stadt leben. Familien werden zusehend verdrängt, die müssen in die Agglo ziehen. Da sind sie wohl nicht auf dem Laufenden.
      Man kann in Städten übrigens sehr gut aufwachsen.
      2 0 Melden
  • Grundi72 05.08.2017 10:56
    Highlight Unbedingt klären mit den Eltern!

    Ich kenne einen tragischen Fall, da hat das Selbstverwirklichung-Töchterli nach dem Tod des Vaters auf den Erbanteil bestanden damit sie und ihr Sekten-Holzkopf-Partner genug Eigenmittel für ihr Häuschen hatten mit Joga- und Lebenscoaching Seminarraum... uaaaa ging alles konkurs in Rekordzeit..

    Die Mutter lebt nun in einer kleinen Mietwohnung, die Tochter ist geschieden, das neue Haus des Töchterlis musste verkauft werden wegen der Tragbarkeit, die Familie zerstritten. Ist ihr egal, mit dem Erlös ist sie ausgewandert.
    66 10 Melden
    • Grundi72 05.08.2017 11:21
      Highlight Nachtrag: und bald wird sie pleite in die Schweiz zurückkehren und Sozialgelder beziehen. Aber das tun wir ja gerne und ist jetzt auch nicht Thema hier...
      37 15 Melden
    • Saraina 05.08.2017 12:37
      Highlight ...und ich kenne Erben, die den Erbverzicht unterschrieben, deren überlebende Mutter psychisch krank aber nicht dement und auch nicht handlungsunfähig wurde, und das Erbe einer Intitution vermachte. Der vorverstorbene Vater würde im Grabe rotieren, wenn er wüsste, dass seine Kinder auf den Pflichtteil gesetzt wurden.

      Der erbende Elternteil ist bis ins Greisenalter berechtigt, das Geld zu verschenken, wenn er will!
      10 5 Melden
    • Rendel 05.08.2017 13:39
      Highlight Es ist das Geld, das die Mutter und der Vater erwirtschaftet haben. Die Kinder haben dazu keinen Beitrag geleistet. Wenn es die Mutter glücklich macht?
      12 3 Melden
    • sowhat 05.08.2017 15:09
      Highlight @Saraina, na und? Geht doch die.Kinder nichts an.
      6 2 Melden
    • Saraina 05.08.2017 18:13
      Highlight Es macht aber die Mutter nicht glücklich, sie agierte aus einer senilen Verstimmung. Und es war, soweit man sagen kann, weder ihr Wille, solange es ihr noch gut ging, noch der Ihrer Mannes.
      Was ich sagen will ist, das alte Menschen tatsächlich leicht in Umstände geraten können, wo sie nicht mehr klar abschätzen können, was in ihrem Interesse ist. Sie werden schutzbedürftig.

      Denkst ihr, dass Opfer von Enkelkinder-Betrügern nachher wirklich glücklich sind?🙄
      3 1 Melden
  • walsi 05.08.2017 10:51
    Highlight Alle die schreiben man könnte es über das Wohnrecht lösen übersehen etwas. Wenn die Kinder die Hälfte des Hauses erben und sie den Gegenwert dieses Erbes in Geld wollen, weil sie sich selber eine Immobilie anschaffen möchten. Dann muss auf der Schuldenfreien Immobilie ein Hypothek eröffnet werden, oder diese Verkauf werden. Sonst kann kein Geld fliessen. Das Problem bei der Hypothek ist, dass die Bank nicht mit macht wenn die Rente der Mutter zu klein ist.
    21 7 Melden
    • dental floss tycoon 05.08.2017 11:04
      Highlight Sorry, aber grundfalsch: Die Kinder erben beim Tod des ersten Elternteils einen VIERTEL. Dem hinterbliebenen Elternteil gehört ja grundsätzlich mal die Hälfte (gemeinsam erworbenes Gut) und vererbt wird die andere Hälfte (eben des Verstorbenen) an alle Hinterbliebenen, nämlich dem Ehegatten die Hälfte der Erbmasse und den nächstnfolgenden Ebgängern (Kinder) die andere Hälfte. Da sind dann viele "Kinder" oftmals erst erstaunt, resp. ernüchtert.
      28 5 Melden
    • walsi 05.08.2017 11:12
      Highlight @dental: Danke für den Hinweis, somit verschiebt sich einfach die Höhe der Summe, die Systematik dahinter bleibt aber die Selbe. Kind erbt Anteil an einem schuldenfreiem Haus und will Geld sehen. Woher kommt das Geld? Entweder Hypothek auf das Haus oder verkaufen.
      14 3 Melden
    • E. Edward Grey 05.08.2017 11:46
      Highlight Und schuldenfrei sind Immobilien in der Schweiz in der Regel genau nicht. Das macht ja gar keinen Sinn.

      Immobilie 800'000,- , Erbteil 200'000,- bei einem Einzel-Kind, abzüglich Hypothek vielleicht dann noch 50'000,- Eigenkapital, von solchen Dimensionen reden wir hier.

      15 2 Melden
    • walsi 05.08.2017 12:14
      Highlight @E. Edward: Das ist das was man uns immer erzählt, dass man die Hypothek nicht zurück zahlen soll. Wer profitiert von diesem System? Die Banken. Beispiel du hast Haus mit Hypothek und dazu noch ein Vermögen angelegt in Aktien und Obligationen. Der Banker verdient gleich zwei Mal an dir Zinsen auf der Hypothek und als Verwalter deines Vermögens. Weil das mit der Steuererklärung so kompliziert ist, füllt er die für dich, gegen Bezahlung, aus. Jetzt löst du dein Portfolio auf und bezahlst die Hypothek zurück, was verdient dann die Bank noch? Nichts, die Steuererklärung machst du selber.
      5 1 Melden
    • E. Edward Grey 05.08.2017 13:31
      Highlight @walsi: und wer zahlt mir dann die Vermögenssteuer auf das Kapital welches ich im Haus gebunden habe und mir deswegen auch sonst nichts mehr leisten kann?

      Die Frage ist aber eine andere: wie kann sich ein Partner bei Ansprüchen Dritter aus einer gemeinsamen Sache der Erbschaftsmasse absichern. Ihre Diskussion driftet da komplett ab. Die Ansprüche der Kinder sind absolut gerechtfertigt, aber es sind immer noch die Ansprüche an der Immobilie inkl. Bestandsverträge, nicht an dessen Wert.

      Wenn das Kind meint ein Viertel des Hauses verkaufen zu wollen, kann es das gerne versuchen.
      0 1 Melden
    • walsi 05.08.2017 13:53
      Highlight Die Steuern sind nicht zu berücksichtigen, das wird hier schön dargelegt: https://insideparadeplatz.ch/2017/02/17/banken-verweisen-gerne-auf-den-steuervorteil-bei-hypotheken-dass-das-dem-portmonnaie-des-kunden-nichts-bringt-wird-verschwiegen/

      Natürlich ist das Eigentum an der Immobilie und man hat kein Anrecht auf das Geld. Natürlich kann man den 1/4 schlecht verkaufen. Wie soll sich aber die Mutter oder der Vater gegen die Ansprüche der Kinder wehren wenn er oder sie ein gutes Verhältnis zu seinen Kindern behalten will?
      2 0 Melden
  • ConcernedCitizen 05.08.2017 10:48
    Highlight Die Situation ist nicht ganz einfach:

    Ist es fair darauf zu bestehen, bis ins hohe Alter alleine in einem Einfamilienhaus zu wohnen?
    Warum richten Leute ihr Leben so ein, dass sie auf ein (frühes) Erbe angewiesen sind?
    Verbessert sich mein Leben nach einem Hauskauf dermassen, dass ich dafür bereit bin, meine Eltern aus ihrem Haus zu schmeissen?
    61 4 Melden
    • Nathiii 05.08.2017 11:07
      Highlight Naja es kann auch sein, dass man plötzlich Streit bekommt mit den Eltern. Wenn dann plötzlich einer der beiden bei einem Unfall stirbt steht man schon vor dieser Situation.
      Niemand aus unserer Familie kann sich vorstellen in einen solchen Streit verwickelt zu werden, diese Verzichterklärung war bei uns jedoch auch schon das Thema. Und wenn meine Eltern dies möchten werde ich dies auch unterschreiben. Ich habe relativ junge Eltern, aber man weiss nie was passiert.
      23 2 Melden
  • nilson80 05.08.2017 10:35
    Highlight Ich verstehe das Problem nicht ganz. Mit einer Niessbrauch (Nutzniessung) Regelung kann ein lebenslanges Wohnrecht für den verbliebenen Partner vereinbart werden. Ein Erbverzicht ist dafür garnicht notwendig.
    20 9 Melden
    • lily.mcbean 05.08.2017 10:55
      Highlight Meiner Grossmutter wurde das auch angeboten. Sie aber will nicht im eigenen Haus "nur geduldet" sein. Ich kann mir vorstellen das es noch vielen anderen so geht, die plötzlich von Erbgeilen Partnern bevormundet werden. Ich verstehe das durchaus und würde jederzeit einen Erbverzicht unterschreiben! Sollen sie alles ausgeben können, schliesslich haben sie es auch verdient.
      38 4 Melden
    • Hierundjetzt 05.08.2017 11:00
      Highlight In der Theorie tönt das zwar gut. Nur, sinkt der Wert der Immobilie rapide und ganz ehrlich, würdest Du ein EFH kaufen, indem im 1 Stock noch die Mutter des Verkäufers lebt? Dann kannst Du ja gleich in der Wohnumg bleiben...
      19 2 Melden
    • Leon1 05.08.2017 12:25
      Highlight Was im ersten Stock?
      Lebenslanges Nutzungsrecht bedeutet eben genau, dass das Haus nicht verkauft werden kann solange die Mutter darin wohnt. Das heisst das Haus würde dann zu 75% der Mutter und zu 25% den Nachkommen gehören - solange die Mutter lebt bzw auf ihr Nutzniessungsrecht besteht, hat sie das [alleinige] Recht das Haus zu bewohnen.
      5 2 Melden
    • Hierundjetzt 05.08.2017 13:15
      Highlight Ja das schon aber ein EFH hat ja meist nur 1 max 2 Etagen, das mein ich 😊
      1 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 05.08.2017 10:25
    Highlight "Ans Erbe hatte sie [die im Artikel erwähnte Tochter] noch nie gedacht – an eine Enterbung auch nicht."
    Welche Enterbung denn?

    Was genau hat diese Tochter zum gemeinsam erwirtschafteten Besitz der Eltern beigetragen,
    auf das sie nun Anrecht erheben könnte?

    Hätte ich so gierig-anmassende Kinder, würde ich rechtzeitig alles ausgeben und verschenken, sodass es schlicht nichts zu erben gibt.
    54 66 Melden
    • Wald Gänger 05.08.2017 10:48
      Highlight Genau meine Gedanken.
      31 17 Melden
    • Gelöschter Benutzer 05.08.2017 10:59
      Highlight Erst kürzlich sprach ich mit jemandem über dieses Thema und meinte, dass ich nicht verstehe, wie man als Tochter/Sohn sich so anmassend gegenüber den eigenen Eltern verhalten kann.

      Das tue ich zwar weiterhin nicht, aber die Blitzchen bestätigen meine Meinung sehr überzeugend.
      32 12 Melden
    • Yes. 05.08.2017 11:02
      Highlight Ja grausamst gierig wenn sie sich noch nie Gedanken ums Erbe gemacht hat.
      39 7 Melden
    • pachnota 05.08.2017 11:03
      Highlight Nur, kann man es eben nicht mit Sicherheit wissen im Voraus, wie der eigene Nachwuchs so denkt.
      14 4 Melden
    • LeChef 05.08.2017 11:16
      Highlight Yallix, es liegt wohl an deiner unverhältnismässigen Ausdrucksweise. Die Tochter im Artikel hat den Erbverzicht ja angenommen. Um eine Enterbung geht es nicht, aber das ist Wortklauberei. Ich sehe keine Stelle im Artikel, die sie irgendwie als gierig oder anmassend erscheinen lässt. Anmassend bist nur du.
      Btw. Erben ist ein gesetzliches Recht in der Schweiz, unabhängig davon, was der Erbe zum Vermögen selbst beigetragen hat, steht so im ZGB.
      35 7 Melden
    • Gelöschter Benutzer 05.08.2017 11:38
      Highlight @ Yes

      Sofern man sich als Tochter/Sohn nicht im Gegenzug von den Eltern vorschreiben lässt, was man mit dem selbsterworbenen Verdienst und Besitz machen soll,
      bzw. von den Eltern nicht ausdrücklich um Rat gefragt wird,
      geht es die Kinder schlicht gar nichts an, was die Eltern mit ihrem selbsterworbenen Verdienst und Besitz machen - was eigentlich klar sein sollte, wenn anstelle von Anstand und Charakter nicht masslose Selbstüberschätzung und rücksichtslose Gier getreten ist.
      23 2 Melden
    • Yes. 05.08.2017 13:34
      Highlight @Yallix Ich wiederspreche dem gar nicht, aber es ist trotzdem ein Witz jemanden als "gierig-anmassend" zu bezeichnen, weil er sich zu der ganzen Thematik noch keine Gedanken gemacht hat.
      4 1 Melden
    • Yes. 05.08.2017 13:44
      Highlight Zudem ist Erben, als Kind eines Verstorbenen, der Normalzustand in unserer Gesetzesgebung. Ob es sich jetzt um 100 Fr. oder 5 Einfamilienhäuser handelt (natürlich ein Prozentsatz davon).
      Der Akt der Enterbung ist also etwas aktives, worüber man sich immerGedanken machen muss, auch wenn es moralisch gesehen angebracht ist.
      1 0 Melden
    • Wald Gänger 05.08.2017 14:34
      Highlight Enterbt wurde ja niemand und die im Artikel beschriebene Tochter empfindet den Erbverzicht ja als "Vertrauensbruch". Ausserdem ist der Artikel in einem Ton verfasst, als gäbe es sowas wie einen Rechtsanspruch der Kinder gegenüber den Eltern, dass nach dem Tod der Letzteren noch was zu erben sein sollte.
      Das ist aber ein Irrtum. Das Erbrecht gilt einfach, wenn noch was übrig ist. Bis dahin können die Eltern ihr Eigentum schützen, verkaufen und verludern wie sie wollen.
      Wer mit einem Erbe rechnet, sollte sich dringend mal Gedanken darüber machen, ob er selber schon genug fleissig war.
      3 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 05.08.2017 16:54
      Highlight @ Wald Gänger
      👍👍👍

      @ Yes
      Dass Sie die Grundzüge meiner Kritik ähnlich sehen, beruhigt mich. ;-)
      Meine Kritik richtet sich daher nicht gegen jemanden, der sich noch keine Gedanken zum Erben als solches gemacht hat,
      sondern wenn sich jemand Gedanken um das ELTERLICHE Erbe Gedanken macht,
      das zu diesem Zeitpunkt nicht Erbe, sondern persönliches Eigentum der Eltern ist.
      2 0 Melden
  • walsi 05.08.2017 10:24
    Highlight Offensichtlich läuft in der Schweiz im Immobiliensektor was falsch. Es läge an der Politik etwas zu unternehmen. Da aber die Mehrheit der Politiker selber Land und Immobilien besitzen wird von dieser Seite nichts kommen, es wird eher alles bekämpft was zu Verbesserung der Situation führt. Da eine Verbesserung für die Anderen, nicht Besitzer, eine Verschlechterung der aktuellen Grundstückbesitzer bedeutet.
    26 6 Melden
    • LeChef 05.08.2017 10:58
      Highlight Was für "Verbesserungen" schweben dir denn vor..?
      18 5 Melden
    • walsi 05.08.2017 11:24
      Highlight @LeChef: Ein radikaler Gedanke z.B. wäre, dass Menschen kein Land besitzen können. Bauland ist ein endliches Produkt, wenn alles zugebaut ist gibt es nicht mehr. Ca. 1/3 der Schweizer Bevölkerung besitzen 2/3 des Landes in der Schweiz. Dazu kommt noch, dass durch Auflagen des Staates nicht jedes Bauland gleich benutzt werden kann und so einzelne Besitzer gegenüber anderen einen Vorteil haben. Das es in einem solchen Umfeld zu Marktverzerrungen kommt ist nur logisch.
      19 6 Melden
    • LeChef 05.08.2017 11:36
      Highlight Ja, genau sowas habe ich mir gedacht ;)
      6 2 Melden
    • Hierundjetzt 05.08.2017 12:46
      Highlight Also, dass Land gehört dem Staat und er gubts im Baurecht ab.

      Schön. Und jetzt? Wo ist da die neue Gerechtigkeit? Ich habe ja immer noch kein Geld ein Haus zu bauen...
      4 0 Melden
  • E. Edward Grey 05.08.2017 10:21
    Highlight Welche Alternativen bestehen? Warum reicht es nicht z.B. dem Lebenspartner ein lebenslanges Wohnrecht in dem gemeinsam erworbenen Haus zu gewähren?
    36 6 Melden
    • walsi 05.08.2017 10:33
      Highlight Es geht nicht darum, dass der überlebende Partner in der Immobilie bleibt. Es geht darum, dass das Haus frei von Schulden ist, oder fast. Die Kinder aber nicht das Geld für eine eigene Immobilie haben. Beispiel ein Haus ist CHF 800'000.-- wert bestehende Hypothek 50'000.-- das ergibt ein Erbe von CHF 375'000.-- für die Kinder. Wenn nur ein Kind ist reicht das für die Anzahlung an die eigene Immobilie.
      10 12 Melden
  • Hierundjetzt 05.08.2017 10:13
    Highlight 2/2 zum "ich will das Erbe, verkauf das Haus"

    Das macht man darum, weil im Falle von Pflegebedürftigkeit eines Elternteils, zuerst das Vermögen der Eltern (inkl. Haus) aufgebraucht wird. Danach hilft erst der Staat.

    Diese "Kinder" wollten einfach etwas vom Erbe bevor der Staat alles wegnimmt.

    Ob das wirklich so gut war, seine Mutter aus dem langjährigen sozialen Umfeld rauszureissen, nur damit man 400'000.- fränkli für seine Hütte erhält, wag ich seeeehr zu bezweifeln. Jetzt ist sie einfach einsam versorgt irgendwo
    35 8 Melden
    • Wölfli beim Lamm 05.08.2017 11:54
      Highlight "......bevor der Staat Alles wegnimmt." Gehen Sie etwa davon aus, dass der Staat mit Steuergeldern allen die Pflege/das Pflegeheim finanzieren sollte?? Aber ich versteh Sie schon: die Einen verprassen ihr ganzes Pensionskassengeld und lassen sich dann über Ergänzungsleistungen vom Staat durchfüttern, während Andere im Pflegefall "enteignet" werden. Diese Ungerechtigkeit sollte beseitigt werden, indem kein Kapitalbezug aus der PK mehr möglich ist! Dagegen wehren ich aus naheliegenden Gründen Banken und Versicherungen. Ein Missstand, den die Politik schützt!
      9 1 Melden
    • Hierundjetzt 05.08.2017 12:49
      Highlight Nein, der Staat soll als gutes letztes soziales Netz dienen. Aber zuerst ist die Eigenverantwortung gefragt, daher, ja zuerst der Kapitalverzehr und erst danach die EL

      Ja das mit dem Kapitalvorbezug muss endlich aufhören. Habe ich kein Geld, dann habe ich in gottesmahmen keines.

      Es kanns nicht sein, dass der Staat danach mir helfen muss, weil ich alles verprasst habe.
      2 0 Melden
  • dommen 05.08.2017 10:09
    Highlight Ich glaube mir und meinen zwei Brüdern würde es nicht im Traum einfallen, aufs Erbe zu pochen, falls ein Elternteil das Zeitliche segnen würde.
    50 1 Melden
    • lucasm 05.08.2017 10:31
      Highlight Sie wären nicht der erste, der eine nahe stehende person anders kennen lernt wenns um geld geht.
      64 3 Melden
    • dommen 05.08.2017 10:43
      Highlight In diesem Fall bin ich mir sicher.
      9 7 Melden
    • walsi 05.08.2017 10:46
      Highlight @lucasm: Stimmt. Grosszügig kann man sein wenn es nichts "zu holen" gibt. Wenn man aber dank dem möglichen Erbe selber Schulden frei wird und sich eine gute Leben leisten könnte, sieht alles auf einmal ganz anders aus. Meine Mutter und ihre Schwestern haben gestritten als es ums Erbe ging, mit der Konsequenz, dass die über 30 Jahre nicht mehr miteinander gesprochen haben.
      29 1 Melden
    • dommen 05.08.2017 10:50
      Highlight @Walsi: Toll. War die Kohle bestimmt wert.
      7 6 Melden
    • Hierundjetzt 05.08.2017 10:58
      Highlight Dommen: wenn Du mal älter wirst und heiratest, wirst Du gaaaanz schnell feststellen, dass bei Erbstreitigkeiten meisst nicht die Kinder das Problem sind sondern deren Partner. Ich könnte Dir da Geschichten erzählen...
      39 2 Melden
    • dmark 05.08.2017 12:01
      Highlight @Hierundjetzt:
      Es wäre mein erstes Anliegen mich eher vom Partner zu trennen, als dem Elternteil das Haus unterm Ar... weg zu verkaufen. Wenn ein Partner oder eine Partnerin schon so gierig wird, weil etwas zu erben ist, dann möchte ich nicht wissen, was sonst noch so alles in seinem Kopf vorgeht und welche Überraschungen noch kommen werden.
      22 1 Melden
  • pachnota 05.08.2017 10:09
    Highlight Traurig.
    19 2 Melden
  • Hierundjetzt 05.08.2017 10:09
    Highlight Unsere Anne soll sich zuerst mal Sorgen machen, was passiert, wenn der Vater Alzheimer hat oder die Mutter ins Altersheim muss. Je nach Kanton wird gerne Regress auf die Familie genommen.

    Zudem variieren die monatlichen Kosten im Heim je nach Vermögen. 15'000 - 20'000.- / Monat die man als Vater oder Mutter selber bezahlen muss sind keine Seltenheit. Da ist ganz schnell ade Hüsli.

    Meine Eltern waren da als ich Kind war, ich werde da sein wenn Sie alt sind.

    Tsss was ist schon ein Haus, kann ich mir immer noch kaufen.

    Meine Eltern nicht. Die gibts nur 1x
    52 6 Melden
    • pachnota 05.08.2017 11:00
      Highlight Viele Leute können sich, ohne Erb, aber nie ein Haus leisten.
      23 3 Melden
    • Hierundjetzt 05.08.2017 11:36
      Highlight Das ist leider korrekt so. Nur (achtung jetzt sehr polemisch) wenn ich mir ein gemütliches Leben mit einem Lehrabschluss mache und mit 35 merke upsala ein Haus wäre noch so flott, dann muss ich Dir ganz ehrlich sagen, es ist Deine Lebensplanung die Dir dies jetzt halt verunmöglicht.

      Die Menschen die sich ein Haus selber kauften haben meist mit 20 angefangen eisern zu sparen und aufs Hive oder die Büchse verzichtet.
      22 5 Melden
  • Gelöschter Benutzer 05.08.2017 10:05
    Highlight Da sie sonst hierzulande bankrott gemacht werden. ErbVerzicht dient dem Erhalt des Vermögens und für den noch lebenden Elternteil.
    19 3 Melden
  • olmabrotwurschtmitbürli 05.08.2017 10:02
    Highlight In der Regel gibt es für den Erbverzicht eine angemessene Gegenleistung, sonst unterzeichnet man den Vetrag eben nicht.
    6 44 Melden
    • Olaf! 05.08.2017 10:51
      Highlight Die Gegenleistung ist dass deine Eltern einen anscheinend undankbaren Balg aufgezogen und durchgefüttert haben.
      49 6 Melden
    • Charlie Brown 05.08.2017 10:55
      Highlight Dich möchte ich nicht als Nachkomme...
      34 3 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 05.08.2017 11:42
      Highlight @ Olaf & Charlie

      Das Verhältnis zu meinen Eltern ist hervorragend. Und ich kann auch gut damit leben, wenn die ihr Geld verbraten sollten. Ich rate aber dringend davon ab, aus gefühlter Pflichtschuldigkeit Verträge zu unterzeichnen, die einem nicht passen. Das belastet das Verhältnis wesentlich schwerer auf lange Sicht. Und der Erbstreit wird dann umso hässlicher...
      9 9 Melden
  • MadPad 05.08.2017 10:00
    Highlight Man könnte auch einfach ein lebenslanges Wohn und Nutzungsrecht des Hauses vereinbaren.
    21 6 Melden
  • bibaboo 05.08.2017 09:58
    Highlight Finde die Entwicklung problematisch. Da heute in den allermeisten Fällen zumindest ein Ehepartner 85-90 jährig wird, werden so auch die Erben immer älter, so dass die erhaltenen Mittel eher in Kreuzfahrten und Rollatoren, statt in den Aufbau eines KMU investiert wird.
    Das Vereinbaren einer Nutzniessung scheint mir deshalb geeigneter, um den Verlust des Eigemheims zu verhindern.
    31 4 Melden
    • Hierundjetzt 05.08.2017 11:37
      Highlight Und? Es ist Ihr Geld nicht Deins. Und mit 85 bist Du froh, dass Du ohne Schmerzen aufstehen kannst, das mit der Kreuzfahrt ist kein Thema mehr 😏
      13 4 Melden
  • Schnapphahn 05.08.2017 09:52
    Highlight Gehört lebenslanges Wohnrecht für den verbliebenen Elternteil auch in die Kategorie Erbverzicht?
    9 3 Melden
    • bibaboo 05.08.2017 10:29
      Highlight ja, in diesem Falle verzichtet jedoch der Nutzniesser auf sein Erbe. Erhält im Gegenzug aber das Wohnrecht
      9 1 Melden
  • Dragonlord 05.08.2017 09:51
    Highlight Immer wieder traurig, wie Kinder vor Gier vergessen, dass die Eltern der Ursprung ihres eigenen Lebens sind. Ob man sie nun mag oder nicht. Wenn sie gekrüppelt haben, sollen sie die Kohle auch selbst ausgeben dürfen!
    Wie kann man von Eltern oder auch Geschwistern verlangen, ihr Haus zu verkaufen, nur um an Bargeld zu gelangen? Egoisten!
    43 9 Melden
  • offspring 05.08.2017 09:43
    Highlight In meinen Augen das normalste der Welt. Ich habe meinen Eltern diesen Schritt nahe gelegt.
    "...sie könnten leer ausgehen..."
    Ich wusste gar nicht, dass erben ein Grundrecht ist! 🤔
    43 7 Melden
    • Jo_Sigi 05.08.2017 11:49
      Highlight Ich und meine Geschwister haben auch ohne mit der Wimper zu zucken den Erbverzicht unterschrieben. Selbstverständlich ohne irgend eine Gegenleistung.
      Ich finde kein Kind hat ein Anrecht auf das Geld solange ein Elternteil noch am Leben ist. Meine Eltern hanen sich dieses Geld hart verdient, wieso sollte es mein Recht sein einen Teil davon zu bekommen? Was habe ich dafür getan?
      Ich habe mein eigenes Leben, und muss mir selber etwas aufbauen!
      18 2 Melden
  • Triple 05.08.2017 09:40
    Highlight Erbverzicht haben wir gemacht, einer meiner grossen Fehler. Wohnrecht lässt sich auch anders lösen.
    15 14 Melden
    • maljian 05.08.2017 11:47
      Highlight Warum war es ein Fehler und auf welcher Seite (Eltern / Kinder) warst du?
      6 2 Melden
    • Jo_Sigi 05.08.2017 11:49
      Highlight Warum war es ein Fehler?
      8 2 Melden
    • Triple 05.08.2017 13:01
      Highlight Kinder, gibt später immer Diskussionen und Probleme. Bei Todesfall nach Gesetz teilen ist das einzige was funzt. Und früh genug diskutieren. Im Spital ist es zu spät.
      2 2 Melden
    • Evan 05.08.2017 14:07
      Highlight Warum denn nun genau?
      1 1 Melden
  • Toerpe Zwerg 05.08.2017 09:36
    Highlight Erbverzicht mag formal der korrekte Terminus sein, es handelt sich aber de facto bloss um einen Aufschub bis zum Ableben des zweiten Elternteils. Gescheiter wäre aber sowieso die umgekehrte Vorgehensweise mit Verzicht des Ehepartners und Einräumung lebenslanger Nutzniessung oder eines Wohnrechts. So wäre sichergestellt, dass nicht im Demenzfall desaströses verfügt wird.

    Viele sind aber grottenschlecht beraten.
    47 3 Melden
  • trio 05.08.2017 09:35
    Highlight Ist es nicht einfacher lebenslanges Wohnrecht zu vereinbaren?
    23 1 Melden
    • Rheinpfeil 05.08.2017 10:52
      Highlight Wenn einer der Erben Cash sehen will, um zum Beispiel sein eigenes Haus bezahlen zu können, hilft das nicht weiter. Denn mit einem lebenslangen Wohnrecht lässt sich das Haus nicht zum vergleichbaren Preis weiterverkaufen. Eine Lösung könnte hier ein reverses Darlehen sein (https://de.wikipedia.org/wiki/Umgekehrte_Hypothek), aber ich weiss nicht, ob die in der Schweiz zugelassen sind
      6 1 Melden
    • trio 05.08.2017 12:51
      Highlight Ja schon klar. Wenn einer der Erben es den unbedingt verkaufen möchten, bekommen sie halt weniger Geld. Nicht optimal, aber Hauptsache, man kann im Haus wohnen bleiben.
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