Schweiz

Die Metzgete beginnt. bild: watson/ ohe

Das letzte Stündlein der Sissacher Schweine hat geschlagen

Nach massiven Protesten veranstaltet ein Baselbieter Metzger heute seine «Hausmetzgete», bei der zwei Schweine vor den Augen des Publikums geschlachtet und verarbeitet werden. watson ist vor Ort.

28.10.17, 08:40 28.10.17, 09:50

Seit Wochen wurde gestritten: Darf man das? Ja, soll man sogar? Nun ist der Tag da, an dem in Sissach BL zwei Schweine vor den Augen des Publikums geschlachtet und zu Würsten verarbeitet werden. 

Frühmorgens geht es vorbei an einem Empfangskomitee aus schwarz gewandeten Tierschützern. «Tiere fühlen, Tiere leiden», geben sie den Ankömmlingen mit auf den Weg. Schon im Vorfeld hatten sie auf verschiedenen Kanälen ihren Unmut über die «Show-Metzgete» kundgetan. Der Dorfpfarrer will gar sich selbst geisselnd durch das Dorf ziehen, um gegen die «entwürdigende Veranstaltung» zu protestieren. 

Tierschützer protestieren gegen die Metzgete. bild: watson/ohe

Den beiden Schweinen nützt das aber nichts mehr. Vor den Augen des Publikums und der anwesenden Journalisten führt Metzgermeister Rolf Häring die Tiere aus ihrem Käfig. Über hundert Schaulustige haben sich um das Zelt versammelt, in dem die Tiere geschlachtet werden. Auf Zehenspitzen versuchen sie, einen Blick auf den Prozess zu erhaschen. Auch Kinder stehen in der ersten Reihe.

Der Metzger und ein Tierarzt erklären dem Publikum jeden Schritt genau.

Video: streamable

Video: streamable

Kurz darauf ertönt auch schon der erste Bolzenschuss: Das erste Schwein sackt regungslos zusammen. Das zweite quiekt wie am Spiess, doch auch es ereilt das gleiche Schicksal. Während des Schlachtens herrscht aus Rücksicht auf die Tierwürde ein striktes Film- und Fotoverbot.

Eine Schweinehälfte wird gewogen. «40 Kilogramm», liest der Metzger ab.

Der Sissacher Metzger will der Bevölkerung mit dem Anlass nach eigenen Angaben «das traditionelle Handwerk der Hausmetzgete» wieder in Erinnerung rufen. Es gehe im auch darum, eine Debatte über den Wert von Lebensmitteln anzustossen, sagte er in der «Basler Zeitung».

Wären die Leute bereit, mehr für Fleisch zu zahlen, «würde es keinen Sinn mehr machen, ein Schwein in Spanien zu schlachten, es im Tessin zu Parmaschinken zu verarbeiten und in Polen zu verkaufen». Heute gelte: Hauptsache billig. «Dadurch verlieren wir den Respekt vor dem Tier

Für diese Zuschauer ging die Schlachtung «pietätvoll» vonstatten. Video: streamable

(ohe/jbu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Kalbskopf 30.10.2017 16:11
    Highlight Würde es begrüssen wenn jeder der Fleisch essen will selbst auch mal schlachten muss. Es ist unglaublich wie wenig Ahnung und Respekt manche Menschen vor Lebensmitteln haben. Billig muss es sein,schön aussehen und frisch, was anundfürsich schon ein widerspruch in sich selbst ist.
    2 0 Melden
  • Ehringer 28.10.2017 12:07
    Highlight Ich finde die Tierschützer/Tierrechtler/wasauchimmer schieß en am Thema vorbei. Über Fleischkonsum kann gestritten werden, aber genau durch solche öffentliche Metzgeten wird den Leuten doch erst richtig klar, was es überhaupt braucht, für ihr Stück Fleisch. Da sollten Tierrechtler sogar eher froh darüber sein, führt dies ein Metzger so durch. Gerade die letzten beiden Abschnitt zeigen doch sehr gut, dass es dem Metzger in den Grundzügen um etwas sehr ähnliches geht wie den Demonstranten.
    42 2 Melden
    • Klaus Wurst 28.10.2017 13:26
      Highlight Es wurde nicht gegen diese "Metzgete" demonstriert, es war nichteinmal eine Demo sondern eine Mahn- bzw. Trauerwache, deshalb auch ohne Lautstarken Protest. Wir finden das töten von Tieren grundsätzlich falsch, dass die Leute damit konfrontiert werden, dass für ihren zweifelhaften genuss Jemand sterben muss finden wir sogar richtig und gut. Trotzdem sind wir natürlich entsetzt, dass soetwas überhaupt nötig ist, denn derlei "Hinrichtungen" kennt man eher aus dem Mittelalter. Denn würde man die beiden Säuli gegen 2 Menschen tauschen, wäre jedem klar was da passiert. Dem Metzger, gehts um Profit.
      8 34 Melden
    • Ehringer 28.10.2017 13:37
      Highlight Ich finde es dennoch etwas kontraproduktiv, eine Mahnwache dann abzuhalten, wenn man die Grundidee (Konfrontation mit dem Tod der Tiere) eigentlich sogar gut findet. Würden Mahnwachen dann nicht viel mehr Sinn machen, wenn man sie bei Grossbetrieben veranstaltet, dort wo wirklich viel falsch läuft?

      Aber ist klar, dort hat man die Medienaufmerksamkeit nicht. Schlussendlich geht es halt doch nicht nur dem Metzger um Profit, sondern den Tierrechtlern ebenso, halt nicht in Form von Geld, aber immerhin in Form von Aufmerksamkeit.
      15 3 Melden
    • Klaus Wurst 28.10.2017 14:44
      Highlight Es werden ebenso Mahnwachen an den Grosschlachthöfen abegehalten, bzw. wurden, bis es verboten wurde, aber das heisst nicht, dass es nicht weiterverfolgt wird.
      Die Mahn- bzw. Trauerwache macht insofern Sinn, da man hier die Konsumenten antrifft und konfrontieren kann. Was ist daran kontraproduktiv, wenn der direkte Bezug sofort erkennbar ist?

      Aufmerksamkeit ist natürlich wichtig, so erreicht man mehr Menschen. Ist es unehrenhaft für etwas was einem am Herzen liegt einzustehen auch wenn man dadurch keinen Profit macht?
      1 0 Melden
  • Klaus Wurst 28.10.2017 11:18
    Highlight Das waren keine Tierschützer, sondern Tierrechtler, ein sehr entscheidender Unterschied. Das Schweizer Tierschutzgesetz gilt leider nur teilweise für "Aus"-Nutztiere. Wir waren keineswegs gegen diese "halböffentliche" Hinrichtung, denn nichts anderes war das. Die Leute sollen ruhig zusehen wie jemand stirbt für ihren Genuss. Wir sind aber grundsätzlich gegen das töten von Tieren, zudenen auch wir Menschen gehören. Was man dort sah, waren 2 unschuldige Kinder (vllt. 5-6 Monate alt) die hingerichtet wurden. Wer sähe seine Kinder gerne an deren Stelle? Denk nach Mensch.
    16 65 Melden
    • ponebone 28.10.2017 15:09
      Highlight Also mein lieber Klaus Wurst (was für ein Name für einen selbsterklärten Tierrechtler;)), wenn diese Mahnwache deswegen veranstaltet wird, weil das eine Tier ein anderes für dessen Genuss "hinrichtet" (was ja schlussendlich auch stimmt) dann solltet ihr aber schleunigst eure Koffer packen und ab in die Savanne fliegen, um eure Mahnwachen auch bei den Hinrichtungen von kleinen Gazellenbabies durch Löwen abhalten. Oder ökologischer, raus in den Wald bei den Hinrichtungen der Mäuse durch die Katzen. Weil auch in diesen Fällen die einen Tiere die anderen für ihren Genuss hinrichten.
      4 2 Melden
    • Eine_win_ig 28.10.2017 15:29
      Highlight Oder anders:
      Realisiere nicht, dass es sich hierbei zwar um fühlende, dir aber kognitiv unterlegene Lebewesen handelt. Vergiss, dass du nicht als Pflanzenfresser geboren wurdest. Ignoriere, dass Fleisch (überlebens)wichtige Nährstoffe enthält, welche du dir nun chemisch zuführen darfst. Leugne deine Natur Mensch.
      1 2 Melden
    • SemperFi 28.10.2017 17:24
      Highlight @Eine_win_ig: Das mit dem kognitiv unterlegen ist ein spannendes Argument, nicht ganz unproblematisch. Und definitiv, die Behauptung, dass Fleisch überlebenswichtig sei, ist derart von überholt, dass ist eigentlich schon jenseits von jeder Argumentation.
      2 1 Melden
    • Klaus Wurst 28.10.2017 17:43
      Highlight @phonebone das sind genau die Argumente die wir als Bullshit Bingo bezeichnen, erspare uns beiden das, es ist für mich mittlerweile echt langweilig und du kannst nur verlieren. Der ganz einfache Grund warum man sich nicht mit einem Wildtier vergleichen sollte, man ist keines. Der kleine aber entscheidende Unterschied, wir haben die Wahl es nicht zu tun, ein Wildtier das noch dazu ein echter Karnivore ist hat diese nicht. Zu meinem Namen, es gibt auch Kackwürste, naja sind ja beide aus dem Darm, auch die aus Leichenteilen.
      0 1 Melden
    • Klaus Wurst 28.10.2017 17:51
      Highlight @Eine_win_ig
      Doch wir alle werden als Pflanzenfresser geboren und sind es noch immer. Versuch mal überlängere Zeit dich von rohem Fleisch zu ernähren, ein echter Omni- oder Karnnivore kann das unbeschadet, du wirst damit nicht lange gesund bleiben bzw. es überleben. Unser ganzer Organismus ist auf die Verdauung von pflanzlicher Kost ausgelegt und völlig ungeignet für rohes Fleisch. Das einzige was ich mir zuführe ist B12 und das stammt von Algen. Das B12 in deinem Fleisch wird im übrigen genauso dem Tier supplemetiert, die sind nämlich auch mangelernährt, aufgrund des Futters und der Haltung.
      0 1 Melden
    • ponebone 28.10.2017 21:33
      Highlight 1/2
      Sorry Klaus Wurst, verlieren kannst eigentlich nur du. Schlussendlich ist der Mensch das wildere Tier als alle sogennanten wilden Tiere. Und ausserdem warst du der erste der den Menschen mit einem Tier verglich, ich habe diesen Vergleich lediglich aufgenommen. Und deine moralische scheinbar überlegene Argumente welche du bemühst um dich als besseren Menschen darzustellen sind für mich der gleiche Bullshitbingo. Schlussendlich ernährst auch du dich zu einem grossen Teil von lebenden Organismen, welche genau zum Zweck der Nahrungsmittel Herstellung kultiviert werden.
      1 0 Melden
    • ponebone 28.10.2017 21:47
      Highlight 2/2
      Ähnlich wie diese Schweine in der Schweiz gar nicht existieren würden, wenn sie nicht für die Herstellung von Fleisch gebraucht würden, würde das meiste Gemüse in der Schweiz auch nicht wachsen, wenn es nicht für die Nahrungsherstellung angeplanzt würde, um dann bei der Ernte brutal hingerichtet zu werden. Bei Kohl oder Brokkoli könnte man guten Gewissens von guillotiniert sprechen. Dies ist lediglich deine Argumentation bzgl. der exekutierten Kinder konsequent zu Ende gedacht. Übrigens ist der Mensch kein Grasfresser, sondern ein Allesfresser (genau wie übrigens auch diese zwei Schweine).
      1 0 Melden
    • Klaus Wurst 29.10.2017 09:01
      Highlight Und da ist es wieder das BS-Bingo, sorry aber das führt zu garnichts. Sich frei von tierischen Produkten zu ernähren bzw. zu leben, rettet wesentlich mehr Pflanzen das Leben, als wenn ich ein x-faches davon zuerst durch einen Tierkörper schicke. Bist du Pflanzenrechtler? Und nochmal nein, der Mensch ist kein Omnivore wie du schon richtig erkannt hast, ein Schwein es ist. Ich habe es ja weiter oben schon erklärt warum. Du kannst dich von Fleisch nur schadlos ernähren, wenn du es verarbeitest. Erst das Feuer machte uns zu wannabe Omnivoren.
      0 1 Melden
    • ponebone 29.10.2017 13:49
      Highlight Wenns zu gar nichts führt dann antworte doch einfach nicht ;) Ausserdem erfüllst du auch wieder mit bravour alle Klischees des sich moralisch überlegen fühlenden Vegetarier/Veganer (v.w. Bullshitbingo). 1 ich habe zu keinem Zeitpunkt behauptet, dass du mehr Pflanzen umbringst als jemand der auch Fleisch isst, ich habe dich nur darauf hingewiesen, dass auch bei deiner Art der Ernährung Lebewesen sterben müssen. Wie übrigens für jedes andere Lebewesen (zumindest auf unserer Erde). Ich denke es spielt für ein Schwein, Gazellenbaby, oder Mäuschen keine Rolle ob es stirbt, weil derjenige welcher..
      1 0 Melden
    • ponebone 29.10.2017 13:56
      Highlight ..es tötet eine Wahl hat, weil es stirbt in beiden Fällen. Gilt übrigens auch für die von dir erwähnten Pflanzen. Ob diese jetzt direkt von dir gegessen werden oder zuerst von einem Tier spielt für diese, meinte ich, keine Rolle. Das nennt sich Natur, fressen und gefressen werden. 3 würden diese Pflanzen, wie übrigens auch die Tiere welche sie essen, gar nicht existieren, wenn sie nicht für die Lebensmittelgewinnung gebraucht würden (jetzt immer im Kontext von Nutztier/Nutzpflanze gesehen). Ich bin überhaupt kein Pflanzenrechtler, mich nervt nur dieses arrogante sich moralisch überlegen...
      1 0 Melden
    • ponebone 29.10.2017 14:09
      Highlight ...fühlen Getue, wozu es überhaupt keinen Grund gibt. Du wirst von dem Zeitpunkt an, indem du in der westlichen Zivilisation geboren wirst, automatisch mitschuldig für eine ganze Reihe von Verbrechen gegen alle Arten von Lebewesen. Du wirst früher oder später Medikamente zu dir nehmen, welche an Tiere getestet wurden, du wirst mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mal eine Beziehung mit einer Frau haben, welche Kosmetikartikel und Make up benutzt (oder z.T auch selber benutzen), welche aus problematischen Rohstoffen hergestellt wurden (seien es jetzt tierische Gelatine oder Palmöle)...
      1 0 Melden
    • ponebone 29.10.2017 14:16
      Highlight ...als auch wieder an Tieren getestet wurden. Die Pflanzenschutzmittel und Dünger von Monsanto/Syngenta etc. unterscheiden nicht zwischen Futter für Viecher oder Gemüse für Menschen. Monokulturen gibt es nicht nur für die Maisherstellung als Tierfutter. Google mal wie Bioavocado in Spanien produziert werden, von den erbärmlichen Löhnen für die afrikanischen Erntehelfer mal abgesehen (ich möchte mir gar nicht vorstellen wie es bei nicht Bio Avocados aussieht) und und und die Liste liesse sich beliebig fortsetzen. Du siehst es gibt überhaupt keinen Grund überheblich zu sein, ein bisschen...
      1 0 Melden
    • ponebone 29.10.2017 14:24
      Highlight ...mehr Demut würde uns allen gut tun. Und als letztes noch bezgl wannabe Allesfresser, ich meinte es sei wissenschaftlich erwiesen, dass Menschen Allesfresser sind. Nach deiner Logik könnte man einer Kuh beispielsweise einfach ein gebratenes Stück Fleisch geben und dann könnte sie es nicht nur essen, sondern auch noch verwerten. Drum geht es ja schlussendlich, ob ein Lebewesen die zugeführte Energie verwerten kann. Dass mit den tierischen Eiweissen im Kraftfutter ist jetzt natürlich eine andere Geschichte, aber es geht bei der Frage ob Carnivor, Omnivor oder Pflanzenfresser grundsätzlich...
      0 0 Melden
    • ponebone 29.10.2017 14:30
      Highlight ...darum, ob das jeweilige Lebewesen physiologisch in der Lage ist, die ihm zugeführte Nahrung zu verwerten, was bei einem Menschen bei Fleisch zweifelsfrei möglich ist, während eine Kuh auch ein gekochtes, gebratenes Fleisch mit ihren Zähnen gar nicht richtig kauen kann und im Verdauungstrakt nicht verdauen (und damit verwerten) kann. So das wars jetzt für mich, ich wünsch dir noch einen schönen Sonntag und vielleicht konnte ich zumindest einen kleinen Denkanstoss liefern, nichts für ungut.
      1 0 Melden
  • Schnuderbueb 28.10.2017 10:59
    Highlight Ganz ehrlich! Diese "Tierschützer" mit ihren Kerzen sind ein Produkt unserer Dekadenten, im Überfluss lebenden Wohlstands und Wegwerfgesellschaft. Aber warten wir es ab. Es kommen wieder andere Zeiten, wo man anderes zu Tun hat, nämlich Tiere und nicht Zeit tot zu schlagen. Wenn es dann überhaupt noch Tiere für jedermann Frau gibt.
    31 29 Melden
    • Klaus Wurst 28.10.2017 11:30
      Highlight Und jetzt überleg mal warum diese "anderen" Zeiten kommen werden und wo der direkte Zusammenhang mit Fleischkonsum und Intensivtoerhaltung ist. Na machts klick? Nein? Dann hast du wohl einiges nicht verstanden.
      16 28 Melden
    • Tikvaw 28.10.2017 15:29
      Highlight Dekadent ist es, jeden Tag, 1-3 mal ein Stück Fleisch zu essen und für die Produktion dieses Fleisches riesige Anbauflächen für Tierfutter zu verbrauchen.
      Da sind die Probleme bezüglich Antibiotika und Wachstumsförderer in der industriellen Produktion gar noch nicht mitberechnet.

      Und nein "früüüher" hat man nicht annähernd jeden Tag Fleisch gegessen und in "schlechten Zeiten" schon gar nicht.
      6 2 Melden
    • Schnuderbueb 29.10.2017 08:12
      Highlight Richtig Tikvaw! Man hat tatsächlich nicht jeden Tag Fleisch gegessen. Teilweise nicht mal jede Woche. Aber jeden Herbst hat man zumal bei mir im Dorf, 1 bis 2 Säue gemetzget und dies praktisch auf jedem Hof.
      3 0 Melden
  • seventhinkingsteps 28.10.2017 10:36
    Highlight Sie hätten die Schweine mit CO2 elendlich betäuben sollen, wäre realistischer
    12 36 Melden
    • Klaus Wurst 28.10.2017 11:20
      Highlight Das ist richtig, aber das geschieht nur in grossen Schlachthöfen, in kleineren Schlachtereien wird meist mit der Stromzange betäubt, auch nicht schön anzusehen, deshalb hat man sich wohl für die bei Schweinen eher unübliche Bolzenschussmethode entschieden, was meines Erachtens schon wieder heuchlerisch ist.
      21 11 Melden
    • seventhinkingsteps 29.10.2017 23:38
      Highlight Stromzange ist auch extrem umstritten, weil Spannungen benutzt werden, die für das Tier tödlich sein sollen wenn die Zange direkt am Schädel platziert wird aber für den Menschen im Falle eines Missgeschicks halt lieber nicht. Was verständlicherweise Schwierigkeiten bereitet bei relativ grossen Tieren. Ausserdem wird die Stromzange gar nicht von einem Angestellten angebracht, sondern automatisch, was teilweise nicht sehr genau ist.
      0 0 Melden
  • Wisegoat 28.10.2017 10:33
    Highlight Erklärt das mal einem ausserhalb der westlichen Welt. „Es huere Theater“ 🙈

    55 9 Melden
    • Klaus Wurst 28.10.2017 11:21
      Highlight Wir sind nunmal aber in der 1. Welt und hier ist es völlig unnötig ein Tier zu töten um zu überleben.
      19 45 Melden
    • Wisegoat 28.10.2017 11:50
      Highlight Wie du meinst. Zum Glück ist es dir freigestellt wie du dich ernähren willst. Mir eigentlich herzlich egal.
      17 6 Melden
    • Klaus Wurst 28.10.2017 13:30
      Highlight Wer den Weg der Gewalt für seine Ernährung wählt, muss sich nicht wundern auf Wiederstand zu stossen. Auch dir ist es noch freigestellt, warum ist dir egal wenn Jemand für deine Ernährung unnötigerweise sterben muss?
      6 9 Melden
    • Wisegoat 28.10.2017 14:00
      Highlight Wieso unnötigerweise?
      7 4 Melden
    • Klaus Wurst 28.10.2017 14:50
      Highlight Weil man sich problemlos gesund und geschmackvoll pflanzlich ernähren kann, ohne die Nahrung erst durch einen fremden Organismus zu schicken, wobei viel Energie verloren geht. Diese Ernährungsform liegt in den letzten Zügen und gehört der Vergangenheit an.
      1 1 Melden
    • Musk95 28.10.2017 15:00
      Highlight @wisegoa
      weil du dich auch ohne grosse probleme fleischlos ernähren könntest. das wäre für dich und die umwelt gesünder.
      es steht dir natürlich frei, weiterhin fleisch zu konsumieren ;)
      1 0 Melden
  • .Fabian. 28.10.2017 10:14
    Highlight Wer Fleisch essen will, soll sich auch ganz darüber im klaren sein, dass dafür Tiere getötet werden müssen. Dafür sind solche Metzgeten nicht mal so verkehrt. Vielleicht isst man dann auch bewusster Fleisch und wirft es weniger weg.
    141 4 Melden
  • hausi78 28.10.2017 10:13
    Highlight Wenn im Gasthaus schräg Visavis wo ich aufgewachsen bin geschlachtet wurde, waren meine Freunde und ich immer dort und schauten zu. Vom Alter her waren wir so Kindergarten und Primarstufe. Dort haben wir mehr über Anatomie gelernt als in der Schule!
    44 4 Melden
    • Madison Pierce 28.10.2017 10:45
      Highlight Meine Mutter hat sich jeweils etwas geärgert, wenn wir schon wieder mit einem Kuhhorn nach Hause kamen. Musste sie jeweils in Javelwasser einlegen, damit man den Knorpel entfernen und es als Trinkbecher verwenden konnte. :)

      (Ein halbes Jahr neben einen Ameisenhaufen legen ginge auch, aber für das fehlt einem Primarschüler die Geduld.)
      29 3 Melden
  • kettcar #mo4weindoch 28.10.2017 09:30
    Highlight Eigentlich wär es ja ehrlicher wenn man auch das töten offen zeigen würde. Noch ehrlicher wenn man die ganze Gesellschaft in einen Mast- und Schlachtbetrieb führen würde. Da das ganze in Sissach statt findet müsste es wohl allerdings ein Mast- und Schlachtbetrieb von Aldi Deutschland sein, der 600g Schweinesteaks für 1.99€ produziert.
    44 4 Melden
    • Klaus Wurst 28.10.2017 13:52
      Highlight Bis zu dem Punkt wo du auf Aldi Deutschland verweist gebe ich dir recht, denn es läuft in der Schweiz im wesentlichen nicht anders (www.schweinereport.ch), meist ist nur der Preis der Unterschied. Übrigens, auch der Metzger um die Ecke kauft beim Schlachthof, kaum einer betreibt eine Schlachtung im Stil dieser Metzgete und schon garnicht wenn kein Publikum dabei ist.
      4 3 Melden
    • Klaus Wurst 28.10.2017 14:51
      Highlight sorry es muss heissen: http://schweine-report.ch/front/
      0 0 Melden
  • Matrixx 28.10.2017 09:28
    Highlight Ich glaube, tierunwürdig ist "der kleine Hausmetzger" nicht.
    Anders sähe es wohl in industriellen Grossschlachthöfen aus, wo die Tiere zu tausende geschlachtet werden und wo man wohl weniger wert auf das Tier, als viel mehr auf den letztendlichen Gewinn legt.
    39 5 Melden
    • Klaus Wurst 28.10.2017 14:02
      Highlight Wo ist denn überhaupt die Würde, wenn jemand gegen seinen Willen getötet wird. Der Metzger der selber schlachtet ist auch nicht an der Würde des Wesens interessiert, sondern am Gewinn und ein Tier in Todesangst schüttet nunmal massig Adrenalin aus, das schmeckt dann nicht mehr so gut. Da wir für uns menschliche Tiere eine andere Würde in Anspruch nehmen als wir sie Tiere zusprechen, ist diese Diskussion eine sinnlos.
      5 6 Melden
  • meliert 28.10.2017 09:27
    Highlight die Tierschützer würden sich besser vor den (Massen)-Schlachthöfen aufstellen zum protestieren. Es werden halt nun einmal in (fast) allen Kulturen Tiere geschlachtet. Ob man Fleisch isst kann jeder Erwachsene selber entscheiden.
    39 5 Melden
    • Klaus Wurst 28.10.2017 11:27
      Highlight Die Tierschützer, welche in wirklichkeit Tierrechtler sind, stehen auch vor den Schlachthöfen, dort erreicht man aber keine Verbraucher. Noch mag es als die eigenen Entscheidung gelten, doch schon heute hat die Massentierhaltung einen entscheidenden negativen Einfluss auf unsere Zukunft. Aus der Sicht des getöteten ist es allemal nicht legitim, dass man fremdbestimmt wird, ob man leben darf oder nicht. Wer gerne als Mastschwein oder sonstiges Nutztier zu Welt gekommen sein möchte hebe die Hand.
      7 24 Melden
  • Hardy18 28.10.2017 09:26
    Highlight Ein lächerliches Bild von dem riesigen Aufgebot der Tierschützer.🤦🏼‍♂️
    Hauptsache Luke ist wohl auf und ihm geht’s gut. Willkommen in unserer Welt 😂
    25 12 Melden
    • Klaus Wurst 28.10.2017 12:26
      Highlight Dann erklär mal was daran lächerlich sein soll, wenn man sich für das Leben anderer einsetzt? Und nochmal, es waren keine Tierschützer.
      5 16 Melden
    • Hardy18 28.10.2017 13:46
      Highlight Es liegt in der Natur, dass wir Pflanzen und Fleisch essen und eine lebendige Sau auf dem Teller ist einfach zu nervös beim verzehren 😁
      Zum Thema Tierschützer, siehe Bild.
      4 4 Melden
    • Klaus Wurst 28.10.2017 15:00
      Highlight Machst du dich auch darüber lustig wenn ein Familienangehöriger stirbt oder getötet wird? Nein?
      Warum tust du es dann bei jemand anderen? Tiere haben eine Persönlichkeit wie du und ich, sie haben Familien, Freunde und auch welche die sie nicht mögen. Warum tun wir ihnen das an, wenn wir darauf verzichten können?
      Und was erheitert dich am Bild der Tierrechtler von heute Morgen?
      0 0 Melden
  • Mia_san_mia 28.10.2017 09:01
    Highlight Wo ist das Problem? So läuft das halt 😲
    111 25 Melden
    • Ollowain 28.10.2017 10:17
      Highlight Hmm, wo ist es wohl, das Problem?
      20 39 Melden
    • PumpinPie 28.10.2017 10:40
      Highlight Ja, aber @Ollowain....wer Fleisch essen will, der soll doch auch wissen, woher es kommt und wie damit umgegangen wird, bevor es auf den Tisch kommt, oder etwa nicht...?
      25 2 Melden
  • Gilbert Schiess 28.10.2017 08:58
    Highlight ich mag mich noch gut unsere "Metzgete" erinneren, wir hatten einmal ein Schwein und das nächste Jahr ausversehen 2 Schweine. Das war jedesmal ein grosses Fest mit Freunden und der Nachbarschaft. Alle haben mitgeholfen.
    37 8 Melden
  • Der Tom 28.10.2017 08:48
    Highlight Während des Schlachtens herrscht aus Rücksicht auf die Tierwürde ein striktes Film- und Fotoverbot. Diesen Satz muss man sich mal überlegen.
    88 41 Melden
    • Raphael Stein 28.10.2017 09:25
      Highlight Diesen Satz muss man sich mal überlegen.

      Und zu was für Ueberlegungen bist du gekommen?
      23 5 Melden
    • öpfeli 28.10.2017 09:43
      Highlight Das Schlachthaus und der Schlachttransport greift da, in meinen Augen, mehr in die Würde ein.
      18 3 Melden
    • SemperFi 28.10.2017 09:56
      Highlight @Der Tom: Ja, und was ist denn nun das Resultat Ihrer Überlegungen?
      16 6 Melden
    • lilas 28.10.2017 10:59
      Highlight Ginge es wirklich um Würde im Bewusstsein um die Bedeutung des Wortes, dann dürfte gar nicht geschlachtet werden. Schuhe dürften nicht aus Leder sein und die meisten Pflege-
      und Reinigungsprodukte, Tiernahrung und vieles mehr gäbe es nicht.
      Nein, ich bin keine Veganerin. Es geht mir nur um die Doppelmoral die praktiziert wird.
      14 5 Melden
    • bcZcity 28.10.2017 13:22
      Highlight Paradox, wie bei vielen US Filmen, wo das Blut spritzen darf aber nicht mal Nippel zu sehen sein dürfen.
      7 2 Melden
    • Klaus Wurst 28.10.2017 13:35
      Highlight @lilas das ist völlig richtig, deshalb kann ein Mensch der Tierrechtler/in ist auch nur vegan leben.
      1 4 Melden

Die Empörung über öffentliches Schlachten zeigt: Wir sind feige Säue

Die Kontroverse um eine geplante Metzgete in Sissach BL treibt immer seltsamere Blüten. Dass hinter den Mauern der Schlachthöfe im Akkord geschlachtet wird, scheint dabei zweitrangig zu sein.

Man könnte den Eindruck gewinnen, im Norden der Schweiz bahne sich etwas Ungeheuerliches an. In den sozialen Medien tobt ein Shitstorm. Eine Bewohnerin ruft die Justiz an, um das Geplante in letzter Sekunde zu verhindern. Und ein Pfarrer will sich selbst auspeitschen, um gegen die «entwürdigende Veranstaltung» zu protestieren. Anlass ist nicht etwa ein satanistisches Kultritual. Nein: In der Baselbieter Gemeinde Sissach sollen am Samstag zwei Schweine geschlachtet werden.

Ihnen blüht damit …

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