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ARCHIVBILD ANLAESSLICH DER KLAGE DER BUNDESANWALTSCHAFT GEGEN EINEN FAN DES FC LUZERN WEGEN PYRO-GEBRAUCHS, AM FREITAG, 31. MAERZ 2017 - Bei Beginn des Spiels gab es eine Spielverzoegerung wegen den St Galler Fans beim Fussball Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Luzern und FC St. Gallen vom Sonntag, 21. Februar 2016, in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Pyros beim Spiel Luzern – St.Gallen am 21. Februar 2016. Bild: KEYSTONE

Pyro-Werfer aus der Ostschweiz muss in den Knast – Verteidigerin prüft Weiterzug



Die Verteidigerin des zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 36 Monaten verurteilten Fan des FC St. Gallen wird das Urteil des Bundesstrafgerichts höchst wahrscheinlich ans Bundesgericht weiterziehen. Der Bundesanwalt hingegen zeigte sich zufrieden mit dem verhängten Strafmass.

In einer ersten Stellungnahme hielt Verteidigerin Manuela Schiller fest, dass die Urteilsbegründung zu den beiden Hauptpunkten ausgesprochen emotional und weniger juristisch ausgefallen sei. Es hänge nun von der Begründung ab, ob sie das Urteil oder Teile davon an die nächste und letzte Instanz – das Bundesgericht – weiterziehen werde.

Aufgrund der mündlichen Urteilsbegründung bleibt gemäss Schiller unklar, warum es für den Besitz des beim 24-Jährigen gefundenen Sprengkörper eine Bewilligung braucht. Im Gesetz sei dies nicht nicht explizit festgehalten, sagte sie.

Positiv wertet Schiller, dass die beiden ersten geworfenen Pyro-Gegenstände, sogenannte Rauchtöpfe, nicht unter Sprengstoffe fallen, wie es der Straftatbestand der Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht vorsehe.

«Ansonsten würde bald alles darunter fallen. Das heisst aber nicht, dass ich das Werfen von Rauchtöpfen an Fussballspielen befürworte», sagte Schiller.

Der Bundesanwalt dagegen zeigte sich soweit zufrieden mit dem Urteil. Man habe insgesamt fast die beantragten vier Jahre Freiheitsstrafe erreicht. Ob das Urteil aufgrund einzelner Punkte weitergezogen werde, konnte er am Mittwoch noch nicht sagen. (sda)

Zeitraffer Schlange OA St.Gallen

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46
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46Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • sven_meye 09.08.2017 14:18
    Highlight Highlight Richtig so! Ich bin nicht generell gegen pyrotechnisches Material, aber wenn, dann nur in beschränkten Zonen wo klar darauf hingewiesen wird. Petardenwerfer o.ä. Gesindel sind Verbrecher. Wer derartige Gegenstände in den gegnerischen Fanblock oder aufs Feld wirft, nimmt böswillig Verletzungen schlimmster Art in Kauf und sollte auch dementsprechend Verurteilt werden. Da hört der Spass auf, nur weil glücklicherweise selten etwas passiert, ist es nicht ungefährlich.
    • RacKu 09.08.2017 14:35
      Highlight Highlight Es werden mehr menschen an der Olma, Streetparade oder der Fasnacht verletzt. Was nun?
    • peeti 09.08.2017 15:12
      Highlight Highlight @racku: Durch pyrotechnisches Material?
    • sven_meye 09.08.2017 15:15
      Highlight Highlight Und? Was hat das mit Verletzungen zu tun? Bei solchen Fällen wird immer direkt ermittelt. Was in den Fansektoren auch häufiger passieren sollte. Viele können in der Anonymität des Blocks verstecken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kilian Schreiber 09.08.2017 14:11
    Highlight Highlight In der Stadt Zürich gibt es Fans, die immer wieder solche Aktionen liefern und nie eingebuchtet werden. Die politischen Verantwortlichen sitzen aber in der selben politischen Partei wie diese Fans. Ein Schelm wer da Böses denkt.
    • Chrigi-B 09.08.2017 15:34
      Highlight Highlight Kilian, verbreite keine Lügen. Dein Unwissen ist klassischer SVP Stammtischbisi...
    • Kilian Schreiber 09.08.2017 16:12
      Highlight Highlight Chrigi-B, wo genau lüge ich? Hast du vielleicht Angst, dass sich die Leute objektiv damit befassen, statt sich emotional von Herzen und Blitzen leiten zu lassen.
    • Chrigi-B 09.08.2017 16:29
      Highlight Highlight Weil es zum Beispiel in der Südkurve vom Linken bis zum Rechten alles hat? Wie sollen die also in der selben Partei sitzen? 🤔 Also brünzelst du was raus, alles selbstverständlich ohne Hand und Fuss - leider.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Walter Sobchak 09.08.2017 13:52
    Highlight Highlight Als erstes möchte ich klarstellen, dass ich das werfen von Pyrotechnischem Material und Böller per se aufs schärfste verurteile. Ich bin klar dafür dass solche deppen bestraft werden.

    Mich irritiert es jedoch, dass es für die Allgemeinheit anscheinend in Ordnung ist, wenn zur härteren Verurteilung falsche Fakten geschaffen werden. Es ist nicht möglich, dass der Gehörverlust aufgrund dieses Knalls zustande kam. Es waren mehrere Personen näher am Geschehen. Diese hätten zumindest auch beeinträchtigt werden müssen. War aber nicht der Fall... Aber ja, als Fussballfan hast du keine Lobby...
    • sven_meye 09.08.2017 14:14
      Highlight Highlight Nur weil Personen näher dran sind, muss das nicht zwangsweise heissen, dass es sie schlimmer trifft. Da spielen noch mehr Faktoren mit rein.
    • Licorne 09.08.2017 14:19
      Highlight Highlight Mir war gar nicht klar, dass unser aller Gehör genormt ist. Alle vertragen genau gleich viel Lärm und es kommt nur auf die Distanz an.. nicht auch auf den Winkel?

      Ich bin froh, muss er hinter Gitter. Nun kann er 18 Monate über seine bescheurte Tat nachdenken. Pyros aufs Feld schmeissen - damit gefährdet man generell andere Personen und da hört der Spass auf. Das hat nichts mit Lobby zu tun..
    • Walter Sobchak 09.08.2017 14:24
      Highlight Highlight Das ist korrekt. Ich habe auch nichst von schlimmer treffen geschrieben. Wenn aber bei einer Person, die 20m weg steht, solch schwere Verletzungen entstehen, dann werden die Personen die näher stehen zu 100% auch nicht unbeschadet da rausgehen.

      Es ist nun mal leider so, dass die Staatsanwaltschaften es mit den Fakten nicht ganz so genau nehmen wenn es um Fussballfans geht!

      Ich gebe dir gerne noch etwas Lektüre zu diesem Thema:
      https://www.woz.ch/-79ef
    Weitere Antworten anzeigen
  • sherpa 09.08.2017 13:46
    Highlight Highlight Das ist gut so, kein Erbarmen mit solchen Typen, nur, eine längere Haftstrafe hätte er und alle, welche diesbezüglich noch kommen werden mehr als verdient.
    • RacKu 09.08.2017 14:38
      Highlight Highlight Arbeitslager?
  • MaxHeiri 09.08.2017 13:23
    Highlight Highlight Raser und Hooligans (genauer ein Ultra) packt man bei uns leider völlig übertrieben an. Wie wäre es wenn die Richter ihre harte Schale auch bei den Prügel-Carlos und Salafisten anwenden würde?
    • Asmodeus 09.08.2017 13:31
      Highlight Highlight Der Kerl hat einem anderen für sein Leben lang die Ohren kaputt gemacht und Du heulst rum, weil er dafür bestraft wird?!
    • Fabio74 09.08.2017 13:31
      Highlight Highlight Schön immer mit dem Finger auf andere zeigen. Weil die ja noch böser sind... hat etwas von Kindergarten..
    • Chrigi-B 09.08.2017 13:50
      Highlight Highlight Neee, das geht nicht, da würden unseren Profi Streichler (Sozis & Psychologen) ja die Arbeit ausgehen 😑🤔.
  • Chrigi-B 09.08.2017 13:22
    Highlight Highlight Grundsätzlich positiv. Störend? Ein Pyrotrottel wird härter bestraft, als ein Pädophiler, Vergewaltiger oder ein Gewalttäter....
    • Asmodeus 09.08.2017 13:31
      Highlight Highlight Ein Pyrotrottel/schwerer Körperverletzer.

      Ergo er ist Pyrotrottel UND Gewalttäter
    • gege 09.08.2017 14:11
      Highlight Highlight Er wurde wegen schwerer Körperverletzung verurteilt, also ist er ein Gewalttäter.Ein Pädophiler ist übrigens auch kein Verbrecher, solange er seine Veranlagung im Griff hat und sich nicht an Kindern vergeht.
  • tomdance 09.08.2017 13:20
    Highlight Highlight Hoffentlich merken nun auch die letzten Pyrodeppen, dass Dummheit auch Konsequenzen haben kann. Und dann hört das Theater endlich auf. Und wenn nicht, dann hoffe ich auf weitere Prozesse und harte Strafen. Es kann nicht sein, dass wir nicht mehr an Fussballspiele gehen, nur weil einige Möchtegern-Fans durchdrehen.
    • baBIELon 09.08.2017 13:43
      Highlight Highlight Naja wenn du nicht mehr an die Spiele gehst wegen den paar Vorfällen pro Jahr, dann darfst du auch nicht mehr auf die Strasse! Oder Wandern gehen ist auch gefährlich! Oh verdammt ich habe vergessen das Leben ist Tödlich🙄
  • baBIELon 09.08.2017 13:12
    Highlight Highlight Natürlich gehören solche Gegenstände nicht in ein Stadion und auf keinen Fall werden sie geworfen! Aber wie war das vor ein paar Wochen hier? Ein Paar, welches seine Tochter Jahrelang missbrauchte kassierte 24 Monate (falls ich mich irre bitte korrigieren) auf Bewährung?
    Und der Hörschaden ist für mich auch suspekt.. Ich kenne mich ein bisschen aus mit solchen Knallkörpern. Er warf ihn aufs Feld und es gibt genau eine Person die einen Schaden davon trägt? Kann ich nicht glauben. Wenns wirklich so ein krasser Böller war dann hätten noch andere Schaden davon getragen!
    • Asmodeus 09.08.2017 13:32
      Highlight Highlight Soso Du kennst Dich aus.

      Stell Dich das nächste Mal 20 Meter direkt und ungeschützt neben so ein Teil.
    • baBIELon 09.08.2017 15:03
      Highlight Highlight Beruhigt euch mal! Neben mir sind schon einige solche Dinger in die Luft und das unter 20Meter Abstand und oh wunder ich ab keine Schäden davon getragen!
  • djangobits 09.08.2017 12:25
    Highlight Highlight Hart, aber richtig...
  • Calvin Whatison 09.08.2017 11:52
    Highlight Highlight Richtig so.👍🏻
  • phreko 09.08.2017 11:50
    Highlight Highlight Hat er nun Knallkörper oder Pyrofackeln aufs Spielfeld geworfen?
    • Judge Dredd 09.08.2017 19:19
      Highlight Highlight https://de.m.wikipedia.org/wiki/Pyrotechnik

      Wieso denken alle immer Pyrotechnik sei nur Feuer?
    • phreko 09.08.2017 21:23
      Highlight Highlight Darum die Frage ob Fackel oder Knallkörper, weil ich diese beiden nicht in denselben Topf werfe. Beim Ohrenschaden war es ja offensichtlich, aber der Rest?

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