Schweiz
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Pendeln damals und heute: «Er liebt seine Familie, obwohl er sie nur am Abend zu sehen bekommt»



Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat am Dienstag die neusten Zahlen zum Pendeln veröffentlicht. Und wieder sind sie gestiegen. Mittlerweile pendeln 3,9 Millionen Schweizer täglich zur Arbeit. Die Zahl der Bahnpendler hat sich von 1990 bis 2014 verdoppelt. Sie stieg von 327'000 auf 636'000 Personen.

Die Schweizer pendeln seit Langem. Die Fahrt mit Auto, Zug, Bus, Tram, Töff oder Velo hat sich über die Jahrzehnte verändert. 

Ein Film des Schweizer Fernsehens aus dem Jahre 1971 zeigt dies wunderschön. Darin wird Herold Künzler porträtiert, der in Dietikon wohnt und nach Zürich pendelt. Er gehört gemäss dem Film zu den Pendlern, den «unbekannten Wesen». 

«Er liebt seine Familie, obwohl er sie nur am Abend und an den Wochenenden zu sehen bekommt.»

Beschreibung des Pendlers Künzler im SRF-Porträt

Das achtminütige Porträt beginnt mit der Beschreibung von Künzler. Dieser gehöre zu den Menschen, «die alle Tage von der Schlafstätte in die Grossstadt» fahren. Die Distanz beträgt zwölf Kilometer. 

Künzler liebe seine Familie, obwohl er sie nur am Abend und an den Wochenenden zu sehen bekomme, führt der Reporter seine Hauptfigur ein. Künzler selber sagt: «Ich habe keine Beziehung zu Dietikon, ich schlafe nur dort.» 

srf

Als alles ein bisschen gemütlicher war

Das Kamerateam begleitet nicht nur Künzlers Alltag im Büro, es zeigt auch den seiner Frau Esther. Ihr Tag beginnt mit einem Frühstück mit ihrem Mann, danach lese sie den «Tagi», worauf schon bald Zeit zum kochen sei.  

Der Film macht wieder einmal bewusst, wie viel schneller die Welt geworden ist, wie viel gestresster die Leute sind.

Falls du noch länger in der Vergangenheit schwelgen willst, klick dich durch die Diashow oben. 

Alle älteren Bilder in der Diashow stammen aus dem Archiv der ETH Bibliothek Zürich

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    Alle Leser-Kommentare
  • zettie94 22.06.2016 20:53
    Highlight Highlight Die Billette werden übrigens heute immer noch gelöchelt. Kein Grund, das in der Vergangenheitsform zu schreiben.
  • HansPeterMeier----Patriot. 22.06.2016 13:25
    Highlight Highlight Früher machte das Pendeln noch spass.

    Die Jugendlichen und Jüngeren Menschen standen auf wenn jemand älteres kam und erhörten dann während der ganzem Fahrt die Lebensgeschichte dieser Leute ach wie gern ich das gemacht habe.Aber heutzutage weigert soch die Jüngere Generation(18-29) regelrecht mit den Älteren im Zug zu reden.Ich musste neulich ein paar Jugendlichen die Kopfhörer rausreissen damit sie die alten Geschichten erhören können.Wurde am ende nur Blöd angemacht und sie standen auf zu meiner Zeit währe das Undenbar gewesen da währen wir gleich die mit dem Stock geschlagen worden.
    • Maon 22.06.2016 13:44
      Highlight Highlight Ach ich liebe trolls 😀
    • GioKär 23.06.2016 17:36
      Highlight Highlight Bitte nicht füttern
  • dracului 22.06.2016 11:50
    Highlight Highlight Das BFS kann leider keine Daten zur Motivation des Pendelns liefern: Wollen das die Leute (z.B. wegen besser empfundener Umgebung, günstiger) oder wird man eher zum Pendeln genötigt (z.B. gewisse Jobangebote nur in Städten, rückständige Führung)? Mich würde auch interessieren, ob sich Herr und Frau Schweizer mit der Situation wohlfühlen oder ob das Pendeln eher als lästig empfunden wird? Und die wichtigste Frage: Wo wollen wir eigentlich hin in Zukunft?
  • Madison Pierce 22.06.2016 11:20
    Highlight Highlight Wir pendeln, weil wir gerne auf dem Land wohnen, aber die Arbeitsplätze in den Städten konzentriert sind.

    Ich verstehe diese Entwicklung nicht. Immer mehr Arbeitsplätze könnten überall sein, aber trotzdem wollen die Firmen alles in der Stadt haben. Ein Bankschalter muss repräsentativ an einer guten Lage in Zürich sein, aber doch nicht das Backoffice... Auf dem Land wäre die Zufahrt einfacher, die Preise günstiger etc. Als Handwerker kann man im Nachbardorf arbeiten, aber die Büroleute müssen nach Zürich. Home Office wird auch viel zu wenig angeboten, dabei hätte es so viele Vorteile.

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