Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Pendeln damals und heute: «Er liebt seine Familie, obwohl er sie nur am Abend zu sehen bekommt»

22.06.16, 11:03 22.06.16, 16:35


Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat am Dienstag die neusten Zahlen zum Pendeln veröffentlicht. Und wieder sind sie gestiegen. Mittlerweile pendeln 3,9 Millionen Schweizer täglich zur Arbeit. Die Zahl der Bahnpendler hat sich von 1990 bis 2014 verdoppelt. Sie stieg von 327'000 auf 636'000 Personen.

Die Schweizer pendeln seit Langem. Die Fahrt mit Auto, Zug, Bus, Tram, Töff oder Velo hat sich über die Jahrzehnte verändert. 

Ein Film des Schweizer Fernsehens aus dem Jahre 1971 zeigt dies wunderschön. Darin wird Herold Künzler porträtiert, der in Dietikon wohnt und nach Zürich pendelt. Er gehört gemäss dem Film zu den Pendlern, den «unbekannten Wesen». 

«Er liebt seine Familie, obwohl er sie nur am Abend und an den Wochenenden zu sehen bekommt.»

Beschreibung des Pendlers Künzler im SRF-Porträt

Das achtminütige Porträt beginnt mit der Beschreibung von Künzler. Dieser gehöre zu den Menschen, «die alle Tage von der Schlafstätte in die Grossstadt» fahren. Die Distanz beträgt zwölf Kilometer. 

Künzler liebe seine Familie, obwohl er sie nur am Abend und an den Wochenenden zu sehen bekomme, führt der Reporter seine Hauptfigur ein. Künzler selber sagt: «Ich habe keine Beziehung zu Dietikon, ich schlafe nur dort.» 

srf

Als alles ein bisschen gemütlicher war

Das Kamerateam begleitet nicht nur Künzlers Alltag im Büro, es zeigt auch den seiner Frau Esther. Ihr Tag beginnt mit einem Frühstück mit ihrem Mann, danach lese sie den «Tagi», worauf schon bald Zeit zum kochen sei.  

Der Film macht wieder einmal bewusst, wie viel schneller die Welt geworden ist, wie viel gestresster die Leute sind.

Falls du noch länger in der Vergangenheit schwelgen willst, klick dich durch die Diashow oben. 

Alle älteren Bilder in der Diashow stammen aus dem Archiv der ETH Bibliothek Zürich

Das könnte dich auch interessieren:

Wir haben kürzlich dieses BMW-Plakat gesehen – und hatten da ein paar Fragen

Das essen wir alles in einem Jahr

Mehr als nur Sex zwischen Bäumen: Wie dieser Wald im Aargau zum «Schwulewäldli» wurde

Sex, Lügen und Politik: Der Fall Kavanaugh erinnert an die Hetze gegen Anita Hill

Trump Jr. postet dieses Fake-Bild – und wird vom Moderator komplett demontiert

Instagram vs. Realität – wie es hinter den perfekten Fotos wirklich aussieht

Genital-Check bei jungen Flüchtlingen: Jetzt intervenieren Fachleute und Politik

iOS 12 ist hier – das sind 13 nützliche Tipps für iPhone-User

«NACHBARN AUFGEPASST» – Wie eine Touristin in Deutschland zur Einbrecherin erklärt wurde

Diese 19 Comics zeigen, wie sich Depressionen und Angst anfühlen

Autistin flüchtet aus Angst vor SBB-Ticket-Kontrolle – und wird hammerhart bestraft

Das passiert, wenn Manchester-Fans beim FC Basel nach Champions-League-Tickets fragen 😂

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

9
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zettie94 22.06.2016 20:53
    Highlight Die Billette werden übrigens heute immer noch gelöchelt. Kein Grund, das in der Vergangenheitsform zu schreiben.
    3 0 Melden
  • HansPeterMeier----Patriot. 22.06.2016 13:25
    Highlight Früher machte das Pendeln noch spass.

    Die Jugendlichen und Jüngeren Menschen standen auf wenn jemand älteres kam und erhörten dann während der ganzem Fahrt die Lebensgeschichte dieser Leute ach wie gern ich das gemacht habe.Aber heutzutage weigert soch die Jüngere Generation(18-29) regelrecht mit den Älteren im Zug zu reden.Ich musste neulich ein paar Jugendlichen die Kopfhörer rausreissen damit sie die alten Geschichten erhören können.Wurde am ende nur Blöd angemacht und sie standen auf zu meiner Zeit währe das Undenbar gewesen da währen wir gleich die mit dem Stock geschlagen worden.
    11 26 Melden
    • Maon 22.06.2016 13:44
      Highlight Ach ich liebe trolls 😀
      40 1 Melden
    • GioKär 23.06.2016 17:36
      Highlight Bitte nicht füttern
      1 0 Melden
  • dracului 22.06.2016 11:50
    Highlight Das BFS kann leider keine Daten zur Motivation des Pendelns liefern: Wollen das die Leute (z.B. wegen besser empfundener Umgebung, günstiger) oder wird man eher zum Pendeln genötigt (z.B. gewisse Jobangebote nur in Städten, rückständige Führung)? Mich würde auch interessieren, ob sich Herr und Frau Schweizer mit der Situation wohlfühlen oder ob das Pendeln eher als lästig empfunden wird? Und die wichtigste Frage: Wo wollen wir eigentlich hin in Zukunft?
    40 0 Melden
  • Madison Pierce 22.06.2016 11:20
    Highlight Wir pendeln, weil wir gerne auf dem Land wohnen, aber die Arbeitsplätze in den Städten konzentriert sind.

    Ich verstehe diese Entwicklung nicht. Immer mehr Arbeitsplätze könnten überall sein, aber trotzdem wollen die Firmen alles in der Stadt haben. Ein Bankschalter muss repräsentativ an einer guten Lage in Zürich sein, aber doch nicht das Backoffice... Auf dem Land wäre die Zufahrt einfacher, die Preise günstiger etc. Als Handwerker kann man im Nachbardorf arbeiten, aber die Büroleute müssen nach Zürich. Home Office wird auch viel zu wenig angeboten, dabei hätte es so viele Vorteile.
    50 3 Melden
    • Nosgar 22.06.2016 12:15
      Highlight Ist so. Mein Chef hält Home Office für des Teufels. Von wegen Teamgefüge etc. Dabei könnte ich zuhause deutlich konzentrierter Arbeiten.
      29 6 Melden

Wird der Vaterschaftsurlaub wieder abgelehnt?

Das Parlament tut sich schwer damit, den Männern auch nur das Minimum an Vaterschaftsurlaub zuzugestehen.

Der Vaterschaftsurlaub hat im Parlament einen schweren Stand. Zwei Dutzend Vorstösse dazu wurden abgelehnt, mal knapp, mal sehr deutlich. Mit der Initiative für einen vierwöchigen Vaterschaftsurlaub gelang es den Initianten, Druck aufzubauen. Zwar sieht der Bundesrat nach wie vor keinen Handlungsbedarf. Frisch gebackene Väter dürfen demnach weiterhin nur einen freien Tag beziehen. Zuletzt hat jedoch der Ständerat erklärt, dass Vätern wenigstens zwei Wochen Vaterschaftsurlaub zustehen …

Artikel lesen