Schweiz

Das Seco will die Stellenmeldepflicht erst Mitte 2018 einführen - und den Schwellenwert bei der Arbeitslosigkeit von 5 auf 8 Prozent heraufsetzen. Bild: AP

Inländer-Vorrang wird jetzt «super light» – Diese Berufe sind besonders betroffen

Der Bund will die Stellenmeldepflicht nur für Berufe mit mindestens 8 Prozent Arbeitslosigkeit. Die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative soll nochmals aufgeweicht werden. Besonders für Detailhandelsangestellte gibt es Änderungen. 

22.11.17, 06:21

Patrik Müller / Nordwestschweiz

Viel ist nach der Parlamentsdebatte zur Umsetzung der 2014 angenommenen Masseneinwanderungsinitiative nicht übrig geblieben. Das räumen Politiker aller Parteien freimütig ein. Am Ende kam eine sogenannte Stellenmeldepflicht heraus, auch “Inländervorrang light” genannt: Demnach müssen Firmen ihre offenen Stellen den regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) melden, mit dem Ziel, dass Inländer bessere Chancen haben, einen Job zu bekommen. Bisher hiess es, diese Stellenmeldepflicht werde am 1. Januar 2018 einführt und sie gelte für Berufe, für die eine Arbeitslosenquote von 5 oder mehr Prozent gemessen wird.

Doch nun will das zuständige Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) die Stellenmeldepflicht erst Mitte 2018 einführen - und den Schwellenwert bei der Arbeitslosigkeit von 5 auf 8 Prozent heraufsetzen. Dies berichtet die «NZZ». Was hiesse die Erhöhung des Schwellenwerts? Ein Blick in die neusten verfügbaren Arbeitslosenzahlen, die nach Berufsgruppen aufgeschlüsselt sind, zeigen: Für Verkäuferinnen und sonstige Detailhandelsangestellte würde die Stellenmeldepflicht nicht mehr gelten. Ihre Arbeitslosenquote liegt über 5, aber unter 8 Prozent. Im Mittel des vergangenen Jahres waren 10'700 Detailhandelsangestellte arbeitslos gemeldet. Gebäudereiniger fallen ebenfalls nicht mehr unter die Meldepflicht - auch hier könnten die Arbeitgeber unkompliziert Arbeitskräfte aus dem Ausland rekrutieren. Zuletzt waren 5600 arbeitslose Gebäudereiniger gemeldet.

Weitere Berufe, die aus der Meldepflicht herausfallen: Elektrozeichner, Maurer, Glaser, Bauschreiner, Dachdecker, Bodenleger und Geisteswissenschaftler wie Philologen, Historiker und Archäologen. Bei ihnen allen liegt die Arbeitslosenquote zwischen 5 und 8 Prozent.

Welche Berufe haben über 8 Prozent Arbeitslose? Hier einige Beispiele:

Einen Überblick über alle Berufe gibt es hier: https://www.sem.admin.ch/dam/data/sem/aktuell/gesetzgebung/teilrev_aug_art-121a/arbeitslosenquoten-d.pdf

Bundesrat entscheidet

Die verzögerte und mildere Einführung der Stellenmeldepflicht ist noch nicht definitiv. Das Seco will das so, ebenso die Kantone, deren RAV nicht für eine schnelle Umstellung bereit sind, und auch die Arbeitgeber haben sich in der Vernehmlassung für eine möglichst schlanke Umsetzung eingesetzt. Doch letztlich obliegt es dem Bundesrat, zu entscheiden.

Laut NZZ geht das Seco davon aus, dass die Landesregierung im Dezember definitiv - und im Sinn des Seco - entscheiden wird. Es soll eine Übergangfrist geben: Ab dem Jahr 2020 soll die 8-Prozent-Schwelle auf die ursprünglich vorgesehenen 5 Prozent gesenkt werden.

Ob der Bundesrat diesen Wünschen nachkommen wird, ist offen. Die zuständige Kommission des Ständerats ist mit der Verzögerung und der Senkung des Schwellenwerts gar nicht einverstanden. Kommissionsmitglied und Ständerat Philipp Müller (FDP/AG) sagt: “Wir akzeptieren das nicht. Die Kommission hat sich überaus klar ausgedrückt und spricht sich für die Einführung auf den 1. Januar 2018 und einen Schwellenwert von 5 Prozent aus.” Ansonsten, so Müller, würde die Stellenmeldepflicht ihre Wirkung grösstenteils verlieren. Es kann nicht sein, dass die Umsetzung, die ohnehin schon einiges vom Verfassungsartikel weg ist,  nun noch mehr verwässert wird.”​

Müller kritisiert Sauter

Ein Hauptgrund für die vom Seco gewünschte Verzögerung sind Softwareprobleme, unter anderen bei den RAV. Die aktuelle IT sei nicht geeignet, so viele Dossiers zu verarbeiten, wie bei der ursprünglich vorgesehenen Meldepflicht eingehen würden, sagte Bruno Sauter, Präsident des Verbands Schweizerischer Arbeitsmarktbehörden und Chef des Amts für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich. Philipp Müller hat für diese Haltung wenig Verständnis: «Man weiss schon lange, was auf die RAV zukommt. Wenn diese jetzt noch immer nicht bereit sind, dann muss man sich ernsthaft fragen, ob dort die richtigen Leute in der Führung sind.» Explizit kritisiert Müller den Zürcher Amtschef Sauter: «Wenn einer in einer Spitzenposition sagt, man sei überfordert, dann müsste er in der Privatwirtschaft seinen Posten räumen.»

Das Seco rechnet damit, dass in den RAV 270 zusätzliche Stellen nötig sind, um die Stellenmeldepflicht zu bewältigen. Seco-Sprecher Fabian Maienfisch sagt, die Erhöhung des Schwellenwerts von 5 auf 8 Prozent ändere nichts an diesem Bedarf: «Es sind zwar weniger Dossiers zu bearbeiten. Aber der Aufbau der ganzen Administration bleibt eine grosse Herausforderung.» Für Philipp Müller sind die 270 Stellen nicht das Problem: «Wenn die Leute gut arbeiten, lohnen sich diese Stellen: Dann holt man das Geld durch Einsparungen bei den ALV-Arbeitslosengeldern mehrfacht wieder herein.» 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Yakari9 23.11.2017 17:29
    Highlight Ach... die (in allen anderen Themen so hoch gelobte und als Allgemeinheilmitel beworbene) Wirtschaft und der freie Markt wird das richten! Sonst wandern uns die Unternehmen ab, wenn da noch mehr Einschränkungen und Regeln festgelegt werden... Die Wirtschaft richtets... die Wirtschaft richtets...
    1 0 Melden
  • Zeit_Genosse 22.11.2017 13:05
    Highlight Ursprünglich wollte man ja die Zuwanderung regulieren. Was Politik daraufhin gebastelt hat, muss das Seco und letztlich die RAVs auslöffeln. Jetzt kann man auf letztere losgehen oder sich fragen, wer denn diesen Mist angerührt hat. Da sollte der Müller sich wieder mal einem Spiegel nähern.

    Inländer sind alle die in der Schweiz leben und niedergelassen sind. Auch Ausländer und sogar Flüchtlinge. Die Stellenmeldepflicht sorgt dafür, dass auf den RAV angemeldete Ausländer und Innländer in den entsprechend betroffenen Berufsgruppen einen zeitlichen Vorrang haben. Also einen Arbeitslosenvorrang.
    13 3 Melden
  • Duscholux 22.11.2017 12:24
    Highlight Mir ist die Demokratie in dieser Sache eigentlich reichlich egal. Ich seh das Pragmatisch, je mehr die MEI verwässert wird umso besser.
    10 35 Melden
    • Gelöschter Benutzer 22.11.2017 14:27
      Highlight Verdünnungspolitik der Linken gell?


      ps: die zu verdünnende Bevölkerung erwacht ...
      14 13 Melden
  • elivi 22.11.2017 11:32
    Highlight Ich veretehe das die IT noch nicht soweit is. Wär ja ganz üble geldverschwendung wenn die IT geädert wird während die politik sich noch streitet was sie eigentlich will.
    Gleichzeitig finde ich 2 jahre übergangslösung zu lange, geht ja nur um die erhöhung der zahl der dosisers, nicht um weitere änderungen in der strucktur.
    Liegt also alles an der politik sich endlich zu entscheiden damit sowohl rav als auch IT endlich mit der Umsetzung amfangen können
    1 8 Melden
  • Gelöschter Benutzer 22.11.2017 11:26
    Highlight Für den interessierten Leser (OECD-Länderbericht):

    - Produktivität 1996-2006 (ohne volle PFZ) war höher als in den nachfolgenden 10 Jahren (mit höchster Einwanderungsrate - prozentual zur Bevölkerung)

    - Fachkräftemangel tatsächlich nur bei 19.8 % der Berufe (Quelle: AWA)

    Kann gar nicht ausdrücken, wie sich die Befürworter, ob ideologisch oder an billiger Arbeit interessiert, schämen müssen ...
    16 9 Melden
  • Asmodeus 22.11.2017 10:27
    Highlight "Schauspieler: 14.6 Prozent"

    "Sie sind gesetzlich verpflichtet einem schweizer Schauspieler den Vorrang zu geben!"
    - "Aber wir suchen jemanden für die Rolle eines Chinesen..."


    PS: Logischerweise gibt es noch die Möglichkeit von Schweizern mit asiatischen Wurzeln, aber es liest sich trotzdem lustig Schauspieler auf dieser Liste zu sehen.
    15 7 Melden
  • Markus Kappeler 22.11.2017 09:48
    Highlight Bürger die die MEI angenommen haben und weiterhin andere Parteien als SVP Wählen, kann ich einfach nicht verstehen. Ausser der SVP gibt es keine Partei die den Wählerwillen beachten. Das sind man an der Nichtumsetzung der MEI einfach nur zu gut.
    15 26 Melden
    • Gelöschter Benutzer 22.11.2017 14:29
      Highlight Das sind goldgelöffelte Ideologen ... die Verdünnung rsp. Internationalisierung steht über allem ... bis zur Aufgabe der Nation in der Revolution.


      5 11 Melden
    • Grabeskaelte 22.11.2017 20:00
      Highlight Ihr seid euch aber schon bewusst, dass ohne die Mitterechts-Mehrheit in Parlament und Regierung nichts verwässert werden kann? Oder haben wir hier von Wut zerfressene Ideologen?

      Und ja lieber FrancLOL... Ohne das schon seit jeher überflüssige Gebilde der Nationalstaaten, die seit jeher nur als Gerüst für die Machtzementierung der Geldelite (die übrigens in der Schweiz fast alle in FDP und SVP sitzen - Soviel zum Goldlöffel) dienen, würde es weltweit den meisten Menschen besser gehen. Wir müssten vielleicht ein wenig verzichten aber unser Wohlstand wurde auch nur auf deren Schultern gebaut.
      4 2 Melden
  • Haiderfroh 22.11.2017 09:30
    Highlight Man will wohl partout der SVP Wähler zuschanzen ...
    15 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 22.11.2017 14:26
      Highlight Lies den OECD Länderbericht, Populist!
      4 10 Melden
  • Scaros_2 22.11.2017 08:51
    Highlight Das dieses Ding verwässert wurde war doch klar. Es erstaunt mich schlicht nicht, denn in einer globalen Welt sind solche Schranken schlicht nicht mehr möglich. Vor allem - für mich jetzt - sind Länderbarrieren so oder so kein Grund mehr. Ich brauch experte damit das Unternehmen überlebt, auf teufel komm raus egal woher. Ich sehe hier eeher die Bildungsdepartemente in der Pflicht die Leute richtig auszubidlen.

    Ich meine in China gehört Codieren bereits zum schulstoff von 4 jährigen. Ist je nach Region die 1. Sprache die kinder lernen.
    6 16 Melden
  • Wilhelm Dingo 22.11.2017 08:47
    Highlight Die Regelung führt dazu, dass die Wirtschaft profitiert (tiefe Löhne) und die Bevölkerung zahlt (tiefe Löhne und hohe Abgaben für Sozialhilfe und ALV). Merksch öppis?
    22 2 Melden
  • Wilhelm Dingo 22.11.2017 08:45
    Highlight Wie kann es sein, dass wir Arbeitskräfte aus der EU für Raumpflege, Servicepersonal oder Küchenpersonal zulassen aber gleichzeitig ein grosse Zahl von Arbeitslosen, Sozialhilfebezügern und nicht erwebstätigen Asylbewerbern haben?
    24 2 Melden
    • aglio e olio 22.11.2017 14:05
      Highlight Wie kann es sein dass wir Löhne zulassen mit denen man kein würdiges Leben finanzieren kann?

      http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/thurgau/arbon/17-franken-stundenlohn-in-arbon-gewerkschafter-empoert-das-geht-ueberhaupt-nicht;art120104,5143595

      Btw, mehr Arbeitslose bedeuten mehr Nachfrage nach Arbeitsstellen und somit ergeben sich bessere Vorraussetzungen die Löhne zu drücken.
      Ein Mindestlohn würde etwas Abhilfe schaffen. Wer ist dagegen?
      15 11 Melden
    • Wilhelm Dingo 22.11.2017 14:38
      Highlight @aglio e olio: Wir lassen tiefe Löhne zu, indem wir das Angebot an Arbeitskräften ständig erhöhen, nämlich durch den Zuzug von jährlich 50'000 bis 80'000 Arbeitskräften. Ein Mindestlohn ist an sich gut, führt aber nicht dazu dass inländische Arbeitskräfte angestellt werden.
      10 5 Melden
  • Lord_Mort 22.11.2017 08:43
    Highlight Das liegt daran, dass sich Menschen, die in der Schweiz schon länger im DH arbeiten genug haben, von immer weniger Lohn und schlechteren Arbeitsbedingungen. Da muss man halt Leute holen, für die solche Arbeitsbedingungen noch eine Lebenstandardverbesserung sind. Ich habe 2 Änderungskündigungen erlebt, mit immer mieseren Bedingungen, bevor ich krankheitsbedingt gekündet habe. Ich war gegen die MEI, aber wie auch bei der Zweitwohnungs- und der Abzockerinitiative agieren hier die Lobbyisten der Wirtschaft wie der Klerus im Mittelalter. Haben Abstimmungsentscheide überhaupt noch Relevanz?
    29 0 Melden
  • Str ant (Darkling) 22.11.2017 08:41
    Highlight Es wird höchste Zeit das das RAV effizienter wird und im 21. Jahrhundert ankommt!

    Und statt Arbeitslosenverwaltung auch tatsächlich mit der Vermittlung anfängt!
    14 2 Melden
  • Wilhelm Dingo 22.11.2017 08:32
    Highlight Der Artikel zeigt wunderschön welche hochqualifizierten 'Fachkräfte' wir hier aus der EU holen. Es geht einzig und alleine um das Drücken der Löhne.
    29 2 Melden
    • Posersalami 22.11.2017 15:20
      Highlight Dann sagen sie das den Unternehmen, die die Löhne drücken. Das die Politik überhaupt gefordert ist zeigt doch nur, das die Wirtschaft eigentlich nichts bon wirtschaften versteht.
      11 3 Melden
  • piedone lo sbirro 22.11.2017 08:31
    Highlight weshalb hat die SVP die USR III gutgeheissen, wenn sie keine zuwanderung möchte?

    weshalb hat die SVP aufs MEI referendum verzichtet?

    weshalb beschäftigt thomas matter in seinem kursaal in arosa vorwiegend ausländisches personal?

    in der spedition von andreas glarners firma airproduct arbeiten 80% muslimische albaner, weshalb?

    einwanderung aus drittstaaten: weshalb hat die SVP mitgeholfen das kontingent zu erhöhen?

    weshalb beschäftigt die stadler-rail von spuhler und der autokönig frey ausländisches personal?

    weshalb beschäftigt die ems chemie 2/3 ausländer aus der EU&asien?
    22 12 Melden
    • Wilhelm Dingo 22.11.2017 14:45
      Highlight @piedone lo sbirro: weil es billiger ist! Die SVP spuhlt schon lange eine hidden agenda ab. Vordergründig geht es um die realen Sorgen der BürgerInnen welche Stimmen und Macht bringen, hintenrum wird stramm dem Geldadel gedient. Traurig ist einfach, dass es fast keiner merkt.
      18 8 Melden
  • piedone lo sbirro 22.11.2017 08:26
    Highlight köppel foutiert sich um den inländervorrang:

    https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/inlaendervorrang-gilt-nicht-bei-der-weltwoche/story/26530989

    die MEI war vorallem zur aufwiegelung der fremdenkritischen basis. die globalisierungskritik wurde bei den rechtsnationalen erst durch die ummantelung mit fremdenhass salonfähig. oder glaubt ihr, dass die neoliberale SVP, die die USR III lancierte gegen den globalismus kämpft? einer der grössten gewinner des globalismus, blocher, als vertreter der globalisierungsverlierer?
    roche und ems-chemie, 60% ausländer. novartis 70% ausländer.
    42 45 Melden
    • silberstern 22.11.2017 13:13
      Highlight piedone

      Und wenn die SVP einer der grössten Gewinner des Globalismus ist, wieso setzten sie sich selbst, in ihren Kommentaren immer und immer wieder für diesen Globalismus und Internatonalismus ein?

      Stecken sie mit der SVP unter einer Decke?
      16 22 Melden
    • piedone lo sbirro 22.11.2017 13:41
      Highlight silberstern

      die SVP hetzt gegen ausländer und die EU um bei der konservativen basis stimmen zu ködern.
      die parteileitung will keine abschottung - sie sind die grossen profiteure der EU und der PFZ.

      ich setze mich nicht für den globalismus ein, ich mache lediglich auf die verlogenheit der SVP aufmerksam.
      16 13 Melden
  • loplop717 22.11.2017 08:19
    Highlight Sind nicht soweiso fast alle die in den Berufen arbeiten (nach SVP definition) Ausländer.
    14 31 Melden
  • N. Y. P. 22.11.2017 08:18
    Highlight Liebes Staatssekretariat Seco

    Genau das, was hier jetzt wieder abgeht, wird der Initiative der SVP Auftrieb geben.
    Nämlich die Kündigung der Personenfreizügigkeit.
    Viele werden denken : Bin ich eigentlich im falschen Film. Es reicht. Jetzt werde ich denen einen Denkzettel verpassen und der Initiative zustimmen.
    Dann am Wahltag : Zustimmung !

    Was macht ihr bloss für Dummheiten. Das Seco kommt sich wohl sehr schlau vor und beschert der SVP-Initiative weiteren Support.

    Naja, dann kommt es halt, wie es kommen muss.
    69 4 Melden
  • piedone lo sbirro 22.11.2017 08:15
    Highlight die höchste arbeitslosigkeit und ein rekordhoher anteil an ausländern verzeichnet man beim bau, also der branche, die von SVP-unternehmen geleitet wird.

    die SVP war gegen ecopop und ist auch gegen den inländervorrang ab 3.2% erwerbslosigkeit. warum wohl?

    nicht die ausländer nehmen den schweizern die jobs weg - die arbeitgeber sind es, die ausländer anstellen!

    in welchen parteien sind die meisten arbeitgeber? genau, SVP/FDP!

    https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/standarddiese-freien-stellen-muessten-dem-rav-gemeldet-werden/story/22425676
    62 43 Melden
    • Baba 22.11.2017 09:39
      Highlight "nicht die ausländer nehmen den schweizern die jobs weg - die arbeitgeber sind es, die ausländer anstellen!"

      Genau! Auch dieses permanente Geklöne im Tessin wegen den (zugegebenermassen sehr vielen) Grenzgängern. Wenn die Tessiner Unternehmen keine Grenzgänger anstellen würden, wäre das Problem auch gelöst.

      Es nützt nichts, wenn man über die Symptome schimpft, aber die Ursachen nicht eliminiert! Und da haben Sie völlig recht, da hat die SVP und die FDP noch sehr viele Hausaufgaben zu erledigen. Auch ohne MEI wäre es den Unternehmen nämlich möglich, Inländer anzustellen!
      45 14 Melden
    • Markus Kappeler 22.11.2017 09:56
      Highlight Schuld sind ausschliesslich diejenigen, die die MEI nicht umsetzen, sonst niemand.
      28 48 Melden
    • Markus Kappeler 22.11.2017 11:50
      Highlight Nicht die Ausländer oder Arbeitgeber sind Schuld an der sehr schädlichen Masseneinwanderung. Nein es sind die fehlenden Gesetze. Wenn es z.B. auf den Strassen keine gesetzliche Tempolimiten geben würde, könnte man wahlweise auch behaupten die Autobauer oder Strassenbauer seien an Raser Unfällen Schuld. In Wahrheit aber ist das fehlen von Limits Schuld an der Masseneinwanderung. Gesetze gibt es, damit gefährliches und schädliches Verhalten verhindert wird.
      8 16 Melden
    • Maragia 22.11.2017 11:51
      Highlight @piedone: Also bringt die SP etc. nicht für den Büezer, da diese Parteien keine Arbeitgeber sind? Wusste schon immer, dass die SP nicht fürs Volk politisiert
      15 14 Melden
    • Saraina 22.11.2017 12:28
      Highlight Schuld sind eindeutig die, welche Personal aus dem Ausland holen, anstatt Leute einzustellen, welche schon in der Schweiz niedergelassen sind, egal ob die Schweizer sind oder nicht.
      15 3 Melden
    • aglio e olio 22.11.2017 13:17
      Highlight Markus, angenommen die MEI würde exakt umgesetzt,
      hiesse es dann nicht bald, dass z.B. die Thurgauer den Zürchern die Arbeit wegnehmen? Im TG sind die Lebenshaltungskosten etwas niedriger als in ZH. Dann kann ich als Arbeitgeber den TGern doch auch weniger Lohn zahlen. Warum also Zürcher anstellen?
      11 13 Melden
    • Wisegoat 22.11.2017 14:20
      Highlight „die höchste arbeitslosigkeit und ein rekordhoher anteil an ausländern verzeichnet man beim bau, also der branche, die von SVP-unternehmen geleitet wird.“

      Aha ja der Implenia Leuenberger 🤦🏾‍♂️
      5 10 Melden
  • Posersalami 22.11.2017 08:15
    Highlight Lustig an der Liste ist ja, dass das fast alle Berufe mit sehr hoher Arbeitslosigkeit solche sind, die aktuell weder flächig automatisiert werden, noch ins Ausland verlagert werden (können).

    Wie verträgt sich das mit dem Narrativ des bösen Auslandes?


    Die hohen Arbeitslosenzahlen der Bauarbeiter schmelzen im Frühling wieder ab, wie jedes Jahr (im Winter wird einfach viel weniger gebaut).

    27 28 Melden
    • Posersalami 22.11.2017 13:16
      Highlight Hätte auch nur einer der Blitzer die Güte, mir seinen Blitz zu erklären? Ich kann auch nichts dafür, dass die Wahrheit manchmal weh tut.
      6 7 Melden
  • walsi 22.11.2017 07:57
    Highlight Wenn es ein Ausländer ohne Ausbildung und Sprachkenntnisse es schafft einem der hier lebt und sein Beziehungsnetz hat den Job wegzunehmen, sollte der Betroffene sich vielleicht mal Gedanken machen. Zur Infio, der Lohn ist es nicht. Viele Branchen haben heute schon Mindestlöhne. Der neu angestellte verdient also gleich veil.
    42 116 Melden
    • AfterEightUmViertelVorAchtEsser 22.11.2017 08:31
      Highlight Darum ist es wichtig, dass es genügend Kontrollen gibt. Leider gibt es immer noch viele schwarze Schafe die sich nicht an Mindestlöhne halten.

      Und in vielen Branchen gibt es keine Mindestlöhne. Faktisch eine Einladung, billige Ausländer einzustellen.
      51 4 Melden
    • Wilhelm Dingo 22.11.2017 08:48
      Highlight @walsi: Recht hast Du, aber bezahlen tust leider Du die Sozialhilfe oder das Arbeitslosengeld...
      27 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 22.11.2017 09:56
      Highlight @wasli: Seit wann sind "hier leben" und "Beziehungsnetz" Argumente für einen sicheren Arbeitsplatz? Der Lohn ist es nicht?! Haha, bist wohl in einer geschützten Werkstätte.

      25 10 Melden
    • Maragia 22.11.2017 11:55
      Highlight @wasli: Wer redet denn hier von Ausländer ohne Ausbildung? Wenn beide die gleiche Ausbildung und Qualifikation haben, wird natürlich der Ausländer angestellt, da dieser mit massiv weniger Lohn zufrieden ist
      14 5 Melden
    • Posersalami 22.11.2017 13:17
      Highlight Wer war denn gegen den Mindestlohn? Da gabs doch letztens eine Abstimmung.. stimmt, die bürgerlichen Parteien!
      12 8 Melden
    • walsi 22.11.2017 14:03
      Highlight @Mariga: Das ist falsch. In den meisten Berufen im Beaugewerbe gibt es GAV in denen sin die mindestlöhne geregelt. Das Gleiche gilt im Gastgewerbe und vielen anderen Branchen. Der Lohn ist also nicht entscheidend. Zur Info. ich verdiene mein Geld damit solche Dinge zu wissen und habe mehr als 10 Jahre Berufserfahrung in der Personalvermittlung.
      6 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 22.11.2017 14:21
      Highlight @walsi: Sry, so klingst du nicht ... welcher Arbeitgeber soll das Kriterium "Beziehungsnetz" und "hier leben" gewichten ?!

      Nene, der Lohn ist nicht entscheidend .... omg!!
      3 3 Melden
    • Maragia 22.11.2017 14:25
      Highlight @Walsi
      Dann solltest du dich aber etwas üben im Verstehen von Texten. Hatte nichts davon gesagt, dass da jemand weniger als den Mindestlohn verlangt, sondern, dass der Ausländer mit weniger Lohn zufrieden ist!! (Muss nicht bedeuten weniger als Mindestlohn, sondern dass der Schweizer eben mehr möchte)
      3 2 Melden
    • walsi 22.11.2017 14:26
      Highlight Nachtrag: Hier gibt es noch eine Liste mit allen GAV-Der Schweiz.

      http://www.gav-service.ch/LohnrechnerSuchen.aspx
      3 2 Melden
    • walsi 22.11.2017 17:18
      Highlight @FrancLOL: Wenn der Lohn entscheidend wäre, dann würde eine Bank sicher keinen Börsenhändler einstellen dem Sie CHF 500'000.-- bezahlen müssen. Sie würden sicher jemanden finden der den Job auch für die Hälfte macht. Dennoch stellen sie den teureren ein. Ich kenne viele Handwerksbetriebe die einem erfahrenen Berufsmann lieber ein bisschen mehr Lohn bezahlen, anstatt den günstigen mit schlechten Qualifikationen. Langfristig rentiert der teure besser als der günstige.
      3 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 22.11.2017 07:47
    Highlight Schön, wie sich die gesamte politische Elite (- SVP) für das Anliegen des Stimmbürgers rsp. des hiesigen Arbeitnehmers einsetzt.
    24 23 Melden
  • dracului 22.11.2017 07:44
    Highlight Neben absoluter Arbeitslosigkeit gäbe es noch die Altersdiskriminierung (Ü40/50) zu berücksichtigen. Wenigstens bei staatsnahen Betrieben müssten auch mehr Schweizer berücksichtgt werden können.
    Und was ich mehr hören kann, sind die ewigen Software-Ausreden der Beamten. Es kann nicht sein, dass die Schweiz im 2017 immer nich an der IT scheitert. Nach den grossen Worten von Leuthard und co. am gestrigen Digitalisierungstag ist das doppelt peinlich.
    121 10 Melden
    • Posersalami 22.11.2017 08:19
      Highlight Was kann Leuthard dafür, wenn es Ammann verkackt?

      Tatsächlich gibt es keine Diskriminierung der ü40 / 50, in dieser Altersgruppe ist die Arbeitslosigkeit unterdurchschnittlich tief. Das Risiko das ihnen gekündigt wird ist ebenfalls tiefer als bei den Jungen. Was man sagen kann ist, das sie länger brauchen um wieder Arbeit zu finden, wenn sie sie verlieren. https://www.beobachter.ch/arbeitslosigkeit/arbeitslos-uber-50-einmal-draussen-immer-draussen
      16 25 Melden
    • axantas 22.11.2017 11:27
      Highlight Die Quote der ü50 ist auch deshalb so tief, weil,sie gelegentlich ausgesteuert werden und dann in der Statistik nicht mehr erscheinen...
      14 1 Melden
  • Erasmus von Ottendamm 22.11.2017 07:33
    Highlight «Wenn einer in einer Spitzenposition sagt, man sei überfordert, dann müsste er in der Privatwirtschaft seinen Posten räumen.»
    Wenn einer in der Privatwirtschaft arbeitet, hat dieser auch ganz andere Möglichkeiten. In temporäre Arbeiter investieren, oder von anderen Abteilungen Ressourcen anzapfen ist alles weniger problematisch, als wenn man so etwas beim Kanton machen will. Die Kantone müssen sparen und haben ganz andere, häufig auch kompliziertere, Abläufe, weil der eigentliche Chef die Bevölkerung bzw. die Regierung ist.
    27 8 Melden
  • o.o 22.11.2017 07:29
    Highlight Die verarschen uns nach Strich und Faden. Sind wir eine Demokratie oder sind wir keine? Unglaublich.
    36 9 Melden
    • Posersalami 22.11.2017 13:18
      Highlight Verarscht werden sie von den bürgerlichen Parteien, die ständig Wasser predigen und Champagner saufen. Schliesslich ist die Umsetzung der MEI durch ein bürgerliches Parlament beschlossen worden und das SECO, unter einem bürgerlichen Bundesrat, möchte die Reglung nun weiter aufweichen.
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  • demian 22.11.2017 07:23
    Highlight Ich habe zwar gegen die MEI gestimmt, aber das Ganze Theater kann man doch nicht mehr ernst nehmen.

    Das man mit der EU nicht auf Konfrontationskurs geht kann ich nachvollziehen, aber dass man nicht einmal fähig ist diese Alibilösung umzusetzen, finde ich persönlich echt peinlich.

    Wenn die Damen und Herren vom RAV überfordert sind, dann sollten sie durch kompetentes Personal ersetzt werden.
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  • Majoras Maske 22.11.2017 07:23
    Highlight Also muss man sich nur noch beim RAV melden, wenn man einen Schauspieler einstellen will, was dann vermutlich berufsbedingt nicht mal ein unbefristeter Arbeitsvertrag gibt? Reichlich absurd, was da zusammengebastelt wurde. Ohne KV, Handwerker oder Detailhandel wird das doch keine Wirkung zeigen in Sachen Stellenlosigkeit überwinden...
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  • Thinktank 22.11.2017 06:55
    Highlight Bravo FDP und Linke. Da habt ihr was tolles erfunden. Ich bin gespannt ob die Privaten wirklich ihre Haushaltsstellen dem RAV melden müssen. Pfefferscharfer Irrsinn.
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    • Jein 22.11.2017 07:11
      Highlight Noch irrsinniger wäre gewesen MEI vollständig umzusetzen und die Bilateralen zu verlieren, das hätte dann wirklich Schweizern den Job gekostet. Im Übrigen auch bravo SVP, die rein gar nichts Konstruktives in der Umsetzungsdiskussion beigetragen hat.
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    • Posersalami 22.11.2017 07:44
      Highlight Was kann die SP dafür, wenn der FDP Bundesrat Ammann seinen Laden nicht im Griff hat?
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  • luckyrene 22.11.2017 06:50
    Highlight Bei so einer Entscheidung waren 100% die Lobyisten der Migro und des Coop dahinter!? dlDie wo le immer mehr und mehr verdienen und sch..... auf die Angestelten.
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    • Baba 22.11.2017 08:24
      Highlight Ja luckyrene, "Migro" (Migros!) und Coop sind die Pösen im Lande. Diese beiden Genossenschaften, die keinen Shareholdern verpflichtet sind, die mit dem Kulturprozent (Migros) günstige Aus- und Weiterbildung, sowie Kultursponsoring ermöglichen. Ja genau, das sind die pösen, pösen, pösen Lobbyisten! Glauben Sie wirklich an den Chabis, den Sie schreiben?
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    • Licorne 22.11.2017 11:52
      Highlight Wie Baba schon geschrieben hat, handelt es sich bei Migros und Coop um Genossenschaften, die kein Interesse an einer Gewinnmaximierung haben.

      Die Arbeitsbedingungen in beiden Unternehmen sind sensationell. Sie bieten viele Vergünstigungen und Goodies, von welchen die Mitarbeiter enorm profitieren können. Kenne einige Personen, die dort arbeiten und genau das sagen. Daher verstehe ich deinen Kommentar nicht so wirklich.
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    • luckyrene 22.11.2017 17:04
      Highlight Liebe Beide, zuerst, Rechtschreibung ist wirklich nicht meine Stärke, aber das ist für mich kein Problem...
      OOHH vieleicht irre ich mich ja auch und es sind Familienfreundlich eingestellte Arbeitgeber, bei denen die Arbeitszeiten und die Löhne gerecht angepasst sind. Bei denen die OBEREN Angestellten das ausbezahlt bekommen was sie verdienen👍 JA ich glaube was ich sage und wenn dies Arbeitsbedingungen sensationell sind, dann sind meine ja so mega, dafür gibt es noch gar kein Wort. Wie viele kleine Läden haben sie in den letzten Jahren zerstört? Elektronik, Apotheken, Veloläden, Sportl, USW.
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  • Donald 22.11.2017 06:45
    Highlight Ich glaube bei diesen Berufen gibt es ganz andere Probleme...
    56 14 Melden
  • Schneider Alex 22.11.2017 06:41
    Highlight Wie weit will man die MEI-Umsetzung noch verwässern?
    193 76 Melden
    • Jein 22.11.2017 07:04
      Highlight Du kannst dich bei der Volkspartei bedanken die ihren Wählern mit MEI den Fünfer und das Weggli versprach, in bestem Wissen dass MEI unter Beibehaltung der Bilateralen nicht umsetzbar war.
      54 46 Melden
    • Haiderfroh 22.11.2017 09:35
      Highlight @Jein
      Die MEI ist umsetztbar.
      Es mangelt einzig am Willen.
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    • Jein 22.11.2017 11:58
      Highlight Umsetzbar, ja. Umsetzbar ohne Kündung der Bilateralen, nein.
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    • Schneider Alex 22.11.2017 17:24
      Highlight Die Schweiz könnte mal zur Abwechslung mutig sein und mit Hinweis auf das MEI-Abstimmungsresultat der EU einen Abänderungsvorschlag zur Personenfreizügigkeit mit Biss vorlegen und abwarten, wie die EU reagiert. Wir können dann immer noch bei entsprechenden Drohungen der EU vor den Erpressern einknicken.
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