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New Jersey Devils' Nico Hischier, of Switzerland, moves the puck past Anaheim Ducks' Ryan Getzlaf during the first period of an NHL hockey game Sunday, March 18, 2018, in Anaheim, Calif. (AP Photo/Jae C. Hong)

Nico Hischier hat eine hervorragende Rookie-Saison hinter sich. Bild: AP/AP

Die Playoffs als Dessert – so gut ist Nico Hischier seine erste NHL-Saison gelungen

In seiner ersten Regular Season in der NHL hat Nico Hischier alle Erwartungen übertroffen. Nun will der Nummer-1-Pick seine vielen Qualitäten auch in den Stanley-Cup-Playoffs einsetzen.



Heute Nacht startet der Schweizer Nummer-1-Draft Nico Hischier in seine ersten Stanley-Cup-Playoffs. Dass die New Jersey Devils in dieser Position sind, liegt zu grossen Teilen an ihrem Superstar Taylor Hall. Doch auch dem Schweizer Rookie ist bislang eine sehr gute Saison gelungen. 

Von Taylor Hall gibt es viel Lob für Hischier.

Das beginnt schon bei der Tatsache, dass Hischier als einziger Devil in der Regular Season alle 82 Spiele absolviert hat. Vor der Saison fragten sich noch einige Beobachter, ob der mittlerweile 19-Jährige das Zeug hat, sich in seiner ersten NHL-Saison durchzusetzen. Nun ist er bereits zu einer wichtigen Stammkraft geworden. 

Punkte und Durchsetzungsvermögen

Hischier spielt aber nicht nur, damit er gespielt hat. Er trägt auch entscheidend zur offensiven Produktion New Jerseys bei. Zwar hat Taylor Hall unglaubliche 41 Punkte mehr erzielt, doch die 20 Tore und 32 Assists des Wallisers können sich durchaus sehen lassen. Betrachtet man die interne Skorerliste, hat der Center am zweitmeisten Punkte, am drittmeisten Tore und am drittmeisten Assists erzielt. Bei den «Primary Points» – also Toren und ersten Assists – liegt der Schweizer mit 36 Punkten gar einen Zähler vor Hall an erster Position.

Beeindruckend ist auch wie Hischier seine Treffer erzielt. Seine Masse werden mit 186 Zentimetern Körpergrösse und 79 Kilogramm Gewicht angegeben. Vor der Saison wurde befürchtet, dass er wie viele technisch versierte Spieler Mühe kriegen könnte, sobald es etwas härter zu und her geht. 

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Hischier setzt sich gegen Kessel und Malkin durch und bedient Taylor Hall. Video: streamable

Das Gegenteil ist der Fall. Hischier scheut keine Konfrontation. Er legt sich mit gegnerischen Spielern an und vermag sich im Zweikampf gegen NHL-Grössen wie Phil Kessel und Ewgeni Malkin mühelos zu behaupten. Auch in der gegnerischen Zone sucht der Schweizer den direkten Zug vors Tor und kann sich durchsetzen.

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Hischier setzt sich im Slot durch. Video: streamable

Doch Hischier ist mehr als nur Tore und Assists. Der Walliser hilft den Devils auch durch seine extreme Scheibensicherheit. Der Rookie leistet sich kaum Puckverluste, luchst das Spielgerät dem Gegner aber seinerseits sehr oft ab. 

Scheibensicherer als Matthews

Und wenn der 19-Jährige die Scheibe einmal hat, weiss er mit ihr etwas Gescheites anzufangen. 96 Prozent seiner Eintritte in die offensive Zone absolviert er mit Scheibenkontrolle. Zum Vergleich: Auston Matthews brachte es in seiner Rookie-Saison auf 88 Prozent. Und auch wenn es darum geht, die Scheibe kontrolliert aus dem eigenen Drittel zu bringen, ist auf Hischier Verlass. Es gelingt ihm in 94 Prozent aller Fälle (Matthews 60%).

Bild

Anteil kontrollierter «Zone Entries» und «Zone Exits» in Prozent. Verglichen wird Nico Hischiers Rookie-Saison mit Auston Matthews' Rookie-Saison. quelle: CJ turturo; Bild: watson, infogr.am

Hischier ist mit der Scheibe also nur schwer zu stoppen. Das führt dazu, dass seine Gegner oft zu unerlaubten Mitteln greifen müssen und deshalb Strafen nehmen. Kaum ein Spieler in der NHL holt für sein Team derart viele Strafen heraus.

Zwei Schwächen

Es gibt aber natürlich auch Kritikpunkte. Die grösste Schwäche des jungen Centers sind immer noch die Anspiele. Er gewinnt nur etwas mehr als 42 Prozent seiner Bullys. Deshalb wird er in wichtigen Situationen teilweise gar nicht beim Anspiel eingesetzt. 

New Jersey Devils center Nico Hischier, right, of Switzerland, takes a photo with a fan after defeating the Toronto Maple Leafs in an NHL hockey game, Thursday, April 5, 2018, in Newark, N.J. (AP Photo/Julio Cortez)

Hischier ist definitiv schon Fan-Liebling in New Jersey. Bild: AP/AP

Eine weitere Schwäche ist das Spiel im Powerplay. Hischier konnte über die ganze Saison gesehen 168 Minuten Powerplay spielen. Daraus resultierten für ihn persönlich ein Tor und fünf Assists – eine magere Ausbeute.

Das mag einerseits damit zusammenhängen, dass Hischier mehrheitlich in der zweiten Powerplay-Linie zum Einsatz kam. Andererseits wohl auch damit, dass er seine Rolle im Überzahlspiel der Devils noch nicht richtig gefunden hat. Wenn der Schweizer im Powerplay im Einsatz steht, generiert New Jersey deutlich weniger Schüsse als ohne ihn. 

Doch die positiven Aspekte überwiegen in Hischiers erster NHL-Saison. Nun darf er auch gleich ein erstes Mal in den Playoffs antreten. Wie schlägt der Youngster sich, wenn die Intensität nochmals deutlich erhöht wird? Gut möglich, dass er uns ein weiteres Mal überrascht.

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    Alle Leser-Kommentare
  • supergurke22 12.04.2018 19:51
    Highlight Highlight Top Bericht Danke dazu.
    Hoffe das in der Schweiz all diese Statistiken auch bald kommen die sind der Hammer und was Nico dort drüben zeigt ist einfach geil wir werden noch viel freude an ihm haben wenn wohl nicht umbedingt an einer WM da Jersy sich langsamm wider auf Titeljagt begibt.
  • ta0qifsa0 12.04.2018 18:27
    Highlight Highlight Nico hatte 32 Assists Herr Bürgler😉

    Ansonsten top geschrieben.. viel besser hätte man es nicht auf den Punkt bringen können. Sehr wichtig finde ich auch, dass er bei den Devils in eine richtig gute Organisation gekommen ist. Sollten in nächster Zeit erneut solch kluge Trades und Picks gemacht werden wie das in jüngerer Vergangenheit der Fall war, sehe ich gute Möglichkeiten, dass in Jersey bald ein ernsthafter Contender heranwächst. Dieses Jahr haben sie wohl noch etwas den Status als "Wundertüte" inne.. Heiss genug ist man auf jeden Fall nach 6 Jahren playoffloser Zeit. Go Devils😈😈
    • Adrian Buergler 12.04.2018 18:29
      Highlight Highlight @ta0qifsa0: Stimmt natürlich.
  • bored 12.04.2018 18:01
    Highlight Highlight Wo kann man sich das Match heute Nacht am einfachsten anschauen? Danke für eure Tipps.
    • PTL 12.04.2018 18:06
      Highlight Highlight https://www.reddit.com/r/NHLStreams/

      Versuchs mal hier.
    • Chief Bromden 12.04.2018 18:20
      Highlight Highlight Wer bereit ist zu bezahlen kann die Playoffs auch mit nhl.tv für 20$ schauen. Habe damit auch die letzen Regular Season Spiele geschaut für den selben Preis und war doch positiv überrascht... usability, options und so weisch.
    • riqqo 12.04.2018 19:04
      Highlight Highlight Jop, die NHL-App ist wirklich top. Online kannst du ebenfalls den Stream schauen. Inklusive Splitscreen und auswählbaren Kameras sowie Kommentatoren (Heim/Auswärts). Nur während den Breaks ist alles schwarz. Deswegen bin ich schon mehrmals eingenickt.. 😂 Während der RS gibts auch oft Free Games.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Coliander 12.04.2018 17:58
    Highlight Highlight Mit 42% gewonnen Faceoffs ist Hischier in dieser Sparte gleich gut wie McDavid, der hat über alle NHL Spiele 42%. Und der war letzte Saison MVP ;-)
    https://www.nhl.com/player/connor-mcdavid-8478402
    • Adrian Buergler 12.04.2018 18:27
      Highlight Highlight Ja, es gibt sicher wichtigeres als die Bully-Statistik ;-)
  • Pana 12.04.2018 17:55
    Highlight Highlight "Bei den «Primary Points» – also Toren und ersten Assists – liegt der Schweizer mit 36 Punkten gar einen Zähler vor Hall an erster Position."

    Könnte man diese "Primary Points" Statistik bitte auch in der Schweiz einführen?
    • Calou 13.04.2018 11:35
      Highlight Highlight Meine Frage ist: Wie kann Hischier mit 36 Primary Points (Also Tore und erste Assists) einen Zähler vor Hall liegen, der 39 Tore geschossen hat? ;-)
    • ta0qifsa0 13.04.2018 11:55
      Highlight Highlight @Calou: Die Statistik mit den Primary Points bezieht sich nur auf das Spiel 5 gegen 5.
    • Calou 13.04.2018 12:12
      Highlight Highlight Alles klar, merci :)

Meier prügelt Gegner in die Kabine – Hischier und Fiala treffen

San-Jose-Stürmer Timo Meier macht für einmal nicht mit Skorerpunkten auf sich aufmerksam, sondern mit einer Fünf-Minuten-Strafe wegen eines Faustkampfs. Meier gewinnt seinen ersten in der NHL registrierten Fight gegen Minnesotas Greg Pateryn. Dieser muss mit einer blutenden Wunde am Kopf in der Kabine behandelt werden.

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