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Ist Luis Enrique am Ende über den Druck von Lionel Messi gestolpert? Bild: Manu Fernandez/AP/KEYSTONE

Luis Enrique geht – wer soll kommen? Und was der Abgang alles mit Messi zu tun hat

Luis Enrique verlässt Barcelona zum Saisonende. Er sei ausgelaugt und sehne sich nach einer Pause. Doch es macht auch das Gerücht um Lionel Messis Einfluss die Runde. Und natürlich werden die möglichen Nachfolger längst gehandelt.

02.03.17, 12:15 02.03.17, 17:45


Luis Enrique übernahm den Posten des Cheftrainers nach der Saison 2013/14 von Gerardo Martino. Die Arbeit bei Barcelona im Allgemeinen und vielleicht auch das desaströse 0:4 im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Paris Saint-Germain scheinen ihm zugesetzt zu haben. «Ich brauche unbedingt eine Pause», sagte Luis Enrique nach dem 6:1-Heimsieg in der Meisterschaft gegen Gijon. «Es war ein sehr schwieriger Entscheid für mich. Ich habe es wirklich sehr gut überdacht.»

Das hört sich nett an. Doch die «BBC» will mehr wissen. Die Situation rund um Lionel Messi sei mit ein Grund für die Trennung. Dass sich der Stürmerstar und der Trainer nicht innig lieben, ist bekannt. Der Vertrag des Superstars läuft 2018 aus. Die Verhandlungen mit Messis Vater und Berater kommen nicht voran. Der Gaucho will erst wissen, wie es mit dem Klub weitergeht, bevor er unterschreibt. Und da kommt es natürlich entgegen, wenn die Katalanen möglichst bald sagen können, wer der neue Trainer sein wird. Wir haben die möglichen Nachfolger gesammelt:

Jorge Sampaoli

Einer der zwei Hauptfavoriten auf die Nachfolge von Luis Enrique ist denn auch ein Argentinier: Jorge Sampaoli. Der Sevilla-Trainer ist ein bekennender Fan Messis und wird seit Monaten immer wieder mit den «Blaugrana» in Verbindung gebracht. Der 56-Jährige leistet bei den Andalusiern hervorragende Arbeit. Sein attraktiver und aggressiver Spielstil würde zu Barças Ansprüchen passen. Dass er grosse Titel gewinnen kann, bewies Sampaoli als Trainer der chilenischen Nationalmannschaft: Er führte das Team zum Gewinn der Copa America 2015.

Jorge Sampaoli ist der heisseste Kandidat für die Luis-Enrique-Nachfolge. Bild: ROBERT PRATTA/REUTERS

Ernesto Valverde

Ernesto Valverde ist der zweite grosse Favorit auf die Nachfolge im Camp Nou. Valverdes Vertrag bei Athletic Bilbao läuft Ende Saison aus. Aber kann man von den Basken zu den Katalanen wechseln? Ja. Valverde wurde in der Region Extremadura im Westen Spaniens geboren. Er verbrachte zwar schon als Spieler sechs Jahre bei Bilbao, lief davor aber auch zwei Saisons für Barcelona auf. Seit 2013 amtet der 53-Jährige bei Bilbao und hat sich mit seinem Team in der erweiterten Spitze der Primera Division etabliert.

Ernesto Valverde leistet bei Bilbao gute Arbeit. Bild: KATIA CHRISTODOULOU/EPA/KEYSTONE

Juan Carlos Unzue

Juan Carlos Unzue ist der Assistenztrainer von Luis Enrique. Seit der Station bei Celta Vigo (ab 2013) ist der 49-Jährige mit seinem Boss als Duo unterwegs. Unzue hätte das Barça-System sicherlicher verinnerlicht und könnte die Arbeit Luis Enriques fortsetzen. Es fehlt im allerdings die Erfahrung als Cheftrainer. Da weist er nur kurze Engagements bei Numancia (2010-2011) und Racing Santander (2012) aus.

Juan Carlos Unzue (l.): Da hätte Luis Enrique womöglich Freude. Bild: EPA/EFE

Eusebio Sacristan

Der heute 52-Jährige spielte von 1988 bis 1995 für Barcelona. Von 2003 bis 2008 war er zudem Assistenztrainer Frank Rijkaards im Camp Nou und trainierte 2011 bis 2015 Barcelona B. Im Sommer 2015 übernahm Sacristan Real Sociedad San Sebastian. Er war damals ein bisschen angepisst, dass er bei der Nachfolge Pep Guardiolas nicht berücksichtigt wurde. Jetzt wäre die Chance zur Rückkehr da. 

Eusebio Sacristan: Wollte nach Guardiola Barça-Trainer werden, jetzt kehrt er vielleicht zurück. Bild: EPA/EFE

Ronald Koeman

Holländer bei Barcelona: Das passt und hat Tradition. Aber ist der ehemalige Abwehrrecke schon bereit für die ganz grosse Bühne? Der 53-Jährige hat zwar schon einige Engagements als Trainer hinter sich (Ajax, Benfica, PSV, Valencia, Alkmaar, Feyenoord, Southampton) und leistet jetzt bei Everton keine schlechte Arbeit. Aber wirklich überzeugen konnte der Assistenztrainer Barcelonas von Juli 1998 bis Dezember 1999 doch noch nicht.

Ronald Koeman: Lionel Messi schnappte ihm kürzlich den Freistoss-Rekord weg. Wird er jetzt der neue Chef des Gauchos? Bild: Carl Recine/REUTERS

Laurent Blanc

Der ehemalige PSG-Trainer hatte gemäss dem französischen Fussballsender «SFR» Kontakt mit Barcelona. Als ehemaliger Spieler hat auch er eine Vergangenheit beim Klub und weiss, wie man mit Stars in der Kabine umgehen muss. Aber Blanc zählt nicht zu den Favoriten.

Laurent Blanc wartet seit letztem Sommer wieder auf einen Job. Bild: GONZALO FUENTES/REUTERS

Weitere Kandidaten

Auch wenn einige vorschnelle Fans Claudio Ranieri ins Spiel brachten: Der Italiener gehört nicht zum Kandidatenkreis.

Dafür fallen die Namen von Jürgen Klopp (Liverpool, hat aber einen Sechsjahresvertag), Massimiliano Allegri (Juventus, würde von der Spielidee her passen) oder Eduardo Berizzo (Celta Vigo, sagte auf eine mögliche Anfrage aus Barcelona: «Es wäre eine Ehre»).

Jürgen Klopp (l.) und Massimiliano Allegri (r.): Sie werden zwar im Dunstkreis als neue Barça-Trainer gehandelt, aber sie werden beide wohl kaum in Katalonien landen. Bild: EPA/ANSA

Klar scheint momentan: Sampaoli ist der Favorit und würde mit seiner Unterschrift wohl auch eine noch wichtigere bald folgen lassen: diejenige von Lionel Messi.

Umfrage

Wer soll neuer Trainer von Barcelona werden?

  • Abstimmen

1,135 Votes zu: Wer soll neuer Trainer von Barcelona werden?

  • 46%Jorge Sampaoli (Sevilla)
  • 3%Ernesto Valverde (Bilbao)
  • 3%Juan Carlos Unzue (Barça-Assistent)
  • 2%Eusebio Sacristan (Real Sociedad)
  • 5%Ronald Koeman (Everton)
  • 4%Larent Blanc (ex PSG)
  • 19%Jürgen Klopp (Liverpool)
  • 3%Massimo Allegri (Juventus)
  • 1%Eduardo Berizzo (Celta Vigo)
  • 14%Ein anderer.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • bam_bam 02.03.2017 16:36
    Highlight Ich tippe mal auf Longo Schönenberger
    25 2 Melden
    • Mia_san_mia 02.03.2017 19:07
      Highlight Ich denke eher, dass es Andy Egli machen wird...
      24 2 Melden
  • zsalizäme 02.03.2017 15:12
    Highlight Mir fehlt Hanspeter Latour in dieser Auswahl.
    54 0 Melden
    • Marshawn 02.03.2017 17:05
      Highlight Longo Schönenberger
      11 1 Melden
    • Raembe 02.03.2017 17:33
      Highlight Für mich ist er Topfavorit auf den Posten
      9 1 Melden
    • Boogie Lakeland 02.03.2017 23:43
      Highlight Latour und Gress gemeinsam. Hakan Yakin wird Sportchef, Marc Zellweger Nachwuchs Koordinator und Bregy wird offizieller Verbindungsmann zum Wallis weil der Kanton VS die Emiraten als Sponsor verdrängt.
      Und irgendwo wird noch Marc Leuenberger untergebracht
      11 1 Melden
  • Boogie Lakeland 02.03.2017 14:02
    Highlight Buhuhuuu Messi und seine Wünsche. Was für eine Diva, unglaublich
    31 34 Melden
    • Boogie Lakeland 02.03.2017 14:23
      Highlight *oder hat angeblich wieder Wünsche. Weiss ja nicht obs stimmt
      34 4 Melden
    • Amboss 02.03.2017 21:37
      Highlight Naja, Messi ist für den FC Barcelona wohl mindestens eine Milliarde wert.
      Da darf man wohl schon ein paar Wünsche anbringen...
      17 2 Melden
    • Boogie Lakeland 02.03.2017 22:34
      Highlight Absolut. Aber man hört immer wieder wie er zu Trainern, Position, Mitspielern etc Wünsche stellt. So wurde Tevez ja lange nicht mehr aufgeboten auf Messis Wunsch hin. Sich einbringen ist gerechtfertigt. Aber mir scheint als ob Messi etwas gar viel am “trötzele“ ist. Aber gut, kann man sehen wie man will.
      Für mich ist es ein Teamsport und da finde ich die “my way or highway“ Methode von Typen wie Sir Alex Ferguson halt am angebrachtesten
      10 4 Melden
  • NWO Schwanzus Longus 02.03.2017 12:59
    Highlight Valverde oder Sampaoli wären die besten Nachfolger.
    14 1 Melden
  • Birdie 02.03.2017 12:38
    Highlight Sampaoli ist durch seinen Stil mein persönlicher Favorit. Daneben fände ich Valverde und Koeman auch ganz gute Alternativen.

    Bei Klopp bin ich mir nicht sicher, ob er zu Barcelona passen würde. Fände ich sehr gewagt auch wenn ich ein grosser Fan von ihm bin.

    Und Allegri wäre zwar auch nicht schlecht, wird aber kaum zustande kommen.
    30 0 Melden

Herr und Frau Mötzli, können wir uns nicht einfach mal freuen?!

Die Schweiz schlägt Serbien hochdramatisch 2:1. Schlagzeilen machen aber die Doppeladler beim Jubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Die Gesten waren unüberlegt und unnötig. Aber auch verständlich für Spieler, bei denen sich so viel um Identität und Zugehörigkeit dreht.

Als sich Xherdan Shaqiri nach seinem 2:1 in der 90. Minute gegen Serbien dazu entschied, seine Hände zum Doppeladler zu formen, da wurde er innert Sekunden vom Helden zum Deppen. 

Zumindest für ganz viele Schweizer Fans. Die Freude über den Sieg wurde schnell gedämpft. Dürfen sich Schweizer da überhaupt noch freuen? Das war doch Hochverrat!

Zum Glück, so muss man fast sagen, haben Shaqiri und Xhaka mit dem Doppeladler für einen kleinen Skandal gesorgt. Sonst, man stelle sich vor, hätten …

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