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Giro d'Italia, 3. Etappe

1. Marcel Kittel (De)

2. Elia Viviani (Ita)

3. Giacomo Nizzolo (Ita)

Noch keine Dolomitenpässe im Weg: Das Feld unterwegs zwischen Nijmegen und Arnhem.
Bild: EPA/ANP

Kittel sprintet zum zweiten Etappensieg und in die Maglia Rosa – Dillier muss aufgeben

08.05.16, 17:12 09.05.16, 10:12


Marcel Kittel feiert in der 3. Etappe des 99. Giro d'Italia bereits seinen zweiten Etappensieg. Damit übernimmt der deutsche Sprint-Spezialist auch das begehrte rosa Leadertrikot.

Kittel gewann nach der 2. auch die 3. Etappe im holländischen Arnheim im Massensprint souverän und sicherte sich dank zehn Sekunden Bonifikation die Maglia rosa. Der achtfache Tour-de-France-Etappensieger führt das Gesamtklassement neu mit neun Sekunden Vorsprung vor dem Niederländer Tom Dumoulin an.

Pretty in pink: Kittel und die Ehrendamen.
Bild: AP/ANSA

Dilliers Aufgabe

Grosses Pech bekundete der Aargauer Silvan Dillier. Der BMC-Profi, vor der Etappe als Neunter bester Schweizer im Gesamtklassement, war rund 12 km vor dem Ziel in einen Sturz verwickelt und konnte das Rennen nicht zu Ende fahren. Dillier kam zwar von selbst wieder auf die Beine, hielt sich dabei aber das rechte Handgelenk. Die Röntgenuntersuchung am Abend ergab einen Bruch des Mittelfingers an der rechten Hand. Dillier werde am Montag in die Schweiz zurückkehren und den Finger operieren lassen, teilte sein Team mit. Es wird mit einer Pause von rund zehn Tagen gerechnet.

«Ich bin sehr enttäuscht, nicht nur, dass ich die Chance auf ein gutes Resultat verpasse, sondern weil dies auch eine wichtige Vorbereitung auf die Olympischen Spiele gewesen wäre», erklärte Dillier. Der Aargauer gehört dem Schweizer Bahnvierer an, der in Rio eine Medaille anstrebt. Er hoffe, beim GP des Kantons Aargau wieder fit zu sein.

Will bei Olympia für Furore sorgen: Dillier.
Bild: TDWsport.com

Auch Cancellara mit Sorgen

Fabian Cancellara musste geplagt von den Folgen einer Magen-Darm-Grippe auch heute wieder auf die Zähne beissen. Beim Ende Jahr abtretenden Berner, der bei seiner dritten Giro-Teilnahme von der Maglia rosa geträumt hatte, geht es gesundheitlich zwar wieder aufwärts, der Trek-Profi verlor wie tags zuvor in der temporeichen Schlussphase des Rennens jedoch erneut viel Zeit. Ob er am nächsten Sonntag das Einzelzeitfahren in der Chianti-Region (40,5 km) noch bestreiten wird oder bereits vorher aus dem Giro aussteigt, wollte er nicht festlegen.

Nach einem Ruhetag und dem Transfer nach Süditalien morgen folgt am Dienstag die 4. Etappe von Catanzaro nach Praia a Mare (200 km). Die 99. Ausgabe des Giro endet am 29. Mai in Turin. (ram/sda)

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Tom Simpson stirbt am Mont Ventoux – sein Name wird für immer zu einem Mahnmal

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