Wirtschaft

Trumps Budgetdirektor Mick Mulvaney. Er war einst ein Sparapostel und Mitglied der konservativen Tea Party. Bild: EPA/EPA

Trumps wilder Ritt ins Sieben-Billionen-Defizit

Der US-Präsident schlägt ein Budget vor, das die Sozialhilfe drastisch kürzt, den Umweltschutz bedroht – und die Finanzmärkte ins Chaos stürzen könnte.

13.02.18, 13:37 14.02.18, 02:11

«Die Trumpokratie ist ein Machtsystem, das nicht auf Deregulierung beruht, sondern auf einer Nicht-Regulierung», stellt David Frum in seinem kürzlich erschienenen Buch «Trumpocracy» fest. «Sie will den Staat nicht dekonstruieren, sondern zerstören, um ihn auszuplündern.» Frum war einst Redenschreiber für George W. Bush und arbeitet heute für das Magazin «The Atlantic».

«Innerhalb von acht Jahren werden wir das Defizit von 19 Billionen Dollar zum Verschwinden bringen.»

Trump im Wahlkampf

Das anfangs Woche von der Trump-Regierung vorgestellte Staatsbudget bestätigt Frums These. Es sieht vor, dass die Militärausgaben drastisch erhöht werden. Gleichzeitig werden wegen der beschlossenen Steuerreform die Staatseinnahmen ebenso drastisch sinken. Zusammengenommen bedeutet dies, dass die amerikanischen Staatsschulden in den nächsten zehn Jahren nochmals um rund sieben Billionen Dollar ansteigen werden.

Die Trump-Wähler werden zur Kasse gebeten

Vor Tisch hat sich das anders angehört. «Innerhalb von acht Jahren werden wir das Defizit von 19 Billionen Dollar zum Verschwinden bringen», hatte Trump im Wahlkampf geprahlt. Innerhalb eines Jahres hat er nicht nur rund eine Billion Dollar zusätzliche Schulden gemacht, er wird auch weiterhin Geld ausgeben wie ein betrunkener Matrose auf Urlaub.

Dabei hatte Trump versprochen, sich um die Sorgen der «vergessenen Frauen und Männer» kümmern zu wollen. Wie er das gemeint hat, wird sein Geheimnis bleiben. Die unteren Einkommensschichten werden zur Kasse gebeten; und 38 Prozent der Trump-Wähler verdienen weniger als 50’000 Dollar pro Jahr. Nur 11 Prozent verdienen mehr als 100’000 Dollar.

Kinder der Ärmsten suchen Schutz in einem Kindergarten in Baltimore. Bild: AP/AP

Bei den Ärmsten wird abgeholzt. Die Mittel für Food Stamps – Lebensmittelbons für Kinder – sollen um hunderte von Milliarden Dollar gekürzt werden, ebenso die Ausgaben für Medicare und Medicaid, dem Gesundheitsprogramm für Alte und Schwache. Das Budget des Umweltschutzes soll um einen Drittel, die Bildungsausgaben um zehn Prozent gestraft werden.

«Sollte der Kongress die Vorschläge Trumps akzeptieren, dann werden Millionen Menschen ihre Krankenkasse, ihre verbilligten Lebensmittel und Wohnungen und andere Leistungen verlieren. «Das Resultat wäre massiv mehr Armut und Hunger in Amerika.»

New York Times

Das Budget ist nicht nur widerwärtig, es ist auch ökonomisch unsinnig. Die Steuergeschenke an Reiche und Unternehmen und die erhöhten Militärausgaben werden die Schulden jährlich um rund fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts wachsen lassen. Zum Vergleich: Im Vertrag von Maastrich ist eine Obergrenze einer jährlichen Neuverschuldung von drei Prozent festgelegt.

Befände sich Amerika in einer tiefen Rezession, dann wäre eine solche Neuverschuldung gerechtfertigt. Doch die US-Wirtschaft boomt und droht gar zu überhitzen. Trotzdem will Trump auch noch ein Infrastrukturprogramm in die Wege leiten, das weitere 1.5 Billionen Dollar verschlingen wird und zudem fragwürdig finanziert ist.

Börsenhändler in New York. Selbst die Finanzmärkte sind verunsichert. Bild: AP/AP

Dieser Mix wird auch zu einer Gefahr für die Stabilität der Finanzmärkte. Die massive Neuverschuldung lässt die Zinsen der Staatsobligationen steigen. In der vergangen Woche hat dies bereits zu Turbulenzen an den Börsen geführt. Die Gefahr vor weiteren Stürmen ist real. Wie die unerfahrene Regierung und der neue Präsident der US-Notenbank, Jay Powell, damit umgehen werden, wird sich weisen. «Ob dabei ein Boom oder ein Crash herauskommen wird, ist ungewiss», orakelt der «Economist». «Es wird auf jeden Fall ein wilder Ritt werden.»

Trump lässt dies kalt. Als Unternehmer hat er sich den Ruf eines «Schuldenkönigs» erworben. Als Präsident sorgt er sich primär um das Wohl seiner Familie. Das haben schon andere vor ihm getan, die Kennedys beispielsweise. «Doch bei all ihren Fehlern haben die Kennedys eine aufrichtige Vision für ein besseres Amerika gehabt», stellt David Frum fest. «Nicht so die Trump-Familie. Sie kam, um zu plündern.»

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Redly 13.02.2018 20:58
    Highlight Wahnsinn! 🤦‍♂️
    Schulden sind immer Raubbau zulasten nächster Generation.
    Und faktisch Umverteilung (via Zinsen) von Armen zu Reichen (Gläubiger).
    Zur Relation: damit schlägt Trump sogar den bisherigen Defizitkönig Obama (9 Billionen während seiner Amtszeit).
    22 2 Melden
    • Toerpe Zwerg 13.02.2018 23:03
      Highlight Also verteilen die USA ihren Reichtum nach China?
      7 1 Melden
    • goldmandli 13.02.2018 23:25
      Highlight Beim Vergleich mit Obama sollte man jedoch noch erwähnen, dass Obama das Land während einer riesigen Wirtschaftskrise, Trump jedoch im wirtschaftlichen Boom übernommen hat. Der Fakt macht die Zahl noch unglaublicher.
      28 2 Melden
    • _kokolorix 14.02.2018 06:53
      Highlight Nur das Obama die USA in tiefster Rezession übernommen und mit diesen Schulden hat er sie überwunden. An Trump wäre es nun, diese Schulden in der Hausse wieder abzubauen, den überbordenden Reichtum einiger Weniger zu bremsen und die Infrastruktur, welche neben den Bushs auch Clinton und Obama sträfliche vernachlässigten wieder auf Vordermann zu bringen. Trump tut genau das Gegenteil. Die USA drohen ein weiterer 'failed State' zu werde und das mit dem absolut grössten Vernichtungspotenzial im Hintergrund, welches Trump nochmal um mehr als einen Fünftel vergrössern will...
      6 1 Melden
    • Toerpe Zwerg 14.02.2018 12:28
      Highlight Failed State? Können Sie bitte kurz beschreiben, was einen failed state kennzeichnet? Danke im Voraus.
      2 1 Melden
    • _kokolorix 14.02.2018 20:33
      Highlight Ein Staat ohne Rechtssicherheit für Nichtvermögende, in dem sich jeder das Recht herausnehmen kann Schwächere auszubeuten, zu unterdrücken, auszurauben und bei Bedarf zu töten. Beispiele: Afganistan, Irak, Syrien, Erithrea, Mexiko, Venezuela und eben in nächster Zukunft wohl auch die USA. Im Süden brodelt es schon gewaltig, die bewaffneten, religiösen, neofaschistischen Spinner kommen aus ihren Löchern gekrochen weil sie spüren, dass sie vom Justizapparat nur noch zur Rechenschaft gezogen werden wenn sie sich mit reichen Leuten anlegen
      6 1 Melden
  • Toerpe Zwerg 13.02.2018 18:54
    Highlight Es kann aufgehen.

    Aber die m.E. grösste Gefahr dieser Politik erwähnt Löpfe nicht:

    Die Wirtschaft in den USA brummt. Es werden zusätzliche Stimuli losgelassen. Die Löhne steigen. Die Inflation wird angeheizt. Die Zinsen müssten stark steigen. Das würde die Refinanzierung brutal verteuern. Also nimmt man die Inflation in Kauf ...

    Allerdings: Das würde den USD abwerten ... und damit vor allem die US Wirtschaft nochmals stärken auf Kosten der Exportüberschuss Länder.

    Eigentlich eine recht komfortable Situation für die USA.
    12 10 Melden
    • Philipp Löpfe 13.02.2018 19:11
      Highlight Zu meiner Ehrrettung sei erwähnt, dass ich dieses Szenario schon ausführlich beschrieben habe.
      29 2 Melden
    • TheGoon 13.02.2018 19:59
      Highlight China wird sich nicht einfach über den Tisch ziehen lassen.

      https://www.zerohedge.com/news/2018-02-12/china-creates-record-29-trillion-new-loans-one-month

      ausserdem:
      6 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 13.02.2018 20:12
      Highlight Das stimmt. Wobei Ehrrettung ja eigentlich sowieso nicht notwendig ist. *einschleim*
      18 3 Melden
    • _kokolorix 14.02.2018 07:02
      Highlight Nur das die internationalen Märkte nicht auf die in schlechter Qualität gefertigten Produkte made in USA warten. Apple und Tesla sind Ausnahmen, nicht die Regel.
      Und wenn die zu erwartenden Umweltkatastrophen die produzierenden Regionen verwüsten wird der hoffnungslos überschuldete Staat nicht helfen können. Auch der wertloseste Dollar kann nichtproduzierten Gütern zum Verkauf verhelfen...
      6 0 Melden
  • banda69 13.02.2018 17:15
    Highlight Welch Hass gegen Arme, Kinder und Familien.

    Und ja: Wäre Trum Schweizer, wäre er in der SVP.
    96 23 Melden
  • Amadeus 13.02.2018 16:32
    Highlight Der klassische Fall konservativer Regierungen:

    Soziale Verpflichtungen abbauen und Leistungen kürzen und damit die eigenen Wähler bestrafen. Dafür den Kulturkampf anheizen, um dieselben Wähler bei der Stange zu halten.
    97 4 Melden
    • _kokolorix 14.02.2018 07:26
      Highlight Lächelt und seid froh, denn es könnte schlimmer kommen. Und sie lächelten und waren froh, und es kam schlimmer...
      Trumps Wähler (und die der SVP) sind Gläubige, die hoffen es werde besser wenn sie ganz fest glauben. Das hatten (und haben) wir doch schon Jahrhundertelang mit den Kirchen. So ist der Mensch🤗. Und er hasst Die, welche ihn auf diese Dummheit hinweisen🤔
      8 0 Melden
  • Tomtom64 13.02.2018 15:21
    Highlight
    Ich bin KEIN Trump-Fan, aber bitte keine Fake-News!

    Zitat: "Die Mittel für Food Stamps – Lebensmittelbons für Kinder – sollen um hunderte von Milliarden Dollar gekürzt werden"

    Gemäss der Aufstellung des US-Landwirtschaftsministeriums (https://fns-prod.azureedge.net/sites/default/files/pd/SNAPsummary.pdf ) betrugen die Ausgaben für Lebensmittelkarten (nicht nur für Kinder) 2017 knapp über 68 Milliarden Dollar.

    Das Infrastukturprogramm über 1.5 Billionen wird vom Zentralstaat mit 200 Mrd. alimentiert. Der Rest soll von Investoren (PKs, Fonds etc) sowie Staaten und Städten kommen.
    60 46 Melden
    • dan2016 13.02.2018 16:07
      Highlight warum die Blitze für Tomtom? Wunsch nach Fakenews und Übersetzungsfehlern?
      38 17 Melden
    • _kokolorix 14.02.2018 07:27
      Highlight Korrektur ist schon Ok. Aber der zweite Teil. Seufz.
      2 1 Melden
  • Alice36 13.02.2018 15:15
    Highlight Ja sie haben "dumb Trump" demokratisch gewählt. Damit müssen sie nun Leben und halt verhungern und/oder verarmen. Ich bin's leid täglich neue Schei... vom MAGA Herrscher zu hören. Im Herbst haben sie die Chance ein kleinwenig was zu ändern und ihn in die Schranken zu weisen. Viel wird's nicht nützen und ein Impeachment wird's nicht geben den ein Präsident Pence wäre noch schlimmer, der hört nämlich nur auf Gott.
    78 8 Melden
  • N. Y. P. 13.02.2018 15:14
    Highlight Herr Löpfe, falls ihnen mal die Artikel - Ideen ausgehen :

    Apropo Trump.

    Wie sähe die Schweiz nach zwanzig Jahren SVP aus ? Also, wenn das Parlament, der Bundesrat und alle kantonalen Parlamente und Regierungen in SVP - Hand wären. Während satten 20 Jahren.

    Hätten wir eine Sozialwüste, wie in den USA ? Oder hätten wir überall Honigbrunnen ?

    Falls sie mal von Trump Urlaub machen wollen ;-)
    81 19 Melden
  • TheGoon 13.02.2018 14:34
    Highlight hier ein Artikel vom 11.Feb.18

    Have they all lost their collective minds?

    https://northmantrader.com/2018/02/11/rising-debt-rising-rates/
    26 2 Melden
  • TheGoon 13.02.2018 14:29
    Highlight chunt scho guet... NOT
    52 6 Melden
    • Machine Gun Kelly 13.02.2018 17:16
      Highlight Wäre schön gewesen in allen Grafiken die gleiche Zeitachse zu verwenden. Hier werden teilweise Jahrzehnte, Monaten gegenübergestellt. (No Hate)
      38 1 Melden
    • TheGoon 13.02.2018 19:45
      Highlight ok, die Auflösung ist etwas mies. Die Daten daher nicht auf den ersten Blick ersichtlich.
      Hier zur Quelle:

      https://fred.stlouisfed.org/

      #DYOR

      7 0 Melden
    • IchSageNichts 13.02.2018 20:46
      Highlight MGK hat recht. Das der Kommentar ein 41:3 Herz: Blitz Verhältnis hat lässt mich stark an der Leserschaft hier zweifeln. Die Y-Achsen sind auch nicht genullt. Das ist doch SVP-Diagram-Style. Oder Klimaskeptiker. Oder alle die was zu verbergen haben.
      17 3 Melden
    • IchSageNichts 13.02.2018 21:00
      2 9 Melden
    • DonChaote 13.02.2018 21:44
      Highlight @machine gun kelly
      Nach meiner interpretation wird hier nichts gegenübergestellt, dies sollte doch eher eine übersicht sein? Mit den vertikalen grauen balken werden die zeitachsenunterschiede visualisiert. Aber konzentrieren sie sich mal bei allen grafiken auf das jahr 2008 (da war trump bekanntlich erst eine marke bzw reality-tv „star“, und noch nicht präsident). Aber ich denke, dass die geschehnisse in 2008 und deren auswirkungen die wahl des aktuellen leader of the free world begünstigt hat...
      6 0 Melden
  • Scaros_2 13.02.2018 14:26
    Highlight Kann mir einmal jemand erklären:

    Warum kann sich ein Staat wie die USA so extremst verschulden und keinen Interessiert es während staaten wie Griechenland, Portugal etc. extremst unter die Fittiche genommen werden?
    176 8 Melden
    • Ökonometriker 13.02.2018 14:41
      Highlight @Scaros_2: Wegen dem Euro. Werden die Zinsen in den USA zu teuer oder droht eine Refinanzierungslücke druckt die FED Geld. Oder kauft sogar direkt Staatsanleihen, wie unter dem Quantitative Easing Programm. Werden sie in Portugal zu teuer, macht die EZB nichts, da die anderen Euroländer keine Probleme haben.
      60 4 Melden
    • Sheldon 13.02.2018 14:44
      Highlight Bin zwar auch kein Oekonom, habe es aber so verstanden: Die USA erhält ein wesentlich höheres Rating (AAA), als andere Länder, weil die Wirtschaftsleistung des Landes im Vergleich sehr hoch ist. Das ist für die Kreditgeber Sicherheit. Daher geben sie das Geld auch (noch) zu tiefen Zinsen. Mittlerweilen müsste aber auch die USA ein Jahr produzieren um die Schulden zurückzahlen zu könen. Das haben die Rating-Agenturen aufgenommen, was zu einem schlechteren Rating und zu höheren Zinsen für den Staat führen dürfte.
      51 3 Melden
    • sealeane 13.02.2018 14:46
      Highlight Kenst du Waffen? Kennst du im verhältnis zur grösse best ausgerüsteste Armee? Kennst du Flug- und Militärstützpunkte auf der ganzen Welt? Kennst du Wirtschaftskrieg? (z.B. ich bin gegen das ganze Schwarzgeld der Banken, die USA haben uns aber gezwungen das abzuschaffen, machen selbst aber fröhlich weiter.)
      Und am wichtigsten, das Fazit aus dem allem: Kennst du MACHT? den genau diese macht läst sie schalten und walten wie sie wollen. Und sie haben in der Vergangenheit diese Macht auch genutzt um ihre Interessen durchzusetzen (z.B. Irak).
      46 23 Melden
    • Tomtom64 13.02.2018 15:08
      Highlight Weil die USA ihr Geld selber drucken können und ihnen zumindest im Moment noch die ganze Welt Dollars wegen der höheren Zinsen abkauft.



      39 7 Melden
    • pazüsen 13.02.2018 15:11
      Highlight Bin zwar kein Volkswirtschaftler, also bin ich nicht 100% sicher, ob das alles ganz stimmt: Ein Grund dürfte sein, dass der US-Dollar die Hauptwährung des Welthandels ist. D.h. viele Unternehmen und Zentralbanken halten Dollar. Diese werden am einfachsten in US-Staatsanleihen angelegt, was wiederrum für eine hohe Nachfrage nach solchen sorgt. Deshalb sind die Zinsen (im Gegensatz zu Griechenland und anderen kleinen, eher schwachen Volkswirtschaften) auch einiges tiefer.
      39 2 Melden
    • TheGoon 13.02.2018 15:30
      Highlight Deutschland hat massiv vom tiefen Euro profitiert.
      19 3 Melden
    • Tikvaw 13.02.2018 15:40
      Highlight Die richtige Frage lautet: Wer leiht denn den USA immer noch Geld.
      Nun ist es halt tatsächlich so, dass sehr viele Leute, Investoren, Unternehmen und Staaten, gerne US-Staatsanleihen kaufen.
      Weil sie bisher ihre Zinsen immer bezahlt haben (auch wenn der Wert der Zinsen ein bisschen abgenommen hat, durch die Schwächung des Dollars)
      und jeder glaubt, dass auch bei der grössten Wirtschaftskrise, die USA sich wieder aufrappeln und an Geld kommen wird. Einfach weil sie einen riesigen Pool von Arbeitskräften, Konsumenten, Unternehmen, Patenten usw. hat.
      Griechenland hat nichts davon. Im Gegenteil
      35 1 Melden
    • Big ol'joe 13.02.2018 16:30
      Highlight Ratingagenturen... privat zudem
      23 1 Melden
    • Stadtmensch91 13.02.2018 16:51
      Highlight Das kann ich dir erklären.

      Die USA haben eine Gewaltige Wirtschaft und können die Zinsen bezahlen, wohingegen Griechenland einfach pleite ist.
      17 2 Melden
    • Luku luku 13.02.2018 17:56
      Highlight Petrodollar... Kein mächtiges Land der Welt will den Dollar entwerten, sobald die Chinesen dies tun, hat Trump seinen Handelskrieg
      16 1 Melden
    • Tom H 13.02.2018 18:16
      Highlight Weil der Dollar immer noch die wichtigste Leitwährung ist und die USA quasi so viel Dollars drucken können wie sie wollen. Die USA haben im Gegensatz zu den Euro-Ländern eine unabhängige Notenbank und somit auch eine eigene Geldpolitik. Die Euro-Länder haben keine Möglichkeit, z.B. den Euro länderweise abzuwerten, somit sind viele Länder nicht konkurrenzfähig und die Verschuldung bleibt hoch und die Zinsen für Staatskredite steigen.Die USA als grösste Wirtschaftsmacht hat trotz der hohen Verschuldung immer noch eine gute Bönität.
      8 1 Melden
    • IchSageNichts 13.02.2018 18:27
      Highlight Weil sie den Euro wollen?
      Weil die USA 106% des BIP Schulden hat und Griechenland 170%?

      Auch die USA werden irgendwann wieder zurückbuchstabieren müssen. Nur können sies selber bestimmen. Inflation rauf und weg sind die Schulden. Bei Euromitgliedern ist das nicht möglich was auch der grundlegende Fehler am Euro ist.
      5 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 13.02.2018 18:45
      Highlight Zusammenfassend:
      - Auslandschulden nur in der Landeswährung
      - Währungshohheit
      - Weltwährung
      - Starke Wirtschaft
      - Abhängigkeit der Exportüberschussländer von den Schulden der USA
      - Devisenreserven der Gläubiger
      14 0 Melden
    • Unicron 13.02.2018 21:42
      Highlight Weil die USA zwar hohe Schulden hat, sich aber die Zinsen welche es zu bezahlen gilt locker leisten kann. Bei den USA ist also nicht damit zu rechnen dass sie ihre Rechnungen nicht bezahlen. Das ist bei den Griechen anders.
      6 0 Melden
    • Dr.Bogyman 14.02.2018 17:15
      Highlight Amerika hat Atombomben und eine sehr starke Armee...
      0 2 Melden
  • Ökonometriker 13.02.2018 14:19
    Highlight Die USA sollten sich auf ihre föderalistischen Werte besinnen und sich ein Beispiel an der Schweiz nehmen. Während der Zentralstaat in den USA 22% des BIPs ausgibt, sind es in der CH keine 10 Prozent. Und so viel besser ist der Sozialstaat in den USA nicht...
    57 4 Melden
    • rauchzeichen 13.02.2018 14:25
      Highlight haha nein definitiv nicht, denn er ist massiv schlechter
      96 1 Melden
    • Danyboy 13.02.2018 15:00
      Highlight Hahah, der Sozialstaat in den USA ist miserabel... Und auf Kosten der Ärmsten wird jetzt noch gespart. Und bei der Bildung ebenfalls. Die haben ja jetzt schon so „tolle“ öffentliche Schulen🙄
      Also wenn im November die Demokraten nicht zünftige Gewinne einfahren, dann sind die Amis wirklich noch dämlicher als gedacht...
      85 2 Melden
    • B-Arche 13.02.2018 15:03
      Highlight Der Zentralstaat gibt eigentlich nur für das Militär viel Geld aus. Es ist der mit Abstand grösste Posten. Ohne Militär wäre die Bundessteuer nur noch die Hälfte. Der Rest sind Medicare und Medicaid (machen in der Schweiz die Kantone).

      Auf der anderen Seite ist die Staatssteuer von New York niedriger als die von Zürich.
      31 1 Melden
    • Toerpe Zwerg 13.02.2018 18:47
      Highlight Der Sozialstaat in den USA ist massiv stärker ausgebaut als in China, auch wenn die Schreibenden oben das nicht wissen wollen.
      5 9 Melden
    • B-Arche 13.02.2018 19:14
      Highlight Hier geht es aber nicht um China, Herr Zwerg.
      "But what about China?" hört sich so nach alter sowjetischer "Argumentation" an. Seit Chrustschow wurde das Standard...
      10 0 Melden
    • Enzasa 13.02.2018 20:42
      Highlight In China braucht man keine Sozialhilfe, denn dort arbeiten alle.
      Zwar ist nicht jede Firma produktiv und nicht jeder Arbeiter arbeitet tatsächlich, theoretisch aber funktioniert die Volkswirtschaft.
      11 2 Melden
  • pa0l194 13.02.2018 13:58
    Highlight Im wahlkampf war von 19 billionen ( bzw englisch trillion) die rede. Die Staatsverschuldung der vereinigten staaten liegt stand heute bei ca 21.062.000.000.000 $ also kann trump schwer von 19 miliarden defizit in 8 jahren gesprochen haben 😅 oder übersehe ich hier was?

    Trotzdem sehr lesenswerter artikel ;)
    37 1 Melden
    • Philipp Löpfe 13.02.2018 14:15
      Highlight Nein, du übersiehst nichts. Ist bereits korrigiert.
      35 3 Melden
  • Thadic 13.02.2018 13:57
    Highlight Es ist nichts so wie es war: Früher haben die Linken Schulden gemacht und die Rechten gespart.
    16 51 Melden
    • Tsunami90 13.02.2018 14:25
      Highlight Trump ist weder rechts noch links. Das macht ihn ja so unberechenbar.
      57 11 Melden
    • rauchzeichen 13.02.2018 14:28
      Highlight und noch früher wars umgekehrt. hat nichts mit links/rechts zu tun, sondern ist eine gewaltige systemschwäche des monetären systems. das ist der alte stein, den wir umstossen müssen...
      50 4 Melden
    • Sheldon 13.02.2018 14:55
      Highlight @Thadic: stimmt nicht ganz. Eine Linkspolitik will die Einnahmen durch Abschöpfung erhöhen und in die Sozialleistungen leiten. Das führt aber oft zu einer Demotivation der Abgeschöpften und zu einer Trägheit der Empfänger. Eine Rechtspolitik will die Abschöpfung minimieren und bei den Sozialausgaben sparen. In der Theorie führt dass dies zu einem Motivationsschub und gesamthaft zu mehr Einnahmen. Letztendlich kann beides zu mehr Schulden führen und führt es auch, insbesondere in den USA. Trump macht nun beides, weniger Abschöpfung und mehr Ausgaben. Das ist ziemlich dumm.
      51 8 Melden
    • loquito 13.02.2018 15:35
      Highlight Noch nie hat die Reduktion von Staatsausgaben zu einem Motivationsschub in der Arbeiterklase geführt, noch zu mehr Steuereinnahmen... Ist das im gleichen Buch geschrieben, wo auch die unsichtbare Hand alles regelt und für mehr Wohlstand für alle sorgt?... Oder haben Sie ein Beispiel. Weniger Sozialhilfe und ALV führt nicht zu Motivation, sondern zu Existenzangst und dazu, dassman sich für weniger Lohn einstellen lässt und dabei sicher nicht zufriedener wird, noch mehr Steuern bezahlt...
      32 5 Melden
    • Thadic 13.02.2018 16:11
      Highlight @rauchzeichen: „Eine gewaltige Systemschwäche des monäteren Systems“.
      Genau das ist es. Mein Kommentar war ironisch gemeint.
      5 2 Melden
    • Sheldon 13.02.2018 16:30
      Highlight @loquito: habe es extra langsam geschrieben, in der Hoffnung du kannst es dann auch langsam und genau lesen. Habe nichts von Arbeiterklasse geschrieben und auch nichts von unsichtbarer Hand. Motivierte Unternehmer stellen auch eher Leute ein und bezahlen auch eher gute Löhne, als solche, denen Steine in den Weg gelegt werden.
      4 17 Melden
    • Sandro Lightwood 13.02.2018 17:13
      Highlight „Motivierte Unternehmer stellen auch eher Leute ein und bezahlen auch eher gute Löhne, als solche, denen Steine in den Weg gelegt werden.“

      Hihi, ist das nicht eben genau die unsichtbare Hand? 🤪
      17 3 Melden
    • DerRabe 13.02.2018 18:19
      Highlight @Sheldon, das stimmt jetzt aber wirklich nicht. Niemand stellt einfach mehr Leute ein oder zahlt höhere Löhne nur weil es einem selbst durch Steuergeschenke besser geht. Höhere Löhne werden gezahlt, wenn zu wenig qualifizierte Mitarbeiter auf dem Markt sind und mehr Leute werden eingestellt, wenn die eigene Produktion nicht der Nachfrage gerecht wird. Beides hat absolut nichts mit dem eigenen Profit zu tun.
      Steuergeschenke werden nur aus einem Grund gemacht: Man hat Angst, dass eine Firma sonst an einen Ort abwandern könnte, wo noch weniger Steuern gefordert werden.
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    • Redly 13.02.2018 21:05
      Highlight @DerRabe: schliess nicht von dir auf andere.
      Doch, es gibt jede Menge gute Unternehmer, Patrons und Arbeitgeber, welche auch das wohl ihrer Mitarbeiter fördern wollen. Dir bösen sind nicht immer die anderen...
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    • DerRabe 14.02.2018 07:27
      Highlight @Redly, ja die gibts. Doch genau für die werden ja die Steuergeschenke nicht gemacht. Diese Unternehmer sind eh schon lokal verankert und würden niemals wegziehen.
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    • Sheldon 14.02.2018 11:44
      Highlight @DerRabe: und genau die werden am meisten geplagt. Es geht dabei nicht nur um Geld, sondern auch um Regulierungen, Formulare, Statistiken (wenn du sie nicht ausfüllst, wird gleich mit Strafe gedroht). Würde auch lieber als Rabe auf der Leitung hocken und krächzen.
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  • Fidelius Amadeus Wortzart 13.02.2018 13:53
    Highlight Reine Panikmache wieder wenn es um Trump geht. Haltet den Ball mal flach.
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    • Fichtenknick 13.02.2018 14:39
      Highlight Bist du Food-Stamp-Empfänger? Oder auf Medicare angewiesen? Nein? Dann einfach mal die F***** halten.
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  • MacB 13.02.2018 13:49
    Highlight Das hervorgehobene Zitat «Innerhalb von acht Jahren werden wir das Defizit von 19 Milliarden Dollar zum Verschwinden bringen» wurde falsch übersetzt!

    Es sind Billionen, nicht Milliarden.
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    • Philipp Löpfe 13.02.2018 13:55
      Highlight Stimmt, einmal ist er mir durchgerutscht.
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    • meine senf 13.02.2018 14:14
      Highlight Wenn Trump auf Englisch von "billions" gesprochen hat, wäre die Übersetzung "Milliarden" schon korrekt. Im Englischen gibt es keine Milliarden, Billiarden, Trilliarden etc. und entsprechend verschieben sich die Begriffe.

      Die deutsche Billion wäre auf US-englisch eine Trillion.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Lange_und_kurze_Skala
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    • zimtlisme 13.02.2018 14:44
      Highlight Die englischsprachigen "Billions" sind die deutschen Milliarden (1 mit 9 Nullen). Die deutschsprachige Billion hat 12 Nullen, was einer englischsprachigen Trillion entspricht.
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    • pedrinho 13.02.2018 15:28
      Highlight "Das hervorgehobene Zitat «Innerhalb von acht Jahren werden wir das Defizit von 19 Milliarden Dollar zum Verschwinden bringen»"

      Ob nun milliarden, billionen oder trillionen.

      Klar wird er es zum verschwinden bringen, keiner wird nach seiner amtszeit noch von so kleinen summen sprechen ;)
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    • MacB 13.02.2018 16:40
      Highlight @meine senf, es geht aber um die Staatsverschuldung per se und die ist bei 19 Billionen, nicht 19 Milliarden. Darum war die Überstezung nicht korrekt, ist ja aber schon korrigiert und halb so wild.

      Ich dachte gar nicht, dass der Kommentar veröfentlicht wird, wollte es aber dennoch platzieren.
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    • Gummibär 13.02.2018 16:46
      Highlight Eine amerikanische Billion ist eine deutsche Milliarde.
      16 1 Melden
    • Enzasa 13.02.2018 20:46
      Highlight 🖤
      3 0 Melden
  • N. Y. P. 13.02.2018 13:48
    Highlight Die Mittel für Food Stamps – Lebensmittelbons für Kinder – sollen um hunderte ! von Milliarden Dollar gekürzt werden..

    Und was bitteschön sollen die Kinder jetzt essen ?

    Auf die Gefahr hin, dass der Kommentar nicht aufgeschaltet wird. Langsam aber sicher würde ich Mr. President gerne stundenlang in die Fresse hauen.
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    • Crissie 13.02.2018 13:59
      Highlight Da bin ich sofort dabei!!
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    • grind 13.02.2018 14:13
      Highlight das mit den trump wählern ist halt so ne sache.... die essen auch liebend gerne gar nix, solange der [insert minority here] von nebenan auch nix kriegt!
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    • elias776 13.02.2018 14:34
      Highlight Genau meine Meinung
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    • B-Arche 13.02.2018 15:00
      Highlight Das ist im Endeffekt dieselbe Politik die die SVP in der Schweiz durchziehen will.
      Und gerade die Büezzer die immer einen Schritt vor der Armut sind wählen die. Exakt so wie in den USA.
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    • B-Arche 13.02.2018 17:00
      Highlight Nachtrag: Trump macht das was er immer macht - den grossen Städten und sozialeren Gebieten eins auswischen. Die Bundesstaaten werden nämlich die Differenz für die Benefit-Marken zusteuern müssen so dass sich ein Anreiz ergibt Arme zu vertreiben um die Steuern zu senken.
      Bundesstaaten die auf Familie, eigene Kinder als Altersvorsorge, strengen Glauben und wenig Kultur setzen haben Vorteile und könnten ein zweites Delaware werden für tiefe Steuern.

      Und dafür wird er von den Büezzern auf dem Land gewählt weil sie 'ihre Pflicht getan haben mit Familie, Haus und Kinder' - anders als viele Städter.
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