Wirtschaft

Ingenieur und Unternehmer: Anton Gunzinger. In seinem Buch «Kraftwerk Schweiz» zeigt er, wie eine Schweiz mit nachhaltiger Energie aussehen würde.

«Die Schweizer Bevölkerung nimmt die Energiewende selbst in die Hand»

Stromkonzerne wie Alpiq oder Axpo geraten ins Schleudern, Atomkraftwerke wie Mühleberg und Beznau kommen in ein kritisches Alter. Die Atomenergie lebt von Märchen und wir müssen rasch umdenken, fordert ETH-Professor und Unternehmer Anton Gunzinger.

11.04.16, 11:35 12.04.16, 05:19

Herr Gunzinger, Sie sind Ingenieur, Unternehmer und ein Gegner der Atomkraft. Warum?
Weil es ein schlechtes Geschäft ist. Früher kostete Strom von AKWs zwei Rappen pro Kilowattstunde. Heute produzieren neueste Werke Strom mit 15 Rappen pro Kilowattstunde. Kernenergie hat eine negative Lernrate: Je mehr man produziert, desto teurer wird es. Dazu kommt das Risiko: Wenn man beispielsweise das Risiko von Beznau I korrekt berechnen würde, dann käme man auf einen Betrag von über 800 Millionen Franken. Das bei einem Jahresgewinn von gerade Mal 16 Millionen Franken – wenn es gut läuft. Unternehmerisch macht das keinen Sinn.

Ist das nicht eine zu kurzsichtige Betrachtungsweise? Es braucht doch AKWs, damit es immer genügend Strom hat.
Beim Strom muss die angebotene Leistung immer der Nachfrage folgen. AKWs können das nicht, in der Sommernacht führt das zusammen mit den Flusskraftwerken sogar zu einem Überangebot. Man hat das System um die AKWs herum gebaut und behauptet nun, es brauche die AKWs.

«Die Qualität eines Reaktors wird beim Bau festgelegt, nachher kann nichts mehr verändert werden.»

Sind die Schweizer AKWs nicht so sicher, dass das Risiko minim ist?
Das schwächste Glied in der Kette ist der Reaktor. Seine Qualität wird beim Bau bestimmt und kann später nicht mehr verändert werden.

Aber die Schweizer AKWs werden doch regelmässig mit dreistelligen Millionenbeträgen erneuert.
Das betrifft nur die Systeme rund um den Reaktor herum, und da hat es tatsächlich grosse Fortschritte gegeben. Diese Systeme müssen im Notfall sicherstellen, dass der Reaktor immer noch gekühlt werden kann. Aber die Qualität eines Reaktors wird beim Bau festgelegt, nachher kann sie nur sehr aufwändig verbessert werden. Dazu müsste man das AKW abbauen. Der Reaktor in Beznau I wurde vor 50 Jahren gebaut mit dem damaligen Stand der Technik.

Trügerische Idylle: Kühe vor dem Atomkraftwerk Gösgen.
Bild: KEYSTONE

Was bedeutet das für die Sicherheit?
Beznau I beispielsweise rechnete beim Bau damit, dass durchschnittlich alle 300 Jahre ein Unfall passieren könnte. Das finde ich absolut unverantwortlich. Zum Vergleich: Bei Eisenbahnsystemen ist die Anforderung an die Eintretenswahrscheinlichkeit für einen Unfall grösser als 100'000 Jahre, also mehr als 300 Mal mehr Sicherheit als bei Beznau I. Was mich als Ingenieur zusätzlich auf die Palme bringt: Ich bin nicht der einzige, der diese Zahlen kennt. Aber niemand hat in der Vergangenheit auf dieses Problem hingewiesen. Wir unterdrücken dieses Wissen kollektiv.

«Atomenergie hat ihren Höhepunkt bereits 2006 überschritten, also noch vor Fukushima.»

Wie erklären Sie diese kollektive Verdrängung?
Vermutlich gab es ein Denken: «Es kann nicht sein, was nicht sein darf.» Ein anderes wichtiges Thema bei solchen Systemen lautet: Ein Einzelfehler darf nie zu einer Gefährdung führen. 

Und gegen diese Regel wird auch in Schweizer AKWs verstossen?
Ja, leider. Betrachten wir das Beispiel Mühleberg. Mühleberg war ursprünglich nicht so gebaut, dass es einem starken Hochwasser – wie es sich etwa vor 300 Jahren ereignet hat – gewachsen gewesen wäre. Oder ein Bruch des Gruyère-Dammes hätte möglicherweise gar den Reaktor aus dem Boden gerissen. Das wurde inzwischen korrigiert. Es ist auch bekannt, dass der Aufprall eines Passagierjets auf das Reaktorgebäude, ein Einzelfehler, zu einem GAU führen würde. 

Wirklich sicher? Das AKW Mühleberg.
Bild: WikiCommons

Die neuesten AKWs in Finnland und Frankreich dürfen ihren Betrieb nicht aufnehmen, weil sie zu wenig sicher sind. Kann man überhaupt sichere AKWs bauen?
Mit den AKWs sind wir an der sicherheitstechnischen Grenze des menschlich Machbaren erreicht, vielleicht haben wir diese Grenze sogar überschritten. Ein Problem heutiger AKWs besteht darin, dass sie nur einen sicheren Betriebszustand haben: Sie sind noch nicht eingeschaltet worden. Ab dann muss die Sicherheit immer aktiv bewirtschaftet werden. Wir Menschen sind dann gut, wenn wir aus unseren Fehlern lernen können. Das ist im Schienen- und Luftverkehr möglich. Im AKW steuert im Normalbetrieb der Computer die Anlage, in gefährlichen Situationen müssen jedoch Menschen übernehmen, können das aber in der Praxis nicht einüben. Deshalb stellt sich die Frage: Kann das Personal in einem Störfall auch adäquat reagieren?

Atomenergie ist somit weder wirtschaftlich noch sicher.
Kernenergie arbeitet mit hohen Drücken und hohen Temperaturen, das verursacht hohen Verschleiss und braucht daher viel Erneuerung. Es muss viel für die Sicherheit getan werden. Man braucht ein Endlager. All das kostet Geld. Die Grenzkosten von Kernenergie sind deshalb sehr hoch. Bei der Solarenergie hingegen haben wir sehr tiefe Grenzkosten. Solarzellen haben keine beweglichen Teile und brauchen deshalb geringen Unterhalt. Langfristig ist Solarenergie die kostengünstigste Energie.

Bis vor kurzem war die Kombination Atomkraftwerk/Pumpspeicherwerk ein Supergeschäft. Warum funktioniert dieses Modell nicht mehr?
Wir haben heute in Europa eine «Stromschwemme», da erneuerbare Energie ausgebaut werden und Kohlekraftwerke nicht ausgeschaltet werden. Deshalb sind die Preise für Strom im Keller.

Aber es werden ja noch immer AKWs gebaut.
Atomenergie hat ihren Höhepunkt bereits 2006 überschritten, also noch vor Fukushima. Der Grund dafür dürften die hohen Kosten sein. Weltweit sind zur Zeit 67 AKWs in Bau, 29 davon in China. 11 davon sind seit den 90er Jahren im Bau. Atomkraftwerke werden vor allem von Staaten gebaut, die ein Interesse an Plutonium haben. Rein wirtschaftlich orientierte Staaten bauen keine AKWs mehr. Jährlich gehen zwischen 6 und 7 neue Meiler ans Netz, 10 bis 15 werden abgeschaltet. Die Kernenergie nimmt ab. Bei erneuerbaren Energien hingegen wurde 2014 die Energiemenge von etwa 20 Atomkraftwerken zugebaut. Das jährliche Wachstum beträgt rund 30 Prozent. 

Juli 1986: Protestveranstaltung gegen den Bau von Kaiseraugst in Gösgen.
Bild: KEYSTONE

In den letzten Jahrzehnten sind wir doch in der Schweiz mit dem Energiemix – Bandenergie von AKWs und Flusskraftwerken, Spitzenenergie von den Speicherkraftwerken – gut gefahren. Können Sie verstehen, dass man davon nicht abrücken will?
Ich kann das verstehen, denn es gab in der Vergangenheit keine Alternative. Heute sind günstigere erneuerbare Energien als Kernenergie verfügbar. Mit der Kernenergie gehen wir ein sehr hohes Risiko ein, wir hatten bisher einfach sehr viel Glück gehabt. Weshalb aber sollen wir weiterhin ein so hohes Risiko eingehen, ohne signifikanten finanziellen Gewinn? Wegen fünf AKWs setzen wir unsere gesamte Volkswirtschaft aufs Spiel. Kommt dazu, dass die Rechnung für den Abbau der AKWs die künftigen Generationen berappen müssen.

Das grösste finanzielle Fiasko in der Geschichte der Schweiz

Der Rückbau eines AKWs kostet rund eine Milliarde Franken. Das zeigt die Erfahrung aus Deutschland. Im Stilllegungsfonds der Schweizer AKWs befinden sich zwischen fünf und sechs Milliarden Franken. Alles im grünen Bereich also? Nicht ganz. Allein der Bau eines Endlagers wird – sollte dereinst ein Standort gefunden werden – zwischen 10 und 15 Milliarden Franken kosten. Die bestehenden Zwischenlager und das Endlager müssen unterhalten werden. Zusammen mit dem Personal der Aufsichtsbehörde ENSI – heute arbeiten 250 Personen dort – werden in den nächsten 100 Jahren rund 1000 Personen damit beschäftigt sein, das Endlagerungsproblem der Schweizer Atomindustrie zu lösen. Über den Daumen gepeilt ergibt das ungedeckte Kosten in der Höhe zwischen 40 und 45 Milliarden Franken.

In der Schweiz habe es zu wenig Sonne und zu wenig Wind für erneuerbare Energie, wird ebenfalls eingewandt.
Wir haben das fundiert durchgerechnet. Wir Schweizer können, wenn wir denn wollen, unser Land mit 100 Prozent erneuerbarem Strom versorgen.

Warum machen wir es dann nicht? Anders als etwa Frankreich haben wir ja keine mächtige Atomindustrie. Und marktwirtschaftlich gesehen macht es ebenfalls keinen Sinn mehr.
Es geht letztlich um einen Machtverlust. Ein Ausstieg aus dem Atomstrom ist auch eine Neuverteilung der Macht. 

«Elektroautos wurden lange belächelt, jetzt sind sie geil.»

Cleantech ist doch längst zu einem Geschäft, Elon Musk mit Solarenergie und Elektroautos zum Vorzeige-Kapitalist geworden. Weshalb nimmt man das hierzulande nicht zur Kenntnis?
Nochmals, es ist eine Machtfrage, die nur mit Druck von unten, also vom Volk, entschieden wird.

Gibt es diesen Druck schon?
Ja, selbst die Amerikaner entdecken die Solarenergie. Wir haben ausgerechnet, dass die Amerikaner bei einer Umstellung auf nachhaltige Energie ab 2035 pro Jahr 800 Milliarden Dollar einsparen könnten. Das ist auch für die USA viel Geld.

Baut nicht nur Elektroautos: Elon Musk.
Bild: RASHID UMAR ABBASI/REUTERS

In der Schweiz sind die grossen Stromversorger, vor allem Alpiq, in grosse Probleme geraten. Wird das zu einem Umdenken führen?
Vielleicht. Vielleicht muss Alpiq zuerst in den Konkurs gehen.

Kann ein Unternehmen wie Alpiq überhaupt in Konkurs gehen?
Natürlich. Der Staat muss dann einen Rettungsplan ausarbeiten, um die Stromversorgung zu gewähren. De facto passiert dies bereits – auf Kosten des Steuerzahlers. 

«Ein Ausstieg aus dem Atomstrom ist auch eine Neuverteilung der Macht.»

Wie kann die Schweiz vernünftigerweise aus der Atomenergie aussteigen?
Mein Vorschlag ist die Gründung einer Bad Bank. Dort sollen alle AKWs, das Zwischenlager am Paul Scherrer Institut und das Endlager zusammengefasst werden. So könnten die Stromkonzerne einen Neustart ins Auge fassen. Selbstverständlich sollten sie ihren Teil an die Kosten der Bad Bank beitragen. Sie haben in der Vergangenheit ja auch profitiert.

Der Steuerzahler würde aber ebenfalls zur Kasse gebeten.
Wir müssen den unangenehmen Tatsachen ins Auge sehen, anders geht es nicht. Ich würde unverzüglich Beznau I und II abschalten. Gleichzeitig würde ich Solar- und Windenergie massiv ausbauen und einen Ausstiegplan für Gösgen und Leibstadt ausarbeiten. Bis 2035 wären alle AKWs abgeschaltet.

Können Sie schon Anzeichen eines Umdenkens ausmachen?
Die Schweizer Bevölkerung hat den Umbau des Energiesystems in die Hand genommen. Letztes Jahr wurde 300 MW Solarenergie trotz der schlechten staatlichen Unterstützung zugebaut. Die Schweizer Bevölkerung geht schneller ans Werk als das Parlament.

Und kann die Marktwirtschaft den Umbau auf eine nachhaltige Energie auch schaffen?
Letztlich kommt es darauf an, wie sich die Bevölkerung entscheiden wird. In der Wärmedämmung hat das Umdenken bereits eingesetzt, man macht es heute einfach. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir in ein paar Jahren uns ebenfalls nicht mehr fragen: Wollen wir Solarzellen auf dem Dach? Wir machen es einfach. Oder Elektromobilität: Elektroautos wurden lange belächelt, jetzt sind sie geil. Es wird wohl so geschehen wie mit dem Smartphone: Plötzlich hatten alle eines.

Solarenergie

Der «bewährte Energiemix» ist wie eine gedruckte Zeitung – ein Auslaufmodell

Dieser ETH-Professor mag keine Subventionen. Die Energiewende ist für ihn trotzdem kein Luxus – sondern ein glänzendes Geschäft

Du glaubst immer noch nicht an Wind- und Sonnenenergie? Die neuesten Entwicklungen sollten dich eines Besseren belehren!

Elon Musk ist «Iron Man»: Brauchen wir wieder einen Übermenschen, der uns vor dem Untergang bewahrt?

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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52Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Regula Sterchi 11.04.2016 23:56
    Highlight "Warum machen wir es dann nicht? Anders als etwa Frankreich haben wir ja keine mächtige Atomindustrie. Und marktwirtschaftlich gesehen macht es ebenfalls keinen Sinn mehr."

    Hinzu kommt wohl, dass keiner der Verantwortlichen der sein will, der die Bude in's Minus fährt: Solange die AKW's laufen, können sie mitgetragen werden und produzieren nicht auf einen Schlag einen riesigen Malus.
    14 0 Melden
  • cype 11.04.2016 15:22
    Highlight Wem gehört die Alpiq?
    Siehe http://www.energiestadtfinder.ch/wemgehoertdiealpiq/
    14 0 Melden
  • Benedikt Jorns 11.04.2016 15:19
    Highlight Anton Gunzinger ist ein Experte und ein guter Verkäufer für Photovoltaik. Doch die Energiezukunft sieht anders aus, als er dies sieht. In der Schweiz wird im kritischen Winterhalbjahr erst 0,6% des Strombedarfs mit PV abgedeckt. Windkraft bringt hier noch weniger und die 3 bisherigen Projekte für die Nutzung der tiefen Geothermie waren leider ein Misserfolg. Erst Elektromobile werden bei uns PV sinnvoll machen.
    Offenheit für kommende Entwicklungen sowohl bei den erneuerbaren Energien wie bei der Kernenergie ist die nahe liegende und in die Zukunft weisende Energiestrategie.
    10 49 Melden
    • DasSchaffenWir 11.04.2016 19:09
      Highlight Genau: Die einen sehen nur die Berge, die anderen den Horizont!
      20 6 Melden
    • Regula Sterchi 11.04.2016 23:58
      Highlight btw: Photovoltaik ist nicht die einzige erneuerbare Energiequelle.
      15 0 Melden
    • Homes8 12.04.2016 08:43
      Highlight @ DasSchaffenWir
      Und was passiert, wenn man nur den Horizont anschaut und den Abgrund nicht sieht?
      5 11 Melden
  • simiimi 11.04.2016 14:53
    Highlight Mich verwunderts, dass Herr Gunziger widerspruchslos behaupten konnte, die Schweiz könne ohne Probleme auf die 40% Bandenergie aus Atomkraft verzichten, obwohl alle unbefangenen Experten das Gegenteil behaupten. Offensichtlich schielt er als Kraftwerkbesitzer insgeheim auf die massive Subventionsindustrie, welche durch die Energiewende aufgezogen würde. Ob das Volk bei einer Abstimmung seinen Segen dazu gibt würde ich übrigens auch noch nicht unterschreiben
    15 47 Melden
    • Maett 11.04.2016 15:22
      Highlight @simiimi: solange nicht erklärt werden kann, wie die Schweiz ohne AKWs stabil mit Strom versorgt werden kann (ohne Import), gibt es tatsächlich keinen Grund, auf die Atomkraft zu verzichten, zumal der Stromverbrauch in Zukunft eher noch steigt (Bevölkerungswachstum + Alternative zu Öl).

      Die Energiestrategie des Bundes folgt ja nicht gerade einem roten Faden, Gaskombikraftwerke mit Pipeline-Abhängigkeit (und somit EU-Abhängigkeit, die im Gasstreit irrational handelt) ist ja nicht das gelbe vom Ei, Sonne und Wind geht auch nicht, da unplanmässig Strom erzeugt wird. Wo sind AKW-freie Lösungen?
      11 27 Melden
    • kaderschaufel 11.04.2016 16:34
      Highlight Es ist einfach eine Frage des Geldes. Es gibt viele gute Ideen, die aus finanziellen Gründen nicht umgesetzt werden können, sagt jedenfalls Frau Leuthard, aber es wäre unverhältnismässig die alle zu subventionieren (ich weiss, mit dem Wort unverhältnismässig muss man angesichts der drohenden Klimakatastrophe vorsichtig umgehen, ich meine damit, dass wir so grosse wirtschaftliche Einbussen gegenüber dem Ausland einstecken müssten).
      7 1 Melden
    • Sir Jonathan Ive 12.04.2016 09:07
      Highlight @maett
      "solange nicht erklärt werden kann, wie die Schweiz ohne AKWs stabil mit Strom versorgt werden kann (ohne Import), gibt es tatsächlich keinen Grund, auf die Atomkraft zu verzichten,"
      In Herr Gunzingers Buch "Kraftwerk Schweiz" kannst du mehrere mögliche Versorgungspläne anschauen.
      Ich rate dir sehr das Buch zu lesen.
      17 2 Melden
    • illoOminated 14.04.2016 15:00
      Highlight @Sir Jonathan Ive
      "Kraftwerk Schweiz" geht davon aus, dass der Energieverbrauch des einzelnen Bürgers nicht bis geringfügig ansteigen wird - das kann ich aber nicht glauben. Zumindest mein Energieverbrauch wird, insofern, als dass ich mir die nächsten 5-10 Jahre viele neue technische Gadgets und ein Elektroauto zutun will, mit Sicherheit noch massiv steigen. Der klassische Atomstrom ist definitiv keine Alternative, da pflichte ich dem allgemeinen Votum hier bei. Aber Laufwellenreaktoren, wie sie bspw. von Terrapower entwickelt werden, halte ich für eine vielversprechende Möglichkeit.
      0 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 11.04.2016 14:22
    Highlight Ich habe als 16 jähriger schriftlich gegen das AKW Wyhl Einspruch erhoben. Die rund 80 seitige Begründung warum die Einsprache abgelehnt wurde habe ich noch.
    Man vergisst auch gerne, dass es noch ein weiteres AKW gibt das teilweise in Schweizer Besitz ist: Fessenheim. Dort musste 2014 der Reaktor als letzte Massnahme mit Bor geflutet werden. Sehr beruhigend für die benachbarten Basler die nichts dafür können.
    40 4 Melden
    • Maett 11.04.2016 15:10
      Highlight @Quercus Robur: das mit Fessenheim war nun wirklich eine clickbait-Story deutscher Medien, dabei war der Zwischenfall seit dem Tag des Geschehens öffentlich einzusehen: http://www.asn.fr/content/download/86950/604922/version/1/file/INSSN-STR-2014-0205.pdf

      Auch wurde nicht mit Borwasser geflutet, sondern boriert, was auch im Normalbetrieb völlig normal ist, um die Leistung zu regeln.

      Wenn schon jammern, dann dort, wo's angebracht ist, und nicht dort, wo Medien Alltags-Mücken zu GAU-Elefanten aufblasen, weil man keine andere Headline hat.
      14 21 Melden
  • DasSchaffenWir 11.04.2016 14:18
    Highlight Lieber Philipp Löpfe, ich freue mich auf ein baldiges Interview mit Prof. em. Dr. Silvio Borner; Professor für Wirtschaft und Politik an der Universität Basel zu diesem Thema. Danke! Und hier noch ein kleiner Literaturhinweis https://www.exlibris.ch/de/buecher-buch/deutschsprachige-buecher/markus-o-haering/der-2000-watt-irrtum/id/9783905896565
    8 30 Melden
    • Philipp Löpfe 11.04.2016 14:39
      Highlight Eher nicht. Aber Borner kann sich ja regelmässig in der WeWo äussern.
      47 9 Melden
  • kaderschaufel 11.04.2016 14:13
    Highlight Ich finde AKWs ja auch nicht schön, aber wir haben im Moment noch ein grösseres Problem, nämlich den Klimawandel. Und um den CO2-Ausstoss wirksam zu reduzieren, brauchen wir Elektroautos und Elektroheizungen, und folglich viel mehr Strom als jetzt. bringen wir das wirklich ohne AKWs hin? Wenn ja, wunderbar, wenn nein, wäre ich jetzt nicht so voreilig mit dem Ausstieg.
    14 24 Melden
    • Maett 11.04.2016 15:13
      Highlight @kaderschaufel: dass wir - wenn wir auf dem eingeschlagenen Weg bleiben - wohl auch auf mehr Kohlekraft angewiesen sind, freue ich mich schon auf unseren Beitrag, Europa mit Quecksilber zu vergiften.

      Oder wir verballern das Erdgas, welches man so schön lokal aus der Erde pressen kann, auch gut.

      Im Moment ist es wirklich eine tragische Entwicklung, wo doch bereits heute klar ist, dass Uran der einzige Rohstoff ist, der langfristig zur Verfügung steht.

      Zappelstrom von Wind & Sonne bringt uns nämlich nicht weiter, und die Wasserkraft reicht nicht, da inzwischen zu viele Menschen Strom wollen.
      5 18 Melden
    • kaderschaufel 11.04.2016 16:44
      Highlight Ok, so pessimistisch bin ich nun auch wieder nicht: klar sind Wind- und Solarenergie im Moment nur beschränkt brauchbar, aber wenn ich an die enorme Entwicklung der Informatikbranche denke, bin ich zuversichtlich, dass die in Zukunft ausreicht, die Frage ist nur, ob schon in 10 oder erst in 100 Jahren. Ausserdem ist mit der Fusionsenergie eine ganz neue Technologie auf dem Weg.

      Mein Punkt ist, dass wir eventuell noch 100 Jahre lang mit AKWs auskommen müssen, aber hoffentlich nicht länger.
      2 3 Melden
    • Maett 11.04.2016 21:10
      Highlight @kaderschaufel: wie soll Wind- und Solarenergie durch Entwicklungen in der IT-Branche brauchbar werden? Speichern ist das Problem, nichts anderes.

      Wenn man viel Energie (die zu einem Zeitpunkt wo sie niemand braucht) speichern (eben von Wind und Wasser) und sie dann bei Bedarf abgeben könnte (wo zu wenig produziert wird), dann würde es mit den Erneuerbaren aufgehen.

      Nur haben Speicherseen zu wenig Potential und die Akku-Technik kommt seit gut zwei Jahrzehnten nicht voran (wenn nicht länger) - da ist dann eh noch der Bedarf an seltenen Erden.

      Ergo: Wind und Sonne sind nicht zu gebrauchen.
      3 8 Melden
    • Sir Jonathan Ive 12.04.2016 09:16
      Highlight @Maett
      Lies das Buch "Kraftwerk Schweiz"
      Das Speicher-Problem wird nicht mehr lange bestehen. Denn Batterien werden immer günstiger und bald kann es sich jeder Haushalt leisten selber zu speichern.
      Am Tag, wenn viel Energie im Grid ist, kann man die Batterie günstig aufladen und in der Nacht dann den Strom verbrauchen. Hat man Überschuss kann man diesen ins Grid einspeisen und kriegt dafür dann den Teuren Strompreis der Nacht.
      11 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 11.04.2016 14:04
    Highlight Das Dilemma der Grünlinge ist, dass Energie mittels Solarzellen in Afrika oder generell auf der Welt bald zu enorm günstigen Preisen verfügbar ist, quasi ein frei verfügbares Gut wie die Luft. Der Energiehunger der Industrie aufgurnd Automatisierung, Elekroverkehr etc. nimmt auch ständig zu. Über die Illusion der 2000 Watt Gesellschaft wird man in ein paar Jahren lachen, wie über die 64kbit Speicher der Computer vor noch wenigen Jahren.
    11 20 Melden
    • sevi71 11.04.2016 14:40
      Highlight der Deutsche Staat hat bisher 200 Milliarden in erneuerbare Energien infestiert. Eine Vollkostenrechnung würde ernüchterung bringen. Apropos auch die Kosten der Endlagerung von toxischen Materialien der Solarzelle werden uns verschwiegen. Die werden größer sein pro Produzierter kWh als jene eines AKW. Auch ich will die AKW weg habe aber nicht zu dem finanziellen und schon gar nich zu dem ökologischen Preis
      11 19 Melden
    • sheimers 11.04.2016 16:10
      Highlight Deutschland konnte immerhin einige Kernkraftwerke abschalten, den Kohleverbrauch reduzieren und ist trotzdem noch Nettostromexporteur. Ich nenne das einen grossen Erfolg der Energiewende!
      25 3 Melden
    • sheimers 11.04.2016 16:22
      Highlight Für Solarzellen braucht man kein Endlager, die können dem Recycling zugeführt werden. Da haben Sie etwas falsch verstanden, das Endlager braucht man bei der Kernenergie weil man dort mit dem Abfall nichts mehr anfangen kann. http://de.solarcontact.com/blog/2013/05/solarmodule-funktioniert-das-recycling/
      28 3 Melden
  • Gelöschter Benutzer 11.04.2016 13:57
    Highlight Warum steckt man das radioaktive Material nicht einfach in eine Rakete und schickt es Richtung irgendwo. Soviel ich weiss, hat man in den letzten Jahren im Umkreis von zig Lichtjahren nichts Lebendiges gefunden, das man schädigen würde. Zudem hat es im Weltraum noch viel gefährlichere Strahlungen.
    3 22 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.04.2016 14:16
      Highlight Man bräuchte tausende Raketen. Und kein einziger Start darf schiefgehen.
      44 0 Melden
    • Maett 11.04.2016 15:15
      Highlight @Weltbürger: weil garantiert mal eine Rakete abstürzen würde, yay.

      Ausserdem ist das auch überflüssig, es gibt inzwischen gute Fortschritte, wie man die Restenergie von gebrauchten Brennstäben sinnvoll verwerten kann; da würden wir uns in einigen Jahrzehnten ohrfeigen, wenn wir potentielle Energiequellen einfach so fortgeschickt hätten.
      11 7 Melden
  • Bastian Zuberbuehler 11.04.2016 13:52
    Highlight HappyThankYouMorePlease!
    13 3 Melden
  • Kookaburra 11.04.2016 13:22
    Highlight Mit 25 % - 45 % weniger Bevölkerung, bräuchten wir auch einen Drittel weniger Strom. Es bräuchte ein Umdenken des Souveräns. Eine Neuverteilung der Macht hin zu echter Nachhaltigkeit. Allzu viele Fiaskos wird die Schweiz nämlich nicht überleben.
    16 41 Melden
    • Sir Jonathan Ive 11.04.2016 13:58
      Highlight "Mit einem Drittel weniger Bevölkerung bräuchten wir auch ein Drittel weniger Strom."
      Und was bringt uns diese Erkenntnis nun? Sollen wir einen drittel der Bevölkerung töten?
      27 3 Melden
    • JoJodeli 11.04.2016 14:01
      Highlight Wollen Sie den 25-45% Anteil der Bevölkerung durch Einwanderungsstop oder Geburtenkontrolle reduzieren? Man kann das Pferd auch von Hinten aufsatteln... Und wenn der Mensch den Planeten Erde gar nicht bewohnen würde bräuchte es überhaupt keinen Strom! Wer opfert sich freiwillig? *achdumeinegüte*
      29 2 Melden
    • Maett 11.04.2016 15:17
      Highlight @JoJodeli: was der kleine Feuerfuchs sagt ist schon richtig, es gab mal eine Zeit, da konnte sich die Schweiz alleine mit Wasserkraft versorgen, dass das nicht mehr der Fall ist, liegt nun mal am Bevölkerungswachstum.

      Aber selbst wenn wir wieder "sauber" würden - andere Länder sind es nicht, und die haben nicht die topografischen Gegebenheiten für diesen Kraftwerkstyp. Nützt global gesehen also gar nichts.
      6 2 Melden
    • Kookaburra 11.04.2016 16:10
      Highlight Ich wünsche einen Einwanderungsstopp. Und Rückwanderung. Die Welt können wir nicht retten - aber die Schweiz schon.
      Wir müssen ja nicht ins Verderben laufen, nur weil es der Rest auch tut. Oder?
      8 23 Melden
    • JoJodeli 11.04.2016 16:24
      Highlight @Maett: in der Theorie rein vom Energiebedarf mag das ja stimmen. Allerdings ist dies eine sehr einseitige Betrachtung. Das Energieproblem auf diese Art zu lösen rettet die Schweiz nicht, was auch immer der Feuerfuchs retten möchte. Ich hoffe dass er im Alter einen schweizer Bürger findet der ihm sein Füdle putzt, wenn er dann erfolgreich die Schweiz "gerettet" hat.
      12 5 Melden
  • Statler 11.04.2016 13:19
    Highlight Was ich wirklich witzig finde ist, dass sich ein AKW von einer Dampfmaschine eigentlich nur durch die Art unterscheidet, wie das Wasser erhitzt wird. Man verwendet hochgefährliches Material, erzeugt jahrhundertelang strahlenden Müll... um Wasser zu kochen. Derjenige, der das mal als innovativ verkaufen konnte, war wirklich ein Weltmeister im Bullshit-Bingo...
    40 16 Melden
    • fabianhutter 11.04.2016 14:12
      Highlight Es ist auch heute noch sehr innovativ, denn wie man das Wasser erhitzt, ist ja der ganze Witz in der Stromproduktion.
      Und die Entdeckung und Nutzbarmachung der Kernkraft war wohl eine der innovativsten Projekte der Menschheit.

      Man nimmt Gestein, reichert ein bestimmtes Mineral an und es wird warm. Der Trick scheint mir auch heute noch recht innovativ.

      Von Marie Curie, über Ernest Rudderford und Niels Bohr bis Enrico Fermi waren auch über ein dutzend Nobelpreisträger an der Erforschung der Atomkraft beteiligt.

      Atomkraft mag nicht mehr zeitgemäss sein, aber sie ist immer noch innovativ.
      17 13 Melden
    • Statler 11.04.2016 14:28
      Highlight Wirklich innovativ wäre, wenn man den Strom direkt aus der Spaltung des Materials erzeugen könnte. Die blosse Änderung der Wärmeerzeugung stellt für mich keine grosse Innovation dar, denn der Prozess der eigentlichen Stromerzeugung bleibt letztendlich derselbe.
      Dass der Effekt an sich interessant ist, stelle ich dabei gar nicht in Abrede - nur wie er genutzt wird, ist nicht sonderlich einfallsreich. «Oh, schau, es wird warm! Toll! Lass uns damit Wasser kochen»... Wirklich sehr originell...
      11 1 Melden
    • fabianhutter 11.04.2016 14:43
      Highlight Es ist schon Innovativ, da das Wasser nicht nur zum Transport von Energie verwendet wird, sondern auch zur Kühlung und um die Neutronen zu bremsen.

      Dazu kommt, dass das heisse Wasser erst in einer Turbine zu Strom wird und so eine braucht man z.B. auch bei Wasser-, Kohle-, Gas- und Windkraftwerken. Und wenn wir jetzt vergleichen welche von diesen Möglichkeiten die Innovativste ist, wäre ich immer noch für die Atomkraft.
      5 5 Melden
    • Statler 11.04.2016 15:28
      Highlight Ein bisschen Polemik muss jetzt sein ;)
      Wasser ist schon ein grossartiger Stoff, so vielseitig verwendbar und gänzlich unschädlich - was man von Uran und seinen Spalterzeugnissen nichtmal ansatzweise behaupten kann.

      Noch einmal: Das zugrunde liegende Prinzip (mit heissem Wasser(-Dampf) eine Maschine anzutreiben - und später daraus Strom zu gewinnen) wurde um 1712 erfunden und seitdem nur weiterentwickelt. Eine wirkliche Innovation zur Stromerzeugung stellt jedoch keiner dieser Schritte dar. Dass man dazu einen hochtoxischen, lange strahlenden Stoff verwendet, erachte ich gar als Rückschritt.
      9 1 Melden
    • fabianhutter 11.04.2016 15:47
      Highlight Wenn wir schon bei der Polemik sind ;)
      Das Rad wurde schon vor tausenden Jahren Erfunden, dass Öl brennt ist auch schon länger bekannt, trotzdem ist das Auto eine Innovative Erfindung.

      Der innovative Teil der Kernenergie ist eben die Energiegewinnung. Das Wasser wandelt die Energie nur noch um und da stimme ich Ihnen zu, dieser Teil ist nicht sehr innovativ.

      Wärme aus Gestein, das Energiemengen erzeugt von denen man vorher nur träumen konnte, da bleib ich dabei, das ist innovativ.
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    • Homes8 11.04.2016 18:02
      Highlight @ fabianhutter
      Für mich sind Sie ein hoffnungsloser Fall. Sie glauben sehr warscheinlich auch nicht an eine Wiedergeburt.
      Sie hoffen wohl, wenn Sie tod sind, hat sich die Sache für Sie erledigt.
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  • Gelöschter Benutzer 11.04.2016 12:56
    Highlight Der Unterschied zwischen Propaganda und Journalismus ist, dass man auch andere Meinungen zu Wort kommen lässt. Gibt es keine Wissenschafter, die für die Atomenergie wären?
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  • Nick Name 11.04.2016 12:56
    Highlight Interessant. Und noch interessanter fände ich mal ein Streitgespräch zwischen Gunzinger und einem/r Kernkraft-Verfechter/in (gibt's da eigentlich Frauen?!).

    Und: "Die Schweizer Bevölkerung geht schneller ans Werk als das Parlament." Das wirft wieder mal ein nicht so goldenes Licht auf unsere "Volksvertreter". Obs vielleicht ein klein bisschen etwas mit denen zu tun hat, die Lobbyisten (im Klartext: Korruptionsförderer) genannt werden?
    37 0 Melden
    • Sagitarius 11.04.2016 14:33
      Highlight @Nick: Wie auch schon an anderer Stelle auf Watson erwähnt: Wer denkt dass ein Volksvetreter das Volk vertritt, der meint wahrscheinlich auch dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet!
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  • FrancoL 11.04.2016 12:26
    Highlight Ein Artikel der emotionslos aufzeigt dass sie Befürworter der Atomenergie seit Jahren auf dem Holzweg sind.
    Alternativen haben wir, wir müssen sie konsequent nutzen.
    Das Verwenden von Alternativen wird durch die Schönfärberei der Atomlobby behindert und kann uns in naher Zukunft eine satte Kostenfolgen bescheren.

    Danke Watson!
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  • Sagitarius 11.04.2016 11:59
    Highlight Danke Watson! Sehr guter Bericht!
    «Kraftwerk Schweiz» sollte für jeden eine Pflichlektüre sein!
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    • Sir Jonathan Ive 11.04.2016 12:37
      Highlight Ich habe auch einem Freund, der von Atomenergie geschwärmt hatte nachdem er mit seiner Klasse (er macht eine Stromerlehre) in einem KKW eine Führung hatte, das Buch verschrieben.
      Tatsächlich sah er nachher ein, wie sehr die Führer im AKW im nur jene Fakten gezeigt hatten, die ihrem Zweck dienten.
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    • amore 11.04.2016 12:42
      Highlight Insbesondere müssen alle National- und Ständeräte sowie alle Bundesräte dieses Buch lesen. Die Energiesriftzng könnte Ihnen das Buch schenken, mit der Pflicht es zu lesen.
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    • paddyh 11.04.2016 13:50
      Highlight Ich finde vor allem den Fakt stossend, etwas zu bauen, das keine Versicherung dieser Welt bereit ist zu versichern. Wer steht bei einem Unfall gerade? Bestimmt nicht jene, die immer für diese Werke waren. Schaut euch einmal eine Karte der Schweiz an und zeichnet einen 20km Radius (aktueller unbewohnbare Zone um Fukushima) um Gösgen. Dieser Kreis beinhaltet Olten, Zofingen, Aarau und Lenzburg und er geht von Brugg bis Langethal, Liestal und zum Halwilersee. Stellt euch vor, was passieren würde, wenn man all diese Leute umsiedeln müsste. Trotzdem werden diese Dinger weiterbetrieben.
      15 0 Melden
    • Sir Jonathan Ive 11.04.2016 14:02
      Highlight Die Menschen achten nicht auf das Risiko eines GAUs.
      Das blenden sie lieber aus. Was ich aber wirklich drückend finde ist, dass es Wirtschaftlich nicht mal mehr Profit verspricht. Das bedeutet so viel wie: Umso schneller wir Abschalten desto weniger kostet es.
      17 0 Melden

«No-Billag-Propaganda» – Forscher schäumt wegen Bericht über «linke» SRG-Journalisten

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