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Schweizer essen so viel Poulet wie nie – Tierschutz schlägt Alarm

Kalziummangel, Knochenbrüche, Kreislaufprobleme: Schweizer Hühnern gehe es schlecht, findet die Stiftung «Tier im Recht». Anders sieht das die Geflügelwirtschaft. Neue Forschungserkenntnisse könnten die Seiten bald versöhnen. Auf den Tellern landet derweil so viel Geflügel wie nie.

Samuel Schumacher / Nordwestschweiz



Der 34-jährige Katzenquäler, der am Mittwoch vom Bezirksgericht Dielsdorf wegen mehrfacher Tierquälerei zu 18 Monaten bedingter Gefängnisstrafe verurteilt wurde, ist in der Schweiz eine absolute Ausnahme. Personen, die hierzulande gegen das Tierschutzgesetz verstossen, kommen im Normalfall glimpflich davon. 300 Franken Busse zahlten die Verurteilten im Mittel im vergangenen Jahr. Nur in 24 Fällen kam eine Geldstrafe dazu. Ins Gefängnis musste keiner der Gesetzesbrecher.

Insgesamt kam es in der Schweiz im vergangenen Jahr zu 2397 Tierschutzstrafverfahren, fast viermal mehr als noch vor zehn Jahren. Das zeigt eine gestern veröffentlichte Untersuchung der Stiftung «Tier im Recht» (TIR), die sich seit 2004 für eine konsequente Anwendung der Tierschutzgesetze in der Schweiz einsetzt. Nora Flückiger, Juristin bei TIR, erklärt: «Die höheren Fallzahlen zeigen nicht einen tatsächlichen Anstieg an Tierschutzverstössen auf. Der Anstieg ist vielmehr das Ergebnis eines konsequenten Strafvollzugs.»

Grafik Legehenne

Grafik: aargauer zeitung

Aus Sicht der Tierschützer sind das gute Neuigkeiten. «Unsere Sensibilisierungsarbeit wirkt», erklärt Flückiger. Sorgen bereiten ihr aber die massiven Unterschiede zwischen den Kantonen. In Zürich, Bern oder St. Gallen, wo sich spezielle Strafverfolgungsbehörden um den Tierschutz kümmern, sei die Zahl der geahndeten Verstösse stark angestiegen.

Andernorts aber – etwa in den Kantonen Glarus, Basel-Land und Freiburg – wiesen die niedrigen Fallzahlen darauf hin, dass die Behörden Verstössen gegen das Tierschutzgesetz noch immer nicht mit letzter Akribie nachgehen würden.

Massentod und Knochenbrüche

Noch mehr Sorgen als die kantonalen Unterschiede macht der Stiftung aber die Situation der knapp elf Millionen Hühner in der Schweiz. «Das Wohl und die Würde der Hühner finden auf rechtlicher Ebene kaum Beachtung», betont TIR-Mitarbeiterin Stefanie Walther. In der Schweiz habe es 2016 gerade mal 33 Strafverfahren gegen Hühnerhalter gegeben.

«Die Legehennen sind Hochleistungsmaschinen»

Stefanie Walter, TIR

Zum Vergleich: Im selben Zeitraum gab es 1426 Verfahren gegen Hundehalter, obwohl hierzulande nur rund 500'000 Hunde leben. In der Hälfte der Fälle waren allerdings Hundehalter betroffen, die die obligatorische Hundehalterprüfung nicht absolviert hatten. Das Wohl der Tiere hat darunter nicht gelitten, sagt TIR.

Laying hens in the outdoor area, pictured on June 7, 2013, on Mister Inauen's farm, where eggs are produced in a barn system, in Duernten, canton of Zurich, Switzerland.

Legehennen im Aussenbereich, aufgenommen am 7. Juni 2013 auf dem Bauernhof mit Legehennen in Bodenhaltung von Herrn Inauen in Duernten, Kt. Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Legehennen in einem Betrieb im Kanton Zürich. Bild: KEYSTONE

Doch zurück zu den Hühnern. Laut TIR sind 99 Prozent der Schweizer Hühner Nutztiere, die entweder als Mastpoulets oder als Legehennen gehalten werden. Fast jedes zweite Masthuhn und jede dritte Legehenne werden in Betrieben mit mehr als 12'000 Tieren gehalten. «Aus unserer Sicht muss man da klar von Massentierhaltung sprechen», sagt Stefanie Walther. Artgerecht sei das nicht.

Auch in den kleineren Betrieben bestünden grosse Probleme. «Die Legehennen sind Hochleistungsmaschinen», sagt Juristin Walther. «Sie müssen pro Tag ein Ei legen und verbrauchen dafür so viel Kalzium, dass rund die Hälfte von ihnen Knochenbrüche wegen Mangelerscheinungen erleidet.» Schlimm sei auch die Massenvernichtung der männlichen Küken, die gleich nach dem Schlüpfen «entsorgt» würden. Ähnlich sei es bei den Mastpoulets, die binnen 35 Tagen fast zwei Kilo zunehmen müssten. Rund vier Prozent sterben laut TIR wegen Kreislaufproblemen.

Das Fazit der Stiftung: Der Strafvollzug bei Verstössen gegen die Rechte von Hühnern sei «inexistent», die Behörden und die Bevölkerung seien zu wenig sensibilisiert. «Delikte an Hühnern werden deshalb nach wie vor bagatellisiert. Das darf nicht sein», sagt Walther.

Unhaltbare Vorwürfe

Wenn man Ruedi Zweifel am Telefon von den Recherche-Ergebnissen der Stiftung «Tier im Recht» erzählt, muss er laut lachen. «Die Schweiz ist mit ihrem seit 1991 geltenden Tierschutzgesetz europaweit Vorreiter in Sachen Tierschutz», macht der Direktor der Stiftung Aviforum klar, die sich um die Belange der Schweizer Geflügelwirtschaft kümmert. «Der Vorwurf von ‹Tier im Recht›, das Wohl und die Würde der Hühner finde keine Beachtung, ist nicht haltbar.»

Es sei nicht zulässig, in der Schweiz von Massentierhaltung zu sprechen, sagt Zweifel. «Im Schnitt leben in Schweizer Betrieben zwischen 5000 und 8000 Tiere. Unsere maximal zulässige Betriebsgrösse hört bei 18'000 Tieren auf. Da fangen die meisten europäischen Betriebe erst an», betont der Aviforum-Chef. In manchen Gegenden Europas gebe es Betriebe mit bis zu 300'000 Tieren. Das wäre in der Schweiz undenkbar. Und dennoch: Für eine professionelle Lebensmittelproduktion brauche es auch hierzulande eine gewisse Grösse.

Hoffnung aus dem Labor

Mehr Verständnis zeigt Zweifel für die Sorgen der Tierschützer um die männlichen Küken, die gleich nach der Geburt getötet werden. «Wir träumen davon, das Geschlecht schon zu erkennen, bevor das Ei in die Brutmaschine kommt», sagt Zweifel. Dann könnte man die Eier mit männlichen Küken verkaufen. Im Labor sei man inzwischen so weit, am dritten bis fünften Tag zu erkennen, ob dereinst ein ‹Güggeli› oder ein ‹Hühnli› aus dem Ei schlüpfe.

Ein Spermien-Screening, wie man das etwa beim Vieh mache, sei beim Geflügel aber nicht möglich, sagt Zweifel. Der Grund: «Anders als bei den Säugetieren gibt beim Geflügel das Weibchen das entscheidende Geschlechtshormon weiter.»

Die Fronten zwischen den Tierschützern und den Geflügelwirtschafts-Vertretern sind verhärtet. Das ist wenig überraschend. Doch die Laborforschung zur frühestmöglichen Geschlechtsbestimmung von Geflügel lässt Hoffnung aufkommen, dass sich die beiden Seiten schon bald einander annähern könnten. «Wir sind uns bewusst, dass die Tötung der Eintagsküken ein sensibles Thema ist. Wir arbeiten daran», verspricht Ruedi Zweifel.

Ein Food Snob, der über Food Snobs motzt

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Video: watson/Oliver Baroni, Emily Engkent

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    Alle Leser-Kommentare
  • blaubar 17.11.2017 13:21
    Highlight Highlight Habe grosse Hemmungen Poulet zu kaufen. Selbst wenn Bio, werden sie an langen Bändern an den Füssen aufgehängt und als Massenware verarbeitet. Ausserdem habe ich Mühe damit, dass Tiere ihr Leben lang (!) nie die Sonne sehen. Irgendwie ist das, aus meiner Sicht, nicht in Ordnung. Ab und zu stehe ich vor dem Regal und hätte Lust auf Poulet, kann es aber einfach nicht kaufen.
    • RETO1 17.11.2017 14:11
      Highlight Highlight kaufe einfach ein lebendes Huhn aus Freilandhaltung
  • RETO1 17.11.2017 12:54
    Highlight Highlight ...dass Vegetarier und Co. gegen jedwelche Nutztierhaltung sind ist ja logisch
  • RETO1 17.11.2017 12:52
    Highlight Highlight Die Masse Bevölkerung,die immer schneller wächst, kann nur Fleisch essen aus Massentierhaltung.
    Ohne Massentierhaltung gäb's nur noch Fleisch für die Betuchten
    • Deathinteresse 17.11.2017 14:12
      Highlight Highlight Ja gell, so schad einfach, dass es keine Alternative gibt zur Massentierhaltung und ich einfach gezwungen bin dieses Fleisch zu kaufen! Weil ein jeder braucht ja Fleisch in Massen um gesund zu sein!!1!!11!!

      Lago mio...
    • Deathinteresse 17.11.2017 14:36
      Highlight Highlight Boah ich reg mich grad so auf!
      Früher ass man auch nicht täglich Fleisch. Schon gar nicht mehrmals. Da gabs vielleicht mal ein Poulet pro Woche und es war war Besonderes, das auch geschätzt wurde. Diese abartige Konsumhaltung die Alles sofort und zu Billigpreisen will. Ekelhaft! Da werd ich wirklich zum Misanthrop
  • Valon Behrami 17.11.2017 10:54
    Highlight Highlight - "Es sind nur Hühner bzw. Tiere. Deshalb darf man es machen.
    - "Sie sind sind nicht so intelligent wie wir." Und das reicht der Gesellschaft als Rechtfertigung für einen solchen Umgang mit Tieren. Wie gehen wir mit Schwächeren um? Wir nutzen die Schwäche aus...
    • 4kant 17.11.2017 13:58
      Highlight Highlight Du wilst speziesübergreifende Gerechtigkeit?
      Dann ziehe Kannibalismus in Erwägung!
  • TheGoon 17.11.2017 09:41
    Highlight Highlight KZ Poulet ist per KG billiger als Eichenholz aus dem Baumarkt.
    • 4kant 17.11.2017 14:10
      Highlight Highlight Ein Kubikmeter Poulet kostet zwischen 8000 und 30000 Franken. Ein Kubikmeter Eichenholz kostet zwischen 1000 und 5000 Franken.
      Deine Behauptung ist erstens falsch und zweitens belanglos, denn es gibt keinen Grund, warum Poulet nicht billiger sein soll als irgendwelche andere ausgewählte Rohstoffe.
    • TheGoon 17.11.2017 17:04
      Highlight Highlight nope, ein Kubik Eiche kostet im Baumarkt sicher nicht 1000-5000 Stutz - 21mm Eiche 3-Schicht = 11.73 Fr/Kg. (Einkauf) d.h. Baumarkt gut und gerne Faktor 2-3. sagen wir faire 15.-/kg * 670kg/m3 = 10 000.- pro m3

      Pouletflügeli im SPAR = 13.-/Kg.

      und nein, ein Poulet braucht nicht 150-300 Jahre bis zur "Ernte"

      Dieser Preis wird nur durch unwürdige, abartige Haltung erreicht. Es ist keine Notwendigkeit diese Tiere zu quälen sondern reine Gewinnoptimierung. Natürlich hat der Preis von Eiche nichts mit dem Preis von Poulet gemein man könnte hier auch von Baumwolle oder Palladium sprechen.
  • lieblingsbüsi 17.11.2017 08:56
    Highlight Highlight Massentierhaltung sollte verboten werden. Ich verstehe nicht, wie gewisse Menschen das auch noch unterstützen. Mir vergeht grad der Appetit auf Fleisch, wenn ich solche Sachen lese.
    • Deathinteresse 17.11.2017 09:11
      Highlight Highlight Aber du isst es weiterhin?
    • Mia_san_mia 17.11.2017 09:36
      Highlight Highlight Übertreiben musst Du nicht. Ist schon blöd, aber Appetit kannst Du doch trotzdem haben.
    • lieblingsbüsi 17.11.2017 10:42
      Highlight Highlight @Deathinteresse: Ja, ab und zu esse auch ich Fleisch. Bewusst und geniesse es. Bio und faire Haltung ist für mich wichtig.

      @Mia_san_mia: Ich finde nicht, dass ich übertreibe. Schau dir doch mal Filme an von Massentierhaltung. Ich wette, dir wird auch übel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • blaubar 17.11.2017 08:13
    Highlight Highlight Der Mensch ist, was er isst.
    • Mia_san_mia 17.11.2017 09:37
      Highlight Highlight Hör mal auf. Solche Anti-Mensch Sprüche sind so daneben! Du bist auch einer oder?
    • 4kant 17.11.2017 14:13
      Highlight Highlight Stimmt schon. Er ist gesund und kräftig, wenn er reichlich Fleisch, Fisch, Eier und Käse isst.
  • mogad 17.11.2017 08:02
    Highlight Highlight Poulet ist gesund und günstig - die CO2 Bilanz im Vergleich zu Rind und Schwein viel besser. Aber sorry, es ist einfach zu billig. Man kann nicht billiger und billiger produzieren und gleichzeitig jedem einzelnen Tier ein "schönes", artgerechtes Leben bieten! Ich will kein Fleisch aus tierquälerischer Tierhaltung essen! Also schau ich mich um und stelle fest: ich muss deshalb nicht auf Pouletfleisch verzichten. Ich kaufe weniger Fleisch und dafür das teurere Bio. Ich hab als Konsumentin durchaus eine Wahl.
    • MacB 17.11.2017 08:42
      Highlight Highlight Wenn du wüsstest, wieviel bei bio geschummelt wird...ich sehs von berufs wegen. Leider...
      Kaufs direkt ab hof ist immer noch am besten.
    • pamayer 17.11.2017 10:02
      Highlight Highlight bio. what else.
    • 's all good, man! 17.11.2017 10:07
      Highlight Highlight So ist es. Aber leider sind immer noch viel zu wenige von uns dazu bereit, ihr Konsumverhalten anzupassen. Ein Grossteil der Kunden will ja das Billigfleisch. Achtet euch mal im Coop oder Migros: die Ecke mit Bio-Poulet ist verschwindend klein, Pouletgeschnetzeltes gibt es meistens nicht einmal in Bio. Wird wohl einfach zu wenig verkauft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mogad 17.11.2017 07:53
    Highlight Highlight Tipp 1: Nur noch Bio-Geflügel kaufen. Das ist im Vergleich immer noch relativ günstig. Auf der Verpackung stehen Name und Adresse des Lieferanten.
    Tipp 2: Nur 2 Mal pro Woche Fleisch essen, 1 Mal Bio-Geflügel und 1 Mal Süsswasserfisch.
  • Deathinteresse 17.11.2017 07:12
    Highlight Highlight Importieren wir das Poulet doch einfach aus Holland so wie es KFC tun will! Aus den Augen aus dem Sinn!
  • Wilhelm Dingo 17.11.2017 07:03
    Highlight Highlight In der Geflügelindustrie liegt viel im Argen: Mieserable Mindeststandards für Tierhaltung, Fütterung mit Soja aus Regenwaldgebieten, übermässiger Medikamenteneinsatz insb. Antibiotika.
    • mogad 17.11.2017 08:11
      Highlight Highlight Stimmt. Und wenn ich das lese vergeht mir der Appetit auf Fleisch im Allgemeinen. Aber sorry, den meisten Konsumenten ist das offenbar egal. Hauptsache viel und billig. Wenn das nicht stimmen würde, hätten wir diese Zustände nicht.
  • Dreiländereck 17.11.2017 06:59
    Highlight Highlight Wenn man mit der Logik von TIR denkt müsste es dreimal mehr Strafverfahren gegen Katzenhalter als gegeben Hundehalter geben. Es gibt ja rund dreimal mehr davon.
    Ist das so?
    Ich kann diese Logik nicht nachvollziehen.
  • Follo 17.11.2017 06:53
    Highlight Highlight Also ich komm da nicht ganz nach. Kalziummangel, Knochenbrüche, Herzkrauslaufversagen… ja, diesen Vorwürfen habe ich nichts entgegenzusetzten. Aber in anderen Ländern ist es ja noch schlimmer. Ergo, ist bei uns alles in Ordnung.
    Dieses Argument «ja, aber der andere hat doch auch» zeugt nicht von grosser Überzeugungskraft.
    • Deathinteresse 17.11.2017 07:11
      Highlight Highlight So argumentiert man heute anscheinend aber dauernd. Flugreisen? Xyz fliegt 3x im Jahr in die USA - da wird mein Langstreckenflug plus zwei Kurzstrecken ja wohl noch drinnliegen!
      Frauenrechte? In anderen Ländern müsst ihr Kopftuch tragen also haltet den Mund und seid gefälligst dankbar!
      Fleischkonsum? Andere essen 3x täglich billigfleisch. Ich imfall nur Bio!

      🙄🙄🙄
    • mogad 17.11.2017 08:07
      Highlight Highlight Das Argument zeugt vor allem von Hilflosigkeit.
      Der Gesetzgeber darf ja nichts vorschreiben! Wer im Wahlkampf das Thema "jede Woche ein Vegitag in Kantinen" propagiert, verliert die Wahlen. So geschehn in Deutschland.
    • Paddiesli 17.11.2017 11:11
      Highlight Highlight Genau so tönt es leider auch beim Thema CO2-Emissionen. Nicht vorwärts machen, sondern auf andere zeigen. Mit solchen Einstellungen geht die Welt mit Garantie zu Grunde.
  • Knarrz 17.11.2017 06:42
    Highlight Highlight Alle wollen sich halt nur noch gesund ernähren und essen mageres Fleisch, sprich Poulet (unter anderem).
    • Lord_Mort 17.11.2017 08:27
      Highlight Highlight Was bringt eine gesunde Ernährung, wenn dabei die Welt in der wir leben kaputt geht? Gesunde Ernährung sollte meiner Meinung nach auch diesen Aspekt mit einschliessen. Konkrett heisst dies, weniger Fleisch zu essen. Da sich die Menschen heute von sich aus schwer tun, ethische Aspekte in ihre Entscheidungsfindung mit einzubeziehen, könnte wohl eine Regulierung, z.B. eine Umweltabgabe auf Fleisch, eine mögliche Lösung sein, den Fleischkonsum zu senken. Fleisch ist heute definitiv zu billig.
    • Zeyben 17.11.2017 11:36
      Highlight Highlight Wo lebst denn du? Viel zu teuer ist das Fleisch hier verglichen mit der EU! Und Abgaben kannst selbst bezahlen. Was für eine depperte Indoktrination mit Gesund Geschwafel und Ethik-Blabla den Leutendas Leben noch teurer zu machen.. Die Nachfrage bestimmt das Angebot. So ist es und so will das der Kapitalist.
    • 4kant 17.11.2017 14:38
      Highlight Highlight @Lord_Mort
      "Was bringt eine gesunde Ernährung, wenn dabei die Welt in der wir leben kaputt geht?"

      Die Antwort liegt doch auf der Hand. Dank gesunder Ernährung werde ich alt, lebe fit, kräftig und glücklich und sterbe irgendwann einmal gesund. Danach kann die Welt immer noch untergehen, wenn sie bis dann immer noch untergehen will. Ich sehe da kein Problem.

      Es wäre ja wirklich saublöd, wenn ich mich krank essen würde, dahinsiechen und ein tristes Leben ertragen würde, um dann viel zu früh den Löffel abgeben und vom Jenseits sehen zu müssen, dass die Welt trotzdem untergeht.
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