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Europa wurde von 1970 bis Mitte der 90er-Jahre wiederholt von Terrorwellen heimgesucht. Aktuell gilt in einigen EU-Staaten wieder erhöhte Terrorgefahr. Doch das subjektive Gefühl täuscht, dass der Terror in Europa mehr Tote als früher fordert.  quelle: global terrorism database grafik: watson

Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

Weltweit gab es seit 1970 über 156'000 Terroranschläge. In der Schweiz ist seit 20 Jahren niemand mehr einem Attentat zum Opfer gefallen. Doch in den 70er- bis 90er-Jahren ermordeten Terrorgruppen teils Hunderte Menschen jährlich in Westeuropa. Eine Übersicht von 1970 bis Manchester 2017.



Zusammenfassung: In den 70er- bis 90er-Jahren töteten meist europäische Terrorzellen jährlich 100 bis 400 Menschen in Europa. Seit der Jahrtausendwende nehmen die Attentate in Westeuropa und in der Schweiz stark ab. Von 2001 bis 2015 entfielen nur 0,3 Prozent der Terroropfer auf Westeuropa. Hauptsächlich aufgrund der Attentate in Paris und Nizza stieg die Opferzahl zuletzt wieder auf rund 150 Menschen pro Jahr, sprich auf das Niveau der 80er-Jahre. Weltweit nimmt der Terrorismus seit 2005 zu – rund 80 Prozent aller Opfer sind Muslime.

Dem subjektiven Gefühl, dass sich Terroranschläge in Westeuropa häufen, stehen die nackten Zahlen gegenüber, die das Gegenteil beweisen. 199 Menschen starben in der EU laut Europol bei Terrorattacken von 2006 bis 2015. Was oft vergessen geht: Bereits in den 80er-Jahren forderte der Terror in Europa jährlich über 150 Opfer. In den 70er-Jahren starben in Westeuropa teils über 400 Menschen pro Jahr bei unzähligen Attentaten.

An das letzte Attentat in der Schweiz mag sich vermutlich kaum mehr jemand erinnern. 1995 erschossen Unbekannte in Genf einen ägyptischen Diplomaten. Es ist bis heute der letzte tödliche Terroranschlag (Amoktaten ausgenommen) auf Schweizer Boden. 

Terror in Europa von 1970 bis heute

Seit 1970 kommen in Westeuropa immer weniger Menschen durch Terroranschläge ums Leben. Seit rund 20 Jahren sind tödliche Terrorattacken in Westeuropa die traurige Ausnahme. 

Bei den Anschlägen in Paris und Nizza wurden 223 Menschen getötet, Hunderte weitere teils lebensgefährlich verletzt. Allerdings gab es in der EU seit elf Jahren kein Attentat, das eine vergleichbare Opferzahl forderte. 2004 liessen bei mehreren Bombenexplosionen in einem Vorortszug in Madrid 191 Menschen ihr Leben (siehe folgende Grafik).

In jüngerer Zeit, sprich von 2001 bis 2015, beklagte Westeuropa insgesamt 584 Terroropfer, wenn auch Amokläufe einbezogen werden. Zählt man die Anschläge in diesem Jahr dazu, kommt man auf 726 Tote. In den 70er- und 80er-Jahren starben teils in einem einzigen Jahr über 400 Menschen durch Terror.

Opfer von Ter­ror­an­schlä­gen in West­eu­ro­pa

1970
78 Tote
1971
112 Tote
1972
405 Tote
Grossbritannien (368), München (17)
1973
295 Tote
1974
411 Tote
England und Nordirland (235), Italien (26)
1975
299 Tote
1976
324 Tote
1977
195 Tote
1978
231 Tote
1979
301 Tote
1980
418 Tote
Bologna (85), München (13)
1981
177 Tote
1982
178 Tote
1983
162 Tote
1984
175 Tote
1985
261 Tote
1986
165 Tote
1987
188 Tote
1988
440 Tote
Lockerbie (270)
1989
119 Tote
1990
120 Tote
1991
170 Tote
1992
179 Tote
1993
147 Tote
1994
105 Tote
1995
68 Tote
1996
43 Tote
1997
40 Tote
1998
54 Tote
1999
12 Tote
2000
42 Tote
2001
40 Tote
2002
9 Tote
2003
5 Tote
2004
196 Tote
Madrid (191)
2005
60 Tote
2006
6 Tote
2007
17 Tote
2008
3 Tote
2009
15 Tote
2010
5 Tote
2011
81 Tote
Norwegen (77)
2012
10 Tote
2013
6 Tote
2014
5 Tote
2015
175 Tote
Paris (147)
2016
142 Tote
Brüssel (32), Nizza (84)
2017
32 Tote
Manchester (22)

Die meisten europäischen Terrororganisationen des letzten Jahrhunderts haben sich aufgelöst oder den bewaffneten Kampf aufgeben. Das widerspiegelt sich in den Opferzahlen, die in Europa seit den 90ern stark gesunken sind. Quelle: Global Terrorism Database

Die jährlichen Europol-Berichte zeigen das gleiche Bild: Vor zehn Jahren gab es fast 500 terroristische Vorfälle pro Jahr in Europa, also mehr als ein Vorfall pro Tag und mehr als 700 Verhaftungen. Die überwiegende Mehrheit davon betraf Vorfälle mit Sachbeschädigungen, die nicht auf Menschenleben abzielten. Der Europol-Bericht 2014 listet noch 152 Anschläge mit sieben Toten auf. Die allermeisten als Terrorattacken registrierten Vorfälle richten sich also nicht gegen Menschen. Der neuste Europol-Bericht 2015 verzeichnet 211 Vorfälle mit 151 Toten, davon 148 bei den Paris-Attentaten.

Terroristische Vorfälle in der Schweiz von 1970 bis 2015

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Wie in Europa nehmen auch in der Schweiz als terroristisch eingestufte Vorfälle ab. Nach einem Hoch um 1980 gibt es inzwischen null bis drei Ereignisse jährlich, die seit 1995 allesamt nicht tödlich endeten. bild: global terrorism database

In der Schweiz forderte der Terrorismus seit 1898 60 Tote, was statistisch gesehen 0,5 Opfern pro Jahr entspricht. Eine Übersicht über den Terror in der Schweiz hat die Berner Zeitung publiziert.

Warum der Terror Westeuropa nur noch sporadisch heimsucht

Es ist noch nicht allzu lange her, da gehörten Terroranschläge in Teilen Europas zum Alltag: Terroristische oder separatistische Organisationen wie die katholische IRA in Nordirland, die baskische ETA in Spanien, die linksextreme RAF in Deutschland, die kommunistischen Roten Brigaden und die neofaschistische Ordine Nuovo in Italien sowie weitere nichteuropäische Terrorzellen brachten in den 70er- und 80er-Jahren teils mehrere Hundert Europäer um – pro Jahr. 

Der Terror verlagerte sich von Europa in den Nahen Osten

Animiertes GIF GIF abspielen

In den 70er- und 80er-Jahren waren die Zentren des Terrors Europa, Südamerika und Südasien, in den vergangenen Jahren der Nahe und Mittlere Osten sowie Nordafrika. (Die animierte Grafik antippen, um sie zu starten) gif: watson / quelle: «Süddeutsche Zeitung», Global terrorism database

Nordirlandkonflikt: 3500 Tote

Während des Nordirlandkonflikts der Jahre 1969 bis 1998 starben primär in Grossbritannien und Nordirland rund 3500 Menschen – viele davon nach Terroranschlägen durch die katholische Irisch-republikanische Armee (IRA), die protestantische Ulster Defence Association (UDA) und anderer krimineller Untergrundorganisationen. Insgesamt gab es in den knapp 30 Jahren des Terrors über 10'000 Bombenattentate.

Das Stadtzentrum von Manchester nach einem Bombenanschlag der IRA 1996 (links) und nach dem Wiederaufbau im Jahr 2014 (rechts). bild: manchestereveningnews

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1984 sprengte die katholische Terrorgruppe IRA ein Hotel im englischen Brighton in die Luft, in dem Premierministerin Margaret Thatcher weilte.  bild: via skyscrapercity

Bei Bombenanschlägen der IRA gegen die britische Armee sowie Geschäfte und Firmen kamen auch immer wieder Zivilisten zu Schaden.

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1972 tötete eine Autobombe der IRA im Stadtzentrum von Belfast sieben Menschen, 148 wurden verletzt.  bild: via fredhoare

858005 - Am 8. Maerz 1973 explodiert in Whitehall, Grossbritannien, eine Autobombe. Mit Terroranschlaegen raecht sich die Irisch-republikanische Armee fuer den Bloody Sunday in Derry, bei dem die britische Armee 14 unbewaffnete Katholiken getoetet hatte. Nach einem fast drei Jahrzehnte dauernden Konflikt, in dem mehr als 3200 Menschen starben, haben sich die Protestanten und Katholiken Nordirlands am Freitag, 10. April 1998, auf ein Friedensabkommen geeinigt.  (KEYSTONE/Str)

Am 8. März 1973 explodiert in Whitehall, Grossbritannien, eine Autobombe. Mit Terroranschlägen wie diesem rächte sich die Irisch-republikanische Armee (IRA) für den Bloody Sunday im nordirischen Derry, bei dem die britische Armee 14 unbewaffnete Katholiken getötet hatte. Bild: KEYSTONE

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1987 tötete eine IRA-Bombe im nordirischen Enniskillen elf Menschen, die eine Militärparade verfolgten, 63 weitere wurden verletzt. 

Edward Street in Portadown , Northern Ireland lies in ruins, Tuesday, February 24, 1998, after a massive car bomb exploded on Monday. The IRA have said they were not behind the bombing and that their ceasefire is still in place. (AP Photo/Paul McErlane)

Die Edward Street in Portadown, Nordirland, am 24. Februar 1998: Eine gewaltige Autobombe legte die Strasse in Trümmer. Die IRA bestritt, für die Explosion verantwortlich zu sein. Bild: AP

Nach dem fast drei Jahrzehnte dauernden Machtkampf zwischen den zwei Bevölkerungsgruppen haben sich die Protestanten und Katholiken Nordirlands am 10. April 1998 auf ein Friedensabkommen geeinigt. Die radikale Splittergruppe Real Irish Republican Army führt den Kampf mit Bombenanschlägen bis heute weiter.

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Beim schwersten Bombenanschlag im Nordirlandkonflikt werden am 15. August 1998 in der nordirischen Kleinstadt Omagh 29 Menschen getötet und 220 verletzt. Zum Attentat bekannte sich die Wahre IRA, eine Abspaltung der IRA, die den Friedensprozess ablehnt.  bild: ap

Baskenlandkonflikt: Mehr als 800 Tote

Die Euskadi Ta Askatasuna, kurz ETA, kämpft in Spanien seit 1959 als separatistische Untergrundorganisation mit Terroranschlägen für ein unabhängiges Baskenland. Bis 2009 wurden von der ETA 823 Menschen getötet.

Picture taken 11 December 1987 showing the site after the explosion of a car bomb in a Civil Guard barrack in Zaragoza killing 11 people, including five children, and  leaving 36 injured.  (KEYSTONE/EPA/EFE/STF)

Eines ihrer verheerendsten Attentate verübte die ETA am 11. Dezember 1987 mit einer Autobombe auf eine Kaserne der Guardia Civil in Saragossa. Elf Menschen starben, darunter fünf Kinder. Bild: EPA EFE

Lockerbie-Anschlag: 270 Tote

270 Menschenleben forderte 1988 der Sprengstoffanschlag auf ein Flugzeug der US-Fluglinie Pan Am über dem schottischen Lockerbie. Der frühere libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi soll das Attentat persönlich angeordnet haben.

FILE - In this December 1988 file photo wrecked houses and a deep gash in the ground in the village of Lockerbie, Scotland, that was caused by the crash of Pan Am Flight 103. Scottish prosecutors said Thursday, Oct. 15, 2015 they have identified two Libyans as suspects in the 1988 bombing of a passenger jet over the town of Lockerbie, and want to interview them in Tripoli.  (AP Photo/Martin Cleaver, File)

1988 wurde ein US-Flugzeug nach der Explosion von 340 bis 450 Gramm Plastiksprengstoff über Schottland zerstört.  Bild: Martin Cleaver/AP/KEYSTONE

Bei dem Attentat kamen alle 259 Passagiere sowie elf Bewohner Lockerbies ums Leben. Mit 189 toten US-Amerikanern galt er bis zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 als verlustreichster Anschlag gegen US-Bürger.

Bombenanschlag in Bologna: 85 Tote

1980, bei einem nicht restlos geklärten Anschlag auf den Hauptbahnhof in Bologna, starben 85 Menschen, mehr als 200 wurden verletzt. Es war bis heute einer der folgenschwersten Terroranschläge im Nachkriegseuropa. Zunächst wurden die linksextremen Roten Brigaden beschuldigt. Nach jahrelangen Ermittlung zeigte sich jedoch, dass die Tat von Neofaschisten ausgeführt wurde, die Verbindungen zum italienischen Militärgeheimdienst und der paramilitärischen Einheit Gladio pflegten. Wie eng die Kontakte zur CIA und NATO waren, ist bis heute umstritten. Italien machte stattdessen die neofaschistische Terrororganisation Ordine Nuovo, beziehungsweise deren Splittergruppe NAR verantwortlich. 

858005 - Am 8. Maerz 1973 explodiert in Whitehall, Grossbritannien, eine Autobombe. Mit Terroranschlaegen raecht sich die Irisch-republikanische Armee fuer den Bloody Sunday in Derry, bei dem die britische Armee 14 unbewaffnete Katholiken getoetet hatte. Nach einem fast drei Jahrzehnte dauernden Konflikt, in dem mehr als 3200 Menschen starben, haben sich die Protestanten und Katholiken Nordirlands am Freitag, 10. April 1998, auf ein Friedensabkommen geeinigt.  (KEYSTONE/Str)

Bei einem blutigen Bombenanschlag mit 85 Toten verwüsteten Neofaschisten am 2. August 1980 den Hauptbahnhof der norditalienischen Stadt Bologna.  Bild: KEYSTONE

Arabischer Terror in der Schweiz: 47 Tote

Am 21. Februar 1970 explodierte – kurz nach dem Start in Zürich – im Frachtraum einer Swissair-Maschine ein Bombe, die von palästinensischen Terroristen gelegt wurde. Der Captain versuchte nach der Detonation nach Zürich zurückzufliegen, das Flugzeug stürzte jedoch bei Würenlingen in einem Wald ab. Die 38 Passagiere und die neun Besatzungsmitglieder kamen beim Absturz ums Leben.

Am 21. Februar 1970 explodierte - kurz nach dem Start - im Frachtraum einer Swissair Coronado CV-990 ein Bombe, die von palaestinensischen Terroristen gelegt wurde.  Der Captain versuchte  nach der Detonation nach Zuerich zurueckzufliegen, die Maschine stuerzte jedoch bei Wuerenlingen in einem Wald ab. Die 38 Passagiere und die 9 Besatzungmitglieder kamen bei dem Absturz ums Leben. Das Bild zeigt die Truemmer des Flugzeuges in der Swissair-Werft in Kloten. (KEYSTONE/Str)

1970 forderte das Attentat auf den Swissair-Flug 330 47 Menschenleben: Das Bild zeigt die Trümmer des Flugzeuges in der Swissair-Werft in Kloten. Bild: KEYSTONE

Die Ursache des Absturzes war ein Anschlag, der eigentlich gegen die israelische Fluggesellschaft El Al gerichtet war. Da ein Flug von München nach Tel Aviv in Israel Verspätung hatte, wurde die für diesen El-Al-Flug bestimmte Postsendung auf den Swissair-Flug umgeleitet. In diesem Paket befand sich die Bombe.

Lesetipp: Die NZZ beleuchtet in der vierteiligen Serie «Arabischer Terror in der Schweiz» drei Anschläge, die unser Land in den Jahren 1969 und 1970 erschütterten.

Rote Armee Fraktion in Deutschland: 34 Tote

Die Rote Armee Fraktion (RAF) war eine linksextreme terroristische Vereinigung in Deutschland, die in den 70er- und 80er-Jahren 34 Menschen ermordete. Bei Sprengstoffattentaten wurden zudem über 200 Menschen verletzt, viele der Opfer waren Polizisten und Soldaten sowie Führungskräfte in Politik und Wirtschaft. 

Polizisten untersuchen die Stelle in Koeln, an der vor zwanzig Jahren, am 5. September 1977, der deutsche Arbeitgeberpraesident Hanns-Martin Schleyer von einem Kommando der Roten Armee Fraktion RAF entfuehrt wurde. Die Leichen der dabei getoeteten Begleitpolizisten liegen auf der Strasse.   (KEYSTONE/AP Photo/Heinz Ducklau)

Am 5. September 1977 wurde der deutsche Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer von einem Kommando der Roten Armee Fraktion (RAF) entführt. Die Leichen der dabei getöteten Begleitpolizisten liegen auf der Strasse.  Bild: AP

Olympia-Attentat in München: 17 Tote

Die palästinensische Terrorgruppe Schwarzer September begann als kleine Zelle von Fatah-Anhängern. Anfang der 1970er-Jahre verübte sie mehre Anschläge in Europa, etwa an den Olympischen Sommerspielen in München oder am Flughafen von Athen.

Beim Olympia-Attentat in München von 1972 stürmten acht bewaffnete Mitglieder der palästinensischen Terrororganisation Schwarzer September das Wohnquartier der israelischen Mannschaft und nahmen elf Sportler als Geiseln.

Zwei Geiseln wurden bereits im Olympischen Dorf ermordet. Bei einem schlecht geplanten Befreiungsversuch auf dem Militärflughafen Fürstenfeldbruck starben am selben Abend alle verbliebenen neun Geiseln, ein deutscher Polizist und fünf der Terroristen. Unterstützt wurden die palästinensischen Terroristen laut deutschen Behörden von Helfern aus der Neonazi-Szene.

Zusammengefasst in einer Grafik sieht die Terror-Statistik für Westeuropa für die letzten 46 Jahre wie folgt aus:

Terroropfer in Westeuropa nach Ländern von 1970 bis 2016

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*2016 starben weitere 12 Menschen bei einem Anschlag mit einem LKW in Berlin. Diese Opfer sind in der Grafik noch nicht enthalten. bild: statista

Seit 2005 nimmt der Terror weltweit zu, zuletzt auch wieder in Westeuropa

Bei allen Terrorakten seit 2001 sind rund 155'000 Menschen getötet worden. Nur 0,3 Prozent der Anschläge fanden in Europa statt. Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Anzahl terroristischer Vorfälle weltweit (rote Kurve) und in Europa (blaue Kurve) seit etwa 2005 auseinander bewegt.

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Hunderte Anschläge jährlich in Afghanistan, später im Irak und nun auch in Syrien und der Türkei lassen die rote Kurve (Attentate weltweit) massiv steigen. Westeuropa (blaue Kurve) verzeichnet trotz Paris, Nizza oder Berlin keine vergleichbare Zunahme.  grafik: watson / quelle: global terrorism database

Seit 2011 steigt die Zahl der Attentate sprunghaft an. Das liegt einerseits an schlagkräftigen Organisationen wie Boko Haram und dem sogenannten «Islamischen Staat» («IS»). Andererseits werden Terroranschläge seit 2012 mittels Computerprogrammen automatisch erfasst – und so bleiben immer weniger Attentate unbemerkt. 

Die Datenbank «Global Terrorism» der Universität Maryland verzeichnet für das Jahr 2001 weltweit 1908 Anschläge (davon 771 mit Toten). Im gleichen Jahr gab es in Westeuropa 19 tödliche Anschläge. 2014 stieg die Zahl weltweit auf 16'840 Anschläge, davon 6334 mit Toten. Westeuropa verzeichnete 3 tödliche Anschläge. Die folgende Tabelle zeigt die konkreten Zahlen für die Jahre 2001 bis 2015.

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Während der Terror weltweit gesehen auf dem Vormarsch ist, bleiben Anschläge mit Toten in Westeuropa seit 2001 auf vergleichsweise tiefem Niveau. grafik: watson / quelle: global terrorism database

Wer glaubt, dass wir in der oben stehenden Grafik die Balken für Westeuropa vergessen haben, ist schief gewickelt. In der EU gibt es seit 2001 so wenig Anschläge mit Toten pro Jahr, dass das Statistik-Programm schlicht keine Balken zeichnen kann.

Seit 2011 massiv mehr Terroropfer ausserhalb Europas

Mehr Terroranschläge ausserhalb Westeuropas fordern auch mehr Terroropfer. Die Zahl nimmt seit 2011 global betrachtet rasant zu. Wie erwähnt liegt dies auch daran, dass die tödlichen Anschläge seit 2012 automatisiert und somit genauer registriert werden.

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Seit 2011 sterben weltweit massiv mehr Menschen durch Terror. 2014 ist die Opferzahl auf über 30'000 gestiegen. 2015 gab es erstmals seit vier Jahren wieder weniger Terrortote.  grafik: watson via nzz / quelle: global terrorism database

In Westeuropa forderte der Terror in den letzten 15 Jahren oft weniger als zehn Menschenleben pro Jahr. Allerdings gibt es auch immer wieder blutige Jahre: 2004 liessen bei mehreren Bombenexplosionen in Madrid 191 Menschen ihr Leben. 2005 starben beim Anschlag auf die Metro in London 52 Menschen. 2011 tötete der Norweger Anders Behring Breivik 77 Menschen in Norwegen. 2015 und 2016 töteten Terroristen in Paris, Brüssel, Nizza und Berlin fast 300 Menschen. Diese und kleinere Anschläge zeigen, dass Terroristen in den letzten Jahren immer wieder tödlich zuschlagen konnten.

2015 und 2016 forderte der Terror auch in Westeuropa einen höheren Blutzoll als in den Jahren zuvor, verglichen mit früheren Jahrzehnten und anderen Weltregionen sind die Opferzahlen aber gering. Da das Risiko bei uns durch die Hand von Terroristen zu sterben insgesamt äusserst gering ist – vermutlich auch weil geplante Anschläge teils vereitelt werden – erscheinen einzelne Attentate als Ausreisser in der folgenden Grafik. 

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726 Opfer forderte der Terror zwischen 2001 und 2016 in Westeuropa. Auf dem Höhepunkt des Terrors in Europa in den 70er- und 80er-Jahren starben teils in einem einzigen Jahr über 400 Menschen.
grafik: watson / quelle: global terrorism database

2016 (Nizza, Brüssel, Berlin) und 2015 (Paris) werden nach 2011 (Oslo), 2005 (London) sowie 2004 (Madrid) als schwarze Jahre in Europas jüngste Terror-Geschichte eingehen. An der langjährigen Tendenz, dass Westeuropa nach den Terrorwellen in den 70er- bis 90er-Jahren heute deutlich weniger Opfer zu beklagen hat, ändert dies zurzeit wenig. Dieser Fakt soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Terrorgefahr in Europa wieder erhöht ist. Es gibt in Westeuropa nicht mehr Anschläge als früher, im Gegenteil. Aber die wenigen Anschläge fordern pro Attentat mehr Opfer als früher. Europol warnt denn auch vor jihadistischem Terror durch zurückgekehrte «IS»-Kämpfer. Zudem würden nationalistische, rassistische und antisemitische Gefühle in Europa rasant zunehmen und damit zu rechtsextremen Terrorakten führen.

Die folgende Grafik zeigt im Detail, wie viele Menschen seit 2001 jährlich bei Terroranschlägen starben.

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Von 2001 bis 2015 entfallen nur 0,3 Prozent der Terroropfer auf Westeuropa. Von 164 Getöteten im Jahr 2015 starben rund 150 bei den Anschlägen in Paris. grafik: watson via nzz / quelle: global terrorism database

Der Vergleich mag hinken, ist aber trotzdem interessant: Allein in der Schweiz starben zuletzt rund 300 Menschen jährlich im Strassenverkehr. Dem Terror zum Opfer fielen bei uns seit 1898 insgesamt 60 Menschen, seit 1995 niemand mehr – sofern Amokläufe nicht mitgezählt werden. Am 27. September 2001 erschoss Friedrich Leibacher während einer Sitzung des Zuger Kantonsrates drei Regierungsräte und elf Kantonsräte. Diese Amoktat wird in der Global Terrorism Database als letztes Terrorereignis in der Schweiz geführt. Ob eine Tat ein politisch-ideologisch motivierter Terroranschlag oder ein wahnhafter Amoklauf ist, lässt sich manchmal nur schwer sagen.

In diesen Ländern gibt es am meisten Terroropfer

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Zwischen 2001 und 2014 sind in 22 Ländern jeweils mehr Personen umgekommen als in ganz Westeuropa (420 Opfer) zusammen.  grafik: watson via nzz / quelle: global terrorism database

Mit Abstand am gefährlichsten lebte es sich über die letzten 15 Jahre gesehen im Irak, gefolgt von Afghanistan, Pakistan, Nigeria, Indien und Syrien. Der Irak litt mit 8797 Attacken und 42'760 Toten am meisten unter dem Terror – fast jedes dritte Opfer stammt aus dem Irak. Zum Vergleich: Europa beklagte im selben Zeitraum 420 Terroropfer (0,3 Prozent). In der oben stehenden Grafik fehlen die USA mit 3047 Opfern.

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Der grosse Kreis symbolisiert die Opfer weltweit. Der kleine Kreis die Opfer in Westeuropa. bild: statista

Das sind die gefährlichsten Terrororganisationen

In den vergangenen 45 Jahren gab es mehr als 2700 aktive Terrorgruppen. Am meisten Anschläge verübt hat die Gruppe Leuchtender Pfad aus Peru, gefolgt von den Taliban in Afghanistan und der FARC in Kolumbien. In Europa haben ETA und IRA je knapp 2000 Mal zugeschlagen.

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Anzahl Terroranschläge seit 1970. bild: watson / quelle: global terrorism database

Seit 2001 haben die Taliban mit über 12'000 Ermordeten am meisten Menschen auf dem Gewissen, vor den Islamisten von Boko Haram in Nigeria, dem «IS» im Irak und Syrien sowie al-Kaida. Die einzige nicht islamistische Terrororganisation in den Top Fünf seit 2001 ist eine kommunistische Terrorgruppe in Indien. 

Was im Westen oft vergessen geht: Die übergrosse Mehrheit der Menschen, die von radikalen Muslimen getötet werden, sind selbst Muslime – etwa 80 Prozent.

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Etwa 80 Prozent der Opfer islamistischer Anschläge sind Muslime, schätzen Wissenschaftler. grafik: watson via nzz / quelle: global terrorism database

Islamistischer Terror in Europa fordert mehr Tote als nicht-islamistische Attentate

In Westeuropa wurden von 2001 bis 2015 insgesamt 95 Anschläge verübt, bei denen jeweils mindestens eine Person starb. Mit den Attacken in Brüssel, Nizza und Berlin von 2016 kommt man auf 726 Opfer.

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In Europa sind von 2001 bis November 2015 611 Personen bei Attentaten umgekommen. 419 davon bei Anschlägen mit islamistischem Hintergrund (rote Balken). grafik: watson via nzz / quelle: global terrorism database 

Zwar gab es in Europa seit 2001 überwiegend Terrorattacken ohne islamistischen Hintergrund, islamistisch motivierte Attentate forderten aber weit mehr Tote. Dieser Trend hat sich 2016 mit den Attentaten in Brüssel, Nizza und Berlin fortgesetzt.

Politisch motivierter Terror nimmt ab, religiöser zu

Der politisch motivierte Terror von Separatisten, etwa im Baskenland, auf Korsika oder in Nordirland, bleibt zwar virulent, forderte aber in den letzten Jahren vergleichsweise wenig Opfer. In der EU und in Frankreich werden seit 2007 immer weniger Menschen wegen politisch motiviertem Terror verhaftet.

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In der EU und in Frankreich nehmen Verhaftungen von mutmasslich politisch motivierten Terroristen ab. grafik: fivethirtyeight

Umgekehrt werden insbesondere in Frankreich seit 2012 mehr Menschen wegen religiös motivierten Terrorplänen verhaftet. Einige Terrorexperten machen in diesem Kontext auf die überproportional grosse Zahl an Dschihadreisenden aus Frankreich aufmerksam – geschätzt 1500 – die für den «IS» kämpfen sollen. 

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In der EU und in Frankreich nehmen Verhaftungen von mutmasslich religiös motivierten Terroristen zu. grafik: fivethirtyeight

Das Fazit

Terror-Warnkarten, wie diese einer britischen Boulevardzeitung, lassen vermuten, dass in Frankreich und Spanien hinter jeder Ecke ein Terrorist lauert und Deutschland oder Italien gefährliche Reisedestinationen sind.

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Unsinnige Terrorwarnkarte: Das Risiko auf dem Weg zum Flughafen im Auto zu sterben ist zig Mal grösser, als in einer europäischen Feriendestination durch einen Terroristen umzukommen. bild: metro

Die Wahrscheinlichkeit in Europa Opfer eines Terroranschlags zu werden, liegt bei 0,002 Prozent. In der Schweiz ist das Risiko noch geringer.

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England, Frankreich, Spanien oder Australien haben laut dieser Warnkarte die gleiche Terror-Gefahrenstufe wie der Irak und Syrien. Auch so kann man Terrorangst schüren und dann nach mehr staatlicher Überwachung des Handy- und Internetverkehrs rufen. bild: Metro

Befragungen zeigen immer wieder, dass die statistisch gesehen minimale Terrorgefahr massiv überschätzt wird, wofür es eine plausible Theorie gibt: Da Terroranschläge – sofern sie wie in Paris oder Berlin in unserer Nähe stattfinden – die Menschen massiv mehr interessieren als «gewöhnliche» Unfälle oder Naturkatastrophen, informieren Medien ausgiebig über Attentate. Spektakuläre Ereignisse wie 9/11 oder der Germanwings-Absturz bleiben zudem länger in Erinnerung, was uns das Risiko für Attentate oder einen Flugzeugabsturz überschätzen lässt. Umgekehrt unterschätzen wir die Gefahr, im Strassenverkehr, bei einem Berufsunfall oder durch einen Wespenstich zu sterben, da über unspektakuläre Ereignisse weniger informiert wird.

Woher stammen die Daten?

Aus der Global Terrorism Database der University of Maryland (USA), die bei der Analyse von Terrorismus mit dem Heimatschutzministerium der Vereinigten Staaten zusammenarbeitet. Die Entscheidung, wer Terrorist ist, wird deshalb aus der Sicht der US-Regierung gefällt. Die Global Terrorism Database enthält umfassende Informationen zu weltweiten Terrorakten von 1970 bis 2015. Terror wird definiert als ein gewalttätiger, illegaler Akt eines nichtstaatlichen Akteurs gegen Zivilisten, Polizei, Militär, Unternehmen, religiöse Institutionen und andere Ziele. Ein Bombenanschlag oder eine Amoktat wird also ebenfalls als Terrorakt bezeichnet, selbst wenn es keine Toten gibt. Staaten sind als Akteure ausgenommen. Das heisst etwa, dass ein Angriff Assads auf die syrische Bevölkerung oder ein US-Drohnenangriff mit zivilen Opfern nicht als Terrorakt registriert wird.

Hinweis: Dieser Artikel ist ursprünglich nach den Terroranschlägen in Paris im November 2015 verfasst worden. Aus aktuellem Anlass haben wir ihn jetzt aktualisiert und nochmals publiziert.

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  • Thomas Binder 24.05.2017 10:37
    Highlight Highlight Während die USA ISIS in Jahren nicht zerstören konnten, hat Russland mit dessen zwölfmal günstigerer Armee bewiesen, dass es diesen Albtraum innerhalb von Monaten beenden könnte, wenn man es dies tun liesse.
    Das ist doch interessant, oder etwa nicht?

    America Created Al-Qaeda and the ISIS Terror Group:
    http://www.globalresearch.ca/america-created-al-qaeda-and-the-isis-terror-group/5402881
    • JacquelineM 30.05.2017 12:33
      Highlight Highlight Ich war mal an einem U2 Konzert da erzählte er wie es gerade in seiner Heimat abgeht und dass er jemanden verloren hat der ihm nahestand...ist nicht lustig solche "Kriege" echt nicht
  • DieRoseInDerHose 24.05.2017 07:28
    Highlight Highlight Mich würde noch interessieren, was es mit dem Titelbild (mit den Pferden) auf sich hat. Weiss das jemand?

    Toller Artikel!🤗
  • Kaviar 24.05.2017 01:51
    Highlight Highlight Die Statistik der Terroropfer ist scheissegal. Selbst ein einziges Opfer eines Tertoraktes ist eines zuviel. Terrorismus ist ganz einfach inakzeptabel und muss mit allen Mitteln bekämpft werden.

    Und: Wer Terrorakte relativiert, der rechtfertigt indirekt die jüngsten Verbrechen an der Menschlichkeit. Das ist mindestens so empörend, wie das Verbrechen selbst.
  • Nick_ 23.05.2017 23:34
    Highlight Highlight Ich habe den Eindruck, Watson versucht mit diesen Vergleichen das Attentat zu verharmlosen. À la: Früher gabs schon Terror, ist also alles halb so schlimm.

    Bringt ihr nun auch bei jeder rechtsextremen Gewalttat auch eine belanglose Liste mit all den rechtsextremen Gewalttaten von anno 1970 bis heute und zeigt auf, dass rechtsextreme Gewalt ja eigentlich stark rückläufig ist - so rein historisch gesehen?
  • rothi 23.05.2017 22:25
    Highlight Highlight Liebe Redaktion. Ich bitte euch die Headline anzupassen: "In der Schweiz ist seit 20 Jahren niemand mehr einem Attentat zum Opfer gefallen." - Am 27. September 2001 wurden in Zug 14 Politiker Opfer eines Attentats.
    • Oliver Wietlisbach 23.05.2017 22:35
      Highlight Highlight Wie im Text erklärt wird:

      "Dem Terror zum Opfer fielen bei uns seit 1898 insgesamt 60 Menschen, seit 1995 niemand mehr – sofern Amokläufe nicht mitgezählt werden. Am 27. September 2001 erschoss Friedrich Leibacher während einer Sitzung des Zuger Kantonsrates drei Regierungsräte und elf Kantonsräte. Diese Amoktat wird in der Global Terrorism Database als letztes Terrorereignis in der Schweiz geführt. Ob eine Tat ein politisch-ideologisch motivierter Terroranschlag oder ein wahnhafter Amoklauf ist, lässt sich manchmal nur schwer sagen."

      Ob die Amoktat ein Terrorakt war, ist Definitionssache.
    • rothi 23.05.2017 23:18
      Highlight Highlight Das stimmt. Jedoch ist die Tat ganz klar als Attentat anzusehen. Somit ist die Aussage in der Headline "In der Schweiz ist seit 20 Jahren niemand mehr einem Attentat zum Opfer gefallen." schlichtweg falsch. Es müsste demnach heissen "In der Schweiz ist seit 20 Jahren niemand mehr Opfer eines Terroranschlags gewesen".
  • Moelal 23.05.2017 21:24
    Highlight Highlight Jedes Mal bei einem Terroranschlag bringt Watson exakt den Flauschen Artikel mit den gleichen Bildern. Was wollt Ihr eigentlich wirklich damit sagen?
    • Oliver Wietlisbach 23.05.2017 23:00
      Highlight Highlight Wir aktualisieren den Artikel und die wichtigsten Grafiken, bevor wir ihn erneut publizieren. Kommt hinzu: watson hat als junges Newsportal immer mehr Leser (also auch viele neue), die den Artikel eben noch nicht kennen. Für die ist er vielleicht interessant...

      Persönlich bin ich der Meinung, dass Medien nicht nur über News berichten, sondern Ereignisse im historischen Kontext beleuchten und einordnen sollten. Meines Wissens gibt es wenige Artikel, die dies so umfassend tun.

      Diese Fakten können helfen eine eigene Meinung zu bilden. Nur wer die Geschichte kennt, versteht die Gegenwart.
    • Stinkender Wookie 24.05.2017 02:22
      Highlight Highlight Danke Oliver, schön gesagt
  • Booker 23.05.2017 20:53
    Highlight Highlight Man versucht von den effektiven Problem abzulenken und die Situation schön zu reden. Hunderttausende sind nach Europa gekommen, darunter einige Tausend (?) IS Sympathisanten, die uns noch viele Anschläge bescheren werden. Wir müssen wohl auch flächendeckende Gepäckkontrollen an Bahnhöfen, Flugplätzen, Stadien, Kinos, Hallen, Theatern einführen um etwas sicherer zu leben.
    • herpderpschlerp 23.05.2017 22:18
      Highlight Highlight wenn das die bedingung für sicherheit ist, dann will ich die sicherheit nicht
    • Enzasa 23.05.2017 23:55
      Highlight Highlight Das ist die subjektivne Sicht.
      In meinem Augen sind hunderttausende auf der Flucht vor der IS und anderen Terroristen nach Europa gekommen, auf der Suche nach Frieden und Schutz.
      Diese Menschen sind für mich keine Bedrohung
    • Stinkender Wookie 24.05.2017 02:26
      Highlight Highlight "Freedom is something that dies unless it's used."

      Hunter S. Thompson

      Wenn wir (falsche) Sicherheit über Freiheit stellen, haben wir schon verloren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Arnold Sollova 23.05.2017 16:18
    Highlight Highlight Jetzt versucht manche alle Muslime in ein schlechtes Licht zu rücken, aber diese vergessen welche Länder den Nahen Osten zu einem Pulverfass verwandelt haben, wo Chaos und Anarchie herrscht. Der Waffendeal von der USA mit Saudi Arabien, dass bekanntlich den Terror finanziert, wird den Terror nur noch stärker werden lassen. Es stimmt, diese Menschen sind manipulierte und blutrünstige Monster, aber die Leute, die solche Gruppen finanzieren sind noch schlimmer.
  • Thinktank 23.05.2017 15:35
    Highlight Highlight Mit der Bezeichnung Terrorismus versucht man die Bevölkerung zu beruhigen und tut so, als ob es nur Nadelstiche und Einzelereignisse seien. Die Politiker versuchen zu suggerieren, dass unser Lebensstil in Frage gestellt werden soll und uns der IS nur Angst einjagen will. Fakt ist, dass der Islamische Staat einen Vernichtungskrieg gegen alle ungläubigen Länder führt. Da der IS aber militärisch aktuell nicht sehr potent ist, sind es bisher Einzelaktionen. Sobald der IS Atomwaffen, Giftgas oder andere Massenvernichtungswaffen erhält, sind wir tot. Es ist lächerlich so zu tun, als sei alles ok.
    • Arnold Sollova 23.05.2017 16:11
      Highlight Highlight Die Frage, die sich stellt ist: Wer finanziert diese Terrorgruppen? Ich bin mir ziemlich sicher, dass es überhaupt nichts mit Religion zu tun hat, sondern wirtschaftliche und macht Interessen im Vordergrund stehen. Das Geld und die Waffen kommen ja nicht vom Himmel. Um den Terror zu bekämpfen muss man die "Geldgeber" erledigen. Leider werden aber die "Supporter" wie Saudi Arabien ausgestattet. Die USA spielt hier ein böses Spiel, um die Region im Chaos zu lassen.
    • Hoppla! 23.05.2017 17:44
      Highlight Highlight @ Thinktank

      Selbst wenn dem so wäre; was ist die Lösung?

      Den IS ausmerzen und durch menschenwürdige Lebensumstände verhindern, dass junge Menschen nicht mehr (so einfach) radikalisiert werden können?

      Oder:

      Alle Muslime mit Hasstriaden in einen Topf werfen, Terroristen schimpfen und sie ausgrenzen?

      Und nun die Joker-Frage: Was denkst du was wohl nachhaltiger Terrorismus verhindert?

      Aber ich bin mir bewusst, purer Hass ist häufig einfacher (und kurzfristiger wohl auch befriedigender).
    • Enzasa 24.05.2017 00:00
      Highlight Highlight Es geht immer um Macht und die Religion ist nur Mittel zum Zweck.
      In den Augen des IS sind alle ungläubig die sich Ihnen widersetzen, bisher sind Muslime die überwiegenden Opfer
  • poesie_vivante 23.05.2017 14:34
    Highlight Highlight Will watson jetzt ernsthaft bei jedem Terroranschlag denselben Artikel aus der Schublade nehmen und online stellen?

    Terror ist nicht gleich Terror.

    Der politische Terror der 1960er- und 1970er-Jahre hatte ganz andere Ursachen als derjenige seit 10 Jahren. Letzterer ist nämlich Geopolitik- und Migrations-bedingt.
    • Oliver Wietlisbach 23.05.2017 14:49
      Highlight Highlight Ja. Wir denken eine historische Einordnung ist und bleibt wichtig. Menschen vergessen schnell, was vor drei oder vier Jahrzehnten war.

      Der Artikel wird natürlich immer wieder ergänzt. So haben wir etwa die Titel-Grafik ganz oben mit den Zahlen für 2017 (inklusive Manchester) aktualisiert.
    • Platon 23.05.2017 15:15
      Highlight Highlight Eine historische Einordnung ist bestimmt gut. Eine Einordnung, die die Verhältnisse aufzeigt, ist noch viel besser.
      Wieso heult beispielsweise niemand rum wenn jährlich hunderte Menschen an Stickoxiden sterben? Ist die Wahrscheinlichkeit an einem Haushaltsunfall zu sterben nicht immernoch tausend mal grösser, als an einem Terrorakt zu sterben? Ect.
      Es gäbe so viele Fragen, die den Terror in angemessene Relation setzen würde. Das einzige was jedoch tatsächlich gefragt wird ist: Grenzen schliessen?🤦🏼‍♂️
    • Hoppla! 23.05.2017 17:48
      Highlight Highlight @ poesie_vivante

      Interessant. Der Terror der IRA ist politisch während der Terror des IS religiös ist?

      Messen wir hier nicht mit verschiedenen Ellen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fischra 23.05.2017 14:01
    Highlight Highlight Sehr guter Beitrag welcher nüchtern die Realität spiegelt und uns ein wenig Sicherheit geben soll.
  • Thomas Binder 23.05.2017 13:46
    Highlight Highlight Von selbstherrlich als "Terrorismus" deklariertem Massenmord profitieren immer sehr viele, bloss nie die scheinbare Seite der angeblichen Terroristen. Deshalb läuft "Terrorismus", wenn er nicht von einem verzweifelten verrückten Einzeltäter im Affekt sondern geplant durchgeführt wird, selbstverständlich immer unter "falscher Flagge" ab bis das Gegenteil bewiesen ist.
    Wir müssen uns mit dem Terrorismus der NATO gegen die eigene Bevölkerung mit Sündenbock Kommunismus ("Operation Gladio") bis 1991 und mit Sündenbock Islam ("Operation Gladio B") seit 1991 befassen, wenn wir etwas verstehen wollen.
    • Thomas Binder 23.05.2017 14:50
      Highlight Highlight James Corbett, ein nur von seinen Konsumenten finanzierter unabhängiger investigativer Journalist der Extraklasse, über "Operation Gladio B"...

      Play Icon
    • Hoppla! 23.05.2017 17:52
      Highlight Highlight Was möchtest du uns damit genau sagen? Dass IS-Anschläge eigentlich von westlichen Geheimareem (Gladio B) durchgeführt werden?
    • Thomas Binder 24.05.2017 09:08
      Highlight Highlight Die für uns gefährlichsten Psychopathen sind diejenigen unserer scheinbar eigenen Seite, weil wir ihnen am einfachsten auf den Leim gehen, immer und immer wieder.
      Al-Qaeda, Al-Nusra, Daesh, ISIS und wie absurd diese Labels für dasselbe grotesk überzeichnete Teuflische sonst noch angeschrieben werden, sind selbstverständlich Mujaheddin-Söldner der CIA & Co. zur Realisierung jedes beliebigen imperialen Angriffskriegs für Ressourcen und für deren Legitimierung durch die ob deren Terrors panische und bald total überwachte verblendete eigene Bevölkerung.

      Play Icon
  • demokrit 23.05.2017 12:22
    Highlight Highlight "1995 erschossen Unbekannte in Genf einen ägyptischen Diplomaten."

    Dann war es kein Terror.
  • Grundi72 23.05.2017 12:22
    Highlight Highlight Hier geht man etwas professioneller und weniger ideologisch mit dem Thema um:

    http://www.20min.ch/wissen/news/story/10560683

    Hier scheinen Profis und keine Kids am Werk zu sein
    • Nick Name 23.05.2017 13:40
      Highlight Highlight Was daran ist unprofessionell und ideologisch?
    • flausch 23.05.2017 15:53
      Highlight Highlight Ich habe noch fast nie eine so unprofessionelle Berichterstattung gesehen wie dieser 20min "Artikel" der ehrlich gesagt nichts als eine zusammenhangslose Bildergalerie ist. Unvollständig, undifferenziert und vor allem mit einem relativ fragwürdigen Terrorbegriff. (Da auch Anschläge innerhalb eines Bürgerkrieges die gezielt Polizisten oder Soldaten treffen und somit nicht die Zivilbevölkerung, sowie einige unausgeführte Terrorakte)
      Ergo: 20min betreibt alles andere als Journalismus. Ein Bilderbuch des schreckens ohne Text und mit minimalstem Kontext.
    • Nick Name 23.05.2017 18:52
      Highlight Highlight (Aso: Mit "daran" meinte ich den Watson-Beitrag. Grundi72?)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pain_in_the_ass 23.05.2017 12:18
    Highlight Highlight Was für ein unsinniger Artikel. Die Zahlen sind aus dem Kontext gerissen und widerspiegeln nicht die heutige Situation. Der Terrorismus in Europa war immer nur regional verbreitet und richtete sich nur gegen spezifische Ziele. Der islamische Terror ist hingegen global und richtet sich gegen beinahe alle Menschen. Ausserdem wird der islamische Terror von Regierungen unterstützt und beruht auf einer unveränderbaren Ideologie, die bereigs seit ca 1400 Jahren Terroristen erschafft. Dank der heutigen Vernetzung und Waffen wird noch was grosses auf uns zukommen.
    • Baccara - Team Nicole 23.05.2017 12:54
      Highlight Highlight Hauptsache, man hat jetzt einen auf Panik gemacht, oder?
    • ujay 23.05.2017 14:15
      Highlight Highlight @Pain...naja, Unsinn ist fuer mich,dass sich selbsternannte Orakel mit Binsen- und historischen Moechtegrn-wahrheiten zu profilieren versuchen.
    • Pain_in_the_ass 23.05.2017 14:38
      Highlight Highlight @Baccara die Wahrheit anzuerkennen hat nichts mit Panik machen zu tun. Du scheinst wohl meinen Kommentar falsch, oder wie es dir beliebt, zu interpretieren. Ich gehöre einer nichtmuslimischen Minderheit des nahen Ostens an und kenne den Islam und seine radikalen Strömungen. Als Minderheiten aus dem nahen Osten vor dem Islam warmten, wurden sie hier belächelt oder als rassistisch beschimpft. Heute verüben Islamisten regelmässig Attentate in Europa. Das sind auch nur die, von denen wir erfahren. Noch mehr versuchte Attentate werden verhindert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • gwunderfizz 15.02.2017 10:50
    Highlight Highlight Sie haben im obersten Abschnitt (Zusammenfassung) geschrieben, dass 80% der Opfer von Terrorismus Muslime sind. Auf diese Zahl haben Sie sich jedoch im Verlauf des Artikels nicht mehr bezogen. Schliessen Sie die Zahlen aus den Todesopfern der jeweiligen Länder? Oder haben Sie dazu eine Quelle?
    • Oliver Wietlisbach 23.05.2017 13:36
      Highlight Highlight Oberhalb der Grafik "Die 5 tödlichsten Terror-Organisationen" heisst es:

      Was im Westen oft vergessen geht: Die übergrosse Mehrheit der Menschen, die von radikalen Muslimen getötet werden, sind selbst Muslime – etwa 80 Prozent.

      In der Legende zur Grafik ist auch auf die Quelle verlinkt.

      Die Primärquelle ist diese wissenschaftliche Studie, die von der BBC publiziert worden ist. http://icsr.info/wp-content/uploads/2014/12/ICSR-REPORT-The-New-Jihadism-A-Global-Snapshot.pdf
    • SemperFi 23.05.2017 17:46
      Highlight Highlight @SeKu: Vielleicht will uns das sagen, dass es sich um einen Krieg von radikalen Arschlöchern gegen den Rest der Welt handelt und nicht um einen Glaubenskrieg zwischen Moslems und Christen, den offensichtlich sich einige so sehnlich wünschen.
    • Enzasa 24.05.2017 00:12
      Highlight Highlight SeKu ganz einfach die Gefahr geht von Terroristen aus und nicht von den Angehörigen einer Religion, wie so gerne behauptet
    Weitere Antworten anzeigen
  • Domino 02.01.2017 11:56
    Highlight Highlight Fazit: die Europäer wurden in den letzten Jahrzehnten friedlicher, während eine fremde Ideologie immer mehr Tote bringt...
    • Enzasa 24.05.2017 00:14
      Highlight Highlight Während die Welt globaler wird, wird auch der Terrorismus globaler.
      Alle Terroristen damals und heute sind Angehöriger eine fremden also tödlichen Ideologie.
      Töten ist in allen Religionen verboten
    • Domino 24.05.2017 07:20
      Highlight Highlight Ich kann mich da an ein paar stellen im Koran erinnern wo das nicht so ist, sondern regelrecht zum töten aufgefordert wird in Befehlsform.
      Und ich würde auch nicht behaupten dass z.B. Berner und Jurassier eine völlig unterschiedliche Ideologie lebten. Es ging um einzelne politische Aspekte.

      Aber bleiben wir beim Thema: Der lokale Terrorismus verschwindet durch die Globalisierung. Der religiöse Terrorismus nimmt zu.

      Daraus lässt sich die Spitze des"Clash of Cultures" ablesen. Die stärkere Kultur überlebt, die schwächere geht zugrunde. Wie so oft in der Menschheitsgeschichte.
  • Herbert Anneler 26.12.2016 18:37
    Highlight Highlight Danke dafür, dass Sie die aktuellen Ereignisse in einen grösseren Kontext stellen - genau solchen Journalismus braucht es dringend. Er schürt nicht noch mehr Emotionen und panisiert nicht noch mehr Menschen, sondern ordnet ein. Super, wenn sich watson auch 2017 so profiliert!
  • The Kurt 22.12.2016 16:43
    Highlight Highlight Interessante Zahlen, interessanter Artikel.

    Was mich jedoch ein wenig stört, ist die erste Grafik. Dieser Aufhänger des Artikels ist (wie sich beim Lesen herausstellt) veraltet und sähe ganz anders aus, wenn die letzten zwei Jahre abgebildet wären. Dann gäbe es nämlich wieder einen deutlichen Ausschlag gegen oben. In den weiteren Grafiken im Artikel wird das auch so gezeigt - schade, dass die dominanteste Grafik dies nicht tut.
    • Oliver Wietlisbach 22.12.2016 17:11
      Highlight Highlight Diese Grafik wird von uns noch angepasst bzw. wir erstellen sie neu. Das dauert aber ein wenig, da dies ein Grafiker machen muss...
    • Bowell 22.12.2016 20:41
      Highlight Highlight Ein Grafiker passt die Grafik an. Das passt.
  • whatthepuck 22.12.2016 14:46
    Highlight Highlight Eine ganz unverwandte Frage: Dieser Artikel wurde fast 44'000x auf Facebook geteilt. Wie kommen diese Zahlen zustande? Bei 44k shares würde man ja meinen, dass zumindest einer (oder einige wenige) der eigenen paar hundert Facebook-Freunde diesen Artikel geteilt hat. Jeder dieser 44k erreicht ja ein paar hundert Leute damit. Mir wurde jedenfalls noch höchst selten ein watson Artikel geteilt in meinem feed, generell. Wohin gehen diese shares? Oder wird watson nur in sehr einschlägigen Kreisen geteilt? Unglaublich, dass man von 44k shares innerhalb der Deutschschweiz nix mitbekommt.
    • Oliver Wietlisbach 22.12.2016 15:23
      Highlight Highlight Der Artikel wurde sehr oft in Deutschland geteilt, was erklären könnte, dass du ihn auf Facebook nicht gesehen hast.

      Vermutlich bekommst du nur watson-Artikel in den Feed, wenn viele deiner Freunde watson teilen und du ein paar Artikel likest oder teilst (und FB somit denkt, dass du watson magst).

      Die Zahl 44'000 beinhaltet übrigens alle Likes, Shares und Comments. Der Artikel wurde also (noch) nicht 44'000 Mal geteilt.
  • stadtzuercher 22.12.2016 13:37
    Highlight Highlight "In der Schweiz ist seit 20 Jahren niemand mehr einem Attentat zum Opfer gefallen."
    Naja, das scheint mir jetzt ein bisschen schöngeredet.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Zuger_Attentat
    • Oliver Wietlisbach 22.12.2016 14:10
      Highlight Highlight Wie im Text erklärt wird:

      "Dem Terror zum Opfer fielen bei uns seit 1898 insgesamt 60 Menschen, seit 1995 niemand mehr – sofern Amokläufe nicht mitgezählt werden. Am 27. September 2001 erschoss Friedrich Leibacher während einer Sitzung des Zuger Kantonsrates drei Regierungsräte und elf Kantonsräte. Diese Amoktat wird in der Global Terrorism Database als letztes Terrorereignis in der Schweiz geführt. Ob eine Tat ein politisch-ideologisch motivierter Terroranschlag oder ein wahnhafter Amoklauf ist, lässt sich manchmal nur schwer sagen."

      Ob die Amoktat eine Terrorakt war, ist Definitionssache.
    • stadtzuercher 22.12.2016 15:53
      Highlight Highlight Die Tat in Zug lässt sich geradesogut als politisch-ideologisch motiviert darstellen. Wenn man will.

      "Leibacher hatte zuvor jahrelang durch exzessiven Gebrauch von Rechtsmitteln auf sich aufmerksam gemacht und fühlte sich vom Rechtsstaat derart schlecht und nachteilig behandelt, dass er sich zu dieser Tat gedrängt sah."
  • Malu 81 11.09.2016 20:57
    Highlight Highlight Der frühere Terrorismus war politischer Art.
    Die RAF hatte und hat viele Sympathisanten.
    Der momentane Terrorismus ist meist religiöser Natur.
    • Fabio74 23.12.2016 08:12
      Highlight Highlight Nun für die Opfer ist es egal. Und ob politisch oder religiös, es geht um Macht
    • Enzasa 02.01.2017 13:13
      Highlight Highlight Terroristen sind Terroristen egal aus welchem Beweggrund sie handeln.
      Sympathisanten der RAF und Sympathisanten der IS sind beides Sympathisanten von Terroristen.
    • Menel 23.05.2017 10:35
      Highlight Highlight Kann man bei der IRA nicht auch von religiösem Terrorismus sprechen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schlagerpeter 27.07.2016 09:23
    Highlight Highlight Was lernen wir daraus: Die Arschlöcher sind nicht aus- nur umgezogen.
  • Normi 26.07.2016 16:53
    Highlight Highlight Der grosse unterschied ist das der Terror damals einen Bezug zu Europa hatte...

    und nicht wie heute
    • Enzasa 02.01.2017 13:20
      Highlight Highlight Polen, Italiener oder Belgier hatten was, mit der IRA oder der RAF zu tun?

      Heute ist sind die Verstrickungen zwischen Nahost und Europa zahlreicher als früher innerhalb Europas. Durch die Globalisierung sind alle Länder in Abhängigkeit untereinander.
  • alex DL 25.07.2016 09:27
    Highlight Highlight Das simple Schubladendenken verwehrt den Blick auf eine einfache Tatsache:
    Es gibt eine wachsende Zahl junger Männer, die enttäuscht von der Realität spüren, dass sich keiner ihrer Träume, keins ihrer Ziele jemals erfüllen wird. So entseht ein Pool von Menschen, die den Eindruck hat, nichts mehr verlieren zu können - welche Partei auf dieses Rervoir zurückgreift, ist eher zufällig, hauptsache man verspricht Halt, Sinn und Status. Als Gesellschaft müssen wir endlich dafür sorgen, dass diese Menschen mehr zu verlieren haben als sie durch die Radikalisierung vermeintlich gewinnen.
  • Randy Orton 24.07.2016 00:21
    Highlight Highlight Mich stört, dass da zB die NSU-Terrorserie nicht dabei ist und auch andere fehlen. Das Problem ist halt, wie ist Terrorismus definiert.
  • Domino 23.07.2016 23:39
    Highlight Highlight Kommt immer daraufan von wo man die Zahlen hat und wer die Attentate beurteilt. Oft werden islamische Täter als verwirrt oder psychisch gestört eingestuft und somit nicht als Terroranschlag (z.B. Graz). Nimmt man z.B. Russland zu Europa dazu, dann sehen die Zahlen auch ganz anders aus.
    Im Netz hat sich jemand die Mühe gemacht und jeden islamischen Terrorangangriff seit 2001 erfasst. Alleine über 1300 Attacken in diesem Jahr, fast 29'000 seit 2001.

    https://www.thereligionofpeace.com/attacks/attacks.aspx?Yr=2016

    http://www.thereligionofpeace.com/attacks/europe-attacks.aspx
    • Louie König 22.12.2016 16:45
      Highlight Highlight @Domino: Sorry, aber wenn ich mir die Seite so anschaue, bekomme ich sofort einen Brechreiz. Auf den ersten Blick sieht es wirklich so aus, als wäre das eine neutrale Seite, auch schön mit Peacezeichen beim Tab etc., aber wenn ich mir dann nur mal die Sätze am Rand anschaue, merke ich, dass es sich, leider, um eine Seite handelt, die sich Islamhetze auf die Fahne geschrieben hat. Und zwar, weil sie den Islam als Ganzes ins Visier nimmt und nicht islamistische Extremisten bzw. deren Auslegung des Islams. Nur schon der Titel trieft ja vor Ironie. Aufpassen mit solchen Pseudofact-Sites.
    • SanchoPanza 22.12.2016 22:13
      Highlight Highlight jeez... und wahrscheinlich schreist du Lügenpresse aber beziehst deine Infos von einer Islam-Hetzseite?! Da können die noch so lange schreiben das sie keiner Organisation angehören - Hetze bleibt Hetze.

      Aber ja, mit deinem ersten Satz hast du natürlich recht: es kommt darauf an woher man die Zahlen nimmt und wer sie beurteilt - das gilt aber in alle Richtungen 😉
    • Domino 22.12.2016 22:42
      Highlight Highlight Auch wenn das eine Islam-Hetzseite ist (bestreite ich nicht), so handelt es sich bei den aufgelisteten Attacken um Tatsachen. Man kann auf Google alles selbst überprüfen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Max3 23.07.2016 23:07
    Highlight Highlight Interessanterweise wird vor allem über islamischer und rechtsextremen Terrorismus diskutiert, dabei geht oft vergessen, dass die Linken für die mit Anstand meisten Opfer in Westeuropa verantwortlich sind, wie im Artikel gut aufgezeigt. Was die marxistischen Organisationen wie die ETA, die IRA, die RAF oder auch die linken palästinänsischen Gruppierungen gemordet haben, geht unter keine Kuhhaut.
    Der Rückgang des Terrorismus in Westeuropa geht deswegen vor allem mit dem Niedergang des Sozialismus einher. Gestoppt word er aber durch den immer stärker werdenden islamischen Extremismus.
    • Randy Orton 24.07.2016 00:14
      Highlight Highlight Deine Aussagen stimmen so nicht. Erstens vermischst du alles. IRA marxistisch? Und als links einzustufen ist zumindest ein Teil der IRA nicht. ETA formierte sich ausserdem als Widerstand gegen das Franco-Regime und hat sich dann aufgespalten. RAF kann als solche Gruppe bezeichnet werden, hat aber "nur" 38 Opfer zur Folge gehabt. Ob der Terror von Linksextremisten tatsächlich mehr Todesopfer forderte weiss ich nicht, hast du nachgerechnet? Ich bezweifle es zumindest stark, ausser du zählst alles mögliche zu den Linksterroristen. Om Endefekt ist es ja eigentlich egal.
  • Charlie Brown 23.07.2016 21:09
    Highlight Highlight Grundsätzlich: Danke für den Artikel.

    Einziger Kritikpunkt: Den Nordirlandkonflikt beleuchtet ihr da sowas von einseitig.
  • Bowell 23.07.2016 20:47
    Highlight Highlight Was wollt ihr mit dem Repost dieses Artikels genau erreichen? Den Terror und Amok in Europa relativieren? Wenigstens die Statistik hättet ihr aktualisieren können...
    • phreko 23.07.2016 22:50
      Highlight Highlight Kein Interesse an Zusammenhängen und Einordnung?
    • Randy Orton 24.07.2016 00:19
      Highlight Highlight Ja eine Relativierung ist auch dringend nötig. Viele Menschen haben nämlich Mühe, die Zahlen in Relation zu setzen und mit abstrakten Wahrscheinlichkeiten können wir sowieso nicht umgehen. Gerd Gigerenzer hat das schön zusammengefasst: http://www.zeit.de/2016/05/angst-forschung-risiko-psychologie-medien
    • corsin.manser 24.07.2016 02:04
      Highlight Highlight Äusserst lesenswert, danke für den Link!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ismiregal 23.07.2016 20:23
    Highlight Highlight Bringt ihr den gleichen Artikel jetzt bei jedem Terroranschlag/Amoklauf?
    • sambeat 24.07.2016 01:34
      Highlight Highlight Der kommt von jetzt an wöchentlich. Traurigerweise!
    • SanchoPanza 22.12.2016 22:18
      Highlight Highlight @Ismiregal: kann dir ja egal sein 😜
  • The Box 23.07.2016 20:06
    Highlight Highlight Da kriechen sie wieder aus ihren Löchern, die Terror-Apologeten. Die Publikation dieses Artikels zu diesem Zeitpunkt hinterlässt bei mir den Eindruck, man möchte die aktuellen Terror-Anschläge und in diesem Fall Amoklauf klein Reden.
  • Einstein56 22.07.2016 11:38
    Highlight Highlight Es tut mir leid. Fact ist: Seit 50 Jahren wurden gefühlte 50% von Moslems, 40 % von Linken und 10% von Rechten verübt. Auch wenn es vielen nicht gefallen mag. Die Abwehr, vor allem der politische Reflex gegen Rechts ist grösser. Deshalb hat man das besser im Griff. Zum Glück. Jetzt müsste bei einigen Leuten mal ein Umdenken gegenüber dem Islam und den Linken kommen. Aber da warten wir wohl vergebens. Und das Morden wird weitergehen.
    • supremewash 23.07.2016 20:22
      Highlight Highlight Die Worte: "Fakt", und "gefühlte (...) %", laufen einander zuwider. Ich wünsche mir auch, darüber aufgeklärt zu werden, was Sie mit "Umdenken" genau meinen. Schaue ich mir die politische Landschaft der letzten Jahre so an, erkenne ich den (von Ihnen gewünschten?) Reflex gegen Links und den Islam durchaus schon als gross genug.
    • FrancoL 23.07.2016 20:49
      Highlight Highlight Was soll vielen nicht gefallen? Dein Ausdruck "gefühlte"? steht ja irgendwie als Gegenpunkt zur Statistik.
      Nachzuführen wäre ja auch noch dass in Europa weitgehend Mitte-Rechts-Regierungen am Werk waren, die zum Teil diese linke Ideologie verursachten. So wie zu anderen Zeitepochen die Rechte terrorisierte weil die Linken am Ruder waren, doch das wird weitgehend ausgeblendet.
    • Charlie Brown 23.07.2016 21:03
      Highlight Highlight "Gefühlt" ist für einen, der sich "Einstein" nennt, nicht grad sehr fundiert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Einstein56 14.06.2016 07:18
    Highlight Highlight Das ist alles schon klar. Klar ist auch, dass die meisten Opfer durch die Hand von linken Terrorgruppen (RAF, BR in Italien, Baskenland....) und Arabern starben. Das hat bis heute nicht geändert. Leider.
    • yellowastra 19.07.2016 14:50
      Highlight Highlight Italien linker terror? Genau von Italien weiss man das Terrorakte von rechten verübt wurden und linken in die Schuhe geschoben wurden.
      Man bemühe einfach mal Wikipedia zu Piazza Fontana.
      Staatsterror nennen das noch heute viele Italiener🤔
      Peinlich für sie und ihr lügengebäude das zusammenfällt wie ein Kartenhaus im Wind.
    • Einstein56 19.07.2016 21:33
      Highlight Highlight @yellowastra: aber hallo! Rote Brigaden. Hattet Ihr keinen Fernseher oder hast du in der Schule gepennt?
    • Citation Needed 21.07.2016 17:17
      Highlight Highlight Einstein, yellowastra sagt ja nicht, es habe die Brigate Rosse nicht gegeben. Kenne Piazza Fontana nicht, wenn man aber z.B. Andreottis Rolle im Spiel mit den Nato-Geheimarmeen durchleuchtet, dann weiss man, dass seine Regierung Terrorakte beging, um der Kommunistischen Partei und sogar den Sozialisten zu schaden.. Staatsterrorismus, nicht links. Wurde aber den BR in die Schuhe geschoben.
      München 1980 waren Rechtsextreme am Werk, 13 Tote. Kenne keine Zahlenvergleiche, aber die Rechte/Rechtsextremen darf man nicht einfach ausblenden.
  • leu84 10.06.2016 08:46
    Highlight Highlight Das Bombenattentat in Olten habt ihr vergessen
  • mortiferus 27.03.2016 01:47
    Highlight Highlight zu Lockerbie, die einzigen die ein Motiv hatten waren die Iraner. 3. Juli 1988 Iran Air 655 Abschuss durch die USS Vincennes, 290 Tote. Die Iraner schworen Rache, Auge für Auge, Zahn um Zahn. 21. Dezember 1988, ein paar Monate später, 259 Tote aus der Pan Am, deren Trümmer auf Lockerbie stürzten. Gaddafi war der Ideale Sündenbock für die USA, er war vorher schon auf ihrer Abschussliste. Bologna, da gibt es auch Zweifel. Zuerst wurden die Brigade rosse verantwortlich gemacht, danach sah es so aus als die ital. Rechte das Inszeniert hat. Licio Gelli, Porpaganda Due (P2), Carlos, GLADIO....
    • PatCrabs 15.07.2016 13:53
      Highlight Highlight s. Wikipedia:
      "Nach Aussage seines im Zuge des Aufstandes in Libyen 2011 zurückgetretenen Justizministers hat jedoch Libyens damaliger Machthaber Muammar al-Gaddafi persönlich das Attentat von Lockerbie im Jahr 1988 angeordnet. „Ich kann beweisen, dass Gaddafi den Befehl für Lockerbie gegeben hat“, sagte Mustafa Abdel Dschalil der schwedischen Zeitung „Expressen“ im Februar 2011."

      https://de.wikipedia.org/wiki/Lockerbie-Anschlag

  • Bowell 25.03.2016 12:33
    Highlight Highlight Die letzten 10 Jahre hat der Terror in Europa vielleicht abgenommen, aber seit 2015 nimmt er (gefühlt) wieder zu und ich bin sicher, dass die Statistik in 10 Jahren wieder ganz anders aussehen wird. Nur weil die letzten Jahre verhältnismässig ruhig waren werdens die nächsten nicht zwingend auch sein. Auch wenns zu hoffen wäre.
    • Ichholeuchalle 26.03.2016 16:06
      Highlight Highlight gell du sehnst dich regelrecht nach Radau und Unglück, nur damit dein Weltbild bestätigt wird, und du nicht zugeben musst dass wir alle ein bisschen hysterisch und paranoid sind.
    • Bowell 26.03.2016 22:46
      Highlight Highlight Frag doch die toten Journalisten von Charlie Hebdo, die 130 toten Menschen in Paris oder die 31 in Belgien, wer paranoid ist...
    • kuni 26.07.2016 08:07
      Highlight Highlight Du darfst natürlich fühlen, was du willst Bowell, aber in diesem Artikel geht es eben gerade darum, Fakten darzustellen, die einer subjektiven, verzerrten Wahrnehmung gegenüberstehen. Deine Gefühle bestätigen also genau das im Artikel geschriebene.
  • Hassnain Kazim 24.03.2016 19:56
    Highlight Highlight Schon mal was von der PKK gehört? Zehntausende Tote gehen auf deren Konto! Sind für euch vielleicht die "kurdische Arbeiterpartei". Für die meisten Türken und Kurden sind es linksextreme Terroristen. Sowohlin der EU als auch in den USA und der Türkei gilt die PKK als Terrororganisation! Warum ist die nicht in der Statistik?

    PKK/YPG ruft zu Terror auf:
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    • sensen 30.03.2016 11:54
      Highlight Highlight Eh, die sind in der Statistik (der weltweiten), was denkst du, weshalb in der Türkei doch einige Attentate verzeichnet sind. Nur sind diese Attentate halt doch bedeutend weniger als die anderer Gruppierungen. Weshalb sie nicht in den Graphiken von Anschlägen in der EU oder in Westeuropa vertreten sind versteht sich ja von selbst.
    • SanchoPanza 22.12.2016 22:27
      Highlight Highlight und trotzdem hast du es nötig den Namen eines anerkannten Journalisten der sich gegen jedwede Gewalt ausspricht durch den Kakao zu ziehen? Wahnsinnig kreativ 😄
  • Mani Von Bergen 24.03.2016 14:44
    Highlight Highlight Toller linker Artikel, die Watson Gutmenschen reden ihre Welt wieder schön.
    • Baba 25.03.2016 09:57
      Highlight Highlight Was hat die Erwähnung früherer Terrorwellen (die ganz viele hier noch bewusst erlebten!) und die Statistiken mit schönreden zu tun? Immer diese verdammte links-rechts Leier; die bringt uns echt nicht weiter!

      Es gibt es zu viele faktenresistente Menschen, die die Welt ausschliesslich aus ihrer ganz persönlichen Ecke heraus sehen (wollen). Weil es einfacher ist? Weil es die Exponenten ihrer favorisierten Organisationen/Parteien so simplifizieren? Weil es schwer ist zu akzeptieren, dass die Muslime selbst massivst unter diesem heutigen Terror leiden und damit das grosse Feindbild Risse bekommt?
    • Ichholeuchalle 26.03.2016 16:08
      Highlight Highlight Das Frustbürgertum ist frustrierter als die Welt her gibt...so nen Mist aber auch
    • Radesch 22.12.2016 11:14
      Highlight Highlight Seit wann ist denn "Gutmensch" eine Beleidigung? Sind wir hier in den 30ern oder was, Gatz no?!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kookaburra 23.03.2016 17:44
    Highlight Highlight Es ist interessant, dass z.b. der Irak, Syrien und Afghanistan eigentlich als Kriegsgebiete eingeschätzt werden, aber trotzdem dortige Terroranschläge als solche gewertet und gezählt werden.

    Eine bemerkenswerte Unaufrichtigkeit, könnte dies doch so ausgelegt werden, dass Franzosen und Belgier nun auch einen Flucht- und Asylgrund geltend machen dürfen... Oder im Gegenzug die Iraker, Syrer und Afghanen eben keinen.

    Oder entscheidet sich dies daran, was man gerade möchte?
    • Sapere Aude 23.03.2016 18:38
      Highlight Highlight Der Unterschied liegt wohl in der Anzahl Opfer gemessen an der Bevölkerung.
      40 000 Terroropfer bei 35 Millionen Einwohner im Irak gegenüber 420 Todesopfer auf 550 Millionen Europäer ist wohl ein deutlicher Unterschied. Ausserdem bedeutet eine irakische Staatsbürgerschaft noch lange nicht, dass der Asylantrag angenommen wird, die Wahrscheinlichkeit ist einfach höher als beispielweise bei einem Kosovaren.
    • Kookaburra 23.03.2016 19:51
      Highlight Highlight Hey Sapere, hätte wetten können, dass du versuchst das schönzureden.
      Du weichst zwar der Frage aus und vergleichst ein Land direkt mit einem Kontinent, aber alle Argumente zählen, wenn man nur fest genug glaubt :)

      Also nocheinmal. Wieso sind 40'000 "Terroropfer" wenn durch den Krieg in der Zeit im Irak etwa 200'000 umkamen?

      Und wieso sind kosovarische Asylanträge auf Platz vier? Bei uns, wenn der dortige Krieg definitiv seit über 15 Jahren vorbei ist?

      Der Unterschied Terror oder Krieg, dient doch rein dem Zweck, die Berichterstattung und dich zu manipulieren.
    • Sapere Aude 23.03.2016 20:15
      Highlight Highlight Bei einem Krieg bekämpfen sich zwei reguläre Armee von zwei oder mehr Staaten.
      Bei einem Bürgerkrieg bekämpfen sich zwei oder mehr Interessensgruppierung in einem Land.
      Terror wird in vielen Fällen von kleinen Gruppierungen die nicht über die konventionellen Mittel verfügen verübt und richtet sich gegen die Zivilgesellschaft und staatliche Strukturen.
      Die Unterscheidung dient folglich nicht der Manipulation, sondern der Unterscheidung verschiedenen Konfliktformen. In Syrien und Irak überlagern sich die Konfliktform des Bürgerkrieges, Kriegs und des Terrors.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 23.03.2016 17:38
    Highlight Highlight der terror europäischer gruppen war entweder indirekt von der nato unterstützt / angestachelt (raf, brigade rosse), von faschistischen gruppierungen durchgeführt (wieder mit nato background), oder von uk resp spanien mittels massiven repressionen provoziert (ira, eta).
    terror ist NIE gerechtfertigt.
    der europäische, politische terror kommt aber auch nicht von nichts, sondern war stets eine reaktion auf unnötige machtdemonstrationen vonseiten der machthaber.

    der islamische terror ist da anders gewickelt...
    • Fabio74 23.03.2016 22:07
      Highlight Highlight Beweise für diese Behauptungen?
    • zwan33 26.03.2016 16:56
      Highlight Highlight @ pamayer: Der islamistische Terror kommt von nicht? Und die Kriege im Irak, Afghanistan, Syrien etc., die gibt es gar nicht? Oder wie läuft Ihre von Beginn weg absurde Argumentation in diesem Fall???
  • bangawow 23.03.2016 17:23
    Highlight Highlight Danke. Wichtiger Artikel, den man auf der Front auch grösser platzieren könnte.

    Und nein, liebe Wutbürgerchen, damit wird der islamistische Terror nicht verniedlicht. Die Verniedlichung von Terror ist im Allgemeinen eher schwierig. Aber dazu gibt’s sicher eine Verschwörungstheorie oder so.
  • Tom Garret 23.03.2016 17:11
    Highlight Highlight Könnte man die Statistiken der Ehrlichkeitshalber nicht alle mit 2015 ergänzen? Irgendwie ist es schon ein wenig beschönigend wenn man einfach bei 2014 stoppt.
  • Sapere Aude 23.03.2016 16:21
    Highlight Highlight Auch wenn dieser Artikel nur "aufgewärmt" ist, finde ich solche Hintergrundartikel extrem wichtig. Ob die Unterscheidung zwischen politischen und religiösen Terror sinnvoll ist, stelle ich jedoch in Frage. Mir scheint da sind die Grenzen fliessend. Einerseits hat jede Terrororganisation auch politische Ziele und radikale Gruppierungen haben oft auch einen quasireligiösen Touch.
  • Zaytoun 30.12.2015 07:03
    Highlight Highlight Das Attentat in Zug im Kantonsrat 2011?
    • Oliver Wietlisbach 30.12.2015 10:47
      Highlight Highlight Du meinst vermutlich das Attentat von 2001 in Zug, oder?

      "Dem Terror zum Opfer fielen bei uns seit 1898 insgesamt 60 Menschen, seit 1995 niemand mehr – sofern Amokläufe nicht mitgezählt werden. Am 27. September 2001 erschoss Friedrich Leibacher während einer Sitzung des Zuger Kantonsrates drei Regierungsräte und elf Kantonsräte. Diese Amoktat wird in der Global Terrorism Database als letztes Terrorereignis in der Schweiz geführt. Ob eine Tat ein politisch-ideologisch motivierter Terroranschlag oder ein wahnhafter Amoklauf ist, lässt sich manchmal nur schwer sagen."
    • Anded 30.12.2015 15:21
      Highlight Highlight Leibacher hat sich sein Ziel ausgesucht und die Tat war geplant. Der Anschlag galt den Politikern. Ein wahnhafter Amoklauf kann auch ein Terroranschlag sein. Ich würde auch alles dschihadistische als wahnhaft bezeichnen und Charlie Hebdo und Bataclan waren auch Amokläufe. Warum soll das nicht das gleiche sein? Organisation vs. Einzeltäter kann es nicht sein, da die BZ im verlinkten Artikel diverse Einzelaktionen dem Terror zuordnet.
  • Mortimer 08.12.2015 22:39
    Highlight Highlight Fällt die NSU und das Oktoberfestattentat von 1980 nicht auch unter Terror?
    • Baba 23.03.2016 17:47
      Highlight Highlight In meinen Augen ganz klar. Das Oktoberfestattentat mit den 13 Todesopfern ist in der einen Balkengrafik (Terroropfer in Europa 1970 bis...) explizit erwähnt (Munich 13 killed)
    • Mortimer 25.03.2016 09:30
      Highlight Highlight Dank Baba für den Hinweis.

      Diesen Kommentar schrieb ich am 08.12.15. Ich weiss heute nicht mehr, ob diese Graphik damals schon dabei war. Es kann jedoch durchaus passiert sein, dass die Informationen überlesen wurde.
      Für mich fehlt aber immer noch die Verbrechen der NSU. Auch wen bei jedem Anschlag nur eine Person um kam, erüllen sie alle Kriterien um als Terrorismus zu gelten.
  • Sir Lanzelot 08.12.2015 03:56
    Highlight Highlight Jetzt hab ich immer gemeint es sei das erste mal, dass es in Europa Tote gegeben hat.
    Ich bin erschüttert: Das gab es ja schon vorher!
    Ok, in dem Fall ist das Ereignis von Paris normal...
    Ich habe jetzt keine Angst mehr.

    (Habt ihr das erreichen wollen mit diesem Artikel? Dann geniesst den kurzen Augenblick des Erfolg bis ihr dann merkt, dass meine Aussage noch weniger ernst gemeint ist als euer Artikel!)
    • pamayer 23.03.2016 17:28
      Highlight Highlight depp!
    • Randy Orton 24.07.2016 00:26
      Highlight Highlight Du darfst schon Angst haben, wenn du das möchtest. Aber dann wäre es doch logischer und zielführender, wenn du vor den Dingen Angst hast, die dich mit grösster Wahrscheinlichkeit bedrohen. Und da gehört Terrorismus nun mal nicht dazu.
    • Sir Lanzelot 24.07.2016 07:57
      Highlight Highlight Hähä ich bin froh, dass dieser Artikel wieder recycelt wird wenn es wieder mal nach Terror riecht. So schlafen wir doch alle gleich viel besser... Seht doch mal die Daten der Veröffentlichung an?
  • Aurorafalter 07.12.2015 22:32
    Highlight Highlight "Staaten sind als Akteure ausgenommen."
    Der "Islamische Staat" ist also kein Staat. Ab wann zählt also etwas als Staat?
    • Olaf44512 01.01.2016 00:56
      Highlight Highlight Wenn es von der Internationalen Gemeinschaft als Staat anerkannt wurde.
    • Mia_san_mia 23.03.2016 16:59
      Highlight Highlight Sicher ist das kein Staat!
  • burny 07.12.2015 20:19
    Highlight Highlight Macht was ihr wollt.. ich gedenke heute Nelson Mandela!
    • meraxes 23.03.2016 18:14
      Highlight Highlight der galt übrigens auch lange Zeit als Terrorist... immer eine Frage der Definition
  • imo 07.12.2015 17:51
    Highlight Highlight @ watson: Wieso werden meine Beiträge nicht freigeschaltet?
    • Philipp Dahm 07.12.2015 18:45
      Highlight Highlight Ich weisss nicht, wo du was geschrieben hast, aber wir publizieren Kommentare nur dann nicht, wenn sie beleidigend oder extremistisch sind.
    • Spooky 24.03.2016 01:17
      Highlight Highlight @Philipp Dahm
      Das stimmt nicht. Ich habe heute abend eine kurze Kritik am Islam gepostet. Die Kritik war weder extrem noch beleidigend. Aber sie wurde nicht freigeschaltet. Aber ich kann Watson sehr gut verstehen. Der Islam macht Angst. An eurer Stelle würde ich genau gleich handeln. Nach Charlie Hebdo darf man den Islam nicht mehr kritisieren.
      (Ganz ohne Ironie).
    • Randy Orton 24.07.2016 00:30
      Highlight Highlight Spooky, google doch einfach einmal die Wörter Extremismus, Verallgemeinerung und Strohmann-Argument. Dann siehst du vielleicht ein zwei Gründe, wieso deine Kommentare nicht publiziert werden. Probiers das nächste Mal mit Fakten und Argumenten, klappt bei mir bisher immer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Louie König 07.12.2015 10:07
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel. Viele spannende Informationen und sehr nüchtern berichtet.
  • Butschina 07.12.2015 08:34
    Highlight Highlight Keine Tote heisst nicht keine Probleme. Erinnert ihr Euch an die Geiselnahme im Sekretariat der FDP (99) mindestens eine der zwei Geiseln hat seither grosse Probleme. Das hört nicht einfach auf
  • barbarodastice 07.12.2015 00:02
    Highlight Highlight Super Auswertung, danke!
  • Hippie-ster 06.12.2015 23:38
    Highlight Highlight Hallo Watson, da hat es einen Fehler beim Olympia Attentat. Es starben insgesamt 17 Personen.
    • Adrian Schwarz (1) 07.12.2015 14:19
      Highlight Highlight Ja genau, war auch völlig irritiert.
  • Tom Garret 06.12.2015 22:51
    Highlight Highlight Sehr umfangreicher, aufschlussreicher und spannender Text und Statistiken!
  • Adrian Schwarz (1) 06.12.2015 22:38
    Highlight Highlight Sicher ein Artikel, der dabei hilft Paranoia in Bezug auf Terrorismus zu entkräften. Interessant wäre vielleicht noch, den chronologischen Entwicklungsverlauf der staatlichen Überwachung mit ihren Maßnahmen, Institutionen und Werkzeugen als Variable einfließen zu lassen, sofern denn nachvollziehbar, und ob es hier dann auch tatsächlich einen Zusammenhang gibt.
    • Triesen 07.12.2015 10:39
      Highlight Highlight Stimmt, das wäre wirklich ein spannender Aspekt....
  • dGehrig 06.12.2015 22:20
    Highlight Highlight Eine solch nüchterne Statistik über sämtliche (in Europa und CH) politisch-motivierte Gewaltakte (also körperliche Verletzungen) wäre noch interessant. Z.B. wie oft links-, rechtsextremistische, christliche und islamistische Gewaltakte in Europa vorkommen.
  • Dä Brändon 06.12.2015 20:45
    Highlight Highlight Hiroshima war in meinen Augen der schwerste Terrorakt überhaupt.
    • Nicholas Fliess (1) 30.12.2015 11:19
      Highlight Highlight Was für ein Unsinn, das war eine gerechtfertigte Kriegshandlung...
    • Fabio74 23.03.2016 16:34
      Highlight Highlight @nichola: Eine Kriegshandlung ja, gerechtfertigt nie. Es war ein Kriegsverbrechen.
    • Baba 23.03.2016 17:52
      Highlight Highlight @Nicholas - Japan war zu diesem Zeitpunkt de facto am Ende und Hiroshima (wie auch Nagasaki) waren Rachehandlungen für die (unbestreitbaren) Gräuel, die die Japaner angerichtet hatten... Wie Fabio sagte, Kriegshandlung ja - gerechtfertigt nein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • JayJay1992 06.12.2015 20:36
    Highlight Highlight schlecht regerchiert!!! beim olympia attentat 1972 gab es mehr als nur 2 tote!!!!!
    wieder einmal ein artikel der den islamistischen terror verniedlichen soll!!!! schlecht
    • Baba 23.03.2016 17:58
      Highlight Highlight Niemand verniedlicht hier was. Es wird nur nüchtern aufgezeigt, dass wir in den 70er/80er und 90er Jahren bereits einmal massiveren Terror als heute in Westeuropa erlebten. Ich erinnere mich noch sehr gut an die wiederkehrenden Bombenanschläge in Belfast und anderen nordirischen Städten (IRA), wie auch in Spanien (ETA).

      Des weitern wird aufgezeigt, dass im Moment mehr Muslime unter Anschlägen leiden (= getötet werden) als wir Westeuropäer. Das ist hart für all jene, die alle Muslime als Terroristen dämonisieren. So eine Aussage kann das aufgebaute Bild schon ein bisschen ins Wanken bringen...
    • Raphael Bühlmann 23.03.2016 20:27
      Highlight Highlight Wie soll der Artikel "islamistischen [Terrorismus]" verniedlichen, wenn das Olympia-Attentat gar nicht islamistisch motiviert war? Die Attentäter hatten einen palästinensisch-nationalistischen Hintergrund.
    • Fabio74 23.03.2016 22:11
      Highlight Highlight Ein Artikel,der bei allen grauenvollen Anschlägen durch IS und Co. die Proportionen zurecht rückt. Niemand verniedlicht irgendwas.
  • Mok2nd 06.12.2015 20:23
    Highlight Highlight Watson versucht immer wieder zu beschwichtigen, das Risiko eines Anschlages zu relativieren und die "Angst" eines Teils der Bevölkerung zu zerreden.
    Tatsächlich zeigen die hier gezeigten Zahlen (wie immer in der Statistik) die Vergangenheit auf.
    Die Befürchtung eines Teils der Bevölkerung ist aber genau die einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für in der Zukunft liegenden Anschläge.

    Das ist auch allgemein gültig für die möglichen negativen Konsequenzen einer während länger Zeit erhöhten Einwanderung und andere "diffuse Ängste"; nicht von der Verhangenheit, sondern von der Zukunft droht "Gefahr".
    • FrancoL 23.03.2016 19:54
      Highlight Highlight Wer die Vergangenheit nicht interpretieren / einbringen kann wird die Zukunft kaum fassen können, geschweige den sie aufrecht erleben. Es sind häufig Versäumnisse der Vergangenheit die die Zukunft stark beeinträchtigen.
      Gerade im Terrorismus gilt diese These mehr denn je. Es wird sich auch beim letzten grässlichen Anschlag zeigen, dass irgendwo ein Leck zumindest einen Teil des Terrors erst ermöglicht hat.
      Häufig hätte man die Informationen nur werden diese falsch oder zu spät interpretiert.
      Nicht zu vergessen das auch eine gute Zahl an Anschlägen verhindert wird ohne publik zu werden.
  • Samy Kulturattentat D 06.12.2015 19:43
    Highlight Highlight Da fehlen aber die NSU, Andreas Brejvik, hunderte Opfer deutscher Neonazis und Rechtsextreme Übergriffe wie Rostock Lichtenhagen. Die wahre Terrorgefahr in Europa ist rechts!
    • Easypeasy 06.12.2015 20:26
      Highlight Highlight Andreas Brejvik fehlt doch in der statistik nicht? Und die NSU hat Verhältnis mässig nur wenig umgebracht. Hier geht es um Fakten, nicht um Annahmen oder Meinungen, dass will uns dieser Bericht ja zeigen.
    • Mia_san_mia 06.12.2015 22:51
      Highlight Highlight Nein die wahre Gefahr sind die Islamisten!
    • Hippie-ster 06.12.2015 23:46
      Highlight Highlight Die Anschläge in Norwegen sind Teil der Statistik, schau genauer hin.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stephan Locher 06.12.2015 18:03
    Highlight Highlight Herzlichen Dank für diesen Artikel!
    • Energize 06.12.2015 20:00
      Highlight Highlight Richtig! Herzlichen Dank und ich freue mich auf weitere kritische und neutrale Artikel. Top Job waston
  • _stefan 06.12.2015 17:59
    Highlight Highlight "In der Schweiz ist seit 20 Jahren niemand mehr einem Attentat zum Opfer gefallen."
    Zählt das Attentat von Zug (2001) nicht auch dazu?

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