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Weg mit alten Zöpfen: Infantino ist für eine Modernisierung des Spiels.
Bild: Steffen Schmidt/freshfocus

Infantino ist für den Video-Beweis und will «besser früher als später» mit Tests beginnen

Am Freitag wurde Gianni Infantino zum neuen FIFA-Präsidenten gewählt. Nun spricht er erstmals konkret von der Zukunft. Der Walliser ist die Einführung des Video-Beweises: «Wir müssen mit ernsthaften Tests anfangen, besser früher als später.»

Publiziert: 01.03.16, 18:26 Aktualisiert: 01.03.16, 18:32

Der neue FIFA-Präsident Gianni Infantino spricht sich wie sein Vorgänger Sepp Blatter, aber anders als sein früherer Chef bei der UEFA, Michel Platini, für die Einführung des Video-Beweises aus. «Wenn der Fluss des Spiels garantiert ist, müssen wir sehen, wie die Technologie dem Spiel helfen kann. Wir müssen mit ernsthaften Tests anfangen, besser früher als später», sagte der Walliser im hauseigenen FIFA-TV.

Infantino ergänzte, man könne «die Augen nicht mehr vor der Technologie verschliessen. Wir müssen Tests im wirklichen Leben machen. Es ist wichtig, zu sehen, welchen Einfluss die Technologie auf den Fluss des Spiels haben wird.»

Ein Rugby-Schiedsrichter zeigt an: Jetzt kommt der Videobeweis.
gif: youtube

Funktionäre sollen auf Fussballer hören

Ausserdem wünscht sich Infantino eine stärkere Einbindung der Profi-Spieler in die Diskussionen jeglicher Art bei der FIFA. «Es ist wichtig, dass die Spieler involviert sind. Denn sie sind die Stars des Fussballs. Ihre Stimme muss gehört werden.»

Diese Idee hatte einst auch Blatter aufgeworfen. Er hatte im vergangenen Jahr wenige Tage vor seiner Rücktrittsankündigung über die Einführung einer Abteilung gesprochen, die sich dem Profi-Fussball annehmen sollte – mit Einbezug von Profis und Schiedsrichtern.

Darum liess er sich wohl wählen … Infantino kickt mit Figo, Deco und Co.

Gianni Infantino geht es locker an – in seinen ersten richtigen Arbeitstag am FIFA-Hauptsitz auf dem Zürichberg startet der neue FIFA-Präsident mit einem Plauschmätschli gegen ehemalige Fussball-Grössen. Steffen Schmidt/freshfocus / Steffen Schmidt/freshfocus
Kein Wunder, sein Wahlmotto lautete ja auch: «Ich will dem Fussball die FIFA zurückgeben und der FIFA den Fussball.» EPA/KEYSTONE / ENNIO LEANZA
Fabio Capello schmeisst sich im Gegensatz zu Infantino nicht in die Fussball-Kluft. Es regnet ja auch in Strömen ... Getty Images Europe / Philipp Schmidli
Andrej Schewtschenko wartet, bis es endlich losgeht. EPA/KEYSTONE / ENNIO LEANZA
Infantino im Zweikampf mit dem ehemaligen portugiesischen Superstar Deco. Getty Images Europe / Philipp Schmidli
Im Gespräch mit seinem Rivalen vom Freitag: Scheich Salman Bin Ibrahim Al-Khalifa. X90184 / ARND WIEGMANN
Luis Figo und Clarence Seedorf geben sich ebenfalls die Ehre. EPA/KEYSTONE / ENNIO LEANZA
Der ehemalige Real-Verteidiger Michel Salgado muss in Deckung. EPA/KEYSTONE / ENNIO LEANZA
Handschlag mit dem ehemaligen Weltfussballer Fabio Cannavaro. EPA/KEYSTONE / ENNIO LEANZA
Das Gruppenbild: Wer findet Robert Pires? Getty Images Europe / Philipp Schmidli
Ein bisschen schwieriger: Gesucht sind Kubilay Türkyilmaz, Fernando Hierro und Gianluca Zambrotta. X90184 / ARND WIEGMANN
Ein Selfie für die Fans. Steffen Schmidt/freshfocus / Steffen Schmidt/freshfocus
Bei den Interviews wie ein ganz Grosser des Geschäfts. X90184 / ARND WIEGMANN

Video-Entscheid schon am Wochenende?

Über eine mögliche Versuchsphase für Tests des Videobeweises – die Torlinien-Technologie hat sich ohnehin bereits weitgehend durchgesetzt – wird der International Football Association Board am Wochenende auf seiner Jahresversammlung in Cardiff entscheiden. Es ist anzunehmen, dass die Mitglieder des Boards sich für eine Testphase aussprechen werden.

Beraten wird der Board auch über die Abschaffung der Dreifach-Bestrafung bei Penaltys nach einer Notbremse (Penalty, Rote Karte, Sperre) sowie über die Einführung von Strafbänken und die Möglichkeit eines vierten Wechsels in der Verlängerung. (ram/sda)

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