Aktuelle Themen:

Der Hurrikan «Florence» gehörte bei weitem nicht zu den schlimmsten Stürmen. Bild von der ISS aus, 2018.   Bild: EPA/ESA

Das waren die stärksten und tödlichsten Stürme in der Geschichte

Hurrikan «Michael» war einer der stärksten Stürme in der Region seit Messbeginn. Er traf mit 250 km/h auf die Küste Floridas und hat grosse Zerstörung verursacht. Doch seit Messbeginn gab es noch weitaus heftigere Tropenstürme.

Publiziert: 11.10.18, 19:45 Aktualisiert: 12.10.18, 06:25

Hurrikan «Michael» ist der zweitstärkste Hurrikan dieses Jahres. Was das in der betroffenen Region bedeutete, drückte der Abgeordnete Neal Dunn so aus: «Es sieht so aus, als wäre in jedem einzelnen Block eine Bombe hochgegangen.»

Doch seit Messbeginn gab es weltweit noch einige Stürme, die weitaus schneller über das Land hereinzogen und Tod und Verwüstung brachten. 

Wir haben in die Geschichtsbücher der tropischen Stürme auf der ganzen Welt geschaut, sprich Hurrikans, Zyklone und Taifune. Der Unterschied zwischen den Stürmen ist lediglich die Region, wo sie auftreten, wie folgende Karte zeigt:

Hurrikan, Zyklon und Taifun sind im Grunde dasselbe. Je nach Region werden sie anders benannt. watson

Und damit zur Übersicht der heftigsten tropischen Stürme der Geschichte:

Die höchsten Windgeschwindigkeiten

1. Hurrikan «Patricia» – 345 km/h

«Patricia» liess den Frachter «Los Llanitos» abdriften, woraufhin dieser auf Grund lief. Bild: wikimedia

  • Jahr: 2015
  • Region: US-Westküste
  • 13 Tote

2. Hurrikan «Allen» – 305 km/h

  • Jahr: 1980
  • Region: Karibik, Mexiko, Süden von Texas
  • 269 Tote

3. Taifun «Tip» – 305 km/h

Der Taifun «Tip» (Mitte des Bildes) hält den Rekord des grössten Sturms. Seine Ausbreitung betrug 2220 Kilometer. wikimedia

  • Jahr: 1980
  • Region: Philippinen, Korea, Japan
  • 99 Tote

4. Hurrikan «Labour Day» – 295 km/h

Bis auf die Lok wurden sämtliche Wagen von den Gleisen weggeblasen. Bild: wikimedia

  • Jahr: 1935
  • Region: Bahamas, Südosten der USA
  • 423 Tote

5. Hurrikan «Gilbert» – 295 km/h

Die Auswirkungen des Hurrikans in San Antonio, Texas. bild: wikimedia

  • Jahr: 1988
  • Region: Südamerika, Mittelamerika, südliche USA
  • 318 Tote

Die tödlichsten Stürme

Bei den Zahlen zu den tödlichsten Stürmen aller Zeiten ist Vorsicht geboten. Die Zahlen der Toten sind oftmals ungenau und können je nach Quelle bis im fünfstelligen Bereich variieren.

1. Zyklon Bhola – 500'000 Tote

bild: wikimedia

  • Jahr: 1970
  • Region: heutiges Bangladesch
  • Max. Windgeschwindigkeit: 240 km/h

2. Taifun Haiphong – 300'000 Tote

  • Jahr: 1881
  • Region: Vietnam, Philippinen, China
  • Max. Windgeschwindigkeit: unbekannt

3. Hooghly-River-Zyklon – 300'000 Tote

Im Hafen von Kalkutta wurden acht englische Schiffe zerstört.  bild: wikimedia

  • Jahr: 1737
  • Region: Indien und Bangladesch
  • Max. Windgeschwindigkeit: unbekannt

Der Hooghly-River-Zyklon ist auch unter dem Namen Kalkutta-Zyklon bekannt, weil er fast die ganze Stadt zerstörte. Als die Kunde von der grossen Katastrophe in Europa ankam, war die Meldung so verfälscht, dass man zuerst glaubte, dass ein Erdbeben die Schäden verursacht hätte.

4. Zyklon Nina – 230'000 Tote

Nina zerstörte einen Damm. In der Folge wurden grosse Landteile überflutet. 150'000 Menschen verloren ihr Leben. wikimedia

  • Jahr: 1975
  • Region: China, Taiwan
  • Max. Windgeschwindigkeit: 250 km/h

5. Zyklon B0B – 150'000 Tote

Sturmfluten und Regen liessen den Fluss Karnaphuli in Bangladesch über die Ufer treten.  Bild: wikimedia

  • Jahr: 1991
  • Region: Bangladesch
  • Max. Windgeschwindigkeit: 260 km/h

Weitere Rekord-Stürme

Zyklon «Hyacinthe» – grösste Niederschlagsmenge

Die starken Regenfälle wuschen ganze Strassen weg. Bild: wikimedia

Die betroffenen Menschen mussten sich wie in einer biblischen Geschichte vorkommen: Als der Zyklon «Hyacinthe» 1980 auf die Insel Réunion traf, brachte er in einem Zeitraum über 14 Tage insgesamt 6083 Millimeter Niederschlag. Dabei erreichte er Windgeschwindigkeiten von lediglich 120 Stundenkilometern. Die Todesopfer waren vergleichsweise gering, 25 starben an den direkten Folgen. Allerdings verloren Tausende ihre Häuser und Lebensgrundlage. Denn riesige Ernten an Früchten und Gemüse wurden zerstört, so ergab sich ein Gesamtschaden von ungefähr 125 Millionen Dollar.

Zyklon «Mahina» – höchste Sturmflut

Das Bild eines unbekannten Künstlers stellt «Mahina» auf dem Meer dar. Bild: unbekannt

Die grösste jemals aufgezeichnete Sturmflut wurde hingegen in Australien im Jahr 1899 gemessen. Der Zyklon «Mahina» brachte Sturmfluten in der Höhe von bis zu 14,5 Metern mit sich. Er gilt mit über 300 Todesopfern als tödlichster tropischer Sturm Australiens.

So sieht es im Auge eines Hurrikans aus

Video: watson/nico franzoni

Hurrikan «Florence» im September 2018

Eine Frau in Trenton, North Carolina, bei der Begutachtung ihres Grundstücks. AP/The News & Observer / Travis Long
In Conway, South Carolina, sind weite Teile des Landes überschwemmt. Viele Flüsse in den Carolinas haben Rekord-Pegelstände. AP/FR171415 AP / Sean Rayford
Ein überflutetes Flugfeld in Elizabethtown, N.C.. AP/AP / Gerald Herbert
Ein Mann bringt seinen Hund in Sicherheit, Lumberton, N.C.. AP/AP / Gerry Broome
Die Nachwirkungen der Flut in Fayetteville, N.C.. AP/AP / Gerald Herbert
Ein Fahrzeug der Nationalgarde fährt an einem weggespülten Pickup vorbei, Dillon, South Carolina. AP/AP / Gerald Herbert
Ein Mann bringt eine alte Frau in Sicherheit, während die Schwiegertochter die Sachen aus ihrem überfluteten Haus holt, Spring Lake, North Carolina. AP/AP / David Goldman
Ein Team der US-Küstenwache sucht nach Vermissten in Lumberton, N.C.. AP/AP / Gerry Broome
Chaotische Szene in New Bern, North Carolina. (AP Photo/Steve Helber) AP/AP / Steve Helber
Vom Sturm gekappte Äste in Wilmington, North Carolina. (Matt Born/The Star-News via AP) AP/The Star-News / Matt Born
Rettungskräfte sind in New Bern, North Carolina, per Boot unterwegs. AP/AP / Steve Helber
Die Nationalgarde im Einsatz in Lumberton, North Carolina. (AP Photo/David Goldman) AP/AP / David Goldman
Ein Mann holt einen Generator aus seinem überschwemmten Haus in New Bern in North Carolina. (AP Photo/Allen G. Breed) AP/AP / Allen G. Breed
Überschwemmte Strasse bei Leland in North Carolina. (Matt Born/The Star-News via AP) AP/The Star-News / Matt Born
Das Auge des Sturms auf einer Luftbildaufnahme der NASA vom 12. September 2018. EPA/ESA / ESA/NASA-ALEXANDER GERST / HANDOUT
Die Sicht von der ISS auf den Hurrikan «Florence», 13. September 2018. EPA/ESA/NASA / ALEXANDER GERST/ESA/NASA HANDOUT
Die ersten Sturmböen sorgen in den Morgenstunden des 13. September für starke Brandung am Fischerpier von Kill Devil Hills in North Carolina. AP/AP / Gerry Broome
Ein Einheimischer betrachtet den Wellengang vor Kill Devil Hills, North Carollina. AP/AP / Gerry Broome
In einem Flugzeug durchflogen die Meteorologen der US Air Force Weather Reconnaissance Squadron am Donnerstag das Auge von Hurrikan Florence. EPA/US AIR FORCE / US AIR FORCE/TSGT. CHRIS HIBBEN HANDOUT
Dank des Messfluges können Daten gesammelt werden, welche dem Nationalen Hurrikanzentrum dabei helfen, die eigenen Berechnungen auf den neusten Stand zu bringen. EPA/US AIR FORCE / US AIR FORCE/TSGT. CHRIS HIBBEN HANDOUT
Die Wetterspezialisten der Air Force unterstützen so die Arbeit der Behörden auf dem Boden. EPA/US AIR FORCE / US AIR FORCE/TSGT. CHRIS HIBBEN HANDOUT
In der Innenstadt von Wilmington, North Carolina, werden Geschäfte verbarrikadiert, 13. September 2018. EPA/EPA / JIM LO SCALZO
In Jacksonville, North Carolina, bereitet die US-Marine Massenlager vor. EPA/US MARINE CORPS / US MARINE CORPS/LANCE CPL. ISAIAH GOMEZ HANDOUT
Kinder spielen innerhalb einer Schule Videospiele. EPA/EPA / CAITLIN PENNA
Die Nationalgarde hilft bei der Regelung des Verkehrs auf dem US-Highway 501, 12. September 2018. AP/FR171415 AP / Sean Rayford
«Betet für Wilmington!» Ladenbesitzer treffen Vorsichtsmassnahmen. AP/The Star-News / Matt Born
Arbeiter holen Boote aus dem Wasser in Wanchese Harbor, North Carolina, am 12. September 2018. AP/AP / Gerry Broome
Nach Angaben des Nationalen Hurrikan-Warnzentrums (NHC) soll das Auge des Hurrikans am Donnerstag die Küste von North oder South Carolina erreichen. EPA/NASA / NASA HANDOUT
Bei Hamsterkäufen in Supermärkten versorgten sich viele Menschen mit Trinkwasser und Lebensmitteln. AP/The Star-News / Ken Blevins
Die Bevölkerung wird mehrere Tage ohne Strom auskommen müssen, weshalb sich einige in letzter Minute einen Generator anschaffen. AP/The Star-News / Ken Blevins
Mit Sandsäcken versuchen die Bewohner ihre Häuser vor den Fluten zu schützen ... AP/The Post And Courier / Grace Beahm Alford
... und legen diese vor Türen und Fenstern nieder. AP/The Daily Press / Jonathon Gruenke
Bretter schützen Fensterscheiben vor herumfliegenden Gegenständen. AP/The Star-News / Matt Born
AP/The Star-News / Ken Blevins

Eine Hitzwelle überrollt gerade die Arktis – und das hat die Kältepeitsche damit zu tun

Der Meeresspiegel steigt schneller als gedacht – 2100 liegt er 65 Zentimeter höher

Liebe Allergiker, ihr müsst jetzt stark sein: Die Pollensaison hat bereits begonnen

«Friederike» wütet in Europa + Acht Tote + Holländer werden von Wind mitgerissen

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben