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Das Jahr 2016 brach etliche Klimarekorde



Sea ice melts on the Franklin Strait along the Northwest Passage in the Canadian Arctic Archipelago, Saturday, July 22, 2017. Because of climate change, more sea ice is being lost each summer than is being replenished in winters. Less sea ice coverage also means that less sunlight will be reflected off the surface of the ocean in a process known as the albedo effect. The oceans will absorb more heat, further fueling global warming. (AP Photo/David Goldman)

Das Eis ist auf dem Rückzug. Bild: AP/AP

Laut der US-Klimabehörde war 2016 weltweit gesehen das dritte heisseste Jahr in Folge und damit das wärmste seit Messbeginn vor 137 Jahren. Zudem hatte es den höchsten Meeresspiegel und den schnellsten Zuwachs an Kohlendioxid (CO2).

Im weltweiten Durchschnitt lag die CO2-Konzentration bei 402.9 Teilchen pro Million Teilchen (ppm) - und damit erstmals im Schnitt eines Jahres über der Marke von 400.

Das Plus von 3.5 ppm im Vergleich zum Jahr 2015 sei ein Rekordwert seit Beginn dieser Aufzeichnungen vor 58 Jahren, berichtet die NOAA in ihrem am Donnerstag (Ortszeit) in Washington veröffentlichten, rund 300 Seiten langen Jahresbericht. Zudem war die CO2-Konzentration damit erneut so hoch wie seit 800'000 Jahren nicht, was aus Eisbohrkernen hervorgeht.

Dies und andere Faktoren sowie eine starke Ausprägung des Wetterphänomens El Niño, durch das sich der Pazifik erwärmt, hätten zu den Rekorden beigetragen. «Die Erd- und Wassertemperaturen, der Meeresspiegel und die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre haben dabei die erst im Jahr zuvor aufgestellten Rekorde gebrochen», fasst die NOAA zusammen.

Viele Dürren

Es habe viele Wetterextreme gegeben - insbesondere Dürren. Jeden Monat gab es laut NOAA auf mindestens zwölf Prozent der Landoberfläche schwere Dürren. Das sei ebenfalls ein Rekord. Besonders hart getroffen habe es den Nordosten von Brasilien, Westbolivien und Peru, aber auch Westkanada.

Die grössten Klimasünder

Die Oberflächentemperatur der Ozeane war die höchste je gemessene - sie lag 0.36 bis 0.41 Grad höher als im Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010 und übertraf damit den Rekordwert von 2015.

Die jährliche maximale Ausdehnung des arktischen Meereises im März war die kleinste seit Beginn der Satellitenmessungen vor 37 Jahren. Das Jahresminimum, das gewöhnlich im September erreicht wird, war das zweitkleinste je gemessene. Nur 2007 erreichte die Fläche einen kleineren Wert.

Die Zahl von 93 benannten tropischen Wirbelstürmen lag laut NOAA über dem Mittelwert für die Jahre 1981 bis 2010 mit 82 dieser Stürme, sei aber kein Rekordwert.

In Europa war 2016 das drittwärmste Jahr seit Messbeginn und lag knapp hinter 2014 und 2015, so dass die drei Jahre zusammen die wärmsten drei jemals gemessenen waren.

In den jährlichen Klimaberichten der US-Behörde werden monatliche Wetterdaten zusammengefasst. An dem 27. Bericht arbeiteten 450 Wissenschaftler aus 60 Ländern mit. (sda/dpa)

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