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Protestcampen auf dem Berner Bundesplatz

Flüchtlingsaktivisten campierten als Protest auf dem Bundesplatz

Gestern stellten Flüchtlingsaktivisten auf dem Berner Bundesplatz aus Protest gegen die Idomeni-Räumung ihre Zelte auf. Der Abend verlief ruhig.



Nach den Krawall-Meldungen der letzten Tage zeigten gestern Flüchtlingsaktivisten, dass Protest auch anders geht: friedlich. Gestern Abend liessen sich rund 200 von ihnen auf dem Berner Bundesplatz mit zwei Dutzend Zelten nieder, um gegen die Räumung des Flüchtlingslagers Idomeni zu protestieren. 

Erfolgreiche Zeltsammelaktion 

Aufgerufen dazu hatte die Organisation «Open Eyes Balkanroute» bereits Tage zuvor auf Facebook. Mit der Aktion will sie ein Zeichen gegen die Schweizer Migrationspolitik setzen, die mitverantwortlich sei für den Tod von Menschen an Grenzen. «Wir wollen dem Prozess des Unsichtbarmachens entgegentreten und unseren Protest auf diesen symbolträchtigen Platz tragen», sagt die Aktivistin Manuela Fischer in der offiziellen Medienmitteilung.

Bis zum späten Abend sammelten die Aktivisten nach eigenen Angaben 50 Zelte für die Flüchtlinge. Bislang engagierte sich die Gruppe entlang der Balkanroute für die Flüchtlinge. So kochte sie nach eigenen Angaben über 2000 Malzeiten am Tag. Unter anderem war die Gruppe auch in Idomeni aktiv.

Polizei blieb auf Distanz

Die Polizei liess die Aktivisten zunächst gewähren, wie der Augenschein eines SDA-Reporters ergab. Polizisten verfolgten das Geschehen aus Distanz. 

Gegen 22.15 Uhr verliessen die Aktivisten den Bundesplatz und zogen via Spitalgasse und Bollwerk zur Reitschule. An der Spitze des schätzungsweise 80-köpfigen Zugs trugen Aktivisten ein Transparent mit der Aufschrift «Freedom of Movement for everyone». Eine Polizistin und ein Polizist begleiteten den Umzug. (rwy/sda)

Räumung von Idomeni hat begonnen

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