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Dazu braucht es keine Bildlegende. 
kafi freitag

FragFrauFreitag

Liebe Kafi. Die 11-jährige Tochter von meinem Partner benimmt sich, als wäre sie seine Ehefrau 

Bis vor kurzem hat sie auch noch in Papis Bett geschlafen und beim Kuscheln vor dem TV zieht sie die Hosen aus und umschlingt ihn mit ihren Beinen. Sie sitzt auf seinem Schoss, krault und streichelt ihn und er spricht in Babysprache mit ihr (Wörter mit -li am Ende). Bin ich da, ist er hin und her gerissen. Zu Weihnachten schenkte er uns das gleiche. Mich kotzt das alles an, was sagst du? Yvonne, 36



Liebe Yvonne

Was ich dazu sage? Nichts, was Ihnen gefallen könnte, meine Liebe. Sie können mir hier schreiben, was Sie wollen, Sie werden nicht das zu hören bekommen, was Sie sich erhoffen. Und nein, kein sorry dafür. 

Wenn man als Frau oder Mann in ein bestehendes System kommt, dann muss man Abstriche machen. Mann muss akzeptieren, dass man nicht der alleinige Superstar in der Beziehung ist und Kompromisse eingehen. Ein Kind, das seinen Vater (oder die Mutter) nur ab und an sieht, ist auf noch mehr Nähe und Zuneigung angewiesen, als dass es das ein Kind in einem hundsgewöhnlichen Setup eh schon ist. Es ist also nur normal, dass die beiden Kuscheln und zärtlich miteinander sind. Ob dies nackt oder angezogen geschieht, interessiert mich dabei weniger, das von Ihnen Beschriebene kann man losgelöst vom Kontext nicht kommentieren. Dieser Trend, einer nackte Körperlichkeit etwas Anrüchiges zu unterstellen, wie es in den USA schon lange der Fall ist, ist für mich mehr als bedenklich. Dennoch kann man darüber diskutieren, ob ein Mädchen in diesem Alter ohne Unterwäsche auf seinem Vater rumturnen soll und ich kann es verstehen, wenn Sie das irritiert. Aber darum geht es hier meiner Meinung nach nicht. Ich nehme an, dass der Mann kein Kinderschänder ist, sondern dass etwas ganz anderes im Fokus steht. 

Man kann darüber diskutieren, ob ein Mädchen in diesem Alter ohne Unterwäsche auf seinem Vater rumturnen soll und ich kann es verstehen, wenn Sie das irritiert.

Nämlich Ihre Eifersucht. Diese schreit nämlich zum Himmel, liebe Yvonne. Es ist gut möglich, dass der Vater seine Tochter mit Liebe überhäuft und vielleicht sogar noch etwas zu kompensieren versucht, damit diese in der Konfrontation mit Ihnen nicht eifersüchtig wird. Sie können nun laut aufschreien und darüber kotzen, dass Ihre Eifersucht anscheinend weniger wichtig ist, als die des Kindes. Und ja Scheisse, das ist sie nun mal leider auch.

Wir Eltern sind nicht immer souverän darin, die vorhandenen Konstellationen in einem idealen Gleichgewicht zu halten. Aber wenn Sie schon einmal in einer ähnlichen Situation waren (und nein, das waren Sie wohl noch nie), dann wüssten Sie, wie anspruchsvoll das ist. Man will allen gerecht werden, niemandem das Gefühl geben, übergangen zu sein und man wünscht sich nichts mehr, als dass alle Beteiligten sich gegenseitig akzeptieren. Wenn der Mann die Tochter, die bis anhin in der raren gemeinsamen Zeit auf seinem Schoss sitzen durfte vom Knie stösst, dann wird sich deren Missgefallen darüber nicht nur gegen den Vater richten, sondern in erster Linie gegen Sie. Und auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Es braucht Zeit und Nachsicht, seinen Platz in einem vorhandenen System zu finden.
Was nicht heissen soll, dass sich nichts verändern darf und soll. Die Tochter muss nicht für ewig auf dem Schoss des Papas sitzen. Aber wenn er sie runterschubbst, kaum dass eine Partnerin um die Ecke kommt, dann ist das auch nicht sinnvoll.
Da braucht es einiges an diplomatischem Fingerspitzengefühl, selten läuft das wirklich ideal. 

Ich kenne Frauen, die auch noch nach vielen Jahren vor Eifersucht auf die in die Beziehung mitgebrachten Kinder auf die Bäume gehen. Meines Erachtens ist das ein Zeichen eines sehr schmalen Selbstvertrauens. Wenn man sich als erwachsener Mensch in eine Beziehung mit einem Partner mit Kind begibt, dann sollte man sich gut hinterfragen, ob man die nötige Selbstliebe mitbringt, dass man nicht in einem Revierpissen endet, das würdelos für alle Beteiligten ist.

Wenn Sie das alleinige Prinzessli eines Mannes sein wollen, dann suchen Sie sich gefälligst einen ohne Kind.

Ich kann mir gut vorstellen, dass Ihr Freund seine Tochter zu sehr vergöttert. Ich will mit meiner Antwort nicht darüber urteilen, ob die Beziehung zwischen den beiden ideal ist und ich kritisiere oft und laut, dass Väter sich von ihren Töchter um den Finger wickeln lassen, wie sie es bei einem Jungen nie machen würden. Viele getrennt lebenden Eltern haben das Bedürfnis, so viel Zuneigung wie möglich in die knappe Zeit zu packen. Da kann es schnell einmal zu Kompensationshandlungen kommen, die man reflektieren sollte. Aber Sie werden in einer solchen Konstellation immer wieder mit solchen Situationen konfrontiert werden und wenn Sie das nicht aushalten, dann sollten Sie sie beenden. Es ist sehr anspruchsvoll, wenn man als neuer Partner in eine Patchwork Familie kommt. Wenn man da nicht ein gewisses Mass an Goodwill und Nachsicht mitbringt, lässt man besser die Finger davon.

Es ist das eine, dass Sie sich daran stören, dass die Tochter im Bett des Vaters schlafen kann. Wenn Sie sich aber über Verkleinerungen in der Sprache ereifern, dann zeigt es mir deutlich, dass Sie schäumen vor Neid. Und mit diesem Schaum vor dem Mund sollten Sie sich besser mal vor Ihren eigenen Spiegel stellen und sich fragen, ob Sie bei einem gemeinsamen Kind auch so ein Theater machen würden oder ob sie den verschmusten Papi dann superhärzig und allerliebst fänden. Mir ist klar, dass Sie mit einem Aufschrei des Entsetzens gerechnet haben und nun sauer sind. Aber ich lebe in einem funktionierenden Patchwork-Gebilde und weiss nur zu gut, wovon ich rede. Wenn Sie das alleinige Prinzessli eines Mannes sein wollen, dann suchen Sie sich gefälligst einen ohne Kind.

Herzlich, Ihre Kafi.

Kafi Freitag - Das Buch

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Kafi Freitag (40!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 11-jährigen Sohn in Zürich.

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    Alle Leser-Kommentare
  • kuskus 22.06.2016 13:56
    Highlight Highlight Dafür lässt die sich auch in eine Rolle drängen, die ihr von der Entwicklung und den persönlichen Bedürfnissen her nicht entspricht. Sie ist auf keinen Fall als eine Konkurrentin anzusehen.
    Ich finde der Vater sollte sich seiner Angst stellen, sich auf eine neue Beziehung zu einer Partnerin auf Augenhöhe einzulassen.
    So wie hier beschrieben, die Tochter wie einen emotionalen Blitzableiter zwischen sich und Yvonne zu stellen ist absolut verantwortungslos! 2/2
  • kuskus 22.06.2016 13:54
    Highlight Highlight @ Yvonne, ich finde du siehst das richtig, dass es hier um Rollen geht. Bitte sei dir bewusst, dass es für das Kind sehr belastend ist, auch wenn es oberflächlich Freude über die Zuneigung zeigt. Das Kind ist trotzdem überfordert und es tut ihm nichts Gutes.
    Für ein Kind ist eine gute Bindung zu seinen Bezugspersonen viel essentieller als für einen Erwachsenen, da es von ihnen abhängig ist. Vielleicht fühlt sich das Mädchen durch diese Art von Vorrangbehandlung geschmeichelt, wahrscheinlich hat sie grosse Angst diese Zuneigung zu verlieren. 1/
  • gelesen 21.06.2016 13:44
    Highlight Highlight Die Eifersucht ist ja auch bei der Tochter, sie scheint sie offensiv(er) zu leben.
    Für mich sollte der Vater aktivier werden, Grenzen setzen, auch sich selber: Entweder keine Freundin mehr oder da eine Situation schaffen, die für alle aushaltbar ist. Vater und Tochter haben eine Wohnung und die Freundin scheint für die Tochter ein Eindringling, die ihr die nächste Bezugsperson streitig macht. Alles Reaktionen, die nachvollziehbar sind.
    Yvonne200 ist nicht die erste Freundin, die er mit dieser Situation verletzt.
  • Anaalvik 20.06.2016 21:20
    Highlight Highlight Nach 100 Kommentaren wird klar:

    Eifersucht ist eine Leidenschaft,
    Die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.

    von
    Franz Grillparzer
  • kliby 18.06.2016 23:32
    Highlight Highlight Finde es recht perfide (aber andererseits ists auch voll im feministischen Zeitgeist), wie die Fragestellerin versucht den Mann in die Pädophilenecke zu stellen. Als ob Väter keine Nähe zu ihren Kindern mehr haben dürfen.
    • Karl33 19.06.2016 15:43
      Highlight Highlight Wenn ScheidungsanwältInnen aus ihrem Berufsalltag erzählen, sind das die perfidesten aber leider auch sehr häufigen erfundenen Anschuldigungen - ganz nach dem Motto: Wirf ordentlich Dreck, etwas bleibt immer hängen. Man kann sich vorstellen, wie die Vorwürfe sein werden, wenns nicht nur um ein bisschen Eifersucht geht wie hier, sondern um Rache und Geld...
    • Yvonne200 19.06.2016 22:35
      Highlight Highlight Kilby, sorry spinnst du? Mit keinem Wort wollte ich meinem Ex unterstellen, dass er ein Pädo ist oder ähnliches, er ist ein wundervoller Vater und Mensch. Nur ist seine Tochter in die Rolle einer Partnerin gerutscht, nicht in die sexuelle sondern emotionale Rolle. Es ging nie um Geld oder ähnliches. Sondern vertauschte Rollen, lies mal was Fantastic und Susie Blue geschrieben haben.
    • Mayadino 20.06.2016 16:27
      Highlight Highlight @yvonne, jetzt ist es schon der ex? :O da hast du dich aber aufeinmal schnell entschieden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • kuskus 18.06.2016 22:02
    Highlight Highlight Ich finde es unnötig, die Fragestellerin so anzugreifen und ihr zu unterstellen mit ihrer Eifersucht nicht umgehen zu können. Wo bleibt die Frage ob es angemessen sei, eine elfjährige 'wie seine Ehefrau' zu behandeln? Ich finde das ist es nicht! Wie auch? Ein Kind kann die Rolle des Partners nicht erfüllen, zusammen mit körperlicher Annäherung ist eine Grenze zum Missbrauch schnell überschritten. Das kann man mit Mainstreampanik vor dem Nacktsein abtun, erweist damit aber im Einzelfall den Beteiligten einen Bärendienst.


  • oldman 17.06.2016 06:56
    Highlight Highlight Yvonne: Hab alle Deine Beiträge gelesen. Verstehe Dich nun um Einiges besser. Das von Kafi Geschriebene ist zu einseitig, zu unreflektiert. Ihr habt Euch "festgefahren". Jeder von Euch fühlt sich vom Anderen missverstanden, in Frage gestellt. Jeder von Euch hat Recht, aber nur zu einem Teil. Schwierig ein für alle drei Beteiligten förderliches Miteinander noch zu erreichen. Du schreibst, Dein Parnter habe 11 Jahre mit Tochter ohne Partnerin alleine gelebt. Da wirken (im Unbewussten) allerdings "Projektionen und Fixierungen", die sehr schwer aufzulösen sind. Wo hat es noch Platz für die Liebe?
  • Klaus K. 16.06.2016 21:54
    Highlight Highlight toller kommentar, kafi.
    danke.
  • Addi 16.06.2016 14:59
    Highlight Highlight Liebe Kafi,
    ich bin ja nicht immer Ihrer Meinung - aber diesmal kann ich nur sagen: CHAPEAU!!!

    Toll gesagt: 'Es ist also nur normal, dass die beiden Kuscheln und zärtlich miteinander sind. Ob dies nackt oder angezogen geschieht, interessiert mich dabei weniger (..). Dieser Trend, einer nackte Körperlichkeit etwas Anrüchiges zu unterstellen, wie es in den USA schon lange der Fall ist, ist für mich mehr als bedenklich.'

    und

    ' Wenn Sie das alleinige Prinzessli eines Mannes sein wollen, dann suchen Sie sich gefälligst einen ohne Kind.'
  • Zeit_Genosse 16.06.2016 12:35
    Highlight Highlight @Yvonne200
    Da wir Dich im Thread haben.
    Was hast du mit deinem Partner bezüglich Partner-/Elternebene bereits besprochen? Hat er verstanden und Einsichten gezeigt?
    Was müsste geschehen, dass es für Dich besser wäre und was müsste für ihn passieren, dass es für ihn auch eine Verbesserung gäbe (er wird so auch nicht glücklich sein od. gefällt er sich in dieser ungeklärten Situation?). Was könntet ihr gleich Morgen tun, dass es für alle 3 Entspannung gäbe. Hast du die Möglichkeit Dich rar zu machen, damit das Begehren deines Partners ihn zusätzlich zu einer Lösung motiviert? Er hat ja alles...
    • Yvonne200 16.06.2016 13:42
      Highlight Highlight Ja hab ich. Das ganze ist wirklich mega schwierig, weil es immer gleich als Kritik rüberkommt, er wird sauer wenn ich etwas sage und blockt ab. Die einzelnen Vorkommnisse, sind im Einzelnen nicht schlimm, das Problem ist das Bild im Ganzen. Wir gehen spazieren er hält Händchen mit der Tochter, ich latsche hinterher. Händchenhalten mit dem Kind ist auch hier wieder etwas das prinzipiell ok ist, nur diese einzelnen Dinge summieren sich, bis ich irgendwann wegen einer Kleinigkeit explodiere. Dann möchte ich nur noch davonlaufen und ihn die Zeit mit seinem Kind alleine machen lassen.
    • Zeit_Genosse 16.06.2016 21:02
      Highlight Highlight Du leidest. Bedeutet Dir dieser Mann genug um so behandelt zu werden? Auch dann ist es nicht ok, lohnt sich aber anzugehen. Wie bist Du in sein übriges Umfeld integriert? Oder bist du dort auch aussenvor? Wenn "nur" die 3er- Beziehung herausfordernd ist, dann kann man das abgrenzen und daran arbeiten. Nur wenn er nicht mitspielt, dann kann Euch beide kein Coach helfen. Jemand externer ist nicht involviert und das hätte Potenzial für Euch als Paar. Würde er das für Dich tun? Was wäre er grundsätzlich bereit für Dich zu tun? Und wenn er Dich verlieren könnte? Und was würdest Du an ihm verlieren?
    • Yvonne200 16.06.2016 21:41
      Highlight Highlight Wir waren bei einem Patchwork Therapeuten, der meinte Partnerschaft vor Elternschaft, wenn es dem Paar gut geht, können beide vereint auf die Kinder zu gehen. Nur befürwortet es die gesellschaft mehr, wenn das kind an erster stelle steht resp. vor dem Partner. Darum meint mein Partner er sollte sein Kind über oder neben mich stellen, weil ein guter Vater so handelt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Yvonne200 16.06.2016 12:28
    Highlight Highlight Ich klinke mich dann mal wieder aus. Danke Kafi und euch für eure ehrlichen Feedbacks.
    • gelesen 16.06.2016 13:04
      Highlight Highlight Danke, interessant Deine Sicht, oder darinsein, noch konkreter zu erfahren. Zu Komplex für einen Blog, aber doch interessant so als Weiterbildung (auch ohne ich jemals in so eine Situation kommen werde) sich Gedanken darüber zu machen.
    • SusiBlue 16.06.2016 17:35
      Highlight Highlight Hoi Yvonne
      Ich verstehe dich und finde, du hast recht.
      Ich (w, Einzelkind) bin mit meinen beiden Eltern aufgewachsen.
      Ich war auch ein Papa-Kind. Da Papa öfter zuhause war, war die Bande zwischen uns umso stärker. Es war nichts sexuelles, aber für mich fühlte es sich an, als wären Papa+ich ein Team, während Mama erst irgendwo unter "ferner liefen" auftauchte.
      Ich liess meine Mutter "links liegen". Als Erwachse finde ich heute, dass mein Vater hätte Grenzen setzen sollen, im Sinn von 'Frau'/'Kind'...
      In meinem Fall war aber die Beziehung der Eltern nicht ideal, was sich uA so manifestierte.
    • Yvonne200 16.06.2016 20:53
      Highlight Highlight Liebe SusiBlue, danke dir. Weisst du mir geht es gar nicht darum recht zu bekommen, aber vielleicht habe ich Kafi auch deshalb geschrieben weil ich wissen wollte, ob es nun wirklich so ist, dass man sich heutzutage hintenanstellen muss und das kindswohl über alles stellen sollte? Kinder Werden diese Kinder nicht sehr narzisstisch und sehen sich als Mittelpunkt der Welt? Mein Partner verliert mit mir nun schon die vierte Partnerin. Mich macht es nur traurig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Yvonne200 16.06.2016 10:24
    Highlight Highlight Hoi zäme, hier ist die Fragestellerin. Ich bin nicht eifersüchtig und nein es geht hier auch nicht um irgendeinen angedeuteten sexuellen Missbrauch. Es geht darum, dass von meinem Partner nicht zwischen Partner- und Elternebene unterschieden wird. Ich bin einfach nur extremst genervt nach 2 Jahren Beziehung. Übrigens habe ich auch ein Kind im selben Alter, das benimmt sich nicht wie mein Ehepartner und konkurriert nicht um diesen Platz. Kafi's Antwort auf meine Frage hat mich nicht schockiert. Ich hatte wohl einfach zuwenig Platz die Situation angemessen zu beschreiben :-(
    • oldman 16.06.2016 11:18
      Highlight Highlight Hallo Yvonne, also ärgern/nerven tut man/frau sich immer selbst! (Der, der mir vor die "Schnautze gefahren ist, bekommt von meinem "Tobsuchtsanfall" überhaupt nichts mit.) Und ja es fehlt am Platz. Konstruktiver: Wieso schreibst Du Kafi und sprichst nicht mit Deinem Partner. Der ist Deine Ansprechperson! Einfach ist das sicher nicht. Aber eine Beziehung, die nicht auf einer ausreichenden Kommunikationsbeziehung aufbauen kann, hat wenig Aussicht auf langen Bestand. Gehe behut- und achtsam vor, verlange das aber auch von Deinem Partner Dir gegenüber (keine Vorwürfe und dergl.). Viel Glück!
    • Yvonne200 16.06.2016 11:58
      Highlight Highlight Was meinst du wie oft ich das schon angesprochen habe? Er meinte das wäre alles ganz normales Kindsverhalten. Ich kenne Familien mit Töchtern, da geht es nicht so zu, wohl weil die Mutter da ist und die Töchter diesen Elektrakomplex mit ca. 3-5 Jahren normal durchlaufen und "abschliessen". Ich wollte nur eine objektive Meinung von Kafi.... hab auch nicht damit gerechnet, dass meine Frage überhaupt aufgegriffen wird. Aber es ist gut einen "Reality" Check zu bekommen. Als der heisst "eifersüchtiges Stiefmami soll an ihrem Selbstvertrauen arbeiten oder sich einen kinderlosen Mann suchen". Thx :-(
    • Frausowieso 16.06.2016 12:58
      Highlight Highlight Kafi wäre jetzt nicht unbedingt meine erste Anlaufstelle um eine objektive Meinung zu erfragen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frausowieso 16.06.2016 09:50
    Highlight Highlight Für mich ist die Antwort defintiv zu einseitig.Wenn man sich nicht gewohnt ist, dass der Partner Kinder hat, dann ist das eine grosse Umstellung.Auch für leibliche Elteren ist ein Kind eine neue Herausforderung.Man erwartet zwar, dass alle super glücklich sind, aber den Partner zu teilen ist für viele Anfangs schwierig.Es ist ok, eifersüchtig zu sein, aber man sollte daran arbeiten. Ich persönlich hätte ebenfalls grosse Mühe, wenn mein Partner und seine Tochter eine solches Verhältnis pflegen würden. Ich finde es nicht normal, dass ein Kind in diesem Alter regelmässig im Elternbett schläft.
    • Yvonne200 16.06.2016 11:03
      Highlight Highlight Ich habe selber ein Kind und es macht mir nichts aus meinen Partner zu teilen.
    • Frausowieso 16.06.2016 12:02
      Highlight Highlight Ja, das ist doch super für dich. Es gibt aber auch Menschen, die anders empfinden. Das sollte man nicht verurteilen und versuchen einen Weg zu finden. Wir haben alle manchmal Empfindungen, die vielleicht nicht gerade optimal sind. Das gehört zum Menschsein dazu.
  • oldman 16.06.2016 09:08
    Highlight Highlight Gute Antwort Kafis! Im Rahmen eines "blossen Blogs" kann aber die Frage gar nicht ausreichend beantwortet wie aufgrund der knappen vorgegebenen Buchstabenmenge auch nicht wirklich diskutiert werden. Stichworte: Der hier nicht mehr vorhandene Elternteil ist nicht einfach 1 zu 1 ersetzbar. Gefahr von Projektionen. Eltern müssen ihre Kinder auch Los-lassen können und sie so auf ihre Selbständigkeit vorbereiten. Das ist ein laufender Prozess der aufgrund des Verlusts des Partners/Elternteils unüblich, aber auch "gestört" verlaufen kann. Eifersucht ist ein schlechter "Ratgeber", aber s. oben.
  • stardust 16.06.2016 08:44
    Highlight Highlight Hoffe, dass gemeinsame Geschenk war eine Barbie und kein Negligée! ;-)
    • Yvonne200 16.06.2016 11:06
      Highlight Highlight Es geht nicht darum was es war, sondern beiden das gleiche zu schenken, damit sich niemand benachteiligt vorkommt. Es muss doch einen Unterschied geben zwischen Kind und Partner. Zbsp. einer Frau eher ein etwas romantisches Geschenk zu geben und einem Kind etwas kindergerechtes zum beispiel etwas zum spielen.
    • Anaalvik 16.06.2016 13:31
      Highlight Highlight Yvonne200: Womöglich war das Motiv nicht Gerechtigkeit, bzw. Gleichbehandlung. Vielleicht war das Motiv, Dich und seine Tochter näherzubringen, in dem Du und die Tochter gemeinsam mit den Puppen spielt, übrigens ein typisches Mädchenspiel, was die Tochter vielleicht lieber mit einer Frau zusammenspielt, weil Mädchensache.
    • Yvonne200 16.06.2016 23:49
      Highlight Highlight Ach ich habe oft mit ihr gespielt. Das ist nicht das Problem. Sie beobachtet uns vom korridor aus beim schlafen und kommt mitten in der nacht ins zimmer. Wage ich es mit meinem Freund Zärtlichkeiten (umarmen oder ein küsschen) auszutauschen, verdreht sie die Augen und marschiert in ihr Zimmer. Sie schreibt ihm Liebesbriefe, küsst ihn auf den Mund, macht ihm viele komplimente (papi du bist so ein schöner mann), schmachtet ihn an usw.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zeit_Genosse 16.06.2016 07:48
    Highlight Highlight Eine Tochter kämpft um den Papi (gegen die Neue mit ihren Waffen), eine neue Partnerin um den neuen Mann (gegen die Tochter ohne Waffen dafür Frust). Beide haben Ansprüche und er ist mittendrin und würde sich hart-auf-hart für die Tochter entscheiden. Er sollte sich gegenüber beiden klarer verhalten. Mit dem er seiner Partnerin das gleiche zu Weihnachten schenkt wie der Tochter macht er das Gegenteil. Es sind die kleinen Dinge, auf die es ankommt und die man aushalten muss wenn sie nicht rund laufen. Das Ganze erledigt sich in den nächsten Jahren. Die Partnerin kann sich etwas rarer machen.
    • Fumo 16.06.2016 10:01
      Highlight Highlight "Mit dem er seiner Partnerin das gleiche zu Weihnachten schenkt wie der Tochter macht er das Gegenteil."

      Männerlogik = Wen ich beiden das Selbe schenke erkennen sie dass sie mir beide gleich viel wert sind!
      Dass Frauen unsere Logik genau so wenig nachvollziehen können wie wir ihre ist ein anderes Thema. Ich erkenne aber einen Sinn hinter der Tat und dass die Fragestellerin nicht genau sagt was geschenkt wurde beweist dass sie schlecht dastehen würde.
    • Yvonne200 16.06.2016 11:09
      Highlight Highlight Einer Frau sollte man villeicht eher etwas romantisches schenken und nicht das Gleiche wie dem Kind, findest du nicht? Es geht darum, Paar- und Elternebene zu unterscheiden. Die Partnerin wie die Partnerin zu behandeln und die Tochter wie die Tochter. Mir fehlen die Unterschiede und mir fehlen die Grenzen.
    • Fumo 16.06.2016 11:50
      Highlight Highlight Weisst du denn was das Geschenk war? Und zu Weihnachten sollte es was romantisches sein?
      Bitte hört auf mit diesem Neid! Ihr Frauen zerstört mit dieser selbstsüchtigen Haltung so viele Beziehungen. Seid mal selbstkritisch anstatt das Böse bei den anderen zu sehen. Steht vor den Spiegel und kritisiert euch mal selbst, im Charakter, nicht nur "ich bin sooooo fetttttt!!!".
      Kein Psycholog auf dieser Welt gibt euch Recht, geht nachfragen. Das Problem liegt in euren Köpfe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jasmine 16.06.2016 07:06
    Highlight Highlight Da scheint jemand wirklich gefrustet zu sein. Und damit mein ich nicht die Fragestellerin.
  • pamayer 15.06.2016 22:57
    Highlight Highlight Mir scheint eine 11 jährige so auf papas schoss schon eher seehr nahe. Da muss der vater mit seinen empfindungen sehr klar und ehrlich wahrnehmen, dass es kein lolita Setting daraus ergibt.
    Von patchwork Familien habe ich nur aus zweiter Hand gehört, was kafis Antwort bestätigt : es ist eine äusserst difficile Geschichte, in der sich neue partner sehr achtsam einleben müssen.
    • Anaalvik 16.06.2016 08:55
      Highlight Highlight @pamayer:
      Aha. Und wenn Klein-Jan auf Mutters Schoss ist, dann ist das also ein Oedipus-Setting?
      Du verstehst offenbar nichts von Kindern und bist dazu noch ein übler Sexist.
      Dein Verständnis von menschlicher Körpersprache ist auffällig übersexualisiert. Lass Dich untersuchen!
    • Yvonne200 16.06.2016 11:14
      Highlight Highlight Es geht hier nicht um eine sexuelle Andeutung. Die Tochter meines Partners lebt seit 11 Jahren alleine mit ihrem Vater und der Platz an seiner Seite war vorher leer und sie hat diesen dann ausgefüllt, als emotionale Stütze und Gefährtin, dann kommt eine neue Frau und der Platz der Partnerin ist durch die Tochter schon besetzt. Als beispiel wäre sie etwas älter würde sie wohl auch noch im Auto vorne neben Papi sitzen, dann kann die neue Partnerin hinten im Auto sitzen. Weisst du jetzt was ich meine?
    • Anaalvik 16.06.2016 13:52
      Highlight Highlight @Yvonne200: Das Mädchen wuchs offenbar ohne Mutter beim Vater auf. Dann ist für mich klar, dass der Vater gleichzeitig die Mutter ist. Wie oft hat Dich Deine Mutter verwöhnt mit innigen Umarmungen, zärtlichen Küsschen, sachtem Streicheln des Haars, dem Abtrocknen nach dem Bad, u.v.a.m.?
      All diese ganz selbstverständliche, mütterliche Zärtlichkeit musste und muss dein Partner geben, damit das Mädchen sich gesund entwickeln kann. Warum soll das Mädchen Deinetwegen darauf verzichten? Es gibt keine engere Beziehung als die zw. Mutter und Kind. Nur ist hier er die Mutter. Akzeptiere es.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lopsi 15.06.2016 21:10
    Highlight Highlight Es ist ein KIND. Wenn wir vom besten Fall ausgehen, hat es mit 11 noch keine sexuellen Erfahrungen machen müssen, weshalb sein Verhalten völlig entsexualisiert zu betrachten ist. Es sei denn, der Vater sexualisiert das Kind, dann sollte die Fragestellerin aber weniger an sich denken, sondern schleunigst handeln.
    • MikoGee 15.06.2016 23:02
      Highlight Highlight Ich bin absolut Ihrer Meinung, denke aber dass 11 durchaus ein Alter ist in dem Kinder Körper kennenlernen und eine Vorstellung von Sexualität entwickeln.
      Zu meiner Schulzeit (geb.1988) haben die Jungen in besagtem Alter ohne Scham Pornographie ausgetauscht. Ganz zu schweigen vom Konsum von Zigaretten, Alkohol oder Joints.
      Wir leben in einer sehr schnellen Zeit und unsere Kinder müssen immer früher Verantwortung übernehmen, werden aber dennoch wie Kinder behandelt. Logisch dass dieser "Forscherdrang", die Versuchung der verbotenen Früchten der "Erwachsenenwelt", entsprechend früher beginnt.
    • Anaalvik 16.06.2016 09:00
      Highlight Highlight @Slog: Mikogee sprach nicht von sich, sondern von ihrer Beobachtugen bei einer Gruppe Buben. Mikogee schliesst eindeutig nicht von sich auf andere.
    • Anaalvik 16.06.2016 09:14
      Highlight Highlight Lopsi: Mit 11 Jahren haben die meisten Kinder bereits sexuelle Erfahrung gesammelt, kindliche sexuelle Erfahrungen. Das ist ganz natürlich. Spätestens mit 4 J. fällt ihnen auf, dass die nicht dasselbe zw. den Beinen haben, wie ihre Geschwister oder ihre Spielgefährten. Dann kann es zu ersten "Doktorspielen" kommen, wo sich Kleinkinder ggs. an die Genitalien fassen. Einfach aus Neugierde. Mit spätestens 12 Jahren haben die meisten Mädchen und Buben die Masturbation für sich entdeckt. Das kann nicht verwundern, denn biologisch sind Menschen mit ca. 13 Jahren (plusminus ca. 3 J) geschlechtsreif.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MikoGee 15.06.2016 20:00
    Highlight Highlight DAS ist einer der besten Beiträge des Jahres, und das meine ich absolut ernst. Sowas sollte sich nicht nur möchtegern-kritische Aussenstehende zu Herzen nehmen, sondern auch jeder angehende Patchwork-Partner (egal ob Mann oder Frau) einrahmen lassen. Vielen Dank, you made my day :)
  • Anaalvik 15.06.2016 17:04
    Highlight Highlight Booaaaeehhh!
    Eine Standpauke, die seinesgleichen sucht: Heftig und jeder Schlag ein Volltreffer. Respekt!
    Die Kuschelei wird vorübergehen, und es ist gut und wichtig, dass es sie gibt. Denn für jedes Kind ist wichtig, dass es jene Geborgenheit zu spüren kriegt, die es braucht besonders von Papa und Mama. Und das ist naturgemäss vorallem mit viel Körperkontakt verbunden (wie bei allen Säugetieren). Damit erklärt sich auch die intuitiv bevorzugte Nacktheit. Denn auf nackter Haut ist Körperkontakt viel besser zu fühlen. Das ist so asexuell wie eine Rückenmassage im Spa.
    • Yvonne200 18.06.2016 16:20
      Highlight Highlight Ja bei einem Baby oder kleinen Kind sehe ich das genau so, aber eine 11 jährige ist finde ich zu gross um auf dem Arm rumgetragen zu werden und wie ein Baby behandelt zu werden. Ich bin in dem Alter nicht mehr halbnackt auf meinem Vater rumgeturnt, das Elternschlafzimmer war für mich Tabu, meine Mutter hat nie auf dem Sofa geschlafen, damit ich neben meinem Vater im Bett schlafen konnte....
    • Anaalvik 19.06.2016 13:10
      Highlight Highlight @Yvonne: Wenn eine 11-Jährige gross genug ist, um alleine zu schlafen, warum willst Du nicht alleine schlafen, sondern neben Deinem Liebsten?
      Das ein Kind alleine in seinem Bett schläft ist erst seit ca. 50 Jahren üblich und auch nur in Mitteleuropa. Es war Normal, dass zwei oder drei Geschwister sich ein Bett teilten, bis sie von zuhause auszogen. Bis in's späte Mittelalter schliefen alle einer Familien des Pöbels im selben Strohläger, Körper an Körper, ganz dicht. Für ein Säugetierjunges ist es unnatürlich, alleine zu schlafen. Es von unseren Kindern zu verlangen, eine gesellsch. Zumutung.
    • Yvonne200 20.06.2016 00:00
      Highlight Highlight Vielleicht weil ich als Kind im Kimmerzimmer geschlafen habe und meine Eltern zusammen im Ehebett geschlafen haben. Wieso gopfridli soll ich jetzt als erwachsene Frau im Kinderzimmer schlafen und mein Partner schläft mit seiner Teenager Tochter im Ehebett? Sorry aber das würde glaub ich jeder Frau nach etlichen Monaten gegen den Strich gehen. Kinder sollen Kinder sein und keine Partner. Wenn das Kind krank ist ok, oder zum Kuscheln am Morgen. Aber ansonsten gehört die Frau nebeben ihren Mann und das Kind als Kind behandelt.
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  • biosignalinator 15.06.2016 15:06
    Highlight Highlight Liebe Kafi, ich finde Ihre Antwort super! Zumal es sich um ein Kind handelt. Ein "normaler" Prozess ist ja dass sich dann Teenager oder erwachsene Töchter nicht mehr so verhalten.
  • Sherlock64 15.06.2016 14:58
    Highlight Highlight Interessant: Aus "...zieht sie die Hosen aus..." macht Frau Freitag "ohne Unterwäsche"...
    • kafi 15.06.2016 15:59
      Highlight Highlight Stimmt! Das habe ich falsch gelesen! Danke für den Hinweis!

      Kafi
  • darkwing 15.06.2016 14:27
    Highlight Highlight Haha, danke vielmal für diese Antwort liebe Kafi. Als engangierter Wochenend-Papi (eines Sohnes - ebenfalls enges und inniges Verhältnis aber mit Unterwäsche) kenn' ich das nur zu gut. Frauen sind da übrigens viel weniger toleranter als Männer, welche gewohnt sind dass eine Frau ab einem gewissen Alter ziemlich sicher ein Kind hat. Und noch etwas für die Fragestellerin: Das Mädchen ist 11. In nicht allzu langer Zeit, mit Eintritt der Pubertät, hat sich das Thema vermutlich weitestgehend erledigt oder abgeschwächt. Sie können das Bett dann wieder mit ihrem Liebsten alleine teilen.
  • ElendesPack 15.06.2016 14:11
    Highlight Highlight Hui! Ich gebe der Kafi mal zu 100% Recht und finde auch noch den ziemlich scharfen Tonfall angemessen.
  • Spooky 15.06.2016 13:30
    Highlight Highlight Wenn sich dieser Mann von seiner Tochter wie von einer Ehefrau behandeln lässt, wozu braucht er dann noch eine Partnerin?
    • Yvonne200 16.06.2016 12:07
      Highlight Highlight Ja genau. Wieso braucht es mich da, das ist das Problem, man bekommt das Gefühl, man ist nur für den Sex da alle anderen Bedürfnisse erfüllt ja die Tochter schon. Aber wichtig wäre doch auch zu fragen, was macht das mit seiner Tochter später, wäre es nicht besser für ihre Entwicklung eine gesunde Partnerschaft von ihrem Vater und (Stief)Mutter vorgelebt zu bekommen als lebenslang in einer symbiotischen Beziehung mit ihrem Vater zu bleiben, weil darauf läuft es doch hinaus...
  • Asmodeus 15.06.2016 10:50
    Highlight Highlight Eifersucht ist in einer neuen Beziehung immer ein Thema. Ein Elternteil kann nicht einen neuen Partner dem eigenen Kind vorziehen. Ein Kind möchte sein Elternteil auch nicht einfach mit jemand Neuem teilen.

    Daran müssen alle gemeinsam arbeiten. Aber trotzdem irritiert mich die Antwort von Kafi.

    Für mich klingt das Verhältnis zwischen Tochter und Vater ein wenig seeehr eng. Genau genommen zu eng. Der Tochter dasselbe zu schenken wie dem Sexualpartner. Im selben Bett schlafen. Das Kind welches sich auszieht und den Vater wie einen Liebhaber behandelt....

    Da schrillen ALLE Alarmglocken.
    • Bijouxly 15.06.2016 12:26
      Highlight Highlight Solange die Initiative vom Kind ausgseht, finde ich das ok. Und was heisst schon, den Vater wie einen "liebhaber" zu behandeln? Ich war auch ein extremes Papakind, auch weil meine Eltern geschieden sind, hatten wir ein sehr inniges Verhältnis. Hier immer gleich einen sexuellen Zusammenhang zu sehen, finde ich falsch.
    • Asmodeus 15.06.2016 12:56
      Highlight Highlight Solches Verhalten kann antrainiert/erzogen sein. Ein Kind kann daran gewöhnt sein, dass es dem Papa auf diese Weise seine Zuneigung zu zeigen hat.


      Wir kennen weder den Vater noch das Kind, daher ist hier alles Spekulation. Aber bei mir persönlich schrillen da die Alarmglocken.
    • Bloody Mary 15.06.2016 13:20
      Highlight Highlight Hier wird die Situation auch von einer eifersüchtigen Partnerin beschrieben, also sehr objektiv..
      Ausserdem hätte sie sich wohl längst getrennt, wenn der Vater tatsächlich ein Kinderschänder wäre.
      Eifersucht ist tatsächlich fehl am Platz hier. Ich gebe Kafi Freitag zu 100% recht.
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FRAGFRAUFREITAG

Hallo :) Facebook macht mich manchmal unglücklich. Ich vergleiche mein Leben mit den Leben meiner 624 «Freunde», und stelle fest, dass sie Partys feiern, reisen, immer Spass haben etc. 

Wenn ich etwas poste, das in der nächsten halben Stunde keine Likes hat, lösche ich es wieder. Und wenn ich einen Freund weniger habe, muss ich herausfinden, wer mich gelöscht hat... Jetzt habe ich mein Facebook-Konto deaktiviert. Aber irgendwie fehlt mir etwas, ich habe das Gefühl, etwas zu verpassen. Soll ich meinen Facebook-Account wieder aktivieren? Lisa, 23

Liebe Lisa  Ich bin der Meinung, dass eine Party, Reise, etc. so spannend nicht sein kann, wenn man dazu kommt, alle fünf Minuten darüber zu posten. Manche Menschen machen mir sogar den Eindruck, dass sie nur deswegen unterwegs sind, dass sie es mit ihren FB-«Freunden» teilen können. Was nicht geteilt wird, findet ergo nicht statt. Dabei ist eigentlich genau das Gegenteil der Fall. Oder sehen Sie sich doch mal selber um: Ist es eigentlich nicht traurig, dass es viele Leute gar nicht …

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