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Im Internet lauern Gefahren – ob es uns passt oder nicht. bild: shutterstock

Kommentar

Liebe Eltern, ihr kümmert euch doch überall um eure Kinder – warum nicht auch im Internet?

Wir fragen uns ständig, ob die Kinder warm genug haben, wie lange wir das Gemüse kochen sollen, damit die Vitamine erhalten bleiben. Wir sind übervorsichtig, besorgt, aufmerksam. Aber wenn die Kids ins Internet gehen, hören wir auf, uns um sie zu kümmern. Das ist falsch.

kathrin buholzer / elternplanet



Ein Artikel von

Wir pürieren Äpfel und Karotten, wir kochen Schnuller mit Zitronenwasser aus, wir schützen Schubladen, Treppen und Ecken, damit sie sich nicht verletzen. 

Wir beschützen sie auf Spielplätzen, auf Kindergarten- und Schulwegen. Wir begleiten sie, machen Passwörter mit ihnen aus, damit keine bösen Menschen sie ins Auto ziehen, wir schimpfen mit Nachbarskindern oder Schulkollegen, wenn diese unsere Kinder ärgern oder mobben. 

Wir tun alles, damit es unseren Kindern gut geht, dass sie in einem geschützten Rahmen aufwachsen, dass ihnen niemand etwas Böses antut. 

Nicht mehr von der Glotze wegzubringen

Dann, eines Tages, kommen sie mit der virtuellen Welt in Berührung. Zuerst ist alles noch recht harmlos, die Kids sind begeistert von den Apps und Spielen und eben auch beschäftigt (praktisch für uns). 

Schnell wird es aber auch anstrengend: Unsere Kinderlein sind oft kaum mehr von den kleinen Glotzgeräten wegzubringen, schliesslich müssen Schlumpfbeeren geerntet, Schlachten gewonnen oder Häuser gebaut werden. 

Und irgendwann kommt der Eintritt in den Chat- und Social-Media-Zirkus: Kik, Facebook, Instagram, Snapchat, YouNow und wie sie alle heissen.

Warum hören wir beim Internet auf?

Und genau hier hören wir Eltern oft auf, uns zu kümmern. Wir kennen die Online-Spielplätze nicht mehr, wissen nicht, wo sich unsere Kinder virtuell austauschen und verabreden.

Wir verlieren sie in der virtuellen Welt einfach aus den Augen. Dabei wäre es so wichtig, dass wir genau jetzt da sind. 

Viele Eltern reagieren einfach mit Verboten und hoffen, dass sich das Problem dann von selbst löst. Doch genau durch diese Verbote bekommen Kinder und Jugendliche gar nicht erst die Chance, den richtigen Umgang damit zu lernen. Am Schluss tun sie es dann trotzdem – heimlich halt. 

Das müssen wir selber tun

Kennen wir Eltern uns mit der Materie nicht mehr aus, dann dürfen wir das nicht als Ausrede benutzen. Vielmehr gilt:

Wir müssen das tun, weil es unsere Aufgabe ist. 

Wir können unsere Kids nicht hundertprozentig beschützen. Wir können nicht verhindern, dass sie vielleicht mal mit dem Fahrrad hinfallen, auf dem Schulweg mit einem anderen Kind streiten oder beim Fussgängerstreifen nicht immer schön brav nach links und rechts gucken.

Aber wir können alles dafür tun, dass sie mögliche Gefahren erkennen und lernen vorauszuschauen. 

Elternplanet ist der Schweizer Elternblog. Hier werden die wichtigsten Erziehungsfragen diskutiert. Es gibt ausserdem Tipps und Webvideos für den Erziehungsalltag, alles mit viel Fantasie und Humor. Die Betreiberin des Blogs, Kathrin Buholzer, ist Journalistin und Elternberaterin sowie Mutter von zwei Mädchen (13 und 11 Jahre). Elternplanet ist auch auf Facebook

Diese Fragen müssen wir mit den Kindern klären

Wir müssen sie mit den Gefahren konfrontieren, wir müssen mit ihnen darüber reden, Fragen und Gegenfragen stellen. Deshalb ist es unsere Pflicht, Folgendes zu tun und mit den Kindern die folgenden Fragen zu klären:

Solche und viele andere Fragen sind wichtig, damit wir mit unseren Kids und Jugendlichen in Kontakt bleiben.

Sie selber sollen mögliche Antworten suchen und verschiedene Möglichkeiten finden, wie sie sich auf Facebook, YouTube, Kik, WhatsApp, Snapchat und YouNow verhalten sollen. 

Diese Dinge dürfen nicht passieren

Der Blick auf das Smartphone

Ich bitte euch sehr: Seid wachsam und gebt auf eure Kinder acht. Schaut euch immer wieder die Smartphones eurer Kids an, habt den Mut zu kontrollieren, welche Apps sie nutzen, mit wem, wo, wie oft sie chatten und wie sie ihre jeweiligen Accounts eingestellt haben. 

Sie sollen lernen diese Medien vernünftig zu nutzen, damit sie Spass haben und wir nicht auf Facebook eines Tages Kerzenbilder für sie posten müssen … 

Wir sind verantwortlich für unsere Kids, müssen sie schützen und begleiten. Sie sind das Wichtigste, was wir haben. 

Wie geht ihr damit um, dass die Kinder ihre Zeit im Internet verbringen? Welche Regeln gelten bei euch? Schreibt eure Erfahrungen ins Kommentarfeld!

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    Alle Leser-Kommentare
  • Alnothur 27.06.2016 15:48
    Highlight Highlight "Wir sind übervorsichtig, besorgt, aufmerksam." - und genau damit fangen die Probleme an...
    • stookie 28.06.2016 09:02
      Highlight Highlight Übervorsichtig: Ja. Besorgt: Klar.
      Aufmerksam: Auf keinen Fall!
      Alle diese "Sicherheitssysteme" dienen nur einem Zweck: Damit die Eltern eben NICHT ständig aufmerksam sein müssen.
      Mein Lieblingsbeispiel:
      Kind an der Hand oder Kind an einer Leine welche am Gürtel befestigt ist.
      Es geht um alle Medien wo Kinder begleitung brauchen. Spiele, Filme, Internet etc.
      Die ersten beiden wurden bereits vernachlässigt somit ist Internet und zukünftigen Medien leider eine schlechte Zukunft zu prognostizieren.
  • Scaros_2 27.06.2016 13:25
    Highlight Highlight Repression bringt nichts sorry. Wenn ich nicht über das Wlan ins Internet komme dann wird mein Smartphone zum Persönlichen Hotspot und wenn ich papas Pin weiss - zack......drin und man würde nicht einmal was merken ;-) Ok es lässt sich nicht wirklich zocken aber es geht um Repression. Ihr Eltern müsst die Technik kennen, ihr müsst Interesse dafür haben. Ja Mami/Papi zu sein ist ein Vollzeitjob aber heute ist es evtl. wichtiger die Kinder digital zu beobachten als Sorge zu haben sie steigen in ein Auto. Das Internet kann gefährlich sein ja aber ihr müsst das Kennen - ich auch irgendwann.
  • irational 27.06.2016 12:05
    Highlight Highlight Wer auch immer diesen artikel geschrieben hat, hat wirklich keine ahnung von online games wie minecraft. Es nüzt nix das internet zu sperren, es ist omnipräsent. Es geht einzig und alleine darum nicht bei fremden ins auto zu steigen. Man hat es früher gesagt und es gab kids di nicht darauf gehört haben, und so ists noch heute
  • Gaspadin 27.06.2016 11:11
    Highlight Highlight Hatte das Wlan mit einer Zugangsssperre für das gemeinsame Tablett und für das Handy des Ältesten gesperrt. Kein Witz: Eine Viertelstunde später hatten meine Kinder die Sperre per MAC-Spoofing geknackt. Da war mein Ältester gerade mal 12 Jahre alt.
    Man kann die Kinder nicht pausenlos überwachen, weder im Internet, noch im echten Leben. Man kann und darf (z.B. in der Schule) nicht immer allen seinen Kindern gleichzeitig über die Schultern schauen, soll man auch nicht, das Kind würde sonst ein psychischer Krüppel.
    Übrig bleiben Aufklärung der und Vertrauen und die Kinder, nebst Gottvertrauen.
  • Madison Pierce 27.06.2016 10:49
    Highlight Highlight Es ist sehr schwierig geworden zu wissen, was die Kinder im Internet tun. In diesem Alter reden sie häufig nicht freiwillig über solche Sachen. Ich hätte jedenfalls meinen Eltern nie meine SMS-Chats gezeigt.

    Schon zu meiner Zeit, ohne Internet, konnte ich vieles verheimlichen: Doom & Co. hatte ich auf dem Familien-PC gut versteckt und nur gespielt, wenn niemand zuhause war. Erotikbilder gab es von den älteren Jahrgängen auf Diskette. Horrorfilme in der Videothek, auch ohne Kontrolle.

    Ich denke man kommt nicht um altersgerechte (!) Verbote herum. Das offene Internet ist nichts für Kinder.
  • Wilhelm Dingo 16.06.2015 08:41
    Highlight Highlight Zentral sind für uns folgende Punkte:
    - Zusammenhänge erklären und veranschaulichen
    - Selber mitmachen und kennen was die Kinder machen
    - Vertrauen vor Kontrolle (aber nicht ohne Kontrolle)
  • made 15.06.2015 23:10
    Highlight Highlight Viel Einfluss auf dieses Thema hat auch der Freundeskreis der Kinder: Gruppendruck ist im Kindesalter einer der Hauptfaktoren für dessen Wertansichten. Schickt die Kinder nicht ins Tanzen/Fussball, sondern schickt Sie in Jugendgruppen wie Jubla oder Pfadi. Die Internetsucht der heutigen Generation ist logisch, da es einfacher ist, likes zu zählen als soziale Kontakte zu pflegen. Zeigt Euren Kindern, was eine richtige Freundschaft ist. Hat euer Kind eine richtige Freundschaft, benötigt es nämlich auch keine oberflächlichen Internetfreunde mehr.
    • Fly Boy Tschoko 16.06.2015 10:29
      Highlight Highlight Oder man schickt das Kind nirgends hin sondern lässt es selber entscheiden.
      Zudem, wieso sollte man im FC keine Freunde finden?
    • Elternplanet 16.06.2015 17:11
      Highlight Highlight Hallo made
      Ich weiss nicht, ob du den Artikel nicht richtig gelesen oder nicht richtig verstanden hast.
      Es geht eben gerade darum nicht einfach Verbote auszusprechen, sondern zusammen mit den Kindern nach Lösungen für einen richtigen Umgang zu suchen. Ich weiss, dass leider nicht alle Eltern sich dafür genügend Zeit nehmen. Genau das soll dieser Artikel auch ein bisschen in Erinnerung rufen.
  • made 15.06.2015 22:53
    Highlight Highlight Ich bin 21 und mit dem Internet aufgewachsen. Und ich kann die Meinung mit der Autorin nicht teilen. Meine Eltern haben mich in meiner Kindheit mit Verboten zugepflastert. Trotzdem hatte ich immer Zugang zum Internet und habe stundenlang am PC verbracht und habe die Regeln meiner Eltern chronisch missachtet. Dies ging soweit, dass ich Nachts aufstand, nachdem meine Eltern schliefen, nur um ins Internet zu gehen.
    Trotzdem war ich immer vorsichtig und wusste, wie ich mit dem Internet umgehen muss, ohne dass meine Eltern mit mir irgendetwas davon anschauten, da sie selbst überfordert waren.
    • monospace 16.06.2015 05:35
      Highlight Highlight Klar, es gehört als Teenie einfach dazu, sich über die Regeln der Eltern hinwegzusetzen und Grenzen auszuloten. Kann ich aber davon ausgehen, dass du eine Art Urvertrauen zu deinen Eltern hast, d.h. wenn du dich in die Bredouille bringst, sie dir da raushelfen? Ich arbeite mit Jugendlichen, die das nicht können, weil ihre Eltern dazu nicht in der Lage sind. Hier sehe den unbedachten Umgang mit Medien als Gefahr. Und: wenn dir in der materiellen Welt niemand zuhört, bedeuten 1000 Follower halt schon was. Ich versuche ihnen Beachtung zu schenken, bin ihnen aber lediglich Lehrer, nicht Freund.
    • geuuuuuuuu 16.06.2015 07:12
      Highlight Highlight solltest nicht von dir auf andere schliessen.
    • gurix 16.06.2015 07:22
      Highlight Highlight Du hast den Artikel aber nicht verstanden, sie schreibt ja eben gerade, dass Verbote nichts bringen, sondern die Kids aufgeklärt werden müssen. Sie bringt meiner Meinung nach auch ein paar ganz gute Fragen, die man den Kids stellen kann.

      Bedenke auch, dass sich die Technik schnell ändert. Als du 11 Jahre alt warst, gab es noch keine Smartphones und live Broadcasting. Eventuell ein paar Grüsel auf dem Bluewinchat, aber das war auch schon alles.
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